Tim O´Rourke – Ich sehe was, was niemand sieht posted by on 18. Februar 2015

Manchmal gibt es Sachen, die kann man sich nicht erklären. So wie die Protagonistin Charley Blitze sieht, in welchen sie die ermordeten Mädchen sieht und was ihnen zugestoßen ist. Doch wer glaubt so etwas schon, wenn er es nicht selbst erlebt?

Autor: Tim O`Rourke
Titel: Ich sehe was, was niemand sieht
Genre: Krimi, Jugendbuch
Verlag: Chickenhouse
Erscheinungsdatum: 26.02.2015
eBook:  368 Seiten
Preis: 10,99 €

Charley sieht Dinge, die niemand sonst sieht. Sie sieht Blitze, Schreie eines Mädchens, Rattern eines Zuges. Sie ist davon überzeugt, dass sie hier Verbrechen sieht, die gerade geschehen oder geschehen sind. Keiner außer dem Polizisten Tom glaubt ihr. Und während die Polizei noch im Dunkeln tappt und alles als Unfall abtun will, sieht sie das nächste Verbrechen in ihren Blitzen…

Der Autor lässt den Leser sofort mit Spannung beginnen. Man ist sofort in Charleys chaotischem Leben gefangen, bekommt mit, mit was sie zu kämpfen hat. Sie wurde des Öftere schon Opfer von Mobbing wegen ihren Blitzen, da es ihr einfach keiner glauben mag. Sogar ihr Vater hält dies für Hirngespinste. Nur ihre beste Freundin Natalie hat ihr geglaubt, doch diese wurde von einem Zug überfahren und ist nun tot.

Der Schreibstil und auch die leichte Rede lassen einen fließend lesen und kaum aufhören. Die Spannung zwischen den Zeilen vermag einen mitzureissen und nicht mehr loszulassen. Man ist oft mit Charley wütend auf ihren Vater, besonders als er ihr erzählt, wie ihre Mutter gestorben ist.

Charley begleiten einen Haufen Probleme, die man nicht so ohne weiteres beiseite legen kann. Dennoch ist sie eine sympathische junge Dame, die man in diesem Roman begleiten darf. Man erhofft sich fast, dass zwischen Tom und Charley neben den allen schrecklichen Tatsachen eine Lovestory beginnt. Sie fühlen sich beide sehr zueinander hingezogen, das merkt man sofort.

Ob es hier eine Fortsetzung gibt oder nicht, lässt der Autor offen. Das Ende ist in sich abgeschlossen, lässt aber trotzdem die Hoffnung da, dass es weitergehen könnte. Für einen spannenden Tag zwischendurch genau das richtige für die jungen Leser, aber auch für die junggebliebenen Krimileser!

5 von 5 Punkten

Kristina Ohlsson – Glaskinder posted by on 17. Dezember 2014

In ein Haus einziehen, in welchem es spukt – gruslige Vorstellung! Doch wie viele Menschen erzählen von so etwas und behaupten steif und fest, es gäbe so etwas? So auch die Protagonistin in Ohlssons neuem Roman, die mit ihrer Mutter in ein Haus einzieht, in welchem komische Dinge passieren.

Autor: Kristina Ohlsson
Titel: Glaskinder
Genre: Thriller (Jugendliche)
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 27.10.2014
Gebunden: 224 Seiten
Preis: 12,99 €
bereitgestellt durch Bdb

Billie ist alles andere als begeistert, als sie und ihre Mutter in ein Haus in den Heimatort ihrer Mutter einziehen. Als dann noch ganz komische Sachen darin passieren, noch weniger. Sie hört sich um und hört allerhand über dieses Haus, über die Glaskinder.  Mit dem neu gewonnen Freund Aladdin findet sie einiges über diese heraus, sowie dass das Haus früher ein Kinderheim war, in welchem es nicht mit rechten Dingen zuging. Sie versuchen ihre Mutter dazu zu bewegen, auszuziehen, es scheint aber nicht zu klappen und die Zeit wird immer knapper…

Man merkt gleich, dass dies ein Roman für jüngere ist. Es ist locker und leicht geschrieben und man kann ohne aufhören am Stück lesen. Es ist auch etwas kindlich ausgedrückt, so dass es auch die jüngeren Leser verstehen. Billie ist ein mutiges kleines Mädchen im Teenageralter, das alles versucht, um hinter das mystische Rätsel des Hauses zu kommen. Man kann sie durchaus verstehen und sich auch in sie hineinversetzen, ebenso aber auch in die Mutter, die dem allem skeptisch gegenübersteht.

Es laufen hier einige Dinge nicht gerecht,  das merkt auch der Leser. Doch man kann die Mutter einfach nicht darauf hinbringen, dass auch sie das einsieht. Mehr und mehr möchte man hinter des Rätsels Lösung kommen.

Das Buch ist zwar gut geschrieben und man kommt sehr gut hinein, dank des Schreibstils – leider fehlt mir persönlich aber die Pointe. Am Ende wirkt es irgendwie so, als ob die Autorin es schnell hinter sich bringen wollte. Andererseits ist dies mal eine ganz andere Seite der Autorin, da ich hier nur die Thriller für Erwachsene kenne, was auch daran liegen kann, dass mir ein Thriller für Jugendliche nicht so zuspricht von ihr.

Alles in allem war es aber eine gute Unterhaltung, die einen kurzzeitig den Alltag vergessen lässt und ganz an Billies Seite das Rätsel des Hauses in sich aufzunehmen.  Bedenkenlos weiterzuempfehlen an die jüngeren Leser unter uns, welche sich gern auf eine Reise des Mystischen begeben möchten!

3 von 5 Punkten