Mirja Hoechst – Mia liebt Pasta posted by on 24. Februar 2017

Die Autorin des Kochbuchs „Mia liebt Pasta“ hat sich ihren Traum erfüllt und ein Buch veröffentlicht bzw. schon das zweite. Sie betreibt auch noch einen Blog namens Küchenchaotin, auf welchem sie ihre Passion veröffentlicht – das Kochen.

Autor: Mirja Hoechst
Titel: Mia liebt Pasta
Genre: Kochbuch
Verlag: Thorbecke
Erscheinungsdatum: 09.01.2017
Gebunden: 136 Seiten
Preis: 20,00 €

Mia, eigentlich Mirja, liebt Pasta. Das so sehr, dass sie wochenlang in ihrer kleinen Küche kocht, fotografiert und viele Dinge ausprobiert, vorzugsweise mit Pasta. In ihrem Buch hat sie einige ihrer Lieblingskreationen von Pasta veröffentlicht. Lecker, leicht und schnell nachzukochen – und vor allem vegatarisch.

Von Mia selbst habe ich noch nie etwas gehört, habe mich aber nun auch auf ihrem Blog umgesehen und einige schöne Dinge gesehen, die man nachmachen könnte. Wie sie, koche auch ich gerne und probiere sehr gerne neues aus.
Die Aufmachung des Buches ist liebevoll gestaltet und auch die Rezeptbilder sind sehr hübsch anzusehen. Die Beschreibung, wie genau man ein Gericht nachzaubert ist auch einfach gehalten und für jedermann verständlich, so dass man alles sehr leicht nachkochen kann. Die Rezepte an sich sind nichts Neues, nur schön verpackt und super zusammengewürfelt.
Was mich etwas störte, war, dass keine Kalorienangabe dabei war – ok, das ist natürlich nicht das Wichtigste. Was ich aber wichtiger finde, ist der fehlende Hinweis, dass es sich um ein rein vegetarisches Kochbuch handelt. Denn es gibt ja auch Pastafans (so wie ich), die gern einen Happen Fleisch darin haben möchten – bei diesem Buch sucht man dies aber vergeblich, da es wie gesagt, vegetarisch ist.
Ausprobiert habe ich die One Pot Pasta, die Pfannenlasagne und die Linguine mit Süßkartoffel-Kokos-Creme. Die One Pot Pasta hat mich sehr überzeugt – wir haben sie zu viert (2 Erwachsene und 2 Kinder von einem Jahr) ratzeputz geleert. Die Pfannenlasagne hat einen wahnsinnig tollen Geschmack, hier stimmt aber meines Erachtens die Mengenangabe von 4 Personen nicht ganz. Sie hat für drei Personen und drei kleine Kinder gereicht, aber auch nur weil wir uns sehr zurückgehalten haben. Hätten wir unser normales Essverhalten (wie wahrscheinlich das fast aller Esser) eingehalten, hätte es nicht gereicht. Die Linguine waren überhaupt nicht unser Geschmack, einzig allein den Kindern hat es geschmeckt – wahrscheinlich, weil es so süßlich war. Hier war die Mengenangabe mit Sicherheit zu wenig, das hätte sicherlich mehr als 4 Personen gereich, so wie ich in den Topf geschaut habe.
Alles in allem ist es ein gewöhnliches Kochbuch rund um Pasta, vegetarische Pasta. Die süßen Variationen sehen besonders appetitlich aus und werden bald in Angriff genommen, vor allem diese Schokoravioli. Empfehlenswert ist es in der Tat an alle Pastafans groß und klein, man sollte sich allerdings nicht allzu viele Hoffnungen machen, dass hier derartig neues an Geschmacksexplosionen darin ist. Aber ein schöner Blickfang sind die Rezepte mit den tollen Fotos allemal und auch zum Nachkochen wert!
3 von 5 Punkten
Kim Harrison – Die Zeitagentin posted by on 21. Februar 2017

Wenn wir Zeitsprünge tun könnten, um dem Tod zu entfliehen oder so die Welt zu ändern – würden wir davon Gebrauch machen? Vermutlich schon. Wie in der neuen Reihe von Kim Harrison hätte auch in der Realität die Regierung vermutlich die Hände im Spiel und würde so das Geschehen leiten.

Autor: Kim Harrison
Titel: Die Zeitagentin – Ein Fall für Peri Reed
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 11.04.2016
Taschenbuch: 640 Seiten
Preis: 14,99 €

Peri Reed ist eine sogenannte Zeitagentin. Sie ist jung und hochintelligent. Sie kann vierzig Sekunden in der Zeit zurückspringen und die Vergangenheit ändern. Ein Vorteil, wenn man für eine staatliche Geheimorganisation arbeitet, die so die kriminellen Leute der USA unschädlich macht. Bis Peri eines Tages der Korruption verdächtigt wird – nichts ist mehr so wie es war! Fest entschlossen, zu beweisen, dass sie unschuldig ist, deckt sie so allerhand auf. Dabei weiß sie nicht mal mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann, auch nicht dem Mann, den sie liebt…

Leider habe ich bisher noch nichts von dieser Autorin gelesen, aber nur gutes gehört. Auch der Einstieg in diese Reihe fällt leicht, es ist einmal etwas anderes als das Getue mit den Vampiren etc. Peri ist einem sofort sympathisch, wenn auch etwas leichtgläubig. Sie ist zwar eine starke Persönlichkeit und auch ohne Frage eine starke Frau, die sich verteidigen kann. Dennoch macht sie oft Fehler, bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Als Leser möchte man sie am liebsten darauf hinweisen, wem sie denn endlich vertrauen kann, da man als Leser mehr herausliest, als sie herausfindet.

Es ist ein spannendes „Spiel“ zwischen den Fronten, man erkennt nicht gleich, wer gut oder böse ist. Man zweifelt ab und zu selbst an den Fähigkeiten, zu erkennen, wer hier zu wem gehört. Natürlich ist die ein oder andere Person gleich von Anfang an unsympathisch oder doch sympathisch. Es ist ein ungeheuerliches Hin und Her, was mit Peri getrieben wird. So kommt das Buch natürlich auch langsamer voran, als es das tun könnte. Dennoch ist die Story an sich hochspannend und lässt auch neue Seiten aufblicken, denn wer würde nicht gerne Zeitsprünge tätigen, um einiges zu verändern?

Der Schreibstil und auch das Geschehen, lassen einen flüssig weiterlesen. Trotzdem ist es nicht einfach ein Buch nebenher, man muss schon bei der Sache sein, da die Autorin einige Fäden immer wieder miteinander verstrickt. Es ist nervenzerreibend, dass Peri immer wieder ihr Gedächtnis verliert und dass die Organisation scheinbar alles mögliche aus ihren Erinnerungen machen kann, was immer sie will. Sie ist also das Spielzeug und wird so eingesetzt, wie es nötig ist, denn sie ist die Beste.

Etwas langatmig, hätte auch kürzer sein können. Nichts desto trotz sehr gut umgesetzt und eine neue Heldin, die es hoffentlich noch zu viel weiterem bringt! Ich selbst bin gespannt auf die weiteren Teile und würde gerne mehr lesen von Peri.

Wenn ich mir so die Rezensionen anschaue, kann man das Buch wohl nicht bedenkenlos den Fans der alten Reihe empfehlen, da es so ganz anders ist und scheinbar nicht gefällt. Ich kann da nicht mitreden und würde das Buch aber dennoch empfehlen, da hier mal ein ganz neues Thema aufgegriffen wird und es auch nicht an Spannung fehlt!

 4 von 5 Punkten

Gelesen im Januar 2017 posted by on 1. Februar 2017

So, der erste Monat im neuen Jahr ist bereits rum. Ich habe wieder nur zwei Bücher geschafft, aber zwei sehr gute =) Und der Februar startet auch wieder super! Das sind die gelesenen Bücher:

Jeffery Deaver – Wahllos 5/5

Audrey Carlan – Trinity – Verzehrende Leidenschaft 5/5

Beides mal volle Punktzahl, also ein guter Monat! Jetzt gerade lese ich wieder etwas Spannendes (Kim Harrison – Die Zeitagentin), komme aber nicht so voran, wie ich möchte. Abends bin ich meistens geschaffen vom Tag mit meinen Zwillingen, die langsam aber sicher überall hochklettern und mobil zu Fuß werden und nur Unsinn im Kopf haben – und mittags bin ich eben mit diesen beschäftigt =) Es wird aber! Und bei euch so?

Audrey Carlan – Trinity – Verzehrende Leidenschaft posted by on 27. Januar 2017

Kann man so lieben, dass es weh tut und man sich erst gar nicht darauf einlassen möchte aus lauter Angst? Wenn einem schon so viel zuvor passiert ist, genießt man so etwas natürlich mit Vorsicht, so auch Gillian. Wie wird sie das meistern, Gefühle und eigene Sicherheit unter einen Hut zu bringen?

Autor: Audrey Carlan
Titel: Trinity – Verzehrende Leidenschaft
Genre: Erotik, Liebe
Verlag: Ullstein Buchverlage
eBook: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 02.01.2017
Preis: 9,99 €

Gillian Callahan arbeitet für die Hilfsorganisation Safe Haven. Auf einer Tagung lernt sie den Vorstandsvorsitzenden Chase Davis kennen. Eigentlich hat sie das Thema Männer abgehakt, wurde sie doch schwer misshandelt von ihrem Ex Justin. Der Milliadär Chase hat es ihr aber so angetan, dass sie alle guten Vorsätze über den Haufen wirft, auch wenn sie immer wieder dagegen ankämpft. Wird sie ihm tatsächlich vertrauen können, ihn lieben und an seiner Seite sein können?

Mit Gillian wird man gleich warm, sie ist eine starke Persönlichkeit, die viel hinter sich hat. Sie hat einiges in ihrem Leben durchgemacht, das wird einem von Zeile zu Zeile immer klarer. Als sie sich in Chase verliebt, merkt man richtig, wie es sie aus der Bahn wirft. Bei ihm merkt man aber ebenso, dass er total verschossen in sie ist – nur sie selbst kann nicht so recht dran glauben, ist er doch ein Weiberheld! Auch hat sie Angst, dass ihre Vergangenheit alles kaputt macht, was sie nun miteinander haben.

Ich muss zugeben, das Buch erinnert sehr, sehr stark an Fifty Shades of Grey. Und doch ist es anders – und genau das macht den Unterschied. Man liest es gern, man ist gern mit den Charakteren auf der Achterbahn der Gefühle und auch sprachlich bringt die Autorin genau das herüber, was man sich im Kopf dann ausmalt.

Die Geschichte an sich ist überaus spannend, natürlich aber auch die heißen Szenen – für prüde Leser ist das hier mit Sicherheit nichts, derbe Ausdrücke gibt es hier jede Menge! Ganz so hart wie SoG ist es dann doch nicht, da liegt der kleine Unterschied – es wird mehr auf die Handlungsebene zwischen den beiden eingegangen, als auf das sexuelle (wenn das hier auch sehr heiß hergeht).

Es ist auf jeden Fall eine kleine Entführung in die Welt der beiden wert – man wird es nicht bereuen, als Fan solcher Bücher schon zehnmal nicht! Ich selbst bin schon gespannt auf die weiteren Bände, die lasse ich mir nicht entgehen!

5 von 5 Punkten

 

Jeffery Deaver – Wahllos posted by on 13. Januar 2017

Ein Killer, der es auf die Wahrnehmung der Menschen abgesehen hat – er treibt sie in den Tod, nicht von eigener Hand. Gibt es etwas Schlimmeres? Der Autor Deaver lässt seine Kinesik-Expertin Dance mal wieder eine Nadel im Heuhaufen suchen, ob sie dabei Glück hat, könnt ihr im 4. Band lesen.

Autor: Jeffery Deaver
Titel: Wahllos
Genre: Thriller
Verlag: blanvalet
Gebunden: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.10.2016
Preis: 19,99 €

In einem beliebten Nachtclub in Monterey gibt es ein Konzert, bei welchem viele Besucher sind. Jedoch endet das Konzert gleich nach Beginn in einem Albtraum für die Besucher, da der Feueralarm ausgelöst wird und die Notausgänge blockiert sind – es kommt zu einer Massenpanik, wobei viele Menschen sterben. Kathryn Dance ermittelt in diesem Fall und stößt auf einiges, was infrage stellen lässt, dass es sich hierbei um ein Zufall handelt. Ein Täter, der die Angst der Menschen ausnutzt, war hier am Werk. Dance muss alles daran setzen, ihn zu bekommen, denn er wird es mit Sicherheit wieder tun…

Das ist der 4. Band der Dance-Reihe – ich muss gestehen, ich habe den ersten gelesen und dann erst wieder jetzt den 4. Die ganze Entwicklung der kinesischen Ermittlerin ging an mir vorbei, ich denke aber, dass das nicht allzu schlimm ist. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die es mit allem und jedem aufnimmt und dabei ist sie ganz schön gerissen – fast oder genauso wie ein psychopathischer, intelligenter Killer, mit welchem sie es hier zweifelsohne zu tun hat! Man begleitet sie Schritt auf Schritt und auch in ihrem persönlichen Umfeld geht es etwas chaotisch zu. Man bekommt also einige Stränge vorgesetzt aus dem Leben der Ermittler.

Der Killer selbst ist ein intellegenter Mann – leider! Er führt die Ermittler ganz schön an der Nase herum und zieht sein Ding so durch, wie er das vor hat. Man selbst bekommt eine Gänsehaut, wenn man überlegt, wie er mit der Angst der Menschen spielt und damit Erfolg hat. Die Szenen laufen vor dem Auge ab wie ein Film im Kino und lassen einen richtig gruseln vor so viel Grausamkeit. Wie wird man so oder ist das schon immer in einem drin? Der Autor hat den Täter auf jeden Fall sehr detailgetreu gezeichnet und man kann sich fast hineinfühlen, wie sich so ein krankes Denken anfühlt.

Der Schreibstil sowie die Spannung halten einen auf dem laufenden Band im Lesefluss fest. Auch wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, so ist man doch sofort gefangen und möchte wissen, wie es um die Ermittler weiter geht und was für neue Fälle sie lösen müssen.

Das Ende haut dann doch noch alles raus – etwas unrealistisch und vieles zu schnell, aber es passt zur Handlung und man kann sich schnell damit anfreunden. Ich z.B. bin schon sehr gespannt, wie es hier weiter geht, vor allem auch das Zwischenmenschliche!

Unbedingt empfehlenswert, die Deaver sowieso schon gern lesen – und für die, die ihn noch nicht kennen, ein guter Anfang, ihn kennenzulernen. Man wird es auf keinen Fall bereuen, perfide Ideen und hochgradige Spannung – ein weiterer Lieblingsautor in meinem Regal.

5 von 5 Punkten

M.G. Reyes – Little Secrets – Lügen unter Freunden posted by on 10. Januar 2017

Haben wir nicht alle schon einmal als Teenager von einem freien Leben geträumt? Von einer eigenen Wohnung und dass wir tun und lassen können, was wir wollen? Im Roman „Little Secrets“ können sechs Teenies genau das tun – sie wurden für mündig erklärt und leben nun am Strand in einer WG zusammen. Was bei ihnen alles passiert, erzählt uns die Verfasserin der Geschichte, M.G. Reyes.

Autor: M.G. Reyes
Titel: Little Secrets – Lügen unter Freunden
Genre: Jugendbuch
Verlag: HarperCollins
Taschenbuch: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.10.2016
Preis: 16,00 €

Es klingt wie ein großer Traum, der in Erfüllung geht. Sechs Teenies, darunter vier Mädchen und zwei Jungs, ziehen als WG in ein Haus am Venice Beach. Sie wurden für mündig erklärt und sind somit für sich selbst zuständig. Aber alle sechs haben ein dunkes Geheimnis, sogar Mord. Als eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel.

Jeder der Charaktere hat ein dunkles Kapitel in seinem Leben und alle haben auch einen Grund, wieso sie alleine leben möchten, ohne ihre Eltern. Die Autorin hat die Charaktere jeder für sich detailgetreu gezeichnet, man kann sich also ziemlich schnell ein Bild von ihnen machen. Wobei bei jedem ein Geheimnis dahinter steckt, man fragt sich also doch, ob die Person so ist, wie sie sich gibt.
Gefallen könnte man daran finden, wie die Autorin den Ball hin und her wirft, wie jeder mal erzählt und wie die spannenden Gespräche zwischendurch für Furore sorgen. Man liest auch von geheimnisvollen Telefonaten von jemandem Aussenstehenden sowie jemandem aus der WG. Man fragt sich ständig, wer das wohl ist, kommt aber auch gleich darauf. Nur was hat diese Person zu verbergen, und vor allem alle anderen auch?
Die Sprache und auch der Stil sind einfach gehalten, so dass der Lesefluss eigentlich nie abbricht. Es ist ein Jugendbuch und so ist es auch gehalten. Aber auch etwas junggebliebene Erwachsene finden sich darin wieder und können sich im Gelesenen verlieren. Man kann so richtig abschalten und auch eine Zeit lang am Venice Beach verweilen, zusammen mit den verschiedenen Charakteren.
Von der Spannung, welche aufgebaut wird und den recht interessanten Dialogen zwischendurch von den Charakteren, erwartet man natürlich ein bombiges Ende. Ich persönlich war etwas enttäuscht vom Ende, das hätte man noch mehr ausbauen können und anders aussehen lassen können. Das kann aber auch nur eine persönliche Ansichtssache sein.
Empfehlenswert ist dieser Roman allemal an die jungen Leser, die gerne einmal in andere Lebensgeschichten und dunkle Geheimnisse abtauchen möchten, sowie an die junggebliebenen Leser, die nochmals in Teenieträume abtauchen möchten!
4 von 5 Punkten
Gelesen im Dezember 2016 und Jahresstatistik posted by on 2. Januar 2017

So schnell ging der Monat wieder rum und ich habe nur zwei Bücher geschafft – das wird wohl jetzt erst mal auf Dauer so bleiben, wie es scheint =) Gelesen habe ich:

Richard Laymon – Das Ufer 2/5

M.G. Reyes – Lügen unter Freunden 4/5

Für das zweite folgt in den nächsten Tagen noch eine Rezension.

In diesem Jahr habe ich also so viele Bücher gelesen: 24

Viele würden jetzt sagen NUR, aber ich muss sagen, es sind doch mehr geworden, als ich dachte. Ich komme sehr wenig zum Lesen, seit ich meine Zwillingsmädchen habe – die sind jetzt mittlerweile auch schon bald ein Jahr alt und halten  mich wirklich sehr auf Trab. Es ist eine schöne, anstrengende und erlebnisreiche Zeit bisher gewesen – die schönen Momente überwiegen aber alles, ohne Wenn und Aber! Für solch Umstände gibt man die Zeit doch lieber her und verzichtet dann aufs Buch – was aber nicht heißt, dass ich aufhöre zu lesen, das könnte ich gar nicht, denn Bücher sind neben meiner Familie das Herzallerliebste, was es für mich gibt =) Und wie lief es bei euch so? Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht!

Richard Laymon – Das Ufer posted by on 28. Dezember 2016

Eine Tragödie, die vor Jahren passiert ist – viele Jahre später ein Killer, der mit Fleischerbeil unterwegs ist und viele Fälle, die miteinander verwoben sind. Das passiert der Mutter und ihrer Tochter im Psychothriller von Richard Laymon. Wie sie damit umgehen? Gar nicht – sie versuchen zu überleben!

Autor: Richard Laymon
Titel: Das Ufer
Genre: Horror, Psychothriller
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Taschenbuch: 592 Seiten
Preis: 9,99 €

Ich lese sehr gerne Laymon, er hat den Sinn für Horror und man kann sich richtig fürchten. Er hat eine Vorliebe für Äxte, Fleischerbeil usw. und zeigt dem Leser, was Gänsehaut bedeutet. Dieses Buch jedoch ist nicht eines seiner besten.

Wir haben hier Leigh, die vor Jahren ihren neuen Freund Charlie tragisch durch einen Unfall verloren hat. 18 Jahre später widerfährt ihrer Tochter ein Schicksalsschlag mit ihrem Freund, er wird umgebracht und sie überlebt. Was sie danach erleben, hängt alles irgendwie mit dem Fall von vor Jahren zusammen und ist ziemlich abstrus, aber doch plausibel. Die Mutter selbst lernt wieder einen Mann kennen, den sie in ihr Leben lässt – es ist der Polizist Mace, der in dem Fall des ermordeten Alan, der Freund der Tochter, ermittelt. Mitten im ganzen Geschehen lernt die Tochter wiederum einen neuen Mann kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Das nicht mal nach drei Wochen nach dem Tod ihres geliebten Freundes!

Für meinen Geschmack sind hier zu viele Fäden gesponnen worden, die erst lose und  dann zwar gespannt waren, aber das Buch hätte auch mit etwas weniger Seiten auskommen können. Laymon hat hier ziemlich weit ausgeholt, um die Geschichte auf den Punkt zu bringen, was vieles unglaubwürdig macht. Grade, dass die Tochter sich so schnell nach dem Tod ihres Freundes neu verliebt – da denkt man sich doch auch, was für eine herzlose Maid.

Geschickt hat er zwar alles zusammengesponnen und die Spannung ist auch auf einem Hochseil, aber es ist einfach too much des guten. Irgendwie wäre hier weniger mehr gewesen, um die Story vollends abzurunden. Schade! Dennoch für mich kein Grund, aufzuhören, Laymon zu lesen – er gehört immernoch zu den Lieblingsschriftstellern des Horrors!

Der Schreibstil ist wie immer einfach gehalten und gut zu lesen, was es einfach macht, das Buch in einem Rutsch zu lesen, obwohl es mittig dann absinkt von der Spannung.

Eine Empfehlung kann ich hier nicht wirklich aussprechen, wobei es sicherlich auch Liebhaber dieses Buches geben wird! Für mich war es etwas zu lang und zu unglaubwürdig, aber es kann ja immer mal ein Fauxpas geben! Trotzdem bin ich gespannt auf die weiteren Bücher von ihm, welche ich noch nicht gelesen habe!

2 von 5 Punkten

Gelesen im November 2016 posted by on 2. Dezember 2016

Jaja, der Monat ist ja schon wieder rum. Ich komme einfach nicht so zum Lesen, wie ich möchte. Dann stellts ich abends immer die Frage, wenn ich eine Std. Zeit habe – was nun? Fernsehen, lesen oder doch einfach gar nichts tun oder die Küche aufräumen (oder lieber Licht ausmachen :D)? Meistens habe ich noch ca. 30-60 Minuten Zeit zu lesen, aber fragt nicht, in welchem lahmarschigen Tempo ich das zur Zeit tue. Gelesen habe ich also nur drei Bücher letzten Monat, am vierten bin ich seit gefühlten Ewigkeiten noch immer dran =) Das sind sie:

Melinad Salisbury – Goddess of Poison 4/5

Sebastian Fitzek – Das Paket 5/5

Judd Winnick – Hilo 4/5

Tja, eins davon war auch noch ein Comic, den man innerhalb kürzester Zeit durch hatte. Was sagt man denn dazu, Hut ab Frau Bücherparadies *hihi* Und ihr so?

Sebastian Fitzek – Das Paket posted by on 22. November 2016

Wenn man als Psychiaterin selbst Opfer von Paranoia etc. wird ist das bitter. Wenn man nicht mal mehr von wahr und unwahr unterscheiden kann – sich selbst irgendwann für verrückt hält, so wie alle anderen einen, kaum vorstellbar. Doch kann man noch normal sein nach einer Greueltat eines Serienmörders, welche man als einziges überlebt hat? Die Protagonistin Emma in Fitzeks neuen Roman macht vieles durch…

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Das Paket
Genre: Psychothriller
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 26.10.2016
Gebunden: 368 Seiten
Preis: 19,99 €

Die junge Psychiaterin Emma wird in einem Hotelzimmer vergewaltigt, sie war das dritte Opfer eines Serienmörders, der den Frauen die Haare abschert. Dementsprechend wird er von der Presse „Friseur“ genannt. Emma kam als einzige lebend davon, fürchtet aber der Friseur wird sie erneut heimsuchen und sein Werk vollenden. So geht sie nicht mehr aus dem Haus und steigert sich nur noch mehr hinein, in ihrer Paranoia glaubt sie sogar, ihr Mann sei der Täter. Sie fühlt sich daheim eigentlich recht sicher, bis der Postbote ihr ein Paket für den Nachbarn bringt – von welchem sie noch nie etwas gehört hat. Somit wird alles ins Rollen gebracht…

Wie gespannt war ich auf den neuen Fitzek – sicher ein halbes Jahr vorher schon bzw. bei Erscheinen der Meldung, dass es im Oktober ein neues Buch von ihm gibt. Als ich es endlich in den Händen hielt, hat mich nichts mehr gehalten.

Fitzek steigt sofort in die Story ein, lässt den Leser gleicht auf einer Spannungsflut dahintreiben. Er treibt ein perfides Spiel, das ganze Buch durch und lässt einen selbst zweifeln, was wahr ist und was nicht. Wenn man denkt, so ist es, dann ist es doch gleich wieder anders. Der alte Fitzek ist zurück!

Die Personen sind so gezeichnet, wie sie auch ankommen sollen. Der Mann Emmas ist einem nicht gerade sympathisch, sie dafür umso mehr. Man versucht sie zu verstehen, tut es auch auf eine Weise, dann aber doch wieder nicht. Er spinnt die Fäden so zusammen, dass es am Ende auch einen Sinn gibt. Mir persönlich war das Ende etwas zu schnell und flach, dennoch sehr gut ausgedacht – der Aha-Effekt ist auf jeden Fall gegeben!

Das gehört jetzt nicht ganz hierher, aber vor lauter Spannung hat es mich einen Fingernagel gekostet – und das will was heißen. Herr Fitzek – bitte mehr so Lesestoff und bitte schnell!

Das Buch ist alles in allem spannend, durch den Schreibstil flüssig zu lesen und für die Fitzek-Fans ein Must! Wer einsteigt, hat hier einen superspannenden neuen Roman des besten Thrillerautors Deutschlands.

5 von 5 Punkten