Gelesen im Juni 2012 posted by on 30. Juni 2012

Oje, wie mager fiel denn dieser Monat aus? Ich habe ja gar nicht schön gelesen! Irgendwie hatte ich immer etwas anderes zu tun oder bin eingeschlafen beim Lesen. Komischer Monat! Nicht mal meine Mindestzahl an Büchern habe ich geknackt, tztz. Diesmal war sogar ein Hörbuch dabei, was ja nicht wirklich als lesen zählt, sondern vorgelesen =)

Ina Norman – AvaNinian: Zweites Buch

Rebekka Pax – Flammenmond

Matthias Sachau – Wir tun es für Geld (Hörbuch)

Bentley Little – Verderben

Naja, heute werde ich noch „Shadow Falls Camp“ beenden, das zählt aber dann wohl zu Juli. Die Rezension hierzu folgt in den „nächsten“ Stunden =) Ich bin mal gespannt, ob ich meine Lesestatistik im Juli wieder etwas steigere. Die Wanderbücher werden hiervon ja nicht weniger, wenn ich nicht mehr zum Lesen komme.

Freitagsfüller 29.06.2012 posted by on 29. Juni 2012

Oh nein, die Woche ist ja schon wieder rum und mein Urlaub somit auch. Nach dem Wochenende heißt es wieder arbeiten gehen, ab in den Alltag! Aber es hat auch was gutes, dann esse ich schon nicht mehr sooooviel, wie wenn ich daheim sitze =) Aus Langeweile isst man schon mal gern..habe ich gemerkt. Gelesen habe ich diesen Monat einfach bisher nicht soviel wie sonst als, woran das wohl liegt? Naja, hier mein Freitagsfüller:

1. Manchmal suche ich  mich selber und finde mich nicht.

2. Der Joghurteisbecher mit Früchten und Tropicfrüchten beim Italiener in der Stadt ist mein absolutes Lieblingseis.

3. Ich höre gerne den Regen und das Gewitter durch das Fenster.

4. Positiv ist , dass ich endlich eine Wohnung gefunden habe; negativ ist der ganze Umzugsstress, wenn es soweit ist.

5. Beim Italiener war ich schon lange nicht mehr essen, fällt mir grad auf.

6.  Heute sieht es trüb und regnerisch aus, aber das wird sich noch ändern, denn gestern war mal Sommer.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen guten Film und evtl. Ausgang, morgen habe ich einen ruhigen Tag geplant und Sonntag möchte ich lesen, lesen und nochmals lesen!

Und wieder gewittert es draußen, bestimmt wird es heute noch total heiß – wir haben jetzt morgens schon gigantische 21 Grad und es ist total schwül. Allen ein schönes WE! Den Freitagsfüller bekommt ihr bei Barbara.

Bentley Little – Verderben posted by on 28. Juni 2012

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer hinter den großen gesichtslosen Unternehmen sitzt, welche Politik dort herrscht und wie genau diese eigentlich unser Leben bestimmen, Kontrolle ausüben und uns im Glauben lassen, wir würden selber entscheiden? Im Grunde saugen viele solcher Art die Menschen aus wie Vampire, diese merken das nicht einmal oder verdrängen ihre bösen Hintergedanken und leben weiter, als wäre jeder Tag ein normaler Tag und es würde nichts Seltsames gespielt vor ihren Augen. Das und vieles mehr und wie es in der Zukunft aussehen könnte, will uns der Autor zwischen den Zeilen des Buches deutlich machen, vieles ist in der Tat vergleichbar mit der Realität…

Juniper ist eine kleine, verschlafene Stadt mitten in der Wüste Arizonas. Hier passiert nicht allzu viel, alles und jeder kennt sich und Fuchs und Hase sagen sich Gute Nacht in diesem Nest. Doch eines Tages kommt ein bekannter Discounter in die Stadt: Der LADEN. Alles was man sich erträumt, kann man sich dort kaufen, was man sich wünscht – aber nichts bleibt ohne Preis.  Wer hier einkauft, schuldet dem Besitzer einen Gefallen und ist seine Seele los. Der LADEN verspricht soviel Gutes, neue Arbeitsplätze, mehr Auswahl etc. Auch Bills Töchter fangen an dort zu jobben, doch zu welchem Preis?

Das ist nun das zweite Buch des Autors, das ich zur  Hand genommen habe. Der Einstieg war etwas schwer, es dauerte ewig viele Seiten, bis einmal etwas passierte. Dann wurde die Spannung aber rasant bei den Haaren gepackt. Der lange Einstieg musste wohl sein, denn nur so erfährt man mehr Hintergründe über diesen suspekten LADEN. Es ist schon eigenartig, da wird über Nacht ein Gebäude aufgezogen, alles abgeholzt und alle und jeder freuen sich erst einmal – wenn auch mit großem Unbehagen und schlechtem Bauchgefühl. Es scheint hier zuerst niemanden zu jucken, dass die kleinen Einzelhändler zugrunde gehen, worauf es dieser LADEN wohl auch abzielt. Über die Seiten hinweg merkt man immer weniger von der Menschlichkeit der Angestellten, diese kommen einem eher wie Maschinen vor, die ein Rad zum drehen haben, wann sie wie und wo zu ticken haben. In diesem Buch regt man sich sehr oft über die Begriffsstutzigkeit der Leute auf, merken die das denn nicht, dass der LADEN total Besitz von ihnen und überhaupt der ganzen Stadt zu nehmen scheint? Haben sie gar eine Gehirnwäsche erhalten, die sie so blind werden lässt? Einzig der Hauptprotagonist Bill und seine Freunde versuchen etwas gegen den LADEN zu unternehmen und sind mit gar nichts, was diesen betrifft, einverstanden. Durch die Seiten fiebert man immer mehr mit diesen mit, dass sie etwas erreichen. Als Bills Töchter dann auch noch dort zu arbeiten beginnen, spitzt die Lage sich zu. Man erfährt Seite für Seite immer mehr von den denkwürdigen Machenschaften des Ladens, sei es die Einstellung der Angestellten sowie die morgendliche „Begrüßung“ und Arbeitsmoral. Verglichen zum LADEN wäre hier eine Sekte wohl gleichwertig oder sogar noch runtergestuft. Da man nie genau weiß, was oder wer hinter dem LADEN steckt, nimmt die Spannung mit keinem Male ab und man ist richtig gefangen, macht sich Gedanken, ob hier gar Vampire am Werk sind, die die Lebensenergie der Menschen aussaugen durch diesen LADEN. Da passt ja der Name „Lamb“ – „Lamm“ des Personalleiters sehr gut, ein Scherz des Autors? Auch der Name des Chefs der ganzen Kette, „Newman King“ – sollte das ebenfalls eine Anspielung sein? Bei diesem Buch stellte sich die ganze Zeit die Frage: Wie weit gehen Menschen für einen Job? Wenn man bedenkt, wie speziell hier die Aufnahmeprüfung doch war. Wie weit lassen diese sich erniedrigen? So unrealistisch ist dieser Roman gar nicht. Es ist zwar ein Horror, aber auf psychischer Ebene, ein Gemetzel wird man hier vergebens suchen. Natürlich wollte der Autor seinen Lesern hiermit etwas sagen, man muss nur zwischen den Zeilen lesen. So ein Unternehmen kann sehr vieles zerstören, Menschen zu Maschinen werden lassen, ohne dass diese das merken. Es wird oft und gerne Ja zu allem gesagt, nur um nicht irgendwo anzuecken. Da dies schon Horror allein ist, was die Psyche für eine Macht ausübt, was der Autor hier zwischen den Zeilen sagen will, kann man getrost auf das Gemetzel verzichten.

Wer den Horror nicht nur in Gemetzel sucht, sondern sich gerne Gedanken zu einem Buch macht bzw. bei dem man zwischen den Zeilen lesen muss, ist hier genau richtig. Bentley Little hat genau den richtigen Riecher, wie man die Realität mit Fiktion vermischt und es trotzdem deutlich ist, was er eigentlich damit sagen will!

5 von 5 Punkten

Richtig getippt = 3 neue Bücher! posted by on 23. Juni 2012

Gestern habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, bei dem man das Spielergebnis zwischen Deutschland und Griechenland tippen sollte – und ich hatte auch noch Recht (ohne einen Plan von überhaupt was zu haben!). Der Gewinn war ein 25 Euro Gutschein für den Fluss, den ich natürlich sogleich in Bücher umgesetzt habe. Und diese sind es geworden:

Lori Handeland – Shakespear Undead:

„London 1616: Eine Flut von Zombies macht die Straßen der Stadt unsicher. Ein Fall für Jägerin Katherine Dymond. In einer lieblosen Ehe gefangen, führt sie ein gefährliches Doppelleben und macht des Nachts Jagd auf Untote. Dabei begegnet ihr der attraktive William Shakespeare, der ebenfalls ein dunkles Geheimnis birgt: Er ist ein Vampir. Gemeinsam versuchen William und Katherine herauszufinden, wer hinter der Zombieflut steckt und entdecken dabei unerwartete Gefühle füreinander.“

Chris Carter – Der Knochenbrecher:

„Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo ersuchen muss. Die Jagd hat längst begonnen. Schlaf schön, L.A.!“

Linwood Barclay – Weil ich euch liebte:

„Glens Familie stürzt jäh ins Unglück, als seine Frau Sheila bei einem Unfall ums Leben kommt. Sie soll volltrunken gefahren sein und zwei Unschuldige mit in den Tod gerissen haben! Die Polizei ist sich ihrer Sache sicher – doch Glen kann es einfach nicht fassen. Kurze Zeit später ertrinkt eine gute Freundin von Sheila auf mysteriöse Weise. Und als Glen bald darauf erfährt, dass Sheila 62.000 Dollar veruntreut haben soll, bringt ihn das vollends aus dem Gleichgewicht. Beweise für ein Verbrechen hat er allerdings keine …“

Somit ist mein Wunschzettel um drei Bücher weniger geworden, was bei der Menge darauf aber nicht viel macht *hust*. Ich bin schon sehr gespannt auf diese Bücher, am meisten auf den Knochenbrecher, die Reihe verfolge ich schon mit Gier, der Autor ist einfach der Hammer.

Freitagsfüller 22.06.2012 posted by on 22. Juni 2012

Und schon ist eine Woche meines Urlaubs vorbei, das geht immer so schnell =( Dafür ist aber noch schönes Wetter, wenn auch immer wieder wechselhaft. Von mir aus könnte es immer so schön bleiben, wie es jetzt gerade ist (23 Grad schon morgens), wobei Sport machen dann immer so anstrengend ist. So hier mein Freitagsfüller:

1. Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich alles essen, was nur geht.

2. Zum Glück habe ich noch eine Woche Urlaub.

3. Nein, wir werden nicht faul bei dem warmen Wetter und den Sport auslassen.

4. Meistens gibt es bei mir nur Kaffee und eine Zigarette zum Frühstück.

5. Es ist immer schön, wenn man merkt, was man an seinen Freunden hat.

6.  Ich mache es mir mit 6 Kissen im Bett immer extra bequem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit mir allein, morgen habe ich Party mit Freundinnen geplant und Sonntag möchte ich wie immer erholen und ein gutes Buch lesen!

Das war der Freitagsfüller auch schon wieder. Mal schauen, was ich jetzt für Unfug noch anstellen kann, wo ich schon so früh wach bin =) Den Freitagsfüller bekommt ihr bei der lieben Barbara.

Rebekka Pax – Flammenmond posted by on 20. Juni 2012

Es gibt immer mehr Vampirromane, wo sich die Helden und Menschen zusammentun, wo es vor Erotik knistert und viele Kämpfe ausgefochten werden. In vielen sind die gängigen Klischees nicht mehr relevant, sowie Pflöcke und Silber etc., nicht aber hier wie im zweiten Band der Autorin. Die Spannung knistert und die Protagonisten kämpfen gegeneinander einen unausgefochtenen Kampf.

In einem Kino in L.A. lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt, die nicht feindlich, sondern friedlich gesonnen sind. Einer der Mitglieder, Brandon, wird auf seinem Ausflug mit seiner Freundin Christina, entführt. Sein Freund und Meister Julius Lawhead bricht auf, um diesen zu retten. Der Entführer, der sich als der grausame Nathaniel Coe entpuppt, ist niemand anderes, als der wirkliche Erschaffer Brandons und will diesen nur verschonen, wenn Julius ihm jemand anderes als Tausch aus seinem Gefolge anbietet. Widerwillig willigt Julius in den Handel ein und setzt damit alles was ihm lieb ist, aufs Spiel – unter anderem sogar seine große Liebe Amber, seine Dienerin und Geliebte…

Leider habe ich den ersten Teil dieser Reihe nicht gelesen, was ich jetzt aber auch nicht mehr nachholen werde, da ich mit dem zweiten angefangen habe. Die Protagonisten erschafft mit ihrem Buch ein gigantisches Kopfkino, das einen in die finsteren Abgründe der eigentlich friedlichen Vampire abgleiten lässt. Sie beschreibt die Personen so detailgetreu, dass man sie direkt vor Augen hat und sich ein Film abspielt. Das heißt aber leider nicht, dass einem gleich auf Anhieb sympathisch sind. So wie hier Amber, die Dienerin und Geliebte des Hauptprotagonisten Julius. Sie scheint oftmals sehr verbissen und zickig zu sein und logisch ist es auch nicht immer, was sie denkt oder wie sie handelt. Mit ihr habe ich mich weit weniger verbunden gefühlt, wie mit dem Rest der ganzen Truppe. Die Liebe, die von ihr aus zu Julius geht, merkt man auch weit weniger knistern, als umgekehrt. Oder Brandon und Christina, hier merkt man sofort, dass ein starkes Band zwischen den beiden besteht. Die Spannung, die anfangs besteht, nimmt leider im letzten Drittel des Buches kurzerhand ab. Dort könnte das Buch eigentlich schon beendet sein, da fragt man sich, was denn jetzt noch kommen könnte und es plätschert auch nur so langsam vor sich hin. Interessant fand ich dann aber doch die Stelle, als es mehr um Brandon und seinen Hintergrund ging. Dieser stammt von den Navajos (Indianer) ab und so erfährt man mehr über deren Glauben und Ritualen. Danach geschieht dann doch noch etwas, aber die Spannung nimmt nicht mehr groß zu, was schade ist. Ob es einen weiteren Band gibt, sieht man anhand des Endes nicht. Ich weiß auch gar nicht, ob ich diesen auch lesen würde. Empfehlenswert ist dieser Fantasyroman allen Lesern, die einmal nicht nur kitschige Vampirfantasy lesen möchten – dennoch aber klischeehafte Geschichte der Blutsauger mit einem Hauch Spannung, prickelnden Dialogen und hintergründiges, geschichtliches Wissen!

3 von 5 Punkten

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an das Vorablesen-Team und den Verlag ullstein, dass ich dieses Rezensionsexemplar lesen durfte!

Matthias Sachau – Wir tun es für Geld posted by on 18. Juni 2012

Eigentlich gar nicht dumm – Lukas heiratet seine Mitbewohnerin Ines, die eigentlich mit Bernd liiert ist. Die zwei wollen durch die Heirat eine ganze Menge Steuern sparen. Doch so leicht gestaltet sich das gar nicht, denn ihr neuer Nachbar Ekkehard ist Finanzbeamter und nun müssen sie richtig einen auf Ehe machen. Das funktioniert zwar mehr schlecht als recht, doch Ekkehard will die Ehe seiner neuen Freunde retten und stürzt sich in die Vorbereitungen, die beiden wieder näher zu bringen…

Ich hatte das Buch in Form eines Hörbuches und allein das war schon eine gute Wahl – gelesen von Simon Gosejohann kann man den Sätzen und Betonungen richtig folgen und auch einmal laut lachen. Die Story an sich ist zwar echt nicht sehr reell, doch hat man dies richtig vor Augen, wie die zwei immer wieder in Fettnäpfchen treten. Auch ihre richtigen Beziehungen trifft Simon auf den Punkt durch die Betonungen, es kommt alles so herüber, wie es sollte. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, vor allem Ekkehard mit seiner leichten Tölpelhaftigkeit, man hat ihn gar richtig vor Augen. In das Hörbuch kann man richtig abtauchen, die Geschichte spielt sich wie eine lustige Komödie vor Augen im Kopf ab. Man lacht und hofft mit den Protagonisten, man fragt sich, wie sich die ganze Geschichte auflöst. Am Ende ist man doch sehr überrascht, wie sich die Geschichte wendet, auch wenn man sich einiges schon denken konnte. Sprachlich ist dies eine leichte Lektüre, bei dieser man nicht viel nachdenken muss und einfach abschalten kann nebenher. Für welche, die in leichte, witzige, kurzweilige Unterhaltung abtauchen möchten ist dies genau das richtige!

4 von 5 Punkten

Freitagsfüller 15.06.2012 posted by on 15. Juni 2012

Und wieder ist einfachso eine Woche rum. Aber das Gute ist, ich habe ab nächste Woche zwei Wochen Urlaub – zwei Wochen Zeit, um viele gute Bücher zu lesen =) Es sei denn, ich mache wieder so viele andere Sachen, dass ich überhaupt nicht dazu komme, wie so oft in letzter Zeit. Man wird sehen, was so alles passiert. Hier mein Freitagsfüller:

1. Ein kleiner Schritt vorwärts ist manchmal auch ein großer Schritt.

2. Ich halte genauso viel von selber Rezepte zu erfinden wie  diese nachmachen.

3. Und das Wetter spielt die nächsten zwei Wochen hoffentlich gut mit.

4. Wie schön wäre jetzt ein Eis in einem großen Glas.

5. Der feine Unterschied  zwischen Dummheit und Charakterlosigkeit ist meistens nicht gleich erkennbar.

6.  Das interessiert mich so gar nicht, die Fußball-EM.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Party mit einem guten Bekannten, morgen habe ich Party mit meinen Freundinnen in der Stammdisco geplant und Sonntag möchte ich mich von den ganzen Partys erholen!

So und das wars auch schon wieder von mir diese Woche, ich arbeite nun zu Ende und freue mich auf das Mega-WE 🙂 Den Freitagsfüller bekommt ihr wie immer bei Barbara.

Ina Norman – AvaNinian Zweites Buch posted by on 15. Juni 2012

Auch in diesem zweiten Band der fünfbändigen Reihe geht es wieder hoch her zwischen Jermyn und Ninian! Diese hat ihr Leben als Fürstentochter aufgegeben Jermyn zuliebe, die Liebe war einfach größer und es gefällt ihr tatsächlich! Die zwei haben zusammen mit Wag einen Schlupfwinkel gefunden in alten Ruinen eines kaiserlichen Palastes und bedienen sich ungeniert an fremden Eigentum. Ganz Dea gehört ihnen allein, dort jagen sie, die Stadt mit ihren großen Verlockungen. Ohne Bedenken lassen sich die beiden mit Jermyns Freund Babitt auf einen geheimnisvollen Auftrag ein, der eine reiche Beute verspricht. Das Risiko ist hoch, aber mit Jermyn und Ninian an der Seite scheint daher nichts zu befürchten sein, ist er doch ein Gedankenlenker und sie besitzt die Kräfte der Erdenmutter und kann somit ganze Berge in Bewegung versetzen. Doch aus dem Spiel wird ein blutiger Ernst, denn sie haben sich Feinde gemacht, die das nicht alles tatenlos mitansehen wollen. In den wilden Nächten müssen sie sich gegen dämonische Kräfte behaupten, die durch Dea toben und auch durch ihre Herzen…

Wie auch schon im ersten Band hält die Autorin den Leser gefesselt und lässt ihn in seiner Fantasie die Wege der zwei jungen verliebten Menschen gehen. Hier geht es nun etwas mehr zur Sache, alles ist gefährlicher geworden. Der Schreibstil hat sich nicht verändert, im Gegenteil – er lässt einen nur noch mehr in die Geschichte eintauchen. Man hat das Gefühl, als sei man selbst auf den Straßen Deas unterwegs, man sieht die zwei richtig vor sich. Das Kopfkino ist mal wieder gigantisch und es spielt sich ein richtiger Film vor Augen ab. Auch hier geht die Autorin richtig auf die Gefühle der Protagonisten ein und auch diese haben sich weit mehr entwickelt als im ersten Band – man merkt, dass sie älter geworden sind. Die Handlungen sind rein nachvollziehbar und auch nicht bei den Fingern herbeigesogen, es ist immer ein erneuter Kampf mit sich selbst der Protagonisten, den sie auszufechten haben. Überzeugend ist hier immernoch die Vermischung von Historie und Fantasy – das zu schaffen, vermag schon große Fantasie, die die Autorin zweifelsohne besitzt. Das Buch lässt meines Erachtens keinerlei Spannungsaufschübe, diese wird ständig gepeitscht, man fragt sich, was noch alles passiert. Einzig die Wendung im letzten Viertel des Buches finde ich etwas zu weit hergeholt, nichts desto trotz trägt sie zu der Spannungskurve bei, die noch einmal gegen Ende hoch ansteigt und den Leser in seinen Sog reisst. Natürlich ist man nun gespannt, wie es in den nächsten drei Bänden weitergeht und wie es sich zwischen Jermyn und Ninian weiterentwickelt. Die Intrigen am Hof, Keilereien zwischen den niederen Leuten – alles saugt man in sich auf und fühlt sich fast, als wäre man mittendrin dabei. Die Fantasy in diesen Büchern ist auf hohem Niveau geschrieben und doch sehr leicht zu verstehen, eine interessante Mischung macht es. Man darf gespannt sein, auf die weiteren Abenteuer der beiden gesetzeslosen Verliebten! Für alle Leser, die nicht nur auf dem Pfad der Urban Fantasy weilen, ist dies ein absolutes Muss im Regal!

5 von 5 Punkten

Ich bedanke mich herzlich beim Pomaska Brand Verlag, der mir dieses wunderbare Buch zugesandt hat!

Ernst Michael Schwarz – Verloren: Am Abgrund posted by on 1. Juni 2012

Jeder fragt sich, was das für ein Leben in der JVA ist, wie es einem dort ergeht. Selbst wenn man nicht reinkommt, hat man doch eine Vorstellung davon, dass es einem dort nicht so gut ergeht und wie landet man erst da, wie kommt es dazu? Der Autor des Buches „Verloren: Am Abgrund“ setzt sich damit auseinander und erzählt die Geschichte von Klaus, der 8 Jahre in eine JVA kam.

Im Sommer 2009 wird Klaus Bertram aus einer JVA in Ostbrandenburg entlassen, dort saß er acht lange Jahre drin. In der letzten Nacht durchlebt er noch einmal all seine Erinnerungen seines Lebens, wie alles dazu kam. Er denkt von seiner Einschulung in Ost-Berlin nach bis zur Einweisung in den Strafvollzug. Er denkt über die Liebe nach, wie sein Leben meistens nur bergab ging, was er alles falsch gemacht hat, wo sein Weg angefangen und geendet hat. Dieser Weg war gezeichnet von Gewalt, Drogen, Kriminalität aber auch Liebe. Keiner hat seine Hilferufe gehört, wird ihm deutlich, keiner der öffentlichen Träger hat ihm so geholfen, wie sie es sollten und so ebnet es seinen Weg in die JVA. Erst dort erhält er Unterstützung und ihm wird zugehört, doch zu welchem Preis?

Der Autor dieses Buches befasst sich hier mit einem sehr komplizierten Thema – denken doch alle Leute, die die in der JVA sind, gehören auch dahin. Doch stimmt das wirklich? Es werden viele unschuldig verurteilt, nur weil einer die Wahrheit nicht erkennt. Selbst wenn dieser schuldig war, wie im Fall des Klaus Bertram, ist er dann wirklich ganz schuldig wie er es ist zu verurteilen? Was bringt einen Menschen dazu, so eine Tat auszuüben? Hier steckt meist mehr dahinter, als nur grundloses Verhalten. Das kommt zwar auch sehr oft vor, aber der andere Fall eben genauso. Durch das Buch kann man sich auch einmal in eine Person hineinversetzen, die etwas schlimmes ausgeübt hat. Die Gründe hierfür sind verständlich, auch wenn es nicht so weit hätte kommen müssen. Man fragt sich selbst, wie man in so einer Situation reagiert hätte, manchmal muss man einfach seine Teufel im Leben zur Ruhe bringen. Der Protagonist in diesem Buch sah keine andere Lösung, als die, die er gewählt hatte. Klaus ist einem sofort sympathisch, ist er aber auch eine Problemperson, vielleicht macht das ihn gerade dem Leser so sympathisch. Man kann sich richtig in ihn hineindenken, der leicht Schreibstil ermöglicht es dem Leser den Werdegang des Protagonisten in Einem zu verfolgen. Man merkt, wie dieser bereut und in seinen Erinnerungen nachhängt, er gibt nicht ganz den anderen die Schuld, sondern sucht sie auch bei sich selber. Sehr klar wird in diesem Buch auch deutlich, dass viel mehr dahintersteckt, als nur der „Wahnsinn“ des Täters. Was ist mit seinem Leben passiert, wie reagieren die öffentlichen Einrichtungen? Zu wenig oder können Sie einfach nicht mehr machen, da ihnen die Hände gebunden sind? Das wird man wohl nie so richtig herausfinden und es bleiben ein paar offene Fragen in unserem System.

Dieses kleine Buch hat man doch ziemlich schnell durch, doch zeigt es einem wahrhaftig viele Hintergründe und lässt einen nachdenken über die ganze Sache. Nicht nur der Autor macht sich hier Gedanken darum, er schreibt sie aber auf und teilt sie mit den Lesern, die sich auch solche Fragen stellen. Jeder der sich mit der Wahrheit beschäftigen möchte und sich selbst auch Gedanken darüber macht, sollte dieses Buch einmal lesen.

5 von 5 Punkten

Vielen Dank an dieser Stelle an den Autor Michael Ernst Schwarz, der mir das Büchlein zukommen lassen hat, es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt!