Gelesen im November 2013 posted by on 30. November 2013

Und da ist er wieder vorbei, der Monat. Dieses Mal habe ich wieder etwas mehr Gas gegeben =) Seht hier:

Robin Jarvis – Dancing Jax – Der Auftakt 3/5

Zoe Marriott – Frostblüte 5/5

Rebecca Hamilton – Forever – Das ewige Mädchen 4/5

Heike Abidi – Nachts sind alle Schafe schwarz 5/5

Angelika Schwarzhuber – Hochzeitsglück und Zwetschgenstrudel 5/5

Kelley Armstrong – Blut der Wölfin 3/5

Kerstin Gier – Silber – Hörbuch 5/5

Es waren wieder einige tolle Dinge dabei, vor allem das Hörbuch, ich konnte mich kaum losreissen. Bin schon gespannt, auf die weiteren Teile =) Gelacht und geheult vor lauter Lachen habe ich bei „Nachts sind alle Schafe schwarz“, der Humor der Autorin ist einfach einzigartig! Aber auch das Buch von Angelika Schwarzhuber hatte es in sich und ich musste wirklich oft schmunzeln =) Weiter gehts mit dem Lesen!

Neue Zugänge posted by on 24. November 2013

Richtig, da habe ich doch schon lange keinen solchen Post mehr verfasst. Ich dachte, ich sammel erst mal etwas, bevor ich wieder einen hierzu schreibe, sonst wird es zuviel =) Das hier sind die neuen seit dem letzten:

Nico Weinard – Der Schwarze Bund 1:

 
„Danag, ein junger Soldat der königlichen Leibgarde, wird von seiner Prinzessin ausgesandt eine mysteriöse Gruppe Abenteurer, die sich selbst Der Schwarze Bund nennt, zu finden und eine Botschaft zu überbringen.

In der geheimnisvollen Nachricht bittet die Prinzessin Moleidon und dessen Verbündeten unverzüglich zu ihr aufzubrechen.

Ohne zu wissen worauf sie sich einlassen begeben sich die Mitglieder des Schwarzen Bundes gemeinsam mit Danag auf die Reise…“

Heike Abidi – Nachts sind alle Schafe schwarz:

„Für die Erfüllung des ganz großen Lebenstraums fehlt Becky, Caro und Greta das nötige Kleingeld. Aus einer Sektlaune heraus entwickeln die drei ein pseudoesoterisches Geschäftsmodell: animalisti­sche Balance! Daran, dass ihr Konzept der unausgeglichenen Seelentiere wirklich seine Anhänger finden könnte, glauben sie zuerst selbst nicht. Doch über Nacht boomt das Geschäft um scheues Reh und falsche Schlange.“

Bernard Mondae – Die unbekannte Gefahr (Tränen der Zeit):

„Leiten Sie unsere Station in Schottland im 10. Jahrhundert ! Diesen merkwürdigen Auftrag erhält Francis Stevens, ehemals Captain der Royal Marines. Desillusioniert nach seinem Einsatz in Afghanistan, nimmt er das finanziell lukrative Angebot geheimnisvoller Auftraggeber an, die sich selbst nur banal als „Die Organisation“ bezeichnen und Zeitreisen beherrschen. Im 10. Jahrhundert soll er todkranke Kinder finden, sie aus ihrer Zeitlinie entfernen und dieser Organisation zur Verfügung stellen. Zeitparadoxien würde man so vermeiden. Fragen zu den Plänen mit diesen Kindern werden ausweichend beantwortet. Recherchen führen ins Nichts. Zweifel bleiben zurück. Ist er nur eine Figur auf einem Schachbrett? Was sind die tatsächlichen Ziele der Organisation? In der Station muss sich Francis Stevens mit weiteren Problemen auseinandersetzen. Neben Personen aus seiner Zeit leben dort Teenager, die bereits von der Organisation vor einigen Jahren geheilt und ausgebildet wurden. Nun sollen sie dabei helfen, weitere Kinder zu beschaffen. Als Belohnung winkt angeblich das Leben im 21. Jahrhundert. Misstrauen herrscht zwischen den Bewohnern der Station. Vieles wurde versprochen, doch wenig gehalten. Inga, eine 20 Jahre alte Wikingerin, leitet die Gruppe der jungen Mädchen in der Station. Sie entwickelt Gefühle für Francis Stevens, doch die Organisation verbietet streng derartige Beziehungen. Zerrieben zwischen Liebe und Vorschriften, muss sich Inga einer überraschend auftauchenden „unbekannten Gefahr“ stellen. Wird sie das Leben der ihr anvertrauten Mädchen retten können?“

Patrick Satters – Der Gott des Todes:

„Azur wird nach seinem Selbstmord als Todesengel wiedergeboren, dazu verdammt für alle Ewigkeit in den Einöden der Unterwelt die Seelen der Menschen einzusammeln. Fast aller Erinnerungen an sein menschliches Dasein beraubt, ist Azur nur noch eines geblieben: Die Sehnsucht nach seiner geliebten Frau. Um zu ihr zurückzukehren, muss er der Unterwelt entkommen und das Geheimnis seines Selbstmords offenbaren.
Azur begibt sich auf eine Reise voller Mysterien und Gefahren, die ihn mehr kosten könnte, als nur sein Leben.“

Paolo Giordano – Die Einsamkeit der Primzahlen:

„Ein einziger Tag in ihrer Kindheit hat über ihr ganzes Leben entschieden. An diesem Tag verlor Alice das Vertrauen in ihren Vater und ihre Lebenslust. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er nur ein einziges Mal missachtete. Sieben Jahre später lernen sich Mattia und Alice auf dem Gymnasium kennen. Das Schicksal scheint sie füreinander bestimmt zu haben.“

Gabriele Wohlrab – Eldorin – Das verborgene Land:

„Die fünfzehnjährige Maya verlässt mit ihren besten Freunden Fiona und Max das verhasste Waisenhaus und folgt dem rätselhaften Larin in das Elfenreich Eldorin in einem verborgenen Land.
Sie ahnt nicht, dass es eine Reise voller Gefahr werden wird, denn der Friede in dieser Welt wird von einem dunklen Herrscher bedroht, der in Larin den letzten Nachkommen der Menschenkönige erkennt. Um seine Regentschaft endgültig zu sichern, muss er den Jungen vernichten.
Als Larin sich auf ein waghalsiges Spiel einlässt, entdeckt Maya, dass sein Schicksal auf eine ganz besondere Weise mit dem ihren verwoben ist.“

Filippa Bluhm – Heiraten für Turnschuhträgerinnen:

„Eigentlich fand Charlotte Heiratsanträge immer absurd. Sie dachte, sie müsste losprusten, sollte jemals ein Mann vor ihr knien und um ihre Hand anhalten. Bis Georg kam. Nicht falsch verstehen, denn gelacht haben sie auch – aber da wussten sie auch noch nicht, was jetzt noch alles auf sie zukommen würde …“

Elle Marc – Zentrauren küssen anders:

„Ein Unfall machte ihn zu dem, der er heute ist: verletzt, verbittert, einsam.
Er hat nur noch einen Wunsch: ein Leben in Freiheit, in den Wäldern, fernab der Zivilisation.
Als der Tierarzt Eric Ehrenthal die Fähigkeit erwirbt, sich in einen Zentauren zu verwandeln, sieht er sich am Ziel seiner Träume.
Gäbe es da nicht das weibliche Geschlecht, das der impotente Mann plötzlich wie magisch anzieht…“

Das waren erst mal wieder die letzten, neuen Zugänge. „Nachts sind alle Schafe schwarz“ habe ich schon gelesen – wahrhaftig eine super Geschichte! Die Rezension hierzu findet ihr hier. An „Eldorin“ bin ich gerade dran, da wollte ich eigentlich nur kurz reinlesen und war sofort gefangen =) So schnell geht das. Mal schauen, was in der nächsten Zeit neues reintrudelt =)

Angelika Schwarzhuber – Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück posted by on 23. November 2013

Wie weit gehen wir für ein Erbe? Wenn die Verstorbene erst Aufgaben erwartet, die in einer genannten Zeit erledigt sein müssen? In Angelika Schwarzhubers Roman hat die Protagonistin ein schönes Ziel auferlegt bekommen, wird sie es schaffen?

Autor: Angelika Schwarzhuber
Titel: Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück
Genre: Unterhaltung, Belletristik
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 15.04.2013
Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 9,99 €

Hanna lebt und arbeitet in München. Sie ist Unternehmerin einer eigenen Firma, die nicht mehr sehr viel abwirft im Moment. Da muss sie dringend aufs Land, da ihre Oma gestorben ist. Eigentlich hatte sie nicht mehr viel mit ihr zu tun und dachte, dass die Oma sie auch nicht sehr mochte. Doch bei der Testamentseröffnung wird sie überrascht: Sie ist Alleinerbin! Aber nicht ohne Haken – sie muss innerhalb 3 Monaten einen Bauern gefunden und geheiratet haben, erst dann gehört ihr der Hof und einen Haufen Geld. Die drei Monate muss sie so lange auf dem Hof verweilen. Eigentlich wollte sie das Erbe erbost ausschlagen, was denkt die Oma sich dabei? Doch ihrem Cousin Max will sie es auch nicht leicht machen, schon gar nicht, als er ihren gutgemeinten Vorschlag eines Deals ausschlägt. Und so macht sie sich auf die Suche…

Wenn nicht schon allein das schöne lila Cover anlockt, so schafft es der Klappentext. Auch wenn es solche Geschichten annähernd schon gab, anders geschrieben, ist dies ein weiteres Abenteuer wert und es geschieht ja doch immer wieder etwas Neues!

Dass die Protagonistin sympathisch ist, merkt der Leser gleich. Die Autorin führt einen direkt in deren chaotisches Leben, erst einmal in München und dann auf dem Land auf dem Hof. Sie scheint eine gute Person zu sein, mit der man sich super verstehen würde. Und so kommt es auch, dass man hinter ihr steht soweit es nur geht und richtiggehend mit ihr mitfiebert. Man hat hier nicht eine hochgepuschte Superfrau vor sich, wie es in vielen Frauenromanen gehandhabt wird, sondern eine normale Frau, die den Alltag meistert so wie wir Ottonormalverbraucher.

Was man von ihrem Cousin Max halten soll, kann man so schnell noch nicht erkennen. Er kommt zwar nett herüber, ist aber eher ein hinterlistiger Mensch, der es dick hinter den Ohren hat. Er glaubt nicht daran, dass Hanna es schafft und zeigt dies auch. Alle anderen Verwandten sind eigentlich niedliche alte Tantchen, die sich um Hanna sorgen und sie verhätscheln. Ihre Stiefschwester Pauline ist ein aufgewecktes Mädchen, das für alle Abenteuer bereit ist. Nur mit dem Hund der verstorbenen Oma Berta wird man nicht so ganz warm, denn dieser mag Hanna nicht, das Herz wurde bereits an Pauline verschenkt.

Es macht Spaß durch den leichten Schreibstil der Autorin zu fliegen und Seite um Seite umzublättern. Man möchte dem Ziel nahe kommen und irgendwie doch nicht, da ja sonst die Geschichte schon zu Ende wäre. Spannend ist aber, ob Hanna es tatsächlich in drei Monaten schafft, einen geeigneten Mann zu finden, den sie womöglich auch noch gern hat. Man fragt sich ständig, wie ist so etwas zu schaffen? Auf Zwang verlieben geht doch gar nicht und wie will man in einer solchen Einöde einen gescheiten Kerl finden? Wie stellt man das an?

Die Autorin hat hier eine gut durchdachte, erheiternde Geschichte erfunden, die den Leser einfach nur mitreissen kann. Sie hat das alles in eine schöne ländliche Geschichte verpackt und durch die vielen Dialoge macht das Lesen erst richtig Spaß. Schmunzeln muss man ab und zu, wenn bei den Charakteren der bayrische Dialekt durchkommt bei einigen Wörtern. Man fühlt sich richtig in die Idylle versetzt, als wäre man selbst dort und würde alles sehen, hören und erleben.

Man ahnt es irgendwann, worauf es hinauslaufen wird, aber nicht im Konkreten. Es bleibt viel Spielraum, um sich mehrere Ausgänge auszudenken, die Szenarien könnten nicht verschiedener sein. Das Leben der Protagonistin wird ein paar Mal auf den Kopf gestellt und man kann sich das eine oder andere Tränchen nicht verkneifen – sei es vor lauter Schmunzeln oder aber auch Mitgefühl für diejenige Situation.

Der Roman ist flüssig und gut geschrieben und unterhält gut – man fühlt sich versetzt in eine wunderbare Atmosphäre und fragt sich ständig, wie man selbst handeln würde an Hannas Stelle. Würden wir das Erbe ausschlagen oder würden wir auch erst recht Gas geben, um es zu bekommen?

Es kommen auf jeden Fall viele Fragen auf, die man selbst zu beantworten versucht, die die Autorin aber nach und nach löst und es bleibt ein logisches Bild zurück. Am Ende schlägt man die Seiten zu mit einem Lächeln im Gesicht und hätte eigentlich gerne weitergelesen.

Empfehlenswert an diejenigen, die gerne einmal lustige idyllische Unterhaltung zwischendurch haben möchten und sich auf eine Reise nach Niederbayern begeben möchten. Es ist nicht zuviel versprochen, wenn ich hier sage, dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann, da man das Leben auf dem Hof und der Protagonistin keinesfalls aufgeben möchte, um etwas anderes zu tun als zu erfahren, wie es endet!

5 von 5 Punkten

Heike Abidi – Nachts sind alle Schafe schwarz posted by on 12. November 2013

Es gibt kein Mensch, der nicht Träume hat, die er gerne verwirklichen möchte. Genau – meistens bleibt es hier bei „möchte“. Seien wir doch mal ehrlich, wie viele Menschen gehen wirklich aufs Ganze und versuchen es zumindest? Die meisten denken hier, dass es eh nicht klappt und am Ende nach hinten los geht. Doch, was wäre wenn – diese Frage steht immer im Raum, sollte man es nicht versucht haben. Die drei Frauen in Heike Abidis neuem Roman „Nachts sind alle Schafe schwarz“ haben auch ihren Lebenstraum und sie träumen nicht nur davon, sie ziehen alle Register und versuchen diese wahr zu machen!

Autor: Heike Abidi
Titel: Nachts sind alle Schafe schwarz
Genre: Unterhaltung, Belletristik
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.10.2013
Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 8,99 €

Für die Erfüllung ihrer Träume fehlt Becky, Caro und Greta das nötige Kleingeld. Becky möchte ein eigenes Cafe, Caro möchte endlich ein Kind mit ihrem Mann und Greta möchte ihre Werke ausstellen und es sollte sie jemand beachte, es sollte ankommen und sie groß rauskommen damit. Aus einer Sektlaune heraus bei einem ihrer spektakulären Weiberabende kommen sie auf eine Idee und nehmen diese in Angriff – animalistische Balance! Damit, dass dies wirklich bei den Leuten ankommt, hat keiner gerechnet, doch scheint das Geschäft zu sprengen und die Leute wirklich zu erreichen!

Schon allein das pinke Cover zieht an – wenn man ein Fan der Farbe Pink ist (so wie ich), dann sowieso! Die Farben aus schwarz, pink und weiß sprechen direkt an und sind gleichzeitig dezent – es hat auf jeden Fall etwas. Schlägt man das Buch erst einmal auf und fängt an, so ist man sofort gefangen. Wer bereits ein Buch von Heike Abidi gelesen hat, weiß, was ich meine. Sie hat einen so unglaublich tollen Humor, der zieht den Leser direkt hinein und hat ihn gefangen. Man lächelt, schmunzelt und lacht sogar laut los.

Hier haben wir drei individuelle Charaktere, jede mit eigenem Witz und Sorgen angereichert. Man hat sogleich alle vor Augen, sie sind wirklich detailhaft gezeichnet. Es ist, als würde man mittendrin sitzen und mitdebattieren, wie das Geschäft auszusehen hat und wie der Hase läuft. Becky scheint von allen dreien die bodenständigste zu sein und diejenige, die die Ideen bringt. Man fühlt sich sofort wohl im Kreis der Freundinnen und kommt sich fast selbst als eine Freundin der Frauen vor.

Es kommt, wie es kommen muss – die drei trinken zuviel und aus den benebelten Gedanken entsteht eine Idee, die zu einer Tatsache heranreift! Man kennt es, erst ist da der Ansatz, dann die Idee und wenn man es wirklich in die Tat umsetzt, nimmt es Gestalt an. Doch was die drei aushecken, ist nicht mal weit hergeholt und sehr gut ausgedacht. Der Wortlaut, mit welchem sie das unter die Leute bringen, bringt den Leser zu lachen und es hat wirklich was – ich bin mir sicher, hier würden ganz, ganz viele drauf anspringen, allein schon, weil es witzig geschrieben ist und interessant anhört. Worte machen Leute! Man sieht, manchmal können „Schnapsideen“ richtig gut ausgehen – aber bleibt das auch bis zum bitteren Ende so? Einen Haken gibt es doch bei fast jeder Sache und bei einer, die ausgedacht wurde ohne die nötigen Kenntnisse doch sowieso!

Über jedem Abschnitt ist eine Überschrift – passend, lustig und einfach gut gewählt. Es ist sogar so, dass man es kaum zum nächsten Abschnitt abwarten kann, um zu sehen, was für ein Brüller die Überschrift wieder ist. Gut gewählt und zwischen den Zeilen gut ausgedrückt mit viel Witz.

Die Autorin hat sagenhafte Ausdrücke, die sie auf jeder Seite, in bald jedem Satz zur Geltung bringt. Man kann hier gar nicht anders als lesen, lesen und nochmals lesen. Der Schreibstil ist wirklich leicht gehalten und lässt einen so durchweg ohne Stolpersteine zu lesen. Trotz viel Missgeschicke, Witz und komischen Situationen ist hier doch alles logisch.

Von Seminaren, bei denen keiner eine Ahnung hat, die aber wirkungsvoll sind über mysteriöse Säuglingspuppen und Männer, die in das Leben der Frauen eintreten – ein Spaß der besonderen Art, eine Unterhaltung, wie sie besser nicht sein kann. Zu keiner Zeit wird einem langweilig beim Lesen – im Gegenteil: Man kann einfach nicht aufhören, weiterzulesen und die urwitzigen Situationen der Freundinnen zu verfolgen sowie ihrem Bangen nach Glück Hoffnung zu verleihen. Es tauchen Begriffe auf wie „Alptraumpaar“ (S. 110) und „Rache ist Bockwurst“ (S. 300), die einen einfach nur vor sich hinschmunzeln lassen. So humorvoll ist dieser ganze Roman verfasst, es wird also nie langweilig!

Der Wettlauf gegen die Zeit, der Weg zum Ziel endet für den Leser viel zu schnell – und doch hat man einige wirklich sehr gute Momente erlebt, in welchen man nur schwer wieder auftauchen konnte. Man möchte hoffen, dass es eine Fortsetzung gibt, wo der Roman doch abgeschlossen ist.

Ganz besonders hat mir ein Satz der Protagonistinnen gefallen, auf Seite 35:

„Steckt nicht in jeder von uns ein bisschen Reh und ein bisschen schwarzes Schaf? Auch Bambi muss mal die Sau rauslassen!“

Wie passend, auch in realen Lebenslagen und ja, das muss Bambi oder ander gesagt – wir – auch einmal tun!

Leute, greift zu – ihr bekommt mit diesem Roman eine einwandfreie Unterhaltung geliefert, die euch ein paar Stündchen versüßen und euch über vieles schmunzeln lässt.

5 von 5  Punkten

And the winner is.. posted by on 7. November 2013

…richtig! Heut ist die Auslosung – wie versprochen! Ich bin leider erst jetzt heimgekommen und auch jetzt erst dazu gekommen.  Ok und ich sollte wohl sagen „the winners“, denn es sind ja insgesamt drei Stück =) Ich möchte euch auch gar nicht länger auf die Folter spannen, der Tag war lange genug!

Über ein eBook der Schicksalsboten „Rausgekickt: Blaue Vögel“ dürfen sich freuen:

IMAG0367Ok, das Bild ist wohl etwas klein geraten – in Worten:

Melisa

Ela

Annagret

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Gewinner! Ich werde gleich eine E-Mail schreiben und dann machen sich die eBooks sobald auf den Weg zu euch =) Und das erwartet euch:

Rausgekickt
„Unermüdlich arbeiten die Schicksalsboten Null-Neun und Eins-Zwo daran, Paare zusammenzubringen. Auch Mechthild sollte mit ihren 44 Jahren längst den Mann an ihrer Seite gefunden haben. Doch ständig dem tyrannischen Vater ausgesetzt, stolpert sie ängstlich durch ihr Leben und Katastrophen pflastern ihren Weg. Ihre Unfälle behindern schließlich sogar die Arbeit der Schicksalsboten. Sie müssen handeln. Als sie Mechthild betäubt in einen Zug setzen, um sie aus der Schusslinie zu bringen, entpuppt sich das für Mechthild als eine glückliche Fügung. Der Damen-Kegelclub „Die flotten Bienen“ könnte ihre Rettung aus ihrem tristen Alltag sein.“

Für diejenigen, die dies erst zu spät gesehen haben oder kein Glück hatten – seid nicht traurig! Ich habe hier einen kleinen Geheimtipp für euch: Die Aktion Schicksalsboten endet nicht bei mir, sie geht weiter – und wer weiß? Vielleicht bekommt ihr dort am Ende auch was? =) Schaut doch einmal hier *klick* vorbei.

Rebecca Hamilton – Forever – Das ewige Mädchen posted by on 6. November 2013

Es gibt immer mehr Bücher über Hexen – oder gab es sie schon und sie kommen jetzt erst in Trend? Auch die Autorin Rebecca Hamilton schreibt über eine Hexe, denn ihre Protagonistin ist eine und eine sehr junge noch dazu. Sie muss sich einigem stellen, auch Kreaturen, von deren Existenz sie noch nicht einmal wusste…

Autor: Rebecca Hamilton
Titel: Forever – Das ewige Mädchen
Genre: Fantasy
Verlag: Darkiss
Erscheinungsdatum: November 2013
Broschiert: 416 Seiten
Preis: 12,99 €
bereitgestellt durch BdB

Sophia wird Hexe genannt, das weiß sie aber, das ist nichts neues in dem Dorf. Sie beschwört Geister und kennt sich mit Ritualen aus. Jedoch nerven sie die Stimmen bzw. das Summen in ihrem Kopf um einiges mehr als das Getuschel und der Versuch, sie zu vertreiben. Das Summen bleibt nicht beim Summen, es werden Stimmen und aus diesen werden dunkle Gestalten, die sie sehen kann. Da gibt es den geheimnisvollen Charles, zu dem Sophia sich sehr stark hingezogen wird. Sie erfährt, welchen Fluch sie erweckt hat und ihre Vorfahrin Elizabeth, die mit 18 gestorben ist, hat damit etwas zu tun….

Wer den Klappentext und auch den Klappeninnentext genau liest so wie ich, dem stößt gleich etwas auf. Denn auf diesem wird Sophia als 18 Jahre alt ausgegeben, im Buch selbst ist sie aber bereits 22 Jahre alt. Das tut der Story aber ganz und gar keinen Abbruch, dies war nur eine kleine Anmerkung nebenbei.

Sophia lebt also in einem Dorf, in welchem viel getratscht wird. Logisch, dass sie die Aussenseiterin ist, da sie ja eine Hexe ist und böse Dinge beschwört – laut den Bewohnern. Ganz anders als diese denken, ist Sophia aber gut gesinnt und eigentlich ein ganz normales Mädchen mit viel Selbstbewusstsein. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und hat sogar schon ihr eigenes Haus, welches sie von ihrem Großvater geerbt hat. Ihre innere Selbstsicherheit fängt erst an zu schwanken, als sie komische Gestalten sieht – was haben die nur vor und was für eine Rolle spielen sie in ihrem Leben?

Sophias Mutter wirkt direkt unsympathisch. Sie möchte ihre Tochter bekehren zu Jesus und lässt keinen Versuch vorbeistreichen, dies zu tun. Sie leidet an bipolaren Verhaltensstörungen und dies wird dem Leser auch gut rübergebracht.

Als man endlich dem gelobten Charles vom Klappentext begegnet, hat man ihn sofort vor Augen. Man könnte sich wahrscheinlich selbst in ihn verlieben, wäre man an Sophias Stelle. Anders als bei Sophia, ist man nicht in seinen komischen Gedankengängen gefangen und kann seine Handlungen nachvollziehen. Als es zwischen den beiden knistert, knistert es automatisch auch beim Leser. Ich selbst habe lange überlegt, ob das nicht auch ein Buch für Jugendliche wäre, muss aber sagen, dass es eher eines für junggebliebene Erwachsene ist – die erotischen Szenen sind auch sehr gut bildlich dargestellt, wenn es auch wirklich sehr wenige davon gibt.

Es könnte eine Liebesgeschichte sein, ist es aber nicht im Reinen. Sie ist da, am Rande – es wird aber zuviel hin- und herdiskutiert und es passiert zuviel Nebensächliches im Leben der Charaktere, was mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, als zwei Liebende. Das heißt aber nicht, dass es deswegen schlechter ist, das steigert umso mehr die Spannung und hebt sich etwas vom Klischee heraus.

Man lernt so viele Nebenpersonen kennen, es ist einem fast unmöglich, alle detailreich im Gedächtnis zu behalten. Die Autorin zeichnet sich hier aber durch ihre Genauigkeit in den Beschreibungen aus – leider auch in allen anderen Handlungen, so dass es zum Drüberlesen verleitet. Es zahlt sich aber aus, wenn man alles genau liest und dabei bleibt, denn im letzten Drittel geht es richtig zur Sache, man kann hier nicht mehr aufhören und lechzt den Zeilen und Buchstaben nach. Zwar kommen einem immer Sophias unlogische Schlussfolgerungen und Handlungen in den Weg, aber mittlerweile wird man sich daran gewöhnt haben. Es ist nicht alles nachvollziehbar, was sie denkt und tut und manches wird ihr auch in den Kopf gelegt durch andere. Dies befolgt sie sofort und es klappt auch sofort, nachdem sie tagelang wenn nicht sogar monatelang darüber nachgedacht hat, wie sie das bewältigen soll. Manche Lösungen waren einfach zu schnell parat, wo an anderen Stellen nicht gespart wurde mit detailreichen Ausführungen.

Zwischendurch entwickelt sich alles etwas schleppend, eben durch die ellenlangen Ausführungen der Autorin. Manchmal denkt man sich, dass sie selbst überfordert war mit Sophias starkem Charakter, der immer wieder schwankt – ob die Autorin hier manchmal selbst nicht mehr wusste, „wer“ Sophia eigentlich ist?

Das Thema mit den übernatürlichen Wesen wie Vampire oder Gestaltwandler oder auch Hexen ist nichts neues mehr auf dem Buchmarkt. Die Umsetzung aber der Autorin ist fantastisch – sie kam auf die Idee, die verschiedenen Arten in Elementare umzusetzen, die Erklärungen hierzu reichen bis zu Geist-Elemantaren und der Leser verfolgt dies mit leuchtenden Augen. So begegnen wir hier z.B. den Strigori, Cruor, Chibold und auch den Ankoui sowie Blendlingen.

Durch den leichten Schreibstil vereinfacht die Autorin dem Leser den Einstieg sowie den Weitergang der Geschichte. Ehe man es sich versieht, sind wieder sehr viele Seiten geflogen und man ist um einiges schlauer. Gegen Ende wird es noch einmal richtig spannend und man kann eigentlich gar nicht aufhören zu lesen. Anders wie bei anderen Mehrreihern gibt es hier keinen Cliffhanger, was den aufmerksamen Leser jedoch nicht aufhält, sich zu fragen, was im nächsten Band geschieht. Hier wird wohl noch einiges auf Sophia und Charles zukommen und man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte und auch die Charaktere entwickeln.

Das Buch ist wie gemacht für Neulinge in dem Genre – wer allerdings ein eingefleischter Leser im Bereich Vampire, Gestaltwandler und Co. ist, wird sich hier gut zurechtfinden und eigentlich nichts neues erfahren, nur die neuen Begriffe frischen das Ganze noch einmal auf. Trotzdem kann man sich sehr guten Gewissens in die Story hineinziehen lassen und sich in die Welt des Übernatürlichen entführen lassen!

4 von 5 Punkten

Zoe Marriott – Frostblüte posted by on 2. November 2013

 Wölfe sind schöne Tiere – oder? Leider ist er im Roman von Rebecca Hamilton zwar schön, aber böse! Die Protagonistin hat den Wolf in sich und der kommt immer zum Vorschein wenn sie zuviel Gefühl oder Wut zeigt. Ist das denn noch von Vorteil? In manchen Situationen bestimmt, aber damit zu leben ist sicher nicht leicht….

Autor: Zoe Marriott
Titel: Frostblüte
Genre: Fantasy
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 02.10.2013
Softcover: 464 Seiten
Preis: 14,99 €

Saram, genannt Frost, lässt keinen an sich heran. Dies nicht ohne Grund – denn sie trägt den Wolf in sich. Der kommt immer zum Vorschein, wenn sie wütend ist oder Gefühle zeigt in heiklen Situationen. Der Wolfsdämon verwandelt sie in eine Killermaschine, sie tötet wahllos. Notgedrungen schließt sie sich einer Schaar Krieger an und erweckt das Interesse von Luca, deren anführer. Jedoch scheint auch Arian, sein bester Freund, Interesse an ihr zu haben. Doch ist das Interesse gut oder schlecht? Und welches Feuer erzürnt sie bei den beiden – was für ein Preis erwartet sie?

 Man erfährt aus Frosts Vergangenheit und aus ihrer jetzigen Situation. Es ist anfangs echt schwer, sich in sie hineinzudenken, denn selbst für den Leser ist sie ein Rätsel. Sie ist verschlossen, zurückhaltend und vertraut nicht mal sich selbst. Doch je mehr man liest, desto besser versteht man sie. Die Vergangenheit hat die Protagonistin ganz schön geprägt und dies merkt auch der Leser. So wird sie nach einer Dauer etwas sympathischer, man hat auf eine Art Mitleid mit ihr und irgendwann hält man wie Pech und Schwefel zu ihr und versteht auch ihre Handlungen.

Luca stellt man sich als totalen Schönling vor, der sogar noch ein netter Kerl ist. Er hilft Frost und steht ihr bei Rat und Tat zur Seite – er nimmt sie sogar in sein Lager auf, obwohl sie sich eigentlich erst gesträubt hat und widerspenstig zu ihm war. Doch er scheint auf irgend eine Weise zu ihr durchzudringen. Aber auch sein Leutnant, Arian, vermag das irgendwie. Auch wenn er ein borstiger Kerl ist, der scheinbar niemanden leiden kann und nur Gift versprüht, verspürt Frost doch Gefühle wie Mitleid für ihn, da sie einmal durch ihn sehen konnte und etwas Gefühl mitbekommen hat.

 Doch genau Gefühle sind Frosts Probleme. Lässt sie zuviel zu, passieren schlimme Dinge – der Wolf kommt aus ihr hervor. Genau das kann sie nicht beeinflussen und deswegen meidet sie eigentlich Menschenmengen. So ist es klar, dass sie sich nicht wohl fühlt bei der Berggarde zu Anfang, da es hier nur so von Menschen wimmelt. Ihr Stottern wenn sie unsicher ist oder nervös, ist eine herzige Angewohnheit, man kann ihr gut nachfühlen und lächelt in sich hinein, jedoch nervt es nach einer Zeit doch leicht. Es gehört aber einfach zu ihr, macht sie zu dem Menschen, der sie ist.

Luca nimmt sie an, wie sie ist und gibt ihr Geborgenheit. Aber auch Arian ist anders als alle denken und scheint Frost mehr zu mögen, als der Leser anfangs wahrnimmt. Man fragt sich immer, was hier wohl noch zwischen den beiden besten Freunden passieren mag, wenn sie beide die gleiche Frau mögen. Mit der Zeit findet auch Arian den Nerv des Lesers und wird diesem sympathisch, so ist man ständig hin- und hergerissen zwischen den beiden.

 Für den Leser ist dies ein gelungenes Abenteuer. Man denkt, man wäre dabei und schaut den Charakteren direkt über die Schulter oder würde sogar nebenan stehen und in der Geschichte vorkommen. Irgendwann möchte man von selbst in die Geschichte eintauchen, möchte sogar mitsingen wenn die Leute am Lagerfeuer sitzen und Liedchen singen. Es ist eine magische Atmosphäre, die die Autorin dem Leser mit ihren Zeilen nahe bringt.

 Auch die Action fehlt in diesem Roman nicht, man liefert sich mit den Charakteren einigen spannenden Gefechten und fiebert mit, hofft, dass alles gut ausgeht. Gegen Ende nimmt die Handlung noch eine spezielle Wendung, die einen etwas überraschen. Ein wirklich sehr gut gelungener Fantasyroman, bei welchem nicht nur die Liebe eine Rolle spielt, sondern alle anderen Elemente auch sowie actionreiches Pageturning!

 Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter an diejenigen, die gerne einmal in eine andere Welt eintauchen, sich mit den Augen der Protagonistin sehen und auch nichts gegen Kämpfe zwischen den Zeilen der Liebe haben!

5 von 5 Punkten

Gelesen im Oktober 2013 posted by on 2. November 2013

Wieder ist ein Monat rum, ehe man es sich versieht. Ich kann mich noch an die letzte Statistik erinnern, als wäre es gestern gewesen. Der Oktober war für mich sehr ereignisreich – da ja auch noch die Buchmesse war, an welcher ich das erste Mal teilnahm! Die Eindrücke habe ich noch immer hinter der Stirn und ganz gewiss werde ich da wieder hingehen, das ist klar! Naja, gelesen habe ich diesen Monat wirklich nicht viel, hatte einfach noch vieles anderes zu tun. Das sind die gelesenen im Oktober:

Claudia und Urs Muther – Die Chroniken von Mondoria. Das Artefakt 3/5

Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler 3/5

Veit Etzold – Final Cut 5/5

Manuela Reizel – Recovery 3/5

Kein Vergleich zu sonst =) Dafür gebe ich nun wieder Gas und die nächste Statistik wird mehr hergeben – versprochen! Besonders gut hat mir den Monat „Final Cut“ gefallen, das dümpelte auch schon lange vor sich hin in meinem Regal – das musste nun einfach gelesen werden! Für leichte Nerven ist das aber nichts, da man nachts sonst nicht mehr schlafen kann =) Der November wird wohl eher Fantasylastig und unterhaltsam, so wie ich das sehe *Stapel anschiel* – aber ist doch auch mal eine gute Abwechslung! So und jetzt ran an die Bücher!