Sarah Saxx – Zweimal mitten ins Herz posted by on 29. September 2016

Ja, die Liebe…überall und immer ist sie unterwegs und trifft so einigen. Doch kann sie halten und sich richtig entscheiden? Hazel hat auch so einiges zu überwinden und zu entscheiden, was die Liebe angeht. Sie wird auf eine harte Probe gestellt. Die Autorin hat mit der Liebe eine Reihe aus Greenwater Hill geschaffen, die man sich unbedingt mal näher anschauen sollte.

Autor: Sarah Saxx
Titel: Zweimal mitten ins Herz
Genre: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 30.08.2016
Taschenbuch: 240 Seiten
Preis: 8,99 €

Hazel wird von ihrer großen Luca betrogen – sie waren nunmehr 5 Jahre zusammen. Es hilft ihr dabei auch nicht, dass er es aufrichtig bereut, sie braucht Abstand. Kurz entschlossen zieht sie nach Greenwater Hill und nimmt dort einen neuen Job als Masseurin an. Dort trifft sie den äußerst attraktiven Polizisten Dean, der ihr oft aus der Not hilft und vergisst somit zum ersten Mal ihren Trennungsschmerz. Gelingt es Dean ihr Herz für sich zu ergattern? Oder aber macht Luca das Rennen, der ebenso daran interessiert ist, um seine Liebe zu kämpfen?

Gerne lese ich zwischendurch Liebesromane, sie sind einfach gut zum Träumen und Abschalten. So auch dieser Roman der Autorin Sarah Saxx. Es ist der dritte Band aus einer Reihe, kann aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Es ist fast so, als würde man Hazel ständig begleiten. Die Autorin hat sie detailgetreu gezeichnet und erreicht den Leser so direkt in seiner Fantasie damit. Hazel ist eine bodenständige, junge Frau. Sie handelt wie jeder normale Mensch handeln würde nach einem Seitensprung seitens des Partners – sie verlässt ihn und möchte neu anfangen. Doch Luca macht ihr es nicht leicht, da er nicht aufgibt und sich ständig bei ihr meldet. Aber auch Dean, den sie in Greenwater Hill kennengelernt hat, erreicht ihr Herz.

Es ist ein großes Hin und Her in diesem Roman, denn Hazel kann sich nicht genau entscheiden, in wen sie denn nun mehr verliebt ist. Vieles Handeln kann man selbst nicht genau deuten und gutheißen, aber so ist doch jeder verschieden, wäre ja dumm, wenn nicht. Trotzdem wächst Hazel dem Leser direkt ans Herz und man fühlt richtig mit ihr. Der Schreibstil, der hier locker und leicht daherfließt, unterstützt den Lesefluss nur umso mehr. Man kann sich richtig fallen lassen und der Dreiecksgeschichte um Luca, Dean und Hazel folgen.

Als Leser kristallisiert man natürlich einen Favoriten heraus und hofft, dass Hazel sich „richtig“ entscheidet. Nach gut 2/3 des Buches wird aber klar, für wen oder was sie sich entscheidet. Dann geht es nur noch um das wie – wie sie das ganze löst. Wie ein normaler Mensch macht auch Hazel genug Fehler – Nobody is perfect!

Etwas gestört hat mich allerdings, wie sie so leichtsinnig mit Gefühlen spielt, dabei aber selbst die große Verletzte gibt. Klar, nach einem Seitensprung ist man das ja auch, aber das gibt einem nicht den Freifahrtschein andere ebenso zu verletzen. Aber in solch einer Story geht dies nun mal nicht anders, denke ich – was auch gut so ist, denn so verflog die Spannung mit keiner Seite!

Für Liebesromanfangs ein guter Fang fürs Bücherregal – wunderbar zu lesen und zum Träumen. Die Bilder vor Augen beim Lesen könnten nicht realer erscheinen!

4 von 5 Punkten

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung posted by on 27. September 2016

Alle Fans der Trilogie haben erpicht auf den dritten Teil gewartet – und wurden belohnt. In diesem geht es heiß her, bis zum Finale. Wie sich Layla entscheidet und was sich alles ereignet zwischen Himmel und Hölle, erzählt die Autorin im finalen Band ausgiebig.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung
Genre: Fantasy
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 15.08.2016
eBook: 304 Seiten
Preis: 14,99 €

Layla weiß einfach nicht, wo ihr der Kopf steht, von ihrem Kopf ganz zu schweigen. Roth lockt sie an und auch Zanye. Während sie Probleme hat, mit ihren Gefühlen klarzukommen, droht ein höllischer Feind die ganze Welt auszulöschen. Layla kann nur Krieg führen, welchen sie niemals alleine gewinnen kann….

Wie auch schon beim zweiten Teil, findet man beim dritten mühelos den Anschluss, da dieser direkt an das Ende angeknüpft ist. Was hier aber anders ist, ist, dass Layla sich nach dem ewigen Hin und Her endlich entscheidet. Ob sie das Richtige tut? Sieht wohl jeder anders, meiner Meinung nach: ja!

Auch die Spannung nimmt hier Fahrt auf, man findet immer lockerer in die Story hinein, nur damit sie einen nicht mehr loslässt. Man ist total gefangen, der Krieg zwischen den Welten nimmt einen auf einen wahren Höllenritt mit. Man kämpft und fiebert mit Layla und Co. mit. Auch wie sie sich entscheidet – man fragt sich, ob es so bleibt und was noch geschieht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin hier einen grandiosen Abschluss der Trilogie hingelegt – der dritte Band übertrifft die Erwartungen beider ersten Teile allemal. Die Charaktere sind mitgewachsen und so auch die Spannung und alles, was dazu gehört. Es ist eigentlich schade, dass es das hier schon war und man nun nichts mehr von den Personen hört, die einem doch mittlerweile ans Herz gewachsen sind.

Wer also den ersten und den zweiten Teil bereits verschlungen hat, sollte unbedingt auch den dritten lesen – ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!

5 von 5 Punkten

Günther Klößinger – Blüten aus Babylon posted by on 19. September 2016

Ein Inspektor, der genug um die Ohren hat, um einen Fall zu lösen und gleichzeitig noch seine Tochter suchen muss. Es gibt nichts anstrengenderes zur gleichen Zeit – aber was, wenn beides zusammenhängt? Auf irgendeine Art und Weise? Als wäre es nicht schon verstrickt genug, hat Inspektor Prancock und seine Exfrau Else, welche ebenso Kriminalbeamtin war, allerhand zu tun damit. Wie er allem gerecht wird, erzählt der Autor Günther Klößinger in seinem Krimi „Blüten aus Babylon“.

Autor: Günther Klößinger
Titel: Blüten aus Babylon
Genre: Krimi
Erscheinungsdatum: 12.04.2016
Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 24,95 €

Prancock muss sich einem Fall des „Bund der Asketen“ annehmen. Auf dem Dachboden von Mitgliedern findet sich eine Leiche. Gleichzeitig ist auch Prancocks Tochter verschwunden, schickt ihre Eltern auf Schnitzeljagd. Der Tote auf dem Dachboden war ein Mitglied des Bundes, welcher Verzucht und Bescheidenheit predigt. Es stellt sich heraus, dass das Opfer vor seinem Tod noch Gänsebraten gegessen hat, was ja gar nicht zusammenpasst. In seinen Nachforschungen erfährt Prancock noch mehr Ungereimtheiten und gerät in Gefahr. Seine Tochter derweil hat genug von ihren Eltern, immer nur die zweite Geige zu spielen, daher haut sie ab. Sie gibt ihren Eltern ein Krimirätsel auf, nach welchem sie sie finden sollten. Doch sie befördert sich damit selbst in Lebensgefahr. Die Familie hat also allerhand zu tun, es geht hierbei um Leben und Tod. Ganz nebenbei muss Prancock sich noch entscheiden, ob ihm Familie oder Karriere wichtiger ist.

Zwar ist der zweite Teil der Reihe vor dem ersten erschienen und steht bereits im Regal, glücklicherweise habe ich ihn aber noch nicht gelesen und habe so den ersten davor lesen können. Die Personen, allen voran Prancock, sind so detailgetreu gezeichnet, dass man sie direkt vor Augen hat und das Gefühl lässt einen nicht los, mittendrin im Geschehen zu sein. Man versteht sie alle – Prancock, der gehetzt durch den Job geht, da er eine Beförderung anstrebt, aber mit seinem Partner konkurrieren muss. Else, die sich ganz zurückgezogen hat, sich ein neues Leben aufgebaut hat – ausgerechnet mit dem Mathelehrer der Tochter Jasmin! Und auch Jasmin, die die Schnauze voll hat und den Eltern mal eine Lektion erteilt mithilfe ihres Freundes – sie haut ab und führt ihre Eltern in die Irre. Prancock hat bei der Suche Unterstützung der netten Reporterin Ilka Trebes, die beiden scheinen auf gleicher Wellenlänge zu sein und aus dem Rüpel Prancock wird ein schüchterner Gentleman. Gemeinsam mit der Ex und anderen machen sie sich auf die Suche nach der Tochter und auch gleichzeitig an die Lösung des Falles.

Was mir hier so wunderbar aufgefallen ist und mir sehr gefallen hat, ist die alltägliche Sprache der Charaktere, welche der Autor gewählt hat. Nicht hochgestochen, nicht abgedriftet und auch nicht „geschichtlich“ – sondern einfach stinknormal, als wären wir unter uns. Findet man nicht so oft und liest sich super.

Auch der Humor, welcher immer wieder zwischen den Zeilen durchblitzt und wie er seine Figuren darstellt, herrlich! Der Schreibstil lässt einen nahtlos weiterlesen, die Spannung hält sich und das macht einen guten Roman aus meiner Meinung. Die Figuren sind einem nah und man kann sich richtig in sie hineinfühlen.

Alles in Allem gibt es hier rein gar nichts zu meckern und ich freue mich schon auf den zweiten Band, welcher bereits im Regal ist! Empfehlenswert an die Krimileser unter uns, die auch gerne mal ins Alltägliche eines Inspektors abtauchen möchten und offen für Neues sind!

5 von 5 Punkten

Gelesen im August 2016 posted by on 2. September 2016

Tja, wieder ein Monat vorbei…und ich lese wieder weniger. Aber das macht nichts, wenn meine zwei Sonnenscheine ich mehr brauchen, haben halt meine Bücher nicht den Vorrang =) Diesmal wurde es halt nur ein Buch, aber das ist ja nichts neues mehr =) Das hier war es:

J. R. Richmond – Wer war Alice 3/5

An einem weiteren Buch bin ich seit gefühlter Ewigkeit dran, aber muss immer wieder unterbrechen oder bin selbst zu müde. Na, mal sehen, wie lange ich noch brauche. Ich mag doch noch soooo viel lesen =) Und wie siehts bei euch aus?

T.R. Richmond – Wer war Alice posted by on 15. August 2016

Fragen wir uns nicht manchmal, wer genau die Person war, die gestorben ist? Was in ihr vorging? Ob sie, wenn es so war, wirklich Selbstmord beging? Im Grunde wissen wir doch eigentlich gar nicht, was in anderen Menschen genau vorgeht, was ihr Beweggründe sind etc. Der alte Professor Cooke will ein „Bild“ zeichnen über die tote Alice, die sich scheinbar in die Fluten gestürzt hat. Was er damit alles lostritt, erzählt das Buch…

Autor: T.R. Richmond
Titel: Wer war Alice
Genre: Roman, Thriller
Verlag: Goldmann
Taschenbuch: 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 29.02.2016
Preis: 14,99 €

Alice Salmon wurde gerade mal 25 Jahre alt – dann wurde sie morgens leblos im Fluss gefunden. Eigentlich war sie am Abend davor mit Freunden am feiern. Wie ist das passiert? Hat sie zuviel getrunken, sich gar selbst reingestürzt? Oder hat da jemand nachgeholfen? Die Polizei vermutet, sie sei reingestürzt, da zu besoffen. Es werden überall Vermutungen angestellt, unter Verwandten, Freunden und auch von ihrem ehemaligen Professor Jeremy Cooke. Er ist erschüttert und will ein Buch über sie schreiben. So macht er sich daran, alles über diese rätselhafte Nacht zusammenzutragen und das Rätsel zu lösen, was wirklich passiert ist. Aber was hat er zu verbergen?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist anders, es ist außergewöhnlich – aber richtig packend dann doch nicht. An was es liegt? Ich kann es nicht genau sagen. Die Idee ist spitze, der Lesefluss bricht nicht ab, da sehr gut geschrieben – ich mag die Erzählform, ehrlich. Das hat mich die ganze Zeit mitgerissen. Man merkt hier auch richtig, wenn jemand anders am Zug ist. Der Autor hat hier gut gewechselt im Schreibstil von Person zu Person.

Doch leider sind hier fast alle Personen nicht wirklich dem Leser realitätsnah. Damit will ich sagen, sie sind eigentlich alle irgendwie unsympathisch. Der Professor hat etwas mit einem Pädo gemein und viel Gefühle hat er eigentlich auch nicht, wenn man es genau sieht, die falschen wohl eher. Die beste Freundin ist auch etwas distanziert, der Freund etwas gaga im Kopf und die Mutter so überbemuttert. Vom Vater bekommt man nicht allzu viel mit, der scheint aber ein Bilderbuchvater zu sein und der erste im Buch, der richtig sympathisch erscheint. Alice selbst war eigentlich ein normales Mädel, dass sein Leben auskostet. Depressionen? Haben heutzutage so viele, da fällt das kaum auf. Leider wahr.

Die Idee zu dem Thriller hat mich angesprochen und es hat mich auch unterhalten, der Schreibstil allen voran. Das war es auch, was mich am Buch gehalten hat – ein paar mal habe ich überlegt, es wegzulegen. Dann hat aber doch die Neugier gesiegt und der angenehme Schreibstil. Es ist auch nicht schlecht, nur machen es die Charaktere eben nicht besser.

Weiterempfehlen würde ich es schon, aber nur beding. An Vielleser, die eine Tiefe erwarten, nicht so sehr – eher an welche, die eine spannende, gut geschriebene Geschichte zwischendurch möchten und hierbei nicht ganz so viel Wert auf die Sympathie der Charaktere legen!

3 von 5 Punkten

Zoe Hagen – Tage mit Leuchtkäfern posted by on 4. August 2016

Ein jeder rennt mit seinen Problemen durchs Leben – einige stecken es besser weg, andere zerbrechen daran und nochmal andere sind fast daran zerbrochen und versuchen das Beste daraus zu machen und wieder empor zu steigen. Depressionen sind heutzutage keine Seltenheit mehr, immer mehr Menschen erkranken daran, so dass es schon gar nichts „Besonderes“ mehr ist. Dennoch ist dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen…

Autor: Zoe Hagen
Titel: Tage mit Leuchtkäfern
Genre: Roman, Jugendliteratur
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 14.03.2016
eBook: 192 Seiten
Preis: 9,99 €

Antonia leidet an Depressionen, Bulimie und kommt nicht wirklich aus dem Teufelskreis raus. Sie läuft Fred über den Weg, einem Mitglied aus dem „Club der verhinderten Selbstmörder“. Von nun an ist auch sie dabei und hat somit neue Freunde gefunden…

Mehr möchte ich gar nicht vom Inhalt verraten, denn das wäre zuviel gesagt. Die Autorin hat hier einen Jugendroman geschaffen, der eigentlich nicht nur für Jugendliche ist. Er wirkt nachdenklich, flüssig zu lesen, mit etwas Humor gespickt und doch todernst.

Dargestellt ist das Buch als Briefe an Gott von Antonia. Sie glaubt zwar eigentlich nicht an Gott, weiß aber auch sonst nicht, an wen sie sich wenden soll. Die Briefe und auch die Dialoge darin sind gut gewählt und lassen einen über das Geschriebene und auch die eigene Umwelt nachdenken.

Das Thema Depression und der Umgang damit, wie man selbst und die Umwelt damit umgeht, ist hochaktuell – denn es gag noch nie mehr Leute, die daran erkrankt waren. Früher war das ja ein Tabuthema, heutzutage kommt man kaum drum rum, da es immer mehr betrifft. An was liegt das? Es mag wohl sein, dass jedem ein anderes Thema „falsch“ einfährt und daran zerbricht. Aber es ist doch auffällig, wie viele davon betroffen sind.

Auch die Protagonistin des Romans hat damit zu kämpfen, man kann nur vermuten und zwischen den Zeilen herauslesen, warum, denn verraten tut sie es nicht wirklich. Gut geschrieben, in eine gute Story verpackt, klärt die Autorin über innere Gefühle und den Umgang damit auf.

Wer sich hier also auf eine leichte Lektüre gefasst machen will, sollte sich das schnell aus dem Kopf schlagen, denn vielmehr ist sie tiefgründig und auch traurig, aber auch mit sehr schönen Momenten darin, die zeigen, dass das Leben eigentlich doch sehr lebenswürdig ist!

Was es mit den Leuchtkäfern zu tun hat, lest selbst – ich finde es gut gewählt und eine schöne Erklärung!

Für mich war das eine gelungene Abwechslung in meinem Bücherschrank und ich möchte das Gelesene auch nicht missen – ich kann es also bedingungslos weiterempfehlen – nicht nur für jugendliche Leser!

5 von 5 Punkten

 

Gelesen im Juli 2016 posted by on 1. August 2016

So, auch der Juli ist vorbei. Ich bin ein Jahr älter (was ich erfolgreich verdrängt hab bis jetzt *hust*) und der Sommer scheint auch zu kommen jetzt =) Gelesen habe ich im Juli ganze drei Bücher – aber hey, immerhin noch mehr als letzten Monat, oder? Das sind die Bücher:

Geneva Lee – Royal Desire 4/5

Conor Creighton – Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben 3/5

Zoe Hagen – Tage mit Leuchtkäfern 5/5

Das letzte der drei Bücher hat mich fasziniert. Es war eigentlich nicht sehr spannend, aber der Inhalt war wirklich tiefgründig und spitze. Eine Rezension hierzu muss ich aber erst noch tippen – ich hoffe, ich komme heute noch oder morgen dazu! Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass ich lange keine Neuzugänge mehr gepostet hab – auch das werde ich bei Gelegenheit aufholen! Das wird eine Menge! =) Und wie liefs bei euch so?

Conor Creighton – Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben posted by on 22. Juli 2016

Einfach aus seinem Land abhauen und woanders anfangen? Wer hat nicht schon davon geträumt, doch wer wagt es? Jack hat es gewagt und ist aus Irland nach Deutschland umgesiedelt. In seinem Buch (Jack ist Conor) beschreibt er seine witzigsten Begegnungen und wie er die Deutschen kennenlernte…

Autor: Conor Creighton
Titel: Strange Love: Oder wie ich lernte, die Deutschen zu lieben
Genre: Roman
Verlag: Ullstein
Broschiert: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.05.2016
Preis: 14,99 €

Conor alias Jack verschlägt es nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Eigentlich wollte er ja nach Polen, aber mitten auf der Strecke versagt das Auto und so bleibt er in Deutschland. Eigentlich hat er nichts dabei, außer sich selbst und die Kleidung, die er trägt. Achja, den Satz „Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar.“ Unterwegs trifft er auf amüsante Deutsche, aber auch viele Verrückte – darunter die unbezwingbare Steffi, in die er sich total verliebt.

Anfangs checkt man nicht, dass Jack eigentlich Conor ist. Wenn man die Autorenbeschreibung aber auf der letzten Seite gelesen hat, dann schon – denn Jack ist sein zweiter Name. Er beschreibt mit viel Humor, wem er alles begegnet ist und wie er sich in eine deutsche Verrückte verliebt. Sein Aufenthalt in Deutschland ist eine reine Wellenfahrt.
Seinen Werdegang in Berlin schreibt der Autor in einer flüssigen Sprache, man kommt gut mit und kann sich im Lesefluss treiben lassen. Es ist unterhaltsam und amüsant und auch sehr humorvoll gestaltet, wen er hier alles trifft und was ihm so widerfährt. Nur eines versteht wohl keiner – wie er an einer solchen wie Steffi festhalten kann. Aber wie sagt man so schön? Wo die Liebe doch hinfällt! Jeder ist einzigartig und individuell und auf jeden Topf passt ein Deckel!
Allerdings wird die Lektüre auch nicht viel spannender, es ist eben eine Erzählung aus dem Leben, witzig gestaltet zwar, aber nicht herausragend spannend.
Fazit für mich ist, dass es zwar sehr unterhaltsam war, aber mehr auch nicht. Für eine gute Unterhaltung zwischendurch ist es allemal geeignet und es ist interessant zu erfahren, wie ein Ire die Deutschen sieht, wobei er hier schon die krassen Exemplare getroffen haben mag!
3 von 5 Punkten
Gelesen im Juni 2016 posted by on 30. Juni 2016

Wieder einmal hat mich die Zeit im Griff – nämlich so, dass ich keine groß hab. Habe diesen Monat wieder nur ein Buch geschafft, dabei ist mein Regal noch so voll =) Das hier war es:

Michael Tsokos – Zersetzt 5/5

Es war mal wieder eine gelungene Abwechslung, einen großartigen Thriller zu lesen. Ich habe es genossen, auch wenn es nur ein Buch im Monat war – ich komme halt momentan nicht zu groß etwas =) Und bei euch so?

Michael Tsokos – Zersetzt posted by on 21. Juni 2016

Als Rechtsmediziner hat man oftmals schon sehr kranke Fälle auf dem Tisch, von kranken Menschen ausgeführt. Sowas mag man sich eigentlich gar nicht vorstellen, doch der Autor dieses Buches hat ein sehr genaues Bild davon, denn er selbst ist Rechtsmediziner und die Story rund um Abel auch nicht ganz frei erfunden. Er selbst hat dies in abgewandelter Form so erlebt.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zersetzt
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 14,99 €

BKA-Rechtsmediziner Fred Abel arbeitet an einem großen Fall. Einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit treibt noch immer sein Unwesen – das erkennt Abel an einem Einstich in der Kniekehle des Opfers. Bevor Abel ihn aber stoppen kann, muss er in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien und dort zwei Mordopfer identifizieren. Diese wurden in Kalkfässern gelagert und wurden fast vollständig zersetzt. Auf einmal bekommt Abel es aber auch noch mit der dortigen Politik zu tun und wird verfolgt. Gleichzeit kämpft in Deutschland ein Opfer in einem fensterlosen Kellerraum um das nackte Überleben…

Fabelhaft spinnt der Autor hier wieder zwei gemeingefährliche Fälle ineinander – Abel hat es richtig mit etwas zu tun. Es muss gesagt werden, dass der zweite Band der Trilogie noch vor dem ersten spielt, es aber keine Rolle spielt, da man die auch getrennt lesen könnte. Wer den ersten gelesen hat, kennt den sympathischen Rechtsmediziner Abel und kann sich auch gut in ihn hineinversetzen. Von der Handlung muss hier nicht mehr viel gesagt werden, ohne zuviel zu verraten – die Kapitel sind aufgeteilt in die Ermittlungsstränge von Abel und aus der Sicht des Opfers im Kellerraum sowie auch des Mörders, der es gefangen hält.
Wer gerne Rechtsmedizinthriller liest, wird hier über die Spannung begeistert sein. Auch etwas Politthriller fließt mit hinein. Der Autor selbst hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, so dass man nirgendwo hackt und einfach weiterlesen kann, was bei der Spannung auch ohne Mühe geht. Man trifft viele der Personen wieder, die man im ersten Band gelesen hat, aber auch neue. Angst, dass es langweilig wird, weil der zweite Teil vor dem ersten spielt, muss man nicht haben, denn man merkt es der Geschichte kaum an. Man könnte also auch erst mit dem zweiten Teil beginnen, unabhängig voneinander lesen.
Auch hier wird wieder nicht gespart mit blutigen Details, wer also schwache Nerven hat, lässt es lieber sein. Wer aber gern richtig spannende Thrillerlektüre liest und wem so etwas nichts ausmacht, dem sei das Buch wärmstens empfohlen! Den dritten Teil kann ich selbst kaum abwarten und der Autor hat in mir einen sehr großen Fan!
5 von 5 Punkten