Isabelle Ronin – Du bist mein Feuer: Chasing Red posted by on 17. Oktober 2017

Was, wenn wir uns in den begehrtesten Playboy des College verlieben? Das kann ja eigentlich nur nach hinten losgehen, oder? Vor allem, wenn man sonst noch keine große Erfahrungen mit Männern gesammelt hat…so denkt auch die Protagonistin Veronica aus dem Roman „Du bist mein Feuer“. Doch ist es wirklich so? Ronin wird heiß gelobt und gepriesen, einen höchst lesenswerten Liebesroman geschrieben zu haben, eine Sensation. Ist er das oder nur ein weiterer Stern am Himmel der vielen, vielen Liebesromane? Auf jeden Fall ist er etwas Besonderes und anderes als die restlichen!

Autor: Isabelle Ronin
Titel: Du bist mein Feuer: Chasing Red
Genre: Liebesroman
Verlag: Mira Taschenbuch
Taschenbuch: 752 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.10.2017
Preis: 12,99 €

Caleb entdeckt in einem Club eine sinnlich tanzende Fremde im roten Kleid und ist sofort fasziniert. Er hat eigentlich nie feste Freundinnen und hat auch gleich die Schnauze voll von den Frauen, sie sind nur zum Vergnügen gut. Dennoch fühlt er bei dieser Fremden anders – er gewährt ihr zudem Unterschlupf bei sich daheim, rettet sie vor blöden Kommentaren der Jungs. Sie sieht in ihm nur den Sohn reicher Eltern, der nicht zu ihr passt, denn sie kommt aus schwierigen ärmlichen Verhältnissen. Der verwöhnte Playboy aber scheint etwas Tiefes anzustreben mit ihr, merkt aber schnell, dass sie eine harte Nuss zu knacken ist. Sie möchte am liebsten nur mit sich selbst alles ausmachen und vertraut nix und niemanden. Kann diese Liebe bestehen, auch wenn einige noch so viele Steine in den Weg legen möchten?

Man wird gleich in den Club geschleudert, als die zwei das erste Mal aufeinander treffen. Hier merkt man schon die Funken, die sprühen – seinerseits zumindest! Man mag es nicht glauben, dass so ein Mann jemals die richtige Liebe findet oder finden will. Dennoch scheint er sich sehr, sehr zu Veronica „Red“ hingezogen zu fühlen. Auch sie mag ihn sehr, auch wenn sie sich das selbst nicht eingestehen mag. Die zwei passen charakterlich so gut zueinander, dass man gar nicht anders kann, als ständig zu hoffen, dass es auch gut endet. Doch Caleb hat noch eine Vergangenheit mit einem Mädchen, mit welchem er aufgewachsen ist. Die zwei haben eine Affäre angefangen, die immer wieder aufflammt, wenn Caleb genug von dem derzeitigen Mädchen hat. Beatrice mag es gar nicht sehen, dass er nun die echte Liebe hat und macht alles, dass es in die Brüche geht.

Geschrieben ist der Roman immer wieder im Wechsel von Veronicas und Calebs Sicht. So kann man sich super in die beiden hineinfühlen und fiebert mit. Es ist ein Liebesroman, der wirklich unter die Haut geht. Anders wie man vom Titel her denkt, geht es hier nicht NUR um Sex, es dauert sogar ziemlich lange, bis mal hiervon die Rede ist. Allein deswegen ist er etwas besonderes, da heutzutage nur noch Sex, Sex, Sex zählt. Hier zählt die Liebe vordergründig und sie ist so gut beschrieben, dass man sich selbst fast als Person im Buch sieht. Man fühlt fast richtig selbst mit.

Schriftlich vom Stil her genau passend geschrieben, so dass man locker mitlesen kann und sich den Personen richtig nahe fühlt. Manchmal ein großes Hin und Her, dennoch spannend auch mit dem Hintergrund der Personen. Für mich war es ein reines Lesevergnügen und ich fand es schade, als es zu Ende war!

Ich kann den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem an diejenigen, die nicht nur Wert auf viel Sex in den Büchern legen und auch gern eine tiefgründigere Geschichte erwarten!

5 von 5 Punkten

Holly Black – Der Prinz der Elfen posted by on 4. Oktober 2017

Wenn es diese kleinen gemeinen Elfen unter uns geben würde – wer würde sich noch wohl fühlen? Wobei es ja auch ganz nette gibt und schön sind sie auch anzusehen! Für die Protagonistin in dem Buch „Der Prinz der Elfen“ ist ein Nebeneinander der Elfen ein ganz normaler Alltag, hier existieren deren Welt und unsere genau nebeneinander.

Autor: Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
eBook: 417 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Preis: 13,99 €

Die Geschwister Ben und Hazel leben in Fairfold, welches an das magische Elfenreich grenzt. Seit über Jahrzehnten steht mitten im Wald ein gläserner Sarg, in welchem ein Elfenprinz schläft. Er wird immer von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnigsch beäugt. Hazel und Ben glauben nicht so ganz an die Geschichten und spinnen ihre eigenen. Sie fühlen sich aber zu diesem Jungen hingezogen und erzählen ihm ihre ganzen Geheimnisse. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst alle möglichen Jungs, nur um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Eines Tages ist aber der Sarg des Prinzen leer und die Geschwister werden in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss nun die Rolle als Ritter annehmen, wovon sie als Kind immer geträumt hat…

Das Buch ist ein Jugendbuch, was man auch der Sprache anmerkt. Trotzdem ist sie nicht ganz so kindlich gehalten, so dass man als junggebliebener Erwachsener locker die Geschichte lesen kann. Hazel ist im Prinzip eine ganz gewöhnliche Teenagerin, wenn man davon absieht, dass sie in den Wäldern streift und Elfen jagt und zur Strecke bringt. So auch ihr Bruder, der ein besonderes Talent hat – die Musik! Doch er verletzt sich an der Hand und trainiert auch nie wieder, dabei kann ihm diese auf wundersame Weise bald helfen. Hazel küsst in ihrer Verzweiflung eine Menge Jungs, ohne etwas dabei zu denken oder zu fühlen, doch es füllt ihre Leere im Herz. Nur bei einem Jungen merkt sie etwas, den Wechselbalg Jack. Doch erwidert er ihre Liebe? Und dann wäre da noch der Prinz, zu dem sich beide Geschwister total hingezogen fühlen – man muss erwähnen, dass Ben homosexuell ist.
Wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, was die Geschwister alles durchmachen und die ganze Magie, die Autorin nimmt einen auf die Reise mit ins Elfenreich. Nicht selten wünscht man sich, selbst dort zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen, auch wenn es einige angespannte Situationen gibt. Man fragt sich schon, was wäre, wenn diese Welt neben der eigenen existieren würde.
Der Schreibstil lässt einen tief in die Geschichte versinken und verzaubert einem die Momente. Manches hätte man ausführlicher machen können und anderes weniger detailreich. Dennoch ist es eine Geschichte, die die eigene Fantasie anregt und einen in andere Welten entführt. Ich kann sie also nur weiterempfehlen!
4 von 5 Punkten
Gelesen im September 2017 posted by on 4. Oktober 2017

Ist ja echt Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Schon haben wir wieder Oktober und Weihnachten rückt immer näher. Den letzten Monat hatte ich leider nicht sooo viel Zeit zum Lesen, daher nur zwei Bücher. Geworden sind es:

JP Delaney – The Girl before 5/5

Holly Black – Der Prinz der Elfen 4/5

Zu letzterem wird auch gleich noch eine Rezension online gehen, sofern meine zwei Hexen mich lassen =) Und wie liefs bei euch so?

J.P. Delaney – The Girl Before posted by on 25. September 2017

Ein Haus, das einen kennt, jeden der Schritte, die man geht. Das sogar die Temperatur der Dusche für einen einstellen kann, da es genau weiß, wie man duscht. Hätte man sowas wirklich gerne? Ein intelligentes Haus? Im Thriller von JP Delaney scheinen sich viele Leute um genau so eines zu reissen, die Miete ist günstig, die Liste der Regeln lange…

Autor: JP Delaney
Titel: The Girl before
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 25.04.2017
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 13,00 €

Jane hat etwas Schreckliches hinter sich – sie hat ihre Tochter tot geboren. Nun muss sie einen Neuanfang für sich haben und überlegt daher nicht lange, als sie die Möglichkeit hat, in ein hochmodernes Haus in einer guten Londoner Gegend zu ziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie auch noch dessen Architekt kennenlernt und findet ihn auch gleich sympathisch. Er scheint sich ebenso zu ihr hingezogen zu fühlen. Bald erfährt Jane aber mehr als ihr lieb ist, wie auch, dass ihre Vormieterin Emma hier im Haus verstorben ist. Sie hat ihr erschreckend ähnlich gesehen, was aber noch nicht alles ist – sie lebt und liebt wie sie, sie vertraut den gleichen Menschen und ist auf dem gleichen Weg zur gleichen Gefahr….

 

Das Buch wird in zwei Erzählsträngen gegliedert – einmal erzählt Jane in der Gegenwart und einmal Emma in der Vergangenheit. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir beide nicht ganz sympathisch waren, dennoch hab ich aber mehr für Jane Mitgefühl gehegt. Edward ist natürlich interessant – hat aber ganz entschieden auch einen an der Birne, er ist perfektionistisch, minimalistisch und auch so hat er seine Zwangshandlungen. Trotzdem kann er durch die Zeilen hindurch ein Funklen herbeizaubern. Der komische Architekt begeht immer wieder die gleichen Muster in seinen Beziehungen und Jane kommt darauf. Sie fängt an, in dem Wespennest zu stochern, was vor ihr passiert ist. Gleichzeitig erfährt man von Emmas Geschichte, sie erzählt in der Vergangenheit, denn Emma ist bereits tot. Als Leser erkennt man aber die Parallelen und staunt, wie ähnlich die hier sind und worauf das Ganze wohl hinaus läuft.

Der Schreibstil und auch die kurzen Kapitel erlauben es einem, in einem Rutsch hinfort zu lesen und das habe ich in der Tat getan, die ganze Handlung zieht einen mit. Es ist zwar zwischendurch etwas „langweilig“, weil nichts passiert, aber man möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt und ob man recht hat mit seiner Vermutung. Was dann aber schlussendlich herauskommt, ist doch schon ein Aha-Effekt. So ganz hat man doch nicht damit gerechnet.

Trotz der vielen schlechten Kritik muss ich sagen, dass ich gar nicht zustimme. Es gibt so viele Rezensionen, die so viel auseinander gehen, habe ich selten bei einem Buch gesehen. Viele sagen, dass hier abgekleistert wurde, dass es diese Handlung so und so schon mal gab. Ja Leute – was denkt ihr denn, dass alles frisch erfunden ist? Alles ist schon mal in irgendeinem Buch, Theater, Film vorgekommen. Es kommt drauf an, ob man es gesehen hat oder nicht, dann würde man anders von einer Sache reden. Und selbst wenn – es kommt immernoch drauf an, wie der Autor etwas verpackt und wenn es auch ähnlich einer anderen Sache ist, es muss nichts abgekleistert sein. Wie viel Bücher gibt es denn, die derartig an Shades of Grey erinnern?

Der Autor hat die Story hier gut verpackt, den Lesern mit kleinen Brocken gelockt und auch alles sehr gut beschrieben. Es ist zwar stellenweise nicht viel los, aber man weiß, dass noch etwas kommen muss. Mich hat diese Lektüre in Beschlag genommen und gefesselt, Daumen hoch!

5 von 5 Punkten

Erica Spindler – TripleSix: Tödliche Zeichen posted by on 3. September 2017

Bei der Protagonistin in Spindlers „Lightkeeper“-Serie ist alles auf den Kopf gestellt. Bereits im ersten Band wurde sie mit dem Übersinnlichen konfrontiert und es scheint kein Ende zu nehmen. Zum Glück hat sie da ihren Partner Zach noch, der einen besonderen Riecher dafür hat…

Autor: Erica Spindler
Titel: Triple Six – Tödliche Zeichen
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
eBook: 462 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.08.2017
Preis: 6,99 €

Es ist jetzt drei Monate her, als Micki fast gestorben wäre. Körperlich geht es ihr wieder gut, doch hat sie Alpträume hiervon und sie wird einfach das Gefühl nicht los, dass hier etwas nicht stimmt. Zach scheint sie angelogen zu haben. Mittlerweile passieren einige Einbrüche, die brutal und chaotisch sind. Je tiefer Micki und Zach hier vordringen, desto klarer wird ihnen, dass es hier wieder nicht mit normalen Dingen zugeht. Die Diebe scheinen etwas oder jemanden genaues zu suchen. Es wird sehr heikel, als diese Person eine ist, die Micki nahesteht…

Dies ist bereits der zweite Teil aus der Lightkeeper-Serie von Spindler rund um Micki und Zach. Auch hier kabbeln die zwei zwar immer wieder, man merkt aber doch, dass sie mehr zusammengewachsen sind und sich auch mehr verstehen, vertrauen und respektieren. Man liest gerne ihre vielen Dialoge und wie sie sich umeinander kümmern, den Rücken stärken usw. Micki ist noch etwas mitgenommen vom letzten Fall, was sie aber nicht hindert, sich mit Zach in eine neue Reihe von Einbrüchen zu stürzen, nur um herauszufinden, dass auch diese etwas mit dem Bösen zu tun haben und nicht von dieser Welt sind.

Auch im zweiten Teil hat die Autorin noch immer einen angenehmen Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefällt und mich in einen Lesefluss sinken lässt. Die Story an sich ist nun eingespielter und man kennt sich aus mit den Personen, der Gegend und was es mit den Kräften auf sich hat. Die Spannung ist hier um einiges stärker als im letzten Band, was aber normal auch gut so ist und so sein soll. Man wird in eine Reihe Einbrüche geworfen und weiß erst nicht, was hier auf einen wartet – so geht es auch den anderen beiden Ermittlern im Buch. Erst nach und nach wird diesen und einem selber auch klar, was hier los ist.

Das Buch nimmt ab der Hälfte Fahrt auf und man kann es eigentlich kaum noch aus der Hand legen. Ich habe die zwei Ermittler gerne begleitet und werde das auch weiterhin gerne tun, sind sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Es ist fast wie eine Geschichte aus dem chaotischen Alltagsleben, in die man gerne flüchtet, jedoch ohne diese bösen Kräfte.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall, den ersten Teil sollte man aber schon gelesen haben, da dort doch sehr viel erklärt wird, mit was alles zusammen hängt!

5 von 5 Punkten

 

Gelesen im August 2017 posted by on 3. September 2017

Diesen Monat habe ich wieder etwas mehr geschafft, aber auf meine Höchstzahl komme ich ja doch nicht mehr =) Egal, dennoch gibt es sooo viel gutes Lesefutter! Auch diesen Monat habe ich ein Highlight, das Buch hat mich so dermaßen mitgenommen, dass ich immer wieder daran denken muss. Hier die Bücher:

Beth Kerry – Hot Temptation 4/5

Tess Gerritsen – Grabesstille 5/5

Erica Spindler – Triple Six 5/5

J. P. Delaney – The Girl before 5/5

Naja, schwer zu erraten bei drei vollen Punktzahlen, um welches es sich handelt =) Es ist das letztgelesene, „The Girl before“, das ist so perfide ausgedacht und wie es sich einfach auslöst….krass. Die Rezension hierzu poste ich die nächsten Tage. Und ihr so?

Erica Spindler – The Final Seven – Das Spiel beginnt posted by on 13. August 2017

Als Polizistin hat man es wahrlich nicht leicht, aber noch weniger, wenn einem ein Partner an die Seite gestellt wird, der scheinbar mysteriöse Fähigkeiten hat. So ergeht es Micki in New Orleans. Ihr wird ein neuer Partner an die Seite gestellt, der mit seinen Fähigkeiten dazu beitragen soll, Fälle schneller aufzuklären. Sie ist etwas skeptisch, was wohl jeder von uns wäre, oder nicht?

Autor: Erica Spindler
Titel: The Final Seven – Das Spiel beginnt
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
Erscheinungsdatum: 01.06.2017
eBook: 408 Seiten
Preis: 6,99 €

Die junge Polizistin Michaela Dare, „Micki“, ist sehr zielstrebig. Eigentlich braucht sie keinen neuen Partner und schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris. Er ist ein respektloser Charmeur und Draufgänger, welcher ihr vom FBI vorgesetzt wird. Dazu noch soll sie so etwas wie sein Bodyguard fungieren, während er das Böse jagt, denn er scheint von hoher Wichtigkeit zu sein mit seinen Fähigkeiten. Bald aber stellt Micki fest, dass ihr Partner mehr draufhat als seine draufgängerische Art und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die tatsächlich nur Zach aufhalten kann…

Das ist der Auftakt der Lightkeeper-Serie. In diesem ersten Band bekommt Detective Micki den neuen Partner Zach an ihre Seite gestellt. Schmeckt ihr zwar nicht, kann sie aber nichts dagegen tun. Erst ist er ihr nicht geheuer und sie kann ihn nicht ausstehen, das ändert sich aber mit Zeile um Zeile etwas. Er hat zwar immer weiterhin seine arrogante Art, doch er ist auch korrekt und liebenswürdig auf seine Art und Weise. Die beiden fangen nun also zusammen Bösewichte, ob sie wollen oder nicht. Sie fügen sich in ihr Schicksal und sind eigentlich nicht mal so schlechte Partner Seite an Seite.

Der erste Band schickt den Leser gleich in Kräfte, die es eigentlich gar nicht gibt, die Zach aber aufklären kann und wozu er befähigt ist, weshalb genau er für die Polizei arbeitet. Man bekommt auch immer Happen zugeworfen, um was genau für Leute es sich handelt, zu welchen Zach gehört, was er ist und was die anderen sind. Nach und nach lichtet sich dieses Rätsel. Die Spannung nimmt also auf und nicht ab. Es ist zwischendurch etwas viel erzählt, was nicht hätte sein müssen, dennoch gehört dies zur Geschichte und stört auch keineswegs, denn man möchte alles wissen und in sich aufsaugen.

Erica Spindler hat einen angenehmen Schreibstil, der es einem möglich macht, ohne Pause weiterzulesen. Man möchte einfach nur noch blättern und blättern und mehr über das ungleiche Gespann erfahren. Auf witzige Art und Weise entführt sie den Leser in eine Welt, die eigentlich gar nicht so witzig ist und auch sehr mysteriös. Man möchte fast selbst an so etwas glauben und wer weiß, vielleicht gibt es das ja doch?

Für mich ein gelungener Einstieg in die Lightkeeper-Serie. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und kann es den Krimi-/Thrillerlesern, die auch gerne einmal einen mysteriösen Touch in ihrer Lektüre haben, sehr gerne ans Herz legen! Es ist zwar kurzweilig, da man schnell liest, weil spannend, aber es lohnt sich auf jeden Fall und man gewinnt zwei neue Herzchen am Detectivehimmel lieb!

5 von 5 Punkten

Nina Sadowsky – Be my Girl posted by on 8. August 2017

Wie weit würdet ihr gehen für die große Liebe? Würdet ihr einen Mord begehen oder wäre das too much? Wie wichtig ist einem die große Liebe? Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen doch ihre Werte sehen und auch handeln. Auch Ellie hat ein großes Stück für ihre große Liebe zu kämpfen und fragt sich immer wieder, warum sie das tut und ob es das richtige ist…

Autor: Nina Sadowsky
Titel: Be my Girl
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Taschenbuch: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.02.2017
Preis: 13,00 €

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Sie sehen beide gut aus, sind erfolgreich und dazu noch bis über beide Ohren ineinander verliebt. Kaum sind sie verheiratet, scheint alles den Bach hinunterzugehen. Rob hat eine entsetzliche Vergangenheit und je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, welcher ihrer beide Leben bedroht. Aber auch sie hat ihre Vergangenheit und Geheimnisse…

Wenn man den Klappentext liest, hat man natürlich große Erwartungen. Meines Erachtens werden diese hier nicht ganz erfüllt. Einen spannenden Thriller hat man dennoch vor sich, wenn auch auf andere Art. Hier verfolgt man nicht einen blutrünstigen Killer, sondern die Geschichte um Ellie und Rob, die auch so ganz und gar nicht unblutig ist. Ich war den beiden zwar nie so recht nah, aber interessiert hat mich deren Verlauf trotzdem und wie es mit ihnen weitergeht und ob alles überhaupt ein gutes Ende hat.

Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht von A nach Z zu kommen. Man kommt richtig in einen Lesefluss und hat hier einmal einen anderen Thriller vor Augen als die Norm. Er hebt sich insbesondere davon ab, dass er die Frage aufwirft, wie weit man für seine Liebe gehen würde. Ok, kommt in vielen Romanen vor, aber nicht auf diese Weise. Was Ellie und Rob tun, wirft alle Moral über den Haufen und ist schon um einiges härter als das Normale.

Für ein Debüt ein absolut gelungenes Lesehäppchen, bei welchen ich mich immer wieder frage, wie man auf so eine Idee kommt? Aber so muss das wohl sein, die Ideen, die einem vorbeischweben, sollte man am besten gleich auffangen und zu Papier bringen. Wie man sieht, bekommt sowas gut!

4 von 5 Punkten

 

Gelesen im Juli 2017 posted by on 3. August 2017

Viel habe ich nicht geschafft – aber extra keine Rezensionsexemplare, da ja noch zwei Rezis ausstehen! So kommt mir auch nicht zuviel im Kopf durcheinander und ich kann die Rezis in den nächsten Tagen noch abtippen =) Das waren die gelesenen Bücher im Juni:

Andreas Gruber – Todesmärchen 5/5

Tara Sivec – Kiss me, stupid 2/5

Auf letzteres habe ich mich so gefreut, als ich es gekauft habe. Dabei ist es so gar nicht mein Ding – die Sprache, eine Ansammlung von Beleidigungen usw. und das in jeder Form, sogar wenn man sich nur normal anspricht. Ist wohl doch nicht so meine Sache, passt einfach nicht in mein Schema, ob jetzt Buch hin oder her. Die Handlung war gut, die hat den Rest gerettet. Über Gruber muss ich wohl nichts sagen, einer meiner Lieblingsautoren und auf das Buch war ich so gespannt und es hat mir die Abende gerettet oder wohl eher vom Schlaf abgehalten =) Und ihr so?

Carola Wolff – Ausgerechnet Muse posted by on 2. August 2017

Wissen wir wirklich, wer alles unter uns wandelt und vor allem, WAS? Das ist die Frage – sind wir nur Menschen hier oder doch andere Wesen oder auch Menschen mit Begabungen? So genau wird uns das wohl nie jemand beantworten können und wenn es jemand doch behauptet, schenkt ihm keiner Glauben. Apollonia aus dem Roman „Ausgerechnet Muse“ hat eine Gabe und möchte sie nicht, egal wie viele an sie glauben…

Autor: Carola Wolff
Titel: Ausgerechnet Muse
Genre: Fantasy, Jugendroman
Verlag: Fabulus
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
eBook: 320 Seiten
Preis: 13,99 €

Apollonia Parker, 17 Jahre, möchte am liebsten frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem (noch defekten) Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Doch da wird ihr ein Strich durchgezogen – denn sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Ihre besondere Gabe sieht die Aufgabe für sie vor, dass sie einen Künstler fördert. Als sie auf den jungen Songwriter Nick trifft, passiert das unglaubliche – sie wird seine Muse und nicht nur das, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Dieser ist von ihren Fähigkeiten ganz hin und hergerissen, möchte sie aber nicht drängen, diese auch zu nutzen, wenn sie das gar nicht möchte. Da ist auch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell gegen diese Verbindung und möchte Apollonias Gabe für seine Zwecke haben. Er setzt daher die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia ihn an sich zu binden, dass er nicht auf die schwarze Muse hereinfliegt und wie entscheidet sich Apollonia überhaupt in Bezug auf ihre Gabe?

Es ist ein Buch, in welchem so ziemlich alles vorkommt. Bösewichte, gute Menschen und auch sprechende Tiere und Menschen mit Fähigkeiten. Der Einstieg ist ziemlich leicht und man schafft jede Hürde, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat. Apollonia ist eine etwas zickige Angelegenheit, dennoch hat sie genug Herz, dass man sie für sympathisch befindet. Man geht mit ihr den steinigen Weg einer Muse, die eigentlich gar keine sein möchte, sondern einfach nur ein normaler Teenager. Als das Blatt sich wendet, scheint alles zu spät zu sein, auch da steht man ihr in den Zeilen bei und hofft das Beste. Nick ist ein netter, junger Mann, der sich auch wirklich für Apollonia zu interessieren scheint. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und fesselt den Leser.

Man merkt allerdings sehr, dass das Buch junge Leser ansprechen soll, sei es sprachlich oder inhaltlich. Macht aber nichts und stört auch den Lesefluss nicht. Als älterer Leser ist es zwar manchmal etwas „anstrengend“, da man auch etwas älter denkt, trotzdem kann es sehr mitreissend und mitfiebernd sein. Selbst Apollonias Mutter ist eine erfrischende Frau, die die Seiten zum Blühen bringt.

Der Roman ist alles in allem eigentlich sehr bildlich dargestellt und man kann sich fast selbst ausmalen, daneben zu stehen und das ganze Geschehen zu beobachten. Ich selbst würde gerne mehr von dieser Autorin lesen und kann sie auch herzlich gerne weiter empfehlen!

4 von 5 Punkten