Ina Norman – AvaNinian posted by on 28. März 2012

Die junge Fürstentochter Avaninian trägt den Namen der doppelgesichtigen Göttin, in deren Zeichen Sie geboren wurde. Die Erdenmutter hat ihr die Kräfte der Erdentiefe geschenkt und sie ist dazu ausersehen Tillholde einmal zu regieren als Fürstin. Das Reich wird von schweren Erdbeben heimgesucht und Avaninian ist die Einzige, die es davon mit ihren Kräften befreien kann. Nun soll sie aber für eine dreijährige Ausbildung in das Haus der Weisen, um ihre Kräfte zu schulen und lenken zu lernen. Nach dieser Ausbildung ist sie nicht mehr dieselbe, denn dort hat sie den jungen Jermyn kennengelernt – ein Dieb, der Gedanken lenken kann und der aus den Gossen Deas kommt, der großen Hafenstadt. Ist sie nun mehr Ava oder mehr Ninian?

Zwei unterschiedliche Menschen kreuzen ihren Weg, unterschiedlicher können sie nicht sein. Avaninian, die naive, zickige Fürstentochter und Jermyn, der dreiste, unverschämte Dieb aus der Gosse. Und doch fühlen die zwei sich auf der Stelle zueinander hingezogen, auch wenn sie es nicht sofort merken. In anderen Rezensionen habe ich schon gelesen, dass die Leser sich nicht richtig mit den Charakteren anfreunden konnten, da sie fremd beschrieben wurden, dem kann ich gar nicht zustimmen. Ich war sofort mit den Beiden eins und ich habe mich über ihre widerspenstigen Gedanken gefreut. Man kann sich öfters mal nicht entscheiden, zu wem man sich mehr hingezogen fühlt, aber im Endeffekt sind sie einem beide gleich “sympathisch”. Die Autorin hat mit ihrem ersten der fünf Bände eine schillernde Welt in den Köpfen der Lesern geschaffen, das von Anfang bis zu Ende. Die Orte, die Menschen – selbst die Gedanken, sind so veranschaulicht beschrieben, als hätte man sie farbig vor Augen. Der Schreibstil passt zu der Zeit, in der das Buch spielt – es ist nicht nur eher historisch, sondern auch fantastisch – die perfekte Mischung, welche man aus einem Roman mischen könnte. Die Wortspielereien zwischen den Protagonisten sind gut gewählt und sehr schön ausgedacht von der Autorin, die Figuren hat sie lebend gezeichnet in unseren Köpfen. Man möchte gar nicht mehr aufhören Avaninian und Jermyn auf ihren erst unterschiedlichen Wegen zu begleiten, wird doch abwechselnd aus seiner und aus ihrer Sicht berichtet. Eine wunderschöne Lovestory in historischen, fantastischen Zeiten, die einem großes Kopfkino liefert. Hoffentlich halten die weiteren fünf Bände das aufrecht und lassen nichts von der erhaltenden Spannung aus, denn genau diese werde ich weiterverfolgen und ich kann sie nur jedem Fantast mit historischer Vorliebe empfehlen!

5 von 5 Punkten

Ich möchte mich beim Pomaska-Brand Verlag herzlich bedanken für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares von Avaninian, dieser hat mich auf eine wunderbare Reihe gestoßen, die es lohnt weiterzuverfolgen!

Elizabeth Chadwick – Die Rose von Windsor posted by on 19. November 2011

Roger Bigod kommt an den Hof des englischen Königs Henry II., im Jahre 1177. Dort trifft er die schöne Ida de Tosney, die jüngste Mätresse des Königs. Zu dieser fühlt er sich sofort hingezogen, sowie sie sich zu ihm. Erst können sie ihre Liebe nicht allgegenwärtig ausleben und zeigen, doch das Blatt wendet sich zum Guten für sie. Doch der Preis dafür ist hoch…
Das ist der erste historische Roman, der mich mehr als all die anderen in seinen Bann gezogen hat. In die Person Ida kann man sich sofort hineinfühlen und bangt mit ihr um ihr Leben und um ihr Umfeld, wie es hier weitergehen mag. Und auch ihre Liebe zu Roger ist sofort spürbar und man hofft nur das Gute. Roger selbst ist auch ein Mann, den man gern haben könnte, wäre er real und würde vor einem stehen. Doch auch hier hat der Roman manchmal seine Schwachstellen und schwächt in seiner Stärke ab, indem es manchmal etwas langweilig wird. Aber das tut dem Ganzen nichts ab und ich kann es nur jedem Historikfan empfehlen!

4 von 5 Punkten

Ricarda Jordan – Der Eid der Kreuzritterin posted by on 8. Oktober 2011

Mainz und Köln im Jahre 122: Zwei junge Frauen wehren sich gegen ihre arrangierte Zukunft. Konstanze will nicht im Kloster bleiben und Gisela nicht mit einem alten Ritter verheiratet werden. Zur gleichen Zeit brechen zwei junge Männer aus dem Orient auf, um sich einem komischen Kreuzzug anzuschließen. Hierbei handelt es sich um Armand, der vom Großkomtur der Tempelritter mit einem geheimen Auftrag nach Europa entsandt wird und um Malik, den Sohn des Sultans von Alexandria, der diesen auf eine scheinbar harmlose Reise schickt….
Das Buch, geschrieben von der Bestsellerautorin Sarah Lark unter dem Peudonym Ricarda Jordan, ist eigentlich recht gut geschrieben – wäre es nicht immer so etwas langweilig, weil nicht wirklich was passiert. In die Personen hat man sich schnell hineinversetzt, sie sind einem auf Anhieb sympathisch. Doch muss ich zugeben, dass ich das Buch bei etwas mehr über die Hälfte abgebrochen habe, da einfach nichts großartiges passiert und immer die gleichen Dialoge geführt werden. Ich wollte weiterlesen, aber ich konnte mich nicht dazu durchringen, schade!

2 von 5 Punkten