Interview mit Melanie Hinz posted by on 29. Juli 2012

Vor ein paar Tagen habe ich das eBook „Nie genug“ der Autorin Melanie Hinz beendet. Das war der erste Erotikroman, der mir total gefallen hat und da dachte ich mir, ich löcher die Autorin einmal mit ein paar Fragen. Diese hat sich auch sofort bereit erklärt und mir die Antworten bereits zugesandt. Melanie Hinz wurde 1980 in Mönchengladbach geboren, Ihre Leidenschaft gehört Büchern und Tattoos, welche sich auch in irgendeiner Form wieder in ihren Geschichten wiederfinden. Weitere ihrer Bücher sind: „In der Nacht“ und „Eine zweite Chance für den ersten Eindruck“, auch bei der Weihnachtsanthologie „Der brennende Adventskranz“ hat sie mitgewirkt.

Nun will ich euch aber nicht die tollen Antworten auf meine Fragen enthalten:

Wie kamst du zum Schreiben?

Irgendwann schreibe ich mal ein Buch. Das habe ich immer schon gesagt. Nach der Geburt meiner Tochter hatte ich zwar nicht zwangsläufig mehr Zeit dazu, aber bevor mein Gehirn zwischen Windeln, Milchflaschen und Babyrasseln völlig zu Brei wurde, musste ich etwas dagegen tun. Also habe ich jede freie Minute genutzt und einfach angefangen, um aus dem „irgendwann“ ein „jetzt“ zu machen.

 Was machst du denn sonst außer Schreiben?

Lesen, offensichtlich. Ohne Input kein Output.

War es für dich immer schon klar, dass du in dieses Genre eintauchst oder hast du auch anderes versucht?

Dass es Romanzen werden, war klar. Ich bin wesentlich zu bequem, um monatelange Recherchen für einen Thriller oder Ähnliches zu betreiben. Ich muss über etwas schreiben, das ich zwar nicht zwangsläufig erlebt haben muss, aber wenigstens in irgendeiner Weise nachvollziehen kann. Was die Erotik angeht… wer mich kennt, der weiß, dass meine Gedanken die halbe Zeit in der Gosse sind. So kann ich wenigstens etwas Produktives daraus machen.

Wie reagieren andere in deinem Bekanntenkreis, wenn du ihnen erzählst, was für Romane du schreibst?

Die Reaktionen waren bislang durchweg positiv. Falls jemand ein Problem damit hat, dann hat sich noch keiner getraut, es offen auszusprechen.

Sind die Personen im Roman „Nie genug“ mit realen Personen zu identifizieren?

Natürlich. Auf die ein oder andere Weise. Aber ich denke, das ist nur für mich offensichtlich. Ich kopiere keine realen Personen, bin aber durchaus inspiriert durch meine Mitmenschen und ihre Charakterzüge.

Was liest du denn selbst am liebsten und wer ist dein größtes Vorbild?

Ich hatte eine große Horror- und Thrillerphase, bevor ich überhaupt ein ernsthaftes Auge auf die Erotik gelegt habe. Stephen King, Dean Koontz, Petra Hammesfahr, etc. Aber irgendwann kann einen dann auch nichts mehr schocken.

Natürlich lese ich momentan auch selbst eine Menge Erotik. Gerade habe ich mich durch die gesamte Black-Dagger-Reihe durchgearbeitet, obwohl ich eigentlich nicht so viel Fantasy lese. In der letzten Woche habe ich dann den ersten Teil von Tina Folsoms Scansguards Vampires gelesen und ich befürchte, auch da habe ich „Blut geleckt“.

Im Bereich Erotik sind aber auf jeden Fall Megan Hart und Lauren Dane meine Favoriten.

Nimmst du lieber ein Buch aus Papier zur Hand oder einen eReader?

Lange habe ich mich dagegen gewehrt, doch jetzt würde ich meinen Kindle für nichts mehr hergeben. Es ist so praktisch, wenn man mit einer Hand festhalten und blättern kann, während man mit der anderen Hand noch das Mittagessen umrührt, damit es nicht anbrennt. Ich würde das Teil mit unter die Dusche nehmen, wenn es wasserdicht wäre.

Ab und an leihe ich noch mal Printbuch in der Bücherei, wenn meine Tochter die Kinderabteilung stürmt, aber kaufen würde ich nur noch ausgewählte Bücher.

Wo und in welcher Atmosphäre schreibst du am liebsten?

Es sind immer verschiedene Situationen. Mal mit brüllend lauter Musik auf den Ohren, weil ich nur so die Außengeräusche (TV, Telefon) ausblenden kann. Manchmal in völliger Stille, die ich allerdings selten finde. Oft zwischen Tür und Angel, wenn ich eigentlich nur ein paar Minuten Zeit habe, und dann doch mehr schaffe, als hätte ich den ganzen Tag Zeit.

Die Nacht ist meine bevorzugte Zeit, da dann alles schläft, keiner anruft und auch kein Fernseher läuft. Allein die Wahrscheinlichkeit von Störungen kann schon ablenkend sein. Leider ist das nur gelegentlich umsetzbar, da ich nicht jede Nacht bis 2.00 Uhr schreiben kann, wenn ich am nächsten Morgen schon wieder um 6.00 Uhr aufstehe.

Bekommst du selber auch Kopfkino, wenn du über so prickelnde Dinge schreibst?

Beim Schreiben weniger, da man so auf die Details fixiert ist (welcher Hand liegt gerade wo, etc.), dass es schon einen technischen Beigeschmack bekommt. Bei den anschließenden Korrekturen, die oft erst Wochen später stattfinden, sitze ich allerdings schon manchmal mit offenem Mund vor dem, was ich da geschrieben habe.

Was war dein Kindheitstraum?

Ich erinnere mich, dass ich mal Journalistin werden wollte. Hat ja auch irgendwie etwas mit Schreiben zu tun. Heute könnte ich mir das nicht mehr vorstellen.

Wie würdest du dich denn selber beschreiben in 3 Sätzen?

Außer der Tatsache, dass ich außerhalb meiner Familie ziemlich introvertiert bin, kann ich kaum etwas über mich selbst sagen. Man sagt Autoren eine gewisse Selbstverliebtheit nach, aber auf mich trifft eher das Gegenteil zu. Ich freue mich, wenn die Leute mit meinen Romanen eine gute Zeit haben, warte aber insgeheim immer noch auf das eine, vernichtende Urteil, dass mich alles infrage stellen lässt.

Zu guter Letzt: Was willst du deinen Lesern noch mit auf den Weg geben?

Die Resonanz auf „Nie genug“ hat mich völlig umgehauen. Jede Rückmeldung, auch wenn sie mit einer Kritik verbunden ist, freut mich immer noch ungemein. Zu sehen, dass sich die Leser(innen) so mit den Charakteren identifizieren, ist das größte Lob für mich.

Ganz herzlichen Dank, liebe Melanie, dass du dir die Zeit zur Beantwortung all der Fragen genommen hast! =)

S. J. Watson – Ich.darf.nicht.schlafen. posted by on 28. Juli 2012

Das kann sich keiner vorstellen, wie es ist, das Gedächtnis zu verlieren. Es sei denn, man war selbst schon in der Situation. Ist ein Vollrausch mit Blackout etwa damit zu vergleichen? So genau kann einem das wohl keiner sagen und nachvollziehen kann man es nicht, wenn man ein gesundes Gedächtnis hat. Der Autor S.J. Watson setzt sich damit auseinander und beschreibt eine Frau, die jeden Morgen aufwacht – ohne Erinnerung an ihr gesamtes bisheriges Leben.

Jeden Tag: Christine wacht auf und ist erst einmal verstört und verwirrt – wer ist der Mann neben ihr? Wo ist sie und vor allem wer ist sie und wo ist ihr ganzes bisheriges Leben hin? Sie ist 47 Jahre alt und leidet an Amnesie. Täglich wacht sie auf und hat an keinerlei Ereignisse aus Ihrem Leben noch eine Erinnerung. Da ist der Mann neben ihr im Bett, der behauptet ihr Mann zu sein, doch stimmt das und kann sie ihm trauen? Doch dann findet Christine ein Tagebuch in ihrer Handschrift, tägliche Erinnerungen festgehalten und sie erfährt mehr über ihr heutiges Leben, wie es sich abspielt. Doch, was darin steht, ist nicht gerade beruhigend…

Das Buch ist zwar dem Genre Thriller zugeteilt, es hätte aber auch ebenso zum Teil ein Drama sein können. Die Geschichte Christines ist echt sehr traurig, erinnert etwas an den Film „50 erste Dates“, aber geht das hier glimpflich aus? Das Buch hat einen hohen Spannungsbogen, das gleich schon zu Anfang. Man kann es eigentlich kaum aus der Hand legen, so wird man mitgerissen. Die Protagonistin selbst verschmelzt mit den eigenen Gedanken und man fühlt sehr mit ihr mit, versucht sich vorzustellen, wie so ein Leben wohl wäre. Man muss sich vorstellen, ohne das Tagebuch wäre Christine nichts – sie würde jeden Tag wie ein neues Leben beginnen. Hier hilft ihr der Arzt Dr. Nash, bei dem sie angeblich schon länger in Behandlung ist und ihr auch geraten hat, Tagebuch zu führen. Jedes mal sieht sie den Satz „Vertraue Ben nicht“ anfangs – wieso sollte sie ihrem Mann nicht vertrauen, mit dem sie jahrelang zusammenlebt und der um sie sorgt? Das hat sie zudem aber selber hineingeschrieben, da steckt also etwas dahinter. Sie ist hilflos, man könnte echt alles mit ihr machen, jeder könnte Böses im Sinn haben und sie weiß nichts davon. Die Schrift des Buches ist zwar klein, aber der tolle Schreibstil des Autors lässt den Leser immer tiefer in Christines Schicksal eintauchen. Oftmals wird alles wiederholt, aber das ist wohl normal, wenn die Protagonistin Tagebuch führt und dies jeden Tag neu für sie ist. Der Leser wird aber immer häppchenweise mit neuen Informationen gefüttert. Seite für Seite gibt es etwas Neues, das aus Christines Leben auftaucht – der Sog der Spannung wird immer größer. Dachte man anfangs es kann doch nicht noch spannender werden bei so einem hohen Spannungsbogen, wird man gleich eines besseren belehrt. Es breitet sich eine unterschwellige Ahnung, eine Gänsehaut aus, dass dies nicht gut ausgehen kann und man fragt sich, wie es noch schlimmer kommen kann und wo das Ganze endet. Etwa bei der Hälfte des Buches fragt man sich, was denn noch kommen könnte, da hier schon einiges zutage gefördert wurde. Man ist aber wie gefesselt von den fließenden Sätzen des Autors und möchte unbedingt alles wissen. Auf den letzten 100 Seiten spitzt sich die Lage noch einmals zu, das Buch lässt sich schon gar nicht mehr aus der Hand legen – bis man am Ende angelangt ist. Das Ende selbst ist überraschend und doch auch wieder nicht, aber es hat allemal einen Aha-Effekt und lässt einen nachdenklich zurück.

Ein Buch, dessen Genre man anfangs nicht sofort dem Thriller zuordnen kann, das aber im Laufe der Zeit rasant an Fahrt aufnimmt. Wer mit solchen traurigen Lebensgeschichten plus Terror und Psycho im Geist klarkommt, der darf sich diesen Thriller auf keinen Fall entgehen lassen. So etwas Gutes findet man nicht immer in den weiten Märkten des Büchermarktes!

5 von 5 Punkten

Melanie Hinz – Nie genug posted by on 24. Juli 2012

In Erotikromanen wird die Handlung zumeist nur obszön und pervers dargestellt, es dreht sich nur um eine Sache – nicht jedoch im Roman „Nie genug“ von Melanie Hinz. Hier geht es auch noch um die Protagonisten Emma und Sam, deren Geschichte…

 

Als die etwas mollige Emma in den Laden geht, um sich etwas Schokolade zu holen, rennt sie wahrhaftig den Traummann über den Haufen. Erst fällt ihr dies zwar nicht auf, aber er kreuzt ihr wieder auf im Gang des Ladens. Nicht nur das, sie hat auch noch ihre Gammelerscheinung an, grad so als wäre sie aus dem Bett gekommen. Es kommt noch besser – genau dieser Typ stellt sich als der beste Freund einer ihrer ehemaligen besten Freundinnen heraus, mit der sie nun wieder regen Kontakt hat. Es kommt, wie es kommen muss – er findet Emma sexy, doch diese findet dies alles andere als lustig, dass er sie verarschen will. Oder hat er das gar nicht vor und sieht sie tatsächlich als Sexbombe?

Melanie Hinz hat mit ihrem Roman einen besonderen Erotikroman geschaffen. Hier wird nicht nur das Thema Erotik aufgegriffen, um das es sich eigentlich handelt – sondern eine Frau wird bildlich dargestellt. Eine Frau wie jede es sein kann, die unter vielen nicht wirklich auffällt oder so denkt, dass sie unscheinbar ist. Gegenüber Sam, der hier als wahrer Traumkerl dargestellt wird. Es klingt fast wie ein Klischee – Traumtyp trifft graues Mäuschen, sie werden ein Paar und keiner kann es fassen. Doch die Autorin hat die Geschichte mit weitaus mehr als nur Klischees gespickt, man kann die Gefühle richtiggehend durch die Zeilen merken, fast wie ein stetiges Knistern zwischen den beiden. In die Geschichte selbst findet man ohne Holpern hinein, die Protagonistin  Emma macht es einem leicht durch ihre zurückhaltende und doch sehr neugierige, liebenswerte Art. Auch als Sam beschrieben wird, hat man direkt einen Traummann vor sich – obwohl, das ist ja bekanntlich Geschmackssache, aber Kopfkino macht es! Wahrscheinlich würde jede Frau wie Emma reagieren, erst einmal auf Distanz gehen und sich insgeheim fragen, was denn so einer von einem will. Die Autorin hat ein Händchen dafür, die Sätze und auch ganze Kapitel mit viel Gefühl zu schreiben, so dass es direkt unter die Haut geht. Es ist klar, dass es in einem Erotikroman auch einmal heiß hergeht, hier ist das aber sehr geschmackvoll beschrieben und der Kopf geht wieder auf Fahrt ins Kino! Solche Ausdrücke wie „guter Fick“ gehören wohl zu einem Erotikroman, etwas anstößiges muss ja enthalten sein, damit die heiße Szene veranschaulicht werden kann. Wer mit so etwas nicht klar kommt, sollte lieber keinen Erotikroman lesen, sondern nur Liebesgeschichten, wobei es in solchen ja auch so zugehen kann stellenweise. Dies hier ist aber in keinster Weise ein „Schmuddelroman“, so wie es bei vielen Erotikromanen dargestellt wird bzw. so herüberkommt. Das Buch spricht wohl hauptsächlich Frauen an, da diese sich sehr gut mit Emma identifizieren können größtenteils. Ich selbst habe mich an manchen Stellen wiedererkannt, jede wird schon einmal so gedacht haben in manchen Situationen. Ein sehr gut eingearbeitetes Detail ist auch, dass Emma selbst Erotikautorin ist, ihr dies aber peinlich ist. Wem wäre das im ersten Moment nicht peinlich? Man stelle sich mal vor, man müsste auf Lesungen und genau so etwas vorlesen, genau so eine Stelle, in der es heiß zugeht. Auch Emma ist dies peinlich, weshalb sie dies vor allen verheimlicht. Doch Sam inspiriert sie wirklich in ihren Büchern und sie hat nur noch einen Schreibfluss. Das kann man sich sehr gut vor Augen führen, dass man hier auf den Geschmack kommt. Nichts desto trotz gibt es einen kleinen Minuspunkt in dem tollen Roman der Autorin – Emmas Selbstmitleid nimmt irgendwann überhand und man kann es irgendwann nicht mehr hören, an manchen Stellen war dies dann doch etwas übertrieben.

Das Buch eignet sich für Leser, die zwar etwas heißes suchen – aber auch gerne Handlung dabeihaben, eine nette Liebesgeschichte mit dabei! Mit dieser Geschichte lässt es sich echt gemütlich auf der Couch in den Abend hineinbegleiten. Ein kleiner Tipp am Rande: Das Buch nicht auf der Arbeit in der Pause lesen! =)

4 von 5 Punkten

Vielen Dank an die Autorin Melanie Hinz, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat an dieser Stelle.

Neue Krimis! posted by on 24. Juli 2012

Genau, ich habe mir neue Krimis besorgt, bzw. meine Wunschliste um zwei Bücher erleichtert. Ich weiß nicht, was jetzt besser ist – dass mein Bücherregal überfüllt ist oder die Wunschliste? Naja, im Prinzip ist es eh dasselbe im Endeffekt, da ja eh alles irgendwann zu mir geht =) Hier die zwei Neuzugänge:

Karen Rose – Todesspiele:

„Die letzte Razzia wird Special Agent Luke Papadopoulos noch lange in seinen Alpträumen verfolgen: In einem Bunker stößt die Polizei auf fünf bestialisch zugerichtete Leichen sowie zwei Mädchen, die schwerverletzt überlebt haben. Von ihren Peinigern keine Spur. Die Aussagen der Überlebenden führen die Ermittler auf die Spur eines international operierenden Menschenhändlerrings. Ein dramatischer Wettlauf beginnt, als Luke und die smarte Staatsanwältin Susannah Vartanian die Ermittlungen aufnehmen. Doch als Susannah ein Brandzeichen auf den Körpern der Opfer entdeckt, wird sie plötzlich von den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt – eine Vergangenheit, die immer noch tödlich enden kann …“

John Katzenbach – Der Professor:

„Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Noch immer unter dem Eindruck der bestürzenden Nachricht blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht ein etwa sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der Professor ist verwirrt. Täuscht er sich, oder ist er gerade Zeuge einer Entführung geworden? Wenn er tatsächlich ein Verbrechen beobachtet hat, muss er handeln – das ist er sich schuldig. Die Frage ist nur, wie. Wird ihm seine Krankheit die Chance lassen, das Richtige zu tun?“

Dann hat mir BloggdeinBuch ein Rezensionsexemplar zugesagt, auf welches ich schon sehr gespannt bin:

Melanie Lahmer – Knochenfinder:

 „Ein Schüler verschwindet spurlos. Wenig später wird in einem Geocaching-Versteck im Rothaargebirge ein Finger gefunden, und an der Schule des Vermissten kursieren brutale Gewaltvideos. Kommissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen suchen nach einem Täter – und ahnen nicht, welches grausame Spiel dieser mit ihnen spielt. Denn kurz darauf gibt es einen weiteren Geocaching-Fund …“

Wie ihr seht, kommt hier einiges Neues in die Krimisparte, Abwechslung muss sein =)

Freitagsfüller 20.07.2012 posted by on 20. Juli 2012

Was für ein Wochenende – die Sonne ist weg. Die ganze Zeit ist es drückend warm und schwül und kaum ist WE, ist das Wetter doof. Naja, muss wohl so sein oder? =) Ich war heute schon fleißig und unterwegs, jetzt werde ich mir gleich eine Dusche gönnen und dann etwas lesen. Hier mein Freitagsfüller:

1. Wann wird  es endlich aufhören, im Juli zu sein wie im April?

2. An manch gesagte Sätze von einigen werde ich mich noch lange erinnern.

3. Ich könnte mal wieder richtig viel Schlaf gebrauchen.

4. Ich bin ein Steh-auf-Männchen egal wie müde ich bin..

5. Zum ersten Mal hab ich es letzten Monat geschafft wirklich NUR 3 Bücher fertig zu bekommen.

6. Mein Rezept für Tortelliniauflauf ist besonders beliebt bei meiner Familie.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit mir allein daheim, morgen habe ich mittags Bodyworkout und abends Ausgehen geplant und Sonntag möchte ich mich einfach mal wieder nur erholen!

So schauts aus und nicht anders! =) Jetzt müssen mal wieder ein paar Zeilen mehr gelesen werden, das gibt es ja nicht, dass es wieder unter 8 Bücher diesen Monat werden *hust*

Sucht…! posted by on 17. Juli 2012

Oh nein – wieso muss der Fluss mir per E-Mail mitteilen, dass es günstige englisch Krimis gibt? Natürlich konnte ich mich wieder nicht zurückhalten – ich glaube, ich entwickel langsam echt eine eBook-Sucht (zu Andrea schiel). Das kam dabei raus:

D.M. Annechino – Resuscitation:

„Two years ago, Detective Sami Rizzo narrowly escaped a brush with death at the hands of a serial killer. After apprehending the killer and bringing him to justice, this life-changing event compels her to resign from the police force. In her heart of hearts, however, she struggles with the decision. But a second serial killer—a well-respected doctor gone astray—uses his charm to seduce his victims and then performs horrific surgical experiments on them. In a final act of depravity, he scatters their mutilated bodies throughout San Diego County. 

Feeling a sense of duty and obligation, Sami Rizzo appeals to the police chief and mayor, and they reinstate her as a homicide investigator. As the body count grows and the killer’s experiments become more and more brutal, Sami follows one dead-end lead after another, while trying to deal with a sickly mother and a turbulent relationship with her lover. But then the killer makes a crucial mistake: one of his victims survives. Sami does everything to protect the barely alive victim, but the killer has a different plan…“

Scott Nicholson – Liquid Fear:

„When Roland Doyle wakes up in an unfamiliar motel room with a strange man’s wallet in his pocket and a woman’s dead body in the bathroom, he fears the worst…and that’s before he finds the vial of pills labeled „take one every 4 hrs or else.“ Or else what? Ten years ago, Dr. Sebastian Briggs’s clinical drug trial for a cutting-edge fear-response drug went horribly wrong — or did it? It’s true that one trial participant died and five others were left with no memory of what happened to them. But now several interested parties, including a major pharmaceutical company and an ambitious U.S. senator, are willing to back Briggs’s continued research. All he has to do is recall his five surviving „volunteers,“ whose addiction to a mysterious drug has left them largely at his disposal. They will do anything necessary to keep the pills coming and to stave off the creeping phobias, intense sexual impulses, and all-consuming madness that lurk on the edges of their minds. It’s easy enough for the good doctor to lure the survivors back to the remote Monkey House, where the original trials took place. But when the pills finally run out…that’s when the real show begins.“

Robert Pobi – Bloodman:

„FBI contractor Jake Cole deciphers the language of murderers by reconstructing three-dimensional crime scene models in his head, a talent that has left his nerves frayed and his psyche fragile. Jake returns to Montauk, New York, for the first time in a quarter of a century when his father, a renowned painter, lights himself ablaze and crashes through a plate-glass window. Once home, Jake is pulled into a gruesome local homicide investigation that echoes his mother’s murder three decades earlier. 

As he sifts through the detritus of his father’s madness, Jake discovers thousands of seemingly meaningless paintings stacked in the studio – a bizarre trail of dust-covered breadcrumbs the painter left as he tumbled down the rabbit hole of dementia. Breadcrumbs that Jake believes lead to the killer.

With the help of Sheriff Dan Hauser – a man scrambling to prepare the seaside community for the arrival of a catastrophic hurricane – Jake Cole sets out to find the seemingly unstoppable force of malevolence known as the Bloodman.

A unique and disquieting thriller that redefines the genre, Bloodman will leave you reeling long after its operatic finale.“

Interview mit Hagen Wolfstetter posted by on 15. Juli 2012

Ich darf euch heute ein Interview mit dem Autor von „Landzucht“ und „Waldzucht„. Vor kurzem durfte ich letzteren Roman lesen, da Hagen Wolfstetter mir ein Rezensionsexemplar hierzu bereitgestellt hatte – vielen Dank nochmals hierfür!  Ich hatte sehr viel Spaß daran und wollte dann unbedingt mehr über die Person hinter den Zeilen wissen, also habe ich mir gleich einige Fragen überlegt und den Autor mit meiner Neugier überschwemmt =). Über den Autor gibt es zu sagen, dass er wie sein Protagonist im schönen Hessen wohnt und dort auch seine Bücher schreibt. Sein erstes Buch veröffentlichte er mit 10 Jahren (!), das „Igelbuch“. Des Weiteren schrieb er Jahre darauf für eine Fachzeitschrift, 2011 veröffentlichte er das erste eBook „New York Easy„. Im gleichen Jahr erschien auch sein erster Krimi „Landzucht“ und im darauffolgenden Jahr „Waldzucht“.

So und nun will ich euch nicht weiter auf die Folter spannen, da ihr ja bestimmt gleich neugierig seid wie ich es war – was Hagen auf meine Fragen beantwortet hat:

Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann hast du das erste Mal den Stift gezückt?

Ich war so ungefähr 10 Jahre alt, wir hatten im Spätherbst einen winzigen Igel gefunden. Den habe ich dann den ganzen Winter und bis ins Frühjahr beobachtet, gepflegt, Bilder gemacht und später ein Igelbuch geschrieben. Aber zu den Autoren zähle ich selbst mich erst seit den Krimis. Und zu denen kam ich durch einen Schicksalsschlag, ich gab damals nach 11 Jahren alle meine Ehrenämter auf (Elternbeirat und Vereinsvorsitzender), einige Monate später begann ich die Zeit zu nutzen und schrieb: „Landzucht“.

Wie kommen dir die Ideen zu deinen Figuren? Hast du da Notizen über diese oder hast du die im Kopf?

Das ist sehr unterschiedlich, aber Nasar kam durch einen Traum zu mir. Ich wachte ca. zwei Jahre vor Nasar auf und hatte einen Namen im Kopf „Ari Sanari“, über Anagramme kam ich auf „Nasar“. Ich habe die Figuren im Kopf, die ich in Tabellenform zu Papier bringe. Da steht dann z.B. Max Nasar: Geboren 19.2.1968, Chaot auf dem Schreibtisch, schaut ständig nach Frauen. Liebt seine Familie, Frankfurt und seinen Beruf …

Sind deine Figuren manchmal identisch mit echten Personen aus deinem Leben?

Manche sind (fast) identisch, da wird nur am Namen geschraubt und der Beruf ist ein anderer. Aber oft ist es auch ein Mix auf mehreren Leuten. Yvonne z.B. hat den Vornamen einer Arbeitskollegin, das Aussehen von einer guten Bekannten, den Nachnamen von der Person einem großen Teil ihres Charakters. Die Opfer sind jedoch frei erfunden.

Wie lange bist du etwa an einem Buch dran?

Das ist schwer zu beantworten, ich versuche es mal. Also ich sammle, ich schätze mal schon zwei Jahre bevor ich das erste Wort schreibe: Zeitungsausschnitte, Internetartikel, Ideen, Bilder. Vom ersten Buchstaben, bis zum Cover und der Korrektur sind es bisher zwischen 9 und 10 Monate. In denen ich mindestens an zwei langen Abenden in der Woche schreibe, meist öfter.

In welcher Umgebung schreibst du am liebsten?

Überall, nur Hauptsache alleine. Also es darf keiner mit mir sprechen wollen. Menschen die im Kaufhaus umherlaufen stören mich nicht, die können inspirieren. Auf dem Balkon die Vögel bringen gute Umgebungsideen. Aber die meiste Zeit sitze ich Abends in meinem kleinen Büro, da liegt mein Hund unter dem Schreibtisch und ich fühle mich sehr wohl dabei.

Welche Genre liest du denn selber am liebsten, was sind deine Lieblingsautoren?

Ich mag gerne Krimis, aber auch lustige Phantasy, ich liebe Donna Leaon, Simon Beckett, aber am meisten hat mir Douglas Adams gefallen. Da sind aber noch zahlreiche andere.

Ist dir ein Buch aus Papier lieber oder ein eBook?

Da bin ich nicht festgelegt. Ich mag immer noch sehr das Papier. Aber merke, mein Kindle ist einfach so praktisch und hat immer jede Menge Varianten für mich dabei. Wenn ich mich entscheiden müsste, was zum Glück keiner verlangt, würde ich das eBook wählen.

Wie stehst du zu deinen Lesern – hast du viel Kontakt mit diesen?

Die Kontakte werden immer vielfältiger, was ich sehr mag. Ich nehme Kritik (mittlerweile) einfach gerne auf, manche davon setze ich auch um, manches bleibt so wie es ist. An Lob, welches vielfältig kommt, erfreue ich mich unheimlich – es ist ein tolles Gefühl

Wie würdest du dich selbst beschreiben in 3 Sätzen?

Abenteuerer, der seine Familie liebt und gerne im Odenwald lebt.

Eigentlich bin ich gerne ein Weltenbummler, erfreue mich gerne auch meiner Heimat.

Ich bin selbstsicher, umgänglich und freundlich, und sehr hilfsbereit.

Wann dürfen wir mit weiterem Lesestoff von dir rechnen?

Ich schätze mal so in 9 bis 10 Monaten. Ich arbeite gerade an zwei neuen Projekten. Einer romantischen Kommödie und am nächsten Nasar.

The last question: Was willst du deinen Lesern auf den Weg mitgeben?

Jeden Tag eine gute Tat! Denkt daran und die Erde wird uns erhalten bleiben und wir miteinander immer besser klar kommen.

Vielen Dank für deine Zeit Simone!

Und ich danke dir, lieber Hagen, dass du dir die Zeit genommen hast meine neugierigen Fragen zu beantworten =)

Marc Raabe – Schnitt posted by on 14. Juli 2012

Was passiert mit Leuten, die in der Vergangenheit schreckliche Dinge mitansehen mussten? Wenn die Vergangenheit sie irgendwann einholt auf grausamste Art? Egal wie man versucht zu vergessen, es wird einen immer wieder einholen. Mit diesem Thema setzt sich der Autor Marc Raabe in seinem Thriller „Schnitt“ auseinander.

Der kleine elfjährige Gabriel beobachtet einen Mord in seinem eigenen Elternhaus. Was also tut er? Er vergisst, ganze 30 Jahre lang. Bis seine Freundin in die Hände eines schrecklichen Psychopathen fällt. Nur er kann sie retten mit seiner Erinnerung, die ihm gänzlich fehlt. Er sucht diese vergeblich in allen Ecken seines Lebens und bringt sich somit und auch andere in Gefahr. Was er auf seinem Weg alles herausfindet, ist erschreckend….

Der Klappentext des Buches verspricht dem Leser einen hochspannenden Thriller, den man kaum zur Seite legen kann. Gleich zu Anfang erhascht man einen Einblick in Gabriels Erinnerung bzw. das, was vor 30 Jahren passiert ist, aber noch lang nicht alles. Durch das Buch hindurch begleitet man ihn auf der Suche nach seiner Freundin und vor allem seinen Erinnerungen. Der Protagonist an sich ist eine etwas eher unsympathische Person, was das Lesen nicht unbedingt leicht macht – denn obwohl der Schreibstil sehr flüssig ist und man kaum stockt deswegen, ist es doch nicht leicht, sich mit dem Geschehen anzufreunden. Gabriel leidet vermutlich unter irgendeiner psychischen Krankheit wie Schizophrenie oder einer multiplen Persönlichkeitsstörung – so scheint es zumindest das ganze Buch über durch. Die Handlung wird zu oft, zu abstrakt gewechselt, so dass man sich immer erst wieder sammeln muss. Das stoppt leider den Lesefluss, den man immer wieder zwischendurch schön bekommt. Vom Mörder weiß man gleich, was es mit seinem Aussehen auf sich hat. Seine Motive bleiben lange unbekannt und da muss man wohl wirklich erst Gabriel in seinen Erinnerungen graben lassen und darauf hoffen, dass diese ans Tageslicht kommen. Hier bleibt die Spannung das ganze Buch durchweg erhalten, da man gespannt ist, wie die Fäden sich zusammenziehen am Ende. Leider sinkt die Spannung aber immer wieder, nur um dann doch wieder zu steigen – das Level wird aber erst gegen Ende wieder voll erreicht. Die Auflösung, die man dann erhält, ist zwar wirr und sehr erschreckend, wenn man sich vorstellt, dass es so etwas in der Realität geben könnte – dennoch macht sie Sinn, zumindest im abartigen Sinne. Was wirklich gut gelungen ist, ist die Verbindung zwischen den beiden Brüdern Gabriel und David, die hat man richtig vor Augen, wenn sie voreinander stehen. Viel Kopfkino gibt es aber sonst nicht her, da man leider öfter das Gefühl hat, dem Geschehen aus weiter Ferne zuzusehen anstatt mitten dabei zu sein und richtig eintauchen zu können.

Für einen kurzweiligen, unterhaltsamen, regnerischen Tag ist der Thriller aber allemal das Richtige und lässt dem Leser auch ab und zu das Grauen den Rücken herunterfahren. Leider hat der Autor aber öfter einmal zu weit in die Tasche des Fiktiven gegriffen, so dass nicht alles schön zusammenzupassen scheint!

3 von 5 Punkten

Ich habe es wieder getan! posted by on 13. Juli 2012

Irgendwie finde ich doch langsam Gefallen daran, meinen Kindle zu füttern und immer mehr eBooks daraufzuladen. In den letzten drei Tagen habe ich ganze vier eBooks, die ich als Neuzugänge auf dem Kindle verzeichnen kann. Der Autor Hagen Ulrich hat mir sein noch nicht erschienenes eBook „Hochzeit der Vampire“ zukommen lassen zum Rezensieren, auf welches ich schon sehr gespannt bin. Weitere drei eBooks habe ich mir noch durch das Stöbern auf Amazon zugelegt.

Hagen Ulrich – Hochzeit der Vampire:

„Nach heftigen Kämpfen gesteht Jan, ein gutaussehender, blonder Student, endlich seine Liebe zu Elias, einem Studenten aus Nordafrika, der bei dessen Eltern wohnt. Elias stammt aus einer sehr alten nordafrikanischen Dynastie und steht unter besonderem Schutz des deutschen Geheimdienstes. Jan ahnt nicht das dunkle Geheimnis, das Elias und seine Schwester umgibt: Beide sind Vampire. Doch Elias ist kein Monster, jedenfalls nicht so wie Jan sich das denkt. Die Wahrheit ist blutig und alsbald hat Jan den jungen Oudh-Spieler im wahrsten Sinne des Wortes am Hals. Als er endlich merkt, dass die Bucharis liebenswerte Vertreter ihrer Zunft sind und die wahren Monster im Alltag lauern, ist es fast zu spät.Der Bonner Student Jan Meyer-Frankenforst hat sein Leben im Griff. Gut geplantes Studium, gut geplanter Sport, gut geplante Freizeit. Die Bienen seines Großonkels finanzieren ihm sein Hobby, das Basteln an einem alten Mercedes. Und in der alten Godesberger Villa hat er sich gut eingerichtet. Da nimmt sein Großonkel, ein pensionierter Lehrer, zwei Studenten aus Nordafrika auf und Erinnerungen kommen in Jan hoch. Seine Eltern kamen durch einen Selbstmordanschlag ums Leben. Seither bestimmen Ängste gegenüber allem, was arabisch aussieht sein Denken. Alles Bombenleger oder was? Elias Al-Buchari und seine Schwester sind die Erben einer Stiftung, die junge Talente fördert. Nach dem Willen seiner Großmutter soll Elias noch zehn Jahre haben, bevor er das Erbe antritt. Denn die Bucharis haben ein dunkles Geheimnis und Lalla Sara meint, nach 800 Jahren Arbeit hätte sie ein wenig Ruhe verdient. Jans Onkel und ein Beamter des Amtes für Militärgeschichte wissen, wer sich da im Villenviertel eingenistet hat, sehen das aber nicht so eng. Wenn eine Gesellschaft FDP und Hedgefonds erträgt, sind echte Blutsauger auch kein Problem. Als Elias auf Jan trifft, beginnt Jan einen Kleinkrieg gegen den vermeintlichen Terroristen. Doch der junge Musiker ist kein Monster, jedenfalls nicht so wie Jan sich das denkt. Die Wahrheit ist blutig und alsbald hat Jan den jungen Oudh-Spieler im wahrsten Sinne des Wortes am Hals. Als er endlich merkt, dass die Bucharis liebenswerte Vertreter ihrer Zunft sind und die wahren Monster im Alltag lauern, ist es fast zu spät. Ich liebe dich doch, egal was du bist!“

Anna Lena Valera – Das Erbe der Schatten – Emily:

„Gegen den Willen ihrer Eltern macht sich Emily auf den Weg nach Oxford, um dort Geschichte zu studieren. Anstatt sich jedoch auf ihr Studium konzentrieren zu können, muss sie lernen, dass sie nicht das gewöhnliche Mädchen ist, für das sie sich immer hielt.
Sie gerät in den Bann von David, der trotz seiner Unnahbarkeit eine ungeheure Anziehungskraft auf sie ausübt. In seiner Nähe entwickelt sie bisher ungeahnte Fähigkeiten, von denen sie nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Der Kampf gegen die Schatten der Vergangenheit hat begonnen …“

Markus Kammer – Rabenschwärze: Das Mädchen aus Istland:

„Das Mädchen Elsa wird entführt, als sie dreizehn Jahre alt ist. Fortan versucht sie, in ihre Heimat zurückzukehren, nach Istland, der Welt, aus der sie stammt. Doch der Weg zurück ist von Feinden verstellt und von Fragen, die sie fast um ihren Verstand bringen: Wurde sie jemals geboren? Woher stammt ihr Gesicht? Ist sie überhaupt ein Mensch? Auf der Flucht vor überweltlichen Parteien, die ihren Tod oder ihre Gefangenschaft fordern, kommt sie dem Rätsel ihrer Existenz langsam näher. Alle Wege führen unweigerlich nach Sommerhalt: einer unaufgeklärten Welt, in der ein Mann, ein Buch und das Ende aller Dinge auf die erwachsene Elsa warten.“

Antoinette van Heugten – Mutterliebst:

„Max Parkman ist Autist und in den Augen seiner Mutter einfach perfekt – bis er des Mordes angeklagt wird.Ist ihr Sohn wirklich ein Mörder? Die erfolgreiche Rechtsanwältin Danielle Parkman kann das einfach nicht glauben. Sicher, das Verhalten ihres autistischen Sohnes Max war im Laufe der Jahre immer schlimmer geworden. Deswegen hatte sie sich in ihrer Verzweiflung ja auch an die renommierte Maitland-Klinik in Des Moines gewandt. Deren Diagnose lautete: Ihr Sohn ist tief gestört und gefährlich.Nun liegt Max bewusstlos und blutend neben einem Patienten, der brutal erstochen wurde. Alles deutet darauf hin, dass er die Tat begangen hat. Alles außer diesem Gefühl in Danielles Herzen. Gefangen zwischen Zweifeln und Angst versucht sie, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Was sie dabei entdeckt, lässt sie allerdings an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zweifeln.Gefangen zwischen Zweifeln und Angst versucht Danielle, die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Was sie dabei entdeckt, lässt sie allerdings an ihrer eigenen geistigen Gesundheit zweifeln.“

Auf jedes Einzelne bin ich gleich gespannt. Ich frage mich nur, woher ich die ganze Zeit nehmen soll für alle meine Bücher, die noch darauf warten, gelesen zu werden =)

Hagen Wolfstetter – Waldzucht – Frankfurt am Main posted by on 11. Juli 2012

Was geht eigentlich im Kopf eines Massenmörders bzw. Kindsmörder vor? Ein normaler Mensch könnte sich doch nicht an unschuldigen jungen Kindern vergreifen – geschweige denn nur ein Gedanke daran zu haben. Was treibt diese voran, eine solche Tat zu verüben? Genau um so ein Monster geht es im 2. Fall von Kommissar Nasar des Autors Hagen Wolfstetter. Er bringt uns etwas näher an das Monster oder wie es sein könnte.

Im schönen Frankfurt am Main treibt sich ein Massenmörder rum. Aus einem vermissten Jungen wird gleich eine ganze Serie von Vermissten und Morden. Die Toten haben eins gemeinsam – die Gräber sind gleich und es sind alles Kinder. Ist hier ein Pädophiler am Werk, ein Kindsmörder? Kommissar Nasar und Yvonne ermitteln fleißig in der Sache und kommen dem Grauen immer näher…

Dies ist bereits der zweite Fall des Ermittlerteams, leider kenne ich den ersten nicht. Doch hat man in diesem Buch nichts gemerkt davon, dass es einen Anschluss geben muss und man kann es ohne den ersten Band gelesen haben zu müssen lesen. Der Autor lässt den Leser langsam in einen stetigen Fluss spannender Dialoge zwischen den Charakteren durch die Geschichte reisen. Gleich zu Anfang lernt man den sympathischen Kommissar Nasar kennen, der etwas chaotisch erscheint, dennoch sehr liebenswert. Er hat meistens nur das eine im Kopf, sobald er einen Rock oder auch nur nackte Haut sieht, doch liebt er seine Frau Anna über alles und würde ihr keine andere vorziehen. Die leicht angehauchte Erotik  in diesem Roman macht es etwas lockerer und lässt den Kommissar sogleich menschlicher erscheinen, manchmal muss man wirklich den Kopf über ihn schütteln. Die kurzen Absätze und der flüssige Schreibstil lassen den Leser das Team sehr leicht und schnell durch das Buch begleiten, hinzu kommt noch die immerwährende Spannung, die auch stetig aufgebaut wird und gegen Ende zunimmt, so dass man schon fast am Fingernägel kauen ist. Durch die umgangssprachliche Gestaltung der Sätze wirkt der ganze Krimi irgendwie heimischer, aber trotzdem professionell, was ein Pluspunkt ist. Es ist, als wäre man live dabei bei den Ermittlungen – man schaut dem Team ständig über die Schulter und im Kopf spielt sich ein Film ab der ganzen Szenerie. Wirklich gut dargestellt sind die Sprünge zwischen den Ermittlungen und den Gedanken des Täters, dieser erzählt abwechselnd in Ich-Form. Es ist, als würde man kurzzeitig einen Einblick in ein derartiges krankes Gehirn bekommen, was aber nicht heißt, dass man so etwas versteht. Die vielen privaten Einblicke in das Leben des Protagonisten lassen den Leser gleich noch mehr Verbindung zu dem ganzen Geschehen aufnehmen und so bleibt auch das Ende des Buches nicht gefühlskalt aus. Das ganze Buch über rätselt man zwar, wer denn jetzt der Täter ist, aber so leicht ist dies nicht zu erraten und man wird auf die Folter gespannt. Man darf auf jeden Fall gespannt sein auf die weiteren Fälle des Kommissar Nasar, die hoffentlich sehr bald erscheinen!

Wer hier einen blutigen Krimi erwartet, wird nicht das bekommen was er will. Hier liegt ein Krimi vor, der eher auf der psychischen Ebene spielt – das aber auf grandioser Höhe und hochspannend. Der Krimi kurbelt das Kopfkino an und gibt einem doch zum Denken, was in manch Menschen so vorgeht.

5 von 5 Punkten

Ich möchte mich herzlich beim Autor Hagen Wolfstetter für das tolle Rezensionsexemplar bedanken! Das eBook gibt es übrigens zu einem unschlagbar günstigen Preis hier zu kaufen – es lohnt sich auf jeden Fall!