Conor Creighton – Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben posted by on 22. Juli 2016

Einfach aus seinem Land abhauen und woanders anfangen? Wer hat nicht schon davon geträumt, doch wer wagt es? Jack hat es gewagt und ist aus Irland nach Deutschland umgesiedelt. In seinem Buch (Jack ist Conor) beschreibt er seine witzigsten Begegnungen und wie er die Deutschen kennenlernte…

Autor: Conor Creighton
Titel: Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben
Genre: Roman
Verlag: Ullstein
Broschiert: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.05.2016
Preis: 14,99 €

Conor alias Jack verschlägt es nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Eigentlich wollte er ja nach Polen, aber mitten auf der Strecke versagt das Auto und so bleibt er in Deutschland. Eigentlich hat er nichts dabei, außer sich selbst und die Kleidung, die er trägt. Achja, den Satz „Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar.“ Unterwegs trifft er auf amüsante Deutsche, aber auch viele Verrückte – darunter die unbezwingbare Steffi, in die er sich total verliebt.

Anfangs checkt man nicht, dass Jack eigentlich Conor ist. Wenn man die Autorenbeschreibung aber auf der letzten Seite gelesen hat, dann schon – denn Jack ist sein zweiter Name. Er beschreibt mit viel Humor, wem er alles begegnet ist und wie er sich in eine deutsche Verrückte verliebt. Sein Aufenthalt in Deutschland ist eine reine Wellenfahrt.
Seinen Werdegang in Berlin schreibt der Autor in einer flüssigen Sprache, man kommt gut mit und kann sich im Lesefluss treiben lassen. Es ist unterhaltsam und amüsant und auch sehr humorvoll gestaltet, wen er hier alles trifft und was ihm so widerfährt. Nur eines versteht wohl keiner – wie er an einer solchen wie Steffi festhalten kann. Aber wie sagt man so schön? Wo die Liebe doch hinfällt! Jeder ist einzigartig und individuell und auf jeden Topf passt ein Deckel!
Allerdings wird die Lektüre auch nicht viel spannender, es ist eben eine Erzählung aus dem Leben, witzig gestaltet zwar, aber nicht herausragend spannend.
Fazit für mich ist, dass es zwar sehr unterhaltsam war, aber mehr auch nicht. Für eine gute Unterhaltung zwischendurch ist es allemal geeignet und es ist interessant zu erfahren, wie ein Ire die Deutschen sieht, wobei er hier schon die krassen Exemplare getroffen haben mag!
3 von 5 Punkten
Gelesen im Juni 2016 posted by on 30. Juni 2016

Wieder einmal hat mich die Zeit im Griff – nämlich so, dass ich keine groß hab. Habe diesen Monat wieder nur ein Buch geschafft, dabei ist mein Regal noch so voll =) Das hier war es:

Michael Tsokos – Zersetzt 5/5

Es war mal wieder eine gelungene Abwechslung, einen großartigen Thriller zu lesen. Ich habe es genossen, auch wenn es nur ein Buch im Monat war – ich komme halt momentan nicht zu groß etwas =) Und bei euch so?

Michael Tsokos – Zersetzt posted by on 21. Juni 2016

Als Rechtsmediziner hat man oftmals schon sehr kranke Fälle auf dem Tisch, von kranken Menschen ausgeführt. Sowas mag man sich eigentlich gar nicht vorstellen, doch der Autor dieses Buches hat ein sehr genaues Bild davon, denn er selbst ist Rechtsmediziner und die Story rund um Abel auch nicht ganz frei erfunden. Er selbst hat dies in abgewandelter Form so erlebt.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zersetzt
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 14,99 €

BKA-Rechtsmediziner Fred Abel arbeitet an einem großen Fall. Einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit treibt noch immer sein Unwesen – das erkennt Abel an einem Einstich in der Kniekehle des Opfers. Bevor Abel ihn aber stoppen kann, muss er in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien und dort zwei Mordopfer identifizieren. Diese wurden in Kalkfässern gelagert und wurden fast vollständig zersetzt. Auf einmal bekommt Abel es aber auch noch mit der dortigen Politik zu tun und wird verfolgt. Gleichzeit kämpft in Deutschland ein Opfer in einem fensterlosen Kellerraum um das nackte Überleben…

Fabelhaft spinnt der Autor hier wieder zwei gemeingefährliche Fälle ineinander – Abel hat es richtig mit etwas zu tun. Es muss gesagt werden, dass der zweite Band der Trilogie noch vor dem ersten spielt, es aber keine Rolle spielt, da man die auch getrennt lesen könnte. Wer den ersten gelesen hat, kennt den sympathischen Rechtsmediziner Abel und kann sich auch gut in ihn hineinversetzen. Von der Handlung muss hier nicht mehr viel gesagt werden, ohne zuviel zu verraten – die Kapitel sind aufgeteilt in die Ermittlungsstränge von Abel und aus der Sicht des Opfers im Kellerraum sowie auch des Mörders, der es gefangen hält.
Wer gerne Rechtsmedizinthriller liest, wird hier über die Spannung begeistert sein. Auch etwas Politthriller fließt mit hinein. Der Autor selbst hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, so dass man nirgendwo hackt und einfach weiterlesen kann, was bei der Spannung auch ohne Mühe geht. Man trifft viele der Personen wieder, die man im ersten Band gelesen hat, aber auch neue. Angst, dass es langweilig wird, weil der zweite Teil vor dem ersten spielt, muss man nicht haben, denn man merkt es der Geschichte kaum an. Man könnte also auch erst mit dem zweiten Teil beginnen, unabhängig voneinander lesen.
Auch hier wird wieder nicht gespart mit blutigen Details, wer also schwache Nerven hat, lässt es lieber sein. Wer aber gern richtig spannende Thrillerlektüre liest und wem so etwas nichts ausmacht, dem sei das Buch wärmstens empfohlen! Den dritten Teil kann ich selbst kaum abwarten und der Autor hat in mir einen sehr großen Fan!
5 von 5 Punkten
Gelesen im Mai 2016 posted by on 1. Juni 2016

Wahnsinn, wie schnell ein Monat rum ist – es wundert mich immer wieder, wo die ganze Zeit hin ist! Mit zwei kleinen Rackern sowieso =) Bei mir wird es mit Monat um Monat immer ein Buch mehr, eine kleine Steigerung ist doch auch eine, oder? Mal sehen, ob die beibehalten wird =) Hier meine gelesenen Bücher im Mai:

Stephen King – Mr. Mercedes 5/5

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht 4/5

Tammara Webber – Between the Lines – Wilde Gefühle 4/5

Es sind zwar nur drei, aber letzten Monat waren es nur zwei, von daher =) Eines habe ich abgebrochen, da es leider nichts für mich war. An „Zersetzt“ bin ich gerade dran, obwohl es spannend ist, komme ich momentan einfach nicht voran. Am Buch liegt es nicht, eher am Wetter, der Niedergeschlagenheit dadurch und der fehlenden Zeit und vielleicht auch ein kleines Bisschen daran, dass der Mann Urlaub hat =) Wie immer, bin ich gespannt, auf den weiteren Lesefluss, der auf mich zukommt!

Tammara Webber – Between the Lines – Wilde Gefühle posted by on 23. Mai 2016

Der Titel des Buches passt wie die Faust aufs Auge – Wilde Gefühle. Was macht man und wie verhält man sich vor allem wenn man sich zu zwei Jungs hingezogen fühlt? Die Protagonistin in Webbers Roman hat genau dieses Problem und noch viele mehr…

Autor: Tammara Webber
Titel: Between the lines – Wilde Gefühle
Genre: New Adult, Jugendroman
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 10.03.2016
Taschenbuch: 352 Seiten
Preis: 9,99 €
bereitgestellt durch:

Emma müsste eigenlicht total glücklich sein, denn sie hat die Hauptrolle in einem Blockbuster. Ihr Filmpartner dabei ist der berühmte, sexy Bad Boy Alexander Reid. Er ist für seine Skandalpartys bekannt und auch sein Sexleben soll nicht so ohne sein. Er setzt alles daran, Emma herumzubekommen. Bei seinen Küssen wird Emma auch ganz schwach. Doch ist das wirklich eine gute Idee? Eigentlich fühlt sich Emma in der Filmbranche nicht mal wohl. Und außerdem gibt es hier auch noch den Schauspieler Graham, der auch ihr Herz berührt…

Bevor man in den Roman einsteigt, sollte man evtl. wissen, dass es sich hier um Teenager handelt bei den Charakteren. Ich selbst konnte so weniger Bezug finden zu den Charakteren. Viele waren einfach nur unsympathisch – so auch der Protagonist Reid. Er ist nicht nur arrogant und verzogen, sondern wirklich ein Ekelpaket. Er denkt nur an sich und das wird auch nicht unbedingt besser. Trotzdem kann man Emma etwas verstehen, dass sie auf ihn steht – Bad Boy ist nun mal Bad Boy und Mädels mögen das! Auf der anderen Seite gibt es Graham und dieser ist so ziemlich das Gegenteil von Reid, wenn auch trotzdem etwas undurchsichtig. Man weiß nie genau, woran man an ihm dran ist und ob er nun nur auf Freundschaft oder mehr aus ist. Er zeigt es auf jeden Fall nicht so direkt. Man könnte eher meinen, er hat was mit Brooke, der Ex von Reid. Mit dieser verschwindet er immer gemeinsam ins Zimmer.

Außer den Liebesdingen, welche zu  Problemen werden, hat Emma noch genug andere. Sie hat die Hauptrolle in dem Film, welcher „Stolz und Vorurteil“ in einer neueren Zeit wiedergibt, gut zu meistern. Neben ihren Gefühlen, muss sie hier gut schauspielern und in ihrer Freizeit noch Unterricht für die Schule tätigen. Daheim ist es auch nicht so rosig und mit ihrer besten Freundin Emily verkracht sie sich auch noch. Es kommt halt alles auf einmal, wie es immer so ist. Da kommt es ihr nicht ganz gelegen, dass sie sowohl für Reid als auch Graham Gefühle hegt.

Die Autorin hat hier einen spannenden New Adult Roman geschaffen, der mit seiner Story um den Bad Boy Reid, die bodenständige Emma und den schüchternen Graham, überzeugt. Der Schreibstil sowie auch die Personen selbst, zeigen, dass es sich hierbei um einen Roman für junge Leute handelt. Wäre ich selbst nochmal so jung, würde ich wahrscheinlich ganz anders über das Geschriebene denken, so bin ich einfach etwas ferner zu den Charakteren, wie als wären sie im gleichen Alter.

Es ist der erste Band einer Reihe und ich bin mir sicher, dass dieser bei den ganzen Mädels Anklang finden wird – möchte man doch wissen, wie es weitergeht. Vor allem nach dem vielversprechenden Ende, was einem schon einen kleinen Einblick verschafft hat in den weiteren Teil, um was es hier dann geht.

Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die auf Lovestorys stehen, aber auch wissen, dass es hier um Charaktere im Teenie-Alter (17-20) geht, was nicht so direkt im Klappentext zu finden ist. Geschrieben ist es gut und gelesen wird es gut – weiterzuverfolgen ist die Reihe mit Sicherheit auch!

4 von 5 Punkten

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht posted by on 17. Mai 2016

Gefühle über Gefühle – wenn man nicht mehr weiß, wo sie hingehören. Da sollte man sich schnell einig werden, vor allem wenn auch vieles anderes aus der Bahn gerät. So ergeht es auch Layla, der Protagonistin im zweiten Band von Jennifer L. Armentrouts Dark Elements Reihe.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht
Genre: Fantasy
Verlag: ya (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.02.2016
Gebunden: 432Seiten
Preis: 16,90 €

Layla vermisst den sehr attraktiven Dämonen Roth, der sich für sie geopfert hat und nun in den Feuergruben ist. Ihr bester Freund Zayne möchte sie darüber hinwegtrösten, Küsse findet Layla aber zu riskant, da sie Angst hat, seine Seele zu nehmen. Ihre „Familie“, die Gargoyles haben Geheimnisse vor ihr und scheinen ihr zu misstrauen, das macht ihr ganz schön zu schaffen. Auf einmal taucht Roth wieder auf, doch bevor sie das genießen können, bricht die Hölle los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es wird so ziemlich da angeknüpft, wo es beim ersten Band aufgehört hat. Nur passiert ziemlich gleich was – nämlich, dass Roth zurückkehrt und dass die Hölle losbricht im wahrsten Sinne des Wortes. Layla hat in diesem Band so richtig mit ihren Gefühlen zu kämpfen und nicht nur das, auch Abbott und die ganzen Gargoyles scheinen Geheimnisse zu haben und ihr zu misstrauen. Langsam fängt sie auch noch selbst an, sich und ihren Fähigkeiten zu misstrauen.
Es ist auch für den Leser ein „schmerzvolles“ hin und her, was da zwischen Layla, Roth und Zayne abgeht. Man weiß nicht, wem man es mehr wünschen würde, dass es klappt. Denn Roth ist trotz, dass er ein Hohedämon ist, ein toller Dämon, der schnell das Herz erobert. Aber aus irgendeinem Grund will er Layla von sich weg wissen – man merkt aber, dass das nicht wirklich ernsthaft sein Wunsch ist. Da steckt mehr dahinter…
Zayne gibt Layla gegenüber endlich seine Gefühle zu, doch wie soll das funktionieren, da sie ihm doch in jedem Moment die Seele rauben könnte durch einen Kuss? Und was würde Abbott, sein Vater dazu sagen?
Irgendwann geht es ein kleines bisschen auf die Nerven, das ständige Hin und Her. Layla scheint sich einfach nicht entscheiden zu können.
Der zweite Band kommt auf jeden Fall mit einer größeren Spannung daher wie der erste. Er unterhält gut und reisst den Leser auf den Wellen der Dämonen und Wächter mit. Es passiert wieder allerhand und Layla, Roth und Zayne haben hier genug zu tun, nicht nur ihren Gefühlen nachzuhängen.
Der Schreibstil ist noch immer der gleiche, noch immer dem Jugendstil angepasst und auch flüssig zu lesen – es gibt hier also nichts zu meckern! Wenn der nächste Band noch eine Steigerung verspricht, habe ich auch hier nichts dagegen – denn das Ende hat auf jeden Fall Lust gemacht, weiterzulesen! Für diejenigen, die auch schon den ersten Band gelesen haben, ist der zweite auf jeden Falle in Muss!
4 von 5 Punkten
Stephen King – Mr. Mercedes posted by on 6. Mai 2016

Ein Killer, der keinerlei Gefühle außer Hass hat und den niemand stoppen kann – oder doch? King zeigt uns wieder auf, was für kranke Hirne es doch gibt…

Autor: Stephen King
Titel: Mr. Mercedes
Genre: Thriller
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 08.09.2014
eBook: 608 Seiten
Preis: 11,99 €

Ein Mercedes S 600 fährt in eine Menschenmenge vor dem Arbeitsamt und nimmt so 8 Leute mit in den Tod. Der Fahrer entkommt und wird nicht gefasst, der Wagen aber wird gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske und auf dem Lenkrad ist ein Smiley. Monate später meldet sich der Mörder bei dem pensionierten Detective Bill Hodges. Dieser sieht nun eine neue Aufgabe, diesen Mörder endgültig dingfest zu machen…
Anders als wir es vom Meister des Horros gewohnt sind, ist das hier kein Horror, sondern eher ein Krimi/Thriller. Natürlich erkennt man den Stil zweifellos und es ist auch erschreckend, was ihm wieder für Szenarien einfallen. Wahrlich erkennt man den King darin, ob nun Horror oder nicht. King hat sich hier weniger auf die Horrorszenen oder auch Gemetzel konzentriert, sondern vielmehr auf die Personen an sich. Es werden einem menschliche Abgründe gezeigt, der Ekel kommt auch hier zwischen den Zeilen nicht zu kurz, wenn auch nicht in Form von abgetrennten Körperteilen etc.
Bill Hodges ist einem eigentlich sofort sympathisch – er ist der typische in Rente gegangene Cop, der mit dem Revolverlauf auf sich zeigend vor der Glotze sitzt, da er keinen Sinn mehr im Herumsitzen sieht. Da haben wir auf der anderen Seite den kaltblütigen Mörder Brady Hartsfield, der dem Detective auf einmal wieder einen Sinn im Leben gibt – die Suche nach ihm! Er hat zwar nicht damit gerechnet, aber der Cop blüht richtig in seiner Aufgabe auf und macht sogar nochmal die Begegnung der Liebe seines Lebens.
King hat hier wieder sein Meisterwerk gezeigt – wenn auch nicht in Form von Horror! Meiner Meinung nach kann er genauso gut Krimis und Thriller schreiben wie seine Horrormeisterwerke. Die Spannung fehlt so gut wie nie und man kann sich mitreissen lassen, auf den Spuren des Mercedes-Killers. Es ist interessant, die Entwicklung auf beiden Seiten zu lesen, da hier die Kapitel zwischen der Sicht des Mörders und des Detectives gewechselt wird.
Der Schreibstil ist wie gewohnt rund und flüssig, man kann lesen ohne zu stocken. Die viele wörtliche Rede und auch die spannenden Wendungen bereiten einem hier den Lesegenuss eines guten Thrillers! Man fragt sich doch immer wieder, was im Kopf des Mörders vorgehen muss, ich z.B. habe mich einige Male erwischt beim Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Es ist doch erschreckend, was so in einem Menschen vorgehen kann. Und wie vor allem kommen die Autoren auf solche Ideen? Ein wahres Werk der Fantasie!
Fans des Meisters müssen den Roman unbeding lesen, anderen sei er auch ans Herz gelegt – eine gute Unterhaltung mit viel Spannung, aber auch etwas Ekel und Surrealem. Ich bin gespannt auf den weiteren Teil, den Detective habe ich schon lange ins Herz geschlossen!
5 von 5 Punkten
Gelesen im April 2016 posted by on 2. Mai 2016

Das ist ja abartig, wie schnell die Zeit vergeht. Eben war noch Weihnachten und jetzt haben wir schon bald das halbe Jahr rum. Die Zeit rennt einfach viel zu schnell =) Diesen Monat habe ich aber etwas geschafft zu lesen, das waren diese Bücher hier:

Klaus Schuker – Engelsspiel 3/5

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 1 – Steinerne Schwingen 4/5

Es waren halt wieder nur zwei Bücher, aber es geht voran =) Bald habe ich wieder eins beendet, dann folgt die nächste Rezension. Ich denke, es kommt auch immer drauf an, wie spannend das Buch geschrieben ist und natürlich auch, wie die Zeit ist, die man hat, wenn der Nachwuchs schläft =)

Klaus Schuker – Engelsspiel posted by on 14. April 2016

Wie man vom Polizeibeamten zum Schriftsteller wird, zeigt uns der Autor Klaus Schuker. Er hat einen perfiden Krimi mit „Engelsspiel“ geschaffen und man sieht den Polizisten durchscheinen.

Autor: Klaus Schuker
Titel: Engelsspiel
Genre: Krimi
Verlag: Fabulus Verlag
Erscheinungsdatum: 09.03.2016
Taschenbuch: 420 Seiten
Preis: 14,95 €

Daniel Schönwind führt eigentlich ein schönes Leben. Nur daheim mit Karin, seiner Lebenspartnerin und Mutter ihres gemeinsamen Kindes Ramona, läuft es schon lange nicht mehr rund. Aber es funktioniert, warum dann in den Wind hauen? Daher verabredet er sich auch ab und zu mit anderen Frauen. So sagt er auch nicht nein, als die schöne Anhalterin Janina ihn in ein Techtelmechtel hineinzieht. Was er aber nicht ahnen kann – mit dieser Handlung gerät sein ganzes Leben aus den Fugen, denn Janina hat es sich zur Aufgabe gemacht, Daniel als Alibi herzuhalten und ihn der sexuellen Nötigung zu bezichtigen. Dann passiert alles Schlag auf Schlag: Seine Partnerin Karin zieht mit der Tochter aus, er verliert seinen Job und hat eine Anklage am Hals, obwohl er diese nicht begangen hat. Geächtet von allen Leuten, plant Daniel seine Rache gegen Janina. Er stellt ihr eine Falle und sie liefert ihm nichtsahnend den Beweis, auf den er gewartet hat…

Also eins vornweg – die Personen sind durch die Reihe eher unsympathisch als anziehend. Ob das vom Autor so gewollt ist? Ich kann es nicht sagen, konnte mich aber mit rein niemanden anfreunden. Dennoch taten mir einige Mitspieler hier leid, unter anderem auch Daniel. Dieser ist ein egoistischer, von sich selbst überzeugter Kerl, der sich nimmt, was er will und auf andere keine Rücksicht nimmt. Janina ist ihm eigentlich nicht mal so unähnlich – sie nimmt sich auch, das was sie will und nimmt keinerlei Rücksicht auf Verluste, ein durchtriebenes Ding. Die ganzen Nebencharaktere sind zwar gut ausgefeilt, aber irgendwie wird man auch mit ihnen nicht so warm.
Man kann zwar sehr gut hineinfühlen, wie es Daniel mit der falschen Anklage gehen muss, nachdem alles in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Trotzdem führt er sich in meinen Augen immer unsympathischer auf, als er es hätte tun müssen. Ist es nicht schon schlimm genug, macht er es immer noch um eine Sache schlimmer.
Man merkt hier dem Autor an, dass er sich mit der Marterie sehr gut auskennt. Er hat hier ein ganz perfides System ausgeklügelt, er zieht die Fäden des Spinnennetzes immer weiter zu und hält den Leser so mit dieser Spannung auf der Lauer. Man kann gar nicht anders, als gespannt weiterzulesen, was wohl als nächstes passieren mag. Den Protagonisten lässt er von einem Fettnäpfchen ins andere trampeln, aber auch Janina scheint Fehler zu machen, auch wenn sie erst den Anschein macht, als sei sie mit allen Wassern gewaschen und so durchtrieben, dass sie mit allem durchkommt.
Die Handlungen und Situationen in diesem Buch sind keineswegs langweilig, die Sprache und der Schreibstil lassen einen tief in den Krimi blicken und sich ganz der Geschichte hingeben. Dass hier alle Personen durch die Bank etwas unsympathisch erscheinen, trübt das ganze Geschehen vielleicht ein kleines bisschen und nimmt das ganz große Mitfiebern aus den Segeln. Auch von Daniels Bezeichnung „Engelchen“ für seine Tochter ist man gleich mal genervt, da er das in jedem Satz, in welchem sie vorkommt, benutzt.
Das Ende ist nicht ganz überraschend, aber auch nicht so sehr vorhersehbar. Es ist gut gewählt und schließt den Krimi als solchen gut ab.
Ich kann das Buch ohne schlechten Gewissens den Krimifans weiterempfehlen, die mal eine andere Art Sicht auf das Geschehen lesen möchten aus der Feder eines Polizisten!
3 von 5 Punkten
Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 1 – Steinernen Schwingen posted by on 6. April 2016

Es gibt soooo viele Vampirromane. Nichts gegen diese, sie sind gut – aber Mainstream! Warum nicht mal einen über Gargoyles und Dämonen schreiben? Jennifer L. Armentrout hat sich rangewagt und darüber eine Serie geschrieben.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 1 – Steinerne Schwingen
Genre: Fantasy
Verlag: ya! (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebunden: 448
Preis: 14,99 €

Layla wäre so gern ein normaler Teenie, dabei gehört sie zu den Wächtern. Diese sind ein Volk aus Gargoyles und jagen Dämonen. Layla ist aber nicht ganz Wächterin, sie ist zur Hälfte auch noch Dämonin. Mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben – was sie aber besser sein lässt, wenn sie doch Wächterin ist. Daher sind für sie Dates streng tabu, auch mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, der zudem der Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie ist. Auf ihren Streifzügen, auf welchen sie die Dämonen markiert, fällt ihr der in der Tat gutaussehende Hohedämon Roth auf. Sie kann nicht genug von ihm zu bekommen und er scheint ein ganz besonderes Interesse an ihr zu haben. Er rettet ihr das Leben und fortan weicht er nicht von ihrer Seite, nein sie machen noch gemeinsame Sache. Dabei verrät er ihr das größte Geheimnis, nämlich woher sie stammt…

Layla wird vor den Augen des Lesers direkt lebendig, die Autorin hat sie richtig gut detailgetreu gezeichnet. Auch ihre Gefühlsregungen werden deutlich und man fühlt sich, als würde man es fast selber spüren. Ihre tiefe Zuneigung gegenüber Zayne, aber auch gegenüber Roth – ich selbst wüsste nicht, was ich in dieser Situation getan hätte! Die beiden Männer sind ebenso detailgetreu dargestellt und unterschiedlicher könnten ihre Charaktere nicht sein. Man muss sie aber alle lieb haben, denn sie haben doch ihre guten Seiten – Dämonen oder Gargoyles hin oder her. Die Autorin hat alles so gut geschildert, dass man als Leser gleich erkennt, wer hier was im Schilde führt. Man versucht innerlich Layla darauf hinzuweisen, aber logischerweise ist das ja nicht möglich.

Der Schreibstil fesselt einen sofort, keine Frage. Er ist dem Jugendstil angepasst und leicht zu lesen, durch die vielen Dialoge zwischen den Charakteren lässt es sich noch leichter vorankommen. Die vielen Geheimnisse, die die Geschichte umgibt, macht es umso lesenswerter – und das war ja nicht der letzte Teil, sondern erst der erste! Dennoch gibt es einen kleinen Abzug, da es ab und an immer wieder das gleiche Hin und Her ist, die Spannung aber leidet nicht darunter. Vieles ist zwar vorhersehbar, sollte aber wohl so sein und ist auch nicht unbedingt schlecht!

Ich für meinen Teil werde die weiteren Teile mit Vergnügen verfolgen und ich bin gespannt, wie es sich mit Zayne entwickelt und was aus Layla wird und auch allen weiteren! Empfehlenswert ist das Buch allemal an diejenigen, die auch mal etwas anderes als die übliche Vampirkost lesen möchten und dennoch auf ihre Kosten bespaßt werden durch das Gerangel der jeweilgen Rasse!

4 von 5 Punkten