Yelena Black – Dance of Shadows posted by on 30. März 2013

Eine Balletakademie – für Liebhaber des Balletts willkommen, doch die die damit nichts anfangen können, unvorstellbar. Die Protagonistin des Buches „Dance of Shadows“ wird an der berühmtesten und besten Akademie aufgenommen, doch hat sie eher die Suche nach ihrer Schwester im Sinn als das eigentliche Tanzen.

Autor: Yelena Black
Titel: Dance of Shadows
Genre: Fantasy, Jugendliteratur
Verlag: bloomoon
Erscheinungsdatum: 05.02.2013
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Preis:  17,99 €

Vanessa hat nur ein Ziel – sie mag ihre Schwester finden, die genau wie sie auf der Ballettakademie in New York war. Aus einem unerfindlichen Grund ist diese aber auf einmal verschwunden. Vanessa glaubt nicht daran, dass sie tot ist und macht sich auf die Suche in ihrer Zeit auf der Akademie nach ihrer Schwester. Vanessa ahnt noch nicht, was für Ausmaße ihr Dasein auf der Akademie haben wird und das nicht alles so ist, wie es aussieht…

Man wird gleich in den mystischen Bann des Buches gezogen. Die Autorin hat einen leichten Schreibstil, der es dem Leser leicht macht, einzusteigen. Als junggebliebener Erwachsener ist es dann doch eher ein Buch für Jugendliche, das merkt man gleich. Aber das tut dem keinen Abbruch, es fesselt einen trotzdem und man möchte wissen, was passiert ist mit Margaret.

Das Cover zieht auch sofort das Augenmerk auf sich, es hat etwas Romantisches und Dämonisches zugleich. Auch der Prolog zeigt, dass es spannend werden könnte – was den Leser nur noch gespannter auf das Werk macht.

Vanessa ist eine normale Teenagerin, so hat es den Anschein. Eigentlich ist sie ziemlich reif für ihre 15 Jahre, zudem eine offene Person, die gleich Freunde findet auf der Akademie. Aber auch sie spürt, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Leser werden die Protagonistin gleich liebgewinnen und mit ihr mitfiebern. So kann es auch nicht lange dauern, bis der männliche Part der Story auf sie trifft – natürlich gut aussehend und wie ein Engel, wie auf sie geschnitten. Die Dreiecksbeziehung kann auch hier nicht ganz ausbleiben, denn es taucht ein weiterer Junge auf, zu dem sie sich gleichzeitig hingezogen wie abgestoßen fühlt. Irgendwie erinnert dies dann doch stark an House of Night, Shadow Falls Camp und andere ähnlich geschriebenen Fantasyromane von der Art und Weise, wie sich die Protagonistin zu welchen hingezogen fühlt.

Es kommen ziemlich viele Charaktere vor, manchmal hat man hier Probleme diese immer zuzuordnen, wer nun wer ist und wie diese ticken. Jeder hat aber seine Rolle und darf in dieser Geschichte einfach nicht fehlen, sonst wäre ein tiefes Loch in der Welt der Charaktere. Die Autorin hat diese schön ausgesucht und für den Leser gut dargestellt. Das Kopfkino macht gleich zu Anfang mit, man hat alles vor Augen und fühlt sich, als wäre man selbst dabei, wenn auch nur als Zuschauer der Geschichte.

Im Laufe der Geschichte passiert etwas mit Vanessa, sie wird dem Leser etwas unsympathisch durch ihre arrogante Art. Sie ist lang nicht mehr das offene, normale Mädchen, das sie zu Anfang war. Vor allem Zep und Justin umgibt hier die geheime Aura, welche sich auf Vanessa nicht gerade gut auswirken. Verbergen tun beide Jungen etwas, das sticht dem Leser ganz klar hervor. Genau dieses Wissen, das sie nicht ganz vorbringen durch ihre Taktiken und Gespräche, zieht den Leser nur noch mehr in den Lesefluss. Doch irgendetwas stört nach dem zweiten Drittel des Buches – es schwächt etwas ab, etwas zwischenmenschliches. Jedoch möchte man trotzdem wissen, was mit den Ballerinas passiert ist, die einfach verschwunden sind, was es mit der Ballettschule auf sich hat.

Der Schreibstil und die Art, wie die Autorin den Roman niedergeschrieben hat, machen es einem möglich, nahtlos von Zeile zu Zeile zu hüpfen. Man verliert sich in den Zeilen fast so wie die Tänzerinnen in ihrem leidenschaftlichen Tanz. Auf der Spur des Geheimnisses vergisst man die Welt um sich herum und nimmt nur noch das Geschehen innerhalb des Buches wahr. Die Autorin hat es geschickt eingefädelt, den Leser auf der Spannungskurve zu halten, seine Neugier zu entfachen und sich immer wieder aufs Neue zu fragen, was denn hier eigentlich los ist. Dass sich hier aber immer alles im Kreise dreht und es eigentlich wenig Neues hervorbringt, stört den Lesefluss dann doch etwas. Das Buch hätte gut 100 Seiten weniger haben können, in welchen die Handlung sich ja doch nur immer wiederholt.

Es ist erstaunlich, wie ein Buch mit derartigen Schwächen den Leser fesseln kann – so auch mich – denn es gibt immer wieder Widersprüche in den einzelnen Sequenzen. Sind Vanessas Freunde der Meinung, ihre Bedenken sind Humbug, Vanessa sieht das aber alles als sehr real an, wird im nächsten Kapitel der Spieß wieder umgedreht und es verhält sich genau anders herum. Entweder hat sich die Autorin hier verzettelt, wer hier eigentlich was glaubt oder aber sie hat dies mit Absicht getan, um den Leser zu verwirren – was ihr allerdings gelang. Man weiß langsam selbst nicht mehr, wer denn jetzt eigentlich an was glaubt oder eben nicht und ob man das für bare Münze nehmen kann, wenn wieder irgendwer mit etwas hervorkommt.

Ganz klar für das Buch sprechen die knisternden Gefühle der Charaktere, diese sind gut ausgearbeitet worden und man fühlt es fast selber. Es ist schon außergewöhnlich, aus einem Roman über Ballett etwas so mystisches zu schaffen und dann den Leser auch noch gefesselt zu halten, auch wenn sich vieles widerspricht und einiges einem dann doch gegen den Strich geht. Fängt der Prolog spritzig an, zieht sich das Buch bis zum letzten Drittel durch ständige Wiederholungen der Handlungen doch sehr hin. Nur der Schluss haut dann doch wieder die Spannungskurve nach oben und lässt auch die Leselust wieder steigen, denn hier kann man das Finale gar nicht abwarten, was dann geschieht.

Die Idee der Geschichte ist wirklich sehr gut, aber so gut ausgearbeitet wie sie sich anhört, ist sie dann doch nicht. Hier verspricht das Cover und der Klappentext mehr als eingehalten werden kann. Mich haben hier leider zu viele Dinge gestört, um von der eigentlich gut ausgedachten Geschichte bezaubert zu werden. Was anfangs vielversprechend war, hat sich im Laufe des Buches bei mir in wenig aufgelöst.

Da es dann doch wieder packend wurde – wenn auch leider erst im letzten Drittel wieder – kann es jedoch nicht ganz abgetan werden als Reinfall. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung kann hier jedoch leider nicht vergeben werden, dafür sind es dann doch zu viele Schwächen auf einem Haufen, die jedoch der Spannung und der kurzweiligen Unterhaltung für einen mystischen Ausflug keinen Abbruch tun! Hier passt die Bezeichnung Jugendroman dann doch eher wie die Faust aufs Auge – für junggebliebene Erwachsene ist dies dann evtl. doch etwas zu wenig, um diese richtig zu packen.

2 von 5 Punkten

Kerstin Michelsen – Sushi oder Labskaus posted by on 23. März 2013

Wer will nicht schon alles gut haben? Job, Liebe, Freunde und das auch noch dort, wo man immer gerne wohnen wollte. Für Florence, der Protagonistin aus dem Roman „Sushi oder Labskaus“ von Kerstin Michelsen, scheint dies in Erfüllung zu gehen. Doch klappt das alles echt so wunderbar, wie sie sich das vorgestellt hat? 

Autor: Kerstin Michelsen
Titel: Sushi oder Labskaus
Genre: Unterhaltung, Belletristik
Erscheinungsdatum: 17. 12.2012
eBook: 145 Seiten
Preis: 2,79 €

Ein Traum geht für Florence, genannt Flo, in Erfüllung. Sie bewirbt sich auf ein Jobangebot und bekommt auch noch eine Zusage. So zieht sie bald aus ihrem kleinen Nest in die große Stadt Hamburg, in welcher auch ihre beiden Freundinnen Rina und Sanne bereits wohnen. Sie freut sich und kann ihr Glück kaum fassen. In der neuen Firma wird sie nicht nur auf beruflichen Ebene zu Herausforderungen gezwungen – auch ihr Liebesleben nimmt an Fahrt auf: Ihr Chef und auch Jan machen ihr Leben komplett. Doch kann das gut gehen? Jan geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und ihr Chef ist ein so gutaussehender Mann, dass er doch an jedem Finger drei Frauen hat…

Die Geschichte, die die Autorin beschreibt, ist zwar nicht neu, hält den Leser aber sofort gefangen. Man ist sofort in Flos Abläufe eingespannt und nimmt daran auch teil, man fiebert mit ihr mit, dass doch alles hoffentlich gut geht.

Flo ist eine etwas unsichere, aber sehr sympathische Person. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie immer mehr Selbstbewusstsein, was man merklich spürt. Es ist auch oft so, dass man sich selbst mit ihr vergleichen kann in bestimmten Situationen, geht es doch jedem einmal so. Sie macht sich oft Gedanken, wie das nur weitergehen soll – doch wie die Menschen so sind, wird das unausweichliche erst einmal verdrängt und sich mitten hinein gestürzt. Ihr geht es gut und das will sie auch halten, auch wenn sie weiß, dass es nur in einer Katastrophe enden kann, wenn das alles einmal herauskommt. Mit dem neuen Job kann Flo sich gut identifizieren, obwohl es ja eigentlich gar nichts mit ihrem vorherigen Job in dem Copycenter als Aushilfe gemein hat. Auf einmal sieht sie nur noch Knöpfe, entwickelt aber großes Interesse daran.

Ihr Chef hat man gleich vor Augen – wie sie ihn beschreibt als Hugh Grant – welche Frau würde so einen Verschnitt nicht anlechzen? Na gut, Geschmäcker sind verschieden, aber laut Beschreibungen muss dieser einfach etwas anziehendes haben. Er wird zwar irgendwie nur oberflächlich beschrieben, das aber so gut, dass man sich von seinem Charakter doch selbst ein Bild machen kann.

Jan hingegen stellt man sich als wirkliches Leckerchen vor und man denkt des Öfteren, dass Flo doch alles lassen soll und ihm ihr Herz schenken sollte. Er ist eine liebenswürdige Person, die sich rührend um Flo kümmert und auch immer für sie da ist, ein bester Freund noch dazu.

Während dem Lesen weiß der Leser gleich einmal, wie das endet oder wie es einfach enden muss. Doch das tut dem Roman die Spannung nicht ab, man ist einfach so von den chaotischen Personen gefangen, dass man eigentlich gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die Autorin hat die Personen gut beschrieben, so dass diese bildhaft im Kopf auftauchen. Man fühlt sich fast, als wäre man selbst dabei, hätte man eine Rolle in der Geschichte. Der Schreibstil macht es einem auch sehr leicht, von Zeile zu Zeile zu springen und mehr von der Geschichte aufzunehmen.

Das Ende kam leider etwas zu schnell und es kam ein kleines bisschen so herüber, als wollte die Autorin das schnell zu Ende bringen und musste sich auf die Schnelle etwas noch einfallen lassen. Nichts desto trotz hat es aber zur Geschichte gepasst und zaubert dem Leser ein kleines Lächeln ins Gesicht – traurig ist man nur, dass die Geschichte schon zu Ende ist, auch wenn man ja darauf hinaus ist, zu erfahren wie sich Flos Leben wendet.

Dieser Roman ist eine nette Lektüre für Zwischendurch, bei welchem man nicht allzu viel nachzudenken hat und sich einfach nur in die Geschichte vertiefen kann und genießen. Für Träumer genau das Richtige!

4 von 5 Punkten

Die unerwähnten letzten Neuzugänge posted by on 20. März 2013

Also das hab ich in letzter Zeit irgendwie etwas vernachlässigt, ich habe meine ganzen Neuzugänge der letzten Wochen nicht vorgestellt – so viele waren es aber nicht =) Seht her:

Michael Tsokos – Die Klaviatur des Todes:

„Ein Toter auf einer Berliner Straße – Opfer eines heimtückischen Mordes oder ein tragischer Unfall? Eine grausam verstümmelte Frauenleiche – war es ein brutales Sexualverbrechen? Ein Ehepaar mit schweren Vergiftungssymptomen – standen die beiden auf der Todesliste des russischen Geheimdiensts? Der Rechtsmediziner Michael Tsokos wird immer dann von den Ermittlungsbehörden um Hilfe gebeten, wenn sie bei ihrer Aufklärungsarbeit rechtsmedizinische Expertise benötigen. Er soll herausfinden, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? Realistisch und hautnah schildert Tsokos rätselhafte Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war. Im Obduktionssaal und im Labor fügt der Forensik-Spezialist die Indizien wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Falles führt. Hochinformativ und spannend bis zur letzten Seite!“

Kai Mayer – Der Engelspakt: Die Faustus-Trilogie 1:

„Mit der Zauberei ist es ein seltsames Ding… Der treue Christof Wagner hat von vielen Merkwürdigkeiten zu berichten, denn sein Meister ist eine sagenumwobene Gestalt: Doktor Johannes Faustus.
Am Pfingstmontag des Jahres 1515 scheint Faustus die letzte Stunde geschlagen zu haben: Die Inquisition hat ihn gefasst. Sein Scheiterhaufen vor dem Wittenberger Schloss brennt schon, als eine Schar vermummter Gestalten in die Stadt einfällt, um die Schlosskirche niederzubrennen. Faustus wird befreit, aber seine Freude ist nur von kurzer Dauer. Bald sitzt er im tiefsten Verlies der Stadt, bis ein streitbarer Mönch auftaucht, dem an der Inquisition einiges missfällt…“

Thariot – Ninis – Die Wiege der Bäume:

„Die Geschichte spielt in der Welt Ninis. Ninis wird durch die Elemente beherrscht.
Bis zu dem Tag, an dem der Elementar der Erde gegen seine Schwester, das Elementar des Feuers, in den Krieg zieht.

Hierzu bedient sich der Elementar der Erde der jungen Yirmesa, einer Frau aus dem Volk der Lamenis. Das Volk der Lamenis lebt in dem Krater eines Vulkans, fern ab anderer Völker, im Einklang mit der Natur.
Yirmesa lebt bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter bereits zu ihren Säuglingstagen gestorben ist. Niemand möchte Yirmesa jedoch erklären, wie es zu dem Tode ihrer Mutter gekommen ist und warum sie so anders ist als all die anderen Lamenis. – Selbst ihre Großmutter nicht.

Alles ändert sich jedoch schlagartig, als Yirmesa die seltene schwarze Frucht der Lichisrose findet. Mit einem Blick in die Zukunft steht nunmehr fest, dass die Existenz der Lamenis bedroht ist und Yirmesa im Zusammenhang mit dieser Bedrohung steht …“

Carmen Korn – Thea und Nat:

„Die Geschichte von Thea und Nat ist die Geschichte von Liebe und Schuld. Als Thea an Nats Liebe zu ersticken glaubt, will sie gehen. Doch dann passiert der Unfall, Thea hat am Steuer gesessen …

Nat ist an den Rollstuhl gefesselt und Thea an Nat. Lebenslänglich für beide. Ein Psychodrama, das den Leser immer tiefer in seinen Bann zieht.“

Kris Benedikt – Näher als du ahnst:

„April Stevenson weiß, wie es ist zu sterben ― zu verbrennen, zu ertrinken, überfahren und verschüttet zu werden. Sie hat viele Tode durchlitten. Doch sie lebt weiter, körperlich unversehrt. Nur ihre Seele hat Schaden genommen. Denn April leidet seit ihrer Kindheit an Visionen. Und jede einzelne davon ist wahr geworden.
Es ist eine schreckliche Gabe: Sie sieht den gewaltsamen Tod anderer Menschen voraus ― und kann nichts dagegen tun. Erst als sie sich Detective Inspector Frederick London offenbart, scheint eine Rettung des nächsten Opfers möglich. Doch längst ist April selbst verstrickt in die tödlichen Entwicklungen …“

Darren Shan – Die Toten, die ich rief:

„Vertraue niemandem. Nicht einmal deinem eigenen Verstand. Ed Sieveking schreibt Horrorromane. Sein Leben ist mindestens so gruselig wie seine Bücher: unerbittlich verfolgen ihn die Geister der Vergangenheit. Richtige Geister. Geister, die er allzu deutlich sehen kann. In London sucht Ed Inspiration für ein neues Projekt. Doch er findet etwas anderes: Auf einer Bootsparty auf der Themse lernt er die schöne und unnahbare Andeanna kennen. Sie verschweigt Ed vieles, doch etwas findet er bald heraus: Sie ist die Frau des «Türken» Mikis Menderes. Und der ist einer der berüchtigsten Gangsterbosse der Stadt. Ed weiß, Andeanna zu lieben, könnte tödlich sein. Denn auch er ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Und der Türke ist kein Fremder für ihn …“

Friedrich Wulf – Curry, Senf und Ketchup:

„Kommissar Max Berger muss einen ersten Mord lösen, zu dem es viele Zeugen, aber weder Spuren noch Motive gibt. Professor Liedvogel ist während einer Vorlesung erschossen worden. Der zweite Mord ist grässlicher als der erste und führt Max Berger und seine Assistentin Clarissa Klabund in die Skinhead-Szene.

In einem zweiten Strang werden tagebuchartige Aufzeichnungen des Mörders eingestreut, in denen seine Motive angedeutet werden: Einblicke in sonst versteckte Obsessionen und Perversionen. 

Wer grotesken Humor mag, der wird schmunzeln, wenn nicht lachen über den halbverrückten Buchhändler Bernhard Schwarz.“

So jetzt reicht es erst einmal wieder – ich versuche mich zu beherrschen und muss ja auch erst mal nachkommen! =)

Lucy Clarke – Die Landkarte der Liebe posted by on 19. März 2013

Ein Familienmitglied zu verlieren ist nie schön. Noch unschöner ist es, wenn einem hinterher Sachen einfallen, die man noch so gerne sagen hätte wollen und es nie konnte – jetzt ist es zu spät! Vor allem wenn der geliebte Mensch Selbstmord beging, was man wiederum gar nicht verstehen konnte. Dann fängt das große Nachdenken an, wieso und weshalb, dem Menschen ging es doch eigentlich gut – oder doch nicht? Genau in so einer verzwickten Situation befindet sich die Protagonistin in Lucy Clarkes Roman „Die Landkarte der Liebe“, in welchem sie die Pfade ihrer Schwester nachwandert und dem Geheimnis auf die Spur kommt anhand des Reisetagebuches…

Autor: Lucy Clarke
Titel: Die Landkarte der Liebe
Originaltitel: Riding Seahorses
Verlag: Piper
Genre: unterhaltung /Drama
Erscheinungsdatum: 09.10.2012
Kartoniert: 352 Seiten
Preis: 9,99 €

Katie bleibt nur ein meerblaues Reisetagebuch ihrer Schwester, denn diese hat sich in Bali von der Klippe gestürzt – scheinbar. Das glaubt Katie aber nicht und versucht, dem Geheimnis des Todes ihrer Schwester auf den Grund zu gehen. Hierzu hat sie deren Reisetagebuch, nach dem sie sich orientieren kann und die Reiseroute ihrer kleinen Schwester, als diese eine Reise rund um die Welt macht. Katie geht die Route nach in den Stapfen ihrer Schwester und versucht aufzudecken, wie sie gestorben ist, da es niemals Selbstmord gewesen sein kann. So entziffert Katie kurzerhand die Landkarte der Liebe ihrer Schwester…

Das Buch hat einen gleich in seinen Zeilen – man lernt Katie kennen, aber auch ihre etwas zurückhaltende Schwester Mia. Sie wird nicht oft erwähnt, aber der Leser merkt gleich, dass sie nicht gerade glücklich ist und eine Person ist, die in den nächsten Tag hineinlebt, statt zu planen. So kommt es auch, dass sie von heute auf morgen eine Reise rund über die Welt antritt mit ihrem besten Freund Finn.

Katie ist die ältere Schwester und das merkt man auch sogleich, die Autorin hat sie bildgetreu dargestellt und man hat eine ordentliche, fürsorgliche Schwester vor Augen. Anfangs merkt man nicht viel von ihrem Charakter, aber das zeigt sich nach mehr und mehr Seiten immer deutlicher. Sie ist eine mitfühlende Person, kann es aber nicht so zeigen, wie sie es gerne hätte. Sie verschließt sich etwas hinter ihrem Panzer, ist aber eine wirklich gutmütige Person.

Finn ist der beste Freund Mias. Er hilft ihr auf Schritt und Tritt – wer würde denn von heute auf morgen seinen Job kündigen und gleich so eine Reise mitmachen? Heimlich ist er in Mia verliebt, möchte es sie aber nicht spüren lassen, da es sonst diese wundervolle Freundschaft zwischen ihnen zerstören kann. Diese Geschichte haben wir schon oft gehört und trotzdem ging das meistens nach hinten los, nicht aber hier.

Das Cover und der Titel lassen auf einen entzückenden Liebesroman schließen, doch liest man den Klappentext wird einem gleich klar, dass dies kein normaler Liebesroman ist.

Der Schreibstil ist zwar leicht zu lesen, aber durch die kleine Schrift und enge Kapitel tut es sich etwas schwer. Doch bei dieser Geschichte macht selbst das dem Leser nichts, das gefühlvolle Geschehen lässt einen sofort in andere Welten abtauchen und nimmt einen gefangen. Man wandert gemeinsam mit Katie auf den Spuren ihrer Schwester, auf der Landkarte der Liebe. Gleichzeitig ist man natürlich wie auch Katie gespannt, was ihre Schwester in den Tod getrieben haben könnte und wieso sie so kurzfristig diese Reise antreten musste und von der eigentlichen Route abgewichen ist.

Später im Text wird einem vielleicht etwas klarer, wieso Mia Selbstmord gemacht hat – doch man fragt sich doch immer wieder, ob sie es wirklich getan hat und man beginnt weiter Fäden zu spinnen, was sonst schiefgelaufen ist. Wie weit muss man am Ende sein? Aus der glücklichen Mia wird eine Person, die man sehr schnell ins Herz schließt und man merkt, dass sie eigentlich gar nicht so glücklich war, wie sie einem zuvor vorkam.

Die Trauer, die Katie durchlebt – und auch alle anderen Sachen, die sie packen muss, die sie durch das Tagebuch erfährt, nimmt den Leser schon sehr mit. Man kann sich richtig in sie hineinfühlen und fragt sich, ob man auch so gehandelt hätte. Denn seien wir mal ehrlich – hätten wir diese Reise auf uns genommen? Dazu gehört schon eine gehörige Portion Mut, denn es ist nicht nur eine Reise auf Mias Weg, es ist auch eine Reise zur Selbstfindung und Aufdeckung geheimnisvoller Tatsachen, die nun den Weg ans Licht finden.

Ein wundersames, einfühlsames Lesevergnügen, das dem Leser die eine oder andere Träne hervorruft – genau das richtige für kalte, einsame Stunden!

4 von 5 Punkten

 

Michael Tsokos – Die Klaviatur des Todes posted by on 17. März 2013

Würden wir nicht alle gern einmal wissen, wie die Gerichtsmediziner hinter den Kulissen arbeiten? Bestimmt schauen sich einige gerne die Serien im Fernseher an – jedoch haben diese nicht wirklich etwas mit der Realität zu tun – Fiktion eben. Der berühmteste Gerichtsmediziner Deutschlands Michael Tsokos lässt die Leser in seinem Buch „Die Klaviatur des Todes“ einen Einblick in die Arbeit werfen und ihm so einen Blick über die Schulter zu werfen.

Autor: Michael Tsokos
Titel: Die Klaviatur des Todes
Genre: Sachbuch
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 01.03.2013
Gebunden:  336 Seiten
Preis: 19,99 €

Ein Toter auf den Straßen Berlins – ist es ein Opfer oder war es ein Unfall? Eine verstümmelte Frauenleiche, wurde sie vergewaltigt und Opfer eines Mordes? Ein Ehepaar, das Vergiftungserscheinungen aufweist – waren diese auf der Todesliste des russischen Geheimdienstes? Hier wird Tsokos auf den Plan gerufen, er soll die Todesursache klären, wenn die Polizei nicht mehr weiter weiß und Verdacht auf Mord besteht. In seinem Buch lässt er den Leser über seine Schulter blicken und erzählt hautnah die Fälle, an welchen er beteiligt war, über seine Arbeit im Obduktionssaal.

Dem Leser wird der Einstieg sogleich leicht gemacht. In flüssigen Worten schildert Tsokos die Vorgänge, wie sie im Leben eines Gerichtsmediziners ablaufen. Er erklärt dem Leser, welche Fälle der Rechtsmedizin zufallen und die Zuordnungen von Details, wie natürliche Todesfälle und nicht natürliche Todesfälle, wann und wo ein Gerichtsmediziner hinzugerufen wird und wie es weitergeht.

Gleich zu Anfang wird man in den Fall des Puzzlemörders geführt – es liest sich wie ein Krimi, man kann sich dabei gar nicht vorstellen, dass es ein Sachbuch eines wirklichen Gerichtsmediziners ist. Er schildert dem Leser die ganze Geschichte von A bis Z. Er erklärt haargenau, wie die Reihe der Arbeitsgänge vonstatten geht, wie der Fall von der Polizei zur Gerichtsmedizin wandert und dann zu einer Lösung kommt – oder eben auch nicht!

Schonungslos berichtet Tsokos über jedes Detail, das Buch lässt sich besser lesen als ein Krimi – und was noch besser ist, es entspricht der wahrheitsgetreuen Realität! Man erfährt mehr über die Hintergründe.

Nach diesem Buch geht man eine Serie oder ein Film im Fernseher anders an, man kennt nun die wirklichen Arbeiten eines Gerichtsmediziners. Das heißt nicht, dass die Serien/Filme so abstrakt sind, aber es gibt eben doch kleine Feinheiten, die in solchen fehlen. Es ist keineswegs so, dass das ein trockenes Sachbuch ist – eher ist es ein spannendes Buch, es liest sich wie gesagt wie ein Krimi und Tsokos versteht es, den Leser in der grausamen realen Welt gefangen zu halten. Man ist einfach zu gespannt, wie die Hintergründe in einem Ermittlungsverfahren ablaufen, wie es zur Rechtsmedizin kommt und wie weiter vorgegangen wird. Der Leser ist geschockt, fasziniert und gefesselt von den wahren Erzählungen des Rechtsmediziners – er kann gar nicht anders, als Seite um Seite umzublättern und mehr über diese Art des Sachbuches zu erfahren.

Ein Buch, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann, was sich zwar nicht als leichte Kost erweist, aber auch nicht als trockenes Sachbuch – ein Sachbuch, das sich wie ein guter Krimi liest und einem noch dazu mit vielen Informationen aus der Realität versorgt!

5 von 5 Punkten

Meg Cabot – Jenseits posted by on 6. März 2013

Wie es wohl im Jenseits aussieht? Die Frage ist – erinnern sich Menschen daran, die jemals das „Vergnügen“ hatten, dort gelandet zu sein und wieder zurück ins Leben gefunden haben? In ihrem Mysteryroman „Jenseits“ beschreibt Meg Cabot genau so eine Situation – die Protagonistin war tot und kam wieder ins Leben zurück – mit dem Wissen, wie das Jenseits aussieht…

 

Autor: Meg Cabot
Titel: Jenseits
Originaltitel: Abandon
Verlag: Blanvalet
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 18.01.2013
Seitenanzahl: 320 Seiten
Format: Paperback
Preis: 12,00 €

Pierce wäre beinahe ertrunken. Sie war eine Zeit lang tot und die Ärzte haben sie zurückgeholt – scheinbar. Denn was keiner weiß, Pierce war im Reich der Toten, im Jenseits. Dort entkommt sie durch einen Trick, was ihr keiner glaubt. Sie hat jedoch einen Beweis in Form einer Kette, die sie von John erhalten hat – welcher sie anscheinend vom Bösen beschützen will. Doch was, wenn er selbst das Böse verkörpert? Wem kann sie trauen?

Von Pierce weiß man lange nicht, was man von ihr halten soll. Im Prinzip ist sie schon sehr naiv, aber sie wird dem Leser dann doch sympathisch. Für ihre 17 Jahre ist sie gedanklich schon in dem Alter wie 17-jährige früher waren – heute sind die Jugendlichen ihrem Denken ja weit voraus, wenn man sich in seiner Umwelt umschaut.

John ist geheimnisvoll und mysteriös. Immer taucht er wieder in den brenzligsten Situationen auf und steht Pierce bei – oder doch nicht? So ganz schlau wird man nicht aus ihm, was das Lesen aber umso spannender macht. Der Leser brennt darauf, das Geheimnis um John zu lüften, ob er zu den Guten oder zu den Bösen gehört und was er immer in Gegenwart von Pierce sucht.

Ganz klar erwartet der Leser hier am Ende eine Liebesgeschichte, das Prickeln ist kaum zu überspüren zwischen den beiden. Man wird gleich zu Anfang in Pierce Lebensgeschichte geworfen, wie sie gestorben ist und wieder zur den Lebenden zurückgekehrt ist. Die Autorin hat einen anschaulichen, einfachen Schreibstil, der zur Story einfach nur passt. Die Spannung flacht nicht ab, sie puscht sogar öfters einmal hoch. Das Geheimnis, dass das Buch umgibt, ist fast greifbar – entzieht sich dem Leser aber immer wieder.

Interessant wird es allemal, als Pierce neue Bekanntschaften auf der Insel macht, auf welche sie mit Ihrer Mum zieht. Dort geschehen auch immer wieder unheilvolle Begegnungen mit dem Bösen, man möchte endlich herausfinden, was es damit alles auf sich hat und wie es mit Pierce und John weitergeht. Fast hofft man schon mitten im Buch, dass es eine Reihe wird. So naiv Pierce einem auch scheint, sie ist es nicht – sie legt nur eine gleichgültige Laune an den Tag, welche man ihr nicht verübeln kann, nach all dem, was sie durchgemacht hat.

Gelesen habe ich von der Autorin noch nichts, gehört habe ich aber, dass sie eher auf lustige Romane getrimmt ist. Mit diesem Werk legt sie aber einen sehr mystischen, dunklen Jugendroman vor, welcher es dem Leser kaum möglich macht, ihn aus der Hand zu legen. Gefangen um die geheimnisvolle Geschichte um Pierce, vermag man nicht zu merken, wie schnell man eigentlich am Ende angelangt ist.

In den Strudel der Ereignisse vertieft, blättert man Seite um Seite, nur um herauszufinden, was hinter John steckt und was es mit Pierce auf sich hat. Der Leser ist nach einer Zeit richtig gefangen und vermag das Buch nicht mehr zur Seite zu legen. Die Spannung ist schwer zu beschreiben, sie flacht zwar nicht ab, aber steigt auch nicht ins Unermessliche. Sie hält einen schönen gleichwertigen Strang, an dem der Leser sich bis zum Ende durchhangelt. Der flüssige Schreibstil und die jugendlichen Dialoge machen das Lesen sehr angenehm und es stockt nicht zwischendrin. Man merkt, dass die Autorin mehr über die griechische Mythologie weiß und dieses Wissen auch in den Roman fließen lässt.

Ein Buch, dass man ohne Vorurteile angehen und sich einen entspannten Abend machen kann – ein wenig Spannung und eine brisante Geschichte zwischen Leben und Tod!

4 von 5 Punkten

Lisa Ballantyne – Der Schuldige posted by on 2. März 2013

Wie oft kam es vor, dass ein Kind eines Mordes an einem anderen Kind angeklagt wurde? Und was, wenn es behauptet, unschuldig zu sein und keiner glaubt ihm? Im Roman „Der Schuldige“ von Lisa Ballantyne ist genau das der Fall – der elfjährige Sebastian wird beschuldigt einen Mord an einem achtjährigen Spielgefährten verübt zu haben. Eine traurige Geschichte über ein Kindheitstrauma sowie eines ungewöhnlichen Mordprozesses…

Autor: Lisa Ballantyne
Titel: Der Schuldige
Originaltitel: The Guilty One
Verlag: Club Premiere
Genre: Roman/Drama
Erscheinungsdatum: 2013
Seitenanzahl: 480 Seiten
Format: Gebundenes Buch
Preis: 18,99 Euro
Bereitgestellt durch BdB

Sebastian soll einen Mord verübt haben – und zwar an dem achtjährigen Ben Stokes. Der Anwalt Daniel Hunter, welcher spezialisiert ist auf Fälle von Jugendlichen, wird hinzugerufen. Einen solchen jungen Angeklagten jedoch hat er noch nie verteidigt. Er glaubt an Sebastian und setzt sich in die Sache hinein. Als er immer tiefer gräbt, wird er an seine eigene Kindheit erinnert und stellt so einiges in Frage. Er hat diese in verschiedenen Pflegefamilien verbracht. Seine Adoptivmutter Minnie spielte eine große Rolle in seinem Leben, welche er jedoch auch aus seinem Leben verbannt hat, da sie ihn bitter enttäuscht hat. Aber was hat sie getan, dass es so weit kam? Er krempelt seine ganzen Erinnerungen um und denkt darüber nach, ob das richtig war. Ist er dann überhaupt noch als Anwalt für diesen Fall geeignet, wenn er das so subjektiv sieht?

Gleich zu Beginn wird der Leser in den Sog der Geschichte hineingezogen. Es wird nicht lang drum herum geredet – man bekommt sogleich mit, wie Daniel zu diesem Fall hinzugezogen wird auf der Polizeiwache. Hier wird auch gleich Sebastian verhört und erst einmal dabehalten, da er ja scheinbar einen Mord verübt hat.

Sebastians Art ist etwas verwirrend, denn er ist gar nicht geschockt, verängstigt oder dergleichen. Er geht die Sache sachlich an und lächelt auch noch hin und wieder. Er stellt verdächtige, komische Fragen – sowohl den Anwalt als auch die Polizei. Hier denkt der Leser des Öfteren vermutlich „pssst“, aber was geht in einem Kindskopf vor, nimmt dieser das alles anders wahr als so manch andere Jugendliche oder Erwachsene?

In dem Buch wird sehr auf die Gefühlswelt der Charaktere eingegangen. Es pendelt von der Gegenwart, in welcher Daniel Sebastian verteidigt, zurück zur Verangenheit, in welcher Daniel ein schwer erziehbares Kind war und von Familie zu Familie gezogen war – bis er bei Minnie landete. Man kann sich kaum vorstellen, dass der heutige Daniel der frühere Rotzbengel war, welcher beschrieben wird. Gleichzeitig fragt man sich, wie aus so einem Menschen ein so guter Mensch werden kann?

Man merkt gleich, dass es hier weniger um den Prozess geht, er war nur der Auslöser für Daniels Gedankengänge in die Vergangenheit, was ihm alles widerfahren war. In Sebastian meint er manchmal, sich selbst zu sehen und so springt er gedanklich immer wieder in die Vergangenheit. Tatsächlich ist es so, dass es manche Paralellen gibt und der Leser diese gleich erkennt. Gleichzeitig ist einem der Junge, welcher angeklagt ist, aber doch etwas unsympathisch. Sein ganzes Verhalten gegenüber der Schuld und dem Prozess, den Leuten – es ist absurd. Hier stellt sich dann die Frage, ab wann fängt Schuld an und ist tatsächliche Schuld wirklich die Schuld des Verursachers oder ist sie nur das Ergebnis anderer Einflüsse, äußerer Umstände? Kann man jemand einfachso die Schuld zuweisen, ihn verurteilen? Wie werden Menschen, wie sie wirklich sind? Diese Fragen stellen sich dem Leser durchweg und man macht sich auch mehr Gedanken um die Hintergründe als es bei einem normalen Spannungsroman der Fall wäre. Das Ende packt einen dann nochmal richtig und hat einen Aha-Effekt parat.

Die Autorin hat einen leichten gut verständlichen Schreibstil, welchen den Leser gut ins Buch hineinkommen lässt und Seite um Seite dahinplätschert. Selbst die eigenen Gefühle sind in einem Bad aus Zweifel, Mitleid und Wut über die verschiedensten Situationen und Handlungen der Charaktere gemischt. Man wird an den Abgrund der Gefühlswelt geführt und erhält Einblicke in eine schwere, gezeichnete Kindheit. Der Roman ist keineswegs ein dahinplätscherndes Ereignis, es ist eher ein tiefgründigeres, nachdenklicheres Exemplar. Die Spannung lässt nicht nach, wie in der Gegenwart so auch in der Vergangenheit, man kommt hier nicht los.

Wer hier leichte Kost erwartet, sollte die Finger hiervon lassen. Wer eintauchen möchte in die Schuldfrage und sich klar ist, dass er hier etwas tiefgründigeres in den Händen hält und gern noch länger über einen guten Roman nachdenkt, ist hier genau richtig!

5 von 5 Punkten

Gelesen im Februar 2013 posted by on 1. März 2013

So – wieder ist ein Monat vorbei. Das Jahr geht schneller rum als wir schauen können. Auch dieser Monat war wieder sehr lesereich und es gab echt ein paar Schätzchen dabei. Diese hier waren es im Februar:

Greta Zicari – Dämonenschicksal 4/5

Charlaine Harris – Vampir mit Vergangenheit 5/5

Samantha Young – Dublin Street 5/5

Ayla Pape – PlantGirl 4/5

Robert Wolfe – Glits 3/5

Heike Abidi – Wahrheit wird völlig überbewertet 5/5

Auch wenn es diesmal nur sechs Bücher wieder waren, kam es mir doch mehr vor. Vielleicht lag es an dem guten, umfangreichen Inhalt der Bücher =) Im Februar haben es mir gleich zwei Bücher übermäßig angetan und sind in die Tops gewandert – und zwar: „Wahrheit wird völlig überbewertet“ und „Dublin Street“. Bei diesen würden 5 Punkte gar nicht reichen, aber da ich mir ja ein Bewertungssystem mit nur 5 Punkten höchstens eingerichtet hab, gibt es noch die Tops und genau da sind sie hineingewandert =) Ich bin gespannt, was der Lesemonat März so bringt!