Christian Grohganz – Von heimtückischen Morden posted by on 23. September 2012

Es gibt viele Bücher über Morde, doch sind diese alle heimtückisch? Ein Mord ist eine schlimme Sache, vor den Menschen, die dies ausführen, sollte man Angst haben. Dies zeigt uns auch der Autor Christian Grohganz der fünf Kurzgeschichten über heimtückische Morde…

In der ersten Geschichte muss ein Student erfahren, dass es nicht immer ungefährlich ist, nachts einen Nebenjob auszuführen – es kann jederzeit etwas grauenhaftes passieren. Im nächsten Abschnitt treffen sich zwei alte Freunde wieder, nichtsahnend, dass der Werwolf-Mörder umgeht zur gleichen Zeit. In der dritten Geschichte geht es um eine Ketten-Mail, die durchaus ernst zu nehmen ist, die vierte Geschichte handelt von einem verrückten Mann, der denkt, die Fliese bewegt sich – oder tut sie das wirklich? Genau das passiert, als ein Kommissar zu Besuch ist und eine Leiche sucht. In der letzten Geschichte erhofft ein Polizist sich von Humbug wie durch den Blick einer Toten zu sehen, den Mörder zu finden….

Hier ist sie, die neue Kurzgeschichtensammlung des Autors! Und wieder geht er auf die innersten Ängste der Leser ein und jagt so mit seinen Geschichten dem Leser eine Gänsehaut über den Rücken. Die Kurzgeschichten zu lesen, ist wie in eine Welt des Horrors kurzweilig abzutauchen – am besten sollte man das abends bei gedämmten Licht lesen. Fängt man erst einmal an, ist man sofort mit dabei und kann kaum aufhören, dem Geschehen zu folgen. Man ertappt sich öfters dabei, wie man der Figur in der Geschichte etwas zurufen mag, sie solle dies oder jenes tun, um Schlimmes abzuwenden. Selbst die Bilder zwischen den Geschichten sind gut gewählt und passend gestaltet. Der Schreibstil des Autors ist locker und gut zu lesen, man kann der Geschichte ohne Stocken folgen.
Was mich persönlich etwas störte, war der persönliche Dialog des ersten Protagonisten, der in der wörtlichen Rede gekennzeichnet war. Aber das tut ja der Geschichte keinen Abbruch, man merkt richtig die Verzweiflung durch die Zeilen durch, es greift nach einem wie Fäden und man versinkt in dem Horror.
Bei der zweiten Geschichte schon hat man das Gefühl, der Autor steigert die Spannung nach und nach. Und immernoch möchte man den Charakteren so einiges zurufen, was aber nie ankommen würde, da die Geschichte ja schon geschrieben ist. Der Autor hat einen total in den Fängen mit seinen Geschichten über die heimtückischen Morde.  Jede dieser Geschichten hat seinen eigenen Charakter und weckt die Angst hintergründig beim Lesen. Hierauf versteht sich der Autor sehr gut, dem Leser die tiefsten inneren Ängste mit seinen Geschichten herauszulocken, nach Lesen macht man sich Gedanken wie „was wäre, wenn…“
Wenn der Autor einmal ein ganzes Horrorbuch schreiben würde, wäre ich die erste, die es mit Vergnügen kaufen und lesen wird!

Für einen kurzweiligen Schauerabend ist die Sammlung der fünf Horrorgeschichten durchaus sehr gut geeignet und verleiht dem Abend etwas Spannung. Am besten bei gedämmten Licht zu lesen, so entfaltet sich die Wirkung am besten!

4 von 5 Punkten

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