Carola Wolff – Ausgerechnet Muse posted by on 2. August 2017

Wissen wir wirklich, wer alles unter uns wandelt und vor allem, WAS? Das ist die Frage – sind wir nur Menschen hier oder doch andere Wesen oder auch Menschen mit Begabungen? So genau wird uns das wohl nie jemand beantworten können und wenn es jemand doch behauptet, schenkt ihm keiner Glauben. Apollonia aus dem Roman „Ausgerechnet Muse“ hat eine Gabe und möchte sie nicht, egal wie viele an sie glauben…

Autor: Carola Wolff
Titel: Ausgerechnet Muse
Genre: Fantasy, Jugendroman
Verlag: Fabulus
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
eBook: 320 Seiten
Preis: 13,99 €

Apollonia Parker, 17 Jahre, möchte am liebsten frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem (noch defekten) Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Doch da wird ihr ein Strich durchgezogen – denn sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Ihre besondere Gabe sieht die Aufgabe für sie vor, dass sie einen Künstler fördert. Als sie auf den jungen Songwriter Nick trifft, passiert das unglaubliche – sie wird seine Muse und nicht nur das, sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Dieser ist von ihren Fähigkeiten ganz hin und hergerissen, möchte sie aber nicht drängen, diese auch zu nutzen, wenn sie das gar nicht möchte. Da ist auch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell gegen diese Verbindung und möchte Apollonias Gabe für seine Zwecke haben. Er setzt daher die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia ihn an sich zu binden, dass er nicht auf die schwarze Muse hereinfliegt und wie entscheidet sich Apollonia überhaupt in Bezug auf ihre Gabe?

Es ist ein Buch, in welchem so ziemlich alles vorkommt. Bösewichte, gute Menschen und auch sprechende Tiere und Menschen mit Fähigkeiten. Der Einstieg ist ziemlich leicht und man schafft jede Hürde, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat. Apollonia ist eine etwas zickige Angelegenheit, dennoch hat sie genug Herz, dass man sie für sympathisch befindet. Man geht mit ihr den steinigen Weg einer Muse, die eigentlich gar keine sein möchte, sondern einfach nur ein normaler Teenager. Als das Blatt sich wendet, scheint alles zu spät zu sein, auch da steht man ihr in den Zeilen bei und hofft das Beste. Nick ist ein netter, junger Mann, der sich auch wirklich für Apollonia zu interessieren scheint. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und fesselt den Leser.

Man merkt allerdings sehr, dass das Buch junge Leser ansprechen soll, sei es sprachlich oder inhaltlich. Macht aber nichts und stört auch den Lesefluss nicht. Als älterer Leser ist es zwar manchmal etwas „anstrengend“, da man auch etwas älter denkt, trotzdem kann es sehr mitreissend und mitfiebernd sein. Selbst Apollonias Mutter ist eine erfrischende Frau, die die Seiten zum Blühen bringt.

Der Roman ist alles in allem eigentlich sehr bildlich dargestellt und man kann sich fast selbst ausmalen, daneben zu stehen und das ganze Geschehen zu beobachten. Ich selbst würde gerne mehr von dieser Autorin lesen und kann sie auch herzlich gerne weiter empfehlen!

4 von 5 Punkten

M.G. Reyes – Little Secrets – Lügen unter Freunden posted by on 10. Januar 2017

Haben wir nicht alle schon einmal als Teenager von einem freien Leben geträumt? Von einer eigenen Wohnung und dass wir tun und lassen können, was wir wollen? Im Roman „Little Secrets“ können sechs Teenies genau das tun – sie wurden für mündig erklärt und leben nun am Strand in einer WG zusammen. Was bei ihnen alles passiert, erzählt uns die Verfasserin der Geschichte, M.G. Reyes.

Autor: M.G. Reyes
Titel: Little Secrets – Lügen unter Freunden
Genre: Jugendbuch
Verlag: HarperCollins
Taschenbuch: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.10.2016
Preis: 16,00 €

Es klingt wie ein großer Traum, der in Erfüllung geht. Sechs Teenies, darunter vier Mädchen und zwei Jungs, ziehen als WG in ein Haus am Venice Beach. Sie wurden für mündig erklärt und sind somit für sich selbst zuständig. Aber alle sechs haben ein dunkes Geheimnis, sogar Mord. Als eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel.

Jeder der Charaktere hat ein dunkles Kapitel in seinem Leben und alle haben auch einen Grund, wieso sie alleine leben möchten, ohne ihre Eltern. Die Autorin hat die Charaktere jeder für sich detailgetreu gezeichnet, man kann sich also ziemlich schnell ein Bild von ihnen machen. Wobei bei jedem ein Geheimnis dahinter steckt, man fragt sich also doch, ob die Person so ist, wie sie sich gibt.
Gefallen könnte man daran finden, wie die Autorin den Ball hin und her wirft, wie jeder mal erzählt und wie die spannenden Gespräche zwischendurch für Furore sorgen. Man liest auch von geheimnisvollen Telefonaten von jemandem Aussenstehenden sowie jemandem aus der WG. Man fragt sich ständig, wer das wohl ist, kommt aber auch gleich darauf. Nur was hat diese Person zu verbergen, und vor allem alle anderen auch?
Die Sprache und auch der Stil sind einfach gehalten, so dass der Lesefluss eigentlich nie abbricht. Es ist ein Jugendbuch und so ist es auch gehalten. Aber auch etwas junggebliebene Erwachsene finden sich darin wieder und können sich im Gelesenen verlieren. Man kann so richtig abschalten und auch eine Zeit lang am Venice Beach verweilen, zusammen mit den verschiedenen Charakteren.
Von der Spannung, welche aufgebaut wird und den recht interessanten Dialogen zwischendurch von den Charakteren, erwartet man natürlich ein bombiges Ende. Ich persönlich war etwas enttäuscht vom Ende, das hätte man noch mehr ausbauen können und anders aussehen lassen können. Das kann aber auch nur eine persönliche Ansichtssache sein.
Empfehlenswert ist dieser Roman allemal an die jungen Leser, die gerne einmal in andere Lebensgeschichten und dunkle Geheimnisse abtauchen möchten, sowie an die junggebliebenen Leser, die nochmals in Teenieträume abtauchen möchten!
4 von 5 Punkten
Judd Winick – Hilo: Der Junge, der auf die Erde krachte posted by on 11. November 2016

Kennen und lieben wir nicht (fast) alle Comics? Ich habe sie gerne in meiner Jugend gelesen und durfte nun auch den neuen Comic von Judd Winick lesen. Hilo, ein sympathischer Junge von einer anderen Welt…

Autor: Judd Winick
Titel: Hilo 1: Der Junge, der auf die Erde krachte
Genre: Comic
Verlag: POPCOM
Gebunden: 200 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.10.2016
Preis: 14,00 €

Hilo kracht eines Tages auf die Erde – bekleidet ist er nur mit einer silbernen Unterhose! Er hinterlässt einen riesigen Krater, über welchen D.J. stolpert und Hilo findet. Hilo selbst kann sich an nichts erinnern, auch nicht, wie er auf die Erde kam. D.J. gibt sich alle Mühe, das gemeinsam mit Hilo herauszufinden. Es beginnt eine spannende Zeit, die auch alles andere als normal ist, sondern chaotisch! Dann entdecken sie Hilos Geheimnis und stürzen ins Abenteuer!

 

Den Autor kennt man als Zeichner von z.B. Batman und anderen Superhelden – da ist die Geschichte rund um Hilo doch etwas ganz anderes. Diesen zeichnet er mit viel Gefühl als aufgeweckten Jungen, der gemeinsam mit seinen neuen Freunden Stück für Stück hinter sein Geheimnis kommt. Der Comic ist auf jeden Fall anders als seine vorangegangenen Comics und auch einmal eine neue Story. Sie erzählt das Abenteuer drei Kinder, die sich mit viel Elan hineinstürzen und nebenbei noch das Geheimnis lösen, woher Hilo eigentlich kommt und was er hier tut.
Die Bilder sind mit viel Liebe gezeichnet und man sieht sofort, dass der Autor ein geübter Zeichner ist, viel Detail und schöne Bildchen sind hierbei herausgekommen. Wenn man erst einmal angefangen hat, den Comic zu „lesen“, hat man ihn auch schwupp die wupp fertig.
Für mich selbst war das eine gelungene Reise in mein Kinderalter, so lange ist es schon her, als ich den letzten Comic in den Händen hatte. Das wird sich sicherlich nun ändern, da ich wieder Gefallen daran gefunden habe. Den Comic werde ich auf jeden Fall auch meinen Kindern zu lesen geben, sobald sie etwas damit anfangen können! Empfehlen kann ich diesen allen, welche sich gerne von gut gezeichneten Bildern sowie einer guten Story entführen lassen wollen!
4 von 5 Punkten
Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung posted by on 27. September 2016

Alle Fans der Trilogie haben erpicht auf den dritten Teil gewartet – und wurden belohnt. In diesem geht es heiß her, bis zum Finale. Wie sich Layla entscheidet und was sich alles ereignet zwischen Himmel und Hölle, erzählt die Autorin im finalen Band ausgiebig.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 3 – Sehnsuchtsvolle Berührung
Genre: Fantasy
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 15.08.2016
eBook: 304 Seiten
Preis: 14,99 €

Layla weiß einfach nicht, wo ihr der Kopf steht, von ihrem Kopf ganz zu schweigen. Roth lockt sie an und auch Zanye. Während sie Probleme hat, mit ihren Gefühlen klarzukommen, droht ein höllischer Feind die ganze Welt auszulöschen. Layla kann nur Krieg führen, welchen sie niemals alleine gewinnen kann….

Wie auch schon beim zweiten Teil, findet man beim dritten mühelos den Anschluss, da dieser direkt an das Ende angeknüpft ist. Was hier aber anders ist, ist, dass Layla sich nach dem ewigen Hin und Her endlich entscheidet. Ob sie das Richtige tut? Sieht wohl jeder anders, meiner Meinung nach: ja!

Auch die Spannung nimmt hier Fahrt auf, man findet immer lockerer in die Story hinein, nur damit sie einen nicht mehr loslässt. Man ist total gefangen, der Krieg zwischen den Welten nimmt einen auf einen wahren Höllenritt mit. Man kämpft und fiebert mit Layla und Co. mit. Auch wie sie sich entscheidet – man fragt sich, ob es so bleibt und was noch geschieht.

Meiner Meinung nach hat die Autorin hier einen grandiosen Abschluss der Trilogie hingelegt – der dritte Band übertrifft die Erwartungen beider ersten Teile allemal. Die Charaktere sind mitgewachsen und so auch die Spannung und alles, was dazu gehört. Es ist eigentlich schade, dass es das hier schon war und man nun nichts mehr von den Personen hört, die einem doch mittlerweile ans Herz gewachsen sind.

Wer also den ersten und den zweiten Teil bereits verschlungen hat, sollte unbedingt auch den dritten lesen – ihr werdet es nicht bereuen, versprochen!

5 von 5 Punkten

Zoe Hagen – Tage mit Leuchtkäfern posted by on 4. August 2016

Ein jeder rennt mit seinen Problemen durchs Leben – einige stecken es besser weg, andere zerbrechen daran und nochmal andere sind fast daran zerbrochen und versuchen das Beste daraus zu machen und wieder empor zu steigen. Depressionen sind heutzutage keine Seltenheit mehr, immer mehr Menschen erkranken daran, so dass es schon gar nichts „Besonderes“ mehr ist. Dennoch ist dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen…

Autor: Zoe Hagen
Titel: Tage mit Leuchtkäfern
Genre: Roman, Jugendliteratur
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum: 14.03.2016
eBook: 192 Seiten
Preis: 9,99 €

Antonia leidet an Depressionen, Bulimie und kommt nicht wirklich aus dem Teufelskreis raus. Sie läuft Fred über den Weg, einem Mitglied aus dem „Club der verhinderten Selbstmörder“. Von nun an ist auch sie dabei und hat somit neue Freunde gefunden…

Mehr möchte ich gar nicht vom Inhalt verraten, denn das wäre zuviel gesagt. Die Autorin hat hier einen Jugendroman geschaffen, der eigentlich nicht nur für Jugendliche ist. Er wirkt nachdenklich, flüssig zu lesen, mit etwas Humor gespickt und doch todernst.

Dargestellt ist das Buch als Briefe an Gott von Antonia. Sie glaubt zwar eigentlich nicht an Gott, weiß aber auch sonst nicht, an wen sie sich wenden soll. Die Briefe und auch die Dialoge darin sind gut gewählt und lassen einen über das Geschriebene und auch die eigene Umwelt nachdenken.

Das Thema Depression und der Umgang damit, wie man selbst und die Umwelt damit umgeht, ist hochaktuell – denn es gag noch nie mehr Leute, die daran erkrankt waren. Früher war das ja ein Tabuthema, heutzutage kommt man kaum drum rum, da es immer mehr betrifft. An was liegt das? Es mag wohl sein, dass jedem ein anderes Thema „falsch“ einfährt und daran zerbricht. Aber es ist doch auffällig, wie viele davon betroffen sind.

Auch die Protagonistin des Romans hat damit zu kämpfen, man kann nur vermuten und zwischen den Zeilen herauslesen, warum, denn verraten tut sie es nicht wirklich. Gut geschrieben, in eine gute Story verpackt, klärt die Autorin über innere Gefühle und den Umgang damit auf.

Wer sich hier also auf eine leichte Lektüre gefasst machen will, sollte sich das schnell aus dem Kopf schlagen, denn vielmehr ist sie tiefgründig und auch traurig, aber auch mit sehr schönen Momenten darin, die zeigen, dass das Leben eigentlich doch sehr lebenswürdig ist!

Was es mit den Leuchtkäfern zu tun hat, lest selbst – ich finde es gut gewählt und eine schöne Erklärung!

Für mich war das eine gelungene Abwechslung in meinem Bücherschrank und ich möchte das Gelesene auch nicht missen – ich kann es also bedingungslos weiterempfehlen – nicht nur für jugendliche Leser!

5 von 5 Punkten

 

Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht posted by on 17. Mai 2016

Gefühle über Gefühle – wenn man nicht mehr weiß, wo sie hingehören. Da sollte man sich schnell einig werden, vor allem wenn auch vieles anderes aus der Bahn gerät. So ergeht es auch Layla, der Protagonistin im zweiten Band von Jennifer L. Armentrouts Dark Elements Reihe.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 2 – Eiskalte Sehnsucht
Genre: Fantasy
Verlag: ya (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.02.2016
Gebunden: 432Seiten
Preis: 16,90 €

Layla vermisst den sehr attraktiven Dämonen Roth, der sich für sie geopfert hat und nun in den Feuergruben ist. Ihr bester Freund Zayne möchte sie darüber hinwegtrösten, Küsse findet Layla aber zu riskant, da sie Angst hat, seine Seele zu nehmen. Ihre „Familie“, die Gargoyles haben Geheimnisse vor ihr und scheinen ihr zu misstrauen, das macht ihr ganz schön zu schaffen. Auf einmal taucht Roth wieder auf, doch bevor sie das genießen können, bricht die Hölle los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es wird so ziemlich da angeknüpft, wo es beim ersten Band aufgehört hat. Nur passiert ziemlich gleich was – nämlich, dass Roth zurückkehrt und dass die Hölle losbricht im wahrsten Sinne des Wortes. Layla hat in diesem Band so richtig mit ihren Gefühlen zu kämpfen und nicht nur das, auch Abbott und die ganzen Gargoyles scheinen Geheimnisse zu haben und ihr zu misstrauen. Langsam fängt sie auch noch selbst an, sich und ihren Fähigkeiten zu misstrauen.
Es ist auch für den Leser ein „schmerzvolles“ hin und her, was da zwischen Layla, Roth und Zayne abgeht. Man weiß nicht, wem man es mehr wünschen würde, dass es klappt. Denn Roth ist trotz, dass er ein Hohedämon ist, ein toller Dämon, der schnell das Herz erobert. Aber aus irgendeinem Grund will er Layla von sich weg wissen – man merkt aber, dass das nicht wirklich ernsthaft sein Wunsch ist. Da steckt mehr dahinter…
Zayne gibt Layla gegenüber endlich seine Gefühle zu, doch wie soll das funktionieren, da sie ihm doch in jedem Moment die Seele rauben könnte durch einen Kuss? Und was würde Abbott, sein Vater dazu sagen?
Irgendwann geht es ein kleines bisschen auf die Nerven, das ständige Hin und Her. Layla scheint sich einfach nicht entscheiden zu können.
Der zweite Band kommt auf jeden Fall mit einer größeren Spannung daher wie der erste. Er unterhält gut und reisst den Leser auf den Wellen der Dämonen und Wächter mit. Es passiert wieder allerhand und Layla, Roth und Zayne haben hier genug zu tun, nicht nur ihren Gefühlen nachzuhängen.
Der Schreibstil ist noch immer der gleiche, noch immer dem Jugendstil angepasst und auch flüssig zu lesen – es gibt hier also nichts zu meckern! Wenn der nächste Band noch eine Steigerung verspricht, habe ich auch hier nichts dagegen – denn das Ende hat auf jeden Fall Lust gemacht, weiterzulesen! Für diejenigen, die auch schon den ersten Band gelesen haben, ist der zweite auf jeden Falle in Muss!
4 von 5 Punkten
Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 1 – Steinernen Schwingen posted by on 6. April 2016

Es gibt soooo viele Vampirromane. Nichts gegen diese, sie sind gut – aber Mainstream! Warum nicht mal einen über Gargoyles und Dämonen schreiben? Jennifer L. Armentrout hat sich rangewagt und darüber eine Serie geschrieben.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 1 – Steinerne Schwingen
Genre: Fantasy
Verlag: ya! (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebunden: 448
Preis: 14,99 €

Layla wäre so gern ein normaler Teenie, dabei gehört sie zu den Wächtern. Diese sind ein Volk aus Gargoyles und jagen Dämonen. Layla ist aber nicht ganz Wächterin, sie ist zur Hälfte auch noch Dämonin. Mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben – was sie aber besser sein lässt, wenn sie doch Wächterin ist. Daher sind für sie Dates streng tabu, auch mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, der zudem der Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie ist. Auf ihren Streifzügen, auf welchen sie die Dämonen markiert, fällt ihr der in der Tat gutaussehende Hohedämon Roth auf. Sie kann nicht genug von ihm zu bekommen und er scheint ein ganz besonderes Interesse an ihr zu haben. Er rettet ihr das Leben und fortan weicht er nicht von ihrer Seite, nein sie machen noch gemeinsame Sache. Dabei verrät er ihr das größte Geheimnis, nämlich woher sie stammt…

Layla wird vor den Augen des Lesers direkt lebendig, die Autorin hat sie richtig gut detailgetreu gezeichnet. Auch ihre Gefühlsregungen werden deutlich und man fühlt sich, als würde man es fast selber spüren. Ihre tiefe Zuneigung gegenüber Zayne, aber auch gegenüber Roth – ich selbst wüsste nicht, was ich in dieser Situation getan hätte! Die beiden Männer sind ebenso detailgetreu dargestellt und unterschiedlicher könnten ihre Charaktere nicht sein. Man muss sie aber alle lieb haben, denn sie haben doch ihre guten Seiten – Dämonen oder Gargoyles hin oder her. Die Autorin hat alles so gut geschildert, dass man als Leser gleich erkennt, wer hier was im Schilde führt. Man versucht innerlich Layla darauf hinzuweisen, aber logischerweise ist das ja nicht möglich.

Der Schreibstil fesselt einen sofort, keine Frage. Er ist dem Jugendstil angepasst und leicht zu lesen, durch die vielen Dialoge zwischen den Charakteren lässt es sich noch leichter vorankommen. Die vielen Geheimnisse, die die Geschichte umgibt, macht es umso lesenswerter – und das war ja nicht der letzte Teil, sondern erst der erste! Dennoch gibt es einen kleinen Abzug, da es ab und an immer wieder das gleiche Hin und Her ist, die Spannung aber leidet nicht darunter. Vieles ist zwar vorhersehbar, sollte aber wohl so sein und ist auch nicht unbedingt schlecht!

Ich für meinen Teil werde die weiteren Teile mit Vergnügen verfolgen und ich bin gespannt, wie es sich mit Zayne entwickelt und was aus Layla wird und auch allen weiteren! Empfehlenswert ist das Buch allemal an diejenigen, die auch mal etwas anderes als die übliche Vampirkost lesen möchten und dennoch auf ihre Kosten bespaßt werden durch das Gerangel der jeweilgen Rasse!

4 von 5 Punkten

Sophie Kinsella – Schau mir in die Augen, Audrey posted by on 10. November 2015

Jeder hat sein Päckchen im Leben zu tragen, viel durchgemacht, was einen mehr oder weniger prägt und zu der Person macht, die man geworden ist. Auch Audrey geht es so – der Protagonistin im neuen Roman von Sophie Kinsella. Sie hat Schweres durchgemacht und hat nun noch psychische Spuren mitzutragen. Wie sie damit umgeht, erzählt sie dem Leser Schritt für Schritt.

Autor: Sophie Kinsella
Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Genre: Jugendroman
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 20.07.2015
eBook: 384 Seiten
Preis: 11,99 €

Eigentlich hat Audrey ein ganz normales Leben in einer durchgeknallten Familie. Ihr Bruder sitzt nur vor dem PC, die Mutter ist eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, aber der Mutter höriger Teddybär. Wenn hier das Wörtchen „eigentlich“ nicht wäre – denn Audrey hat eine Angststörung und versteckt sich hinter ihrer Sonnenbrille. Ja niemanden in die Augen schauen! Sie hat immer wieder Sitzungen bei ihrer Therapeutin, anders geht sie gar nicht aus dem Haus, da sie Angst hat. Die Therapeutin rät ihr, einen Dokufilm über ihr Leben zu drehen und auch Interviews mit den einzelnen Personen zu führen. In dieser Zeit kommt ihr der gute Freund Linus ihres Bruders immer mehr vor die Linse und es scheint sich hier etwas anzubahnen…

Bisher habe ich nur eines von Kinsellas Büchern gelesen, was einen ganz anderen Stil hat. Natürlich, denn das hier ist ein Jugendbuch – ihr erstes! Es fängt damit an, dass Audrey den Lesern erzählt, wie ihre Mum gerade verrückt wird, denn sie will den PC ihres Sohnes aus dem Fenster werfen. Dann folgt eine ellenlange Ausführung, wie es überhaupt dazu kam. Audrey ist wahrscheinlich jedem Leser sogleich sympathisch, komisch ist sie dennoch. Trotzdem ein starkes Mädchen, das sich gerne selbst heilen würde und wieder normal sein will. Man muss sie lieb haben sowie ihre ganze Familie, ein jeder hat hier einen an der Waffel – irgendwie! Aber auf eine liebenswürdige Weise. So ganz durchgeknallt finde ich diese aber nicht, ich kann mir denken, dass viele so drauf sind. Naja, Audrey hat ihr eigenes Päckchen zu schleppen, sie hat durch ein Ereignis an ihrer alten Schule ein psychisches Päckchen mitzutragen. Sie hat eine Angststörung und versteckt sich hinter ihrer Sonnenbrille, sie geht nicht raus und meidet alle Leute, da sie gleich eine Panikattacke bekommt. Ganz anders als der Freund Linus ihres Bruders auftaucht – er scheint etwas in ihr zu berühren, was andere noch nicht geschafft haben. Kann er sie heilen?

Was mich etwas gefuchts hat an dieser Story ist, dass niemals bekannt wird, was genau eigentlich Audrey widerfahren ist. Eigentlich hat es ja nichts mit der Geschichte an sich zu tun, aber es würde die Protagonistin authentischer werden lassen – und mehr Einblick in ihre Lage blicken lassen! Es wird immer nur angedeutet, man bekommt nur Häppchen, nur um dann doch wieder fallen gelassen zu werden diesbezüglich.

Der ganze Aufbau und der Sprachstil aber lassen einen überzeugen, dass die Geschichte wirklich lesenswert ist und für eine gute Unterhaltung zwischendurch sorgt. Man kann zwischenzeitlich abschalten und sich ganz Audrey hingeben, wie sie den Weg der Heilung meistert und wie sich die Geschichte zwischen ihr und Linus entwickelt. Trotzdem stand ihr Bruder Frank des Öfteren viel mehr im Vordergrund als sie, was hier eigentlich mehr Sinn machen würde. Es behindert den Lesefluss aber kaum, man verfolgt gerne das Geschehen in dieser Familie und rätselt mit, was wohl als nächstes lustiges passiert.

Das Ende ist ziemlich vorhersehbar, was dem Roman aber keinen Abbruch tut – hier geht es mehr um die Unterhaltung zwischendurch, als um die Spannung zum Ende hin! Also meiner Meinung nach kann Fr. Kinsella gut und gerne noch mehr Jugendbücher schreiben, auch wenn ich persönlich lieber ihre Chick-Lit-Romane lese =)

Empfehlenswert an die Jugend ist das Buch allemal, aber auch an die junggeblienen Erwachsenen, die gerne vom Alltag einfach mal abschalten möchten und in witzige Storys und Familiengeschichten hineingezogen werden möchten.

3 von 5 Punkten

Cynthia Hand – Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks posted by on 7. Oktober 2015

Es ist immer hart mitzuerleben, wie jemand aus dem näheren Kreis der Familie stirbt – und erst recht, wenn dieser von eigener Hand starb. Was für Gründe muss jemand haben, um zu so einem Schritt zu kommen? Dieser endgültigen Frage geht auch die Protagonistin Alexis in Cynthia Hands neuem Roman nach.

Autor: Cynthia Hand
Titel: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Genre: Jugendbuch, Drama
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Preis: 16,90 €
bereitgestellt durch BdB

Am 20. Dezember bringt sich Alexis´Bruder Tyler selbst um. Ab diesem Zeitraum geht für Lexie alles bergab – sie hat ihren Bruder verloren, weiß nicht was ihn geplagt hat und gibt sich die Schuld daran. Denn Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt und sie hat sie nicht beachtet. Hätte sie daran noch etwas ändern können? Vor diesem Schicksalsschlag hat Lexie ein wundervolles Leben geführt – einen tollen Freund, ihren Traum Mathematik  zu studieren – und mit Tylers Tod ändert sich die Gleichung, unwiderruflich. Lexie wird von dem Gedanken verfolgt, dass sie noch etwas hätte ändern können, hätte sie nur auf die SMS geachtet – daher versucht sie mehr, über Tylers Beweggründe herauszufinden.

Dem Buch haftet die ganze Zeit eine melancholische Schwere über – es frisst einen innerlich auf, wie sehr die Charaktere durch den Tod leiden, allen voran Lexie, da sie sich die Schuld daran gibt. Sie hatte eigenlich alles, einen super Freund, ihr Traum kann verwirklicht werden, Mathe zu studieren – und dann das. Es reisst sie aus dem Leben, den Boden unter den Füßen weg. Auch ihre Mutter ist nur noch eine Marionette ihrer selbst. Lexie geht zu einem Therapeuten, der ihr nahegelegt hat, Medikamente zu nehmen, was sie aber vehement abgelehnt hat. Daraufhin schlägt er ihr vor, ein Tagebuch zu schreiben, was sie auch tut. Hier erfährt sie mehr und mehr über die Hintergründe und scheint doch einiges mehr zu wissen, als sie ahnt. Auch als Leser kann man hier tiefer Einblick nehmen, oft zieht es einem echt das Herz zusammen.

Als Leser ist man natürlich genauso wie Lexie erpicht darauf, aus welchem Grund das Unglück geschah und man forscht mit ihr zusammen danach. Das bringt einen immer näher mit ihr und man kann sie sehr gut verstehen, ihre Handlungen, ihre Gedanken und einfach alles. Manchmal ist es so, als wäre man direkt bei ihr dabei.

Das Thema beschäftigt einen auch noch hintenach, eine leichte Lektüre für Zwischendurch ist dies keinesfalls – es regt zum Nachdenken an, wie man solche Signale erkennen kann und was einen Menschen so bewegt, dass er zu so einem fatalen Schritt fähig ist. Bestimmt hat jeder schon einmal gedacht, am liebsten würde er dem ein Ende setzen, es aber dann auch ernsthaft so zu meinen und auch tun? Das ist schon ein großer, großer Schritt und hinterlässt viele trauernde Menschen und Erinnerungen.

Ein gut gelungener Roman allemals, den man ohne schlechten Gewissen weiterempfehlen kann an die jüngeren und auch etwas älteren Leser unter uns, die nicht nur eine seichte Unterhaltung mit Lovestory bevorzugen, sondern gern auch einmal etwas Tiefgründiges lesen!

5 von 5 Punkten

 

Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße posted by on 7. September 2015

Eine Entführung in die magische Fantasiewelt – jedes Kind hatte eine, jedes Kind hatte einen Ort, an welchem es sich mit fabelhaften Kreaturen oder dergleichen getroffen hat und vieles erlebt hat. Auch der Protagonist in Gaimans Roman „Der Ozean am Ende der Straße“ hatte ein solches Erlebnis…

Autor: Neil Gaimann
Titel: Der Ozean am Ende der Straße
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Verlag: Eichborn
Erscheinungsdatum: 08.10.2014
Hardcover: 238 Seiten
Preis: 18,00 €

„Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen…“
Die Erzählweise des Autors packt den Leser sofort bei der Stange – man ist gefangen in der mystischen Welt, die der nun etwas ältere Protagonist erzählt. Er fährt in seine Heimat zurück wegen einer Beerdigung und erinnert sich zurück an die Zeit, als er hier mit 7 Jahren gelebt hat – und auch Lettie Hempstock, die Freundin mit ihrem Ententeich, welcher ein Ozean sei, wie sie behauptet.
Die Begegnung mit den Hempstock-Frauen ist einzigartig und man fühlt sich in Märchen versetzt, sobald sie anfangen zu erzählen. Sie sind die Weisheit an sich und die Beschützerinnen – sie meistern alles und bringen alles ins Lot, wie es sein soll. Lettie ist da auch keine Ausnahme – sie zeigt dem Protagonisten den Teich, ihren Ozean. Dort passieren die unglaublichsten Dinge und der Protagonist macht Bekanntschaft mit schönen Dingen, aber auch mit Monstern.
Der Schreibstil des Autors ist poetisch, idyllisch mit den Erinnerungen des Ich-Erzählers. Die Mystik sickert hier schön durch, hat der Autor doch schon immer eine Schwäche für solches und auch zu den Göttern, wie in anderen seiner Werke erkennbar. Die fantastischen Monster im Roman haben tatsächlich Ähnlichkeit mit den wahren Monstern des Lebens – sei es hier die Angst vor dem Alleinsein, des Erwachsenwerdens und das Drumherum eines Kindes. Geschickt verwebt der Autor diese Eigenschaften sowie auch die wichtigen Dinge wie Freundschaft und Vertrauen in einen Roman, der nur von fantastischen Elementen strotzt.
Als Leser lässt man sich gern in diese märchenhaft Welt zurückversetzen und lernt gemeinsam mit dem jungen Protagoisten die wahren Monster der Realität kennen – in seiner Denkweise noch in Form von fantasievollen Gestalten. Es wird ein Märchen erzählt, das leider wahr ist – nur in anderer Form. Es wird verschönt aufgetischt, so dass man neben dem Geschriebenen auch zwischen den Zeilen lesen muss, um alles wahrzunehmen.
Der Protagonist hat in jungen Jahren so wahrlich schon mit einigen Monstern zu kämpfen, die er aberz ohne Selbstmitleid und ohne Nörgeln anerkennt und etwas daraus macht. Er lernt schnell und kann sich selbst helfen und versucht auf seine ganz eigene Weise in der realen Welt zurechtzukommen. Begleitet man ihn so, fühlt man sich einerseits in eine märchenhafte, wenn auch etwas gespenstische Welt zurückversetzt, hat hier aber auch einen sehr mutigen, kleinen, jungen Mann an seiner Seite, den man nur bewundern kann.
Ein weiteres Meisterwerk des Autoren -welches keineswegs zu ignorieren ist. Als Gernleser des Autors und auch des Genres sollte man dieses Werk unbedingt in die Hände nehmen und eintauchen. Meinerseits gibt es hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung, für mich ein Topbuch des Autors!
5 von 5 Punkten