T.R. Richmond – Wer war Alice posted by on 15. August 2016

Fragen wir uns nicht manchmal, wer genau die Person war, die gestorben ist? Was in ihr vorging? Ob sie, wenn es so war, wirklich Selbstmord beging? Im Grunde wissen wir doch eigentlich gar nicht, was in anderen Menschen genau vorgeht, was ihr Beweggründe sind etc. Der alte Professor Cooke will ein „Bild“ zeichnen über die tote Alice, die sich scheinbar in die Fluten gestürzt hat. Was er damit alles lostritt, erzählt das Buch…

Autor: T.R. Richmond
Titel: Wer war Alice
Genre: Roman, Thriller
Verlag: Goldmann
Taschenbuch: 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 29.02.2016
Preis: 14,99 €

Alice Salmon wurde gerade mal 25 Jahre alt – dann wurde sie morgens leblos im Fluss gefunden. Eigentlich war sie am Abend davor mit Freunden am feiern. Wie ist das passiert? Hat sie zuviel getrunken, sich gar selbst reingestürzt? Oder hat da jemand nachgeholfen? Die Polizei vermutet, sie sei reingestürzt, da zu besoffen. Es werden überall Vermutungen angestellt, unter Verwandten, Freunden und auch von ihrem ehemaligen Professor Jeremy Cooke. Er ist erschüttert und will ein Buch über sie schreiben. So macht er sich daran, alles über diese rätselhafte Nacht zusammenzutragen und das Rätsel zu lösen, was wirklich passiert ist. Aber was hat er zu verbergen?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist anders, es ist außergewöhnlich – aber richtig packend dann doch nicht. An was es liegt? Ich kann es nicht genau sagen. Die Idee ist spitze, der Lesefluss bricht nicht ab, da sehr gut geschrieben – ich mag die Erzählform, ehrlich. Das hat mich die ganze Zeit mitgerissen. Man merkt hier auch richtig, wenn jemand anders am Zug ist. Der Autor hat hier gut gewechselt im Schreibstil von Person zu Person.

Doch leider sind hier fast alle Personen nicht wirklich dem Leser realitätsnah. Damit will ich sagen, sie sind eigentlich alle irgendwie unsympathisch. Der Professor hat etwas mit einem Pädo gemein und viel Gefühle hat er eigentlich auch nicht, wenn man es genau sieht, die falschen wohl eher. Die beste Freundin ist auch etwas distanziert, der Freund etwas gaga im Kopf und die Mutter so überbemuttert. Vom Vater bekommt man nicht allzu viel mit, der scheint aber ein Bilderbuchvater zu sein und der erste im Buch, der richtig sympathisch erscheint. Alice selbst war eigentlich ein normales Mädel, dass sein Leben auskostet. Depressionen? Haben heutzutage so viele, da fällt das kaum auf. Leider wahr.

Die Idee zu dem Thriller hat mich angesprochen und es hat mich auch unterhalten, der Schreibstil allen voran. Das war es auch, was mich am Buch gehalten hat – ein paar mal habe ich überlegt, es wegzulegen. Dann hat aber doch die Neugier gesiegt und der angenehme Schreibstil. Es ist auch nicht schlecht, nur machen es die Charaktere eben nicht besser.

Weiterempfehlen würde ich es schon, aber nur beding. An Vielleser, die eine Tiefe erwarten, nicht so sehr – eher an welche, die eine spannende, gut geschriebene Geschichte zwischendurch möchten und hierbei nicht ganz so viel Wert auf die Sympathie der Charaktere legen!

3 von 5 Punkten

Zoe Hagen – Tage mit Leuchtkäfern posted by on 4. August 2016

Ein jeder rennt mit seinen Problemen durchs Leben – einige stecken es besser weg, andere zerbrechen daran und nochmal andere sind fast daran zerbrochen und versuchen das Beste daraus zu machen und wieder empor zu steigen. Depressionen sind heutzutage keine Seltenheit mehr, immer mehr Menschen erkranken daran, so dass es schon gar nichts „Besonderes“ mehr ist. Dennoch ist dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen…

Autor: Zoe Hagen
Titel: Tage mit Leuchtkäfern
Genre: Roman, Jugendliteratur
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 14.03.2016
eBook: 192 Seiten
Preis: 9,99 €

Antonia leidet an Depressionen, Bulimie und kommt nicht wirklich aus dem Teufelskreis raus. Sie läuft Fred über den Weg, einem Mitglied aus dem „Club der verhinderten Selbstmörder“. Von nun an ist auch sie dabei und hat somit neue Freunde gefunden…

Mehr möchte ich gar nicht vom Inhalt verraten, denn das wäre zuviel gesagt. Die Autorin hat hier einen Jugendroman geschaffen, der eigentlich nicht nur für Jugendliche ist. Er wirkt nachdenklich, flüssig zu lesen, mit etwas Humor gespickt und doch todernst.

Dargestellt ist das Buch als Briefe an Gott von Antonia. Sie glaubt zwar eigentlich nicht an Gott, weiß aber auch sonst nicht, an wen sie sich wenden soll. Die Briefe und auch die Dialoge darin sind gut gewählt und lassen einen über das Geschriebene und auch die eigene Umwelt nachdenken.

Das Thema Depression und der Umgang damit, wie man selbst und die Umwelt damit umgeht, ist hochaktuell – denn es gag noch nie mehr Leute, die daran erkrankt waren. Früher war das ja ein Tabuthema, heutzutage kommt man kaum drum rum, da es immer mehr betrifft. An was liegt das? Es mag wohl sein, dass jedem ein anderes Thema „falsch“ einfährt und daran zerbricht. Aber es ist doch auffällig, wie viele davon betroffen sind.

Auch die Protagonistin des Romans hat damit zu kämpfen, man kann nur vermuten und zwischen den Zeilen herauslesen, warum, denn verraten tut sie es nicht wirklich. Gut geschrieben, in eine gute Story verpackt, klärt die Autorin über innere Gefühle und den Umgang damit auf.

Wer sich hier also auf eine leichte Lektüre gefasst machen will, sollte sich das schnell aus dem Kopf schlagen, denn vielmehr ist sie tiefgründig und auch traurig, aber auch mit sehr schönen Momenten darin, die zeigen, dass das Leben eigentlich doch sehr lebenswürdig ist!

Was es mit den Leuchtkäfern zu tun hat, lest selbst – ich finde es gut gewählt und eine schöne Erklärung!

Für mich war das eine gelungene Abwechslung in meinem Bücherschrank und ich möchte das Gelesene auch nicht missen – ich kann es also bedingungslos weiterempfehlen – nicht nur für jugendliche Leser!

5 von 5 Punkten

 

Gelesen im Juli 2016 posted by on 1. August 2016

So, auch der Juli ist vorbei. Ich bin ein Jahr älter (was ich erfolgreich verdrängt hab bis jetzt *hust*) und der Sommer scheint auch zu kommen jetzt =) Gelesen habe ich im Juli ganze drei Bücher – aber hey, immerhin noch mehr als letzten Monat, oder? Das sind die Bücher:

Geneva Lee – Royal Desire 4/5

Conor Creighton – Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben 3/5

Zoe Hagen – Tage mit Leuchtkäfern 5/5

Das letzte der drei Bücher hat mich fasziniert. Es war eigentlich nicht sehr spannend, aber der Inhalt war wirklich tiefgründig und spitze. Eine Rezension hierzu muss ich aber erst noch tippen – ich hoffe, ich komme heute noch oder morgen dazu! Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass ich lange keine Neuzugänge mehr gepostet hab – auch das werde ich bei Gelegenheit aufholen! Das wird eine Menge! =) Und wie liefs bei euch so?

Conor Creighton – Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben posted by on 22. Juli 2016

Einfach aus seinem Land abhauen und woanders anfangen? Wer hat nicht schon davon geträumt, doch wer wagt es? Jack hat es gewagt und ist aus Irland nach Deutschland umgesiedelt. In seinem Buch (Jack ist Conor) beschreibt er seine witzigsten Begegnungen und wie er die Deutschen kennenlernte…

Autor: Conor Creighton
Titel: Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben
Genre: Roman
Verlag: Ullstein
Broschiert: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.05.2016
Preis: 14,99 €

Conor alias Jack verschlägt es nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Eigentlich wollte er ja nach Polen, aber mitten auf der Strecke versagt das Auto und so bleibt er in Deutschland. Eigentlich hat er nichts dabei, außer sich selbst und die Kleidung, die er trägt. Achja, den Satz „Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar.“ Unterwegs trifft er auf amüsante Deutsche, aber auch viele Verrückte – darunter die unbezwingbare Steffi, in die er sich total verliebt.

Anfangs checkt man nicht, dass Jack eigentlich Conor ist. Wenn man die Autorenbeschreibung aber auf der letzten Seite gelesen hat, dann schon – denn Jack ist sein zweiter Name. Er beschreibt mit viel Humor, wem er alles begegnet ist und wie er sich in eine deutsche Verrückte verliebt. Sein Aufenthalt in Deutschland ist eine reine Wellenfahrt.
Seinen Werdegang in Berlin schreibt der Autor in einer flüssigen Sprache, man kommt gut mit und kann sich im Lesefluss treiben lassen. Es ist unterhaltsam und amüsant und auch sehr humorvoll gestaltet, wen er hier alles trifft und was ihm so widerfährt. Nur eines versteht wohl keiner – wie er an einer solchen wie Steffi festhalten kann. Aber wie sagt man so schön? Wo die Liebe doch hinfällt! Jeder ist einzigartig und individuell und auf jeden Topf passt ein Deckel!
Allerdings wird die Lektüre auch nicht viel spannender, es ist eben eine Erzählung aus dem Leben, witzig gestaltet zwar, aber nicht herausragend spannend.
Fazit für mich ist, dass es zwar sehr unterhaltsam war, aber mehr auch nicht. Für eine gute Unterhaltung zwischendurch ist es allemal geeignet und es ist interessant zu erfahren, wie ein Ire die Deutschen sieht, wobei er hier schon die krassen Exemplare getroffen haben mag!
3 von 5 Punkten
Gelesen im Juni 2016 posted by on 30. Juni 2016

Wieder einmal hat mich die Zeit im Griff – nämlich so, dass ich keine groß hab. Habe diesen Monat wieder nur ein Buch geschafft, dabei ist mein Regal noch so voll =) Das hier war es:

Michael Tsokos – Zersetzt 5/5

Es war mal wieder eine gelungene Abwechslung, einen großartigen Thriller zu lesen. Ich habe es genossen, auch wenn es nur ein Buch im Monat war – ich komme halt momentan nicht zu groß etwas =) Und bei euch so?

Michael Tsokos – Zersetzt posted by on 21. Juni 2016

Als Rechtsmediziner hat man oftmals schon sehr kranke Fälle auf dem Tisch, von kranken Menschen ausgeführt. Sowas mag man sich eigentlich gar nicht vorstellen, doch der Autor dieses Buches hat ein sehr genaues Bild davon, denn er selbst ist Rechtsmediziner und die Story rund um Abel auch nicht ganz frei erfunden. Er selbst hat dies in abgewandelter Form so erlebt.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zersetzt
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 14,99 €

BKA-Rechtsmediziner Fred Abel arbeitet an einem großen Fall. Einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit treibt noch immer sein Unwesen – das erkennt Abel an einem Einstich in der Kniekehle des Opfers. Bevor Abel ihn aber stoppen kann, muss er in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien und dort zwei Mordopfer identifizieren. Diese wurden in Kalkfässern gelagert und wurden fast vollständig zersetzt. Auf einmal bekommt Abel es aber auch noch mit der dortigen Politik zu tun und wird verfolgt. Gleichzeit kämpft in Deutschland ein Opfer in einem fensterlosen Kellerraum um das nackte Überleben…

Fabelhaft spinnt der Autor hier wieder zwei gemeingefährliche Fälle ineinander – Abel hat es richtig mit etwas zu tun. Es muss gesagt werden, dass der zweite Band der Trilogie noch vor dem ersten spielt, es aber keine Rolle spielt, da man die auch getrennt lesen könnte. Wer den ersten gelesen hat, kennt den sympathischen Rechtsmediziner Abel und kann sich auch gut in ihn hineinversetzen. Von der Handlung muss hier nicht mehr viel gesagt werden, ohne zuviel zu verraten – die Kapitel sind aufgeteilt in die Ermittlungsstränge von Abel und aus der Sicht des Opfers im Kellerraum sowie auch des Mörders, der es gefangen hält.
Wer gerne Rechtsmedizinthriller liest, wird hier über die Spannung begeistert sein. Auch etwas Politthriller fließt mit hinein. Der Autor selbst hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, so dass man nirgendwo hackt und einfach weiterlesen kann, was bei der Spannung auch ohne Mühe geht. Man trifft viele der Personen wieder, die man im ersten Band gelesen hat, aber auch neue. Angst, dass es langweilig wird, weil der zweite Teil vor dem ersten spielt, muss man nicht haben, denn man merkt es der Geschichte kaum an. Man könnte also auch erst mit dem zweiten Teil beginnen, unabhängig voneinander lesen.
Auch hier wird wieder nicht gespart mit blutigen Details, wer also schwache Nerven hat, lässt es lieber sein. Wer aber gern richtig spannende Thrillerlektüre liest und wem so etwas nichts ausmacht, dem sei das Buch wärmstens empfohlen! Den dritten Teil kann ich selbst kaum abwarten und der Autor hat in mir einen sehr großen Fan!
5 von 5 Punkten
Gelesen im Mai 2016 posted by on 1. Juni 2016

Wahnsinn, wie schnell ein Monat rum ist – es wundert mich immer wieder, wo die ganze Zeit hin ist! Mit zwei kleinen Rackern sowieso =) Bei mir wird es mit Monat um Monat immer ein Buch mehr, eine kleine Steigerung ist doch auch eine, oder? Mal sehen, ob die beibehalten wird =) Hier meine gelesenen Bücher im Mai:

Stephen King – Mr. Mercedes 5/5

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht 4/5

Tammara Webber – Between the Lines – Wilde Gefühle 4/5

Es sind zwar nur drei, aber letzten Monat waren es nur zwei, von daher =) Eines habe ich abgebrochen, da es leider nichts für mich war. An „Zersetzt“ bin ich gerade dran, obwohl es spannend ist, komme ich momentan einfach nicht voran. Am Buch liegt es nicht, eher am Wetter, der Niedergeschlagenheit dadurch und der fehlenden Zeit und vielleicht auch ein kleines Bisschen daran, dass der Mann Urlaub hat =) Wie immer, bin ich gespannt, auf den weiteren Lesefluss, der auf mich zukommt!

Tammara Webber – Between the Lines – Wilde Gefühle posted by on 23. Mai 2016

Der Titel des Buches passt wie die Faust aufs Auge – Wilde Gefühle. Was macht man und wie verhält man sich vor allem wenn man sich zu zwei Jungs hingezogen fühlt? Die Protagonistin in Webbers Roman hat genau dieses Problem und noch viele mehr…

Autor: Tammara Webber
Titel: Between the lines – Wilde Gefühle
Genre: New Adult, Jugendroman
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 10.03.2016
Taschenbuch: 352 Seiten
Preis: 9,99 €
bereitgestellt durch:

Emma müsste eigenlicht total glücklich sein, denn sie hat die Hauptrolle in einem Blockbuster. Ihr Filmpartner dabei ist der berühmte, sexy Bad Boy Alexander Reid. Er ist für seine Skandalpartys bekannt und auch sein Sexleben soll nicht so ohne sein. Er setzt alles daran, Emma herumzubekommen. Bei seinen Küssen wird Emma auch ganz schwach. Doch ist das wirklich eine gute Idee? Eigentlich fühlt sich Emma in der Filmbranche nicht mal wohl. Und außerdem gibt es hier auch noch den Schauspieler Graham, der auch ihr Herz berührt…

Bevor man in den Roman einsteigt, sollte man evtl. wissen, dass es sich hier um Teenager handelt bei den Charakteren. Ich selbst konnte so weniger Bezug finden zu den Charakteren. Viele waren einfach nur unsympathisch – so auch der Protagonist Reid. Er ist nicht nur arrogant und verzogen, sondern wirklich ein Ekelpaket. Er denkt nur an sich und das wird auch nicht unbedingt besser. Trotzdem kann man Emma etwas verstehen, dass sie auf ihn steht – Bad Boy ist nun mal Bad Boy und Mädels mögen das! Auf der anderen Seite gibt es Graham und dieser ist so ziemlich das Gegenteil von Reid, wenn auch trotzdem etwas undurchsichtig. Man weiß nie genau, woran man an ihm dran ist und ob er nun nur auf Freundschaft oder mehr aus ist. Er zeigt es auf jeden Fall nicht so direkt. Man könnte eher meinen, er hat was mit Brooke, der Ex von Reid. Mit dieser verschwindet er immer gemeinsam ins Zimmer.

Außer den Liebesdingen, welche zu  Problemen werden, hat Emma noch genug andere. Sie hat die Hauptrolle in dem Film, welcher „Stolz und Vorurteil“ in einer neueren Zeit wiedergibt, gut zu meistern. Neben ihren Gefühlen, muss sie hier gut schauspielern und in ihrer Freizeit noch Unterricht für die Schule tätigen. Daheim ist es auch nicht so rosig und mit ihrer besten Freundin Emily verkracht sie sich auch noch. Es kommt halt alles auf einmal, wie es immer so ist. Da kommt es ihr nicht ganz gelegen, dass sie sowohl für Reid als auch Graham Gefühle hegt.

Die Autorin hat hier einen spannenden New Adult Roman geschaffen, der mit seiner Story um den Bad Boy Reid, die bodenständige Emma und den schüchternen Graham, überzeugt. Der Schreibstil sowie auch die Personen selbst, zeigen, dass es sich hierbei um einen Roman für junge Leute handelt. Wäre ich selbst nochmal so jung, würde ich wahrscheinlich ganz anders über das Geschriebene denken, so bin ich einfach etwas ferner zu den Charakteren, wie als wären sie im gleichen Alter.

Es ist der erste Band einer Reihe und ich bin mir sicher, dass dieser bei den ganzen Mädels Anklang finden wird – möchte man doch wissen, wie es weitergeht. Vor allem nach dem vielversprechenden Ende, was einem schon einen kleinen Einblick verschafft hat in den weiteren Teil, um was es hier dann geht.

Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die auf Lovestorys stehen, aber auch wissen, dass es hier um Charaktere im Teenie-Alter (17-20) geht, was nicht so direkt im Klappentext zu finden ist. Geschrieben ist es gut und gelesen wird es gut – weiterzuverfolgen ist die Reihe mit Sicherheit auch!

4 von 5 Punkten

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht posted by on 17. Mai 2016

Gefühle über Gefühle – wenn man nicht mehr weiß, wo sie hingehören. Da sollte man sich schnell einig werden, vor allem wenn auch vieles anderes aus der Bahn gerät. So ergeht es auch Layla, der Protagonistin im zweiten Band von Jennifer L. Armentrouts Dark Elements Reihe.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht
Genre: Fantasy
Verlag: ya (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.02.2016
Gebunden: 432Seiten
Preis: 16,90 €

Layla vermisst den sehr attraktiven Dämonen Roth, der sich für sie geopfert hat und nun in den Feuergruben ist. Ihr bester Freund Zayne möchte sie darüber hinwegtrösten, Küsse findet Layla aber zu riskant, da sie Angst hat, seine Seele zu nehmen. Ihre „Familie“, die Gargoyles haben Geheimnisse vor ihr und scheinen ihr zu misstrauen, das macht ihr ganz schön zu schaffen. Auf einmal taucht Roth wieder auf, doch bevor sie das genießen können, bricht die Hölle los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es wird so ziemlich da angeknüpft, wo es beim ersten Band aufgehört hat. Nur passiert ziemlich gleich was – nämlich, dass Roth zurückkehrt und dass die Hölle losbricht im wahrsten Sinne des Wortes. Layla hat in diesem Band so richtig mit ihren Gefühlen zu kämpfen und nicht nur das, auch Abbott und die ganzen Gargoyles scheinen Geheimnisse zu haben und ihr zu misstrauen. Langsam fängt sie auch noch selbst an, sich und ihren Fähigkeiten zu misstrauen.
Es ist auch für den Leser ein „schmerzvolles“ hin und her, was da zwischen Layla, Roth und Zayne abgeht. Man weiß nicht, wem man es mehr wünschen würde, dass es klappt. Denn Roth ist trotz, dass er ein Hohedämon ist, ein toller Dämon, der schnell das Herz erobert. Aber aus irgendeinem Grund will er Layla von sich weg wissen – man merkt aber, dass das nicht wirklich ernsthaft sein Wunsch ist. Da steckt mehr dahinter…
Zayne gibt Layla gegenüber endlich seine Gefühle zu, doch wie soll das funktionieren, da sie ihm doch in jedem Moment die Seele rauben könnte durch einen Kuss? Und was würde Abbott, sein Vater dazu sagen?
Irgendwann geht es ein kleines bisschen auf die Nerven, das ständige Hin und Her. Layla scheint sich einfach nicht entscheiden zu können.
Der zweite Band kommt auf jeden Fall mit einer größeren Spannung daher wie der erste. Er unterhält gut und reisst den Leser auf den Wellen der Dämonen und Wächter mit. Es passiert wieder allerhand und Layla, Roth und Zayne haben hier genug zu tun, nicht nur ihren Gefühlen nachzuhängen.
Der Schreibstil ist noch immer der gleiche, noch immer dem Jugendstil angepasst und auch flüssig zu lesen – es gibt hier also nichts zu meckern! Wenn der nächste Band noch eine Steigerung verspricht, habe ich auch hier nichts dagegen – denn das Ende hat auf jeden Fall Lust gemacht, weiterzulesen! Für diejenigen, die auch schon den ersten Band gelesen haben, ist der zweite auf jeden Falle in Muss!
4 von 5 Punkten
Stephen King – Mr. Mercedes posted by on 6. Mai 2016

Ein Killer, der keinerlei Gefühle außer Hass hat und den niemand stoppen kann – oder doch? King zeigt uns wieder auf, was für kranke Hirne es doch gibt…

Autor: Stephen King
Titel: Mr. Mercedes
Genre: Thriller
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 08.09.2014
eBook: 608 Seiten
Preis: 11,99 €

Ein Mercedes S 600 fährt in eine Menschenmenge vor dem Arbeitsamt und nimmt so 8 Leute mit in den Tod. Der Fahrer entkommt und wird nicht gefasst, der Wagen aber wird gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske und auf dem Lenkrad ist ein Smiley. Monate später meldet sich der Mörder bei dem pensionierten Detective Bill Hodges. Dieser sieht nun eine neue Aufgabe, diesen Mörder endgültig dingfest zu machen…
Anders als wir es vom Meister des Horros gewohnt sind, ist das hier kein Horror, sondern eher ein Krimi/Thriller. Natürlich erkennt man den Stil zweifellos und es ist auch erschreckend, was ihm wieder für Szenarien einfallen. Wahrlich erkennt man den King darin, ob nun Horror oder nicht. King hat sich hier weniger auf die Horrorszenen oder auch Gemetzel konzentriert, sondern vielmehr auf die Personen an sich. Es werden einem menschliche Abgründe gezeigt, der Ekel kommt auch hier zwischen den Zeilen nicht zu kurz, wenn auch nicht in Form von abgetrennten Körperteilen etc.
Bill Hodges ist einem eigentlich sofort sympathisch – er ist der typische in Rente gegangene Cop, der mit dem Revolverlauf auf sich zeigend vor der Glotze sitzt, da er keinen Sinn mehr im Herumsitzen sieht. Da haben wir auf der anderen Seite den kaltblütigen Mörder Brady Hartsfield, der dem Detective auf einmal wieder einen Sinn im Leben gibt – die Suche nach ihm! Er hat zwar nicht damit gerechnet, aber der Cop blüht richtig in seiner Aufgabe auf und macht sogar nochmal die Begegnung der Liebe seines Lebens.
King hat hier wieder sein Meisterwerk gezeigt – wenn auch nicht in Form von Horror! Meiner Meinung nach kann er genauso gut Krimis und Thriller schreiben wie seine Horrormeisterwerke. Die Spannung fehlt so gut wie nie und man kann sich mitreissen lassen, auf den Spuren des Mercedes-Killers. Es ist interessant, die Entwicklung auf beiden Seiten zu lesen, da hier die Kapitel zwischen der Sicht des Mörders und des Detectives gewechselt wird.
Der Schreibstil ist wie gewohnt rund und flüssig, man kann lesen ohne zu stocken. Die viele wörtliche Rede und auch die spannenden Wendungen bereiten einem hier den Lesegenuss eines guten Thrillers! Man fragt sich doch immer wieder, was im Kopf des Mörders vorgehen muss, ich z.B. habe mich einige Male erwischt beim Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Es ist doch erschreckend, was so in einem Menschen vorgehen kann. Und wie vor allem kommen die Autoren auf solche Ideen? Ein wahres Werk der Fantasie!
Fans des Meisters müssen den Roman unbeding lesen, anderen sei er auch ans Herz gelegt – eine gute Unterhaltung mit viel Spannung, aber auch etwas Ekel und Surrealem. Ich bin gespannt auf den weiteren Teil, den Detective habe ich schon lange ins Herz geschlossen!
5 von 5 Punkten