Jeffery Deaver – Wahllos posted by on 13. Januar 2017

Ein Killer, der es auf die Wahrnehmung der Menschen abgesehen hat – er treibt sie in den Tod, nicht von eigener Hand. Gibt es etwas Schlimmeres? Der Autor Deaver lässt seine Kinesik-Expertin Dance mal wieder eine Nadel im Heuhaufen suchen, ob sie dabei Glück hat, könnt ihr im 4. Band lesen.

Autor: Jeffery Deaver
Titel: Wahllos
Genre: Thriller
Verlag: blanvalet
Gebunden: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.10.2016
Preis: 19,99 €

In einem beliebten Nachtclub in Monterey gibt es ein Konzert, bei welchem viele Besucher sind. Jedoch endet das Konzert gleich nach Beginn in einem Albtraum für die Besucher, da der Feueralarm ausgelöst wird und die Notausgänge blockiert sind – es kommt zu einer Massenpanik, wobei viele Menschen sterben. Kathryn Dance ermittelt in diesem Fall und stößt auf einiges, was infrage stellen lässt, dass es sich hierbei um ein Zufall handelt. Ein Täter, der die Angst der Menschen ausnutzt, war hier am Werk. Dance muss alles daran setzen, ihn zu bekommen, denn er wird es mit Sicherheit wieder tun…

Das ist der 4. Band der Dance-Reihe – ich muss gestehen, ich habe den ersten gelesen und dann erst wieder jetzt den 4. Die ganze Entwicklung der kinesischen Ermittlerin ging an mir vorbei, ich denke aber, dass das nicht allzu schlimm ist. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die es mit allem und jedem aufnimmt und dabei ist sie ganz schön gerissen – fast oder genauso wie ein psychopathischer, intelligenter Killer, mit welchem sie es hier zweifelsohne zu tun hat! Man begleitet sie Schritt auf Schritt und auch in ihrem persönlichen Umfeld geht es etwas chaotisch zu. Man bekommt also einige Stränge vorgesetzt aus dem Leben der Ermittler.

Der Killer selbst ist ein intellegenter Mann – leider! Er führt die Ermittler ganz schön an der Nase herum und zieht sein Ding so durch, wie er das vor hat. Man selbst bekommt eine Gänsehaut, wenn man überlegt, wie er mit der Angst der Menschen spielt und damit Erfolg hat. Die Szenen laufen vor dem Auge ab wie ein Film im Kino und lassen einen richtig gruseln vor so viel Grausamkeit. Wie wird man so oder ist das schon immer in einem drin? Der Autor hat den Täter auf jeden Fall sehr detailgetreu gezeichnet und man kann sich fast hineinfühlen, wie sich so ein krankes Denken anfühlt.

Der Schreibstil sowie die Spannung halten einen auf dem laufenden Band im Lesefluss fest. Auch wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, so ist man doch sofort gefangen und möchte wissen, wie es um die Ermittler weiter geht und was für neue Fälle sie lösen müssen.

Das Ende haut dann doch noch alles raus – etwas unrealistisch und vieles zu schnell, aber es passt zur Handlung und man kann sich schnell damit anfreunden. Ich z.B. bin schon sehr gespannt, wie es hier weiter geht, vor allem auch das Zwischenmenschliche!

Unbedingt empfehlenswert, die Deaver sowieso schon gern lesen – und für die, die ihn noch nicht kennen, ein guter Anfang, ihn kennenzulernen. Man wird es auf keinen Fall bereuen, perfide Ideen und hochgradige Spannung – ein weiterer Lieblingsautor in meinem Regal.

5 von 5 Punkten

M.G. Reyes – Little Secrets – Lügen unter Freunden posted by on 10. Januar 2017

Haben wir nicht alle schon einmal als Teenager von einem freien Leben geträumt? Von einer eigenen Wohnung und dass wir tun und lassen können, was wir wollen? Im Roman „Little Secrets“ können sechs Teenies genau das tun – sie wurden für mündig erklärt und leben nun am Strand in einer WG zusammen. Was bei ihnen alles passiert, erzählt uns die Verfasserin der Geschichte, M.G. Reyes.

Autor: M.G. Reyes
Titel: Little Secrets – Lügen unter Freunden
Genre: Jugendbuch
Verlag: HarperCollins
Taschenbuch: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.10.2016
Preis: 16,00 €

Es klingt wie ein großer Traum, der in Erfüllung geht. Sechs Teenies, darunter vier Mädchen und zwei Jungs, ziehen als WG in ein Haus am Venice Beach. Sie wurden für mündig erklärt und sind somit für sich selbst zuständig. Aber alle sechs haben ein dunkes Geheimnis, sogar Mord. Als eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel.

Jeder der Charaktere hat ein dunkles Kapitel in seinem Leben und alle haben auch einen Grund, wieso sie alleine leben möchten, ohne ihre Eltern. Die Autorin hat die Charaktere jeder für sich detailgetreu gezeichnet, man kann sich also ziemlich schnell ein Bild von ihnen machen. Wobei bei jedem ein Geheimnis dahinter steckt, man fragt sich also doch, ob die Person so ist, wie sie sich gibt.
Gefallen könnte man daran finden, wie die Autorin den Ball hin und her wirft, wie jeder mal erzählt und wie die spannenden Gespräche zwischendurch für Furore sorgen. Man liest auch von geheimnisvollen Telefonaten von jemandem Aussenstehenden sowie jemandem aus der WG. Man fragt sich ständig, wer das wohl ist, kommt aber auch gleich darauf. Nur was hat diese Person zu verbergen, und vor allem alle anderen auch?
Die Sprache und auch der Stil sind einfach gehalten, so dass der Lesefluss eigentlich nie abbricht. Es ist ein Jugendbuch und so ist es auch gehalten. Aber auch etwas junggebliebene Erwachsene finden sich darin wieder und können sich im Gelesenen verlieren. Man kann so richtig abschalten und auch eine Zeit lang am Venice Beach verweilen, zusammen mit den verschiedenen Charakteren.
Von der Spannung, welche aufgebaut wird und den recht interessanten Dialogen zwischendurch von den Charakteren, erwartet man natürlich ein bombiges Ende. Ich persönlich war etwas enttäuscht vom Ende, das hätte man noch mehr ausbauen können und anders aussehen lassen können. Das kann aber auch nur eine persönliche Ansichtssache sein.
Empfehlenswert ist dieser Roman allemal an die jungen Leser, die gerne einmal in andere Lebensgeschichten und dunkle Geheimnisse abtauchen möchten, sowie an die junggebliebenen Leser, die nochmals in Teenieträume abtauchen möchten!
4 von 5 Punkten
Gelesen im Dezember 2016 und Jahresstatistik posted by on 2. Januar 2017

So schnell ging der Monat wieder rum und ich habe nur zwei Bücher geschafft – das wird wohl jetzt erst mal auf Dauer so bleiben, wie es scheint =) Gelesen habe ich:

Richard Laymon – Das Ufer 2/5

M.G. Reyes – Lügen unter Freunden 4/5

Für das zweite folgt in den nächsten Tagen noch eine Rezension.

In diesem Jahr habe ich also so viele Bücher gelesen: 24

Viele würden jetzt sagen NUR, aber ich muss sagen, es sind doch mehr geworden, als ich dachte. Ich komme sehr wenig zum Lesen, seit ich meine Zwillingsmädchen habe – die sind jetzt mittlerweile auch schon bald ein Jahr alt und halten  mich wirklich sehr auf Trab. Es ist eine schöne, anstrengende und erlebnisreiche Zeit bisher gewesen – die schönen Momente überwiegen aber alles, ohne Wenn und Aber! Für solch Umstände gibt man die Zeit doch lieber her und verzichtet dann aufs Buch – was aber nicht heißt, dass ich aufhöre zu lesen, das könnte ich gar nicht, denn Bücher sind neben meiner Familie das Herzallerliebste, was es für mich gibt =) Und wie lief es bei euch so? Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht!

Richard Laymon – Das Ufer posted by on 28. Dezember 2016

Eine Tragödie, die vor Jahren passiert ist – viele Jahre später ein Killer, der mit Fleischerbeil unterwegs ist und viele Fälle, die miteinander verwoben sind. Das passiert der Mutter und ihrer Tochter im Psychothriller von Richard Laymon. Wie sie damit umgehen? Gar nicht – sie versuchen zu überleben!

Autor: Richard Laymon
Titel: Das Ufer
Genre: Horror, Psychothriller
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Taschenbuch: 592 Seiten
Preis: 9,99 €

Ich lese sehr gerne Laymon, er hat den Sinn für Horror und man kann sich richtig fürchten. Er hat eine Vorliebe für Äxte, Fleischerbeil usw. und zeigt dem Leser, was Gänsehaut bedeutet. Dieses Buch jedoch ist nicht eines seiner besten.

Wir haben hier Leigh, die vor Jahren ihren neuen Freund Charlie tragisch durch einen Unfall verloren hat. 18 Jahre später widerfährt ihrer Tochter ein Schicksalsschlag mit ihrem Freund, er wird umgebracht und sie überlebt. Was sie danach erleben, hängt alles irgendwie mit dem Fall von vor Jahren zusammen und ist ziemlich abstrus, aber doch plausibel. Die Mutter selbst lernt wieder einen Mann kennen, den sie in ihr Leben lässt – es ist der Polizist Mace, der in dem Fall des ermordeten Alan, der Freund der Tochter, ermittelt. Mitten im ganzen Geschehen lernt die Tochter wiederum einen neuen Mann kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Das nicht mal nach drei Wochen nach dem Tod ihres geliebten Freundes!

Für meinen Geschmack sind hier zu viele Fäden gesponnen worden, die erst lose und  dann zwar gespannt waren, aber das Buch hätte auch mit etwas weniger Seiten auskommen können. Laymon hat hier ziemlich weit ausgeholt, um die Geschichte auf den Punkt zu bringen, was vieles unglaubwürdig macht. Grade, dass die Tochter sich so schnell nach dem Tod ihres Freundes neu verliebt – da denkt man sich doch auch, was für eine herzlose Maid.

Geschickt hat er zwar alles zusammengesponnen und die Spannung ist auch auf einem Hochseil, aber es ist einfach too much des guten. Irgendwie wäre hier weniger mehr gewesen, um die Story vollends abzurunden. Schade! Dennoch für mich kein Grund, aufzuhören, Laymon zu lesen – er gehört immernoch zu den Lieblingsschriftstellern des Horrors!

Der Schreibstil ist wie immer einfach gehalten und gut zu lesen, was es einfach macht, das Buch in einem Rutsch zu lesen, obwohl es mittig dann absinkt von der Spannung.

Eine Empfehlung kann ich hier nicht wirklich aussprechen, wobei es sicherlich auch Liebhaber dieses Buches geben wird! Für mich war es etwas zu lang und zu unglaubwürdig, aber es kann ja immer mal ein Fauxpas geben! Trotzdem bin ich gespannt auf die weiteren Bücher von ihm, welche ich noch nicht gelesen habe!

2 von 5 Punkten

Gelesen im November 2016 posted by on 2. Dezember 2016

Jaja, der Monat ist ja schon wieder rum. Ich komme einfach nicht so zum Lesen, wie ich möchte. Dann stellts ich abends immer die Frage, wenn ich eine Std. Zeit habe – was nun? Fernsehen, lesen oder doch einfach gar nichts tun oder die Küche aufräumen (oder lieber Licht ausmachen :D)? Meistens habe ich noch ca. 30-60 Minuten Zeit zu lesen, aber fragt nicht, in welchem lahmarschigen Tempo ich das zur Zeit tue. Gelesen habe ich also nur drei Bücher letzten Monat, am vierten bin ich seit gefühlten Ewigkeiten noch immer dran =) Das sind sie:

Melinad Salisbury – Goddess of Poison 4/5

Sebastian Fitzek – Das Paket 5/5

Judd Winnick – Hilo 4/5

Tja, eins davon war auch noch ein Comic, den man innerhalb kürzester Zeit durch hatte. Was sagt man denn dazu, Hut ab Frau Bücherparadies *hihi* Und ihr so?

Sebastian Fitzek – Das Paket posted by on 22. November 2016

Wenn man als Psychiaterin selbst Opfer von Paranoia etc. wird ist das bitter. Wenn man nicht mal mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann – sich selbst irgendwann für verrückt hält, so wie alle anderen einen, kaum vorstellbar. Doch kann man noch normal sein nach einer Greueltat eines Serienmörders, welche man als einziges überlebt hat? Die Protagonistin Emma in Fitzeks neuen Roman macht vieles durch…

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Das Paket
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 26.10.2016
Gebunden: 368 Seiten
Preis: 19,99 €

Die junge Psychiaterin Emma wird in einem Hotelzimmer vergewaltigt, sie war das dritte Opfer eines Serienmörders, der den Frauen die Haare abschert. Dementsprechend wird er von der Presse „Friseur“ genannt. Emma kam als einzige lebend davon, fürchtet aber der Friseur wird sie erneut heimsuchen und sein Werk vollenden. So geht sie nicht mehr aus dem Haus und steigert sich nur noch mehr hinein, in ihrer Paranoia glaubt sie sogar, ihr Mann sei der Täter. Sie fühlt sich daheim eigentlich recht sicher, bis der Postbote ihr ein Paket für den Nachbarn bringt – von welchem sie noch nie etwas gehört hat. Somit wird alles ins Rollen gebracht…

Wie gespannt war ich auf den neuen Fitzek – sicher ein halbes Jahr vorher schon bzw. bei Erscheinen der Meldung, dass es im Oktober ein neues Buch von ihm gibt. Als ich es endlich in den Händen hielt, hat mich nichts mehr gehalten.

Fitzek steigt sofort in die Story ein, lässt den Leser gleicht auf einer Spannungsflut dahintreiben. Er treibt ein perfides Spiel, das ganze Buch durch und lässt einen selbst zweifeln, was wahr ist und was nicht. Wenn man denkt, so ist es, dann ist es doch gleich wieder anders. Der alte Fitzek ist zurück!

Die Personen sind so gezeichnet, wie sie auch ankommen sollen. Der Mann Emmas ist einem nicht gerade sympathisch, sie dafür umso mehr. Man versucht sie zu verstehen, tut es auch auf eine Weise, dann aber doch wieder nicht. Er spinnt die Fäden so zusammen, dass es am Ende auch einen Sinn gibt. Mir persönlich war das Ende etwas zu schnell und flach, dennoch sehr gut ausgedacht – der Aha-Effekt ist auf jeden Fall gegeben!

Das gehört jetzt nicht ganz hierher, aber vor lauter Spannung hat es mich einen Fingernagel gekostet – und das will was heißen. Herr Fitzek – bitte mehr so Lesestoff und bitte schnell!

Das Buch ist alles in allem spannend, durch den Schreibstil flüssig zu lesen und für die Fitzek-Fans ein Must! Wer einsteigt, hat hier einen superspannenden neuen Roman des besten Thrillerautors Deutschlands.

5 von 5 Punkten

Judd Winick – Hilo: Der Junge, der auf die Erde krachte posted by on 11. November 2016

Kennen und lieben wir nicht (fast) alle Comics? Ich habe sie gerne in meiner Jugend gelesen und durfte nun auch den neuen Comic von Judd Winick lesen. Hilo, ein sympathischer Junge von einer anderen Welt…

Autor: Judd Winick
Titel: Hilo 1: Der Junge, der auf die Erde krachte
Genre: Comic
Verlag: POPCOM
Gebunden: 200 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.10.2016
Preis: 14,00 €

Hilo kracht eines Tages auf die Erde – bekleidet ist er nur mit einer silbernen Unterhose! Er hinterlässt einen riesigen Krater, über welchen D.J. stolpert und Hilo findet. Hilo selbst kann sich an nichts erinnern, auch nicht, wie er auf die Erde kam. D.J. gibt sich alle Mühe, das gemeinsam mit Hilo herauszufinden. Es beginnt eine spannende Zeit, die auch alles andere als normal ist, sondern chaotisch! Dann entdecken sie Hilos Geheimnis und stürzen ins Abenteuer!

 

Den Autor kennt man als Zeichner von z.B. Batman und anderen Superhelden – da ist die Geschichte rund um Hilo doch etwas ganz anderes. Diesen zeichnet er mit viel Gefühl als aufgeweckten Jungen, der gemeinsam mit seinen neuen Freunden Stück für Stück hinter sein Geheimnis kommt. Der Comic ist auf jeden Fall anders als seine vorangegangenen Comics und auch einmal eine neue Story. Sie erzählt das Abenteuer drei Kinder, die sich mit viel Elan hineinstürzen und nebenbei noch das Geheimnis lösen, woher Hilo eigentlich kommt und was er hier tut.
Die Bilder sind mit viel Liebe gezeichnet und man sieht sofort, dass der Autor ein geübter Zeichner ist, viel Detail und schöne Bildchen sind hierbei herausgekommen. Wenn man erst einmal angefangen hat, den Comic zu „lesen“, hat man ihn auch schwupp die wupp fertig.
Für mich selbst war das eine gelungene Reise in mein Kinderalter, so lange ist es schon her, als ich den letzten Comic in den Händen hatte. Das wird sich sicherlich nun ändern, da ich wieder Gefallen daran gefunden habe. Den Comic werde ich auf jeden Fall auch meinen Kindern zu lesen geben, sobald sie etwas damit anfangen können! Empfehlen kann ich diesen allen, welche sich gerne von gut gezeichneten Bildern sowie einer guten Story entführen lassen wollen!
4 von 5 Punkten
Gelesen im Oktober 2016 posted by on 7. November 2016

Den letzten Monat habe ich leider nur zwei Bücher geschafft. Ich komme zur Zeit zu nichts mehr, zwei Mädels im Alter von 9 Monaten benötigen die volle Aufmerksamkeit von Mama =) Dafür gebe ich aber sehr gerne meine Zeit her, die ich sonst fürs Lesen hätte! Hier meine gelesenen Bücher:

Stephan Staats – Staat´s Geheimnisse – Mediterrane Rezepte 4/5

Patricia Cornwell – Scarpetta 5/5

Jetzt bin ich gerade an einem ultraspannenden Buch dran – hoffe, ich schaffe es bald zu lesen und zu rezensieren! Eigentlich unfassbar, dass es so lange liegt, denn es ist wirklich sehr, sehr spannend – aber geht nicht anders zur Zeit =) Und bei euch so?

Melinda Salisbury – Goddess of Poison – Tödliche Berührung posted by on 3. November 2016

Was ist das nur für ein Leben, in welchem man niemanden berühren darf, da man denjenigen dann sofort umbringen würde? Ein Leben in ständiger Angst, jemanden anzurempeln, ein einsames Leben…So ein Leben führt die Protagonistin im ersten Band „Goddess of Poison“ von Melinda Salisbury.

Autor: Melinda Salisbury
Titel: Goddess of Poison – Tödliche Berührung
Genre: Fantasy
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
eBook: 352 Seiten
Preis: 15,99 €

Die 17-jährige Twylla wurde auf das Schloss geholt, da sie die Verkörperung der Großen Göttin verkörpert und so im ganzen Land verehrt wird. Außerdem muss sie einmal den Kronprinzen heiraten. Ihr göttliches Schicksal hat aber auch eine schreckliche Verpflichtung – sie muss jeden Monat tödliches Gift trinken, gegen das nur sie immun ist. Jeder, der sie berührt, wird infiziert und stirbt. Sie ist somit der einsamste Mensch weit und breit. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das Verbrecher und Verräter so hinrichten muss? Jeder meidet sie, auch der Kronprinz, obwohl er sie berühren könnte. Als einer ihrer Wächter den Dienst aufgibt, wird ihr ein neuer zur Seite gestellt: Lief. Er berührt sie seltsam in ihrem Inneren und lässt sie immer mehr an allem zweifeln. Gemeinsam mit ihm kommt sie einer tödlichen Intrige auf die Schliche und die Schlinge zieht sich immer mehr zusammen…

Das Buch wird in den höchsten Tönen gehypt, klar. Das heißt aber nicht, dass es schlecht oder super toll ist. Um mir eine eigene Meinung zu bilden, habe ich es gelesen, da mich der Klappentext sehr angesprochen hat. In vielen Rezensionen bemängeln die Leute, dass man der Protagonistin so fern ist und man sich gar nicht mit ihr anfreunden kann. Anfangs bin ich hiermit einer Meinung, jedoch ändert sich das im Laufe des Buches immer mehr. Ich denke, die Autorin hat dies so mit Absicht gezeichnet, da Twylla sich ja auch entwickelt. Man merkt die Entwicklung richtig an den Schritten an, welche sie macht. Ich glaube, es ist Absicht, dass man erst ein unscheinbares, von der Realität fernes Mädchen vor sich hat, es dann aber besser versteht und auch sogar mit ihr mitfiebert, umso mehr man voranschreitet mit dem Lesen.

Die Sprache und der Stil sind gut zu lesen und umso weiter man liest, umso spannender wird es auch. Die Wendungen sind oftmals nicht vorhersehbar, was ein gelungenes Spannungsgefühl erzeugt. Dennoch ist Twylla auf ihre Art doch etwas naiv und man versteht sie in einigen Dingen so gar nicht. Hadert sie mit vielem noch, schlägt sie in anderen Entscheidungen zu schnelle Handlungen nach.

Das Ende ist zwar überraschend, jedoch ziemlich schnell abgehandelt. Da hätte ich mir auch mehr Spielraum für weitere Ausführungen gewünscht. Dennoch ein gut gelungener erster Band der Reihe, welche ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde!

In meinen Augen ein gelungener Auftakt einer Reihe und empfehlbar für die Leser, die sich gerne durch die Entwicklung der Protagonistin mitreissen lassen wollen.

4 von 5 Punkten

Stephan Staats – Staats‘ Geheimnisse – Mediterrane Rezepte posted by on 18. Oktober 2016

Wieso nicht ein Kochbuch mit seiner Story verbinden? Ein Koch kann das sicherlich gut und gerne und Stephan Staats hat genau das gemacht. Wie, das könnt ihr in seinem Buch „Staats‘ Geheimnisse“ lesen.

Autor: Stephan Staats
Titel: Staats‘ Geheimnisse
Genre: Kochbuch
Verlag: Becker Joest Volk Verlag
Erscheinungsdatum: 21.09.2016
Gebunden: 288 Seiten
Preis: 34,00 €

Stephan Staats fährt seit vielen Jahren als Schiffskoch auf luxuriösen Jachten der reichsten Menschen mit. Diese bekocht er mit verschiedenen Gerichten, wonach ihm gerade gelüstet. Die Arbeit an sich ist nicht gerade ein Spaziergang, sondern anstrengend und anspruchsvoll. Manchmal abenteuerlich, manchmal bizarr und ab und zu sogar lebensbedrohlich. Während dem Leser bei den Rezepten das Wasser im Mund zerläuft, erzählt der Chefkoch an Bord seine Geschichten.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hatte, dachte ich, wie schwer es doch ist und wie groß. Die Aufmachung an sich ist super und ein absoluter Hingucker. Der Titel ist auch gut gewählt, lustig und auch ansprechend. Mit viel Witz und Charme erzählt der Chefkoch an Bord seine Geschichten, wie er dazu kam was er ist und wie es ihm auf Bord ergeht.

Die Rezepte lassen einem in der Tat das Wasser im Mund zerlaufen, am liebsten würde man sie gleich kosten. Das Nachkochen allerdings gestaltet sich nicht immer leicht, da man so viele verschiedene Sachen benötigt und diese erst in den verschiedensten orientalischen oder wo auch immer her besorgen muss. Es ist nicht mal schnell gekocht mit dem, was man so daheim immer auf Vorrat hat. Das ist eigentlich etwas schade, aber muss wohl so sein, denn es sind ja alles Gerichte aus verschiedenen Ländern und diese Zutaten hat man eben nicht immer auf Vorrat.

Staats erklärt die Machweise der Rezepte gut und verständlich, die Bilder geben einem eine genaue Vorstellung, was man auf den Tisch bekommt, sollte man es nachkochen. Und zwischendurch seine Geschichten zu lesen, hat etwas. Man erfährt vieles über den Autor und kann nebenbei seine Rezepte nachkochen.

Für die Hobbyköche unter uns, die auch gerne mal einige Zeilen dazu lesen, ein gefundenes Fressen. Kann ich bedenkenlos weiterempfehlen – wobei ich den Preis ein bisschen hoch finde, aber wenn man die Aufmachung des ganzen Buches anschaut, absolut verständlich!

4 von 5 Punkten