Neuzugänge der Woche posted by on 29. September 2012

Natürlich vergeht nicht eine Woche ohne Neuzugänge =) Drei Bücher haben es zu mir ins Regal geschafft und zwar diese hier:

Jens Niemeyer – Seelenloser Schwur:

„Nach einem grauenhaften und blutigen Drama während eines Einsatzes, muss sich Detective Michael Cold vom Los Angeles Police Department von diesen Erinnerungen befreien. Zweifel, Angst und quälende Gedanken zieren seinen Weg. Doch nachdem er die Tragödie im Haus der Porters überwunden hat, muss er sich an seinem ersten Arbeitstag einer neuen Bedrohung stellen. Ein Brief von einer unbekannten Person weist Michael und seinem Team den Weg zum Beginn eines zerstörerischen Spiels, dessen Ende von Anfang an festzustehen scheint.
Michael wird sterben und mit ihm viele weitere Personen. Als Michael den ersten Tatort betritt, muss er feststellen, dass er sich bereits in den Fängen seines Gegners befindet, den er nicht einmal kennt.
Er bestimmt das Spiel. Er stellt die Regeln auf. Er ist ein Serienmörder, der kein Erbarmen kennt und nicht von seinem blutigen und grausamen Weg abzuwenden sein wird.
Jeder wird sterben, der sich ihm in den Weg stellt und es verdient hat zu leiden.
Er ist der Racheengel.“

Andreas Gruber – Todesfrist:

„Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration.

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …“

Stephan Ludwig – Zorn – Vom Lieben und Sterben:

„»Das, was geschehen ist, war erst der anfang, es ist noch nicht vorbei – langsam beginnt es, spaß zu machen, ihr seid so lächerlich, so unglaublich dumm und ihr seid mir nicht gewachsen. ich bin noch nicht fertig. denkt das bloß nicht.«
Hauptkommissar Claudius Zorn und Hauptkommissar Schröder müssen sich mit einer Einbruchserie in der städtischen Kleingartenanlage herumschlagen. Der Fall ist schnell geklärt, eine Clique von Jugendlichen hat die Einbrüche aus Langeweile begangen. Doch dann ist ein Junge aus der Clique tot. Er war gerade einmal 18 und wurde kaltblütig ermordet. Als ein Freund des Opfers, auch er Teil der Clique, stirbt, ist Zorn genervt – ein Mord pro Woche hätte auch genügt! Aber genau wie Schröder ist ihm sofort klar, dass hier jemand gezielt und durchdacht vorgeht, seine Opfer ganz genau auswählt. Sie vielleicht sogar kennt.
Als es endlich eine erste vage Spur gibt, ist die Zeit bis zum nächsten Mord bereits abgelaufen. Und Zorn kann sich einfach keinen Reim darauf machen, weshalb Schröder sich plötzlich so merkwürdig verhält …
Ein neuer Fall für das originellste Duo der deutschen Krimiszene: Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder“

Auf alle drei bin ich schon gleichermaßen gespannt und diese werden auch bald als nächstes gelesen, meine Rezensionen hierzu findet ihr bald =)

Dawn French – Irgendwas geht immer posted by on 27. September 2012

Jede Familie ist im Prinzip im selben Kleinkrieg, jedem wächst einmal etwas über den Kopf. Die Autorin des Romanes „Irgendwas geht immer“ schildert uns dies in klaren Worten und lustigen, britischen Humor wider.

Mo, die gestresste Mutter, die zuviel von Ihren Kindern bekommt. Der Vater ist immer am arbeiten, liebt seinen Mac und man bekommt ihn fast nie zu Gesicht, die Tochter Dora, die gegen alles rebelliert und ihre Pubertät in allen Zügen auslebt und nicht zu vergessen der Sohn Oscar, der denkt, er sei Oscar Wilde. Sie alle haben etwas gemeinsam – sie sind eine Familie und sehen sich täglich oder auch nicht? Wild durcheinander schildern sie die Probleme aus ihrer Sicht…

Sieht man das Buch, denkt man nicht, dass es unterhaltsam sein könnte. Es ist in schlichten Weiß gehalten mit roter und schwarzer Schrift, etwas langweilig. Doch nach den ersten Seiten belehrt die Autorin den Leser schon eines Besseren – der britische Humor lässt gleich durchblicken, dass man es hier mit grundverschiedenen Personen zu tun hat. Dies wird einem verdeutlicht, dass jeder einmal zu Wort kommt. Es ist sogar so belebend, dass man wirklich denkt, man hätte jedes mal eine grundverschiedene Person vor sich – nicht die Autorin, die das alles geschrieben hat. Sie verinnerlicht die Gefühle und Gedanken der Charaktere wirklich realitätsnah und bringt sie so dem Leser sehr nah. So hat man auch gleich seine „Lieblingsperson“ herausgepickt, steht hinter ihr und versucht die Gedankengänge der anderen zu ergründen. Im Prinzip ist diese Geschichte nichts anderes als eine über jede x-beliebige Familie, sind hier doch wirklich viele Gemeinsamkeiten zum Alltag aller zu finden. Sogar der Familienhund ist hier inbegriffen, dieser versteht wahrscheinlich noch alles am besten und nimmt es auch am gelassensten. Man wird eigentlich ständig unterhalten vom Alltag der Familie, was einen von Zeile zu Zeile springen lässt.

Die Autorin hat sich mit ihrem Roman ein gutes Thema ausgesucht, das gerade bei regnerischem Wetter perfekte Unterhaltung bietet. Gleichzeitig erkennt man viele Parallelen zum reellen Leben und denkt öfters, dass man dies doch so kennt. Die Personen im Buch versteht man jede auf seine Art, egal ob man die eine mehr oder eine weniger mag.  Dora ist so herrlich naiv und „unschuldig“, ein Teenager eben. Die Mutter hat ständig Sorgen und fühlt sich alt und verbraucht und macht sich über alles Gedanken – wie sie so sind, die Mütter. Der Sohn Peter, der sich für Oscar hält, ist ein ausgemachtes Bürschchen und redet sehr hochgestochen. Vom Vater erfährt man leider nicht allzu viel und vom Hund auch nicht, wo dieser doch so angepriesen wird beim Klappentext. Natürlich darf die Oma hier auch nicht fehlen, die begeisterte Kuchenbäckerin für die Familie.

Durch den leichten Schreibstil lenkt die Autorin den Leser durch die Welt der besagten Familie, man kommt sich vor wie ein ferner und doch naher Zuschauer. Heftig fiebert man dem Glück entgegen, das die erzählende Person erwartet. Öfters hat man ein Lächeln im Gesicht und schmunzelt herzhaft über die Geschehnisse um die Charaktere. Als es endet, ist man froh, es hinter sich zu haben – gerne würde man aber doch weiterlesen!

Wer mit britischem Humor zurecht kommt und darüber lachen kann, dem sei dieses Buch für laue Regentage wärmstens empfohlen. Es enthält viel Witz, Charme und doch nur eine alltäglichen Wahnsinn einer Familie!

4 von 5 Punkten

Nancy Salchow – Doppelkinnbonus posted by on 23. September 2012

Jeder, der ein paar Pfund auf den Rippen zuviel hat, wünscht sich eine schlankere Figur herbei. Diejenigen unter uns, die den Weg zu eben dieser Figur geschafft haben, kennen die Euphorie, wenn es geklappt hat. Doch was, wenn man somit den Traummann in die Flucht treibt? Genau mit solchen Problemen hat die Protagonistin in „Doppelkinnbonus“ der Autorin Nancy Salchow zu kämpfen.

Romy ist überglücklich: Sie hat ihre lästigen Überpfunde verloren! Sie träumte seit eh und je von einer Bikinifigur und kann es kaum fassen, als es endlich so weit ist. Dazu hat sie auch noch ihren Traummann Alexander, der sie schon mit den Pfunden zuviel zum Anbeißen fand. Was will man mehr? Doch dann scheint ihre Welt aus den Fugen zu geraten, denn Alex findet sie mit ihrer neuen schlanken Figur nicht mehr so attraktiv wie zuvor. Dieses Geständnis bringt sie so aus der Fassung, dass sie sich Gedanken machen muss, ob sie lieber Traummann oder Traumfigur vorzieht.

Welche Frau träumt nicht von der perfekten Figur? Welche hätte dazu nicht auch gern noch den Mann fürs Leben? Mit dem setzt sich die Autorin in ihrem Roman auseinander. Hier bricht aber nicht die Euphorie aus, die man sich wünschen würde am Ende des Weges der Diät. Der Protagonistin läuft der Traummann davon, genau eben weil sie abgenommen hat und anscheinend nicht mehr dieselbe ist. Er hätte sie lieber wieder mit Kurven, die alte Romy eben. Das kann nun der Leser eigentlich gar nicht nachvollziehen, denn mit dem Glücksgefühl dürfte die Protagonistin auch eine Ausstrahlung puren Glückes haben. Wieso haut dann der Mann ab? Das Entsetzen hierüber würde wohl jede Frau mit Romy teilen, man kann es nicht verstehen. Beziehungsprobleme mal anderer Art, normal hört man immer, dass der Mann sagt, die Frau solle doch ein paar Kilos abnehmen. Sofort ist man sympathisch mit der Protagonistin und steht auch total hinter ihr und ihren Meinungen. Andererseits versteht man Alex aber teilweise auch, er drückt sich nur ungeschickt aus und schlägt somit alles in die Flucht und macht die Situation kaputt. Das Thema des Buches ist so alltäglich, dass es eigentlich langweilig wirken könnte, tut es aber nicht! Durch das Chaos von Romy und Alex unterhält es den Leser durchweg – die zwei wissen sich einfach selbst nicht zu helfen. An manchen Stellen erkennt man sich auch in den verschiedensten Personen wieder, diese haben durchaus Charakter und die Autorin versteht es, diese dem Leser nahe zu bringen. Man kommt sich vor, als wäre man Teil der Story, mittendrin. Hat man erst einmal angefangen zu lesen, kann man gar nicht mehr aufhören, der leichte Schreibstil und der Humor zwischen den Zeilen reissen einen förmlich mit. Bis man am Ende angelangt ist, hat man oft geschmunzelt, den Kopf geschüttelt und auch hier und da kleine Tränchen vergossen. Das war mit Sicherheit nicht das letzte Buch der Autorin, das auf meinem Kindle den Platz gefunden hat!

Wem es nichts ausmacht, dass eine schlanke Figur das größte Problem in dieser Geschichte zu sein scheint, dem sei geraten, sich das Buch dringendst auf den Kindle zu platzieren – den Mittag genießen, etwas lachen und mit Romy und Co. mitzufiebern!

5 von 5 Punkten

Christian Grohganz – Von heimtückischen Morden posted by on 23. September 2012

Es gibt viele Bücher über Morde, doch sind diese alle heimtückisch? Ein Mord ist eine schlimme Sache, vor den Menschen, die dies ausführen, sollte man Angst haben. Dies zeigt uns auch der Autor Christian Grohganz der fünf Kurzgeschichten über heimtückische Morde…

In der ersten Geschichte muss ein Student erfahren, dass es nicht immer ungefährlich ist, nachts einen Nebenjob auszuführen – es kann jederzeit etwas grauenhaftes passieren. Im nächsten Abschnitt treffen sich zwei alte Freunde wieder, nichtsahnend, dass der Werwolf-Mörder umgeht zur gleichen Zeit. In der dritten Geschichte geht es um eine Ketten-Mail, die durchaus ernst zu nehmen ist, die vierte Geschichte handelt von einem verrückten Mann, der denkt, die Fliese bewegt sich – oder tut sie das wirklich? Genau das passiert, als ein Kommissar zu Besuch ist und eine Leiche sucht. In der letzten Geschichte erhofft ein Polizist sich von Humbug wie durch den Blick einer Toten zu sehen, den Mörder zu finden….

Hier ist sie, die neue Kurzgeschichtensammlung des Autors! Und wieder geht er auf die innersten Ängste der Leser ein und jagt so mit seinen Geschichten dem Leser eine Gänsehaut über den Rücken. Die Kurzgeschichten zu lesen, ist wie in eine Welt des Horrors kurzweilig abzutauchen – am besten sollte man das abends bei gedämmten Licht lesen. Fängt man erst einmal an, ist man sofort mit dabei und kann kaum aufhören, dem Geschehen zu folgen. Man ertappt sich öfters dabei, wie man der Figur in der Geschichte etwas zurufen mag, sie solle dies oder jenes tun, um Schlimmes abzuwenden. Selbst die Bilder zwischen den Geschichten sind gut gewählt und passend gestaltet. Der Schreibstil des Autors ist locker und gut zu lesen, man kann der Geschichte ohne Stocken folgen.
Was mich persönlich etwas störte, war der persönliche Dialog des ersten Protagonisten, der in der wörtlichen Rede gekennzeichnet war. Aber das tut ja der Geschichte keinen Abbruch, man merkt richtig die Verzweiflung durch die Zeilen durch, es greift nach einem wie Fäden und man versinkt in dem Horror.
Bei der zweiten Geschichte schon hat man das Gefühl, der Autor steigert die Spannung nach und nach. Und immernoch möchte man den Charakteren so einiges zurufen, was aber nie ankommen würde, da die Geschichte ja schon geschrieben ist. Der Autor hat einen total in den Fängen mit seinen Geschichten über die heimtückischen Morde.  Jede dieser Geschichten hat seinen eigenen Charakter und weckt die Angst hintergründig beim Lesen. Hierauf versteht sich der Autor sehr gut, dem Leser die tiefsten inneren Ängste mit seinen Geschichten herauszulocken, nach Lesen macht man sich Gedanken wie „was wäre, wenn…“
Wenn der Autor einmal ein ganzes Horrorbuch schreiben würde, wäre ich die erste, die es mit Vergnügen kaufen und lesen wird!

Für einen kurzweiligen Schauerabend ist die Sammlung der fünf Horrorgeschichten durchaus sehr gut geeignet und verleiht dem Abend etwas Spannung. Am besten bei gedämmten Licht zu lesen, so entfaltet sich die Wirkung am besten!

4 von 5 Punkten

Neues auf meinem Kindle posted by on 20. September 2012

So, heute ist mal wieder einiges Neues auf mein Kindle gekommen.  Ich bin echt schon sehr gespannt, was die Geschichten alle erzählen werden =) Diese eBooks haben einen Weg auf meinen Kindle gefunden und warten darauf gelesen zu werden:

M.A. Pierce – Gefangene des Engels:

„Ein fesselndes Märchen über den Mut der Liebe

»Hüte dich vor dem Engel der Nacht, er wird dein Blut trinken und deine Seele rauben.« Als die junge Aeriel sich an diese Worte der Dorfältesten erinnert, ist es bereits zu spät: Der dunkle Engel, ein Wesen von grausamer Schönheit mit nachtschwarzen Flügeln und schneeweißer Haut, entführt ihre Herrin Eoduin und macht sie zu einer seiner dreizehn seelenlosen Bräute. Auch Aeriel gerät in die Gewalt des finsteren Wesens. Sie weiß, sie kann die jungen Frauen nur retten, wenn sie den Engel der Nacht tötet. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, umso mehr verfällt sie seiner tragischen Schönheit und umso tiefere Gefühle erweckt er in ihr …“

Ilsa J. Bick – Ashes: Brennendes Herz:

„Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden …“

Nancy Salchow – Doppelkinnbonus:

„Romy hatte schon immer ein paar Pfund zu viel auf den Rippen und träumt solange sie denken kann von der perfekten Bikinifigur. Umso unfassbarer erscheint ihr ihr Glück, als sich ausgerechnet der gutaussehende Alexander trotz ihrer Kurven für sie interessiert.
Frisch verliebt verfällt sie ungeplant dem Klischee, gerade in der Anfangszeit ihrer Beziehung fast nur noch von Luft und Liebe zu leben. Die Zeit mit Alexander ist so aufregend und neu, dass die Pfunde praktisch von allein purzeln. Romy ist selig: Mit der Figur, die sie sich immer gewünscht hat und dem Mann ihrer Träume scheint ihr Leben perfekt. Doch ihr Glück gerät ins Wanken, als Alexander ihr gesteht, dass er sie mit ihrer neuen Figur sehr viel weniger attraktiv findet als vorher. Sein Geständnis erschüttert Romy umso mehr, als sie erkennt, dass er die Beziehung mit ihr ernsthaft in Frage stellt. Völlig überfordert steht sie vor der Entscheidung: Traummann oder Traumfigur?“

Merelie Weit – Der Traummann aus der Zukunft:

„Ein bequemes Leben und trotzdem unglücklich? Oder geht es Emilia einfach nur zu gut? Wenn sie das nur wüsste! Für ihre beste Freundin Hilda ist der Fall klar. Emilia, Mitte dreißig, hockt mit ihrem fünfzehnjährigen Sohn aus einer Jugendbeziehung und einem Mann, der sie von oben herab behandelt, nicht in einer schönen Berliner Altbauwohnung, sondern in einem goldenen Käfig und hat ihr eigenes Leben aus den Augen verloren. Doch einfach alles hinschmeißen und neu anfangen? Und wenn man dann ganz alleine dasteht? Bis ans Lebensende? Der Richtige nicht mehr kommt? Ach, gäbe es doch nur eine Garantie auf ein Liebesglück in der Zukunft!

Emilias Wunsch wird erhört. Eine mysteriöse Zigeunerin verrät ihr an einem fröhlichen Abend mit Hilda im Biergarten nicht nur, dass es den Traumprinzen für Emilia geben wird, sondern sogar, wie er aussieht und wo er wohnt. Allerdings, wann die Zeit reif ist für eine Begegnung, das verrät sie Emilia nicht. 

Mit dieser Versicherung müsste es jetzt spielend leicht sein, ein neues Leben zu beginnen. Allerdings, kann Emilia der Prophezeiung überhaupt trauen? Einige Indizien sprechen zwingend dafür, andere voll dagegen. Und vor allem, wann wird sie sich erfüllen? Jeder Annäherungsversuch von Emilia an ihren angeblichen Traumprinzen bleibt jedenfalls erfolglos, während ihre Ehe unaufhaltsam den Bach runtergeht. Und dann kreuzt auch noch ein dritter Mann auf, der Emilias Herz entflammt und sie vollends durcheinander bringt…“

Christian Grohganz – Von heimtückischen Morden – Fünf niederträchtige Kurzgeschichten:

„Fünf Krimi-Kurzgeschichten über rätselhafte, niederträchtige und vor allem heimtückische Morde:

Auf einer Insel – umgeben von dunklen Schatten – wird einem Studenten bewusst, wie gefährlich manche Nebenjobs sein können.

Bei einem unerwarteten Treffen holt zwei Freunde die Vergangenheit ein – während der Werwolf-Mörder in der Stadt umhergeht.

‚Er kommt und holt dich!‘ – mit unheilvollem Text droht eine Ketten-Mail einem Mädchen. Alles Humbug oder lauert das wahre Grauen im Internet?

Ein Hausherr befürchtet, dass sich etwas unter seinem Fliesenboden bewegt – während ein Kommissar eine Leiche sucht.

Den letzten Blick im Auge einer Toten festhalten – so erhofft sich ein Polizist einen Serienmörder zu finden.“

Christian Grohganz – Von verlorenen Orten – Fünf verhängnisvolle Kurzgeschichten:

„Lebendig begraben. Um aus dem Gefängnis zu fliehen, lässt sich ein Bankräuber beerdigen – zwei Meter tief unter der Erde wartet er auf Rettung.

Auf einem Flug von Paris nach Deutschland trifft ein Geschäftsreisender auf den geheimnisvollen Magnus – mit fatalen Folgen.

Ein verlassenes DDR-Forschungsgelände soll einem Paintball-Areal weichen. Ein Bauarbeiter macht dort eine erstaunliche Entdeckung.

2022 – ein deutscher Polizist bildet sich bei der spanischen Grenzpolizei weiter. Doch die hat recht eigenwillige Methoden.

Unter der Sonne Afrikas macht der Sklavenjäger Walid blutige Beute – doch unter seinen Gefangenen befindet sich auch ein Junge mit anklagenden Augen.“

Annette Reiter & Vanessa Vollmann – München Manhattan: Geheimnisse:

„Kristin wird von ihren Freundinnen oft um ihr Leben in Manhattan beneidet. Sie hat einfach alles. Einen wunderbaren Mann, eine entzückende Tochter, einen tollen Job und viel Geld. 
Doch eines Tages bricht ihre Welt aus den Angeln, als sie ihren Mann in flagranti mit einer anderen Frau erwischt.

Hals über Kopf fliegt sie nach München zu ihren Freundinnen Susanna und Sophie. Aber statt des erhofften Rückhalts zeigt sich sehr bald, dass der Fehltritt ihres Mannes alles andere als nur eine harmlose Affäre ist. 

Was würde Sophie nur darum geben, wenn es diese Affäre nie gegeben hätte. Wo sie sich doch ein neues Leben in München aufgebaut hat. Sie hat einen Partyservice und lebt mit ihren Kindern samt Lebensgefährten in einer Patchworkbeziehung. Aber mit der Affäre des Mannes ihrer Freundin Kristin tritt auch Charlotte wieder in ihr Leben – und für sie beginnt ein Albtraum.

Susanna steht als Kristins Freundin und Schwägerin zwischen den Fronten. Und hat dazu noch ihre eigenen Sorgen. Unzufrieden in ihrer Ehe und in ihrem Dasein als Hausfrau und Vollzeitmutter sehnt sie sich nach der weiten Welt und mehr Romantik in ihrem Leben. In ihrem Frust begeht sie eine Dummheit, die weitreichende Folgen hat. 

Zwischen den Schauplätzen München und Manhattan wird die Freundschaft der drei Frauen auf ein harte Probe gestellt. 

Wir alle haben Geheimnisse…

Geheimnisse, die wir niemandem anvertrauen, weil wir nicht möchten, dass sie jemals ans Tageslicht kommen.“

Ich bin aber noch immer am stöbern, das könnte die Tage noch mehr werden. Zum Glück müssen die Bücher aufm Kindle nicht in der Wohnung überall hin – ich würde irgendwann ein Platzproblem bekommen =D

Deborah C. Winter – Cold Belt posted by on 14. September 2012

Vampirgeschichten sind noch lange nicht außer Mode, sie werden immer mehr zum Hype – auf dem Markt tauchen immer mehr auf und werden von vampirgierigen Lesern verschlungen. Obwohl sich alles um Vampire dreht, ist jede Geschichte doch ein eigener Teil mit seinen eigenen Charakteren und Blickwinkel. So auch Deborah C. Winters Geschichte um die Vampire in den Cold Belts…

Wir schreiben das Jahr 2027 – in dem Menschen und Vampire bereits voneinander wissen und nebeneinander herleben, die Vampire abgesiedelt in Cold Belts. Bereits der dritte Weltkrieg ist schon überstanden und die Technoloige weit fortgeschritten. Die 17-jährige Lilly muss aus ihrem geliebten New York wegziehen, da ihr Vater seinen Job wegen der Wirtschaftskrise aufgeben musste. Sie ziehen nach Harts – direkt neben ein Warm Shelter, ein Cold Belt der Vampire. Von nun an leben sie Haus an Haus im Prinzip mit Vampiren, deren blaues Licht der Siedlung die Fenster erleuchtet nachts. Der Krieg fand natürlich mit Vampiren statt, die sich öffentlich zu ihrer Rasse bekannten. Diese wehrten sich als man sie jagt wie Tier, weshalb es zu einer weltweiten Krise kam. Ab da wurden die Sicherheitsreservate geschaffen, die Cold Belts. So sollten eigentlich beide Rassen in Frieden leben können, aber es halten sich nicht alle daran. Vampire brechen aus und mischen sich unter die Menschen und umgekehrt schleichen sich die Menschen in die Cold Belts, in der Hoffnung gebissen zu werden, um ewig zu leben. Lilly freundet sich mit Caleb an, bis er ihr ihr Geheimnis verrät….

Eins muss hier vorneweg klargestellt werden: In vielen Rezensionen war jetzt schon die Rede davon, dass sich die Autorin der Kollegin Stephenie Meyer bedient, was ich persönlich so rein gar nicht sagen kann. Geschichten um Vampire sind eben um eben diejenigen und meistens gibt es in diesen eben Menschen und Vampire, die sich aufeinander zu bewegen und sich anfreunden. Ein Abklatsch von Twilight ist dies meines Erachtens aber mit Sicherheit nicht.

Die Autorin leitet den Leser langsam und mit vielen Informationen in die Geschichte ein, man weiß gleich was ein Cold Belt ist und nach und nach wird man aufgeklärt, wie es zu der ganzen Situation kam. Was auffällt, ist, dass die Autorin das Wörtchen „Jedoch“ sehr gerne mag, was aber der ganzen Geschichte keinen Abbruch tut.

Die Charaktere an sich sind einem gleich sympathisch, es handelt sich im Prinzip um eine typische Städterfamilie, Eltern und zwei Kinder. Hier gibt es alltägliche Probleme und auch kleine Streitereien, was die Personen einem noch näher bringen, da sie human erscheinen. Die Protagonistin ist eine sympathische junge Dame, die gerne Violine spielt und eine starke Persönlichkeit hat. Sie kümmert sich um vieles in ihrem Elternhaus, was sie gleich reizender macht und dem Leser gleich eine treue Freundin über die Seiten. Etwas störend wirken sich jedoch die Emotionen gegenüber gleich ein paar Jungs, nicht nur einem. Es kann zwar nicht gleich von verliebt sein gesprochen werden, aber hier wird oftmals zu schnell jemand zu viel gemocht.

Belustigend ist etwas der Geschichtsunterricht einer anderen Art – spricht man in unserer heutigen Zeit noch vom 1. und 2. Weltkrieg und der Entdeckung Amerikas, wird in dem Buch vom 3. Weltkrieg und den Vampiren gesprochen, was wirklich einen interessanten Geschichtsunterricht darstellt. Die Geschichte zieht sich durch Lillys Leben, bis sie auf Caleb trifft. Ab diesem Zeitraum wird es spannend für die beiden, die Gefühle werden richtig ersichtlich durch die gelesenen Zeilen. Man sitzt tief in der Geschichte drin, fühlt und fieber mit. Die Autorin hat hier eine tolle Fantasiewelt geschaffen, in denen sich Menschen und Vampire näher kommen, obwohl diese in dem Buch eigentlich „verfeindet“ sind und sich nicht über den Weg laufen sollten wegen der Abgeschottenheit. Das Ende lässt einen auf Teil 2 bangen, der neue Überraschungen parat hat, worauf man noch bis Winter 2012 warten muss.

Für Fans von Vampiren und Lovestorys genau das Richtige, jedoch sollte man nicht darauf hören, dass es sich um einen Abklatsch von Twilight handelt – denn das ist es mit Sicherheit nicht!

4 von 5 Punkten

Vielen Dank an den Verlag tredition für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und an die Autorin, dass sie mich auf dieses Werk aufmerksam gemacht hat, den zweiten Band werde ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Erin Morgenstern – Der Nachtzirkus posted by on 13. September 2012

Wer war noch nie in einem Zirkus? Bestimmt aber noch in keinem wie dem, von dem die Autorin uns erzählt. Hier werden Träume wahr und so etwas hat man noch nie gesehen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Cirque des Rêves kommt ohne Ankündigung und öffnet auch nur bei Nacht. Er erfüllt die kühnsten Träume seines Publikums. Um ein geheimnisvolles Feuer in der Mitte scharen sich Zelte mit fantastischen Künstlern, einzigartig und jedermanns unbekannt. Hinter den Kulissen sieht dies jedoch anders aus: Celia, die Tochter eines großen Zauberers und Marco, der Adoptivsohn Alexanders, eines anderen großen Zauberers, müssen sich einen Wettkampf geben. Sie werden so erzogen, dass sie gegeneinander antreten können. Doch was die beiden großen Zauberer nicht geahnt haben – die zwei verlieben sich ineinander und so wird das Spiel plötzlich zum bitteren Ernst, denn sie sind von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus gebunden und müssen den Wettkampf gegeneinander ausfechten. Verzweifelt kämpfen sie um ihre Liebe und dass der Zirkus nicht auseinanderbricht…

Es ist sehr schwer anfangs in den Text hineinzufinden. Zwar ist es in hohem Niveau geschrieben, etwas schwer verständlich, trotzdem ist der Schreibstil leicht gehalten. Man fragt sich nach den ersten Seiten, um was es hier eigentlich wirklich geht, denn der Klappentext sagt was anderes, wie die Handlung. Erst nach und nach scheint sich alles zusammenzufügen. Hier baut sich eine gewisse Spannung auf, da man gespannt darauf ist, wie sich die Geschichte mit dem Klappentext verbindet. Die Autorin schickt den Leser mehrmals durch die Zeit und zurück – die Kapitel sind in verschiedenen Jahren, aus verschiedenen Sichten und das durcheinander gewürfelt. Das führt zu großer Verwirrung mittendurch, was einfach zuviel des Guten war. Über die Personen selbst erfährt man nie viel, denn diese werden hier oberflächlich gehalten. Das ganze Buch über wartet man, dass man warm wird mit den Charakteren, was aber nicht großartig passiert. Nur Celia und Marco lernt man etwas besser kennen, jedoch auch nur oberflächlicherweise. Eine richtige Liebe kommt so nicht gut an den Leser heran, man muss sich dies selber vorstellen und fühlt nicht mit ihnen mit. Die anderen Artisten in dem Buch sind im Prinzip nur Nebenrollen, die auch gleich wieder vergessen sind, so dass man sich oft fragt, wer denn das nun wieder war. Die Autorin hätte mehr auf das Gefühlsleben der einzelnen Personen eingehen sollen, so bleiben immer nur offene Fragen übrig, die auch nicht beantwortet werden. Vielleicht sollte so die Magie des Buches erzeugt werden, welche automatisch doch auf den Leser überspringt, trotz des Abstands halten des Textes überhaupt. Ein sehr magischer Moment ist zum Beispiel, als Marco und Celia sich das erste Mal sehen – hier fragt man sich, was dann passieren mag. Ab dann wird es besser, aber man wird immernoch auf Abstand gehalten, was ziemlich nerven kann. Die Passagen, in denen die Zelte vorgestellt werden und der Leser mit „Du“ angeredet werden, waren fantastisch. Diese könnte man ewig weiterlesen, leider kommen sie aber immer nur zwischendurch vor. Der Zauber des Zirkus`ging leider nicht ganz auf mich über, dafür war mir die Distanz zu dem ganzen Geschehen und den Personen zu groß – schade!

Wer sich an einem Buch mit Magie versuchen will und dem die Nähe zu den Protagonisten nicht allzu wichtig ist, ist hier mit guter Lektüre bedient – mit einem Schuss Fantasy und Historik und allem was das Herz begehrt!

3 von 5 Punkten

 

Gelesen im August 2012 posted by on 2. September 2012

Diesen Monat waren es wieder etwas mehr, unter anderem ein Hörbuch. Das zählt ja im Prinzip wie gelesen, da das Buch vorgelesen wird =) Hier meine gelesenen (und gehörten) Bücher:

Julie Kagawa – Plötzlich Fee: Sommernacht

Hagen Ulrich – Hochzeit der Vampire

Melanie Lahmer – Knochenfinder

Ursula Poznanski – Fünf

Jack Kerley – Krank

Jodi Picoult – 19 Minuten (Hörbuch)

Das Beste war wohl wirklich das Hörbuch diesen Monat, ein Wechselbad der Gefühle. Das hat mich so sehr mitgenommen, das schafft in nächster Zeit wohl kein tiefsinniges Buch mehr. Aber man wird sehen =)

Hagen Ulrich – Hochzeit der Vampire posted by on 1. September 2012

Romane über Vampire gibt es zuhauf – doch haben wir schon mal von homosexuellen gehört? Die noch dazu von marokkanischer Abstammung sind? Der Autor setzt sich mit so etwas auseinander in seinem Roman und zeigt dem Leser, dass dies durchaus möglich wäre, eine neue Perspektive der Fantasie, Liebe – rund um Vampire…

Wir begleiten Jan, einen etwas verkorksten Jungen, und seine Familie. Er und seine Schwester Nina haben ihre Eltern schon früh verloren durch einen Terroranschlag. Ab da hausen sie bei Monika und Clemens, die mit ihnen verwandt sind und die Kinder gern adoptiert haben. Nicht zu vergessen, der alte Doktor nebenan, der schon fast zur Familie gehört und der Beauftragte eines Amtes: Oleg. Diese meistern ihr Leben in ihrem schönen Heim, mit Bienenzucht und Monikas Liebe zum Kochen. Da erhalten Sie eine Anfrage der Al-Buchari Stiftung aus dem Maghreb, ob sie ihre zwei Schützlinge Mounia und Elias aufnehmen könnten, da diese studieren möchten in Deutschland. Diese haben ebenso wie die zwei jungen Leute ihre Eltern schon sehr früh verloren, diese sind mit dem Flugzeug abgestürzt durch ein schweres Missverständnis. Jan begegnet den zweien gleich mit Ablehnung, stammen diese doch daher, von denen seine Eltern ermordet wurden. Elias ist gleich hingerissen von Jan, aber Jan zeigt nur große Ablehnung. Elias größtes Geheimnis kennt er jedoch noch nicht, er ist ein Vampir. Als Jan dann endlich merkt, dass Elias seine zweite Hälfte ist und die Al-Bucharis ein liebenswerter Haufen sind, ist es schon fast zu spät.

Zu Anfang gibt es gleich einen positiven Aspekt, die Personen werden gleich beschrieben, wer hier wer ist. Das ist bei diesem Buch ein großes Plus, denn es tauche so einige Charaktere auf, an die man sich gewöhnen wird. Der Autor setzt sich hier mit einem brisanten Thema auseinander – schwule Vampire und dann auch gleich noch mit islamischem Hintergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass er hier auf scharfe Zungen stößt und einigen dieses Thema schwer aufstößt. Nichts desto trotz ist es ein spannendes Thema und verleitet den Leser gleich loszulesen und eine große Vorfreude auf die Geschichte zu erhalten.
Jan, um den es eigentlich größtenteils geht in diesem Roman, ist eine eigenartige Persönlichkeit. Man kann sich meistens nicht entscheiden, ob man mit ihm fühlt oder ob dies eher etwas abstoßend ist, wie er sich anderen gegenüber verhält. Dieser hat zu viele Vorurteile und ist zu verschlossen – andererseits ist er ein junger Mann, der sich für viele Sachen begeistert und sich dann auch diesen ganz hingibt, z. B. die Bienen. Nina hingegen ist eine lebensfrohe junge Frau, die ihren Bruder immer etwas aufpäppelt mit ihren frechen Sprüchen. Clemens und Monika erinnern an das Großmütterchen und Opa, zwei ganz liebenswerte Personen, die es allen recht machen möchten und viel Verständnis aufzeigen. Der alte Doktor und Oleg sind ebenso zwei angenehme Persönlichkeiten, die die Familie das Buch über begleiten. Dann kommen Elias und Mounia dazu – zwei ganz von den anderen unterschiedlichen Typen. Sie sind rassig, schön und aufgeschlossen. Sie leben sich sehr schnell ein, was aber auf Grund Jan oft zu Schwierigkeiten kommt. Es grenzt schon an einen sehr großen Zufall, dass diese auch beide Elternteile durch fast das gleiche Erlebnis verloren haben. Sie verstehen Jan hier zwar, aber er sie nicht – sie gehen alle anders mit diesem Thema um. Wie es auf dem Klappentext angekündigt wird, verlieben die zwei Jungs sich, als es schon bald zu spät ist. Hier würde man eigentlich meinen, das Buch könnte zu Ende sein, aber hier hat man mindestens noch 200 Seiten vor sich. Leider wird hier nicht alles so glaubhaft dargestellt, wie man es sich wünscht. Die Ereignisse überschlagen sich meines Erachtens zu schnell, es passiert zuviel auf einmal und die Menschen bzw. Vampire in diesem Buch sprechen viel zu schnell von Liebe. So viel Liebe auf den ersten Blick ist nicht realistisch und schon gar nicht innerhalb der Familie. Es wäre schön, wenn es dies wirklich geben würde – aber die Realität ist oft anders und dieser Fakt lässt einen die Augenbrauen hochziehen bei diesem Roman. Es ist zwar schön, die beiden Familien auf ihren Wegen zu begleiten, aber die Spannung nimmt leider oft ab und erreicht nicht mehr die Höchstform. Aus diesem Buch hätte man zwei Teile machen können und die Details etwas mehr ausarbeiten können, die Personen dem Leser so noch näher bringen können und mehr Zeit einräumen für deren Bedürfnisse.  Auch waren manche obszöne Ausdrücke irgendwie fehl am Platz, wird einem hier doch das Bild irgendwie anders vermittelt durch die Persönlichkeiten. Nichts desto trotz war es ein schönes Leseerlebnis, die Familien zu begleiten und einmal von einer etwas anderen Liebe zu lesen und zu erfahren, wie diese damit umgehen. Ein sehr schönes Gänsehaut-Zitat aus dem Buch:

„Jan, die Liebe zwischen zwei Menschen bewirkt, dass beide zusammen mehr ergeben als nur die Summe der beiden Teile.“ (S. 224) 

Für die Vampirfans unter uns, die gerne einmal eine Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Personen und mit riskantem Migrationshintergrund erfahren möchten, ist diese Lektüre lesenswert und aufschlussreich. Es ist einmal eine Abwechslung zwischen dem ganzen anderen Urban-Fantasy. Kleiner Tipp am Rande aber noch: Wer Twilight noch nicht gesehen/gelesen hat, dies aber noch gerne tun würde, sollte das Buch erst danach lesen, denn hier wird bei einem Kinobesuch viel, wenn nicht gar die ganze Handlung widergegeben. Die Idee des Autors, die er mit diesem Buch vermittelt, finde ich aber top. Es sollte öfters solche andersartigen Geschichten geben und nicht immer nur einen Abklatsch eines anderen Buches in anderer Form.

2,5 von 5 Punkten

 An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Autor  bedanken für die willkommene Abwechslung, die er mir beschert hat durch das Leseexemplar =)