Jenny Milewski – Angstmädchen posted by on 28. April 2017

Ein Geist, der rumspukt, da wo man wohnt? Eigentlich unvorstellbar – doch, was wäre wenn? Und was tut man dagegen? Die Protagonistin hat damit zu kämpfen, erst damit, dass ihr jemand glaubt und dann, damit der Geist endgültig verschwindet.

Autor: Jenny Milewski
Titel: Angstmädchen
Genre: Thriller, Horror
Verlag: Heyne
Taschenbuch: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.01.2017
Preis: 13,99 €

Die junge Studentin Malin bekommt endlich ein Zimmer in einem Wohnheim. Dort hat sie eine Badewanne, was ihr zwar nicht behagt, aber sie hat es als einzige in diesem Wohnheim. Doch dann erfährt sie, dass vor einigen Tagen ein Mädchen namens Yuko genau in ihrem Zimmer, in ihrer Badewanne Selbstmord gemacht hat, indem sie sich die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet sie auch noch ein schwarzes Haarbüschel, das nicht ihres ist und auch eine blasse Gestalt erscheint ihr nachts. Da wird ihr klar, dass Yukos Geist noch immer in diesem Wohnheim spukt und es immer schlimmer wird. Gemeinsam mit den anderen Bewohnern versucht sie, diesen loszuwerden.

Ganz ehrlich? Der Klappentext hat viel mehr versprochen, als der Inhalt hergibt. Malin ist eigentlich recht sympathisch und man fiebert auch mit ihr mit und steht in allem hinter ihr. Man hätte wohl nicht anders gehandelt. Auch die anderen Charaktere sind gut gewählt, jeder hat seine eigenen Macken und seine ganz eigene Persönlichkeit. Dennoch versteht man nicht ganz, was Yuko eigentlich will und warum sie gerade dann auftaucht, als Malin einzieht und nicht schon vorher.

Das Buch an sich fängt mit dem Ende an, als Malin in Tokyo auf einem Hochhaus ist. Dann erzählt sie ihre Geschichte. Man erwartet nun eine spannende, Gänsehaut erregende Story. Gänsehaut hatte ich in der Tat öfters, da ich aber auch ein sehr ängstlicher Mensch angeht, was Geister angeht. Vor allem, wenn man das Buch abends liest und dann im Bett liegt und im Bad etwas umfällt, einfachso. Da traut man sich (wenn man wie ich ein Angsthase ist) dann gar nicht mehr raus, nicht mal mehr auf die Toilette. Trotzdem überzeugt die Autorin nicht ganz, es ist ein ständiges Auf und Ab und es passiert doch nichts originelles. Es gibt Momente, die lassen einen in einem Höchsttempo lesen, nur um dann wieder abgeflaut zu werden.

Der Schreibstil und die Dialoge sind gut ausgearbeitet und lassen, trotzdem fehlt der Geschichte die Spannung und der Schliff. Vor allem das Ende lässt doch noch einiges offen und Fragen stehen, die man doch gerne beantwortet gehabt hätte. Man weiß ja eigentlich am Anfang schon, wie es endet – erfährt aber nie ganz, wieso das so ist. Entweder habe ich nicht genug zwischen den Zeilen gelesen oder es war einfach nur sinnfrei.

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, weswegen ich es auch nicht weiterempfehlen kann an die Gruselfans unter uns, da es ehrlich gesagt doch einige viel bessere Grusellektüren gibt. Dadurch dass die Geschichte zwischendrin spannend war, was aber wieder abflaut und man die ganze Zeit bangt, den Grund für Malins Tun zu erfahren und wie sich das alles entwickelt bis dahin, konnte ich doch nicht aufhören zu lesen.

2 von 5 Punkten

Richard Laymon – Das Ufer posted by on 28. Dezember 2016

Eine Tragödie, die vor Jahren passiert ist – viele Jahre später ein Killer, der mit Fleischerbeil unterwegs ist und viele Fälle, die miteinander verwoben sind. Das passiert der Mutter und ihrer Tochter im Psychothriller von Richard Laymon. Wie sie damit umgehen? Gar nicht – sie versuchen zu überleben!

Autor: Richard Laymon
Titel: Das Ufer
Genre: Horror, Psychothriller
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Taschenbuch: 592 Seiten
Preis: 9,99 €

Ich lese sehr gerne Laymon, er hat den Sinn für Horror und man kann sich richtig fürchten. Er hat eine Vorliebe für Äxte, Fleischerbeil usw. und zeigt dem Leser, was Gänsehaut bedeutet. Dieses Buch jedoch ist nicht eines seiner besten.

Wir haben hier Leigh, die vor Jahren ihren neuen Freund Charlie tragisch durch einen Unfall verloren hat. 18 Jahre später widerfährt ihrer Tochter ein Schicksalsschlag mit ihrem Freund, er wird umgebracht und sie überlebt. Was sie danach erleben, hängt alles irgendwie mit dem Fall von vor Jahren zusammen und ist ziemlich abstrus, aber doch plausibel. Die Mutter selbst lernt wieder einen Mann kennen, den sie in ihr Leben lässt – es ist der Polizist Mace, der in dem Fall des ermordeten Alan, der Freund der Tochter, ermittelt. Mitten im ganzen Geschehen lernt die Tochter wiederum einen neuen Mann kennen, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Das nicht mal nach drei Wochen nach dem Tod ihres geliebten Freundes!

Für meinen Geschmack sind hier zu viele Fäden gesponnen worden, die erst lose und  dann zwar gespannt waren, aber das Buch hätte auch mit etwas weniger Seiten auskommen können. Laymon hat hier ziemlich weit ausgeholt, um die Geschichte auf den Punkt zu bringen, was vieles unglaubwürdig macht. Grade, dass die Tochter sich so schnell nach dem Tod ihres Freundes neu verliebt – da denkt man sich doch auch, was für eine herzlose Maid.

Geschickt hat er zwar alles zusammengesponnen und die Spannung ist auch auf einem Hochseil, aber es ist einfach too much des guten. Irgendwie wäre hier weniger mehr gewesen, um die Story vollends abzurunden. Schade! Dennoch für mich kein Grund, aufzuhören, Laymon zu lesen – er gehört immernoch zu den Lieblingsschriftstellern des Horrors!

Der Schreibstil ist wie immer einfach gehalten und gut zu lesen, was es einfach macht, das Buch in einem Rutsch zu lesen, obwohl es mittig dann absinkt von der Spannung.

Eine Empfehlung kann ich hier nicht wirklich aussprechen, wobei es sicherlich auch Liebhaber dieses Buches geben wird! Für mich war es etwas zu lang und zu unglaubwürdig, aber es kann ja immer mal ein Fauxpas geben! Trotzdem bin ich gespannt auf die weiteren Bücher von ihm, welche ich noch nicht gelesen habe!

2 von 5 Punkten

Max Rhode – Die Blutschule posted by on 20. Oktober 2015

Steckt in allen von uns das Böse, von grundauf? Kann dieses nach außen gekehrt werden durch einen Spiegel, der das Selbst spiegelt? Was passiert dann mit uns? Die Brüder Simon und Mark dürfen das am eigenen Leib erfahren und lernen die Blutschule kennen…

Autor: Max Rhode (bzw. Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Genre: Thriller, Horror
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
eBook: 255 Seiten
Preis: 9,99 €

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin in eine Einöde Brandenburgs. Das Einzige, worauf sie sich momentan freuen können, sind die Sommerferien. Doch auch hier hat der Vater sich etwas anderes ausgedacht – er nimmt sie mit auf einen Ausflug auf eine Insel. Dort gibt es eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer, eine Schule der besonderen Art – Fallen stellen, Opfer jagen und Menschen töten. Simon und Mark fühlen sich wie im falschen Film und fragen sich, wie sie hier wieder heile rauskommen.

Ich muss gleich zu Anfang sagen – ich bin an das Buch gegangen, als wäre es ein typischer Fitzek, denn böse Zungen munkelten, es sei er unter dem Pseudonym Max Rhode – was mittlerweile bestätigt ist, siehe Aufdruck Buch =) Ganz anders als sein typischer Stil ist er hier mehr auf die Horrorschiene gerutscht und man hätte fast gedacht, er wäre es doch nicht – tóuche Herr Fitzek! Dennoch erkennt man als Fan seinen Schreibstil, der immer wieder durchrutscht.

Simon und Mark werden einem vorgestellt als sehr aufgeweckte und neugierige Teenager. So neugierig auf die Blutschule sind sie dann doch nicht, was ihren Vater aber nicht stört. Er will sie das Jagen und Töten lehren. Seit sie in die Einöde gezogen sind, scheint ihnen sowieso alles negativ entgegenzusehen. Keiner mag die Familie wirklich, ein vermeintlich Pädophiler lebt im Wald und Simon wird von einer Clique geärgert. Und dann wird auch noch ihr Vater auf einmal ganz komisch und macht mit ihnen den Ausflug zur Insel.

Es sei gleich gesagt, der Thriller weicht total von Fitzeks Norm ab. Er ist abscheulich und driftet eigentlich eher in das Genre Horror ab, was ja auch nicht ganz Fitzeks Sparte ist. Dennoch muss man hier beachten, dass Fitzek es so geschrieben hat, als wäre es ein Erstlingswerk aus einer anderen Autorenfeder und hierfür hat er volle Punktzahl verdient – denn man kann es eigentlich fast nicht besser machen! Trotzdem ist es erstaunlich, was für eine Fantasie dieser Mann hat und wie er sogar so seinen Schreibstil verändern kann, dass man ihn glatt für einen anderen Autor halten könnte, wenn man es nicht besser wüsste.

Wer also eine etwas zu lebhafte Fantasie hat und sich die Greueltaten in diesem Buch detailgetreu vor Augen zeigen lassen kann, dem sei gesagt, dass es eklig wird. So viel Fantasie der liebe Herr Fitzek hier einspinnt, so viel Kopfkino der ekligen Art ist dies auch. Es ist abartig und eklig in einem, eben gar nicht so richtig Fitzek-typisch.

Auch wer hier einen Topseller Fitzekart erwartet, sollte hier vielleicht eher mit weniger großen Erwartungen herangehen, denn die vielen Rezensionen zeigen, dass die Fans einen detailgetreuen Fitzek erwarten, nicht einen nachempfundenen Neuroman eines Erstlingsautors. Das aber liebe Leute will der Hr. Fitzek genau bezwecken, abweichend von seinen Werken, ausgegeben als Erstlingswerk eines anderen Autors – und genau das ist ihm super gelungen meiner Meinung nach!

Für Fans von Fitzek sicher ein Must-have, auch wenn viele wg. oben beschriebenen eher enttäuscht sein werden. Dennoch eine kurze, spannende Unterhaltung so kurz vor Erscheinen des neuen Fitzeks, in welchem der Autor Max Rhode vorkommt =)

4 von 5 Punkten

Stephen King – Doctor Sleep posted by on 22. Juli 2015

Gibt es die Leute, die Sachen sehen, die andere nicht sehen? Selbst wenn – mal ehrlich, wer würde ihnen glauben? Auch dem Protagonisten in Kings Fortzsetzungsroman zu Shining hat das hellsichtige Sehen und er würde das unter keinen Umständen an die große Glocke hängen. Doch er ist nicht der Einzige und es beginnt eine Odyssee um mysteriöse Leute, Zustände und auch um das Leben eines Mädchens…

Autor: Stephen King
Titel: Doctor Sleep
Genre: Roman
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 28.10.2013
eBook: 503 Seiten
Preis: 9,99 €

Eine mörderische Sekte ist in Amerika unterwegs – diese haben es auf abgesehen, welche das „Shining“ haben. In der Fortzsetzung zu Shining spielt auch hier der kleine Danny, der nunmehr der erwachsene Dan Torrance ist, die Hauptrolle. Die Vergangenheit scheint ihn nicht loszulassen und so steckt er den Kopf in den Alkohol und versucht so zu vergessen. An einem Ort, Frazier, angekommen, schließt er sich der AA-Gruppe an und möchte Abschied zum Alkohol nehmen. Das Shining setzt er nun nur noch in seinem Beruf ein, er spendet in einem Hospiz Sterbenden Trost und hilft ihnen, den Übergang zu finden. Dort ist er bekannt unter Doctor Sleep. Während er sich hier ein normales Leben aufbaut, hat es die 12jährige Abra nicht leicht – auch sie „leidet“ unter Shining. Und sie sieht beunruhigende Dinge – die Sekte, die es auf Kinder abgesehen hat und deren Shining. Sie sehen unscheinbar aus und sind nicht als Monster zu erkennen, ernähren sich aber von Kindern. Nun sind sie hinter Abra her, da diese ein unscheinbar starkes Shining besitzt. Diese verbindet sich telepathisch mit Dan und die beiden machen sich daran, diese Sekte aufzuhalten…

Gleich vorneweg – ich habe Shining nicht gelesen, nur als Film gesehen und trotzdem kann man eigentlich nahtlos anknüpfen. Die Rezensionen zu diesem Buch haben ein weites Spektrum, die Meinungen sind grundverschieden und man merkt doch, wie sehr unterschiedlich die Geschmäcker und Wahrnehmungen jedes einzelnen Lesers sind.

Man merkt hier gleich, dass King versucht, so zu schreiben wie früher. Dennoch ist es doch etwas anderes, als einen frühen King in den Händen zu halten. Wie man ihn aber kennt, geht er genaustens auf die Charaktere ein und zeichnet dem Leser ein unfassbar klares Bild über diese und deren Umgebung. Es ist fast, als wäre man selber mitten dabei.

Angemerkt sei hierbei, dass die Spannung trotz fehlender Horrorelementen stark aufgebaut ist. King geht hier mehr auf die psychischen Elemente ein und wie er hier über den Alkoholismus schreibt, merkt man, dass er selbst damit Bekanntschaft gemacht hat. Viele scheinen ihn daher nun zu verurteilen, aber im Grunde sind Alkoholiker, die den Weg hieraus geschafft haben, sehr starke Menschen und wenn sie dies öffentlich zugeben, macht sie das nur noch stärker – aber genug abgeschweift! Es ist logisch, dass auch ein Schriftsteller irgendwann einmal evtl. einen anderen Stil wie seine früheren Werke entwickelt, da er ja auch mit der Zeit geht und sich selbst weiterentwickelt sowie seine Persönlichkeit.

King hat hier vor alle Dan sehr detailgetreu gezeichnet. Man liebt ihn, man hasst ihn in manchen Momenten, aber vor allem steht man durchgehend hinter ihm. Er ist ein ehrlicher, offener Mensch – nur zu sich selbst nicht so ganz! Als man aber auch noch Abra begegnet und wie die beiden sich verstehen, hat man hier ein Rad, das sich zu drehen versteht.

Irgendwie fand ich meines Erachtens die Sekte eher als nebensächlich, auch wenn es hauptsächlich um diese geht. Es ist wie im richtigen Leben, die bösen Dämonen verfolgen einen und man wird sie nur los, wenn man sich genau diesen stellt statt abzuhauen. Viel eingehender geht King in seinem Roman auf die zwischenmenschlichen Bürden und ihren Dämonen ein, wie sie damit umgehen und fertig werden. Der Schreibstil und die Spannung, die sich immer wieder zwischen den Dialogen aufbaut, haben mich als Leser gefesselt und mitgenommen. Auch nach Beenden des Buches konnte ich noch nicht ganz loslassen und hätte am liebsten noch weiter gelesen.

Auch wenn die Rezensionen hier weit auseinandergehen und viele bekunden, dass dies ein untypischer King sei und daher nicht ganz so lesenswert wie seine älteren Werke, kann ich die Fortsetzung von Shining bedenkenlos weiterempfehlen. Auch hinter diesem Werk steckt ein großartiger King, welcher sich einfach auch durch die Zeit weiterentwickelt hat – weiter so!

5 von 5 Punkten

Stephen King – Joyland posted by on 7. April 2015

Wir alle haben unsere Jugend und das Erwachsenwerden hinter uns – oder noch vor uns. Der Kampf um die Liebe, neuen Herausforderungen und wo man im Leben überhaupt steht, steht hier an erster Stelle. Auch der Protagonist in Kings Buch „Joyland“ hat hier mit so einigem zu kämpfen und muss sich fragen, ob es noch eine Schwelle in das Jenseits gibt…

Autor: Stephen King
Titel: Joyland
Genre: Roman
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 15.04.2014
eBook: 361 Seiten
Preis: 8,99 €

Devin Jones finanziert sich sein Studium mit einem Job im Freizeitpark „Joyland“. Er hat gerade eine Beziehung hinter sich und trauert dieser immernoch hinterher. Im Freizeitpark soll es spuken in der Geisterbahn, dem will er auch auf den Grund gehen. Auf seinen Wegen lernt er viele Leute kennen, unter anderem auch seine Nachbarn, Annie und ihren Sohn. Neben allen zwischenmenschlichen Begebenheiten, tritt er Nachforschungen zum Fall eines ermordeten Mädchens an, welches nun dort im Freizeitpark spuken soll und tritt somit eine Lawine los, welche ungeahnte Folgen hat…

Für einen eingefleischten King-Fan ist das Buch eher weniger ein Horror. Er begibt sich hier eher auf den psychischen „Horror“, welcher sich alltäglich im Kopf eines Heranwachsenden abspielt. Wir lernen Devin als ruhigen, recht bodenständigen Kerl kennen und haben ihn sofort gern. Man begleitet ihn durch den Freizeitpark und durch seine situationsbedingten Probleme. Man kann sich hier auch gleich mit anfreunden, denn haben wir nicht selbst die Wege der Liebe, des Verrates, vermeintliche Freundschaft und Erfolges hinter uns?

Es ist irgendwie kein typisches King-Buch, dennoch lässt es sich nicht verleugnen, dass man es auf Anhieb erkennt. Er geht hier eher auf die alltäglichen Dinge ein, statt die mystischen. Doch auch hier spielt sich nebenbei etwas mysteriöses ab, denn ein Geist soll in der Geisterbahn rumspuken, welcher ein Mädchen sein soll, das ermordet wurde. Klar, Devin versucht herauszufinden, was hier vorging, aber es bleibt irgendwie Nebensache.

Die ganze Geschichte ist eigentlich nichts besonderes, ist trotzdem spannend und reisst den Leser mit. Man erlebt das hier Gelesene gerne mit und möchte dabei sein, wenn Devin immer der Wahrheit näher rückt. Des Öfteren möchte man ihn auch auf etwas stoßen, aber bekanntlich ist das ja leider nicht möglich. Die Beschreibungen sowie der altbekannte King-Schreibstil lassen einen hier den Lesefluss genießen ohne zu unterbrechen. Das Buch schreibt das wahre Leben des Protagonisten, wie es einem im Leben passieren kann.

Die erste Liebe, der erste Job, die erste Krise – wer kennt es nicht? Eigentlich sind das die wahren Gruselelemente, nicht der Geist im Freizeitpark. Dieser ist nur ein Geist, welcher den Schuldigen nicht loslassen kann bis man ihm auf die Schliche kommt. Zwischen den Zeilen liest man doch so viel als das Geschriebene – so wie man es von King kennt!

Einfühlsam und sehr intensiv lässt uns King die Gedankengänge und Gefühle des Protagonisten nachempfinden, bis wir das Buch zu Ende gelesen haben und auf die Seite legen. Trotz, dass es kein gewohnter Horror ist, ist es ein gelungenes Buch und für jeden King-Fan unbedingt empfehlenswert. Ich für meinen Teil werde mir vornehmen, wieder öfters King zu lesen, was ich viel zu lange vernachlässigt habe!

4 von 5 Punkten

Josh Malerman – Bird Box- Schließe deine Augen posted by on 18. März 2015

Manchmal gehen wir ja schon alle blind durchs Leben. Was aber, wenn wir MÜSSEN? So richtig, mit Augenbinden? Wenn etwas Schreckliches da draußen lauert, was wir nicht sehen dürfen, ohne verrückt zu werden? Genau dieser Situation sind die Charaktere und allen voran Malorie in Josh Malermans Buch „Bird Box – Schließe deine Augen“ ausgesetzt. Was steckt hinter diesem Grauen?

Autor: Josh Malerman
Titel: Bird Box – Schließe deine Augen
Genre: Horror, Endzeit
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsdatum: 16.03.2015
eBook: 231 Seiten
Preis: 15,99 €

Gerade als die Welt „verrückt“ zu werden scheint, erfährt Malorie, dass sie schwanger ist. Gemeinsam mit ihrer Schwester Shannon verfolgt sie die aktuellen Nachrichten. Die Menschen scheinen nach Sichtung etwas Unbenennbaren verrückt zu werden und bringen sich und andere um. Malorie, hochschwanger und allein mit ihrem Kind im Bauch, schließt sich einer Gruppe an. Diese haben sich in einem Haus verbarrikadiert und die Fenster abgehängt, die Türen verschlossen und versuchen so zu überleben. Malorie setzt alles daran, diese Menschen, die ihr lieb geworden sind, zu schützen. Das heißt, Fenster abgedunkelt lassen und „nichts sehen“, was einen zur Raserei bringen könnte…

Erst einmal erlebt man Malorie in der heutigen Zeit, hier hat sie bereits zwei Kinder – befremdlich ist, dass sie diese nicht beim Namen nennt, sondern nur „Junge“ und „Mädchen“. Hat sie ihren Kindern denn keinen Namen gegeben, ist die Welt so schrecklich geworden? Scheinbar sind diese bereit im Aufbruch nach woandershin, von ihren Hausgenossen nichts zu lesen…

Dann wechselt das Kapitel in die Vergangenheit, erst als sie erfahren hat, dass sie schwanger war und auch wie sie zu dem Haus mit den verschiedenen Personen gelangt ist. Dort erfährt sie, wie schlimm die Situation wirklich ist und wie man in dieser neuen Welt überleben kann. Wenn man sich zu Anfang gefragt hat, wieso alle die Augen verbinden müssen, um nichts zu sehen, so wird dies nach und nach im Teil der Geschichte beantwortet. Der Einstieg in die Geschichte ist hier ein etwas längerer Weg, wird einem aber durch den fließenden Schreibstil des Autors leicht gemacht und man kann nur so über die Zeilen fliegen.

Ab Kapitel zwei eröffnen einem die Handlungen und die ganzen Situationen mehr Informationen, was eigentlich geschehen ist oder was im Begriff ist noch zu geschehen. Die Kapitel wechseln jetzt ab hier zwischen Gegenwart und dem Vergangenen. In dem Haus trifft Malorie ebenfalls eine schwangere Frau, die genauso weit wie sie sein dürfte. Gemeinsam versuchen die „Bewohner“ sich durch das Leben zu schlagen und wagen sich immer weiter hervor. Als Leser spürt man aber auch vehement die ständige Angst vor den „Wesen“, welche die Raserei auslösen. Was sind sie und was tun sie hier? Nach und nach erfährt man mehr, aber die Frage, was sie hier tun und was mit ihnen passiert ist, bleibt hier der ständige Begleiter.

Der gegenwärtige Teil der Geschichte, in welchem nur Malorie und die Kinder die Handlung sind, wirkt hier fast langweilig gegenüber dem vergangenen Teil, da dort mehr erklärt wird und die Spannung einfach greifbarer ist. Hier schwebt die Angst der Charaktere ständig über dem Leser und zieht diesen somit nur noch mehr in den Lesefluss, da man auf Antworten hofft, weil man einfach genauso wie die Charaktere, nicht weiß, mit was man es zu tun hat.

In anderen Rezensionen bemängeln viele Leser, dass hier kein Thriller vorliegt und die Spannung zu flach ist, dass nichts passiert im eigentlichen Sinne. Dem kann ich so nicht ganz zustimmen – dass es kein Thriller ist, das stimmt wohl, denn meines Erachtens ist es der pure Horror. Man stelle sich nur mal vor,  man wäre in der Haut der Charaktere. Hier gibt es keinen Killer, der alles um sich wegschlachtet, hier ist irgendeine höhere Macht am Werk, welche man nicht erkennen kann. Ist es die Regierung? Ist es Leben aus einer anderen Dimension? Werden die Menschen einfach nur wahnsinnig und der Wahnsinn ist plötzlich ansteckend? Diese Fragen stellen sich einem durchweg und zu meiner Enttäuschung werden diese nicht befriedigend beantwortet. Aber vielleicht ist das der Sinn der Sache, möchte der Autor, dass wir uns im Nachhinein Gedanken über all das Geschehene machen und etwas zwischen den Zeilen erkennen? Man könnte nun lange darüber fachsimpeln – auslegen wird es ein jeder anders.

Die Spannung empfand ich keineswegs als flach, eher noch ansteigend von Kapitel zu Kapitel. Es knistert förmlich zwischen den Zeilen, besonders in den vergangenen Zeiten, aber auch in den gegenwärtigen, da hier ja auch noch etwas passieren muss. Flach war meiner Meinung nach eher etwas das Ende, hier hätte der Autor tiefer in die Materie greifen können. Es sieht fast so aus, als wollte er schnell zu einem Abschluss kommen und hatte ein bisschen Erklärungsnot – könnte aber auch anders gewesen sein, denn was, wenn die Geschichte weitergeht? Vielleicht wollte er dem Leser auch nur genügend Spielraum für die eigene Fantasie lassen!

Außer, dass hier viele, viele Fragen auftauchen, die nicht zufriedenstellend beantwortet werden, kann ich das Buch gewissenlos weiterempfehlen! Aber Vorsicht, für schwache Nerven ist es allemal nicht, es tauchen genug erschreckende Bilder auf und brennen sich ein.

4 von 5 Punkten

Darren Shan – Die Toten, die ich rief posted by on 10. April 2013

Ist es nicht Horror, wenn man von seinen eigenen Geistern verfolgt wird? Was macht man da am besten? Richtig, man schreibt selber Horrorromane über Gespenster – so macht es zumindest der Protagonist aus der Feder des Autors Darren Shan.

Autor: Darren Shan
Titel: Die Toten, die ich rief
Originaltitel: Ladys of the Shades
Genre: Thriller, Horror
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 02.04.2013
Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 14,95 €

Ed Sieveking ist ein Horrorautor. Er selbst sieht Gespenster, seine eigenen Gespenster. Da sucht er in London Inspiration für seinen neuen Roman. Er begibt sich mit einem seiner treuesten Fans auf Geistersuche und wird fündig. Doch auch etwas anderes findet er: die schöne Andeanna. Sich in diese Frau zu verlieben, verheißt nichts gutes – denn sie ist die Frau des Türken Mikis Menderes, mit welchem nicht gut zu Kirschen essen ist. Ed und er kennen sich, sie sind sich keine Fremden….

Der Einstieg in das Buch beginnt mit einem Mord eines Auftragskillers. Es ist flüssig und spannend geschrieben und zieht den Leser sofort hinein. Hier lässt sich schon in etwa sagen, dass der Türke es auf Ed abgesehen hat, wenn auch nicht mit ganzer Sicherheit.

Ed ist eine schrullige Person, man kann ihn sich eigentlich nicht direkt vorstellen. Er scheint etwas zurückgezogen zu leben und hat nicht viel mit Personen zu tun. Eine etwas eigenartige Art hat er, freundet sich aber nichts desto trotz mit seinem größten Fan Joe an. Als er Andeanna trifft, kommt selbst hier ein Gefühl von Zuneigung hervor. Er ist eigentlich eher unsympathisch, dem Leser wird er aber trotzdem ans Herz wachsen, ein etwas abgedrehter Horrorautor.

Ab dem Zeitpunkt der Bootsparty nimmt die Geschichte noch an Fahrt auf und es macht Spaß, dem Geschehen zu folgen. Auch wenn die Geister, die wirklich real in diesem Buch herübergebracht werden, dem einen oder anderen Leser etwas Gänsehaut bescheren werden. Oft erinnert der Schreibstil an einen anderen Autor, so in etwa Richtung Richard Laymon oder auch Bentley Little. Es ist ein ziemlich gewagter Vergleich, aber es lässt sich nicht vermeiden.

Die Geschichte ist raffiniert aufgebaut – hat man den Protagonisten anfangs als eher unsympathische Person im Auge, so erwacht dessen Geist mitten im Lauf. Er entwickelt sich zu einer ganz anderen Person als gedacht, was den Leser überrascht aufhorchen lässt. Ab dieser Stelle ist die Leseflut eigentlich kaum zu bremsen, da man hier nicht mehr aufhören kann vor lauter Neugier, wie es wohl weitergeht. Es geht lang nicht mehr nur um die Geister, sie sind nur die Situation dessen, in welcher er sich nun befindet auf Grund der vorangegangenen Situation. Und dann geht es doch wieder um Geister – die Geschichte scheint etwas verwirrend zu werden.

Doch je verwirrender die Geschichte wird, umso spannender wird es für den Leser. Er hält die Luft an und liest und liest und kann gar nicht mehr aufhören. Hier möchte man einfach nur noch aufdecken, was Sache ist – man kommt beim besten Willen nicht dahinter, was nun wahr ist oder was nicht. Mit dieser Wendung hat der Autor den Leser am Wickel, die Spannung zieht sich hier ins Unermessliche und lässt einen gar nicht mehr los.

Bis man am Ende angelangt ist, kommt man gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Der Autor führt den Leser zig mal an der Nase herum, verwirrend und dann doch wieder klar und wieder umgekehrt. Hut ab, lieber Herr Autor! Ein so spannender Thriller ist mir lange nicht mehr in die Finger gekommen!

Liebe Fans des Thrillers – ein unbedingtes Muss! Anfangs ist es zwar noch schwach aufgebaut, steigert sich aber mehr und mehr und lässt einen nicht mehr los. Der Autor gibt Gas mit Zeile um Zeile, eine Empfehlung des Buches ist unüberwindlich!

5 von 5 Punkten

Daniela Herbst – Tote Straßen posted by on 5. November 2012

Mögen wir nicht alle die Stille? Immer herrscht „Lärm“ um uns rum, es gibt eigentlich keinen Augenblick, in dem es einmal wirklich still ist – es sei denn, wir schlafen. Selbst dann machen die Gedanken weiter und erzeugen Lärm in den Träumen. Doch was, wenn es wirklich ganz still wird? Unheimlich still? In dem gruseligen Roman von Daniela Herbst nimmt die Stille alles ein….

Sarah erwacht völlig orientierungslos, halbnackt und völlig verstört in einer ausgestorbenen Stadt wieder. Hier begegnet sie keiner Menschenseele, nur der unendlichen Stille und ungeheuren, monströsen Dingen – oder entspringen diese nur ihrer Fantasie? Völlig verängstigt wagt sie sich aus dem Schutz der Mülltonnen und wagt die ersten Schritte in die verlorene Stadt, in der niemand haust. Es scheint ihr Höllentrip zu werden. Doch, das was ihr bevorsteht, kann sie nicht wissen – er wartet auf sie und er will sie nie mehr gehen lassen…

Völlig unerwartet tauchte ich in die Welt des Horrors ein. Die Geschichte packt einen ab der ersten Zeile, sie verzehrt einen regelrecht. Man ist sofort bei Sarah, man hat so ziemlich alles deutlich vor Augen. Den Leser überzieht eine leichte Gänsehaut, Schauer jagen einem über den Rücken. Man überlegt die ganze Zeit, was hier wohl vorgeht. Träumt Sarah nur oder wurde sie in eine trostlose Welt des Horrors hineinkatapultiert? Spätestens wenn man richtig angefangen hat zu lesen, lässt der Horror einen nicht mehr los. Man sieht sich selbst in der Person von Sarah, was würde man an ihrer Stelle tun? Sie reagiert ziemlich selbstbewusst, sehr mutig in so einer Situation.

Zeitgleich wird hier noch von einem Arzt in einem Krankenhaus erzählt – was hat das alles miteinander zu tun? Man ahnt es schon halb, aber es kommt doch anders. Die Autorin führt den Leser geschickt in eine Welt voller Horror, wie wir sie uns nur in unseren kühnsten Träumen ausmalen würden. So etwas verfolgt einen normal nur in den Träumen oder in Horrorfilmen – oder eben in guten Horrorbüchern!

Für einen kurzweiligen, schaurigen Abend alleine vor dem Kamin im Flackern des Feuers eine gute Auswahl an Lektüre. Momente des Gruselns sind eingeplant – für schwache Nerven aber nicht unbedingt etwas!

4 von 5 Punkten

Richard Laymon – Licht aus! posted by on 30. Oktober 2012

Gehen wir nicht alle gern ins Kino? Manche Szenen sehen wirklich echt aus, sogar gespenstisch echt. Würde das wirklich auffallen, wenn hier nichts Fiktives sondern etwas Echtes abgedreht würde? Genau so etwas passiert in Laymons Werk „Licht aus“….

Brit schaut sich in einem neuen Kino einen Film an, „Schreck, Der Vampir“ nennt er sich. Sie findet es schon etwas komisch, dass die Schauspielerin genau wie ihre beste Freundin aussieht, da diese doch überhaupt kein schauspielerisches Talent besitzt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass sie die nächste Hauptrolle in einem von Schrecks Filmen spielen wird. Gleichzeitig wird hier die Geschichte von Connie und Dal erzählt, wie sie sich lieben und entlieben und was für böse ungeahnte Folgen das alles hat…

Wow! Mehr kann man als eingefleischter Laymon-Fan eigentlich erst einmal nicht dazu sagen. Auf dem Klappentext steht „Laymon auf Speed“ – man könnte es fast meinen. Er spinnt die Fäden wieder so zusammen, dass der Leser überhaupt nicht ahnt, wie alles miteinander zu tun hat. Dass es ein Kino überhaupt schafft, mit sowas so lange durchzukommen, darauf kann auch nur Laymon kommen und das kann auch nur er in seinen Romanen so realistisch umsetzen. Es jagt einem richtig eine Gänsehaut über wenn man den Zuschauern im Kino über die Schulter schaut. Man überlegt hier schon zweimal, noch einmal in einen Horror zu gehen ins Kino.

Den Personen nah ist man hier eigentlich fast nie, denn diese wechseln ja ständig. Außer den Bösewichten, die ständig immer wieder auftauchen, bleiben hier nicht viel übrig und mit diesen will man ja eigentlich nicht warm werden. Da sind dann aber doch noch Connie und Dal. Die zwei haben eine Beziehung geführt, als Dal die reizende Elizabeth kennenlernt und Connie fremdgeht. Natürlich lernt er diese kennen, als er Connie auftischt, er geht in den Spukpalast, in das unheimliche Kino. Auf dem gleichen Weg dort dran vorbei, lernt Connie Pete kennen, in den sie sich natürlich verliebt. Beide verlieben sich anderweitig, aber trennen sich nicht wirklich im Guten. Auch hier wartet noch viel Spannung auf. Doch was hat das mit dem Kino zu tun und den Tätern? Wie wird das alles aufgedeckt und zusammengesponnen?

Diese Fragen stellt sich der Leser immer wieder zwischendurch und kommt doch auf keinen grünen Nenner, denn scheinbar haben diese Persönchen und die Täter miteinander rein gar nichts zu tun. Wenn auch alle hier Dreck am Stecken haben. Ein typischer Laymon, den man in einem Rutsch durchlesen kann – genau für eine kalte, wache Nacht!

Das Buch sollten nur hartgesottene Horrofans lesen – andere würde dies nur abschrecke und ängstigen!

5 von 5 Punkten

Christian Grohganz – Von heimtückischen Morden posted by on 23. September 2012

Es gibt viele Bücher über Morde, doch sind diese alle heimtückisch? Ein Mord ist eine schlimme Sache, vor den Menschen, die dies ausführen, sollte man Angst haben. Dies zeigt uns auch der Autor Christian Grohganz der fünf Kurzgeschichten über heimtückische Morde…

In der ersten Geschichte muss ein Student erfahren, dass es nicht immer ungefährlich ist, nachts einen Nebenjob auszuführen – es kann jederzeit etwas grauenhaftes passieren. Im nächsten Abschnitt treffen sich zwei alte Freunde wieder, nichtsahnend, dass der Werwolf-Mörder umgeht zur gleichen Zeit. In der dritten Geschichte geht es um eine Ketten-Mail, die durchaus ernst zu nehmen ist, die vierte Geschichte handelt von einem verrückten Mann, der denkt, die Fliese bewegt sich – oder tut sie das wirklich? Genau das passiert, als ein Kommissar zu Besuch ist und eine Leiche sucht. In der letzten Geschichte erhofft ein Polizist sich von Humbug wie durch den Blick einer Toten zu sehen, den Mörder zu finden….

Hier ist sie, die neue Kurzgeschichtensammlung des Autors! Und wieder geht er auf die innersten Ängste der Leser ein und jagt so mit seinen Geschichten dem Leser eine Gänsehaut über den Rücken. Die Kurzgeschichten zu lesen, ist wie in eine Welt des Horrors kurzweilig abzutauchen – am besten sollte man das abends bei gedämmten Licht lesen. Fängt man erst einmal an, ist man sofort mit dabei und kann kaum aufhören, dem Geschehen zu folgen. Man ertappt sich öfters dabei, wie man der Figur in der Geschichte etwas zurufen mag, sie solle dies oder jenes tun, um Schlimmes abzuwenden. Selbst die Bilder zwischen den Geschichten sind gut gewählt und passend gestaltet. Der Schreibstil des Autors ist locker und gut zu lesen, man kann der Geschichte ohne Stocken folgen.
Was mich persönlich etwas störte, war der persönliche Dialog des ersten Protagonisten, der in der wörtlichen Rede gekennzeichnet war. Aber das tut ja der Geschichte keinen Abbruch, man merkt richtig die Verzweiflung durch die Zeilen durch, es greift nach einem wie Fäden und man versinkt in dem Horror.
Bei der zweiten Geschichte schon hat man das Gefühl, der Autor steigert die Spannung nach und nach. Und immernoch möchte man den Charakteren so einiges zurufen, was aber nie ankommen würde, da die Geschichte ja schon geschrieben ist. Der Autor hat einen total in den Fängen mit seinen Geschichten über die heimtückischen Morde.  Jede dieser Geschichten hat seinen eigenen Charakter und weckt die Angst hintergründig beim Lesen. Hierauf versteht sich der Autor sehr gut, dem Leser die tiefsten inneren Ängste mit seinen Geschichten herauszulocken, nach Lesen macht man sich Gedanken wie „was wäre, wenn…“
Wenn der Autor einmal ein ganzes Horrorbuch schreiben würde, wäre ich die erste, die es mit Vergnügen kaufen und lesen wird!

Für einen kurzweiligen Schauerabend ist die Sammlung der fünf Horrorgeschichten durchaus sehr gut geeignet und verleiht dem Abend etwas Spannung. Am besten bei gedämmten Licht zu lesen, so entfaltet sich die Wirkung am besten!

4 von 5 Punkten