Karin Slaughter – Die gute Tochter posted by on 4. Dezember 2017

Was würdest du tun, wenn du Opfer eines Gewaltverbrechens wurdest? Wenn du mitansehen müsstest, wie einer deiner liebsten Menschen vor deinen Augen ermordet wird? Wenn du selbst ermordet werden solltest, es aber überlebst? Die Schwestern Charlotte und Samantha erfahren genau das in Karin Slaughters neuem Thriller „Die gute Tochter“. Unvorstellbar, wie das sein muss.

Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Genre: Thriller/Drama
Verlag: Harper Collins
Taschenbuch: 608 Seiten
Erscheinungsdatum:  03.08.2017
Preis: 10,99 €

Als die zwei Schwestern zu ihrem eigenen Grab getrieben werden von zwei bewaffneten maskierten Männern, fleht die große Schwester Samantha die jüngere Charlotte an, wegzulaufen. Charlie läuft und läuft, sie läuft davon, nicht nur jetzt sondern auch in ihrem weiteren Leben. Sie ist getrieben vond en grauenhaften ERinnerungen, die Bilder ihrer erschossenen Mutter, die Todesangst ihrer Schwester und ihre eigene, sowie das Keuchen des Verfolgers.
28 Jahre später ist Charlotte eine erfolgreiche Anwältin, genau wie ihr Vater. Als sie Zeugin einer grauenhaften Bluttat wird, holt die Vergangenheit sie wieder ein.

Was wir hier für zwei starke und doch gebrochene Persönlichkeiten vor uns haben. Man erfährt als erstes was damals passiert ist, mit Charlotte im Besonderen. Was aus ihr geworden ist und wie sie ihr Leben lebt. Natürlich wird auch gleich von der erneuten Bluttat geschrieben, ein Amoklauf in der Middle School. In dieser hat auch Charlotte ihren Unterricht in Teenagerzeiten genossen. Sie gerät mitten hinein und mischt sich auch noch ein, so ist sie Zeugin und gleichermaßen Opfer – denn die Tat erinnert sie durchgehend an das grauenvoller Ereignis vor 28 Jahren. Damals sind zwei maskierte bewaffnete Männer in ihre Küche gestolpert und haben ihre Mutter erschossen, ihre Schwester Samantha in den Kopf und lebendig begraben. Charlotte ist davongekommen, aber nicht ohne tiefe seelische Wunden. Man liest die Stränge abwechseln in Charlottes und Samanthas Sicht und kann sich so ein Bild von den Charakteren machen.

Wer Karin Slaughter kennt, weiß, dass diese blutrünstige Thriller schreibt. Auch hier ist es blutig, die Tat an sich. Dennoch empfinde ich das hier eher als Drama statt Thriller. Hier werden die Erlebnisse der Schwestern verarbeitet und überhaupt die Familie ins Licht gestellt, wie es danach weitergeht. Sie erzählt hier einmal eine ganz andere Geschichte als ihre gewöhnlichen Thriller, was manche Fans wohl abschreckt, wenn man die negativen Rezensionen liest. Meines Erachtens hat sie hier ein großes Werk geschaffen, das zeigt, dass sie auch in anderen Genres wunderbar Geschichten spinnen kann und einen so gefesselt mit dem dicken Buch zurücklässt. Ich selbst konnte es kaum aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es den Schwestern ergeht und was sie noch erwartet.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Dialoge leiten dazu, dass man schnell vorankommt. Wie von Slaughter gewohnt, wird man hier im Lesefluss kaum unterbrochen. Auch die Spannung ist genügend vorhanden, auch wenn es kein richtiger Thriller ist, sondern eher Familiendrama rund um die Tragödie, die sich vor 28 Jahren ereignet hat. Es hat eher einen psychologischen Hintergrund und durchleitet die Traumatas der Schwestern.

Es ist ein Buch, das tiefer geht, das einen tief bei den eigenen Wurzeln packt und den Atem gefrieren lässt, den man ausstößt vor Schock. Denn was hier im Buch geschrieben ist, ist nichts für schwache Nerven. Slaughter erzählt wie gewohnt alles bis ins Detail und lässt auch nicht das Grausame aus. Wenn man sich als Fan auf eine andere Art von Thriller bzw. Drama von der heiß begehrten Autorin einlassen kann, ist man hier genau richtig!

5 von 5 Punkten

Michael Tsokos – Zerbrochen posted by on 20. November 2017

Als Gerichtsmediziner hat man bestimmt viele grausige Geschichten zu erzählen. Tsokos verpackt diese in True-Crime-Thriller. Auch hier hat er nun schon eine Trilogie abgeschlossen.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zerbrochen
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Klappenbroschur: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.03.2107
Preis: 14,99 €

Aus dem letzten Band wissen wir, dass Abel überfallen wurde und es nur knapp überlebt hat. Nach vielen Monaten später tritt er erstmals seinen Dienst als Rechtsmediziner wieder an. Sofort wird er vom täglichen Wahnsinn seiner BKA-Einheit in Beschlag genommen. Ein sogenannter Darkroom-Killer, hält die Polizei und Bevölkerung in Atem. Dies rückt für Abel aber ganz schnell in den Hintergrund, denn sein gerade neu gefundenes Familienglück steht auf dem Spiel. Als seine 16 jährigen Zwillinge Manon und Noah besuchen ihn in Berlin. Gleich darauf werden diese entführt – wer kann der Täter sein? Hat Abel mit jemanden noch eine Rechnung offen?

Anders wie in den zwei Vorgängern legt sich hier der Fokus nicht auf die Rechtsmedizin, sondern auf die Entführung der Kinder Abels und der Tathintergründe. Man erlebt hier Abel menschlich durch und durch. Er handelt in diesem Band weniger wie ein Rechtsmediziner und Beamter, sondern eher als Familienvater in Sorge. Er begeht Handlungen, die den Spannungsbogen überschlagen und seine Kompetenz als Rechtsmediziner eigentlich in Frage stellen. Da fragt man sich aber, wie weit würde man selbst für seine Kinder gehen? Wahrscheinlich würde man auch alle Grenzen übertreten und alles tun, damit sie wieder wohlauf bei einem sind.

Leider vermisst man als treuer Leser hier etwas seine Tätigkeit als Rechtsmediziner, auch wenn die Story an sich sehr spannend aufgebaut ist. Zwischendurch gibt es aber doch hin und wieder einige Längen, durch die man sich kämpfen muss. Sprachlich ist das Buch genauso gut aufgebaut wie die ersten zwei und man muss sich immer vor Augen halten, dass man es hier mit True Crime Thrillern zu tun hat. Es ist also alles wirklich irgendwie einmal passiert und aus dem echten Leben gegriffen.

Tsokos merkt an, dass es doch nicht das Ende rund um Abel ist – es könnte also durchaus sein, dass weitere Bände um den beliebten einzigartigen Rechtsmediziner bald erscheinen! Ich würde mich auf jeden Fall darauf freuen und kann auch diesen dritten Band an die Leser weiterempfehlen, allerdings sollte man schon die Vorgänger gelesen haben, denn es wird immer wieder auf etwas in der Vergangenheit angespielt.

4 von 5 Punkten

J.P. Delaney – The Girl Before posted by on 25. September 2017

Ein Haus, das einen kennt, jeden der Schritte, die man geht. Das sogar die Temperatur der Dusche für einen einstellen kann, da es genau weiß, wie man duscht. Hätte man sowas wirklich gerne? Ein intelligentes Haus? Im Thriller von JP Delaney scheinen sich viele Leute um genau so eines zu reissen, die Miete ist günstig, die Liste der Regeln lange…

Autor: JP Delaney
Titel: The Girl before
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 25.04.2017
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 13,00 €

Jane hat etwas Schreckliches hinter sich – sie hat ihre Tochter tot geboren. Nun muss sie einen Neuanfang für sich haben und überlegt daher nicht lange, als sie die Möglichkeit hat, in ein hochmodernes Haus in einer guten Londoner Gegend zu ziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie auch noch dessen Architekt kennenlernt und findet ihn auch gleich sympathisch. Er scheint sich ebenso zu ihr hingezogen zu fühlen. Bald erfährt Jane aber mehr als ihr lieb ist, wie auch, dass ihre Vormieterin Emma hier im Haus verstorben ist. Sie hat ihr erschreckend ähnlich gesehen, was aber noch nicht alles ist – sie lebt und liebt wie sie, sie vertraut den gleichen Menschen und ist auf dem gleichen Weg zur gleichen Gefahr….

 

Das Buch wird in zwei Erzählsträngen gegliedert – einmal erzählt Jane in der Gegenwart und einmal Emma in der Vergangenheit. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir beide nicht ganz sympathisch waren, dennoch hab ich aber mehr für Jane Mitgefühl gehegt. Edward ist natürlich interessant – hat aber ganz entschieden auch einen an der Birne, er ist perfektionistisch, minimalistisch und auch so hat er seine Zwangshandlungen. Trotzdem kann er durch die Zeilen hindurch ein Funklen herbeizaubern. Der komische Architekt begeht immer wieder die gleichen Muster in seinen Beziehungen und Jane kommt darauf. Sie fängt an, in dem Wespennest zu stochern, was vor ihr passiert ist. Gleichzeitig erfährt man von Emmas Geschichte, sie erzählt in der Vergangenheit, denn Emma ist bereits tot. Als Leser erkennt man aber die Parallelen und staunt, wie ähnlich die hier sind und worauf das Ganze wohl hinaus läuft.

Der Schreibstil und auch die kurzen Kapitel erlauben es einem, in einem Rutsch hinfort zu lesen und das habe ich in der Tat getan, die ganze Handlung zieht einen mit. Es ist zwar zwischendurch etwas „langweilig“, weil nichts passiert, aber man möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt und ob man recht hat mit seiner Vermutung. Was dann aber schlussendlich herauskommt, ist doch schon ein Aha-Effekt. So ganz hat man doch nicht damit gerechnet.

Trotz der vielen schlechten Kritik muss ich sagen, dass ich gar nicht zustimme. Es gibt so viele Rezensionen, die so viel auseinander gehen, habe ich selten bei einem Buch gesehen. Viele sagen, dass hier abgekleistert wurde, dass es diese Handlung so und so schon mal gab. Ja Leute – was denkt ihr denn, dass alles frisch erfunden ist? Alles ist schon mal in irgendeinem Buch, Theater, Film vorgekommen. Es kommt drauf an, ob man es gesehen hat oder nicht, dann würde man anders von einer Sache reden. Und selbst wenn – es kommt immernoch drauf an, wie der Autor etwas verpackt und wenn es auch ähnlich einer anderen Sache ist, es muss nichts abgekleistert sein. Wie viel Bücher gibt es denn, die derartig an Shades of Grey erinnern?

Der Autor hat die Story hier gut verpackt, den Lesern mit kleinen Brocken gelockt und auch alles sehr gut beschrieben. Es ist zwar stellenweise nicht viel los, aber man weiß, dass noch etwas kommen muss. Mich hat diese Lektüre in Beschlag genommen und gefesselt, Daumen hoch!

5 von 5 Punkten

Erica Spindler – TripleSix: Tödliche Zeichen posted by on 3. September 2017

Bei der Protagonistin in Spindlers „Lightkeeper“-Serie ist alles auf den Kopf gestellt. Bereits im ersten Band wurde sie mit dem Übersinnlichen konfrontiert und es scheint kein Ende zu nehmen. Zum Glück hat sie da ihren Partner Zach noch, der einen besonderen Riecher dafür hat…

Autor: Erica Spindler
Titel: Triple Six – Tödliche Zeichen
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
eBook: 462 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.08.2017
Preis: 6,99 €

Es ist jetzt drei Monate her, als Micki fast gestorben wäre. Körperlich geht es ihr wieder gut, doch hat sie Alpträume hiervon und sie wird einfach das Gefühl nicht los, dass hier etwas nicht stimmt. Zach scheint sie angelogen zu haben. Mittlerweile passieren einige Einbrüche, die brutal und chaotisch sind. Je tiefer Micki und Zach hier vordringen, desto klarer wird ihnen, dass es hier wieder nicht mit normalen Dingen zugeht. Die Diebe scheinen etwas oder jemanden genaues zu suchen. Es wird sehr heikel, als diese Person eine ist, die Micki nahesteht…

Dies ist bereits der zweite Teil aus der Lightkeeper-Serie von Spindler rund um Micki und Zach. Auch hier kabbeln die zwei zwar immer wieder, man merkt aber doch, dass sie mehr zusammengewachsen sind und sich auch mehr verstehen, vertrauen und respektieren. Man liest gerne ihre vielen Dialoge und wie sie sich umeinander kümmern, den Rücken stärken usw. Micki ist noch etwas mitgenommen vom letzten Fall, was sie aber nicht hindert, sich mit Zach in eine neue Reihe von Einbrüchen zu stürzen, nur um herauszufinden, dass auch diese etwas mit dem Bösen zu tun haben und nicht von dieser Welt sind.

Auch im zweiten Teil hat die Autorin noch immer einen angenehmen Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefällt und mich in einen Lesefluss sinken lässt. Die Story an sich ist nun eingespielter und man kennt sich aus mit den Personen, der Gegend und was es mit den Kräften auf sich hat. Die Spannung ist hier um einiges stärker als im letzten Band, was aber normal auch gut so ist und so sein soll. Man wird in eine Reihe Einbrüche geworfen und weiß erst nicht, was hier auf einen wartet – so geht es auch den anderen beiden Ermittlern im Buch. Erst nach und nach wird diesen und einem selber auch klar, was hier los ist.

Das Buch nimmt ab der Hälfte Fahrt auf und man kann es eigentlich kaum noch aus der Hand legen. Ich habe die zwei Ermittler gerne begleitet und werde das auch weiterhin gerne tun, sind sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Es ist fast wie eine Geschichte aus dem chaotischen Alltagsleben, in die man gerne flüchtet, jedoch ohne diese bösen Kräfte.

Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall, den ersten Teil sollte man aber schon gelesen haben, da dort doch sehr viel erklärt wird, mit was alles zusammen hängt!

5 von 5 Punkten

 

Erica Spindler – The Final Seven – Das Spiel beginnt posted by on 13. August 2017

Als Polizistin hat man es wahrlich nicht leicht, aber noch weniger, wenn einem ein Partner an die Seite gestellt wird, der scheinbar mysteriöse Fähigkeiten hat. So ergeht es Micki in New Orleans. Ihr wird ein neuer Partner an die Seite gestellt, der mit seinen Fähigkeiten dazu beitragen soll, Fälle schneller aufzuklären. Sie ist etwas skeptisch, was wohl jeder von uns wäre, oder nicht?

Autor: Erica Spindler
Titel: The Final Seven – Das Spiel beginnt
Genre: Thriller
Verlag: Lübbe – be
Erscheinungsdatum: 01.06.2017
eBook: 408 Seiten
Preis: 6,99 €

Die junge Polizistin Michaela Dare, „Micki“, ist sehr zielstrebig. Eigentlich braucht sie keinen neuen Partner und schon gar nicht Zach „Hollywood“ Harris. Er ist ein respektloser Charmeur und Draufgänger, welcher ihr vom FBI vorgesetzt wird. Dazu noch soll sie so etwas wie sein Bodyguard fungieren, während er das Böse jagt, denn er scheint von hoher Wichtigkeit zu sein mit seinen Fähigkeiten. Bald aber stellt Micki fest, dass ihr Partner mehr draufhat als seine draufgängerische Art und dass es Kräfte zwischen Himmel und Erde gibt, die tatsächlich nur Zach aufhalten kann…

Das ist der Auftakt der Lightkeeper-Serie. In diesem ersten Band bekommt Detective Micki den neuen Partner Zach an ihre Seite gestellt. Schmeckt ihr zwar nicht, kann sie aber nichts dagegen tun. Erst ist er ihr nicht geheuer und sie kann ihn nicht ausstehen, das ändert sich aber mit Zeile um Zeile etwas. Er hat zwar immer weiterhin seine arrogante Art, doch er ist auch korrekt und liebenswürdig auf seine Art und Weise. Die beiden fangen nun also zusammen Bösewichte, ob sie wollen oder nicht. Sie fügen sich in ihr Schicksal und sind eigentlich nicht mal so schlechte Partner Seite an Seite.

Der erste Band schickt den Leser gleich in Kräfte, die es eigentlich gar nicht gibt, die Zach aber aufklären kann und wozu er befähigt ist, weshalb genau er für die Polizei arbeitet. Man bekommt auch immer Happen zugeworfen, um was genau für Leute es sich handelt, zu welchen Zach gehört, was er ist und was die anderen sind. Nach und nach lichtet sich dieses Rätsel. Die Spannung nimmt also auf und nicht ab. Es ist zwischendurch etwas viel erzählt, was nicht hätte sein müssen, dennoch gehört dies zur Geschichte und stört auch keineswegs, denn man möchte alles wissen und in sich aufsaugen.

Erica Spindler hat einen angenehmen Schreibstil, der es einem möglich macht, ohne Pause weiterzulesen. Man möchte einfach nur noch blättern und blättern und mehr über das ungleiche Gespann erfahren. Auf witzige Art und Weise entführt sie den Leser in eine Welt, die eigentlich gar nicht so witzig ist und auch sehr mysteriös. Man möchte fast selbst an so etwas glauben und wer weiß, vielleicht gibt es das ja doch?

Für mich ein gelungener Einstieg in die Lightkeeper-Serie. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und kann es den Krimi-/Thrillerlesern, die auch gerne einmal einen mysteriösen Touch in ihrer Lektüre haben, sehr gerne ans Herz legen! Es ist zwar kurzweilig, da man schnell liest, weil spannend, aber es lohnt sich auf jeden Fall und man gewinnt zwei neue Herzchen am Detectivehimmel lieb!

5 von 5 Punkten

Nina Sadowsky – Be my Girl posted by on 8. August 2017

Wie weit würdet ihr gehen für die große Liebe? Würdet ihr einen Mord begehen oder wäre das too much? Wie wichtig ist einem die große Liebe? Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen doch ihre Werte sehen und auch handeln. Auch Ellie hat ein großes Stück für ihre große Liebe zu kämpfen und fragt sich immer wieder, warum sie das tut und ob es das richtige ist…

Autor: Nina Sadowsky
Titel: Be my Girl
Genre: Thriller
Verlag: Penguin
Taschenbuch: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.02.2017
Preis: 13,00 €

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Sie sehen beide gut aus, sind erfolgreich und dazu noch bis über beide Ohren ineinander verliebt. Kaum sind sie verheiratet, scheint alles den Bach hinunterzugehen. Rob hat eine entsetzliche Vergangenheit und je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, welcher ihrer beide Leben bedroht. Aber auch sie hat ihre Vergangenheit und Geheimnisse…

Wenn man den Klappentext liest, hat man natürlich große Erwartungen. Meines Erachtens werden diese hier nicht ganz erfüllt. Einen spannenden Thriller hat man dennoch vor sich, wenn auch auf andere Art. Hier verfolgt man nicht einen blutrünstigen Killer, sondern die Geschichte um Ellie und Rob, die auch so ganz und gar nicht unblutig ist. Ich war den beiden zwar nie so recht nah, aber interessiert hat mich deren Verlauf trotzdem und wie es mit ihnen weitergeht und ob alles überhaupt ein gutes Ende hat.

Der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser leicht von A nach Z zu kommen. Man kommt richtig in einen Lesefluss und hat hier einmal einen anderen Thriller vor Augen als die Norm. Er hebt sich insbesondere davon ab, dass er die Frage aufwirft, wie weit man für seine Liebe gehen würde. Ok, kommt in vielen Romanen vor, aber nicht auf diese Weise. Was Ellie und Rob tun, wirft alle Moral über den Haufen und ist schon um einiges härter als das Normale.

Für ein Debüt ein absolut gelungenes Lesehäppchen, bei welchen ich mich immer wieder frage, wie man auf so eine Idee kommt? Aber so muss das wohl sein, die Ideen, die einem vorbeischweben, sollte man am besten gleich auffangen und zu Papier bringen. Wie man sieht, bekommt sowas gut!

4 von 5 Punkten

 

John Katzenbach – Die Grausamen posted by on 9. Juni 2017

Wenn Cops Mist bauen, werden sie nicht gleich entsorgt, sondern aufs Abstellgleis gestellt. Und wie? Indem man ihnen die Abteilung „Cold Cases – Kalte Fälle“ zuweist. Dort werden die Fälle behandelt und neu aufgerollt, die zu keinem Ergebnis geführt haben. Doch was, wenn man auf etwas stößt, das eigentlich hätte verborgen bleiben sollen? Das Ermittlerduo in Katzenbachs erstem Ermittlerthriller macht damit Bekanntschaft…

Autor: John Katzenbach
Titel: Die Grausamen
Genre: Thriller
Verlag: Droemer
Broschiert: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Preis: 16,99 €

Der Ermittler Gabe und die ehemalige Drogenfahnderin Marta werden auf Grund Fehlschlägen in die Abteilung Cold Cases versetzt. Gabe ist seit Jahren ein Alkoholiker, seit in seiner Familie eine Tragödie passiert ist. Marta hat bei der Verfolgung eines Dealers aus Versehen ihren Partner erschossen – beide sind dem Polizeichef ein Dorn im Auge und müssen weg von der Bildfläche. Sie durchforsten die Akten der kalten Fälle und stoßen auf vier Morde und Tessa. Tessa Gibson ist vor 20 Jahren spurlos verschwunden auf dem Heimweg von ihrer Freundin. Die dreizehnjährige ist den Weg schon unzählige Male gegangen und eigentlich galt ihre Wohngegend als sicherer als sonst welche. Marta und Gabe stoßen auf eine Spur, denn die vier Morde und Tessas Verschwinden scheinen irgendwie zusammenzugehören, wenn sie auch noch nicht wissen, wie. Doch irgendwer hegt ein großes Interesse daran, dass in diesen Fällen nicht nachgebohrt wird und somit sind Marta und Gabe in Lebensgefahr…

Wer Katzenbach kennt, weiß, dass er nicht alles partout abhandelt. Er führt den Leser langsam in das Geschehen ein und durchleuchtet auch die Charaktere und deren Umgebung ganz genau. Das führt aber keineswegs zur Langeweile, denn er verpackt es so geschickt, dass es einem Spaß macht, das alles zu lesen. Obwohl Gabe und Marta verlorene Seelen sind, gewinnt man sie doch ganz schnell lieb und verfolgt sie auf Schritt und Tritt.

Der Schreibstil ist gewohnt Katzenbach – leicht zu lesen und mit vielen sprachlichen Dialogen, die einen am Ball halten. Er führt einen auf den Weg der Ermittler und automatisch fängt man selbst an, zu rätseln. Was hängt hier wohl und wie zusammen? Man kann es sich irgendwo denken, aber wie es sich schlussendlich löst, ist doch schon ein Aha-Effekt und lässt einen überrascht aufschauen.

Meines Erachtens kann Katzenbach ruhig weiter Ermittlerthriller schreiben, am besten weiterhin mit diesen zwei sympathischen Detectives, die vom Weg abgekommen sind und sich zurückkämpfen. Einmal Kämpfer – immer Kämpfer! Und wer Katzenbach liebte, wird ihn auch jetzt noch lieben, auch wenn es kein Psychothriller ist, sondern ein Ermittlerthriller!

5 von 5 Punkten

Jenny Milewski – Angstmädchen posted by on 28. April 2017

Ein Geist, der rumspukt, da wo man wohnt? Eigentlich unvorstellbar – doch, was wäre wenn? Und was tut man dagegen? Die Protagonistin hat damit zu kämpfen, erst damit, dass ihr jemand glaubt und dann, damit der Geist endgültig verschwindet.

Autor: Jenny Milewski
Titel: Angstmädchen
Genre: Thriller, Horror
Verlag: Heyne
Taschenbuch: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.01.2017
Preis: 13,99 €

Die junge Studentin Malin bekommt endlich ein Zimmer in einem Wohnheim. Dort hat sie eine Badewanne, was ihr zwar nicht behagt, aber sie hat es als einzige in diesem Wohnheim. Doch dann erfährt sie, dass vor einigen Tagen ein Mädchen namens Yuko genau in ihrem Zimmer, in ihrer Badewanne Selbstmord gemacht hat, indem sie sich die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet sie auch noch ein schwarzes Haarbüschel, das nicht ihres ist und auch eine blasse Gestalt erscheint ihr nachts. Da wird ihr klar, dass Yukos Geist noch immer in diesem Wohnheim spukt und es immer schlimmer wird. Gemeinsam mit den anderen Bewohnern versucht sie, diesen loszuwerden.

Ganz ehrlich? Der Klappentext hat viel mehr versprochen, als der Inhalt hergibt. Malin ist eigentlich recht sympathisch und man fiebert auch mit ihr mit und steht in allem hinter ihr. Man hätte wohl nicht anders gehandelt. Auch die anderen Charaktere sind gut gewählt, jeder hat seine eigenen Macken und seine ganz eigene Persönlichkeit. Dennoch versteht man nicht ganz, was Yuko eigentlich will und warum sie gerade dann auftaucht, als Malin einzieht und nicht schon vorher.

Das Buch an sich fängt mit dem Ende an, als Malin in Tokyo auf einem Hochhaus ist. Dann erzählt sie ihre Geschichte. Man erwartet nun eine spannende, Gänsehaut erregende Story. Gänsehaut hatte ich in der Tat öfters, da ich aber auch ein sehr ängstlicher Mensch angeht, was Geister angeht. Vor allem, wenn man das Buch abends liest und dann im Bett liegt und im Bad etwas umfällt, einfachso. Da traut man sich (wenn man wie ich ein Angsthase ist) dann gar nicht mehr raus, nicht mal mehr auf die Toilette. Trotzdem überzeugt die Autorin nicht ganz, es ist ein ständiges Auf und Ab und es passiert doch nichts originelles. Es gibt Momente, die lassen einen in einem Höchsttempo lesen, nur um dann wieder abgeflaut zu werden.

Der Schreibstil und die Dialoge sind gut ausgearbeitet und lassen, trotzdem fehlt der Geschichte die Spannung und der Schliff. Vor allem das Ende lässt doch noch einiges offen und Fragen stehen, die man doch gerne beantwortet gehabt hätte. Man weiß ja eigentlich am Anfang schon, wie es endet – erfährt aber nie ganz, wieso das so ist. Entweder habe ich nicht genug zwischen den Zeilen gelesen oder es war einfach nur sinnfrei.

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, weswegen ich es auch nicht weiterempfehlen kann an die Gruselfans unter uns, da es ehrlich gesagt doch einige viel bessere Grusellektüren gibt. Dadurch dass die Geschichte zwischendrin spannend war, was aber wieder abflaut und man die ganze Zeit bangt, den Grund für Malins Tun zu erfahren und wie sich das alles entwickelt bis dahin, konnte ich doch nicht aufhören zu lesen.

2 von 5 Punkten

Susanne Kliem – Das Scherbenhaus posted by on 3. April 2017

Ein Stalker, der hinter einem her ist? Unheimlich – aber was dagegen tun? Wegrennen? Die Protagonistin im Psychothriller „Das Scherbenhaus“ geht zu ihrer Schwester, da diese sie gerufen hat wegen einem Problem, doch dort wird es auch nicht besser..

Autor: Susanne Kliem
Titel: Das Scherbenhaus
Genre: Psychothriller
Verlag: carl´s books
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 14,99 €

Carla Brendel wird von einem Stalker verfolgt, er schickt ihr Fotos von Messern und Ritzern in der Haut. Aus Angst flüchtet sie zu ihrer Halbschwester nach Berlin, die sie gerufen hatte, wegen einem Problem. Sie besitzt ein luxuriöses Haus, das „Save Haven“, welches mit besten Sicherheitssystemen ausgestattet ist. Doch kurz nach ihrer Ankunft dort, verschwindet ihre Halbschwester und taucht erst wieder als Leiche in der Spree auf. Ein Unfall? Oder wissen die Hausbewohner des sicheren Hauses mehr, als sie vorzugeben scheinen? Carla bleibt dort und sucht nach der Wahrheit und merkt schnell, dass das Haus und ihre Bewohner eigene Regeln haben, die ganz schnell tödlich enden können…

Carla lebt ein Leben, das eigentlich langweilig ist aber für sie doch Gewohnheit. Sie wohnt auf dem Land in Stade und arbeitet bei ihrem Schwager im Restaurant mit. Der Alltag wird für sie aber bedrohlich, als ein Stalker es auf sie abgesehen hat und ihr Fotos von Messern und eingeritzter menschlicher Haut schickt. Doch das hört auf einmal auf. Kaum wägt sie sich in Sicherheit, ruft ihre Schwester aus Berlin an, um sie um Hilfe zu bitten. Kurzerhand reist sie dorthin und will ihr helfen, doch sie verschwindet und wird ermordet. Carla soll also nun ihr Haus erben, ihr Herzstück, da die Schwester Architektin war und damit Preise gewonnen hat. Die Hausbewohner haben es auch in sich, jeder hat ein eigenes Geheimnis. Carla reist aber wieder heim, nur um zu merken, dass der Stalker sich doch wieder gemeldet hat. So geht sie doch nach Berlin und macht sich auf die Suche nach der Lösung, wieso ihre Schwester sterben musste. Bei den Bewohnern fängt sie an und stößt auf komische Ungereimtheiten, sie merkt, dass jeder hier etwas zu verbergen hat.

Von der Autorin selbst habe ich bereits das Buch „Die Beschützerin“ gelesen, was sehr spannend war. Jedoch ist das Buch hier nichts dagegen, die Spannung war zwar da, aber es ist irgendwie schlecht durchdacht. Man pendelt von Seite zu Seite und kommt doch nicht weiter, man hängt wieder zurück. Mit der Protagonistin wird man ein kleines bisschen warm, aber sie scheint doch wie fern zu sein und man kann sie sich nicht direkt bildlich vorstellen. Ihre Handlungen an sich sind manchmal verständnislos und dann doch wieder begreifbar. Die anderen Personen sind genauso ein Geheimnis, was aber auch so sein soll.

Man plätschert also von Seite zu Seite und versucht gemeinsam mit Carla herauszfinden, welcher der Bewohner Dreck am Stecken hat. Meines Erachtens ist Carla viel zu vertrauenswürdig, allen gegenüber. Sie öffnet sich viel zu schnell und gibt zu viel preis. Was die Sache mit dem Stalker auf sich hat, findet man zwar noch raus, das geht aber in völliger Vergessenheit in der Geschichte halbwegs unter. Gelöst ist es dann allerdings richtig perfide.

Was der Thriller aber einem zeigt, ist, wie schnell man Menschen doch manipulieren kann und sie sich zu Marionetten eigen machen kann. Man ist so schnell abhängig von guten Worten, Taten und Liebe. Wenn man mit solch mächtigen Gefühlen spielt, hat man jemand schnell in der Hand. Weiter zeigt der Thriller, dass man nicht jedem blind vertrauen sollte, was man eigentlich selbst wissen müsste.

Ich selbst bin mit dem Thriller nicht ganz warm geworden und habe lange nicht gewusst, wie ich diesen bewerten soll oder überhaupt fertig lesen. Ich bin aber froh, dass ich es bis zum Ende geschafft habe, denn nach 2/3 des Buches wird es doch noch sehr spannend und es werden einige Dinge aufgedeckt, wo sich der Aha-Effekt einstellt. Erst wollte ich nur 2 Punkte geben, die Wendung aber an sich hat sich dann doch noch einen Punkt verdient und ich war dann doch fast traurig, dass es doch schon vorbei war. Für mich war es auch lange Zeit schon voraussehbar, wer der Bösewicht an der ganzen Sache ist, nur wie das herauskommt, das war die große Frage.

Empfehlen kann ich das Buch nicht ganz bedenkenlos, dennoch sollte man einen Blick hineinwerfen, da die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind!

3 von 5 Punkten

Sebastian Fitzek – AchtNacht posted by on 23. März 2017

Was würde man tun, wenn man jemanden nominieren könnte für eine Art Todeslotterie? Wie viele Menschen würden hier wohl jemanden an den Pranger stellen? Und was tut derjenige erst, der nominiert wurde und nun straffrei getötet werden darf? Fitzek hat mit seinem neuen Thriller eine beängstigende Atmosphäre geschaffen, in welcher es scheinbar fast kein Entkommen gibt…

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: AchtNacht
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 14.03.2017
Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 12,99 €

Benjamin Rühmann hat es nicht leicht in seinem Leben – er spielte in einer Rockband bis zu einem Vorfall, dann ging es bergab. Nun hangelt er sich von Gig zu Gig durch, nur um dann doch wieder ohne etwas da zu stehen. Seine Tochter ist seit einem Unfall gehbehindert und seine Frau hat sich von ihm getrennt – sein Leben läuft also nicht nach seinen Vorstellungen. Seine Tochter begeht einen scheinbaren Suizidversuch und liegt im Krankenhaus. Derweil erfährt er von der AchtNacht, in welcher jedermann nominiert werden kann, am 08.08. um 08:08 Uhr. Derjenige ist dann vogelfrei und kann von jedem getötet werden, der erfolgreiche Jäger erhält eine Prämie von 10 Millionen. Benjamin ist einer der zwei Nominierten und muss nun auch noch um sein Leben fürchten. Doch wer hasst ihn so sehr, dass er ihn nominiert hat?

Das Buch ist ja an dem Film „The Purge“ orientiert. Ich muss sagen, ich kenne den Film nicht und kann so keine Vergleiche ziehen. Fitzek steigt hier rasant ein und zieht den Leser gleich mit. Ben ist der typische Katastrophenkerl, bei dem das ganze Leben bergab geht. Arezu das typische Mädchen, das etwas am Kopf hat. Die Personen hat er gut gezeichnet, auch wenn sie etwas aus einer Soap haben.

Man verfolgt also nun Bens und Arezus Weg, wie sie zu entkommen versuchen und herauszufinden versuchen, wer eigentlich dahintersteckt und was der ganze Sinn der Sache ist. Sollte die Webseite erst ein Spaß sein, so ist diese jetzt bitterer Ernst und es gibt einen Haufen Jäger, die nur scharf auf die Kohle sind. Nebenbei wird Ben noch von anderen Missetätern in den Wahnsinn getrieben, die nix anderes im Sinn haben, ein bisschen Spannung in das Spiel zu bringen. Und ganz nebenbei fürchtet er um das Leben seiner Tochter, die unverändert im Koma im Krankenhaus liegt.

Wenn die letzten Bücher von Fitzek auch nicht so der Renner waren, dieses hier ist es bestimmt. Es erinnert wieder an den guten, alten Fitzek, der superkranke Ideen hat und diese zu einem spannenden Psychothriller bringt. Rasant wirft er den Leser mitten ins Geschehen, man hat einiges zu verdauen während die Story ihren Fortlauf nimmt. Man rätselt die ganze Zeit mit, wer wohl hier der Bösewicht ist und das ganze veranstaltet und vor allem, warum. Was passiert wohl mit seiner Tochter und wie hängt sie darin? Es sind einige Fäden, die zusammengesponnen werden wollen.

Das alles, was Fitzek hier wieder verpackt, ist gut gemacht und verspricht großes Kopfkino. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und auch die Spannung wird durchweg erhalten im Buch. Er führt den Leser wie gewohnt öfters an der Nase rum und lässt einen auch selbst miträtseln, wie es wohl ist. Das Ende ist gelungen und lässt keine Fragen in der Geschichte offen.

Fitzek-Fans müssen hier unbedingt zugreifen, er nimmt wieder Fahrt auf! Andere sind hier ebenso gut bedient, wenn sie zu einem guten Psychothriller greifen möchten, bei welchem sie auch selbst nachdenken müssen bzw. gar nicht umhin kommen!

5 von 5 Punkten