Gelesen im September 2013 posted by on 30. September 2013

Tja, morgen fängt schon wieder der Oktober an. Es ist immer unfassbar, wie schnell so ein Monat rum ist. Ich komme mir vor, als wäre doch erst Jahresanfang gewesen. Und so wird man auch immer älter – und liest aber auch immer mehr schöne Sachen =) Diese sind es im September gewesen:

Kate Atkinson – Die Unvollendete 3/5

Melissa Darnell – Herzblut – Stärker als der Tod 4/5

Jojo Meyes – Ein ganzes halbes Leben 4/5

Markus Heitz – Totenblick – Hörbuch 4/5

Vera Nentwich – Rausgekickt: Blaue Vögel 5/5

Wiebke Lorentz – Alles muss versteckt sein 5/5

Maria Höhne – Mondscheinjammer 1 4/5

Der Monat war wieder sehr gemischt, was die Genres angeht. Besonders gut gefiel mir aber „Alles muss versteckt sein“, so eine perfide Idee der Autorin. Ich konnte es irgendwann kaum mehr aus der Hand legen und wenn mir noch so die Augen zufielen. Aber schlecht war in diesem Monat nichts, nur nicht so atemberaubend spannend wie dieses, kann ich euch nur ans Herz legen =)

Marie Höhne – Mondscheinjammer 1 posted by on 24. September 2013

Es ist schon schlimm genug, wenn man als Großstadtmädchen künftig als Landei leben muss – was aber, wenn hier gerade als man sich dran gewöhnt, komische Dinge geschehen? Dinge, die nicht real zu sein haben, über welche man nur in Filmen sieht und in Büchern liest? Im ersten Band „Mondscheinjammer“ fängt das Leben für Lily schon einmal gut an, denn um sie herum scheinen komische Sachen zu passieren…

Autor: Marie Höhne
Titel: Mondscheinjammer 1
Genre: Fantasy
eBook: 211 Seiten
Preis: 2,99 €

Lily muss von New York nach Nebraska ziehen, da ihr Vater eine Maisfarm geerbt hat. Sie hat es anfangs nicht leicht, hat auch eine Nebenbuhlerin in der Klasse, die das beliebteste Mädchen in der Gegend zu sein scheint. Doch auch sie hat ein Geheimnis, welchem Lily immer näher kommt – ihr Bruder ist verunglückt, seitdem ist sie ein anderer Mensch. In dieser kleinen schönen Idylle scheint es aber wieder zu komischen Vorkommnissen zu kommen, es verschwinden nach und nach mehr Leute und ihre Leichen bleiben alles andere als normal zurück. Was hat es mit Ashleys verstorbenen Bruder Xander damit auf sich und wieso weicht der Farmarbeiter Sam nicht mehr von Lilys Seite? Als Lily dem wirren Treiben endlich näher kommt, scheint es schon fast zu spät….

Die Autorin lässt den Leser gekonnt in die Geschichte einfließen. Zuerst erfährt man etwas aus Lilys Leben, sie scheint eine ganz bodenständige Person zu sein. Sie ist weder der Außenseitertyp noch der beliebteste Mädchentyp, doch eine ganz normale Person. Trotzdem ist sie dort erst einmal die Außenseiterin und hat nur eine Freundin: Vanessa. Diese ist hier eher der Außenseiter, was ihr aber nichts auszumachen scheint. Sie hält zu Lily und andersrum, kommt sie ihr aber mit komischen Geschichten. Als Lily dies anfängt zu glauben, ist alles um sie herum schon sehr komisch.

Lily hatte in New York einen Freund, in Sam sieht sie aber einen sehr heißen Typen, was die Beschreibungen der Autorin überzeugend auf den Leser wirken lassen. Man hat die Personen direkt vor Augen und ist auch mitten im Geschehen.

Die Spannung wird stetig aufgebaut und man wundert sich mit Lily, was wohl als nächstes passiert und ob sich die Gedanken, die sie und Vanessa sich machen, bewahrheiten. Als es so kommt wie es kommen muss, merkt man gar nicht, wie schnell man eigentlich durch das Buch kommt. Der Schreibstil und die ganzen Begebenheiten, durch die man rast, lassen einen schneller Richtung Ende lesen als man möchte. Vor den Augen des Lesers spielt sich ein spannender Film ab, den man nicht so schnell unterbrechen mag.

Xaver bzw. Xander ist in diesem Roman eine ausschlaggebende Person und man merkt auch sofort die Magie um ihn. Man weiß anfangs nicht, ob er einem gut oder böse gesinnt ist, selbst wenn man glauben möchte, er ist gut. Sam und er mögen sich gar nicht, was mit den Geschehnissen aus vorheriger Zeit zu tun hat. Sie sind beide etwas schwer einzuschätzen – und beide mögen Lily. Doch wen mag sie mehr? Manchmal weiß man es selbst nicht und weiß auch selbst nicht recht, zu wem man sich selbst mehr hingezogen fühlen sollte.

Es ist auf jeden Fall eine andere Vampirgeschichte als die meisten anderen – hier steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, wobei diese in den Folgenbänden bestimmt auch eine Rolle spielen wird. Das Ende war etwas zu schnell da und hätte meines Erachtens etwas besser beschrieben werden können. Es kam einem so vor, als hätte hier ein schneller Abschluss passieren müssen oder aber es ist auf die Schnelle nichts mehr eingefallen. Dennoch – ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die man unbedingt weiterverfolgen muss, wenn man den ersten Band schon in den Klauen hatte.

Das Schöne an der Geschichte ist, dass sie ohne das ganze Klischeehafte auskommt und einen trotzdem mitreisst, einen mittenhinein schmeisst und erst am Ende wieder loslässt. Für Fantasyfans, die eigentlich genug von Vampiren und Co. Haben, da hier immer nur das gleiche geschieht, genau das Richtige – denn hier passiert nicht das, was man erwarten würde, wenn man „Vampir“ hört!

4 von 5 Punkten

Vera Nentwich – Rausgekickt: Blaue Vögel posted by on 22. September 2013

Die Schicksalsboten sind unermüdlich am arbeiten ohne dass die Menschen diese wahrnehmen. Im zweiten Roman von Vera Nentwich sind Null-Neun und Eins-Zwo wieder am Werke – und wie sie das wieder anstellen und was sie dieses Mal für heikle Aufgaben meistern, erzählt uns die Autorin im zweiten Werk.

Autor: Vera Nentwich
Titel: Rausgekickt: Blaue Vögel
Genre: Unterhaltung, Belletristik
Erscheinungsdatum: 31.08.2013
eBook: ca. 143 Seiten
Preis:  2,99 €

Die 44-jährige Mechthild sollte eigentlich längst ihren Traummann gefunden haben, doch sie lebt bei ihrem grämigen Vater, der sie eher als Hausdienerin benutzt, da sie alles herrichten muss für ihn. Sie lebt in ständiger Angst vor ihren Mitmenschen, vor Peinlichkeiten und hat null Selbstvertrauen. Durch ihre Tolpatschigkeit, die durch ihre ständige Angst verursacht wird, bringt sie die Aufmerksamkeit der Schicksalsboten auf sie. Denn Mechthild verhindert ihre Arbeit, diese wittern schon eine Verschwörung durch ihresgleichen. So müssen sie Mechthild auf den rechten Weg bringen und verfrachten sie ohnmächtig in einen Zug, aus dem Weg – doch hier begegnet sie den flotten Bienen, die sie erstmals auf andere Gedanken bringen und ihr Mut bringen.

Wieder schildert die Autorin das Leben der Protagonistin sowie parallel die Arbeiten der Schicksalsboten. Es liest sich genauso flüssig und lustig wie schon der erste Band. Trotzdem meint man hier, sie habe sich noch etwas gesteigert – die Dialoge sowie die Begebenheiten, die Beschreibungen sind viel bildlicher und farbenreicher geschildert.

Man kann sich so oft mit Mechthild identifizieren, auch wenn sie wirklich ein Tolpatsch hoch 10 ist. Ihr geht alles schief, was nur schiefgehen kann. So zaubert es einem doch ein Lächeln auf das Gesicht, als es bei ihr aufwärts zu gehen scheint. Sie lernt auch den Mann kennen, den sie für ihren Herzensmann hält.

Auch die beiden Schicksalsboten sind einem bekannt, sie sind die gleichen Schlitzohren wie schon im ersten Band. Statt dass sie alles gerade rücken, bringen sie erst mal alles durcheinander. Sie arbeiten auf ihre Bewährung hin, da sie letztes mal schon alles vergeigt haben. Sie haben Angst vor Strafe und betrachten Mechthild als störend, zumal sie schon dachten, diese sei ein Spitzel aus der Chefetage. Immer wieder müssen sie sich zudem wundern, was die Menschlein aus ihrem Leben machen. Es war so viel einfacher früher, sich zu verlieben. Heutzutage sind die modernen Menschen viel zu sehr darauf erpicht, ja nichts falsch zu machen und auf alles mögliche zu achten, selbst das Unscheinbare.

So kann man auch hier wieder zwischen den Zeilen lesen, dass es heutzutage immer schwieriger wird, jemanden zu finden, den man lieben kann. Früher war vieles einfacher in dieser Hinsicht, da wurde noch nicht auf so vieles geachtet, auf andere Meinungen etwas gegeben und kleine Kinkerlitzchen durchgekaut. Heute schauen die Menschen sehr auf das Gegenüber, nehmen alles noch so kleine wahr und wenn es noch so unbedeutend ist, wird es als störend abgetan. Es stört die Nähe zwischen den Menschen, die sich doch eigentlich gut leiden können. Heute wird zwar vieles lockerer gesehen, aber doch verkrampfter und genau das macht die Sache so schwer, dass man überhaupt jemanden an sich näher heranlässt. Es ist alles durch Misstrauen und geprägte Erfahrungen vernetzt – früher hatte man nicht so viel auf so etwas gegeben, da hatte man sich zusammen und gut war.

Aber wie hier auch die Autorin zeigt – vielleicht sollte man einfach mal nicht das Schicksal walten lassen, sondern bestimmte Dinge auch einmal selbst in die Hand nehmen, denn immer kann man auch nicht auf das Schicksal vertrauen!

Leser, die den ersten Teil gelesen haben, sollten es sich nicht nehmen lassen diesen zu lesen! Es ist wieder an der Zeit über das Schicksal zu schmunzeln, mitfühlend zu nicken und sich selbst wiederzuerkennen – und den Sinn zwischen den Zeilen erkennen! Übrigens kann der zweite Teil auch gelesen werden, ohne dass man den ersten kennt, es sind zwei in sich abgeschlossene Geschichten mit verschiedenen Handlungen – daher auch eine klare Leseempfehlung an Leser, die sich gleich an den Band hier wagen möchten ohne den ersten Band zu kennen =)

5 von 5 Punkten

BdB auf der Buchmesse mit den Bloggern – werde Blogreporter 2013! posted by on 21. September 2013

 

Auch dieses Jahr veranstaltet das Team von Blogg dein Buch wieder eine Führung für die ganzen Blogger – und nicht nur das, sie suchen auch den Blogreporter 2013! Leider konnte ich bei der letzten Führung 2012 nicht dabei sein und weiß somit nicht, was die Blogger hier erwartet. Laut den vielen Berichten der Buchmesse vergangenen Jahres kann es hier aber nur gut werden – wie denn auch nicht? Man lernt die ganzen Menschen hinter Blogg dein Buch kennen sowie die Verlage und deren Hintermänner/-frauen. Welcher Blogger wünscht sich nicht einmal den Verlag und das Team zu sehen und sich gerne auch einmal persönlich zu bedanken für die tollen Bücher, Aktionen und dergleichen, welche das Herz des Bloggers ein jedes Mal erneut zum höher schlagen bringen?

Hier ruft Blogg dein Buch die tolle Aktion „Werde Blogreporter 2013“ ins Leben, man darf von 10-17 Uhr der Führung durch das Team von Blogg dein Buch beiwohnen über die Buchmesse, zu den ganzen Verlagen, mit welchen die Blogger auf Tuchfühlung gehen dürfen! Es wird schöne Dinge abzustauben geben und die Leute hautnah kennenzulernen – nicht nur die Verlagsmitglieder und das Team von Blogg dein Buch, sondern auch andere Blogger, welche man mit Sicherheit schon vom Hören-Sagen aus dem Netz kennt!

Um an dieser Aktion teilnehmen zu dürfen, muss nur folgende Frage beantwortet werden:

„Was macht dich zum perfekten Blogreporter?“

Viele würden hier wohl sagen, dass sie Erfahrung mitbringen – leider war ich aber noch gar nie auf der Buchmesse und es wird somit mein erstes Mal. Vielleicht ist es genau das, was mich zum perfekten Blogreporter machen würde? Die Sicht aus unerfahrenen Augen, haarscharf aufgenommen mit wilder Beobachtungsgabe und mit ganz frischem Elan an der Sache sowie die Liebe zu Büchern und dem geschriebenen Wort, ob es nun in den Büchern steht oder ob ich über diese schreibe.

Wobei ich ja sagen würde, unter uns Bloggern gibt es keine perfekten Blogreporter, denn eigentlich haben wir alle die Liebe zu Büchern entdeckt und machen nichts lieber als über diese zu schreiben, mit anderen darüber diskutieren und diese natürlich mit Haut und Seele zu verschlingen =)

Ich selbst wäre sehr gerne an der Aktion beteiligt – die Chance, die anderen Blogger sowie das Team von Blogg dein Buch und die Verlage kennenzulernen, ist einfach zu schön und verlockend und würde den Besuch bei der Buchmesse perfekt abrunden! Ist das nicht auch euer Traum, der in Kürze wahr werden könnte? Hier gelangt ihr zu der Aktion, für welche ich euch (wie auch mir =)) die Daumen drücke!

Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr posted by on 17. September 2013

Die wahre Liebe – gibt es sie? Wie entwickelt sie sich – ist sie sofort da oder braucht so etwas Zeit? Die meisten Menschen glauben nicht einmal mehr an diese. Sie leben in den Tag hinein, haben zwar einen Partner, aber das ist mehr Gewohnheit als Liebe. Was wird, wenn ihr ganzes Leben durcheinander gebracht wird wenn sie die wahre Liebe treffen? Die wundersame Geschichte zwischen Louisa und Will braucht auch ihre Zeit. Die Autorin lässt im Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ zwei grundverschiedene Menschen aufeinander treffen…

Autor: Jojo Moyes
Titel: Ein ganes halbes Jahr
Genre: Drama, Unterhaltung
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsdatum: 21.03.2013
Broschiert: 512 Seiten
Preis: 14,99 € – 15.50 € (AT)
Mehr Bücher von Jojo Moyes findest du bei Weltbild.at 

Louisa hat einen sehr komischen Modegeschmack und sie geht nie aus ihrer Heimatstadt raus. Sie arbeitet, seit sie die Ausbildung abgebrochen hat, in einem kleinen Kaffee. Hier fühlt sie sich wohl, da ist sie zuhause. Sie hat einen Freund, den sie zwar nicht wirklich liebt, aber sie fühlt sich wohl. Auf einmal wird das Cafe geschlossen und Louisa ist arbeitslos.

Dann gibt es da Will – durch einen Unfall sitzt er nun im Rollstuhl und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Sein Lebenswille war noch nie so weit weg wie jetzt. Durch eine Stellenausschreibung wird ihm Louisa als Helferin zugeteilt und die zwei lernen sich hassen und lieben, je nachdem. Es wird ein langer Weg bis die zwei sich miteinander verstehen….

Man lernt hier erst die Charaktere kennen. Will wie er vorher war, als der Unfall war und wie er danach ist. Louisa lernen wir kennen, als sie gerade ihren Job verliert. Es sind zwei grundverschiedene Personen und sie scheinen sich auch gar nicht zu mögen auf den ersten Blick. Schaut man aber genauer hin, merkt man, dass es zwischen den beiden richtig knistert. Lousisas Freund Patrick, der übrigens sehr egoistisch und ein Arsch ist, ist mit recht eifersüchtig auf den gutaussehenden Mann im Rollstuhl.

Dass hier der Freund ein gut gebauter Athlet und Sportler ist, der zudem Fitnesstrainer ist und Will, der zwar gut aussieht, aber im Rollstuhl sitzt und so gar nichts ohne fremde Hilfe tun kann, ist bestimmt Absicht der Autorin. Es zeigt, dass die Liebe nicht nur auf das Aussehen und Können fällt, die Chemie zwischen den Menschen muss stimmen, so auch die Unterhaltungen und wie man miteinander umgeht und sich zwischenmenschlich versteht. Durch das nur auf sich selbst schauen, wie es Patrick tut, vergrault man die anderen eher.

Die Handlung zieht sich in diesem Buch zwar etwas hin, das muss aber so sein. Anders kann die Geschichte nicht erzählt werden. Wenn man erst mal soweit ist und weiß, was Will vor hat, kann man gar nicht mehr anders, als Zeile um Zeile zu lesen. Man springt fast von Seite zu Seite – nur um zu sehen, wie die Geschichte ausgeht und ob die beiden sich ineinander verlieben – denn das Knistern ist unwiderruflich vorhanden.

Der Schreibstil ist schön locker und lädt ein, nicht mehr mit dem Lesen aufzuhören. Da schaut man einmal auf die Uhr und schon ist wieder eine Stunde bei Will und Louisa vergangen. Will mag einem am Anfang unsympathisch erscheinen, weiß man aber erst einmal mehr über ihn, wächst er einem sehr ans Herz. So auch Louisa, wie komisch sie auch sein mag. Man denkt erst, sie ist ein naives Landmädchen und hat nichts im Kopf – weit gefehlt, sie hat ihre Stärken und diese bringt sie auch richtig durch.

Es ist nicht eine Liebesgeschichte wie man sie erwartet und irgendwie fehlt auch der Pep, trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen und muss einfach wissen, wie es ausgeht. Wird Will das durchziehen, was er vor hat oder schafft Louisa, was sie sich vorgenommen hat? Wenn man die Geschichte aufmerksam verfolgt, kann man sich schon gleich zu Anfang denken, was passiert und wie es ausgeht.

Das Buch zeigt einem, wie verschiedener die Welten nicht sein können und was passiert, wenn sie aufeinander treffen, die langsame Annäherung, das Verständnis und der Umgang. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben und lässt einen auch mit den Protagonisten mitfühlen, wer hier jedoch laut den anderen Rezensionen ein Rotz und Wasser heulen erwartet – ich habe es nicht getan, die eine oder andere Träne ging fließen, aber so ganz schlimm wie es viele beschreiben, war es dann doch nicht.

Lesern, die sich gern Gefühlvolles zu Herze nehmen und sich hier ganz in eine dramatische, wenn auch andere Liebesgeschichte versinken lassen mögen, sind mit diesem Roman bestens bedient und werden auch danach noch etwas zu denken haben!

4 von 5 Punkten

Kate Atkinson – Die Unvollendete posted by on 13. September 2013

„Was wäre, wenn….?“ – Diese Frage stellt sich ein jeder von uns. Wie hätten wir gehandelt, könnten wir unser Leben korrigieren, verändern? Wäre es dann besser oder noch schlimmer geworden? Die Frage muss sich die Protagonistin des Romans von Kate Atkinson nicht stellen, denn ihr ist die Gabe gegeben, ihr Leben immer wieder zu korrigieren.

Autor: Kate Atkinson
Titel: Die Unvollendete
Genre: Unterhaltung, Drama, Fantasy
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 02.09.2013
Gebunden: 592 Seiten
Preis:  19,99 €

Ursula Todd lebt ihr Leben nach ihren Vorstellungen – denn anders wie andere kann sie es verändern, sie kann es korrigieren. Sie kann jeden Fehler beseitigen – doch wird das Leben dadurch besser? Auch sie erlebt, Verrat, Krieg und Tod. Wofür ist diese Gabe also gut? Kann man denn sein Leben überhaupt fehlerlos leben? Sie versucht es und lässt den Leser daran teilhaben.

Man erfährt gleich anfangs, wie Ursula geboren wird. Sie hat zwei Geschwister, erhält noch ein Brüderchen dazu. Im Jahre 1910 kommt sie zur Welt, stirbt fast dabei, bekommt aber nochmal eine Chance. Ihr ist es in die Wiege gelegt worden, Dinge zu verändern. Sie kann ihr Leben korrigieren, ihre Fehler ausradieren. Anfangs merkt der Leser von dieser Gabe noch nichts, es wird eher ihr Umfeld beschrieben. Mehr erfährt man von ihrer Familie und Freunde, als von ihr selbst.

Die Zeitsprünge sind manchmal etwas krass, sie gehen vor und zurück, nicht chronologisch. Man muss schon auf das Lesen konzentriert bleiben, denn eine leichte Lektüre ist dies keinefalls.

Auch der Schreibstil ist etwas kompliziert, einerseits leicht und dann wieder in gehobener Sprache mit Metaphern. Man muss schon bei der Sache sein, um auch alles klar zu verstehen. Dem Leser wird durch die Zeilen hindurch die Botschaft gegeben, dass man sein Leben nutzen sollte, wie es einem in den Schoß fällt. Trotzdem fragt man sich ständig, was man wohl tun würde, könnte man Fehler beseitigen. Würde man dann schwereloser durch die Welt gehen?

Man merkt schon, dass sich durch jede Korrektur im Leben von Ursula neue Fehler einschleichen. Das wäre ja, wie man vermutet – man kann ein Leben nicht perfekt führen, auch wenn man es verändert. Und – sind Fehler nicht da, um aus ihnen zu lernen? Die Erfahrungen, die man macht, sind sie für nichts gut? Man ist auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich das Leben von Ursula durch die Korrekturen gestaltet und ob es am Ende wirklich perfekt ist – was wäre, wenn…?

Irgendwann kommt man derartig durcheinander, da Ursula immer wieder eine Korrektur ihres Lebens vornimmt – und es scheint so, als wüsste sie dann nie davon. Es ist zwar ein sehr außergewöhnlicher Roman, der einem zeigt, dass es nichts bringen mag, wenn man etwas Geschehenes ungeschehen machen würde, aber man ist dadurch so verwirrt, dass der Lesefluss immer wieder stockt. Da auch der Schreibstil etwas kompliziert ist, macht es das nicht einfacher – es behindert oft beim Lesen.

Man kommt immer wieder auf den Krieg zurück und zu den vergangenen gesellschaftlichen Schwierigkeiten. Man lernt hier die Größen des Krieges kennen, man mag fast meinen, die Autorin würde diese selbst kennen. Natürlich ist dies nur Fiktion und hätte so sein können, wäre es möglich. Im Vordergrund ist aber immernoch Ursula, um die es ja eigentlich geht und um ihre Fähigkeit, Dinge rückgängig zu machen.

Das Ende war irgendwie vorhersehbar, aber doch anders. Es könnte aber auch gar nicht anders sein, sonst wäre es blöd. Die Autorin hat mit diesem Werk zwar etwas Einzigartiges geschaffen, jedoch auch eine Stolperfalle durch den Lesefluss, was dem Buch einen Abzug gibt. Aber allein die Idee ist wirklich nicht schlecht und Hut ab, dass hier ein so schöner Roman hervorgegangen ist.

Für diejenigen, die abschalten möchten, ist dieses Werk bestimmt nichts. Hier muss man dabei sein und auch auf einiges gefasst sein – man muss richtiggehend konzentriert an die Sache gehen. Dennoch ist es ein aufschlussreiches Vergnügen für „zwischendurch“!

3 von 5 Punkten

Melissa Darnell – Herzblut – Stärker als der Tod posted by on 4. September 2013

Weiter geht es mit der Geschichte um die verbotene Liebe von Savannah und Tristan. Sie sind auch dieses Mal wieder auf Abenteuer gestellt, die sie kaum zu schaffen mögen. Die Autorin schreibt die Geschichte weiter – auf welche der Leser gespannt gewartet hat…

Autor: Melissa Darnell
Titel: Herzblut – Stärker als der Tod
Genre: Fantasy
Verlag: Darkiss
Erscheinungsdatum:  01.09.2013
Broschiert: 444 Seiten
Preis: 12,99 €
bereitgestellt durch BdB

Savannah und Tristan erfahren ein weiteres Mal, dass sie sich nicht lieben dürfen. Sie überlegen, wie sie die Regeln ändern können, doch es scheint nichts zu geben, dass dies umgehbar wäre. Da Savannah nun um ihr Vampirdasein weiß, möchte sie nicht das Leben von Tristan gefährden und versprach dem Rat, dass sie die Beziehung beendet und den Konakt abbricht. Damit will Tristan aber nicht klarkommen und versucht alles mögliche, überlegt sogar, ein Vampir zu werden. Savannah versucht Tristan aus dem Weg zu gehen, was aber unmöglich ist, da sie ja auf dieselbe Highschool gehen. Während die beiden versuchen, sich aus dem Weg zu gehen, stacheln dunkle Mächte einen Krieg zwischen den Arten an, was Savannah und Tristan nur wieder näher bringt. Dies hat aber ungeahnte Folgen….

Es ist, als hätte man nahtlos an den ersten Teil angefangen. Man weiß sofort, wo die Geschichte steht und wie der 1. Teil endete. Die trübe Stimmung nimmt sofort Besitz vom Leser und lässt einen bangen, ob es denn diesmal gut ausgehen kann. Da man nun weiß, dass Savannah ein Vampir ist und Tristan aus dem Clann und dies sich gar nicht verträgt, fragt man sich natürlich, wie es denn kommen kann, dass die beiden doch eine Chance haben? Man wünscht es sich, ganz klar – doch kommt es am Ende so oder reisst es sie gar ganz auseinander?

Dieser Teil ist um einiges spannender als der Vorgänger, hier wird richtig an Fahrt aufgenommen. Nicht nur das – auch die Charaktere sind etwas erwachsener geworden, auch wenn hier zwischen dem ersten und zweiten Band nicht viel Zeit vergangen ist. Doch ist einfach viel passiert, was sie reifen lassen hat. Vor allem Savannah ist um einiges einsichtiger geworden und man merkt, was sie nun für eine Verantwortung hat. Sie als Vampirin und Tristan als Hexer dürfen sich nicht zu nahe kommen, denn sie entzieht ihm die Energie und ist jedes Mal dem Blutdurst ausgesetzt, sie könnte ihn töten.

Der Schreibstil der Autorin hat sich nicht geändert, man kann das Buch durchaus flüssig in einem Rutsch lesen. Im Gegensatz zum ersten Band steckt hier um einiges mehr Action mit drin, es geht richtig zu ab 2/3 des Buches. Hier kann man die Augen gar nicht mehr von den Zeilen lassen und man ist mitten dabei.

Positiv ist auch, dass man hier mehr über Tristan erfährt, da er hier mehr aus seiner Sicht erzählt. Die Kapitel sind nicht mehr ganz so lange wie beim Vorgänger und so wirkt das ganze noch etwas spannender. Gemein ist, dass man gerne erfahren möchte, wie es hier weitergeht, da man doch an einer etwas interessanten Stelle stehengelassen wird. Da kann man wohl nur auf einen baldigen Folgeband hoffen! Mit dem Ende hatte wohl niemand so recht gerechnet, das lässt einen noch neugieriger, was wohl als nächstes zu erwarten ist.

Hier konnte die Autorin sich durchaus besser durchsetzen mit der Geschichte. Wer den Vorgänger gelesen hat, hat hier ein ganz klares Muss – es lohnt sich in der Tat und macht neugierig auf alles Weitere was kommt!

4 von 5 Punkten

Gelesen im August 2013 posted by on 2. September 2013

Ups, ich bin wohl etwas hinterher mit meiner Statistik – die Zeit rennt aber auch! Na, dann wollen wir mal sehen, was ich den letzten Monat so alles gelesen habe =)

Ina Norman – AvaNinian – Das dritte Buch 4/5

Darynda Jones – Geisterhauch 5/5

Gisa Pauly – Die Tote im Watt – Hörbuch 2/5

Kelley Armstrong – Nacht der Geister 5/5

Charlaine Harris – Cocktail für einen Vampir 5/5

Suzanne Young – Du.wirst.vergessen 5/5

Sabine Klewe – Der Seele weißes Blut 3/5

Kerstin Gier – Liebe geht durch alle Zeiten – Smaragdgrün – Hörbuch 5/5

Der Monat war wieder sehr Fantasylastig, wie man sieht. Außer „Die Tote am Watt“ hat mir eigentlich alles gut gefallen, ich kann nicht meckern! Vor allem das Buch von Suzanne Young hat es mir angetan, da bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt, denn es gibt eine, habe ich mir sagen lassen =) Dann mache ich mich doch gleich mal daran, die Statistik für diesen Monat aufzufüllen! Bald wird es wieder eine neue Rezension geben =)