Gelesen im Mai 2012 posted by on 31. Mai 2012

So und auch dieser Wonnemonat ist rum – wenn auch mit vielen Veränderungen und komischen Ereignissen. Soviel zum Lesen bin ich nicht gekommen, bin ständig unterwegs oder mit den Gedanken woanders, sodass ich mich nicht konzentrieren kann darauf :/ Mein Bücherkonsum den Monat hat sich verschlechtert, ich hoffe, das bleibt nicht so. Ich habe noch einige viele Wanderbücher, die ich lesen sollte und weiterschicken *schluck*

Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Karen M. Moning – Shadowfever

Katrin Lankers – Elfenblick

Terri Persons – Blinder Fleck

 Ernst Michael Schwarz – Verloren: Am Abgrund

Alle Bücher waren etwas besonderes den Monat – naja, „Elfenblick“ war nicht so berauschend. Hier war das Cover besser als der Inhalt, hatte die Autorin doch einige Logikfehler darin, die nicht unentdeckt bleiben. Mal sehen, was mich nächsten Monat für tolle Bücher erwarten =)

Terri Persons – Blinder Fleck posted by on 26. Mai 2012

Viele sind der Meinung es gäbe einen sechsten Blick, manche Leute wüssten einfach was als nächstes geschehe. Woher wissen diese das, woher die Eingebung? Das ist wohl wissenschaftlich noch nicht ermittelbar, zudem glauben zu wenig Leute daran, dass es solches geben sollte. Der Autor dieses Krimis setzt sich mit dem zweiten Gesicht auseinander, worin seine Hauptprotagonistin den Blick hätte – sie kann durch die Augen der Mörder sehen, indem sie Gegenstände berührt, die dieser berührt bzw. besessen hatte. Für Leser, die an paranormale Dinge glauben, hört sich dieses sehr interessant an und wird den einen oder anderen zum Nachdenken bringen.

Die FBI-Agentin Bernadette Saint Clare hat den zweiten Blick, der ihr ermöglicht, Dinge zu sehen, die keiner sonst sieht. Manche Dinge sollten aber lieber ungesehen bleiben. Da ihre Vorgesetzten nie wissen, was sie von ihr und der Auflösung ihrer Fälle halten sollen, wird sie dauernd versetzt. Sie verschlägt es nun in den Keller der Dienststelle in St. Paul. Dort tauchen nach und nach Leichen auf, denen die rechte Hand fehlt. Als ein Schmuckstück gefunden wird, greift sich Bernadette dies und sieht durch die Augen des Killers. Leider sind ihre Eingebungen nicht immer wahrheitsgetreu und ihr Chef Tony Garcia weiß daher nicht, inwieweit er auf sie bauen kann. Der glaubt zumindest an ihre Fähigkeit, weswegen er sie auch herbeordert hatte, sie wurde nicht einfach dahin abgestellt. Trotzdem ist er immer wieder misstrauisch, da sie nicht immer Erfolge verzeichnen kann auf Grund ihres Blickes. Als sei das nicht schon genug, lässt Bernadette sich auf ihren mysteriösen Nachbarn ein, bei dem sie nicht genau weiß, an was sie dran ist. Trotzdem lässt sie alle ihre Vorbehalte fallen und geht etwas mit ihm ein, vor allem als er sie durchblicken lässt, dass er einiges über den Mörder weiß….

Die Autorin befasst sich hier mit einem heiklen Thema, es kommt nicht immer gut an einen Krimi mit paranormalen Dingen zu mischen – lesen die Leser doch lieber ein Genre in sich. Hier sollte man wohl etwas aufgeschlossener sein, sonst kann man das Buch gleich unter den Teppich kehren, weil man immer wieder denkt, was für ein Schwachsinn das wäre. Nichts desto trotz ist ein Buch etwas, was unsere Fantasie entfaltet und uns anregt, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Dies ist der Autorin mit der Beschreibung Bernadettes und Tonys sehr gut gelungen, durch die Widerlegung ihrer Gefühle und Dialoge kann man sich sehr gut ein Bild dieses ungleichen FBI-Paares zusammensetzen. Bernadette kommt einem gleich sympathisch vor, auch wenn sie ihre kleinen Macken hat – man hat aber sogleich Zugang zu ihrem Gedankenbild und verschafft sich somit ein klares Bild im Kopf über diese kleine, zierliche Person. Tony dagegen ist eher unnahbar und unberechenbar, aber auch von diesem bekommt man gleich einen guten Plot vorgesetzt. Es macht Spaß, die gut artikulierten Dialoge zwischen den beiden zu lesen und sich darin zu verlieren. Anfangs steigert sich die Spannung und man kann das Buch kaum weglegen, ohne immer weiterzublättern und zu erfahren, wie der Fall zu Ende geht und gelöst wird. Sprachlich ist der Schreibstil der Autorin ein Meisterwerk, es plätschert dahin und durch die zahlreichen Dialoge zwischen den Darstellern im Buch kommt man gut voran und mag auch gar nicht mehr aufhören. Die kurzen Kapitel machen es einem leicht dazu, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Leider flaut die Spannung nach ca. 3/4 des Buches ab, nach denen man sich schon genug der Dinge denken kann, was hier vor sich geht und das Rätseln ist dann auch nicht mehr schwer. Auch die Auflösung, was es mit dem mysteriösen Nachbarn Bernadettes auf sich hat, schmälert die gute Seite des Buches etwas, ist dies doch dann etwas sehr abgedroschen und zu viel guter Dinge in einem Buch. Das Ende lässt auf einen Folgeband hoffen, was nicht sein muss, was aber bestimmt auch sehr interessant wäre – würde hier dann auf die andere Sache um Bernadette eingegangen werden höchstwahrscheinlich.

Alles in allem ist das Buch ein leicht plätscherndes, etwas ins Abnormale abdriftende Lektüre, mit der man sich so einige Nächte um die Ohren schlagen kann, wenn man es nicht schon vorher fertig hat – allerdings sollte man nicht gleich den Fehler machen und denken, das dass alles Schwachsinn sei. Für die Fantasie und das Kopfkino ist das Buch ein Vergnügen, nicht aber für jeden Krimiliebhaber.

4 von 5 Punkten

Freitagsfüller 25.05.2012 posted by on 25. Mai 2012

Wieder ist die Woche rum wie im Fluge – und es gibt ein langes WE! Mit dem Lesen wird es bei mir trotzdem nicht besser zur Zeit *seufz* Aber ich gebe mir Mühe =) Hier ist es so warm, ich bin kaputt davon. Trotzdem muss ich gleich nochmal los, hoffentlich nicht allzu lange. Hier mein Freitagsfüller:

1. Endlich  können die Winterklamotten im Schrank bleiben.

2.  Ich habe nun öfters Ballerinas an meinen Füßen.

3.  Wenn wir uns nur ein bisschen mehr in unser Gegenüber hineinversetzen würden, wären einige Fragen schon vorher geklärt.

4.  Mehr von der Welt wollte ich immer schon sehen, aber ich habe es noch nicht geschafft.

5.  Egal ob  Abend, nachts oder morgens – ich bin dauermüde zur Zeit.

6.  Auf kleine Klamotteneinkäufe kann ich zur Zeit nicht wiederstehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend, morgen habe ich bisher nix geplant und Sonntag möchte ich an ein Event gehen, wo ein besonderer DJ auflegt!

Nun heißt es, wieder aufbrechen. Ich wünsche allein ein schönes WE! Den Freitagsfüller findet ihr bei Barbara.

Heute gibts neue Leckerlis posted by on 24. Mai 2012

Zehn mal bin ich aufm Fluss um das eBook „Silver Moon“ rumgeschlichen und bin dann im Endeffekt doch nicht daran vorbeigekommen *seufz* (Wobei ich ja gestern schon darüber geredet habe, ging mir wohl einfach nicht aus dem Kopf). Da ich auch (fast) wirklich täglich in die „Deal des Tages“ schaue, habe ich doch heute tatsächlich mal wieder ein gutes Schnäppchen gemacht – wir werden sehen, ob das Buch das verspricht, was der Klappentext und die zahlreichen guten Rezensionen dazu sagen. Nur schade, dass es so etwas nur für englische eBooks gibt – macht aber nichts, kann ich ja auch =)  Hier meine Neuen:

Elea Noir – Silver Moon:

„Die 18-jährige Kira ist der gewalttätigen Hand ihres Vaters seit dem Tod ihrer Mutter hilflos ausgeliefert. Sie tut ihr Bestes, um ihre jüngeren Geschwister und sich selbst vor ihm zu schützen. Als sie von ihrem Vater gezwungen wird, dessen besten Freund – einen brutalen Wirt – zu heiraten, bricht für Kira eine Welt zusammen.

Das Einzige, was ihr noch bleibt, ist Sakima, ein Wolf, den sie einst verwundest vor ihrem Haus gefunden und gesund gepflegt hat. Er und seine indianische Familie stehen Kira in ihren schwersten Stunden zur Seite. Was Kira aber nicht ahnt: Sakima ist gar kein Wolf!“

Lara Parker – Angelique´s Descent:

„The Dark Shadows saga is begins with the full measure of eroticism, spellbinding suspense, and gripping storytelling. 

The dashing heir of a New England shipping magnate, Barnabas Collins captures the heart of the exquisite, young Angelique amidst the sensual beauty of Martinique, her island home. But Angelique’s brief happiness is doomed when Barnabas deserts her for another. With this one betrayal, Barnabas unleashes an evil that will torment him for all time. 

For Angelique is no ordinary woman. Vowing to destroy Barnabas, a vengeful Angelique damns him to eternal life as a vampire-a companion to accompany her forever. Little does Angelique understand the depth of Barnabas’s fury… 

The first chapter of the irresistible Dark Shadows series.  „

So und jetzt freue ich mich einfach einmal, diese zwei schon mal in Besitz zu haben – der Lesestoff geht mir bestimmt NIE aus! =)

Büchersüchtig? posted by on 23. Mai 2012
So, das habe ich mir soeben bei Angel geklaut – sie möchte niemanden extra taggen, so sollen wir uns selbst getaggt sehen und ich war mal so frei und habe es mir rauskopiert =) Mal sehen was dabei rauskommt:
  1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon!
  2. Deine Kreditkartenabrechnungen werden per Büchersendung verschickt!
  3. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4! Ich hab so einige fortführende Teile und noch nicht gelesen im Regal, bei welchen ich mich schon auf den Folgeband gefreut habe (und nun ebenfalls besitze) =)
  4. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst!
  5. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers!
  6. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst!
  7. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa!  – Einer? Schön wärs! Bestimmt sind es 10 =)
  8. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist.
  9. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen!
  10. Dein Postbote hasst dich!
  11. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen! – Jawohl! Aber da ich eh sehr, sehr selten Fernseher schaue, fragt sich das nicht oft – eher ärgere ich mich, wenn etwas Gutes kommt, dass ich dann in der Zeit nicht lesen kann *hihi*
  12. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber!
  13. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren!
  14. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!
  15. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180! Tatsache! Es könnte ja passieren, dass einem tatsächlich einmal der Lesestoff ausgeht – und dann?? (Passiert bei mir nie, hab ich keine Sorge)
  16. Man nennt dich auch den ‚Schrecken der Flohmärkte’!
  17. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
  18. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen!Meistens bestelle ich wirklich an solchen Tagen, da ich nur daheim rumsitze und genug beim surfen finde und mein Finger dann zum Bestellbutton zuckt *hust*
  19. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast du die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher!
  20. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.
  21. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.
  22. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.Ähm ja, das hab ich schon getan 😀
  23. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst. Nicht gesellschaftsfähig würde ich nicht sagen, eher versteh ich das überhaupt nicht, wieso man dann ein Buch liest – wo bleibt denn dann die ganze Spannung?
  24. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst. 
  25. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast. – Das ist manchmal wirklich der Fall, da muss das Buch aber wirklich, wirklich toll gewesen sein.
  26. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt. Das stimmt – letztes Mal habe ich es daheim vergessen und Panik geschoben, was ich in meiner Mittagspause mache.
  27. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.  – Habe ich mir zwar zum größten Teil abgewöhnt, aber mache ich manchmal immernoch.
  28. Du anstatt vor dem Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt. 
  29. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.  Das geht mal gar nicht!
  30. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.  – Das mache ich in der Tat =)
  31. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.
  32. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
  33. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können. Wahrhaftig!
  34. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, (obwohl du noch nie, ein Buch zweimal gelesen hast) 
  35. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst. Auch wahr, aber meistens liegt das nächste schon bereit =)
  36. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst. Ja, denn es ist fast eine Sache der Unmöglichkeit bei mir – ich verlasse eine Buchhandlung NIE ohne Buch.
  37. Deine Umgebung völlig schockiert darauf reagiert, dich ohne Buch anzutreffen.  
  38. Wenn du das Buch auch aufs Klo mit nimmst und liest.
  39. Du rufst andauern: “Oh! Eine Buchhandlung!”
  40. Du ständig über kreative Möglichkeiten nachsinnst, deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen.  Langsam wirds echt eng, ich hab kein Regal mehr frei – eine Kiste habe ich auch schon voll unterm Bett *pfeif*
  41. Du diverse Listen -incl. Sub – führst bzw. Dateien anlegst, um den Überblick über die Bücher zu behalten. Wohl eher führe ich Liste, was ich monatlich gelesen habe und welche Reihenfolgen es gibt bei Serien, die ich lese und markiere diese, damit ich auch weiß, welche ich schon besitze =)

Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig.
Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium
Mehr als 30 Treffer: Nicht mehr therapiebar.

17 Treffer, oha – noch 3 Punkte unter dem fortgeschrittenen Stadium – aber lesesüchtig. Stimmt definitiv! Ein Leben ohne Bücher geht mal gar nicht – dann lieber ohne Männer und Autos *lach* Na wie schauts bei euch aus, wie „lesekrank“ seid ihr?

Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry posted by on 19. Mai 2012

Es fängt alles an mit einem Brief. Ein Brief von Queenie an Harold – indem Sie ihm mitteilt, dass Sie an Krebs sterben wird. Eigentlich will Harold nur zum Briefkasten laufen, da wird es ein längerer Lauf draus, um nicht zu sagen, eine Pilgerreise. Harold legt über 1000 km zurück, um Queenie noch ein letztes Mal zu sehen und um Abschied von ihr zu nehmen. Er hofft, mit dieser Reise Queenie retten zu können und somit wird hier doch eine Pilgerreise daraus. Diese Reise beginnt er im Prinzip nicht nur für Queenie, sondern auch für sich selbst, seine Frau Maureen und seinen Sohn David.

Dieser Roman ist nicht nur über die wundersame Reise Harolds und seinen interessanten Begegnungen mit noch interessanteren Menschen. Sie lässt den Leser zwischen den Zeilen lesen, das Tiefgründige, Zwischenmenschliche erkennen. Mit ihrer wunderbaren Ausdrucksart versteht sie, den Leser richtig in die Geschichte einzuweben, das gleiche zu fühlen wie Harold. Das Buch geht viel tiefgründiger, als man anfangs denkt. Entpuppt es sich doch als wahres eigenes Gefühlsleben und lässt einen nur so versinken, auch in seinen eigenen Gedanken und Gefühlen. Es zeigt, wie verschieden doch jeder denkt und wie man einiges so grundverschieden als andere aufnimmt, wie Menschen aneinander vorbeireden, nur weil sie anderer Auffassung sind. Leider gehen so auch viele Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften auseinander – indem man zu wenig redet und sich nicht versteht, da die falschen Worte ausgesprochen werden. Harold geht in diesem Buch nicht nur den Weg, um Queenie zu retten, er rettet sich auch selber. In seinen Erinnerungen findet er schöne, aber auch abstoßende Dinge – geht es uns nicht genauso, wenn wir auf unseren Wegen einmal einen richtigen Pfad einschlagen und noch einmals darüber nachdenken? Die Autorin beschreibt sehr emotional den Weg der Gedanken der Menschen, die Macht, die diese ausüben und was diese zerstören sowie neu gestalten können. Bei diesem Buch geht es nicht allein um die Geschichte, hier ist auch zwischen den Zeilen lesen eine große entscheidende Sache. Es geht hier um Liebe, Neuaufbau aus Zusammengefallenem, Gefühle, Freunde, Bekanntschaften, Emotionen, Gedanken und um so vieles mehr, was gar nicht in Worte zu fassen ist.  Ein Zitat aus dem Buch, was bei mir Eindruck hinterlassen hat und hinter welchem ich auch stehe ist dieses:

„Wenn wir nicht offen sein können, dachte sie, wenn wir das Unbekannte nicht annehmen können, dann können wir wirklich alle Hoffnung fahren lassen.“ (S. 374)

Das sagt genau das aus, was man vermeiden sollte – wenn man immer nur den gleichen Trott lebt, verwelkt man irgendwann, ohne zu wissen, was für Wunder einen noch erreichen können. Dieser Roman empfiehlt sich wirklich jedem Leser, der etwas mehr in sich hineingehen möchte und auch zwischen den Zeilen lesen kann, mehr wahrnehmen als nur die eigentliche geschrieben Geschichte darin.

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei dem Fischer Verlag, der mir dieses Buch zugesandt hatte und mir hier ein aufschlussreiches, emotionales, wunderbares Abenteuer beschert hat. Wer hier nun an auch neugierig geworden ist und sich das Buch selber gerne zu Gemüte führen mag, kann dies auch hier direkt beim Verlag bestellen.

5 von 5 Punkten

Freitagsfüller 18.05.2012 posted by on 18. Mai 2012

Und wieder ist die Woche vorbei, ehe man es sich versieht, ist der Geburtstag wieder da und man ist ein Jahr älter – aber das geht noch 1 1/2 Monate =) Heute ist mal wieder schöneres Wetter als die letzten zwei Tage, aber so richtig warm ist es dann auch nicht. Viel zum lesen werde ich heute auch nicht kommen, da ich mal wieder ständig unterwegs bin – an meinem freien Tag. Die Woche selbst war irgendwie anstrengend, ich bin nur noch müde und die Migräne plagt mich auch, ob das wohl am Wetter liegt? Hier mein Freitagsfüller:

1. Facebook ist zwar nicht sehr gut für den Datenschutz, hilft einem manchmal aber doch über die Langeweile hinweg und man trifft nette Freunde wieder.

2.  Wir sollten aus allem das Beste machen, nicht wahr?

3.  Was für ein schöner Tag es noch werden könnte, wenn es nicht so schwül wäre.

4.  26 Kg abzunehmen war nicht einfach, aber ich habe es geschafft und kämpfe, dass es so bleibt.

5.  Ich würde gerne mal ausprobieren, wieviel km/h mein neues Auto hergibt, aber das kann man hier auf den Straßen vergessen.

6.  In letzter Zeit könnte ich ständig und bei jeder Tätigkeit einschlafen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf endlich wieder daheim zu sein von meinen Rundgängen heute, morgen habe ich mal etwas mehr lesen geplant und Sonntag möchte ich einen super Film anschauen und relaxen!

So, das wars dann auch wieder von mir. Ich werde jetzt erst mal frühstücken und einen Kaffee trinken und mich dann auf die Socken machen – heute gibt es neue Fingernägel, mal sehen, was es wird =) Den Freitagsfüller bekommt ihr wie immer bei Barbara.

Katrin Lankers – Elfenblick posted by on 14. Mai 2012

Die 16-jährige Mageli hat es nicht leicht in ihrem Leben. Ständig hat sie Ärger daheim, in der Schule wird sie geachtet, weil sie anscheinend arrogant ist, gute Noten hat sie auch nicht und einen Dauerhunger hat sie auch. Zum Glück hat sie da ihre beste Freundin Rosann, die ihr immer mit Zitaten zur guten Laune verhilft und die ebenso verpöhnt ist in der Schule. Da macht sie auf einmal unheimliche Bekanntschaft mit dem Jungen Erin und sie weiß nicht mehr, was Traum und Realität ist, doch das sie füreinander geschaffen sind. Sie trennt die Welt der Menschen und Elfen, er redet etwas von den verlorenen Land und meint dies der Menschen. Was genau meint er? Als er in Gefahr ist, muss Mageli eine sehr große Entscheidung treffen – vermag sie es, ihn zu retten mithilfe der Träume?

Schon allein das Cover lädt ein, mehr über die Elfen zu erfahren und in das Buch hineinzutauchen. Der Klappentext verspricht auch traumvolle Stunden mit Mageli und Erin. Anfangs beschreibt die Autorin etwas viel und gibt sehr viel auf detailgetreue Einführung, was ja nicht unbedingt schlecht ist. Vom Schreibstil her passt es sich genau dem Geschehen an und lässt dem Leser sofort Bilder vor die Augen zaubern der magischen Welt und was um Mageli passiert. Diese ist einem sofort sympathisch, auch wenn sie manchmal etwas sehr bockig und arrogant scheint. Die Protagonisten erscheinen einem real und ihre Welt ist sehr bildlich beschrieben, man hat sofort ein klares Bild vor Augen der ganzen Situation. Man merkt richtig, wie es zwischen Erin und Mageli knistert, leider wird hier immer wenn es ausführlicher wird, wieder abgebrochen und lässt den Leser eigentlich etwas im Unklaren. Das ganze Buch kann man in keine richtige Sparte der Fantasy einsortieren – es enthält von jedem etwas, sei es Urban, Romantic oder richtige hochwertige Fantasy. Ein Minuspunkt oder zwei muss ich hier aber doch geben: Es fehlt vielen Sachen im Buch an Logik, es wird zu schnell und zu einfach aufgeklärt und das meiste ist sehr vorhersehbar, weshalb nie eine richtige Spannung aufkommt. Leider endet das Buch ziemlich schnell, hier könnte man meinen die Autorin wollte zu einem schnellen Ende kommen. Nichts desto trotz war die Auflösung mehr als überraschend, hatte man doch nicht wirklich damit gerechnet und es lässt einen Aha-Effekt zurück. Trotz diesen zwei Mankos war es eine willkommene Abwechslung zu Vampiren, Werwölfen etc., einmal in die Welt der Elfen abzutauchen und mitzuerleben, wie diese sich mit Menschen verstehen. Die traumhaften Bilder, die die Autorin durch das Geschriebene vermittelt, verhelfen zu kleinen Tagträumereien. Nach einer Fortsetzung hat sich das nicht für mich angehört, aber ich wäre nicht sauer, wenn es eine geben würde – natürlich lese ich die dann auch!  Dieses Buch ist ein Jugendbuch, das sich auch gerne Erwachsene zu Gemüte führen können, die sich nicht zuviel Anspruch hiervon versprechen und einfach gerne einmal träumen möchten, sich in die Welt der Elfen verziehen möchten!

An dieser Stelle vielen Dank an BloggdeinBuch und an den Verlag arsEdition, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben! Zu beziehen gibt es das Buch hier.

3,5 von 5 Punkten

Freitagsfüller 11.05.2012 posted by on 11. Mai 2012

Puh, was für ein Wetter – satte 29 Grad hat es hier! Ich war bis eben noch unterwegs und bin jetzt total kaputt, die Hitze macht einen ganz schön fertig. Dabei soll es morgen wieder kühler werden, leider. Aber jetzt ist erst mal WE-Anfang und ich kann getrost eine Std. ins Bett liegen und etwas lesen oder einfach nur dösen. Die Woche war bisher sehr schnell rum, ein neues Auto habe ich auch – zum Glück! Mein Polo hat wieder etwas gestreikt, ging wieder was kaputt, da dachte ich mir es reicht jetzt. Hier mein Freitagsfüller:

1. Anders als sonst werde ich dieses WE keine Party in einer Disco machen.

2.  Jacken, Pullover und lange Hosen sind hoffentlich bald ganz überflüssig.

3.  Bei Gewitter mache ich gern alles dunkel und schaue aus dem Fenster.

4. Ich höre jeden Morgen das gleiche Gesabbel im Radio.

5. Übrigens kann man  Träume beeinflussen, in welche Richtung sie gehen sollen.

6. In letzter Zeit komme ich gar nicht viel zum lesen, denn ich bin ständig unterwegs.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen guten Film und einfach nur Ruhe, morgen habe ich einen Gang zum Geburtstag eines Freundes geplant und Sonntag möchte ich den Kuchen genießen, den ich morgen backe und mich über den Besuch meiner Freundin freuen!

So und ich starte nun in mein WE, schlafe etwas und danach noch bisschen aufräumen. Ein schönes Wochenende euch allen! Den Freitagsfüller bekommt ihr wie immer bei Barbara.

Elfenblick und Verloren posted by on 5. Mai 2012

Gestern haben mich wieder zwei sehr tolle Bücher erreicht. Elfenblick habe ich von Blogg dein Buch bekommen und Verloren von dem Autor selbst, Ernst Michael Schwarz. Hierfür möchte ich mich gerne bedanken! Diese zwei Schätze dürfen sich nun mit vielen anderen den Platz im Regal teilen – aber erst lese ich die natürlich =) Um das gehts:

Katrin Lankers – Elfenblick:

„Erin blickte sie unverwandt an mit diesem Blick, bei dem Magelis Hirn den Dienst versagte. „Wir sind uns so ähnlich“, sagte er. „Und doch so verschieden. Als lebten wir in zwei getrennten Welten. Ich in der Welt der Elfen und du in der Welt der … Menschen“, beendete sie den Satz für ihn. „Menschen“, bestätigte er, als sei das für ihn ebenso verrückt wie für sie die Vorstellung von einem Elfenreich. „Das verlorene Land“, murmelte er so leise vor sich hin, dass Mageli nicht sicher war, ob sie es überhaupt hören sollte. Als Mageli den geheimnisvollen Erin kennenlernt, ahnt sie, dass etwas an diesem Fremden anders ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, während gleichzeitig die Grenzen zwischen Traum und Realität für Mageli immer mehr zu verschwimmen scheinen. Als Erin in Gefahr gerät muss sie eine Entscheidung treffen: Kann sie ihn retten, indem sie auf die Macht ihrer Träume vertraut?“

Ernst Michael Schwarz – Verloren:

„Im Sommer 2009 wird Klaus Bertram nach fast acht Jahren aus einer JVA in Ostbrandenburg entlassen. Es ist die letzte Nacht. Er erlebt noch einmal sein bisheriges Leben. Es läuft wie ein Film vor ihm ab. Von der Einschulung in Ost-Berlin bis zum bitteren vorläufigen Ende im Strafvollzug. Eine Achterbahnfahrt, meistens nur bergab, geprägt von schweren, persönlichen traumatischen Erlebnissen, aber auch der Sehnsucht nach Glück, Familie und der großen Liebe. Ein Weg gezeichnet von Drogen, Alkohol, Gewalt und Kriminalität. Noch einmal wird, für den in der Zwischenzeit 29-Jährigen, auch das Versagen der staatlichen Hilfe deutlich; von der Hauptschule über die Arbeitsagentur bis hin zu den freien Trägern der Jugendarbeit. Keiner stoppt die Talfahrt des Klaus Bertram. Nur einer hört seine Hilferufe. Erst in der JVA bekommt er Unterstützung und die Chance für einen Neubeginn, aber zu welchem Preis?“

Ich bin wirklich schon sehr auf beide gespannt und kann es kaum erwarten zu erfahren, was die Geschichten in den Büchern sprechen. Ich werde es euch bald wissen lassen =)