Erica Spindler – The Final Seven – Das Spiel beginnt posted by on 13. August 2017

Als Polizistin hat man es wahrlich nicht leicht, aber noch weniger, wenn einem ein Partner an die Seite gestellt wird, der scheinbar mysteriöse Fähigkeiten hat. So ergeht es Micki in New Orleans. Ihr wird ein neuer Partner an die Seite gestellt, der mit seinen Fähigkeiten dazu beitragen soll, Fälle schneller aufzuklären. Sie ist etwas skeptisch, was wohl jeder von uns wäre, oder nicht?

Autor: Erica Spindler
Titel: The Final Seven – Das Spiel beginnt
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
Erscheinungsdatum: 01.06.2017
eBook: 408 Seiten
Preis: 6,99 €

Die junge Polizistin Michaela Dare, „Micki“, ist sehr zielstrebig. Eigentlich braucht sie keinen neuen Partner und schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris. Er ist ein respektloser Charmeur und Draufgänger, welcher ihr vom FBI vorgesetzt wird. Dazu noch soll sie so etwas wie sein Bodyguard fungieren, während er das Böse jagt, denn er scheint von hoher Wichtigkeit zu sein mit seinen Fähigkeiten. Bald aber stellt Micki fest, dass ihr Partner mehr draufhat als seine draufgängerische Art und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die tatsächlich nur Zach aufhalten kann…

Das ist der Auftakt der Lightkeeper-Serie. In diesem ersten Band bekommt Detective Micki den neuen Partner Zach an ihre Seite gestellt. Schmeckt ihr zwar nicht, kann sie aber nichts dagegen tun. Erst ist er ihr nicht geheuer und sie kann ihn nicht ausstehen, das ändert sich aber mit Zeile um Zeile etwas. Er hat zwar immer weiterhin seine arrogante Art, doch er ist auch korrekt und liebenswürdig auf seine Art und Weise. Die beiden fangen nun also zusammen Bösewichte, ob sie wollen oder nicht. Sie fügen sich in ihr Schicksal und sind eigentlich nicht mal so schlechte Partner Seite an Seite.

Der erste Band schickt den Leser gleich in Kräfte, die es eigentlich gar nicht gibt, die Zach aber aufklären kann und wozu er befähigt ist, weshalb genau er für die Polizei arbeitet. Man bekommt auch immer Happen zugeworfen, um was genau für Leute es sich handelt, zu welchen Zach gehört, was er ist und was die anderen sind. Nach und nach lichtet sich dieses Rätsel. Die Spannung nimmt also auf und nicht ab. Es ist zwischendurch etwas viel erzählt, was nicht hätte sein müssen, dennoch gehört dies zur Geschichte und stört auch keineswegs, denn man möchte alles wissen und in sich aufsaugen.

Erica Spindler hat einen angenehmen Schreibstil, der es einem möglich macht, ohne Pause weiterzulesen. Man möchte einfach nur noch blättern und blättern und mehr über das ungleiche Gespann erfahren. Auf witzige Art und Weise entführt sie den Leser in eine Welt, die eigentlich gar nicht so witzig ist und auch sehr mysteriös. Man möchte fast selbst an so etwas glauben und wer weiß, vielleicht gibt es das ja doch?

Für mich ein gelungener Einstieg in die Lightkeeper-Serie. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und kann es den Krimi-/Thrillerlesern, die auch gerne einmal einen mysteriösen Touch in ihrer Lektüre haben, sehr gerne ans Herz legen! Es ist zwar kurzweilig, da man schnell liest, weil spannend, aber es lohnt sich auf jeden Fall und man gewinnt zwei neue Herzchen am Detectivehimmel lieb!

5 von 5 Punkten

Nina Sadowsky – Be my Girl posted by on 8. August 2017

Wie weit würdet ihr gehen für die große Liebe? Würdet ihr einen Mord begehen oder wäre das too much? Wie wichtig ist einem die große Liebe? Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen doch ihre Werte sehen und auch handeln. Auch Ellie hat ein großes Stück für ihre große Liebe zu kämpfen und fragt sich immer wieder, warum sie das tut und ob es das richtige ist…

Autor: Nina Sadowsky
Titel: Be my Girl
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Taschenbuch: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.02.2017
Preis: 13,00 €

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Sie sehen beide gut aus, sind erfolgreich und dazu noch bis über beide Ohren ineinander verliebt. Kaum sind sie verheiratet, scheint alles den Bach hinunterzugehen. Rob hat eine entsetzliche Vergangenheit und je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, welcher ihrer beide Leben bedroht. Aber auch sie hat ihre Vergangenheit und Geheimnisse…

Wenn man den Klappentext liest, hat man natürlich große Erwartungen. Meines Erachtens werden diese hier nicht ganz erfüllt. Einen spannenden Thriller hat man dennoch vor sich, wenn auch auf andere Art. Hier verfolgt man nicht einen blutrünstigen Killer, sondern die Geschichte um Ellie und Rob, die auch so ganz und gar nicht unblutig ist. Ich war den beiden zwar nie so recht nah, aber interessiert hat mich deren Verlauf trotzdem und wie es mit ihnen weitergeht und ob alles überhaupt ein gutes Ende hat.

Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht von A nach Z zu kommen. Man kommt richtig in einen Lesefluss und hat hier einmal einen anderen Thriller vor Augen als die Norm. Er hebt sich insbesondere davon ab, dass er die Frage aufwirft, wie weit man für seine Liebe gehen würde. Ok, kommt in vielen Romanen vor, aber nicht auf diese Weise. Was Ellie und Rob tun, wirft alle Moral über den Haufen und ist schon um einiges härter als das Normale.

Für ein Debüt ein absolut gelungenes Lesehäppchen, bei welchen ich mich immer wieder frage, wie man auf so eine Idee kommt? Aber so muss das wohl sein, die Ideen, die einem vorbeischweben, sollte man am besten gleich auffangen und zu Papier bringen. Wie man sieht, bekommt sowas gut!

4 von 5 Punkten

 

Gelesen im Juli 2017 posted by on 3. August 2017

Viel habe ich nicht geschafft – aber extra keine Rezensionsexemplare, da ja noch zwei Rezis ausstehen! So kommt mir auch nicht zuviel im Kopf durcheinander und ich kann die Rezis in den nächsten Tagen noch abtippen =) Das waren die gelesenen Bücher im Juni:

Andreas Gruber – Todesmärchen 5/5

Tara Sivec – Kiss me, stupid 2/5

Auf letzteres habe ich mich so gefreut, als ich es gekauft habe. Dabei ist es so gar nicht mein Ding – die Sprache, eine Ansammlung von Beleidigungen usw. und das in jeder Form, sogar wenn man sich nur normal anspricht. Ist wohl doch nicht so meine Sache, passt einfach nicht in mein Schema, ob jetzt Buch hin oder her. Die Handlung war gut, die hat den Rest gerettet. Über Gruber muss ich wohl nichts sagen, einer meiner Lieblingsautoren und auf das Buch war ich so gespannt und es hat mir die Abende gerettet oder wohl eher vom Schlaf abgehalten =) Und ihr so?

Carola Wolff – Ausgerechnet Muse posted by on 2. August 2017

Wissen wir wirklich, wer alles unter uns wandelt und vor allem, WAS? Das ist die Frage – sind wir nur Menschen hier oder doch andere Wesen oder auch Menschen mit Begabungen? So genau wird uns das wohl nie jemand beantworten können und wenn es jemand doch behauptet, schenkt ihm keiner Glauben. Apollonia aus dem Roman „Ausgerechnet Muse“ hat eine Gabe und möchte sie nicht, egal wie viele an sie glauben…

Autor: Carola Wolff
Titel: Ausgerechnet Muse
Genre: Fantasy, Jugendroman
Verlag: Fabulus
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
eBook: 320 Seiten
Preis: 13,99 €

Apollonia Parker, 17 Jahre, möchte am liebsten frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem (noch defekten) Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Doch da wird ihr ein Strich durchgezogen – denn sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Ihre besondere Gabe sieht die Aufgabe für sie vor, dass sie einen Künstler fördert. Als sie auf den jungen Songwriter Nick trifft, passiert das unglaubliche – sie wird seine Muse und nicht nur das, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Dieser ist von ihren Fähigkeiten ganz hin und hergerissen, möchte sie aber nicht drängen, diese auch zu nutzen, wenn sie das gar nicht möchte. Da ist auch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell gegen diese Verbindung und möchte Apollonias Gabe für seine Zwecke haben. Er setzt daher die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia ihn an sich zu binden, dass er nicht auf die schwarze Muse hereinfliegt und wie entscheidet sich Apollonia überhaupt in Bezug auf ihre Gabe?

Es ist ein Buch, in welchem so ziemlich alles vorkommt. Bösewichte, gute Menschen und auch sprechende Tiere und Menschen mit Fähigkeiten. Der Einstieg ist ziemlich leicht und man schafft jede Hürde, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat. Apollonia ist eine etwas zickige Angelegenheit, dennoch hat sie genug Herz, dass man sie für sympathisch befindet. Man geht mit ihr den steinigen Weg einer Muse, die eigentlich gar keine sein möchte, sondern einfach nur ein normaler Teenager. Als das Blatt sich wendet, scheint alles zu spät zu sein, auch da steht man ihr in den Zeilen bei und hofft das Beste. Nick ist ein netter, junger Mann, der sich auch wirklich für Apollonia zu interessieren scheint. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und fesselt den Leser.

Man merkt allerdings sehr, dass das Buch junge Leser ansprechen soll, sei es sprachlich oder inhaltlich. Macht aber nichts und stört auch den Lesefluss nicht. Als älterer Leser ist es zwar manchmal etwas „anstrengend“, da man auch etwas älter denkt, trotzdem kann es sehr mitreissend und mitfiebernd sein. Selbst Apollonias Mutter ist eine erfrischende Frau, die die Seiten zum Blühen bringt.

Der Roman ist alles in allem eigentlich sehr bildlich dargestellt und man kann sich fast selbst ausmalen, daneben zu stehen und das ganze Geschehen zu beobachten. Ich selbst würde gerne mehr von dieser Autorin lesen und kann sie auch herzlich gerne weiter empfehlen!

4 von 5 Punkten

Gelesen im Juni 2017 posted by on 24. Juli 2017

So, schnell bevor der Juli anfängt noch die Statistik für Juni – leider hatte ich seit über einem Monat kein Internet, wir sind umgezogen und der Dienstleister hat es nicht auf die Reihe bekommen bzw. deren Subunternehmen von Technikern, dass da mal ein Termin klappt und tatsächlich einer vorbeikommt. Ich habe schon gar nicht mehr daran geglaubt, sondern mit einer erneuten Ausrede gerechnet, als dann doch einer vor paar Tagen kam. Naja, jetzt geht es wieder zum Glück und ich kann wieder munter im Internet meine Rezensionen posten – aber erst einmal noch die ausstehende Monatsstatistik von Juni =) Gelesen habe ich:

Carola Wolff – Ausgerechnet Muse 4/5
Erica Spindler – The Final Seven 5/5
Nina Sadowsky – Be my Girl 4/5

Für alle drei fehlen noch meine Rezensionen dazu – diese werden aber in den nächsten Tagen noch folgen! Da ich jetzt wieder Internet habe, kann das Tippen weitergehen =) Und ihr so? Bald ist ja wieder die neue Statistik online, sind ja nur noch einige Tage.

John Katzenbach – Die Grausamen posted by on 9. Juni 2017

Wenn Cops Mist bauen, werden sie nicht gleich entsorgt, sondern aufs Abstellgleis gestellt. Und wie? Indem man ihnen die Abteilung „Cold Cases – Kalte Fälle“ zuweist. Dort werden die Fälle behandelt und neu aufgerollt, die zu keinem Ergebnis geführt haben. Doch was, wenn man auf etwas stößt, das eigentlich hätte verborgen bleiben sollen? Das Ermittlerduo in Katzenbachs erstem Ermittlerthriller macht damit Bekanntschaft…

Autor: John Katzenbach
Titel: Die Grausamen
Genre: Thriller
Verlag: Droemer
Broschiert: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Preis: 16,99 €

Der Ermittler Gabe und die ehemalige Drogenfahnderin Marta werden auf Grund Fehlschlägen in die Abteilung Cold Cases versetzt. Gabe ist seit Jahren ein Alkoholiker, seit in seiner Familie eine Tragödie passiert ist. Marta hat bei der Verfolgung eines Dealers aus Versehen ihren Partner erschossen – beide sind dem Polizeichef ein Dorn im Auge und müssen weg von der Bildfläche. Sie durchforsten die Akten der kalten Fälle und stoßen auf vier Morde und Tessa. Tessa Gibson ist vor 20 Jahren spurlos verschwunden auf dem Heimweg von ihrer Freundin. Die dreizehnjährige ist den Weg schon unzählige Male gegangen und eigentlich galt ihre Wohngegend als sicherer als sonst welche. Marta und Gabe stoßen auf eine Spur, denn die vier Morde und Tessas Verschwinden scheinen irgendwie zusammenzugehören, wenn sie auch noch nicht wissen, wie. Doch irgendwer hegt ein großes Interesse daran, dass in diesen Fällen nicht nachgebohrt wird und somit sind Marta und Gabe in Lebensgefahr…

Wer Katzenbach kennt, weiß, dass er nicht alles partout abhandelt. Er führt den Leser langsam in das Geschehen ein und durchleuchtet auch die Charaktere und deren Umgebung ganz genau. Das führt aber keineswegs zur Langeweile, denn er verpackt es so geschickt, dass es einem Spaß macht, das alles zu lesen. Obwohl Gabe und Marta verlorene Seelen sind, gewinnt man sie doch ganz schnell lieb und verfolgt sie auf Schritt und Tritt.

Der Schreibstil ist gewohnt Katzenbach – leicht zu lesen und mit vielen sprachlichen Dialogen, die einen am Ball halten. Er führt einen auf den Weg der Ermittler und automatisch fängt man selbst an, zu rätseln. Was hängt hier wohl und wie zusammen? Man kann es sich irgendwo denken, aber wie es sich schlussendlich löst, ist doch schon ein Aha-Effekt und lässt einen überrascht aufschauen.

Meines Erachtens kann Katzenbach ruhig weiter Ermittlerthriller schreiben, am besten weiterhin mit diesen zwei sympathischen Detectives, die vom Weg abgekommen sind und sich zurückkämpfen. Einmal Kämpfer – immer Kämpfer! Und wer Katzenbach liebte, wird ihn auch jetzt noch lieben, auch wenn es kein Psychothriller ist, sondern ein Ermittlerthriller!

5 von 5 Punkten

Gelesen im Mai 2017 posted by on 3. Juni 2017

Wahnsinn, ich kann immer wieder nur staunen, wie schnell ein Monat rum ist. Wo ist denn die ganze Zeit hin? Ich habe so lang auf meine Hochzeit hingefiebert und geplant und schwupps, schon ist sie rum! Trotzdem habe ich drei Bücher im Mai geschafft =) und zwar diese hier:

Geneva Lee – Secret Sins – stärker als das Schicksal 5/5

Amy Gentry – Good as Gone 4/5

John Katzenbach – Die Grausamen 4/5

Es waren aber doch drei starke Bücher – und ich bin gespannt auf meinen weiteren Lesestoff! Leider komme ich gerade nicht dazu, auch noch die Rezension zu Katzenbach zu schreiben, folgt aber in den nächsten Stunden/Tagen =) Und bei euch so?

Geneva Lee – Secret Sins – Stärker als das Schicksal posted by on 18. Mai 2017

Jeder Mensch hat seine Geheimnisse, ob kleine oder große. Jeder Mensch hat aber auch das Bedürfnis nach Liebe, so gern man das auch unterdrücken mag. Auch Faith und Jude haben davon jede Menge und nähern sich nur langsam an…

Autor: Geneva Lee
Titel: Secret Sins – Stärker als das Schicksal
Genre: New Adult
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 01.03.2017
eBook: 352 Seiten
Preis: 9,99 €

Faith Kane hat einen kleinen Sohn, der taub ist. Sich und ihn hält sie mit einem Job als Kellnerin über Wasser. Den Männern hat sie seit Jahren schon abgeschworen – bis sie Jude Mercer begegnet, magisch angezogen beim Treffen für Suchtkranke. Bereits hier ist Faith klar, mit so einem Mann kann es nicht gut gehen, auch wenn er noch so attraktiv und scheinbar nett ist – es bedeutet nichts als Ärger. Aber auch er hat Geheimnisse, genau wie sie…

Leute, ich kann nur sagen – mir gefällt diese Art von Buch. Ich habe die Passion Reihe von Geneva Lee angefangen und bin auch von dieser begeistert. Dennoch erkennt man am Schreibstil und überhaupt hier nicht, dass es sich um die gleiche Autorin handelt.

Es ist ein sehr ernstes New Adult Buch – es kommen alle möglichen tiefgründigen Themen vor, sei es Alkohol, Drogen oder Vergewaltigung, alles wird hier rangezogen. Man möchte meinen, in so einem Buch springt einem der Sex nur entgegen, es ist aber hier so, dass die tiefgründigeren Themen mehr hervorgehoben werden als das Prickelnde. Und dennoch ist man mittendrin, in der Geschichte, in welcher Faith und Jude sich zueinander hin entwickeln.

Die Charaktere hat sie schön herausgearbeitet und man kann sich auch direkt in sie hineindenken. Auf Faiths Geheimnis kommt man mit der Zeit, mir war irgendwann klar, was genau es ist, bevor sie es ausgesprochen hat. Seines allerdings hat mich dann doch etwas überrascht, denn so ganz habe ich damit nicht gerechnet. Die Kapitel sind gegliedert in Vergangenheit und Jetzt, aus allen möglichen Sichten. Man wird erst mit der Zeit schlauer, warum das so ist und was es alles damit auf sich hat.

Die Autorin schreibt, dass dies für sie ein persönlicher Roman ist, was es noch ansehnlicher macht, wie stark solch Probleme mit Alkohol und Drogen sein können und was sie verursachen können. Es veranschaulicht einem, was man dadurch alles verlieren kann und da ist Vertrauen nicht das Größte.

Ich war auf jeden Fall total gefesselt von der ganzen Story und konnte das Buch auch nicht weglegen, was heißt, dass ich es innerhalb zweier Tage durch hatte. Es musste eine Menge Schlaf dran glauben, weil ich unbedingt wissen wollte, was hier Sache ist. Der Schreibstil und die vielen Dialoge haben dazu beigetragen, dass der Lesefluss nicht abreisst. Es lässt den Anschein, als handele es sich hier um eine weitere Lovestory mit viel prickelndem Sex – doch hinter diesen Zeilen steckt so viel mehr, so viel mehr tiefgründigeres als nur Geplänkel. Durchaus ein gelungener Griff ins Regal!

5 von 5 Punkten

Amy Gentry – Good as Gone posted by on 10. Mai 2017

Das allerschlimmste ist wohl für Eltern wenn das eigene Kind verschwindet. Sei es abgehauen, entführt worden oder ermordet. Wie kommt man über so einen Verlust weg? Und wie vor allem geht man damit um, wenn das Kind doch wieder auftaucht nach über 8 Jahren? Die Autorin beschreibt dies in ihrem Roman „Good as Gone“, greift Zweifel und Freude auf.

Autor: Amy Gentry
Titel: Good as Gone
Genre: Drama, Roman
Verlag: C. Bertelsmann
Taschenbuch: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 27.02.2017
Preis: 12,99 €

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Natürlich habe ich die vielen schlechten Rezensionen über das Buch gelesen und hatte so meine Zweifel, ob das Buch wirklich was für mich ist. Dennoch kann ich das so nicht unterschreiben, mich hat das Buch mitgerissen, ich war gefangen in der Geschichte um Julie. Anfangs zweifelt man mit Anna, ob die junge Frau wirklich Julie ist. Auch die vielen Stränge um die Identität Julies sind etwas verwirrend, klären aber einiges auf. Gegen Ende klärt sich die Geschichte immer mehr auf. Die Charaktere sind in diesem Buch gut gezeichnet, man hat sie vor Augen und der Film läuft ab. Es ist eigentlich das normale Leben einer städtischen Kleinfamilie, welches aus dem Wanken gebracht wird, als die Tochter verschwindet. Somit nimmt der Alptraum seinen Lauf.

Der Schreibstil und auch die vielen Wechsel der Sichten erleichtern einem das schnelle Vorankommen. Wenn man sich erst einmal der Geschichte hingibt, kommt man kaum davon los. Die Spannung wird gut gehalten, obwohl man schon einige Vorahnungen hat. Dennoch zweifelt man doch immer wieder selber, ob man richtig denkt. Meines Erachtens hat die Autorin hier geschickt Fäden gesponnen, welche zum Miträtseln anregen.

Die Geschichte um Julie öffnet einem die Augen, wie leicht ein Mensch doch durch Gehirnwäsche zu manipulieren ist und wie man Dinge glauben kann, wenn man sich nur oft genug hineinsteigert. Wenn einem etwas im Leben fehlt, wird es meist in etwas hineinkompensiert und man verliert sich darin. Gefährlicher als gedacht, es kann ganze Bäume umreissen.
Für mich war das Buch ein guter Griff, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und finde es gut zu lesen, stimme also nicht überein mit den vielen negativen Bewertungen. Aber so ist nun mal der Geschmack, zum Glück verschieden. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

4 von 5 Punkten

 

Gelesen im April 2017 posted by on 2. Mai 2017

So, auch der April ist jetzt rum und das Wetter macht trotzdem noch, was es will =) Gelesen habe ich erst nicht viel, wird sich aber in den nächsten zwei Monaten auch nicht viel ändern, da wir hier viel vor haben und auch viel zu tun. Dennoch, das waren die zwei Schätzchen:

Jennifer Milewski – Angstmädchen 2/5

Jodi Picoult – Bis ans Ende der Geschichte 3/5

Herausragend waren jetzt beide nicht, aber wie heißt es so schön, Geschmäcker sind verschieden =) Jetzt gerade lese ich „Good as Gone“ und komm kaum davon los, sehr spannend geschrieben. Bin mal gespannt, wie es sich auflöst, die Rezension dürft ihr bald lesen =)