Holly Black – Der Prinz der Elfen posted by on 4. Oktober 2017

Wenn es diese kleinen gemeinen Elfen unter uns geben würde – wer würde sich noch wohl fühlen? Wobei es ja auch ganz nette gibt und schön sind sie auch anzusehen! Für die Protagonistin in dem Buch „Der Prinz der Elfen“ ist ein Nebeneinander der Elfen ein ganz normaler Alltag, hier existieren deren Welt und unsere genau nebeneinander.

Autor: Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
eBook: 417 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Preis: 13,99 €

Die Geschwister Ben und Hazel leben in Fairfold, welches an das magische Elfenreich grenzt. Seit über Jahrzehnten steht mitten im Wald ein gläserner Sarg, in welchem ein Elfenprinz schläft. Er wird immer von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnigsch beäugt. Hazel und Ben glauben nicht so ganz an die Geschichten und spinnen ihre eigenen. Sie fühlen sich aber zu diesem Jungen hingezogen und erzählen ihm ihre ganzen Geheimnisse. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst alle möglichen Jungs, nur um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Eines Tages ist aber der Sarg des Prinzen leer und die Geschwister werden in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss nun die Rolle als Ritter annehmen, wovon sie als Kind immer geträumt hat…

Das Buch ist ein Jugendbuch, was man auch der Sprache anmerkt. Trotzdem ist sie nicht ganz so kindlich gehalten, so dass man als junggebliebener Erwachsener locker die Geschichte lesen kann. Hazel ist im Prinzip eine ganz gewöhnliche Teenagerin, wenn man davon absieht, dass sie in den Wäldern streift und Elfen jagt und zur Strecke bringt. So auch ihr Bruder, der ein besonderes Talent hat – die Musik! Doch er verletzt sich an der Hand und trainiert auch nie wieder, dabei kann ihm diese auf wundersame Weise bald helfen. Hazel küsst in ihrer Verzweiflung eine Menge Jungs, ohne etwas dabei zu denken oder zu fühlen, doch es füllt ihre Leere im Herz. Nur bei einem Jungen merkt sie etwas, den Wechselbalg Jack. Doch erwidert er ihre Liebe? Und dann wäre da noch der Prinz, zu dem sich beide Geschwister total hingezogen fühlen – man muss erwähnen, dass Ben homosexuell ist.
Wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, was die Geschwister alles durchmachen und die ganze Magie, die Autorin nimmt einen auf die Reise mit ins Elfenreich. Nicht selten wünscht man sich, selbst dort zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen, auch wenn es einige angespannte Situationen gibt. Man fragt sich schon, was wäre, wenn diese Welt neben der eigenen existieren würde.
Der Schreibstil lässt einen tief in die Geschichte versinken und verzaubert einem die Momente. Manches hätte man ausführlicher machen können und anderes weniger detailreich. Dennoch ist es eine Geschichte, die die eigene Fantasie anregt und einen in andere Welten entführt. Ich kann sie also nur weiterempfehlen!
4 von 5 Punkten
Carola Wolff – Ausgerechnet Muse posted by on 2. August 2017

Wissen wir wirklich, wer alles unter uns wandelt und vor allem, WAS? Das ist die Frage – sind wir nur Menschen hier oder doch andere Wesen oder auch Menschen mit Begabungen? So genau wird uns das wohl nie jemand beantworten können und wenn es jemand doch behauptet, schenkt ihm keiner Glauben. Apollonia aus dem Roman „Ausgerechnet Muse“ hat eine Gabe und möchte sie nicht, egal wie viele an sie glauben…

Autor: Carola Wolff
Titel: Ausgerechnet Muse
Genre: Fantasy, Jugendroman
Verlag: Fabulus
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
eBook: 320 Seiten
Preis: 13,99 €

Apollonia Parker, 17 Jahre, möchte am liebsten frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem (noch defekten) Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Doch da wird ihr ein Strich durchgezogen – denn sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Ihre besondere Gabe sieht die Aufgabe für sie vor, dass sie einen Künstler fördert. Als sie auf den jungen Songwriter Nick trifft, passiert das unglaubliche – sie wird seine Muse und nicht nur das, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Dieser ist von ihren Fähigkeiten ganz hin und hergerissen, möchte sie aber nicht drängen, diese auch zu nutzen, wenn sie das gar nicht möchte. Da ist auch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell gegen diese Verbindung und möchte Apollonias Gabe für seine Zwecke haben. Er setzt daher die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia ihn an sich zu binden, dass er nicht auf die schwarze Muse hereinfliegt und wie entscheidet sich Apollonia überhaupt in Bezug auf ihre Gabe?

Es ist ein Buch, in welchem so ziemlich alles vorkommt. Bösewichte, gute Menschen und auch sprechende Tiere und Menschen mit Fähigkeiten. Der Einstieg ist ziemlich leicht und man schafft jede Hürde, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat. Apollonia ist eine etwas zickige Angelegenheit, dennoch hat sie genug Herz, dass man sie für sympathisch befindet. Man geht mit ihr den steinigen Weg einer Muse, die eigentlich gar keine sein möchte, sondern einfach nur ein normaler Teenager. Als das Blatt sich wendet, scheint alles zu spät zu sein, auch da steht man ihr in den Zeilen bei und hofft das Beste. Nick ist ein netter, junger Mann, der sich auch wirklich für Apollonia zu interessieren scheint. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und fesselt den Leser.

Man merkt allerdings sehr, dass das Buch junge Leser ansprechen soll, sei es sprachlich oder inhaltlich. Macht aber nichts und stört auch den Lesefluss nicht. Als älterer Leser ist es zwar manchmal etwas „anstrengend“, da man auch etwas älter denkt, trotzdem kann es sehr mitreissend und mitfiebernd sein. Selbst Apollonias Mutter ist eine erfrischende Frau, die die Seiten zum Blühen bringt.

Der Roman ist alles in allem eigentlich sehr bildlich dargestellt und man kann sich fast selbst ausmalen, daneben zu stehen und das ganze Geschehen zu beobachten. Ich selbst würde gerne mehr von dieser Autorin lesen und kann sie auch herzlich gerne weiter empfehlen!

4 von 5 Punkten

Melinda Salisbury – The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch posted by on 9. März 2017

Was tun, wenn das ganze Leben den Bach runtergeht? Wenn man schon Gift mischen muss, nur um sich und seine Mutter über die Runden zu bringen? Gleichzeitig geht das Land zugrunde und er schlafende Prinz erwacht. All das erwartet die Protagonistin im 2. Teil von Salisbury – sie hat einige Hürden zu bewältigen.

Autor: Melinda Salisbury
Titel: The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch
Genre: Fantasy
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 15.02.2017
eBook: 369 Seiten
Preis: 15,99 €

Die Königin von Lormere hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten erweckt. Er bringt Krieg und Zerstörung über die Menschen von Tregellian – er möchte sein eigenes versprochenes Königreich damit erreichen. Die junge Herbalistin Errin versucht verzweifelt, sich und ihre Mutter über Wasser zu halten, indem sie Gift mischt und illegal verkauft. Auch ihr Bruder ist verschwunden, seit der Krieg auf Lormere ausgebrochen ist, daher gilt es an ihr, sich um ihre kranke Mutter zu kümmern. Als das Dorf evakuiert wird, werden auch sie und ihre Mutter vertrieben. Da gibt es nur eine Person, die ihr aus dem Schlamassel helfen kann -d er mysteriöse Silas. Er kauft ihre gemischten Gifte, aber verrät nie, wozu er sie benötigt. Er verspricht ihr zu helfen, verschwindet aber dann spurlos. Da muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird…

Auch in dem zweiten Band gibt es eine Heldin. Anders als Twylla wie im ersten, ist es hier Errin, die Schwester von Lief, er im ersten Band schon eine große Rolle gespielt hat in Twyllas Leben. Auch Twylla bekommt ihre Rolle, aber als Nebenpart, der nicht weniger wichtig ist, als alle anderen. Errin ist eine starke, unerschrockene, junge Frau, die es mit allem auf sich nimmt. Ihre Mutter ist krank und wird zum Ungeheuer, nichts desto trotz pflegt Errin sie und tut alles, damit es ihr gut geht. Sie schuftet wie eine Blöde, nur um die Miete zahlen zu können und dass es über den Monat reicht. Zwischendurch gönnt sie sich, an Silas zu denken und was aus ihnen werden könnte. Auch wenn er so undurchschaubar ist, ist er doch eine „Augenweide“, auch für den Leser. Als er das Geheimnis um sich lüftet, ist man doch etwas überrascht.

Anders als der 1. Band ist hier eine Spannung, die nicht abzubrechen mag. Man vermag nicht, das Buch auf die Seite zu legen, hier zählt wirklich der Spruch „nur noch ein Kapitel…“ – und schwupps ist das Buch zu Ende! Der Schreibstil ist auch hier gut gehalten und super zu lesen, so dass man permanent durchlesen kann ohne gestört  zu werden. Wie sich die ganze Geschichte entwickelt und wohin sie führt, hat die Autorin sehr gut eingeführt. Auch alte Bekannte aus dem ersten Band tauchen immer wieder auf, spielen ihre Rolle, ihren Part.

Was Errin widerfährt und wie sie alles meistert, macht Spaß zu lesen und man fühlt sich ihr als Heldin sofort verbunden. Ihre Denkweise und Handlungen sind keineswegs dumm, sondern schlau durchdacht. Leider war das Buch so schnell vorbei und man kann nur hoffen, dass es nicht lange auf den 3. Teil warten lässt!7

Für die Leser des ersten Bandes ein Must-Have – für alle neuen Leser von Salisbury ein zweiter Teil, den man ans Herz legen kann, man sollte aber schon zuerst den ersten lesen, da alles miteinander zusammenhängt.

5 von 5 Punkten

Marah Woolf – Götterfunke – Liebe mich nicht posted by on 2. März 2017

„Die Götter spinnen doch!“ – Dieser Satz könnte auch haargenau auf Marah Woolfs Roman passen. Denn hier spinnen die Götter ebenso, sind aber auch genauso heiß! Wie es hier zugeht, erfahren wir im ersten Band von Götterfunke – Liebe mich nicht.

Autor: Marah Woolf
Titel: Götterfunke – Liebe mich nicht
Genre: Fantasy
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 20.02.2017
Gebunden: 464 Seiten
Preis: 18,99 €

Jess möchte eigentlich einfach nur entspannte Wochen mit ihrer besten Freundin Robyn in einem Sommercamp verbringen. Doch dort trifft sie Cayden, ein Junge mit smaragdgrünen Augen und er stiehlt ihr ihr Herz. Cayden aber hat seine eigenen Ziele, er ist ein Göttersohn und hat eine Vereinbarung mit Zeus. Er möchte sterblich werden – das passiert aber nur, wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht in einer geraumen Zeit. Nur dann gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch. Wird Cayden unbedingt den Wettstreit gewinnen wollen, auch wenn es Jess das Herz bricht? Denn aus irgendeinem Grund fühlt sich Cayden von Jess angezogen, obwohl er sie nicht haben dürfte.

Man wird gleich in Jess`Leben geworfen und kann gut darin abtauchen. Jess ist eine normale Teenagerin mit einigen Problemen daheim, die es ihr vereinfachen, einfach mal ein paar Wochen mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Sommercamp abzuhauen. Doch so entspannt wird es dort auch nicht. Sie verliebt sich in Cayden, der zufällig Prometheus ist, ein Göttersohn. Der verfolgt eigentlich nur das Ziel unsterblich zu werden, indem ein Mädchen ihm widersteht. Dass Jess das nicht ist, wird gleich klar. Aber zu ihr fühlt er sich total hingezogen. Jess ist etwas naiv und leichtgläubig und ein Pokerface kennt sie absolut nicht. Dennoch kann man sie nur lieb haben und mit ihr mitfühlen. Robyn als ihre beste Freundin ist einfach nur ein Miststück – so eine Freundin wünscht man sich als besten Feind nicht. Dafür trifft sie in Leah eine neue Freundin, die ihr zuhört und sich auch für sie interessiert. Auch hat sie noch ihren besten Freund Josh, der dabei ist – ein sympathischer junger Mann, der aber ebenso mit den Herzen der Mädchen spielt.

Der ganze Lauf der Geschichte nimmt gleich zu Anfang schon Fahrt auf, als Robyn und Jess einen Unfall bauen und dort schon den Göttern begegnen. Jess kann sich wider Vernunft daran erinnern und wird zu etwas Besonderem für die Götter. Es passiert eigentlich ständig etwas Neues, auch wenn es nur das Hin und Her bei Jess und Cayden ist. Man durchlebt in diesem Roman alle Gefühle einmal – Hass, Mitleid, Mitfiebern usw.

Der Schreibstil der Autorin lässt einen in einem Fluss weiterlesen, man kann schon fast gar nicht mehr aufhören. Der Spannungsbogen lässt die ganze Zeit nicht ab, es wird nur etwas emotionaler und dann wieder distanzierter. Anfangs wird man etwas Probleme haben mit den ganzen Charakteren, das löst sich aber mit der Zeit. Angehoben wird der Spannungsbogen gegen 2/3 des Buches nochmal, dann kann man gar nicht schnell genug umblättern. Leider ist das Ende viel zu schnell da und man erkennt, dass man SOFORT den zweiten Teil lesen möchte – leider kommt dieser erst im September raus. So lange müssen wir noch auf die Götter warten!

Eine klare Empfehlung spreche ich für dieses Buch an alle Fantasyfans aus und Fans der griechischen Göttersagen – es ist eigentlich für jede Altersklasse etwas, Jugendbuch hin oder her – wenn man jung im Herzen ist und so etwas gerne liest – zugreifen!

5 von 5 Punkten

 

 

Kim Harrison – Die Zeitagentin posted by on 21. Februar 2017

Wenn wir Zeitsprünge tun könnten, um dem Tod zu entfliehen oder so die Welt zu ändern – würden wir davon Gebrauch machen? Vermutlich schon. Wie in der neuen Reihe von Kim Harrison hätte auch in der Realität die Regierung vermutlich die Hände im Spiel und würde so das Geschehen leiten.

Autor: Kim Harrison
Titel: Die Zeitagentin – Ein Fall für Peri Reed
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 11.04.2016
Taschenbuch: 640 Seiten
Preis: 14,99 €

Peri Reed ist eine sogenannte Zeitagentin. Sie ist jung und hochintelligent. Sie kann vierzig Sekunden in der Zeit zurückspringen und die Vergangenheit ändern. Ein Vorteil, wenn man für eine staatliche Geheimorganisation arbeitet, die so die kriminellen Leute der USA unschädlich macht. Bis Peri eines Tages der Korruption verdächtigt wird – nichts ist mehr so wie es war! Fest entschlossen, zu beweisen, dass sie unschuldig ist, deckt sie so allerhand auf. Dabei weiß sie nicht mal mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann, auch nicht dem Mann, den sie liebt…

Leider habe ich bisher noch nichts von dieser Autorin gelesen, aber nur gutes gehört. Auch der Einstieg in diese Reihe fällt leicht, es ist einmal etwas anderes als das Getue mit den Vampiren etc. Peri ist einem sofort sympathisch, wenn auch etwas leichtgläubig. Sie ist zwar eine starke Persönlichkeit und auch ohne Frage eine starke Frau, die sich verteidigen kann. Dennoch macht sie oft Fehler, bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Als Leser möchte man sie am liebsten darauf hinweisen, wem sie denn endlich vertrauen kann, da man als Leser mehr herausliest, als sie herausfindet.

Es ist ein spannendes „Spiel“ zwischen den Fronten, man erkennt nicht gleich, wer gut oder böse ist. Man zweifelt ab und zu selbst an den Fähigkeiten, zu erkennen, wer hier zu wem gehört. Natürlich ist die ein oder andere Person gleich von Anfang an unsympathisch oder doch sympathisch. Es ist ein ungeheuerliches Hin und Her, was mit Peri getrieben wird. So kommt das Buch natürlich auch langsamer voran, als es das tun könnte. Dennoch ist die Story an sich hochspannend und lässt auch neue Seiten aufblicken, denn wer würde nicht gerne Zeitsprünge tätigen, um einiges zu verändern?

Der Schreibstil und auch das Geschehen, lassen einen flüssig weiterlesen. Trotzdem ist es nicht einfach ein Buch nebenher, man muss schon bei der Sache sein, da die Autorin einige Fäden immer wieder miteinander verstrickt. Es ist nervenzerreibend, dass Peri immer wieder ihr Gedächtnis verliert und dass die Organisation scheinbar alles mögliche aus ihren Erinnerungen machen kann, was immer sie will. Sie ist also das Spielzeug und wird so eingesetzt, wie es nötig ist, denn sie ist die Beste.

Etwas langatmig, hätte auch kürzer sein können. Nichts desto trotz sehr gut umgesetzt und eine neue Heldin, die es hoffentlich noch zu viel weiterem bringt! Ich selbst bin gespannt auf die weiteren Teile und würde gerne mehr lesen von Peri.

Wenn ich mir so die Rezensionen anschaue, kann man das Buch wohl nicht bedenkenlos den Fans der alten Reihe empfehlen, da es so ganz anders ist und scheinbar nicht gefällt. Ich kann da nicht mitreden und würde das Buch aber dennoch empfehlen, da hier mal ein ganz neues Thema aufgegriffen wird und es auch nicht an Spannung fehlt!

 4 von 5 Punkten

Melinda Salisbury – Goddess of Poison – Tödliche Berührung posted by on 3. November 2016

Was ist das nur für ein Leben, in welchem man niemanden berühren darf, da man denjenigen dann sofort umbringen würde? Ein Leben in ständiger Angst, jemanden anzurempeln, ein einsames Leben…So ein Leben führt die Protagonistin im ersten Band „Goddess of Poison“ von Melinda Salisbury.

Autor: Melinda Salisbury
Titel: Goddess of Poison – Tödliche Berührung
Genre: Fantasy
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
eBook: 352 Seiten
Preis: 15,99 €

Die 17-jährige Twylla wurde auf das Schloss geholt, da sie die Verkörperung der Großen Göttin verkörpert und so im ganzen Land verehrt wird. Außerdem muss sie einmal den Kronprinzen heiraten. Ihr göttliches Schicksal hat aber auch eine schreckliche Verpflichtung – sie muss jeden Monat tödliches Gift trinken, gegen das nur sie immun ist. Jeder, der sie berührt, wird infiziert und stirbt. Sie ist somit der einsamste Mensch weit und breit. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das Verbrecher und Verräter so hinrichten muss? Jeder meidet sie, auch der Kronprinz, obwohl er sie berühren könnte. Als einer ihrer Wächter den Dienst aufgibt, wird ihr ein neuer zur Seite gestellt: Lief. Er berührt sie seltsam in ihrem Inneren und lässt sie immer mehr an allem zweifeln. Gemeinsam mit ihm kommt sie einer tödlichen Intrige auf die Schliche und die Schlinge zieht sich immer mehr zusammen…

Das Buch wird in den höchsten Tönen gehypt, klar. Das heißt aber nicht, dass es schlecht oder super toll ist. Um mir eine eigene Meinung zu bilden, habe ich es gelesen, da mich der Klappentext sehr angesprochen hat. In vielen Rezensionen bemängeln die Leute, dass man der Protagonistin so fern ist und man sich gar nicht mit ihr anfreunden kann. Anfangs bin ich hiermit einer Meinung, jedoch ändert sich das im Laufe des Buches immer mehr. Ich denke, die Autorin hat dies so mit Absicht gezeichnet, da Twylla sich ja auch entwickelt. Man merkt die Entwicklung richtig an den Schritten an, welche sie macht. Ich glaube, es ist Absicht, dass man erst ein unscheinbares, von der Realität fernes Mädchen vor sich hat, es dann aber besser versteht und auch sogar mit ihr mitfiebert, umso mehr man voranschreitet mit dem Lesen.

Die Sprache und der Stil sind gut zu lesen und umso weiter man liest, umso spannender wird es auch. Die Wendungen sind oftmals nicht vorhersehbar, was ein gelungenes Spannungsgefühl erzeugt. Dennoch ist Twylla auf ihre Art doch etwas naiv und man versteht sie in einigen Dingen so gar nicht. Hadert sie mit vielem noch, schlägt sie in anderen Entscheidungen zu schnelle Handlungen nach.

Das Ende ist zwar überraschend, jedoch ziemlich schnell abgehandelt. Da hätte ich mir auch mehr Spielraum für weitere Ausführungen gewünscht. Dennoch ein gut gelungener erster Band der Reihe, welche ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde!

In meinen Augen ein gelungener Auftakt einer Reihe und empfehlbar für die Leser, die sich gerne durch die Entwicklung der Protagonistin mitreissen lassen wollen.

4 von 5 Punkten

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung posted by on 27. September 2016

Alle Fans der Trilogie haben erpicht auf den dritten Teil gewartet – und wurden belohnt. In diesem geht es heiß her, bis zum Finale. Wie sich Layla entscheidet und was sich alles ereignet zwischen Himmel und Hölle, erzählt die Autorin im finalen Band ausgiebig.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung
Genre: Fantasy
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 15.08.2016
eBook: 304 Seiten
Preis: 14,99 €

Layla weiß einfach nicht, wo ihr der Kopf steht, von ihrem Kopf ganz zu schweigen. Roth lockt sie an und auch Zanye. Während sie Probleme hat, mit ihren Gefühlen klarzukommen, droht ein höllischer Feind die ganze Welt auszulöschen. Layla kann nur Krieg führen, welchen sie niemals alleine gewinnen kann….

Wie auch schon beim zweiten Teil, findet man beim dritten mühelos den Anschluss, da dieser direkt an das Ende angeknüpft ist. Was hier aber anders ist, ist, dass Layla sich nach dem ewigen Hin und Her endlich entscheidet. Ob sie das Richtige tut? Sieht wohl jeder anders, meiner Meinung nach: ja!

Auch die Spannung nimmt hier Fahrt auf, man findet immer lockerer in die Story hinein, nur damit sie einen nicht mehr loslässt. Man ist total gefangen, der Krieg zwischen den Welten nimmt einen auf einen wahren Höllenritt mit. Man kämpft und fiebert mit Layla und Co. mit. Auch wie sie sich entscheidet – man fragt sich, ob es so bleibt und was noch geschieht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin hier einen grandiosen Abschluss der Trilogie hingelegt – der dritte Band übertrifft die Erwartungen beider ersten Teile allemal. Die Charaktere sind mitgewachsen und so auch die Spannung und alles, was dazu gehört. Es ist eigentlich schade, dass es das hier schon war und man nun nichts mehr von den Personen hört, die einem doch mittlerweile ans Herz gewachsen sind.

Wer also den ersten und den zweiten Teil bereits verschlungen hat, sollte unbedingt auch den dritten lesen – ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!

5 von 5 Punkten

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht posted by on 17. Mai 2016

Gefühle über Gefühle – wenn man nicht mehr weiß, wo sie hingehören. Da sollte man sich schnell einig werden, vor allem wenn auch vieles anderes aus der Bahn gerät. So ergeht es auch Layla, der Protagonistin im zweiten Band von Jennifer L. Armentrouts Dark Elements Reihe.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht
Genre: Fantasy
Verlag: ya (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.02.2016
Gebunden: 432Seiten
Preis: 16,90 €

Layla vermisst den sehr attraktiven Dämonen Roth, der sich für sie geopfert hat und nun in den Feuergruben ist. Ihr bester Freund Zayne möchte sie darüber hinwegtrösten, Küsse findet Layla aber zu riskant, da sie Angst hat, seine Seele zu nehmen. Ihre „Familie“, die Gargoyles haben Geheimnisse vor ihr und scheinen ihr zu misstrauen, das macht ihr ganz schön zu schaffen. Auf einmal taucht Roth wieder auf, doch bevor sie das genießen können, bricht die Hölle los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es wird so ziemlich da angeknüpft, wo es beim ersten Band aufgehört hat. Nur passiert ziemlich gleich was – nämlich, dass Roth zurückkehrt und dass die Hölle losbricht im wahrsten Sinne des Wortes. Layla hat in diesem Band so richtig mit ihren Gefühlen zu kämpfen und nicht nur das, auch Abbott und die ganzen Gargoyles scheinen Geheimnisse zu haben und ihr zu misstrauen. Langsam fängt sie auch noch selbst an, sich und ihren Fähigkeiten zu misstrauen.
Es ist auch für den Leser ein „schmerzvolles“ hin und her, was da zwischen Layla, Roth und Zayne abgeht. Man weiß nicht, wem man es mehr wünschen würde, dass es klappt. Denn Roth ist trotz, dass er ein Hohedämon ist, ein toller Dämon, der schnell das Herz erobert. Aber aus irgendeinem Grund will er Layla von sich weg wissen – man merkt aber, dass das nicht wirklich ernsthaft sein Wunsch ist. Da steckt mehr dahinter…
Zayne gibt Layla gegenüber endlich seine Gefühle zu, doch wie soll das funktionieren, da sie ihm doch in jedem Moment die Seele rauben könnte durch einen Kuss? Und was würde Abbott, sein Vater dazu sagen?
Irgendwann geht es ein kleines bisschen auf die Nerven, das ständige Hin und Her. Layla scheint sich einfach nicht entscheiden zu können.
Der zweite Band kommt auf jeden Fall mit einer größeren Spannung daher wie der erste. Er unterhält gut und reisst den Leser auf den Wellen der Dämonen und Wächter mit. Es passiert wieder allerhand und Layla, Roth und Zayne haben hier genug zu tun, nicht nur ihren Gefühlen nachzuhängen.
Der Schreibstil ist noch immer der gleiche, noch immer dem Jugendstil angepasst und auch flüssig zu lesen – es gibt hier also nichts zu meckern! Wenn der nächste Band noch eine Steigerung verspricht, habe ich auch hier nichts dagegen – denn das Ende hat auf jeden Fall Lust gemacht, weiterzulesen! Für diejenigen, die auch schon den ersten Band gelesen haben, ist der zweite auf jeden Falle in Muss!
4 von 5 Punkten
Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 1 – Steinernen Schwingen posted by on 6. April 2016

Es gibt soooo viele Vampirromane. Nichts gegen diese, sie sind gut – aber Mainstream! Warum nicht mal einen über Gargoyles und Dämonen schreiben? Jennifer L. Armentrout hat sich rangewagt und darüber eine Serie geschrieben.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 1 – Steinerne Schwingen
Genre: Fantasy
Verlag: ya! (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebunden: 448
Preis: 14,99 €

Layla wäre so gern ein normaler Teenie, dabei gehört sie zu den Wächtern. Diese sind ein Volk aus Gargoyles und jagen Dämonen. Layla ist aber nicht ganz Wächterin, sie ist zur Hälfte auch noch Dämonin. Mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben – was sie aber besser sein lässt, wenn sie doch Wächterin ist. Daher sind für sie Dates streng tabu, auch mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, der zudem der Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie ist. Auf ihren Streifzügen, auf welchen sie die Dämonen markiert, fällt ihr der in der Tat gutaussehende Hohedämon Roth auf. Sie kann nicht genug von ihm zu bekommen und er scheint ein ganz besonderes Interesse an ihr zu haben. Er rettet ihr das Leben und fortan weicht er nicht von ihrer Seite, nein sie machen noch gemeinsame Sache. Dabei verrät er ihr das größte Geheimnis, nämlich woher sie stammt…

Layla wird vor den Augen des Lesers direkt lebendig, die Autorin hat sie richtig gut detailgetreu gezeichnet. Auch ihre Gefühlsregungen werden deutlich und man fühlt sich, als würde man es fast selber spüren. Ihre tiefe Zuneigung gegenüber Zayne, aber auch gegenüber Roth – ich selbst wüsste nicht, was ich in dieser Situation getan hätte! Die beiden Männer sind ebenso detailgetreu dargestellt und unterschiedlicher könnten ihre Charaktere nicht sein. Man muss sie aber alle lieb haben, denn sie haben doch ihre guten Seiten – Dämonen oder Gargoyles hin oder her. Die Autorin hat alles so gut geschildert, dass man als Leser gleich erkennt, wer hier was im Schilde führt. Man versucht innerlich Layla darauf hinzuweisen, aber logischerweise ist das ja nicht möglich.

Der Schreibstil fesselt einen sofort, keine Frage. Er ist dem Jugendstil angepasst und leicht zu lesen, durch die vielen Dialoge zwischen den Charakteren lässt es sich noch leichter vorankommen. Die vielen Geheimnisse, die die Geschichte umgibt, macht es umso lesenswerter – und das war ja nicht der letzte Teil, sondern erst der erste! Dennoch gibt es einen kleinen Abzug, da es ab und an immer wieder das gleiche Hin und Her ist, die Spannung aber leidet nicht darunter. Vieles ist zwar vorhersehbar, sollte aber wohl so sein und ist auch nicht unbedingt schlecht!

Ich für meinen Teil werde die weiteren Teile mit Vergnügen verfolgen und ich bin gespannt, wie es sich mit Zayne entwickelt und was aus Layla wird und auch allen weiteren! Empfehlenswert ist das Buch allemal an diejenigen, die auch mal etwas anderes als die übliche Vampirkost lesen möchten und dennoch auf ihre Kosten bespaßt werden durch das Gerangel der jeweilgen Rasse!

4 von 5 Punkten

Caroline L. Jensen – Die Teufel, die ich rief posted by on 26. Oktober 2015

Es gibt die Hölle und deren Teufeln, es gibt den Himmel und deren Himmel und natürlich Gott und den Teufel selbst. Echt jetzt? So etwas wissen wir wohl erst mit Sicherheit, wenn wir selber Bekanntschaft mit den Örtlichkeiten oder deren Bewohner machen – so wie der Protagonist aus dem Roman „Die Teufel, die ich rief“ und dessen Freunde und Familie, sowie viele andere auch.

Autor: Caroline L. Jensen
Titel: Die Teufel, die ich rief
Genre: Unterhaltung, Roman
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 01.07.2015
eBook: 336 Seiten
Preis: 4,99 €

Das Unvorstellbare ist passiert – Gott hat einen Burnout und vegetiert so vor sich hin im Himmel. Mittlerweile plant Beelzebub in der Hölle den Aufstad gegen Satan. Hierzu braucht er aber menschliche Hilfe, die er von Isaks kleiner Schwester Thea bekommen soll. Ihr kann nur noch einer helfen und das ist Isak höchstpersönlich, er ist aber schon fast zu spät, als er sieht, wie die Hölle seine kleine Schwester verschluckt. Die bevorstehende Apokalypse kann nur durch ihn aufgehalten werden – das erfährt er von einer sprechenden Ratte, die ihn von nun an begleitet. Er und sein Freund Rufus machen sich auf den Weg in die Hölle, um das Böse aufzuhalten…

Isak kann man eigentlich fast nur liebhaben, er ist ein netter Junge, der aber so ziemlich jedes Mädchen an sich reisst, dass er bekommen kann. Also ein Bad Boy, der ein weiches Herz hat? Scheinbar! Denn ihm liegt alles daran, seine Schwester zu retten. Dabei erfährt er noch, wer deren Vater ist und wer auch sein Vater ist und das ist wirklich überraschend, beiderseits. Es ist erstaunlich, wie er der Herr im Haus ist und sich um seine Schwester und auch um seine Mutter kümmern muss, die eine Zigarette nach der anderen anzündet und irgendwie verbittert ist. Das ändert sich aber schlagartig, als Theas Vater auf einmal auftaucht und seinen Platz scheinbar einnimmt. Doch hier tritt das unabänderliche Böse in Gang und nur Isak kann es aufhalten.

Die Autorin erzählt die Story mit viel Witz und makabren Humor. Durch den leichten Schreibstil lässt sie den Leser samt Isak und Rufus erst durch die Hölle und dann durch den Himmel wandern – man macht mit allen möglichen Wesen und Kreaturen Bekanntschaft. Es bereitet einem höllischen Spaß, die zwei und die Ratte zu begleiten. Wer jedoch eine zu starke Vorstellungskraft hat und etwas schwache Nerven, sollte entweder die Augen bei bestimmten Szenen zumachen oder aber lieber nicht zur Lektüre greifen, denn die Autorin hat ein paar „schmackhafte“ Szenen in ihrem Buch bereit.

Das kurzweilige Kopfkino ist höchst amüsant und man hat so ziemlich jede Person und Kreatur vor Augen, als wäre man selbst dabei. Dass man die Hitze in der Hölle nicht auch noch spürt, ist wohl alles. Mir persönlich hat es Amüsement bereitet, mit den Dämonen, Engeln und den Freunden eine Reise zu unternehmen und auch die apokalyptischen Reiter dürfen hier nicht fehlen. Die Dialoge waren genau richtig gewählt und auch die Handlungen, die die Freunde tätigen – es hätte nicht anders sein dürfen. Nur manchmal ging es etwas turbulent und naiv zu – da hätte man etwas ausschweifender werden können, was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tut.

Wer gerne einmal wieder herzlich durch eine Lektüre lache möchte, ist hier herzlich willkommen, dieser kleinen Abwechslung beizuwohnen. Streng Gläubige, die hier Blasphemie vermuten, sollten jedoch lieber Abstand nehmen, das könnte zu ungeahnten Wutanfällen führen, da die Autorin alle aufs Korn nimmt =)

4 von 5 Punkten