Interview mit Heike Abidi posted by on 28. Februar 2013

Vor kurzem durfte ich wieder einer Leserunde bei lovelybooks beiwohnen – und zwar bei „Wahrheit wird völlig überbewertet“ von Heike Abidi. Dieser Roman hat mir dermaßen Lachtränen beschert und ein Dauergrinsen, dass ich doch unbedingt mehr über die Autorin erfahren musste. Kurzerhand hab ich sie also zu einem Interview für meinen Blog eingeladen – und hier ist es! =) Zusammen mit ihrem Co-Autor Luke hat sie mir bereitwillig die neugierigen Fragen beantwortet:

Foto Luke (Heike Abidis Hund)

Foto Heike Abidi

Wie kamst du zum Schreiben?

Das muss passiert sein, kurz nachdem ich lesen gelernt habe. Erste Schreibversuche startete ich schon mit acht Jahren. Damals wollte ich die jüngste Autorin der Welt werden. Na ja, das hat nicht ganz geklappt, aber besser spät als nie.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir aus? Erzähle uns etwas von dir!

Wie du schon sagst: ziemlich normal. Ich arbeite in meinem Homeoffice. Meistens beginne ich kurz vor 8 Uhr morgens – Feierabend ist frühestens um 17 Uhr, meist später. Im Hauptberuf bin ich freiberufliche Werbetexterin. An den Büchern arbeite ich zwischendurch, wenn die Auftragslage es erlaubt, oder abends. Zum Glück zwingt mich Luke, unser Hund, zwischendurch zu einer kleinen Pause, sonst säße ich den ganzen Tag nur am Schreibtisch! Die Spaziergänge durchlüften mein Gehirn und bringen oft die besten Ideen …

Wusstest du schon immer, dass du einmal ein Buch schreiben wirst?

Seit ich die Welt der Bücher für mich entdeckt habe: ja. Dass ich eins schreiben würde, auf jeden Fall. Aber nicht, dass ich es auch veröffentlichen würde. Das konnte ich nur hoffen.

Welches Genre liest du selbst am liebsten, wer sind deine Lieblingsschriftsteller?

Sehr unterschiedlich! Zunächst einmal liebe ich Krimis, vor allem humorvolle, wie die von Andreas Föhr, oder skandinavische. Ich bin großer Fan der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson und bedauere es sehr, dass sie nach deinem tragischen und viel zu frühen Tod nicht fortgesetzt wird. Daneben mag ich auch ins Absurde gehende Bücher mit richtig schrägem Humor. Dazu gehören die „Anhalter“-Romane von Douglas Adams ebenso wie die Romane des Finnen Arto Paasilinna (zum Beispiel „Der wunderbare Massenselbstmord“ oder „Der Sommer der lachenden Kühe). Und natürlich lese ich auch gerne gut erzählte Geschichten über Menschen und ihre Schicksale wie die Romane von Anne Tyler oder John Updike.

Hörst du Musik beim Schreiben oder welche Atmosphäre ist dir am liebsten?

Wenn ich plotte, ein Exposé schreibe oder den Ablauf einer Geschichte durchplane, brauche ich Ruhe. Beim eigentlichen Schreiben vertrage ich leichte Ablenkung nicht nur, ich finde sie sogar hilfreich. Am liebsten sitze ich dabei mit meinen Männern (Mann, Sohn, Hund) zusammen im Wohnzimmer vor dem Fernseher – idealerweise läuft Fußball. Dann fließen die Gedanken!

Bist du eher Fan von eBooks oder Papierbüchern?

Bisher kenne ich fast ausschließlich Papierbücher. Letztes Jahr habe ich mir einen E-Book-Reader zum Geburtstag gewünscht und ihn auch bekommen. Getestet habe ich ihn mit „Er ist wieder da“ von Timur Vermes. Ein herrliches Buch, und ich kann mir kaum vorstellen, dass mir das Lesen der Papierversion noch mehr Spaß gemacht hätte. Ich sehe E-Books als nette Variante an, die das Papierbuch – für mich – sicher nie ganz ersetzen wird, aber in manchen Situationen eine praktische Alternative darstellt.

Bei deinem Roman „Wahrheit wird völlig überbewertet“ wird viel geschwindelt – ging dir das Schreiben hier leicht von der Hand bzw. kamen die Einfälle hierzu zugeflossen oder wie kam dir die Idee zu diesem Roman?

Die Idee dazu entstand mitten auf dem Feld bei einem Hundespaziergang. Sie kam einfach angeflogen, genauer gesagt: Sie entstand aus einer Was-wäre-wenn-Frage – und die sind mir sowieso die liebsten. Wenn die Grundidee bzw. der Grundkonflikt einmal steht, dann ergeben sich daraus automatisch jede Menge mögliche Verwicklungen und komische Situationen.

Was meinst du – eine kleine Notlüge zwischendurch darf sein oder soll man lieber bei der Wahrheit bleiben? =)

Notlügen sind sehr verbreitet, manchmal sind sie notwendig, um jemanden nicht zu verletzen, um einfach höflich zu sein. Das finde ich nicht verwerflich, auch wenn ich selbst sehr zum Ehrlichsein neige. Das ist für meine Mitmenschen nicht immer so leicht. Ich wette, sie wünschen sich, ich würde öfter mal die ein oder andere Notlüge verwenden.

Sind deine Charaktere in Büchern realen Personen entsprungen oder der reinen Fantasie?

Reine Fantasie! Alle! Damit niemand etwas anderes vermutet, dichte ich meinen Heldinnen meist Schwestern an, denn ich selbst habe nur Brüder. Okay, vielleicht wird es irgendwann auch mal Geschichten von mir geben, in denen Brüder vorkommen, aber das sind dann definitiv nicht meine.

Machst du dir Notizen zwischendurch oder fließen dir die Wörter nur so zu?

Ich strukturiere jeden Roman durch und notiere mir, was in jedem Kapitel vorkommen soll. Aber alles ganz kurz und knapp, ungefähr auf einer halben Seite pro Kapitel. Und dann schreibe ich. Notizen mache ich mir selten, und wenn, dann tippe ich das gleich in die Datei an die richtige Stelle. Meine Handschrift ist für echte Notizen zu unleserlich 

Was für ein Gefühl hast du dabei wenn du den letzten Satz, das letzte Wort, deines Buches niederschreibst?

Einerseits erleichtert und froh, andererseits ist es ein seltsam leeres Gefühl. So ähnlich, wie wenn man ein Buch ausgelesen hat, das einem besonders nahe gegangen ist.

Wie würdest du dich selbst in drei Sätzen beschreiben?

In drei Worten vielleicht so: Ideenreich. Planvoll. Lebensfroh.

In drei Sätzen? Okay:

In mir sind jede Menge Geschichten, die herauswollen.

Mir ist wichtig, dass man sich auf mich verlassen kann.

Lachen macht glücklich, frei, entspannt, locker, kreativ …

Was wolltest du schon immer einmal an uns Leser loswerden?

Ich freue mich immer riesig über Rezensionen, natürlich vor allem über gute. Dabei ist es gar nicht wichtig, wie lang die Rezension ist und wie genau sie den Inhalt zusammenfasst. Was mich – und vielleicht auch potenzielle Leser – viel mehr interessiert, ist, wie das Buch gewirkt hat. Welche Gefühle hat es geweckt, wie gut hat es unterhalten, worüber musste man grinsen, warum würde man es empfehlen. Oder auch nicht empfehlen. Aber das wollen wir doch mal nicht hoffen …

Vielen lieben Dank Heike für deine Geduld mit den neugierigen Fragen und die darauf sehr interessanten Antworten und für den kurzen Einblick in das Leben einer Autorin! =)

 

Robert Wolfe – Glits posted by on 24. Februar 2013

Was würden die Menschen tun, wenn ein fremdes Wesen, das dem Mensch ähnlich sieht auftaucht? Richtig! Erst einmal würden sie es ignorieren und so tun, als wäre es ein Mensch mit Behinderungen oder aus einem Eck der Erde, welcher noch nicht erkundet wäre. Doch was, wenn sich herausstellt, dass davon nichts wahr ist und wir es mit einem wirklich fremden Wesen zu tun hätten?

Autor: Robert Wolfe
Titel: Glits
Verlag: Thienemann Verlag
Genre: Jugendliteratur/Fantasy
Empfohlenes Alter: 13-16 Jahre
Erscheinungsdatum: 08.02.2013
Seitenanzahl: 288 Seiten
Format: Broschur
Preis: 13,95 €

Wie aus dem Nichts taucht ein fremdartiges, menschenähnliches Wesen auf. Es ähnelt den Menschen, nur gibt es walähnliche Laute von sich, die keiner versteht – sie nennen das Wesen Glits. Die Staatsmacht aktiviert den Geheimdienst, um herauszufinden, was für ein Wesen das ist und woher es kommt. Es stellt sich heraus, dass nur einige Jugendliche dieses verstehen können – hier gehören Jay und Rachel hinzu, welche bald darauf mit dem Glits unterwegs sind…

Als erstes wird Jay vorgestellt, ein nicht gerade beliebter Jugendlicher, welcher dem Leser auch erst etwas unsympathisch erscheint. Doch eigentlich kann man hier auch Mitleid empfinden, denn er wird gehänselt und versucht sich so seine eigene Welt zu schaffen, indem er sich von allem möglichen abgrenzt. Als er dann auch noch den Glits versteht ohne sich anzustrengen, sind alle ratlos – allen voran er. Das Wesen weckt hier doch sein Interesse und er lässt sich mit dem Geheimndienst ein.

Auch zwei andere Jugendliche und Rachel werden hinzugerufen. Diese haben das Wesen ebenfalls verstanden. Von den ersteren zwei hört man nicht mehr viel, aber Rachel spielt dann doch eine Rolle. Sie und Jay laufen mit dem Glits weg. Rachel ist eine eher unsympathische Person, zickig, arrogant und immer beleidigend. Leider gibt das der Atmosphäre des Buches einen Dämpfer sowie auch die ständigen Streitereien zwischen Jay und Rachel.

Jay spricht irgendwann die Sprache des Glits. Warum? Und was ist der Glits überhaupt? Mit diesen Fragen hält der Autor die Spannung des Buches aufrecht – der Leser wird regelrecht durch die Zeilen getrieben, nur um auf diese Fragen endlich eine Antwort zu erhalten. Als sich die Situation zuspitzt und die drei abhauen, tauchen neue Fragen auf. Wo gehen sie hin, was haben sie vor? Was für eine Rolle spielt der Glits bei den Gefühlen der Jugendlichen?

Gut umgesetzt sind Jays Gedankengänge – er denkt öfters in Metaphern und stellt so Vergleiche her zu der Welt, wie sie ist. Er versucht sie dem Glits so zu erklären und durch die Blume erkennt auch der Leser, was Jay damit aussagen will. Außerdem ist es bewundernswert, was für einen starken und zugleich schwachen Charakter Jay doch hat, er ist außergewöhnlich reif für sein Alter und denkt immer schon weiter als so manch anderer.

Nach der Flucht passiert nichts Überraschendes mehr, die Handlung wird weitgehend meist wiederholt, nur etwas anders. Natürlich ist der Glits die Attraktion schlechthin, alle wollen ihn sehen und mehr von ihm erfahren. Alle fühlen sich ihm verbunden, fühlen sich gut in seiner Nähe – doch was ist er oder es?

Durch den leichten Schreibstil des Autors kommt der Leser schnell ans Ende, auf welches er hofft., dass er hier mehr über dieses Wesen erfährt bis dahin. Denn die Frage danach brennt nicht nur den Charakteren auf der Zunge, sondern nun dem auch neugierigen Leser.

Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen, es war nett für Zwischendurch, es hatte eine Spannung, die aber wieder etwas abgeflacht ist durch die Wiederholung der Handlung. Das Ende konnte mich hier auch nicht umstimmen, denn es ließ mich mit einem Stirnrunzeln zurück.

Das Buch lässt sich gut lesen, man ist schnell am Ende durch den leichten jugendlichen Schreibstil und auch die Spannung ist vorhanden. Für Jugendliche, die nicht so viel Anspruch in das Buch legen und gerne auf ein Abenteuer gehen mit zwei Jugendlichen und einem fremden Wesen, ist das Buch allemal eine Empfehlung wert!

3 von 5 Punkten

Heike Abidi – Wahrheit wird völlig überbewertet posted by on 23. Februar 2013

Jaja, die Frauen und ihre Problemzonen – nicht, dass die Männer die nicht auch hätten, sie machen sich nur weniger Gedanken drum und reden nicht drüber. Grundsätzlich denken mehr Frauen als Männer, sie hätten zuviel auf den Rippen und machen sich Sorgen. In Heike Abidis Roman „Wahrheit wird völlig überbewertet“ wird die Protagonistin durch ein Missverständnis sogar für schwanger gehalten…

Autor: Heike Abidi
Titel: Wahrheit wird völlig überbewertet
Verlag: Droemer-Knaur
Genre: Unterhaltung
Erscheinungsdatum: 01.02.2013
Seitenanzahl: 368
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99 €

Friederike hat ein paar Kilos zuviel, was ja nicht so schlimm wäre. In einem Meeting aber wird sie doch tatsächlich gefragt, ob sie schwanger wäre. Anstatt dies abzustreiten, fällt ihre Antwort missverständlich aus und ihre Röllchen werden nun für eine heilige Brutstätte gehalten. Sie möchte das Missverständnis nur zu gerne aufklären, doch es ergibt sich einfach kein gescheiter Moment, in welchem sie das könnte und schon ergibt sich ein Lügengeflecht, aus dem nicht mehr gut herauszukommen ist…

Die Autorin führt den Leser direkt in Friederikes Leben ein, wie sie vor dem Spiegel steht und ihre Figur beobachtet. Natürlich ist sie zu dick – und natürlich finden sich wir Leser uns wieder in ihr! Die ersten Sätze entlocken dem Leser schon einige Lacher und man findet sich bald in jeder Situation wieder und fühlt direkt mit Friederike mit.

Obwohl Friederike anfangs nur am Meckern ist, ist sie einem sofort sympathisch, ist man ihr doch gar nicht so unähnlich in den Gedankengängen. Als sie sich in ihr Lügengeflecht verstrickt, fühlt man mit ihr, auch wenn man bestimmt anders gehandelt hätte.

Ihre beste Freundin Carla, die in Sydney sitzt, hält von dieser Lüge gar nichts und sagt ihr das auch. Friederike will davon aber nichts wissen, da sie auf Grund dessen befördert wurde in ihrem Job und das natürlich nicht aufgeben mag. Als Leser fragt man sich hier, wie das wohl enden wird? Das kann ja nur eine Katastrophe geben!

Die Namen der Tiere, der Papagei namens Barnabe und die Katze namens Gorbatschow, sind auch schon ein Brüller. Wer kennt schon einen Papagei, der bellt und meint er wäre ein Hund? Lustig, dass er gerade seine Sprache wieder findet, als die Katastrophe seinen Lauf nimmt.

Die Lacher sind auf jeden Fall vorprogrammiert – und das auf jeder Seite ein Dutzend Mal! Die Autorin hat hier eine so sympathische, verkorkste aber auch menschliche Person geschaffen, die man nur lieb haben kann. Die liebe Autorin hat einen ausgereiften Humor, den sie in das Buch einfließen lässt und den Leser so ständig zum Schmunzeln und Lachen bringt. Trotz, dass die Geschichte eigentlich irgendwann einen traurigen Lauf nimmt, da die Protagonistin sich so sehr in ihr Lügengebilde verrennt und mittlerweile auch ein Doppelleben führt, kann man nicht anders, als mit und über sie zu lachen, da diese einfach immer das Beste daraus macht und sie doch einfach immer ins nächste Fettnäpfchen schlittert. Wie es der Zufall will, haut sie immer noch einen drauf! Wenn man denkt, es geht nicht mehr – geht immer noch mehr!

Der leichte Schreibstil, die vielen witzigen Situationen, die liebenswürdie Protagonistin und ihr Umfeld – es passt einfach alles so perfekt zusammen, dass das Buch ein richtiges Highlight ist und man im Prinzip fast traurig ist wenn es endet. Man ist mit der Geschichte und den Personen so zusammengewachsen, man wollte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen und man merkte gar nicht, dass man am Ende angelangt ist. Es sind einige Tränchen geflossen, aber aus Traurigkeit? Nein! Durch Zurückhalten laut Lachens und Schmunzelns! Klar überlegt man sich zwischendurch, wie weit man wohl mit so etwas durchkommt und wie das wohl in der Realität wäre – aber uns liegt hier ein wunderbar, leichter mit nur so von Humor strotzender Roman vor, bei welchem man schon derartig gespannt ist, wie das wohl endet und man sich die eine oder andere Katastrophe ausmalt.

Ein bisschen Liebe, ein bisschen Katastrophe, ein bisschen Muttergefühle und Beruf unter einen Hut zu bringen, dazu noch andere weibliche Problemchen und das gut umgesetzt in lustige Situationen sowie fantasiereiche „Lösungen“ und liebenswerte Leute – alles gesalzen mit einer großen Sparte Humor – macht das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Der Titel des Buches passt so gut zum Buch, da würde kein anderer passen!

Eine klare, eindeutige Leseempfehlung an die Leser, womöglich eher die Frauenfront, die mit einer riesigen Portion Humor umgehen kann, am besten selbst viel davon besitzt und viel Fantasie spielen lassen wollen! Die Autorin hat mit ihrem Werk eine super Unterhaltung geschaffen, wo wir doch hoffen wollen, dass es bitte, bitte bald Nachschub gibt! Bei mir wandert das Buch eindeutig in die Topliste der gelesenen Bücher!

5 von 5 Punkten

Zwei neue Einzüge posted by on 21. Februar 2013

Heute hatte ich zwei Bücher in der Post, für welche alsbald schon Rezensionen folgen! Ich freue mich schon sehr, diese zu lesen:

Lisa Ballantyne – Der Schuldige:

„Daniel Hunter arbeitet als Anwalt in London und ist auf die Verteidigung von Jugendlichen spezialisiert. Als er den Fall des elfjährigen Sebastians übernimmt, der des Mordes an dem achtjährigen Ben angeklagt ist, ändert sich sein Leben. Je mehr Daniel in die schmutzigen Tiefen von Sebastians problematischem Familiendrama eintaucht, desto mehr erinnert er sich an seine eigene Kindheit, die er in verschiedenen Pflegefamilien verbracht hat, und an seine Adoptivmutter Minnie. Ihre Liebe hat ihn damals gerettet, bis auch sie ihn bitter enttäuschte. Aber was hat Minnie getan, dass Daniel sie vor fünfzehn Jahren aus seinem Leben verbannte? Und ist er als Anwalt überhaupt noch objektiv genug für diesen schwierigen Fall?“

Meg Cabot – Jenseits:

„Als Pierce Oliviera mitten im Winter in einen eiskalten Pool stürzt, stirbt sie. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben – und können sie schließlich retten. Ein Wunder der Medizin, denken alle. Doch Pierce weiß es besser. Denn ihre Seele war an einem anderen, sehr unheimlichen Ort: der Unterwelt. Und nur durch einen Trick ist sie dem Herrscher über jene Welt entkommen. Niemand glaubt ihr, doch Pierce hat einen Beweis, dass sie dort war: Eine Kette, die gegen das Böse schützen soll, ein Geschenk des mysteriösen John Hayden, den sie dort traf. Doch was, wenn John das Böse ist?“

Am liebsten würde ich alles auf einmal lesen, aber das geht ja nicht und man bekommt nichts mit so =)

Ayla Pape – PlantGirl posted by on 19. Februar 2013

Kein Mensch macht sich Gedanken, wie wir mit den Pflanzen umgehen und was es bewirken könnte, wenn wir weiterhin so umgehen mit ihnen wie bisher. Was wären wir ohne die Pflanzen? Sie können ohne uns auskommen, doch wir wohl kaum. Ayla Pape hat in ihrem Ökothriller genau dieses Thema behandelt und so einen realitätsgetreuen Thriller erschaffen.

 

Autor: Ayla Pape
Titel: PlantGirl
Genre: Ökothriller/Fantasy
Erscheinungsdatum: 03.01.2013
Seitenanzahl: ca. 255
Format: eBook
Preis: 5,14 €

Chloe ist Studentin in Biochemie, sie glaubt nur an Sachen, die sie sehen und anfassen kann und an nichts unerklärliches. Als sie einen Unfall mit ihrem Kollegen Mathew hat, fängt sie an sich zu verändern. Sie kann auf einmal mit Pflanzen reden und sie selbst wird teilweise zu einer solchen. Gleichzeitig werden immer mehr Wissenschaftler auf die Genmanipulation aufmerksam und wollen damit ihr großes Geld scheffeln – kost es, was es wolle!

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, welchem dem Leser den Einstieg leicht macht. Man findet sich eigentlich sofort in Chloes Leben wieder, es wird kurz über sie erzählt und dann kommt es auch schon zu dem besagten Unfall. Hier waren sie und Mathew auf dem Weg, um Dinge an Pflanzen zu testen. Was ja genau passt, dass diese dann so Auswirkungen haben. Chloe wird nicht nur ein halber Arm amputiert, sie bekommt auch noch die Fähigkeit mit den Pflanzen zu kommunizieren und wird selber fast zu einer!

Anfangs ist es etwas schwer, sich Chloe vorzustellen. Man kommt sich vor, als wäre man nur ein ferner Beobachter, da sie etwas zu oberflächlich dargestellt wird. Nach und nach bekommt man aber ein Gefühl für sie und fühlt sich ihr immer mehr verbunden. Es wird einem mit der Zeit leicht, sich in ihre Gedanken hineinzudenken und zu erraten, was sie als nächstes plant.

Wenn Mathew am Anfang wirklich nett herüberkam, so wird er durch diesen Unfall nur ein von Hass zerfressener Mensch, der wirklich vieles zerstören könnte – was er sich so auch zunutze machen will. Wir lernen ihn erst richtig im Verlaufe des Buches kennen.

Die Firma, welche den Samen auf den Markt bringt, der überhaupt erst alles zum Rollen bringt, lernen wir nur kurz kennen. Man kommt aber immer wieder mit den agierenden Personen der Firma in Verbindung. Sei es hier Marvin, der von der Geschäftsführung benutzt wird als Trottel, welcher später nur abgeschoben werden muss, damit er von der Bildfläche verschwindet. Oder aber Unterberger, welchen man sich genau als fiesen Chef vor Augen führen muss, welcher er auch ist. Und dann ist da noch Jack – eine mysteriöse Person, bei welcher man sich oft fragt, ob wirklich alle diesen sehen oder ob er nicht nur ein Hirngespinst von Marvin ist. Hier werden wir eines besseren belehrt.

Für diesen Roman hat die Autorin mit Sicherheit viel Recherche betrieben, das ganze Wissen um die Pflanzen und Genmanipulationen – sehr gut herausgearbeitet! Sie zeigt uns mit ihrem Ökothriller, was passieren kann und eigentlich ist es ja auch ein hochbrisantes Thema. In der Wissenschaft wird doch schon länger an genmanipulierten Pflanzen herumgedoktort, das hört man auch in den Nachrichten.

Sprachlich ist der Thriller leicht zu verstehen und alles ist gut erklärt, uns liegt hier nicht nur ein Ökothriller für Erwachsene vor, sondern auch für die Jugendlichen, welche sich nach dieser Lektüre bestimmt auch so ihre Gedanken machen würden. Der Schreibstil ist leicht gehalten und es gibt viele erfrischende Dialoge zwischen den Charakteren, welche Spaß machen zu lesen, auch wenn es sich um ein ernstes Thema dreht.

Mit der Zeit wachsen einem alle ans Herz in dieser Geschichte und man weiß auch gleich, wen man hier nicht mögen sollte – es entsteht ein Lesefluss, welchen einen bis zum Ende durchlesen lässt. Zudem macht man sich viele Gedanken um die Hintergründe der Geschichte, was wäre, wenn es wirklich so wäre? Wie gehen wir mit der Umwelt um und wie kann man dies verbessern, um einen Krieg zwischen Mensch und Pflanze zu verhindern?

Es gibt kleine Schwächen im Thriller, welche aber nicht der Rede wert sind und auch den Lesefluss und die Spannung in keinster Weise stören. Das Ende ist zwar abgeschlossen, aber einige Merkmale in der Geschichte lassen vermuten, dass es weitergeht, worauf ich schon sehr gespannt bin!

Ein Thriller, wie wir ihn nicht kennen – mit Fantasy gepaart und allerlei zum Nachdenken, ich kann den Ökothriller mit gutem Gewissen an Leser, welche nicht nur dahinplätschernde Literatur ohne Nachzudenken mögen!

4 von 5 Punkten

Fündig geworden…. posted by on 18. Februar 2013

Ja, das bin ich heute beim Fluss! Und zwar sind mir einige eBooks über den Weg gelaufen, die teilweise  für kurze Zeit gratis sind. Ich hätte wohl auch zugeschlagen, wären sie es nicht, da sie sich wirklich super anhören! Hier sind sie:

Hans-Jürgen Schlamp – Ciao Mayer:

„Massimo Mayer, 36 Jahre alt, 1,90 Meter groß, 94 Kilo schwer, strohblond, ist Römer. Er ist dort geboren, hat eine römische Mutter, aber zu seinem Leidwesen einen deutschen Vater. Für Freunde und Kollegen ist er deshalb „der Deutsche“. 
Diese Menschen aus dem Norden sind, das weiß jeder Römer, fleißig und pünktlich. Doch Massimo hat Mühe, solche Erwartungen zu erfüllen.
Als Reporter einer römischen Zeitung soll er die Hintergründe eines scheußlichen Verbrechens recherchieren: Ein junger, bekannter Fußball-Profi wird von Kampfhunden zerfetzt aufgefunden. Hat er sich mit der Mafia eingelassen, die Schiedsrichter, Spieler, Trainer besticht und mit illegalen Sportwetten Millionen verdient? 
Mayer trifft auf brutale Schläger und eine allzu aufregende Pressesprecherin, auf einen kleinen Dealer und einen großen Fotografen, auf Polizisten und Zocker – und auf Mama, die eine Etage unter ihm wohnt und göttlich kocht.“

Heike Koschyk – Der Duft der Aphrodite:

„Die junge Werberin Helena Jacobi gerät während ihres Urlaubs an der Côte d’Azur unvermittelt in einen tödlichen Fall. Ein Unbekannter drückt ihr im Hafen von Monaco ein kleines Päckchen in die Hand, sagt: „Wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist, rennen Sie“, und stürzt davon. Und schon steckt Helena mitten in einer mörderischen Jagd auf eine legendäre Parfümformel aus dem 19. Jahrhundert. Denn diese ist nicht nur Millionen wert – sie könnte sogar die Welt verändern …“

Holly Day – Henry – Das Buch mit Biss:

„Die traurige Nachricht zuerst: Ich bin tot.
Aber kein Grund zur Sorge, ich habe mich damit arrangiert und ich erfreue mich bester Gesundheit – bis auf Kleinigkeiten wie einen Puls. Mehr noch, ich bin verliebt. Doch hier kommt der Haken.
Sie, das Mädchen meiner Träume, ist es nicht. 
Zumindest nicht in mich.
Mein Name ist Henry, und für den Fall dass mein Verhalten im Folgenden peinlich, überzogen oder einfach nur total bescheuert erscheint, soll gesagt sein: Es ist nicht einfach 17 zu sein. 
Schon gar nicht für immer.“

Anne Freytag – 434 Tage:

„Das ist die Geschichte von Anja. Und die von Tobias. Aber eigentlich noch mehr von Julian…

Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie nach Jahren Julian wieder trifft. Was sie in diesem Augenblick noch nicht ahnt, ist, dass diese Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat…“

Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei? Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf diese Bücher! =)

Samantha Young – Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht posted by on 17. Februar 2013

Wir alle kennen die Frage des Vertrauens, es ist nicht leicht und irgendwie möchte man es ja doch zu Menschen aufbauen. Schwieriger wird es dann noch, wenn Liebe und Sex eine Rolle dabei spielen, was das Misstrauen hier nur noch mehr entfacht. Die Autorin Samantha Young beschreibt in ihrem Besteller „Dublin Street“ die besondere Zuneigung zweier Menschen und wie diese miteinander umgehen und mit der Situation fertig werden. Endlich wurde der Roman ins Deutsche übersetzt und ermöglicht den Lesern so ein prickelndes Abenteuer.

Autor: Samantha Young
Titel: Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht
Originaltitel: On Dublin Street
Verlag: Ullstein
Genre: Unterhaltung/Belletristik/Liebesroman
Erscheinungsdatum: 15.02.2013
Seitenanzahl: 432
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

Jocelyn Butler, kurz Joss genannt, ist jung, sexy und hat ein Leben, das manch junge Menschen sich nur träumen können. Doch auch sie hat ihr Päckchen zu tragen, sie hat ihre Eltern und ihre Schwester durch einen Unfall verloren und schlägt sich nun allein durch ihr Leben in Schottland. Da sie niemandem mehr vertraut, ist es ihr nicht einfach, Zugang zu neuen Leuten zu finden. Da zieht sie als neue Mitbewohnerin bei Elli ein und lernt deren attraktiven Bruder Braden kennen. Kurz über lang fangen die beiden eine Affäre an – doch Braden möchte mehr von ihr, er will ihr Herz erobern. Kann sie nochmals jemand vertrauen und lässt sich darauf ein?

Sofort ist man im Lesefluss drin, wenn man die ersten Seiten schon aufschlägt und anfängt zu lesen. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, die Übersetzung ins Deutsche wurde hier sehr gut ausgeführt. Man fühlt sich lebendig bei der Geschichte dabei, auch die Charaktere sind sehr bildhaft dargestellt. Zu der Protagonistin Joss bekommt man sofort einen Bezug und sie wird einem auch gleich sympathisch. Die prickelnden Szenen zwischen ihr und Braden lassen selbst dem Leser eine kleine Gänsehaut über den Arm jagen. Die Dialoge sind kurz und knackig – genau richtig, um die Szenen darstellerisch als Kino im Kopf durchgehen zu lassen. Man hat alles direkt vor Augen und denkt, man wäre als stiller Beobachter mitten im Geschehen. Auch wie Braden beschrieben wird, man kann nicht anders, als ihn einfach zu mögen.

Elli ist eine gute dargestellte Person in der Geschichte. Sie fügt zusammen, was zusammengehört und nimmt den Teil der ratgebenden Persönlichkeit in der Geschichte wahr. Wir selber erkennen uns bestimmt auch in vielen Situationen der Charaktere – es ist manchmal so alltäglich und dann doch wieder sehr aufschlussreich, was alles passieren kann.

Doch Braden und Joss sind hier die Hauptpersonen, insbesondere Joss. Eine von der Vergangenheit geprägte Person, die jedem mit Misstrauen begegnet und erst einmal alles abweist, was ihr in die Quere kommt – so auch Braden. Als die zwei sich in ein hemmungsloses Arrangement, das nur aus Sex und gesellschaftliche Abende besteht, stürzen, kann der Leser sich denken, dass das auf Dauer nicht gut geht. Ihre Gefühle und Gedanken sagen und schreien es die ganze Zeit und als Leser denkt man sich die ganze Zeit, wieso tun sie sich das an?

Man muss schon sagen, das Buch hat eine eigene richtige Spannung, hierzu bedarf es keinen Thrillermomenten. Jeder kennt die Situationen im Leben, in welchen er vor neuen Herausforderungen steht und sei es auch die Liebe, welche man nicht wahrhaben möchte oder bewusst verdrängt. Die Autorin hat mit ihrem Liebesroman ein Erlebnis des grandiosen Kopfkinos geschaffen für den Leser, man fiebert ständig mit, dass es hoffentlich gut ausgeht. Das Buch löst beim Leser viel Gefühl aus und so bleibt auch die eine oder andere Träne nicht aus, sowie ein Schmunzeln zwischendurch über die urkomischen Situationen zwischen den Charakteren.

Mehr will ich euch nicht verraten, das Buch hat es bei mir auf jeden Fall in die TOPS geschafft – so selten wie ich Liebesromane auch lese, dieser hat es mir besonders angetan!

Vorsicht Ladys – euch könnte heiß werden bei dem Buch, es strotzt nicht nur vor lauter Liebe, sondern auch sehr viel Erotik! Was mich aber nicht davon abbringt, es euch ans Herz zu legen, es zu lesen – genau das richtige für kalte Zeiten im kuschligen Bett!

5 von 5 Punkten

Ein Schwung Neues for me oder das Regal posted by on 15. Februar 2013

Lang hat es nicht gedauert, war ja klar – hier meine neuen Bücher:

Isabella Falk – Die Gräfin der Wölfe:

„Die lebenslustige und intelligente Prinzessin Amalia von Falkenstein, geboren 1682, lebt in einer Zeit, die geprägt ist von Hexenglauben und aufkommender Vampirhysterie. Die Tochter des Fürsten von Torgelow ist mit einem unglückseligen Makel geschlagen, doch obwohl sie deshalb unter ihrem Stand heiraten muss, ist sie glücklich über ihre Vermählung mit dem Grafen von Falkenstein. Voller Vorfreude auf ihr neues Leben zieht sie mit ihm auf seine Burg. Der Einzug durch das Kleine Dorf wirft dunkle Schatten auf ihre junge Liebe. Ein missgestaltetes Kind wird geboren, kaum dass der Graf und Amalia die kleine Gemeinde passiert haben. Die abergläubigen Dörfler geben der neuen Gräfin die Schuld. Amalias Stand wird immer schwerer, und als sie beginnt, die Milch von Wölfen zu trinken, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern, ist es um die Loyalität der Dorfbewohner vollends geschehen. Aberglaube, Gehässigkeit, Furcht und mangelndes Mitgefühl reißen Amalia in tiefe Verzweiflung. Schließlich diagnostiziert der langjährige Hofarzt ihres Gemahls auch noch die teuflische Krankheit: Vampirismus!“

Susan Hubbard – Das Zeichen des Vampirs:

„Bislang hat Ariella Montero sich nicht daran gestört, dass der Vater sie über die Maßen behütet und von der Umwelt abschirmt. Doch als sie 13 wird, spürt sie, wie in ihr eigenartige Veränderungen vorgehen. Sie beginnt, Fragen über sich und ihre Herkunft zu stellen – und kommt allmählich der Wahrheit näher: Ihr Vater wurde kurz vor ihrer Geburt durch einen Biss zum Vampir und jetzt, in der Pubertät, deuten erste Anzeichen darauf hin, dass auch Ariella Vampirin ist …
Eines Nachts wird Ariellas beste Freundin Kathleen ermordet aufgefunden und vieles deutet darauf hin, dass es Ariellas Vater war, der an ihr seinen Blutdurst gestillt hat. Oder war es Ariella selbst? Als die Polizei zu ermitteln beginnt, flieht Ariella nach Süden, begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter – und wird dort mit dem wahren Geheimnis ihrer Familie konfrontiert …“

Die folgenden zwei habe ich gewonnen für Leserunden bei lovelybooks, worüber ich mir noch immer einen Keks freue =) An ersterem bin ich bereits dran, woraufhin demnächst eine Rezension folgt! Das andere dürfte bald eintreffen, was ich dann auch gleich in Angriff nehmen werde:

Ayla Pape – PlantGirl:

„Chloe ist eine Biochemiestudentin. Sie ist Wissenschaftlerin und skeptisch gegenüber unerklärlichen Phänomenen. In ihren Augen ist alles beweisbar. Umso mehr kommt sie ins Grübeln, als ihr Körper seltsame Symptome zeigt, die ihr kein Mediziner erklären kann: Sie verwandelt sich immer mehr in einen Pflanzenmenschen.
Zeitgleich wird die Genmanipulation in den Händen korrupter Wissenschaftler zu einer Waffe. Das empfindliche Ökosystem der Welt ist bedroht und gleitet immer mehr einer Katastrophe entgegen. Wie schön wäre es, eine Superheldin könnte ihnen das Handwerk legen?“

Heike Abidi – Wahrheit wird völlig überbewertet:

„Friederike Engelbrecht, beinahe 40, ist Single ohne Katze, dafür mit mehr als nur ein paar Pfunden zuviel. Letztere sind schuld an allem! Denn bei einem wichtigen Meeting fragt ein Geschäftspartner mit Blick auf ihre üppige Körpermitte: »Wann ist es denn so weit?«, und Friederike antwortet geistesabwesend: »Im Sommer.« Sofort wird sie umarmt, beglückwünscht – und alle starren auf ihre nicht vorhandene Taille, die jetzt keine Problemzone mehr ist, sondern heilige Brutstätte. Zunächst ist es ihr peinlich, dann ergibt sich nicht der geeignete Moment für die Wahrheit – und schon hat sich Friederike in ein Lügengeflecht verstrickt, aus dem sie einfach nicht mehr rauskommt …“

Ich freue mich wie immer auf alle Bücher, die neu in mein Regal wandern – wann sie allerdings gelesen werden, ist eine andere Sache =) Mehr Zeit bitte, ein Tag von 24 h ist doch viel zu wenig, findet ihr nicht auch? =)

Neuer Verlag: bloomoon – ….unendlich gut lesen! posted by on 14. Februar 2013

Durch das Buch „Dance of the Shadows“ und auch durch die mal wieder sehr tolle Aktion von BdB wurde ich aufmerksam auf den Verlag bloomoon. Dieser hat besonders tolle Bücher, welche mich ein jedes fasziniert durch seine Beschreibung! Aber seht selbst, ich möchte euch den Verlag sehr gerne vorstellen:

bloomoon ist das neue Imprint für Jugendliteratur aus dem Hause arsEdition für Preteens ab zehn Jahren sowie für Junge Erwachsene. Ob einfühlsame ‚Coming of Age‘-Geschichte oder Liebesroman mit Social Media-Bezug, Humoriges aus dem Jungenalltag oder mitreißender Thriller mit Gänsehaut-Effekt – bloomoon ist bewusst vielfältig. Unsere Autoren beschreiben die Dinge aus ihrer jeweils eigenen Perspektive und öffnen dem Leser damit Türen zu anderen Erfahrungswelten. Durch welche er geht, ist ihm selbst überlassen – er kann sich mit unseren Büchern wegträumen in entlegene und skurrile Welten oder hierbleiben, ganz nah dran an der Wirklichkeit. Denn sowohl atemberaubende Biografien, fesselnde Thriller, leise Töne oder lautes Herzklopfen haben im neuen Imprint von arsEdition Platz.

Mehr Informationen und tolle Aktionen findet ihr auf www.bloomoon-verlag.de und www.facebook.com/bloomoonVerlag !

Aus dem aktuellen bloomoon-Verlagsprogramm wünsche ich mir aus allen Februar-Titeln, dass „Auracle“ von Gina Rosati demnächst bei Blogg dein Buch präsentiert wird.

Na, seid ihr auch schon genauso sehr gespannt  auf diesen neuen Verlag von arsEdition wie ich? Vorbeischauen und in den Neuerscheinungen stöbern lohnt sich auf jeden Fall! =)

Greta Zicari – Dämonenschicksal posted by on 13. Februar 2013

Dämonen – gibt es sie? Man weiß es nicht und manchmal will man sowas auch gar nicht wissen. Vieles bleibt besser im Verborgenen, so dass man nicht so viele Ängste haben muss. Im Roman „Dämonenschicksal“ der jungen Autorin Greta Zicari ist es normal, dass Dämonen um die Menschen wimmeln, es ist an der Tagesordnung.

Autor: Greta Zicari
Titel: Dämonenschicksal
Verlag: net-Verlag
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 20.09.2012
Seitenanzahl: 612
Format: Broschiert
Preis: 14,95 €

Um Himmels willen! – denkt der Leser gleich zu Anfang, wenn er die lange Liste der Namen der Personen sieht, die die Autorin gleich anfangs geschrieben hat. Doch es wird einem gleich klar, dass es schlimmer aussieht, als es ist – man findet schnell rein und auch die Personen prägen sich einem ein.

Man lernt die Waisenkinder Tartzys kennen, ein sympathischer Haufen. Sie treffen sich auch mit den anderen Waisenkindern aus dem Waisenhaus am anderen Ende der Stadt. Diese Kinder wurden ins Heim gegeben, da die Eltern in den Krieg ziehen mussten.

Mit ihrem bildlichen Schreibstil geleitet die Autorin den Leser Stück für Stück durch diese fantastische Welt. Auch wenn hier ein Krieg herrscht, hat man eine wunderschöne Landschaft vor Augen und viel Wesen, die man so nicht kennt. Dem Leser wird keine Grenzen für seine Fantasie gesetzt, es spielt sich alles gleich vor dem inneren Auge ab.

Der Roman erinnert manchmal etwas an einen historischen Zeitraum, man fühlt sich etwas zurückversetzt – doch die Sprache der Charaktere macht deutlich, dass dem nicht so ist. Es sind viele neuwertige Begriffe darin enthalten. Die Jugendlichen sind ihrem Alter auch weit voraus, die Autorin hat den Charakteren die nötige Stärke und Persönlichkeit zugewiesen. Das ist zugegebenermaßen wirklich nicht leicht bei so vielen verschiedenen Personen, dennoch ist es hier geschafft worden, was den Leser erfreuen mag.

Das Buch ist in mehreren Strängen gegliedert. Es erzählt einmal von den Waisenkindern rund um Yxes, Ry, Asure, Altin etc. aus Tarty, von Elrako und Furgal, die vom königlichen Hof fliehen und von Synarek, der bei den Dämonenbeschwörern haust und nur gehänselt wird von allen. Alle haben sie etwas gemeinsam – sie haben Angst vorm Krieg und fliehen daher. Bei Synarek sieht das etwas anders aus, er ist von allen auch der geheimnisvollste Charakter, der Leser hat seinen Spaß daran, mehr über ihn zu erfahren und wie es ihm weiterhin ergeht. Er hat Fähigkeiten, die an einen Dämonenbeschwörer denken lassen, doch woher er diese hat, kann er selbst nicht sagen, denn er wuchs von klein auf dort auf, wo er verhöhnt wird. An seine Kindheit hat er gar keine Erinnerung, liegt hier das Geheimnis?

Weiterhin wird von Zerroko und seiner guten Freundin Merinda erzählt, er kann Dämonen sehen und sie diese spüren. Bereits an dieser Stelle fragt man sich, was die Dämonen in dieser Geschichte bezwecken, irgendetwas muss passieren, wo diese ihre Hand im Spiel haben – das spürt man einfach!

Die Fantasy ist weder zu hoch gegriffen, noch zu flach – sie ist genau richtig gewählt und lässt einen richtig im Lesefluss versinken. Hat es einen einmal gepackt, vermag es einen nicht mehr loszulassen. So verfolgt man gebannt den Lauf der Dinge und wo es die Kinder/Jugendlichen hinzieht und was aus ihnen wird. Mit jeder Zeile wird es spannender und man kann dem Verlauf nur noch mit gespannten Augen folgen und fragt sich ständig, wann es wohl kracht oder wann die Personen eventuell aufeinander treffen?

Die Story ist aufgebaut, so dass junge und auch junggebliebene Fantasyfans diese geniessen können. Der Sprachstil ist leicht aufgebaut und lässt einen flüssig vorankommen, manchmal wirkt das viel Geschriebene jedoch doch bisschen zäh und man hakt an manchen Stellen. Man wird entführt in eine Welt voller Überraschungen und in welcher Dämonen an der Tagesordnung sind. Eigentlich ein Glück, dass das nicht der Wahrheit entspricht – doch, wer weiß, was sich so alles unter uns mischt?

Die losen Fäden schließen sich im letzten Drittel des Buches und es kommt einem auch nicht mehr so spanisch vor, warum die Autorin so viele Personen wählen musste für die Geschichte. Es erschließt sich einem, welche Rolle diese hier spielen. Auch der Titel des Buches wird einem gegen Ende klar und er passt wie die Faust auf das Auge, auch wenn man des Öfteren dachte, er kann doch gar nicht zu der Geschichte passen.

Für junge und junggebliebene Fans der Fantasy, die sich gerne in fremden Welten dahintreiben lassen möchten, ist dies das gefundene Lesefutter! Abschrecken lassen sollte man sich auf keinem Fall von diesem dicken Schinken, denn er hat es in sich!

4 von 5 Punkten