Mina Teichert – Mieze Undercover: Der 1. Fall für Mieze Moll posted by on 12. Dezember 2017

Als Mutter hat man so seinen Alltag mit Kind daheim. Was, wenn einem da aber langsam die Decke auf den Kopf fällt? Richtig, man sucht sich Arbeit für halbtags. So auch Mieze Moll, die auf dem Polizeirevier landet und gleich in einen spannenden Fall mit reingezogen wird…

Autor: Mina Teichert
Titel: Mieze Undercover: Der 1. Fall für Mieze Moll
Genre: Unterhaltung, Krimi
Verlag: Eden Books
Taschenbuch: 320 seiten
Erscheinungsdatum: 03.11.2017
Preis: 12,95 €

Michaela Moll – von allen Mieze genannt – hat eigentlich ein Bilderbuchleben. Sie hat einen liebevollen Ehemann und eine süße Tochter daheim, hauptberuflich ist sie Hausfrau. Aber irgendwie fällt ihr die Decke daheim auf den Kopf, von den Mutti-Stammtischen nicht zu sprechen. Kurzerhand bewirbt sie sich um einen Bürojob im Polizeirevier und wird prompt eingestellt. Ab hier nimmt ihr Leben eine spannende Wendung, denn die schlagfertige Blondine wird gleich Undercover in einer Table-Dance-Bar eingesetzt.  Nun hat Mieze einen Balanceakt zwischen Alltag und Undercover-Agentin zu meistern und vermittelt dem Leser mit viel Witz und Charme, dass so etwas funktioniert.

Die Autorin hat ihre Figur der realen Person Daniela Katzenberger angelehnt. Diese fand da so toll, dass sie sich für die Krimi hergibt. Mieze ist eine tolle, starke Persönlichkeit und im Ernst, selbt als Mutter versteht man sie in vielen Dingen so herausragend. Vor allem die Muttis mit „du musst, du darfst (nicht), blaa…“, das kann einem schon mal gegen den Strich gehen. Alle meinen über die Erziehung besser Bescheid zu wissen als man selbst. Da verspricht einem doch ein Bürojob in deinem Polizeirevier schon etwas Abwechslung – vor allem wenn man dann gleich drauf als Undercover-Agentin in einer Table-Dance-Bar an der Stange eingesetzt wird. Hier ist es aber nicht nur interessant, sondern auch gefährlich. Mieze meistert das aber auf ihre Art und kommt doch immer wieder aus den Fettnäpfchen heraus.

Das ganze Buch ist so herrlich erfrischend geschrieben, die witzigen Dialoge und der leichte Schreibstil runden das ganze Lesevergnügen total ab. Man taucht total ab in die witzige Kursion der Mama und Undercover-Agentin Mieze. Eine gelungene Abwechslung vom Alltag ist diese erfrischende Lektüre allemal und nicht nur das – es gibt Folgebände! Ich werde sie mir auf jeden Fall besorgen und weiter in Miezes Abenteuer schwelgen.

Ein Buch, das ich nur empfehlen kann – es weckt auf jeden Fall Freude und entführt einen eine kurze Zeit lang aus dem eigenen Alltag!

5 von 5 Punkten

Gelesen im November 2017 posted by on 6. Dezember 2017

Ups, ganz vergessen habe ich die Monatsstatistik. Wie alle sind wir auch in den vorweihnachtlichen Vorbereitungen und da wird schon das eine oder andere vergessen =) Besser spät als gar nicht! Hier die gelesenen Schätze im November:

Geneva Lee – Royal Love 4/5

Michael Tsokos – Zerbrochen 4/5

Karin Slaughter – Die gute Tochter 5/5

Irgendwie scheint die drei meine Zahl zu sein =) In diesem Monat jetzt kommt ja dann auch die Jahresstatistik, bin gespannt, wie viel ich dieses Jahr geschafft habe. Gezählt habe ich noch nicht =) Und was war bei euch so los?

Karin Slaughter – Die gute Tochter posted by on 4. Dezember 2017

Was würdest du tun, wenn du Opfer eines Gewaltverbrechens wurdest? Wenn du mitansehen müsstest, wie einer deiner liebsten Menschen vor deinen Augen ermordet wird? Wenn du selbst ermordet werden solltest, es aber überlebst? Die Schwestern Charlotte und Samantha erfahren genau das in Karin Slaughters neuem Thriller „Die gute Tochter“. Unvorstellbar, wie das sein muss.

Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Genre: Thriller/Drama
Verlag: Harper Collins
Taschenbuch: 608 Seiten
Erscheinungsdatum:  03.08.2017
Preis: 10,99 €

Als die zwei Schwestern zu ihrem eigenen Grab getrieben werden von zwei bewaffneten maskierten Männern, fleht die große Schwester Samantha die jüngere Charlotte an, wegzulaufen. Charlie läuft und läuft, sie läuft davon, nicht nur jetzt sondern auch in ihrem weiteren Leben. Sie ist getrieben vond en grauenhaften ERinnerungen, die Bilder ihrer erschossenen Mutter, die Todesangst ihrer Schwester und ihre eigene, sowie das Keuchen des Verfolgers.
28 Jahre später ist Charlotte eine erfolgreiche Anwältin, genau wie ihr Vater. Als sie Zeugin einer grauenhaften Bluttat wird, holt die Vergangenheit sie wieder ein.

Was wir hier für zwei starke und doch gebrochene Persönlichkeiten vor uns haben. Man erfährt als erstes was damals passiert ist, mit Charlotte im Besonderen. Was aus ihr geworden ist und wie sie ihr Leben lebt. Natürlich wird auch gleich von der erneuten Bluttat geschrieben, ein Amoklauf in der Middle School. In dieser hat auch Charlotte ihren Unterricht in Teenagerzeiten genossen. Sie gerät mitten hinein und mischt sich auch noch ein, so ist sie Zeugin und gleichermaßen Opfer – denn die Tat erinnert sie durchgehend an das grauenvoller Ereignis vor 28 Jahren. Damals sind zwei maskierte bewaffnete Männer in ihre Küche gestolpert und haben ihre Mutter erschossen, ihre Schwester Samantha in den Kopf und lebendig begraben. Charlotte ist davongekommen, aber nicht ohne tiefe seelische Wunden. Man liest die Stränge abwechseln in Charlottes und Samanthas Sicht und kann sich so ein Bild von den Charakteren machen.

Wer Karin Slaughter kennt, weiß, dass diese blutrünstige Thriller schreibt. Auch hier ist es blutig, die Tat an sich. Dennoch empfinde ich das hier eher als Drama statt Thriller. Hier werden die Erlebnisse der Schwestern verarbeitet und überhaupt die Familie ins Licht gestellt, wie es danach weitergeht. Sie erzählt hier einmal eine ganz andere Geschichte als ihre gewöhnlichen Thriller, was manche Fans wohl abschreckt, wenn man die negativen Rezensionen liest. Meines Erachtens hat sie hier ein großes Werk geschaffen, das zeigt, dass sie auch in anderen Genres wunderbar Geschichten spinnen kann und einen so gefesselt mit dem dicken Buch zurücklässt. Ich selbst konnte es kaum aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es den Schwestern ergeht und was sie noch erwartet.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Dialoge leiten dazu, dass man schnell vorankommt. Wie von Slaughter gewohnt, wird man hier im Lesefluss kaum unterbrochen. Auch die Spannung ist genügend vorhanden, auch wenn es kein richtiger Thriller ist, sondern eher Familiendrama rund um die Tragödie, die sich vor 28 Jahren ereignet hat. Es hat eher einen psychologischen Hintergrund und durchleitet die Traumatas der Schwestern.

Es ist ein Buch, das tiefer geht, das einen tief bei den eigenen Wurzeln packt und den Atem gefrieren lässt, den man ausstößt vor Schock. Denn was hier im Buch geschrieben ist, ist nichts für schwache Nerven. Slaughter erzählt wie gewohnt alles bis ins Detail und lässt auch nicht das Grausame aus. Wenn man sich als Fan auf eine andere Art von Thriller bzw. Drama von der heiß begehrten Autorin einlassen kann, ist man hier genau richtig!

5 von 5 Punkten

Michael Tsokos – Zerbrochen posted by on 20. November 2017

Als Gerichtsmediziner hat man bestimmt viele grausige Geschichten zu erzählen. Tsokos verpackt diese in True-Crime-Thriller. Auch hier hat er nun schon eine Trilogie abgeschlossen.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zerbrochen
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Klappenbroschur: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.03.2107
Preis: 14,99 €

Aus dem letzten Band wissen wir, dass Abel überfallen wurde und es nur knapp überlebt hat. Nach vielen Monaten später tritt er erstmals seinen Dienst als Rechtsmediziner wieder an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn seiner BKA-Einheit in Beschlag genommen. Ein sogenannter Darkroom-Killer, hält die Polizei und Bevölkerung in Atem. Dies rückt für Abel aber ganz schnell in den Hintergrund, denn sein gerade neu gefundenes Familienglück steht auf dem Spiel. Als seine 16 jährigen Zwillinge Manon und Noah besuchen ihn in Berlin. Gleich darauf werden diese entführt – wer kann der Täter sein? Hat Abel mit jemanden noch eine Rechnung offen?

Anders wie in den zwei Vorgängern legt sich hier der Fokus nicht auf die Rechtsmedizin, sondern auf die Entführung der Kinder Abels und der Tathintergründe. Man erlebt hier Abel menschlich durch und durch. Er handelt in diesem Band weniger wie ein Rechtsmediziner und Beamter, sondern eher als Familienvater in Sorge. Er begeht Handlungen, die den Spannungsbogen überschlagen und seine Kompetenz als Rechtsmediziner eigentlich in Frage stellen. Da fragt man sich aber, wie weit würde man selbst für seine Kinder gehen? Wahrscheinlich würde man auch alle Grenzen übertreten und alles tun, damit sie wieder wohlauf bei einem sind.

Leider vermisst man als treuer Leser hier etwas seine Tätigkeit als Rechtsmediziner, auch wenn die Story an sich sehr spannend aufgebaut ist. Zwischendurch gibt es aber doch hin und wieder einige Längen, durch die man sich kämpfen muss. Sprachlich ist das Buch genauso gut aufgebaut wie die ersten zwei und man muss sich immer vor Augen halten, dass man es hier mit True Crime Thrillern zu tun hat. Es ist also alles wirklich irgendwie einmal passiert und aus dem echten Leben gegriffen.

Tsokos merkt an, dass es doch nicht das Ende rund um Abel ist – es könnte also durchaus sein, dass weitere Bände um den beliebten einzigartigen Rechtsmediziner bald erscheinen! Ich würde mich auf jeden Fall darauf freuen und kann auch diesen dritten Band an die Leser weiterempfehlen, allerdings sollte man schon die Vorgänger gelesen haben, denn es wird immer wieder auf etwas in der Vergangenheit angespielt.

4 von 5 Punkten

Gelesen im Oktober 2017 posted by on 2. November 2017

Jetz wird es langsam kalt und man sehnt sich nach Couch, Tee und einem guten Buch! Wenn der erste Schnee fällt und die Kinder ihren Spaß haben, ja dann ist es wohl Winter =) Aber dazu hat es ja noch etwas Zeit! Gelesen habe ich im Oktober nicht wirklich viel, aber gutes! Diese zwei sind es geworden:

Isabelle Ronin – Du bist mein Feuer 5/5

Michael Tsokos – Zerbrochen 4/5

Die Rezension zu letzterem folgt in den nächsten Tagen. Irgendwie ist viel zu wenig Zeit für viel zu viele Sachen. So leidet auch leider mein Lesen momentan drunter =( Und bei euch so?

Isabelle Ronin – Du bist mein Feuer: Chasing Red posted by on 17. Oktober 2017

Was, wenn wir uns in den begehrtesten Playboy des College verlieben? Das kann ja eigentlich nur nach hinten losgehen, oder? Vor allem, wenn man sonst noch keine große Erfahrungen mit Männern gesammelt hat…so denkt auch die Protagonistin Veronica aus dem Roman „Du bist mein Feuer“. Doch ist es wirklich so? Ronin wird heiß gelobt und gepriesen, einen höchst lesenswerten Liebesroman geschrieben zu haben, eine Sensation. Ist er das oder nur ein weiterer Stern am Himmel der vielen, vielen Liebesromane? Auf jeden Fall ist er etwas Besonderes und anderes als die restlichen!

Autor: Isabelle Ronin
Titel: Du bist mein Feuer: Chasing Red
Genre: Liebesroman
Verlag: Mira Taschenbuch
Taschenbuch: 752 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.10.2017
Preis: 12,99 €

Caleb entdeckt in einem Club eine sinnlich tanzende Fremde im roten Kleid und ist sofort fasziniert. Er hat eigentlich nie feste Freundinnen und hat auch gleich die Schnauze voll von den Frauen, sie sind nur zum Vergnügen gut. Dennoch fühlt er bei dieser Fremden anders – er gewährt ihr zudem Unterschlupf bei sich daheim, rettet sie vor blöden Kommentaren der Jungs. Sie sieht in ihm nur den Sohn reicher Eltern, der nicht zu ihr passt, denn sie kommt aus schwierigen ärmlichen Verhältnissen. Der verwöhnte Playboy aber scheint etwas Tiefes anzustreben mit ihr, merkt aber schnell, dass sie eine harte Nuss zu knacken ist. Sie möchte am liebsten nur mit sich selbst alles ausmachen und vertraut nix und niemanden. Kann diese Liebe bestehen, auch wenn einige noch so viele Steine in den Weg legen möchten?

Man wird gleich in den Club geschleudert, als die zwei das erste Mal aufeinander treffen. Hier merkt man schon die Funken, die sprühen – seinerseits zumindest! Man mag es nicht glauben, dass so ein Mann jemals die richtige Liebe findet oder finden will. Dennoch scheint er sich sehr, sehr zu Veronica „Red“ hingezogen zu fühlen. Auch sie mag ihn sehr, auch wenn sie sich das selbst nicht eingestehen mag. Die zwei passen charakterlich so gut zueinander, dass man gar nicht anders kann, als ständig zu hoffen, dass es auch gut endet. Doch Caleb hat noch eine Vergangenheit mit einem Mädchen, mit welchem er aufgewachsen ist. Die zwei haben eine Affäre angefangen, die immer wieder aufflammt, wenn Caleb genug von dem derzeitigen Mädchen hat. Beatrice mag es gar nicht sehen, dass er nun die echte Liebe hat und macht alles, dass es in die Brüche geht.

Geschrieben ist der Roman immer wieder im Wechsel von Veronicas und Calebs Sicht. So kann man sich super in die beiden hineinfühlen und fiebert mit. Es ist ein Liebesroman, der wirklich unter die Haut geht. Anders wie man vom Titel her denkt, geht es hier nicht NUR um Sex, es dauert sogar ziemlich lange, bis mal hiervon die Rede ist. Allein deswegen ist er etwas besonderes, da heutzutage nur noch Sex, Sex, Sex zählt. Hier zählt die Liebe vordergründig und sie ist so gut beschrieben, dass man sich selbst fast als Person im Buch sieht. Man fühlt fast richtig selbst mit.

Schriftlich vom Stil her genau passend geschrieben, so dass man locker mitlesen kann und sich den Personen richtig nahe fühlt. Manchmal ein großes Hin und Her, dennoch spannend auch mit dem Hintergrund der Personen. Für mich war es ein reines Lesevergnügen und ich fand es schade, als es zu Ende war!

Ich kann den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem an diejenigen, die nicht nur Wert auf viel Sex in den Büchern legen und auch gern eine tiefgründigere Geschichte erwarten!

5 von 5 Punkten

Holly Black – Der Prinz der Elfen posted by on 4. Oktober 2017

Wenn es diese kleinen gemeinen Elfen unter uns geben würde – wer würde sich noch wohl fühlen? Wobei es ja auch ganz nette gibt und schön sind sie auch anzusehen! Für die Protagonistin in dem Buch „Der Prinz der Elfen“ ist ein Nebeneinander der Elfen ein ganz normaler Alltag, hier existieren deren Welt und unsere genau nebeneinander.

Autor: Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
eBook: 417 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Preis: 13,99 €

Die Geschwister Ben und Hazel leben in Fairfold, welches an das magische Elfenreich grenzt. Seit über Jahrzehnten steht mitten im Wald ein gläserner Sarg, in welchem ein Elfenprinz schläft. Er wird immer von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnigsch beäugt. Hazel und Ben glauben nicht so ganz an die Geschichten und spinnen ihre eigenen. Sie fühlen sich aber zu diesem Jungen hingezogen und erzählen ihm ihre ganzen Geheimnisse. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst alle möglichen Jungs, nur um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Eines Tages ist aber der Sarg des Prinzen leer und die Geschwister werden in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss nun die Rolle als Ritter annehmen, wovon sie als Kind immer geträumt hat…

Das Buch ist ein Jugendbuch, was man auch der Sprache anmerkt. Trotzdem ist sie nicht ganz so kindlich gehalten, so dass man als junggebliebener Erwachsener locker die Geschichte lesen kann. Hazel ist im Prinzip eine ganz gewöhnliche Teenagerin, wenn man davon absieht, dass sie in den Wäldern streift und Elfen jagt und zur Strecke bringt. So auch ihr Bruder, der ein besonderes Talent hat – die Musik! Doch er verletzt sich an der Hand und trainiert auch nie wieder, dabei kann ihm diese auf wundersame Weise bald helfen. Hazel küsst in ihrer Verzweiflung eine Menge Jungs, ohne etwas dabei zu denken oder zu fühlen, doch es füllt ihre Leere im Herz. Nur bei einem Jungen merkt sie etwas, den Wechselbalg Jack. Doch erwidert er ihre Liebe? Und dann wäre da noch der Prinz, zu dem sich beide Geschwister total hingezogen fühlen – man muss erwähnen, dass Ben homosexuell ist.
Wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, was die Geschwister alles durchmachen und die ganze Magie, die Autorin nimmt einen auf die Reise mit ins Elfenreich. Nicht selten wünscht man sich, selbst dort zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen, auch wenn es einige angespannte Situationen gibt. Man fragt sich schon, was wäre, wenn diese Welt neben der eigenen existieren würde.
Der Schreibstil lässt einen tief in die Geschichte versinken und verzaubert einem die Momente. Manches hätte man ausführlicher machen können und anderes weniger detailreich. Dennoch ist es eine Geschichte, die die eigene Fantasie anregt und einen in andere Welten entführt. Ich kann sie also nur weiterempfehlen!
4 von 5 Punkten
Gelesen im September 2017 posted by on 4. Oktober 2017

Ist ja echt Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Schon haben wir wieder Oktober und Weihnachten rückt immer näher. Den letzten Monat hatte ich leider nicht sooo viel Zeit zum Lesen, daher nur zwei Bücher. Geworden sind es:

JP Delaney – The Girl before 5/5

Holly Black – Der Prinz der Elfen 4/5

Zu letzterem wird auch gleich noch eine Rezension online gehen, sofern meine zwei Hexen mich lassen =) Und wie liefs bei euch so?

J.P. Delaney – The Girl Before posted by on 25. September 2017

Ein Haus, das einen kennt, jeden der Schritte, die man geht. Das sogar die Temperatur der Dusche für einen einstellen kann, da es genau weiß, wie man duscht. Hätte man sowas wirklich gerne? Ein intelligentes Haus? Im Thriller von JP Delaney scheinen sich viele Leute um genau so eines zu reissen, die Miete ist günstig, die Liste der Regeln lange…

Autor: JP Delaney
Titel: The Girl before
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 25.04.2017
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 13,00 €

Jane hat etwas Schreckliches hinter sich – sie hat ihre Tochter tot geboren. Nun muss sie einen Neuanfang für sich haben und überlegt daher nicht lange, als sie die Möglichkeit hat, in ein hochmodernes Haus in einer guten Londoner Gegend zu ziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie auch noch dessen Architekt kennenlernt und findet ihn auch gleich sympathisch. Er scheint sich ebenso zu ihr hingezogen zu fühlen. Bald erfährt Jane aber mehr als ihr lieb ist, wie auch, dass ihre Vormieterin Emma hier im Haus verstorben ist. Sie hat ihr erschreckend ähnlich gesehen, was aber noch nicht alles ist – sie lebt und liebt wie sie, sie vertraut den gleichen Menschen und ist auf dem gleichen Weg zur gleichen Gefahr….

 

Das Buch wird in zwei Erzählsträngen gegliedert – einmal erzählt Jane in der Gegenwart und einmal Emma in der Vergangenheit. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir beide nicht ganz sympathisch waren, dennoch hab ich aber mehr für Jane Mitgefühl gehegt. Edward ist natürlich interessant – hat aber ganz entschieden auch einen an der Birne, er ist perfektionistisch, minimalistisch und auch so hat er seine Zwangshandlungen. Trotzdem kann er durch die Zeilen hindurch ein Funklen herbeizaubern. Der komische Architekt begeht immer wieder die gleichen Muster in seinen Beziehungen und Jane kommt darauf. Sie fängt an, in dem Wespennest zu stochern, was vor ihr passiert ist. Gleichzeitig erfährt man von Emmas Geschichte, sie erzählt in der Vergangenheit, denn Emma ist bereits tot. Als Leser erkennt man aber die Parallelen und staunt, wie ähnlich die hier sind und worauf das Ganze wohl hinaus läuft.

Der Schreibstil und auch die kurzen Kapitel erlauben es einem, in einem Rutsch hinfort zu lesen und das habe ich in der Tat getan, die ganze Handlung zieht einen mit. Es ist zwar zwischendurch etwas „langweilig“, weil nichts passiert, aber man möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt und ob man recht hat mit seiner Vermutung. Was dann aber schlussendlich herauskommt, ist doch schon ein Aha-Effekt. So ganz hat man doch nicht damit gerechnet.

Trotz der vielen schlechten Kritik muss ich sagen, dass ich gar nicht zustimme. Es gibt so viele Rezensionen, die so viel auseinander gehen, habe ich selten bei einem Buch gesehen. Viele sagen, dass hier abgekleistert wurde, dass es diese Handlung so und so schon mal gab. Ja Leute – was denkt ihr denn, dass alles frisch erfunden ist? Alles ist schon mal in irgendeinem Buch, Theater, Film vorgekommen. Es kommt drauf an, ob man es gesehen hat oder nicht, dann würde man anders von einer Sache reden. Und selbst wenn – es kommt immernoch drauf an, wie der Autor etwas verpackt und wenn es auch ähnlich einer anderen Sache ist, es muss nichts abgekleistert sein. Wie viel Bücher gibt es denn, die derartig an Shades of Grey erinnern?

Der Autor hat die Story hier gut verpackt, den Lesern mit kleinen Brocken gelockt und auch alles sehr gut beschrieben. Es ist zwar stellenweise nicht viel los, aber man weiß, dass noch etwas kommen muss. Mich hat diese Lektüre in Beschlag genommen und gefesselt, Daumen hoch!

5 von 5 Punkten

Erica Spindler – TripleSix: Tödliche Zeichen posted by on 3. September 2017

Bei der Protagonistin in Spindlers „Lightkeeper“-Serie ist alles auf den Kopf gestellt. Bereits im ersten Band wurde sie mit dem Übersinnlichen konfrontiert und es scheint kein Ende zu nehmen. Zum Glück hat sie da ihren Partner Zach noch, der einen besonderen Riecher dafür hat…

Autor: Erica Spindler
Titel: Triple Six – Tödliche Zeichen
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
eBook: 462 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.08.2017
Preis: 6,99 €

Es ist jetzt drei Monate her, als Micki fast gestorben wäre. Körperlich geht es ihr wieder gut, doch hat sie Alpträume hiervon und sie wird einfach das Gefühl nicht los, dass hier etwas nicht stimmt. Zach scheint sie angelogen zu haben. Mittlerweile passieren einige Einbrüche, die brutal und chaotisch sind. Je tiefer Micki und Zach hier vordringen, desto klarer wird ihnen, dass es hier wieder nicht mit normalen Dingen zugeht. Die Diebe scheinen etwas oder jemanden genaues zu suchen. Es wird sehr heikel, als diese Person eine ist, die Micki nahesteht…

Dies ist bereits der zweite Teil aus der Lightkeeper-Serie von Spindler rund um Micki und Zach. Auch hier kabbeln die zwei zwar immer wieder, man merkt aber doch, dass sie mehr zusammengewachsen sind und sich auch mehr verstehen, vertrauen und respektieren. Man liest gerne ihre vielen Dialoge und wie sie sich umeinander kümmern, den Rücken stärken usw. Micki ist noch etwas mitgenommen vom letzten Fall, was sie aber nicht hindert, sich mit Zach in eine neue Reihe von Einbrüchen zu stürzen, nur um herauszufinden, dass auch diese etwas mit dem Bösen zu tun haben und nicht von dieser Welt sind.

Auch im zweiten Teil hat die Autorin noch immer einen angenehmen Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefällt und mich in einen Lesefluss sinken lässt. Die Story an sich ist nun eingespielter und man kennt sich aus mit den Personen, der Gegend und was es mit den Kräften auf sich hat. Die Spannung ist hier um einiges stärker als im letzten Band, was aber normal auch gut so ist und so sein soll. Man wird in eine Reihe Einbrüche geworfen und weiß erst nicht, was hier auf einen wartet – so geht es auch den anderen beiden Ermittlern im Buch. Erst nach und nach wird diesen und einem selber auch klar, was hier los ist.

Das Buch nimmt ab der Hälfte Fahrt auf und man kann es eigentlich kaum noch aus der Hand legen. Ich habe die zwei Ermittler gerne begleitet und werde das auch weiterhin gerne tun, sind sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Es ist fast wie eine Geschichte aus dem chaotischen Alltagsleben, in die man gerne flüchtet, jedoch ohne diese bösen Kräfte.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall, den ersten Teil sollte man aber schon gelesen haben, da dort doch sehr viel erklärt wird, mit was alles zusammen hängt!

5 von 5 Punkten