Andrew Lane – Young Sherlock Holmes1: Der Tod liegt in der Luft posted by on 20. Februar 2012

Vielen Dank an erster Stelle hier einmal an BloggdeinBuch und an den Verlag Fischer FJB, dass ich dieses tolle Buch über den jungen Sherlock Holmes als Rezensionsexemplar bekommen  habe!

Der erst 14 Jahre junge Sherlock Holmes muss seine Ferien bei seinem Onkel Sherrinford und Tante Anna in Farnham verbringen. Er empfindet die Gegend als sehr öde und freut sich erst mal gar nicht auf seinen Ferienauftenhalt dort und würde am liebsten seinen Bruder bitten, ihn zu sich zu holen nach London. Doch dann ist er mitten in einem spannenden Fall, macht Bekanntschaft mit Matty und gemeinsam begeben sie sich mit dem “Lehrer” auf Abenteuerreise zur Aufdeckung des Falles, geschehen hier doch mysteriöse Dinge, in die ein gewisser Baron verwickelt ist…

Aus dem Schreibstil des Buches erkennt man ganz klar, dass es ein Jugendkrimi ist und auch einer, der wirklich gut umgesetzt wurde. Wie viele Geschichten gibt es jetzt schon über Sherlock Holmes? Wirklich so einige, aber kaum welche beschäftigen sich mit seiner Jugendzeit, wie er damals gelebt hat und wie er wurde, was er ist. Der Autor erzählt die Geschichte über den jungen Sherlock Holmes im 19. Jahrhundert und er hat dabei einen wirklich wundervollen Schreibstil, der den Leser mit hineinzieht und nicht mehr loslässt. Es sind sehr gute Ideen in diesem Buch vorhanden, wie dieser “Rauch”, was an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden kann, da sonst der Lesespaß vorbei ist. Der “Lehrer” Amyus Crowe, der Sherlock auf dem Anwesens seines Onkels betreut, stellt ihm einige knifflige Fragen, über die der Leser auch nachdenkt und auch hier zu logischen Schlüssen kommt. Trotzdem lässt der Autor an einigen Stellen Fragen offen,  was aber bestimmt noch in den nächsten Teilen gelöst wird. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, man hört sie fast reden bei ihren Dialogen und den Ton ihrer Stimmen. Hier muss ich jedoch einen kleinen Punkt abziehen, denn das Buch hat zwar Potenzial, den Leser in seinen Bann zu ziehen, jedoch fehlte mir hier irgendwie der Bezug zu den Protagonisten – ich war nicht mitten im Geschehen als wäre ich dabei, es war eher so wie ein von außen betrachtetes Schauspiel. Es war alles sehr glaubwürdig und spannend geschrieben, jedoch war die Beschreibung des Barones etwas weit hergeholt, nicht etwa wegen seines Aussehens, das mich an eine Ratte erinnerte – sondern eher, wie er sich bewegte. Das hat der Geschichte aber keinen großen Abbruch getan, im Großen und Ganzen ist dies ein sehr gelungener Jugendkrimi, mit Ausnahme der brutalen Stellen, die vielleicht etwas abgeschwächt sein sollten, wenn das Buch an Jugendliche ab 12 empfohlen wird. Mich hat das Buch auf jeden Fall überzeugt, sodass ich sehr gespannt auf weitere Fälle des jungen Sherlock Holmes bin und mir diese nicht entgehen lassen werde! Empfehlen würde ich dieses Buch an Jugendliche und an junggebliebene Erwachsene, die sich gerne einmal den früheren Sherlock Holmes zu Gemüte führen möchten und auch nicht allzu zart besaitete Nerven haben bei etwas brutaleren Stellen (welche hier nur wenige sind, aber diese haben es in sich).

4 von 5 Punkten

Seid auch ihr nun angefressen von den Fällen des Sherlock Holmes? Ein kleiner Klick  >>hier<< und ihr dürft es auch euer eigen nennen und darin schmachten =)

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