Courtney Cole – If you leave posted by on 23. Dezember 2014

Jaja, die Liebe, wo sie hinfällt..und meistens lieben die guten Frauen die bösen Jungs. Auch in ihrem zweiten Roman „If you leave“ erzählt Courtney Cole, wie sich eine Liebe zwischen zwei grundverschiedenen Menschen anbahnt. Nun ist es nicht Mila, die um die Liebe kämpft, sondern ihre Schwester Madison…

Autor: Courtney Cole
Titel: If you leave
Genre: Unterhaltung, Liebe, Romantik
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.07.2014
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 8,99 €

Madison führt seit dem Tod ihrer Eltern deren Restaurant. Eigentlich hat die Liebe in ihrem Leben gar kein Platz und da sie so oft verletzt wurde, hat sie dazu auch keine Lust. Dies ändert sich aber schlagartig, als sie auf Gabriel Vincent stoßt, der sie sofort in seinen Bann zieht. Doch auch er hat eine Vergangenheit, die finster ist. Schaffen die beiden es trotzdem, sich anzunähern und etwas aufzubauen?

Die Autorin führt den Leser direkt wieder in das Leben beider Charaktere. Man hat sofort einen Einblick darauf, was ihnen zugestoßen ist und wie sie derzeitig ihr Leben leben. Es prickelt bereits, als die beiden das erste Mal aufeinander treffen. Man merkt das Knistern, schreit förmlich nach mehr.

Madison ist anders als Mila im ersten Roman stärker, hat aber auch ihre Schwächen, de im zweiten Roman deutlicher zur Geltung kommen. Gabriel ist der harte Kerl, wie es auch Pax im ersten war. Eigentlich ist dies der erste Roman neu geschrieben mit anderen Personen, gleiches Schema und im Prinzip gleiche Story und Handlung. Es ist zwar alles voraussehbar, dennoch schön zu lesen und zu verfolgen, wie die zwei alles meistern.

Es ist nur etwas schade, dass die Autorin genau die Vorlage wie auch beim ersten Roman nimmt – Bad Boy mit sehr düsterer Vergangenheit und gutes Mädel mit trauriger Vergangenheit. Es haben beide ihre Päckchen zu tragen und sie geraten deswegen auch immer wieder aneinander. Dennoch kommt es fast so vor, als wäre nur der erste Roman überarbeitet worden mit neuen Personen. Es ist aber schön, von Mila und Pax zu lesen, wie es ihnen ergangen ist, seit sie zusammen wohnen, verheiratet sind und nun auch ein Kind erwarten.

Der Schreibstil lässt den Leser tief eintauchen in die Geschichte, man wird im Lesefluss keineswegs gestört und kann sich ganz der Fantasie hingeben. Die Autorin entführt den Leser wieder einmal in die Welt der Gefühle und lässt ihn wie auch die Charaktere diese auf Achterbahnfahrt erfahren.

Trotz vorhersehbar und gleiche Handlung wie erster Roman eine weitere Entführung in ein Reich der Gefühle, welches ich nicht missen wollte. Ich hoffe auf einen weiteren Band, es gibt ja auch noch Jacey und hätte sie nicht auch etwas Glück verdient?

Für die Leser unter uns, welche einmal abschalten möchten und gerne von der frischen Liebe lesen mit Auf und Ab ein gefundenes Fressen, welches man nicht durchgehen lassen darf!

3 von 5 Punkten

 

Jessica Redmerski – Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer posted by on 18. September 2014

Einfach durch die Welt reisen – ohne Ziel und ohne Plan. Bestimmt hatten das schon einige von uns in ihren Köpfen. Die Protagonistin des Romanes von Jessica Redmerski hat genau dies in Tat umgesetzt. Mit dem Abenteuer der Reise ins Nirgendwo erwartet den Leser auch dazu noch einen Strudel der Gefühle, denn Camryn lernt jemanden besonderes kennen…

Autor: Jessica A. Redmerski
Titel: Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer
Originaltitel: The Edge of Never
Genre: Roman
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum:  17.06.2014
Taschenbuch: 544 Seiten
Preis: 9,99 €

Camryn ist eh schon genervt von ihrem Leben und beschließt nach einem heftigen Streit mit ihrer besten Freundin, einfach mal abzuhauen und durch die Welt zu pendeln. Die 20-jährige holt sich ein Ticket für einen Greyhoundbus und macht sich auf die Reise ins Nirgendwo. Sie glaubt, sie hat hier genug Zeit, sich einen Plan für die Zukunft auszudenken. Es kommt aber alles anders, als Andrew Parrish sich neben sie setzt. Er ist äußerst attraktiv und scheint sich außerdem auch noch für sie zu interessieren. Für sie beginnt nun die aufregendste Zeit ihres Lebens…

Die Protagonistin Camryn ist ein Mädchen mit vielen, vielen Problemen, mit welchen sie klarkommen muss. Unter anderem hat sie auch noch schwere Depressionen und war eigentlich in ärztlicher Behandlung. Die Tabletten hat sie jedoch abgesetzt auf eigene Verantwortung, denn sie versucht ohne weitere Hilfe klarzukommen. Ihr Bruder sitzt im Gefängnis und ihren Freund, die erste Liebe, verlor sie durch einen Unfall. Da kann das Fass ja nur noch überlaufen, als sie einen heftigen Streit mit ihrer besten Freundin hat. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie den Wunsch hegt, einfach mal abzuhauen. Die wenigsten würden dies nun tun, aber Camryn tut es ohne Wenn und Aber.

Unterwegs lernt sie den etwas aufgedrehten aber attraktiven Andrew kennen – erst versucht sie ihn zwecklos abzuwehren, da sie sich auf nichts einlassen möchte. Nach und nach kommen die beiden sich aber doch näher und Camryn lässt immer mehr Gefühle zu und fühlt sich auch schnell zu Andrew hingezogen. Er hat etwas, das sie mutiger werden lässt und so kommt sie mehr aus sich heraus und lernt neue Seiten kennen, die sie noch gar nicht von sich kannte.

Es ist ein Liebesroman, der nicht gleich an zehn andere denken lässt, sondern seine eigene Geschichte schreibt. Man hat hier alles so schön klar vor Augen, als wäre man selbst dabei. Jedoch schwächt es das Lesevergnügen nach gut einem Drittel etwas ab, da hier etwas härtere Seiten der beiden durchkommen, die so gar nicht passen mögen. Das nimmt aber nach einer Zeit wieder ab.

Die Gefühle der beiden hat die Autorin perfekt durch die Zeilen durchgebracht, bis man am Ende ist, hat man geweint, gelacht und sich mit den beiden verliebt. Beide haben tragische Geschichten, die sie sich anvertrauen, der eine mehr, der andere weniger. Es ist im Prinzip eine Geschichte, die viele unschöne Dinge beeinhaltet, was die Autorin aber zu einer schönen Geschichte geschrieben hat.

Der Schreibstil, der wirklich gut gewählt ist und auch die daraufhin bildlich dargestellten Szenen im eigenen Kopfkino versprechen hier ein großes Kopfkino und man möge, dass das Buch nie aufhört. Doch wie jedes andere auch, hat dieses Buch leider auch ein Ende.

Wer nicht auf diese Kitschliebesromane steht und gerne doch etwas romantisches liest, kann hier wirklich nichts falsch machen beim Zugreifen!

4 von 5 Punkten

Mary Simses – Der Sommer der Blaubeeren posted by on 23. Juni 2014

Wenn die Gegenwart in die Vergangenheit reist, um die Zukunft kennenzulernen….so in etwa könnte man den Roman „Der Sommer der Blaubeeren“ umschreiben. Hier wird vieles auf den Kopf gestellt, hervorgekrempelt und kennengelernt. Eine Lektüre, bei welcher das Cover einlädt, unter der Sonne zu lesen.

Autor: Mary Simses
Titel: Der Sommer der Blaubeeren
Originaltitet: The Irresistible Blueberry Bakeshop and Café
Genre: Unterhaltung, Belletristik, Liebe
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21.04.2014
Taschenbuch: 416 Seiten
Preis:  9,99 €

Ellen, Anwältin aus London, reist kurz vor ihrer Hochzeit in das verschlafene Nestchen Beacon. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Brief, welchen ihre Großmutter ihr kurz vor ihrem Tod gab, dem Empfänger zu überbringen. Sie erhofft, die Angelegenheit innerhalb zweier Tage hinter sich zu bringen, doch erkennt gleich, dass hier viel mehr dahintersteckt. Hier wartet eine Geschichte über die Liebe auf Ellen, die ihr aufzeigt, dass man oftmals seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wirklich wahre Glück zu finden…

Das Cover und auch der Titel machen sogleich Lust, in den Garten in die Sonne zu liegen und zu lesen. Es verspricht schöne Stunden mit den Charakteren. Doch gleich als man Ellen kennenlernt, wird man erst einmal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sich mit Ellen anzufreunden ist gar nicht so leicht, sie wird etwas unnahbar und fern gezeichnet. Sie stürzt sich zwar gleich in eine „Katastrophe“, aus welcher sie von Roy gerettet wird, fängt sich aber gleich wieder und ist wieder die dem Leser vorgezeigte kalte Persönlichkeit. Man weiß lange nicht, was genau man von ihr halten soll und das trübt das Leseverhalten etwas.

Der ganze Roman ist etwas klischeehaft gehalten – eine Städtlerin fährt ins Dorf und trifft dort einen Mann, der sie im Herzen berührt. Auch wie die Läden, Hotels und Restaurants gehalten werden – das Dorf wird etwas wie im Mittelalter dargestellt. So sucht die Dame im Grundbuchamt noch nach dem alten Verfahren, da man das ja so auf dem Dorfe so tut, nicht wie in der Stadt – alles mit dem Computer und automatisiert.

Allemal interessant ist es aber, was Ellen über ihre verstorbene Großmutter rausfindet und was sie alles auf ihrem Wege durchmacht. Nach und nach kommt man ihr doch etwas näher und versteht ihre Handlungsweisen. Der Schreibstil macht es einem zudem noch leicht, von Zeile zu Zeile zu springen und richtig darin zu vertiefen – auch wenn hier etwas die Tiefe zu dem Ganzen fehlt.

Es ist ein wunderbar geschriebener Roman, über die Liebe, die alltäglichen Situationen und wie sie gemeistert werden. Vom Cover her könnte man hier ein richtiges Klischee erwarten, jedoch erwartet einen hier eine spannende Geschichte in einer Kleinstadt, in welcher vieles aufgedeckt wird. Trotzdem ist auch hier vieles klischeehaft und vorhersehbar. Die Reaktionen der einzelnen Charaktere kann man sich selbst erahnen, teilweise doch etwas unschlüssig.

Ellen ist und bleibt eine etwas verschlossene Person für den Leser, auch wenn man sich in sie hineinfühlen kann. Leider war ich ihr nie ganz nahe und habe auch vieles nicht so ganz verstanden – es ging zwar wirklich vieles etwas schnell, aber ihre Handlungen waren nicht immer ganz nachvollziehbar. Auch die anderen Personen sind nicht immer so detailgetreu gezeichnet, was sie aber nicht schlechter macht. Es sind alles liebenswürde Persönchen, die man einfach gern haben muss.

Die Lektüre ist ein guter Fang für Zwischendurch, man kann sich durch die Zeilen tragen zu lassen ohne viel nachzudenken – was aber nicht heißt, dass sie langweilig ist, sie entführt den Leser nur ganz sanft in dessen Kopfkino weit weg! Empfehlenswert für welche, die Romantik in einem verschlafenen Nest lieben und sich leise plätschernd entführen lassen möchten!

3 von 5 Punkten

Courtney Cole – If you Stay – Füreinander bestimmt posted by on 23. Mai 2014

Irgendwie ist es ja wirklich oft so, dass die lieben Mädels die bösen Jungs lieben. Warum ist das so? Doch es heißt ja, hinter jedem harten Kern versteckt sich ein weiches Korn. Auch im Roman „If you stay“ ist es genau so – Mila, welche kein Wässerchen trübt verliebt sich Hals über Kopf in Pax, den bösen jungen von nebenan.

Autor: Courtney Cole
Titel: If you stay – Füreinander bestimmt
Genre: New Adult, Romantik
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.04.2014
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 8,99 €

Seit ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, halten die Schwestern Mila und Madison das Familienrestaurant in Schuss. Eigentlich ist es eher Madisons Aufgabe, Mila hat ihr eigenes Kunstlädelchen, denn sie malt selber gerne und verkauft dies. Eigentlich ist sie überzeugte Single-Frau, geht es ihr doch so eigentlich gut. Diese Einstellung ändert sich aber schlagartig, als sie Pax kennenlernt, auf den ersten Blick ein böser Junge – tättowiert, muskelbepackt und ein Koloss in schlechtem Benehmen inklusive Arschlochverhalten. Doch ausgerechnet er bringt etwas in Mila zum Klingen, was sie selbst noch nicht von ihr kannte – und sie ihn ihm auch nicht.

Pax und Mila. Mila und Pax. Unterschiedlicher können die beiden gar nicht sein. Es ist hier, wie als ob Wasser auf Feuer trifft. Und doch haben die beiden etwas ganz bezauberndes, was den Leser auf ganz bestimmt Weise anzieht.

Man lernt hier die Charaktere abwechselnd nacheinander kennen. Man merkt sofort ohne die Kapitelüberschrift zu lesen, wer hier gerade an der Reihe ist. Die Autorin hat das so super hinbekommen, den Tonfall des jeweiligen, dass man gar nicht nachschauen muss, um wen es sich gerade handelt. Es ist schon erstaunlich, wie so eine zerbrechliche Person wie Mila sich so einem Stier von Pax nähert – aber auch sie ist nicht schwach, in keinster Weise. Eigentlich ist sie eine starke Person, die nur selber von sich denkt, sie sei es nicht. Pax mag ein Arsch sein, aber tief im Inneren ist er doch ein guter Kerl – und das merkt auch der Leser zwischen den Zeilen. Er ist so geworden, er war es nicht immer.

Als die beiden sich tatsächlich auf eine Art und Weise näher kommen, wie es nur möglich sein kann, springt das Knistern direkt über auf den Leser. Man stelle sich den Leser sabbernd vor dem Buch vor – so in der Art ergeht es einem! Die heißen Szenen kommen zwar erst nach einer langen Weile, dann aber mit voller Wucht! Und davor ist auch nicht zu verachten, wie die beiden sich langsam Schritt für Schritt näherkommen. Es ist schön zu sehen, wie Pax sich entwickelt, wie er sich von Arschloch zu Gentleman wandelt, sobald er nur an Mila denkt. Es ist schön zu sehen, wie seine weiche Seite hervortritt, wo man ihn doch eigentlich für einen blöden Kerl hält – anfangs zumindest!

Es plätschert lange dahin, ein Geben und Nehmen der beiden. Sie kommen aufeinander zu und doch wieder weg, es passiert immer etwas in deren Gefühlsleben. Doch beide haben etwas auf dem Herzen, eine nicht ganz leichte Kindheit. Langsam kommen sie beide den Dingen auf die Schliche und versuchen es gemeinsam zu lösen. Ein Ereignis aus Pax Kindheit bringt die junge Liebe hier stark ins Rütteln, da er sich wieder total verschlossen gibt. Hier wird es etwas spannend und man würde gern dazwischenrufen, kann aber nur Seite um Seite blättern, um zum Ergebnis zu kommen.

Etwas wirkt es gegen Ende, als wäre das Buch schnell abgehandelt worden, leider! Alles ist auf einmal so schnell gelöst oder eben auch nicht, aber da hätte man noch mehr erklären bzw. darauf eingehen können. Die Sprache des Buches ist einfach gehalten und man kann sich alles schön bildlich vorstellen – es läuft also ein Direktkino vor Augen ab! Das Beste ist – der nächste Teil dreht sich um die Schwester Madison, die ja so ganz und gar erst gegen die Liebe der beiden war! Darauf bin ich für meinen Teil schon mächtig gespannt, da sie mir erst etwas unsympathisch rüberkam. Wer weiß, wie sie wirklich innerlich tickt?

Wer sich das Buch also zu Gemüte führen mag, der muss schon ein Faible für die verletzliche, brave Braut und dem hartgesottenem, verkorksten Kerle haben. Wenn jemanden so etwas nicht zusagt, dem wird die Lektüre gleich langweilig. Empfehlen kann man das Buch allemal für ein paar schöne, gefühlvolle Stunden, ich hätte ewig so weiterlesen können an einem Stück!

3 von 5 Punkten

Luisa Buresch – Wenn die Liebe hinfällt posted by on 14. April 2014

Wo die Liebe hinfällt…heißt es ja normal. So sollte es auch sein, denn wie würden sich sonst die Leute verlieben? Auf Knopfdruck bestimmt nicht. Aber was, wenn die Liebe hinfällt, nachdem sie aufgebaut wurde und eigentlich perfekt ist? In ihrem Roman schildert Lisa Buresch die Begebenheit zwischen dem Traumpar Alia und Leander – scheinbar konnte ihre Liebe nichts erschüttern…

 
Autor: Luisa Buresch
Titel: Wenn die Liebe hinfällt
Genre: Roman
Verlag: KiWi
Erscheinungsdatum: 10.04.2014
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 9,99 €

Alia und Leander gelten allgemein bekannt als das Traumpaar schlechthin. Mit ihrer Tochter Katie könnte es nicht eine schönere Liebe und Familie sein. Auch Alia glaubt wie alle ihre Freunde, dass es etwas Besonderes sei zwischen ihr und Leander. Als aber Leander den Satz bringt, den wir so oft hören oder mitbekommen was andere gesagt bekommen, nämlich „Ich hab da eine andere…“, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie merkt nun, wie verdammt weh Liebe tun kann, was sie so gar nicht für möglich gehalten hat. Als sie sich durch ihre Freundinnen und den neuen Nachbarn wieder halbwegs aufgerappelt hat nach diesem Absturz, steht Leander auf einmal wieder vor der Tür….

Man kann nicht anders und gleich Partei für Alia ergreifen. Sie ist so eine liebenswerte Person, die einen gleich einnimmt. Eigentlich glaubt sie nicht an die Liebe – sie sieht, wie ihre Freundin Majken sich ständig „verliebt“. Bei ihr waren es nur Beziehungen, in welchen keine Liebe vorhanden waren. Gefühle ja, aber diese entpuppten sich schlussendlich doch nicht als das, was eine gute Beziehung ausmacht. Da trifft es sie plötzlich bei Leander und alles wird anders.

Als Leserin muss ich sagen, dass ich mich in sehr vielen Punkten in Alia wiedererkannt habe. Ich denke, es geht hier vielen Mädels so. Das Abstand nehmen von der Liebe und dann der Schlag, wenn sie eintrifft. Die Kapitel sind so gewählt, dass man ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her pendelt. Es ist genau passend für diese Art Roman, man erfährt mehr über die Anfänge und auch gleichzeitig wie es weitergeht. Dennoch ist es ein Wechselbad der Gefühle – ein Augenblick alles wunderbar und toll und im anderen merkt man, wie es bergab geht.

Eigentlich ist Alia ja auch selbst dran schuld, dass ihr Leander entgleitet – hat sie sich doch zu einer Furie entwickelt, was man aber auch auf den Stress zurückschieben kann. Trotzdem müsste sie hier etwas Rücksicht auf Leander nehmen. Der jedoch nimmt das auch alles auf die leichte Schulter und spätestens da, als er gammlig zu einem Dinner mit ihr erschien, ist auch der Leser etwas wütend und auf Alias Seite. Was dann folgt, lässt die Tränchen kullern – Alias und auch des Lesers!

Der Schreibstil der Autorin ist so passend für den Roman, er dürfte gar nicht anders sein. Mitfühlend und fließend beschreibt sie den Werdegang dieser Liebe, den Untergang und den Anfang.

Ich weiß nicht, wie die Autorin es macht, aber sie schafft es, dass es den Leser direkt ins Herz trifft. Genau da, wo es auch Alia trifft, als es zu Ende ist. Spätestens an dieser Stelle ist der Damm gebrochen und man heult herzzerreissend mit ihr mit. Es ist nicht nur Leanders Schuld, dass es so kam, aber zu Alia hat man mehr Bezug. Was sie im Nachhinein noch alles über Leander erfährt und wie die Geschichte fortgeführt wird – es wühlt den Leser einfach nur auf.

Es ist so abstrus und doch so realitätsnah, es könnte direkt aus dem eigenen Leben sein. Die Autorin schafft es einzigartig, den Leser durch die Gefühle mitfühlen zu lassen – es ist fast so, als wäre man selbst beteiligt, ja sogar als wäre man die Hauptperson. Der eine oder andere wird mit dem Ende nicht zufrieden sein, ich persönlich fand es perfekt – der Leser wird noch zum Träumen angeregt!

Wer schon mal Liebeskummer hatte, wird hier nicht die Tränen zurückhalten können. Mädels (und Jungs), haltet schon einmal eure Taschentücher bereit und viel Zeit! Einer der Romane, die einen mitreissen und gefangen halten, die einen bis ins Herz treffen – volle Leseempfehlung von mir!

5 von 5 Punkten