Elif Shafak – Ehre posted by on 26. Februar 2014

Ehre – ein hohes Wort in den südöstlichen Gebieten. Eine Frau hat diese schneller beschmutzt als ein Mann, sie hat sie zu wahren. Gleichnamiger Roman von Elif Shafak handelt von einer Kurdin, die von Istanbul mit ihrem Mann und ihrem Sohn nach London zieht. Wie sie mit den verschiedenen Kulturen klarkommt, schildert die Autorin in diesem Roman.

Autor: Elif Shafak
Titel: Ehre
Genre: Drama, Unterhaltung
Verlag: Kein & Aber
Erscheinungsdatum: 01.02.2014
Gebunden: 528 Seiten
Preis: 24,90 €
bereitgestellt durch BdB

Pembe heiratet früh, mit 17 gebärt sie ihren ersten Sohn. In London erhofft sie sich mit ihrem Mann Adem und ihrem Sohn Iskender ein erfülltes Leben. Doch auch hier ist es nicht besser – es zerreisst ihre Familie und auch ihre ursprüngliche Kultur. Da lernt sie Elias kennen, durch ihn lebt sie wieder und lernt neue Seiten an sich kennen und sieht die Welt mit anderen Augen. Elia zeigt ihr neue Horizonte, sie teilen viele Gemeinsamkeiten, so auch die Liebe zum Kochen. Pembes Zwillingsschwester Jamila riecht, dass das nicht gut gehen kann und reist kurzerhand ihrer Schwester hinterher nach London.

Man merkt gleich schon, dass die Autorin aus dieser Kultur entstammt. Das ganze Wissen hierüber hat niemand unbedingt, der sich nicht sehr intensiv damit befasst oder selber damit aufgewachsen ist. Anders als gedacht, ist der Einstieg in den Roman sehr leicht und man fühlt sich sofort „daheim“. Man kann sich sehr genau in Pembe hineindenken, als Kind schon und auch später als Frau.

Angefangen wird der Roman nicht etwa mit der Protagonistin, sondern in der Zukunft mit ihrer Tochter. Man erfährt hier bereits, dass Pembe mittlerweile tot ist und ihr Sohn Iskender, Esmes Bruder, in Haft sitzt. Als diese ihn aus der Haft abholt, da er die Strafe abgesessen hat, endet das Kapitel und Pembes Leben beginnt.

Anders als andere Kinder aus diesen Gefilden erlebt Pembe eine schöne Kindheit in ärmeren Verhältnissen. Ihre Mutter ist zwar ein Drache, der sie auch nach dem Tod noch als vermeintlicher Geist verfolgt – ihr Vater aber ist ihr ein und alles und liebt seine Töchter abgöttisch. Er ist hier derjenige, der eher nachgibt als die Mutter.

Doch jeder in dieser Geschichte hat sein Päckchen zu schleppen. Pembe ist diejenige, die ihrem Herzen folgt, ihrer Leidenschaft. Sie packt einfach alles zusammen und reist ab in ein fernes Land mit ihrer Familie. Ihre Zwillingsschwester Jamila ist hier das genaue Gegenteil, leidenschaftslos weilt sie ein einsames Leben als Hebamme auf dem Land und würde das jahrelang weiterführen, wenn auch nicht glücklich. Sie ist gebannt an die Macht der Gewohnheit. Adem, Pembes Ehemann, ist geplat durch die Spielsucht. Man merkt ihm gleich an, dass er immer an sich selbst zweifelt und in Erinnerungen schwelgt, die nicht sehr schön waren. Alle haben sie etwas gemeinsam – jeder auf seine Weise ist irgendwie einsam, wenn sie auch sich gegenseitig haben. Das ist nicht das gleiche und es macht sie auch nicht glücklich. Auf den Leser machen diese Personen den Eindruck, als würden sie zwanghaft nach dem Glück streben und doch nur über Steine stolpern.

Über die Kinder erfährt man nur halb so viel wie über ihre Eltern. Man erfährt aber trotzdem, dass auch diese kein leichtes Leben haben. Sie müssen sich mit ihrem Gewissen, der Liebe zu Eltern und ihrer eigenen Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit auseinandersetzen.

Das Buch nimmt den Leser schon ab der ersten Seite mit, es ist sehr gefühlvoll und mit Stil geschrieben. Die Autorin weiß genau, wie sie den Leser erreicht. Es ist eine Geschichte über Liebe und Verrat, Familie und Zusammenhalt und der Zusammenprall von Kultur auf Kultur.

Hier treffen Kulturen aufeinander und sie können verschiedener nicht sein. Man fühlt mit jeder der Personen mit, ist auf jede wütend und durchlebt ein wahres Bad der Gefühle beim Lesen. Ein zauberhafter Roman, der einen in die Welt der fremdartigen Kulturen entführt, die erschreckend aber auch sehr liebevoll sein können. Erschreckend und entsetzlich in unserer Welt, kommt sie uns zu Ohren – in der Tat aber nicht abwegig, so etwas passiert mehr als man denkt.

Frau Shafak schreibt so gefühlvoll und detailliert, dass man nicht anders kann, als den Worten zu folgen. Hat sie es am Ende selbst erlebt? Denn so erscheint es einem! Wer einmal in eine andere Kultur abtauchen möchte, erfahren möchte, wieviel so anders ist als bei uns – der ist hier genau richtig! Eine herzzerreissende Geschichte in einer anderen Welt bzw. anderer Kultur! Mein letztes Buch von ihr war es mit Sicherheit nicht.

5 von 5 Punkten

Nominiert „Liebster Award“ posted by on 23. Februar 2014

Diese Woche erreichte mich eine Nominierung von der lieben Vera. Nominiert hat sie mich für den „Liebster Award“. Darüber habe ich mich sehr gefreut, war ich doch noch gar nicht nominiert worden und es ist mal etwas Neues für mich! Sogleich machte ich mich also auf die Suche, was der Award eigentlich bedeutet. Dieser wird eigentlich an Blogs verliehen, die weniger als 200 Besucher haben, was es aber, wie auch die liebe Vera festgestellt hat und andere,  nicht immer herauszufinden gilt – denn nicht alle haben einen Zähler oder eine Anzeige, wieviel Follower sie haben.

Die Regeln der Nominierung sind eigentlich ganz leicht:

Man wird nominiert und bekommt einige Fragen gestellt, die man beantworten müsste.

Darüber schreibt man einen Artikel, erstellt eigene Fragen und nominiert weitere 11 Blogger.

Ihr seht, also ganz einfach oder? =) Leider tat ich mich dann doch etwas schwer, mit so vielen Bloggern zu finden, weshalb ich auch erst einmal acht Stück nominiere und dann ggf. noch welche dazuschreiben werde. Auch die Antworten auf die Fragen haben etwas länger Zeit beansprucht, da ich diese gewissenhaft beantworten möchte. Nun, die eigenen Fragen zu erstellen war dann wohl das schwerste – denn was fragt man andere, was würde man gerne von ihnen wissen und nachlesen gehen? Wie auch immer – hier Veras Fragen und meine Antworten darauf =)

1. Was ist dein schönstes Erlebnis mit deinem Blog?

Da fällt mir speziell eigentlich gar nichts ein, ich finde jedes Erlebnis mit meinem Blog schön – ein prägendes war wohl die Frankfurter Buchmesse 2013, an welcher ich das erste Mal teilgenommen habe. Dort durfte ich auch andere Blogger und Verlage kennenlernen und viele, viele genauso buchverrückte Menschen wie ich =)
2. Was ist deine Motivation beim Bloggen? Verfolgst du ein besonderes Ziel?

Hmmm, lass mal überlegen. Ein besonderes Ziel damit verfolge ich nicht – ich habe einfach Spaß am geschriebenen Wort, ob selbst geschrieben, in Büchern, einfach überhaupt Wörter. Es ist, als hätte man eine besondere Beziehung zu diesen. Mein Blog zu führen bereitet mir eine große Freude und ich bin froh,  dass ich damit angefangen habe – anfangs war das nicht mal so ernst, doch ich habe gemerkt, wie viel Spaß mir das macht und möchte meinen Blog nicht mehr missen. Man findet so viele Gleichgesinnte und es gehört einfach irgendwann zum täglichen Brot dazu =)
3. Was sagen deine Freunde und deine Familie zu deinen Aktivitäten?

Die finden das spitze, dass ich mir so etwas aufgebaut habe. Dass ich so viel lese sehen mir viele übrigens gar nicht an und sind dann erst einmal überrascht, was für eine Leseratte ich bin – nur um später festzustellen, dass sie mich etwas leseverrückt halten =) Diejenigen, die nicht gerne lesen, verstehen so etwas halt weniger als solche, die das Lesen zu ihrer großen Leidenschaft gemacht haben!
4. Wenn du nicht bloggst, was sind deine anderen Hobbys?

Also definitv koche und backe ich gerne. Für mich alleine ist das zwar etwas zu aufwändig und nicht so toll wie wenn man jemanden bekochen oder bebacken kann, dennoch gehört das zu meinen Hobbys. Ich probiere immer wieder neue Dinge aus und ich liebe es einfach – es kann auch sein, dass ich einen Kuchen backe, von welchem ich gar nichts esse, einfach nur ausprobiert zu backen. Den erhalten dann Freunde/Bekannte/Familie =) Was viele nicht wissen – ich stricke gerne Schals! Genau, ich sitze des Öfteren vorm Fernseher und stricke einen Schal – manchmal komme ich mir vor wie ein Großmütterchen, aber es macht Spaß und lässt einen wunderbar abschalten. Puzzlen gehört wohl auch noch zu meinen Hobbys, die klebe ich dann und habe ein schönes Bild – nur wird der Platz irgendwann eng, daher wird das nicht oft gemacht. Ich glaube, alles was etwas kreativ ist, mache ich gerne – früher habe ich noch gerne gezeichnet, aber schon lange nicht mehr – weiß gar nicht, ob ich das noch könnte.
5. Wir haben gerade Februar. Das Jahr ist noch jung. Was muss für dich passieren, damit du am 31. Dezember sagst, dass 2014 ein tolles Jahr war?

Mein Traummann reitet daher mit einem weißen Schimmel und liest mir jeden Wunsch von den Lippen ab. Schnitt – so etwas passiert nicht und ist auch gar nicht notwendig, damit man glücklich ist. Einen Gleichgesinnten zu finden, wäre zwar schön, kann man aber nicht erzwingen und es sollte schon passen – behätschelt werden ist zwar manchmal ganz schön, muss aber nicht unbedingt immer sein, sonst wird es ja schnell langweilig =) Eigentlich kann ich nicht mal sagen, was passieren muss, dass es ein super Jahr wird. Es passiert eh alles wie es soll und was nicht passieren soll, passiert trotzdem. Wenn man das Jahr einigermaßen unbeschadet durchläuft, ohne Angriff auf die Gesundheit und von seinen Freunden und der Familie begleitet wird, ist das doch schon ein Plus und sehr schön!
6. Was verbindest du mit dem Begriff „Schicksal“?

Schicksal – gibt es das oder ist alles Zufall? Über die Frage mache ich mir tatsächlich des Öfteren Gedanken. Aber irgendwie bin ich doch überzeugt, dass nichts dem Zufall überlassen ist. Irgendwie ist alles vorherbestimmt und wir gehen unseren Weg, so oder so. Alles was passiert, hat einen Grunde – sei es um uns etwas aufzuzeigen oder um Erfahrungen zu sammeln für spätere Begebenheiten. An Zufall glaube ich nicht so wirklich, da es viel zu viele Dinge gibt, die so „zufällig“ passieren, dass sie schon gar nicht mehr zufällig wirken.
7. Du bekommst VIP-Karten für einen Event von Dreien: „Bambi-Verleihung“, „Wetten dass?“ oder das Finale von „Germanys Next Topmodel“. Was wählst du und warum?

Ich würde mich spontan für „Wetten dass?“ entscheiden. Ich kann so einer Verleihung oder solch Modelshows nichts abgewinnen. Das wäre gähnen langweilig für mich, wo „Wetten dass?“ echt lustiger und verfolgenswerter ist.
8. Du kannst dir für ein Wochenende eine Stadt irgendwo in der Welt als Reiseziel aussuchen, welche wird das sein?

Da es mich für den Urlaub immer in wärmere Gefilde zieht und ein Wochenende eigentlich gar nicht lohnt, sich etwas groß anzuschauen, würde ich mich spontan für etwas Kaltes entscheiden – vielleicht Moskau? Oder direkt an den Norpol mit einem Zelt – nur um zu schauen, wie das so ist und wie die Leute dort leben =)
9. Der Spiegel möchte eine Titelstory über dich bringen. Welchen Titel sollte sie haben?

Oweh, da ich nicht gerne so direkt in der Öffentlichkeit stehen würde, fällt mir dazu jetzt eigentlich gar nichts ein.
10. Wem würdest du gerne mal einen deutlichen Wink des Schicksals zukommen lassen?

Da gibt es echt so einige Leute, die so einen Wink brauchen würden. Nennen kann ich hier speziell jetzt niemanden, einfallen würden mir zig Leute =)
11. Welche berühmte Persönlichkeit würdest du gerne einmal persönlich treffen?

Ha, das müsste natürlich ein Schriftsteller sein! Am besten Fitzek – mein absoluter Lieblingsautor, das habe ich bisher noch nicht geschafft, obwohl ich einmal kurz davor war. Der Schauspieler Jason Statham wäre auch etwas *schmacht* – eigentlich könnte man das jetzt noch sehr viel weiter ausweiten, da es so viele gibt, mit denen man gerne mal plaudern würde =)

So, das war gar nicht so leicht, das alles zu beantworten. Aber gut gewählte Fragen =) Somit kommen wir zu meinen Fragen, auch ich habe mir Gedanken gemacht und 11 Fragen erstellt.

1. Wann hast du deine Liebe zu Büchern entdeckt, gab es hier ein ausschlaggebendes Werk?

2. Wenn du in einer Buchhandlung etwas gewinnen würdest und du dürftest dir 10 Romane aussuchen, egal welche – welche wären das?

3. Mit welchem Autor würdest du gerne einmal ein Bierchen trinken gehen?

4. Könntest du dir ein Leben ohne Bücher, deinen Blog und überhaupt Geschriebenes vorstellen?

5. Gibt es ein prägendes Erlebnis in deinem Leben, was dich zu dem gemacht hat was du bist und möchtest du es erzählen?

6. Du findest einen Koffer mit 1 Mio. Euro – unbeobachtet. Was stellst du damit an?

7. Nenne drei Dinge, die du IMMER dabei hast, wenn du unterwegs bist.

8. Wie verbringst du einen typischen Samstagabend – bist du eher der Partygänger oder hast du es lieber ruhig?

9. Was machst du außer Lesen am liebsten?

10. Könntest du dir ein Leben ohne Internet noch vorstellen? Oder hat sich das schon so in die Menschheit eingeprägt, dass es ohne überhaupt gar nicht mehr geht?

11. Bei welcher Fernsehsendung würdest du gerne einmal auftreten – nicht als Zuschauer, sondern als Fernsehgast – und warum?

Das sind dann mal meine Fragen, die ich gerne von euch beantwortet haben möchte – ich bin schon gespannt! Für die Nominierung habe ich mir folgende Blogs herausgesucht:

1. Christinas Buchwelt

2. Angels Bücherecke

3. Jens Niemeyer´s Schreibfeder

4. Elas Büchertruhe

5. Born from the sky

6. Real Booklover

7. Jessys-Bücherblog

8. my-reading-world

Dann wünsche ich euch mal viel Spaß dabei! =)

Es tummeln sich die Neuen…. posted by on 14. Februar 2014

Oje, richtig. Ich habe lange, lange keinen Neuzugängepost mehr gemacht – Schande über mich! Dafür tummeln sich jetzt viele neue Bücher zum euch Vorstellen =) Dann mache ich doc gleich mal einen Anfang!

Jan Anderson – Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!:

„User-Mund tut Wahrheit kund!

Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet! Wie absurd die Frage auch sein mag, das WWW spuckt garantiert und kostenlos eine noch absurdere Antwort aus. Ob die Katze zu laut furzt, die Warze zu weit wandert, der Nachbar zu laut poppt oder der Diesel nach Salatöl stinkt … Hilfe ist nur einen Klick entfernt! Tauchen Sie ein in die Abgründe deutscher Webforen, und erfahren Sie aus erster Hand, was Ihre Mitmenschen bewegt: Sie werden Antworten auf Fragen finden, die Sie sich noch nie gestellt haben – und aus dem Kopfschütteln nicht mehr rauskommen! Alles echt, alles im O-Ton, alles zum Schreien komisch!“

Das habe ich schon gelesen, meine Rezension hierzu findet ihr hier.

Esther Wanning – Zeppo und seine Freunde – Das Buch der roten Hexe:

„Zeppo ist ein Sjerp, der im Großartigen Wald lebt. Eines Tages steht ein Postflitzer vor seiner Tür und überreicht ihm einen Brief von seiner Tante. Der Inhalt verwundert den jungen Sjerp sehr. Er hat ein Wertschomobil geerbt. Was das wohl sein mag? Mit Hilfe seiner Freunde findet er es heraus und gerät dabei in einige Schwierigkeiten. Er lernt die rote Hexe kennen und erfährt vom Geheimnis ihres Zauberbuches. Und ehe er sich versieht, ist er mit seinen Freunden schon mitten in ein Abenteuer gestolpert.“

Frank-Thomas Kirchberg – Die goldene Kastanie: Das Herz des Waldes:

„Bei der Geschichte: „Die goldene Kastanie: Das Herz des Waldes“, handelt es sich um ein märchenhaftes Fantasy-Abenteuer mit ökologischem Touch.: –> Prinzessin Selina hat sich verirrt, und reitet im strömenden Regen, bei Blitz und Donner durch den Wald. Schlammverschmiert und mit zerrissenen Kleidern ist sie auf der Suche nach Weg und Steg. Aber was ist das, eine Stimme spricht zu ihr und da ist eine strahlende Gestalt. Das ist eine Fee. Aber es gibt keine Feen. Und dann gibt sie Selina auch noch Befehle. Diese weigert sich. Aber es hilft alles nichts. Sie muss tun, was die Fee befiehlt. „Rette den Wald! Bring mir die goldene Kastanie zurück! Oder du kommst nie mehr aus meinem Wald heraus!“ Das ist eine schwere Aufgabe. Aber Selina darf sich dabei Hilfe suchen. Sie trifft auf den Grafen Waldemar. Einen Freund aus alter Zeit. Aber der hat selber genug Probleme. Er weiß nicht mehr ein noch aus. Und da ist noch die Magd Elsbeth, die vor Verzweiflung die Hände ringt. Doch der Knecht Johann knurrt und grunzt nur dazu. Er ist keine Hilfe. Wozu sind die Mannsbilder nur zu gebrauchen. Wer beschützt sie nur vor dem Richter Adelbert? Einem unverbesserlichen Bösewicht und Trunkenbold. Zu allem Überfluss ist auch noch der Familienschatz des Grafen verschwunden. Bekommt Selina die goldene Kastanie wieder zurück? Und wem jagt der Richter Adelbert wutschnaubend mit einem großen Knüppel hinterher? Wie soll das wohl Alles noch enden?“

Marco Baco – Lacarnas Flucht (Das Rad des Schicksals):

„Lacarna ist mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn Lunardiel eine wichtige Stütze der Rebellen im Kampf gegen die Diener der Großen Alten Götter.
Doch nach einigen einschneidenden Ereignissen hat die Elbin Zweifel am Sinn ihres Kampfes. Als ihr Sohn sie eines Tages zu einem Dimensiontor in eine andere Welt führt, ist sie in einem inneren Zwiespalt zwischen der Loyalität zu den Rebellen und einer Zukunft in Frieden zusammen mit ihrer Familie. Doch da naht eine große Gelegenheit für die Rebellen, das Kriegsglück zu wenden. Und Lacarna marschiert mit ihrer Familie, obwohl ihr inneres Gefühl eine andere Sprache spricht.
Dieser kurze Band ist das PREQUEL, die Vorgeschichte von Lacarna, der Anführerin im Zyklus >> Das Rad des Schicksals <<.“

Gavin Extence – Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat:

„Eine Geschichte, die erzählt, wie besonders Freundschaft sein kann

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …“

Neal Shusterman – Vollendet:

„Jeder hat das Recht zu leben – bis zu seinem 13. Geburtstag …

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren „umwandeln“ lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber … wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem … lebst du dann, oder bist du tot?“

Lyndsay Faye – Der Teufel von New York:

„New York 1845. Die gerade gegründete Polizei der Stadt ist ein zusammengewürfelter Haufen von Schlägertypen und seltsamen Vögeln. Auch Timothy Wilde gehört dazu – gegen seinen Willen. Bei einem Brand wurden seine Zukunftspläne zerstört, sodass er jetzt jede Arbeit annehmen muss, die sich bietet. Eines Tages läuft ihm ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme, bekleidet mit einem blutdurchtränkten Nachthemd. Sie will oder kann nicht sagen, wer sie ist. Da sie selbst körperlich unverletzt ist, muss das Blut von einer anderen Person stammen. Kurz darauf findet Tim auf einem entlegenen Gelände neunzehn Kinderleichen. Es kursieren die wildesten Gerüchte, und die politische Situation ist bis zum Zerreißen angespannt …“

James Patterson – Heat:

„Die Sünden der Mächtigen fordern unschuldige Opfer …

Alex Cross schwört, den Killer zu fassen, der für die brutale Ermordung seiner Nichte verantwortlich ist. Doch schnell findet er heraus, dass sie nicht die unschuldige junge Frau war, für die er sie gehalten hat. Während der Jagd nach dem Mörder bringt Cross einige sehr mächtige und sehr gefährliche Männer gegen sich auf. Da verlangt das Weiße Haus, dass er seine Untersuchungen einstellt. Alex Cross wird klar, dass die Wahrheit die Welt erschüttern könnte – doch das hat ihn noch nie aufgehalten!“

James Patterson – Storm:

„Der neue Fall für den genialen Profiler Alex Cross!

Als in Washington, D.C., zwei hoch angesehene – und ebenso korrupte – öffentliche Personen ermordet werden, muss Detective Alex Cross seine Hochzeitsplanung auf Eis legen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Doch seine Nachforschungen verlaufen im Sand. Als weitere hochkarätige Opfer sterben, feiert die Bevölkerung den Schützen fast wie einen Helden. In diesem Tumult taucht Cross’ ärgster Feind auf, der sich geschworen hat, die Stadt erst wieder zu verlassen, wenn sein Gegenspieler für immer schweigt …“

Elif Shafak – Ehre:

„Als sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von Istanbul nach London zieht, erhofft sich Pembe ein erfüllteres Leben. Doch in der fremden Welt zerreißt es die Familie, die weder den Ansprüchen ihrer alten noch der neuen Kultur gerecht zu werden scheint. Pembes Tage sind düster bis sie den weltoffenen Elias kennenlernt. Sie teilen die Liebe zum Kochen, und Elias zeigt Pembe neue Horizonte auf, geprägt von Zärtlichkeit, Rücksichtsnahme und Verständnis. In der Heimat zurückgelassen hat Pembe ihre Zwillingsschwester Jamila, die dort im Einklang mit der Natur ein einsames Dasein fristet. Jamila spürt, dass sich mit der neuen Bekanntschaft Pembes ein schreckliches Unheil anbahnt, und sie entschließt sich zu einer folgenschweren Reise nach London. Ein monumentaler Generationenroman über Liebe, Familie und eine Tat, deren Wucht niemanden unberührt lässt.“

Marie Lu – Legend – Fallender Himmel:

„Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist. Fallender Himmel ist der erste Band der Legend-Trilogie.“Es gibt mehr als eine Wahrheit!
Im Jahr 2130 unterdrückt eine menschenverachtende Militärregierung das eigene Volk. Der junge Day gilt als Feind Nummer eins. Er lebt im Untergrund. June dagegen ist dem Regime treu ergeben. Doch ist Day wirklich ein gewissenloser Rebell? Junes Weltbild gerät ins Wanken.“

Cecelia Ahern – Ein Moment fürs Leben:
„Eigentlich wundert sich Lucy Silchester über gar nichts mehr: dass ihre große Liebe sie verlassen hat, dass sie aus ihrem Job geflogen ist oder dass sie eine Einladung zu einem Treffen bekommt von ihrem eigenen Leben!
Als sie tatsächlich zu dem Termin geht und direkt vor ihm steht, ist Lucy dann aber doch überrascht: So hat sie sich ihr Leben wirklich nicht vorgestellt! Am liebsten würde sie es direkt wieder loswerden. Doch ihr Leben denkt gar nicht daran, sie in Ruhe zu lassen“

Hans Koppel – Entführt:
„Als Ylva ihr Büro verlässt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben in Kürze für immer verändern wird. Sie verabschiedet sich von ihren Kollegen, wünscht allen einen schönen Abend und macht sich auf den Heimweg. Nach wenigen Minuten hält ein Auto neben ihr. Alte Bekannte, wie es scheint. Sie bieten Ylva an, sie ein Stück mitzunehmen. Ylva fühlt sich unbehaglich, doch sie will nicht unhöflich sein, nimmt das Angebot an und steigt ein. Eine Entscheidung, die sie für immer bereuen wird.

Auf dem Heimweg von der Arbeit wird Ylva entführt. Man verfrachtet sie in einen schalldicht isolierten Keller und demütigt sie. Ylva kennt ihre Entführer, ein lang zurückliegendes Ereignis, das Ylva eigentlich für immer vergessen wollte, verbindet sie mit den Tätern. Der Keller, in dem Ylva gefangen gehalten wird, liegt nur wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt. Über einen Bildschirm, den ihre Entführer in dem Kellerverlies angebracht haben, kann sie verfolgen, was dort vor sich geht. Sie sieht ihren Mann Mike, wie er das Haus verlässt. Oder ihre achtjährige Tochter Sanna, wie sie im Garten spielt. Wie gern wäre sie bei ihnen! Aber Ylva kann sich nicht bemerkbar machen. Verzweifelt trommelt sie an die Tür, an die Wände, auf den Boden und schreit sich die Seele aus dem Leib. Doch das ist erst der Anfang ihrer Pein.“

Sabine Neuffer – Herr Bofrost, der Apotheker und ich:

„Am liebsten hätte ich das Licht sofort wieder ausgemacht, aber ich musste mich dem Desaster wohl stellen. Mein Haar klebte nass am Kopf, meine Nase leuchtete rot wie eine Signallampe, und mein Augen-Make-up … oje! Ich sah aus wie ein grippekranker Pandabär.

Die Kinderbuchillustratorin Helena lebt ein beschauliches und ruhiges Leben mit ihrem Mann Holger. Für Aufregung und Nervenkitzel sorgt er nicht, aber er gibt Helena genau das, was sie immer gesucht hat: den Halt und die Kontinuität, die sie in ihrer Kindheit nie hatte. Doch dann lernt Helena Steffen kennen. Zwischen den beiden funkt es sofort und sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Auf einmal erscheint Helena das Leben mit Holger so farblos, und sie kann Steffen einfach nicht vergessen …“

Uff, das ist echt wieder einiges….obwohl ich mich beherrschen wollte *hust* Naja, dann mal nichts wie los ins Getümmel, oder? =) Kennt ihr was, was sehr gutes dabei?

Jan Anderson – Hilfe, mein Kaktus hat Herpes! posted by on 13. Februar 2014

Wie oft sind wir selbst schon über komische Fragen & Antworten im Internet gestolpert? Es gibt schon lustige Anfragen, aber auch die Antworten darauf. Der Autor Jan Anderson hat einige in einem Buch zusammengefasst, etwas lustiges für zwischendurch für den Alltag.

Autor: Jan Andersen
Titel: Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!
Genre: Unterhaltung
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.12.2013
Taschenbuch: 208 Seiten
Preis: 8,99 €

Guter Rat – findet man den im Internet? Scheinbar! Auf den weiten Wegen des www. Findet man eine absurdere Frage als die andere – und sogar die Antwort dazu! Ob die Katze zu laut furzt oder die Nachbarn zu laut poppen, anderes was die Menschheit bewegt – es ist nur ein Klick entfernt! Hier findet man Antworten auf Fragen, die man sich selbst noch nicht gestellt hat und kommt aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr hinaus.

Allein schon der Vergleich am Anfang mit den Ameisen und den Menschen – irgendwie erinnerte mich das an eine Schullektüre, wenn ich jetzt auch nicht mehr sagen kann, welche. Da gibt es aber auch so etwas vergleichbares. Der Autor muss viel im Internet unterwegs gewesen sein, um die lustigen Forenbeiträge ausfindig gemacht zu haben – sie sind teilweise wirklich abwegig! Hier geben Hinz und Kunz komische Antworten auf noch komischere Fragen, manche der komischen Antworten sind sogar ernst gemeint – so auch die Fragen.

Der Leser kommt teilweise echt gar nicht mehr aus dem Kopfschütteln raus und lacht über die absurde Welt. Man bekommt fast selbst Lust in diesen Foren zu surfen und nach komischen Dingen Ausschau zu halten, nur um weiter zu lachen. Haben denn die Fragesteller Langeweile oder interessieren sie sich wirklich für so abstrakte Dinge, wieso die Katze so laut furzt oder machen sich Gedanken darüber, was der Nachbar so nebenan treibt? Manch einer würde sogar gern einen Streit vom Zaun brechen mit Nachbars, die Tipps dazu sind der Hammer.

Die Fragen sind uns teilweise auch schon real begegnet, wo man sie allerdings nicht so ernst nimmt oder diese eher im Vertrauen mit dem Gegenüber abhandelt. Aber im Netz, öffentlich, so dass es jeder sehen kann? Das Internet vergisst nicht und es ist alles zurückverfolgbar, denkt dran!

Der Leser fragt sich so zwischendurch, ob sich ein anderer Leser vielleicht sogar selbst in diesem Buch wieder findet? Wurde er herausgepflückt, damit sich hier noch mehr lustig darüber machen können? Ganz ehrlich, wenn man solche Fragen stellt, muss man mit Gelächter als Antwort darauf zu erwarten haben.

Allein schon das Cover ist ein Blickfang schlecht hin – der Titel ist merkwürdigerweise auch sehr, sehr gut gewählt. Das passt zu den urkomischen Fragen der User im Netz!

Was auch ein super Mittel zwischendurch ist und sehr gut ankommt, sind die „Best of kluge Forensprüche und lustige Signaturen“ – manches hiervon ist in der Tat wahr und nicht mal unbedingt lustig, lässt einen aber schmunzeln.

Leider war es auch hier manchmal zwischendurch langweilig und man hat schneller gelesen, wie normal. Vieles spricht einen entweder nicht an oder man kennt es schon zur Genüge – weshalb man eigentlich eher drüber liest, wie sich richtig drin vertiefen mag.

Das Buch ist ein sehr guter Zeitvertreib für zwischendurch und lässt einen den Tag durchschmunzeln, Mittagspausen versüßen und einfach etwas Zeit schinden mit lustigen Phrasen! Jaja, das Internet – man findet echt alles hierin! So bleibt mir nur noch zu sagen, wie auch schon der Buchrücken sagt: „Guter Rat ist teuer – aber nicht im Internet!

Für alle empfehlenswert, die sich einmal eine Pause vom Alltag gönnen möchten für einige Stunden . Für jene, die das Schmunzeln, Lachen und Lächeln gerade brauchen und sich gern in andere Denkweisen flüchten.

4 von 5 Punkten

Katja Kleiber – Dicker als Blut posted by on 10. Februar 2014

Ein Mord an einem angesehenen Rechtsanwalt in Frankfurt, der Verdacht fällt auf die Punkerszene bzw. Hausbesetzer. Da trifft es sich doch gut, dass genau die Privatdetektivin eingesetzt wird, die früher selbst in dieser Szene war. Auf ihren Wegen und Umwegen dürfen wir sie begleiten und mit ihr gemeinsam ermitteln im Krimi „Dicker als Blut“ von Katja Kleiber.

Autor: Katja Kleiber
Titel: Dicker als Blut
Genre: Krimi
Verlag: Leinpfad Verlag
Erscheinungsdatum: 25.09.2013
Taschenbuch: 256 Seiten
Preis: 9,90 €

Der Rechtsanwalt Ebert wird ermordet in seiner Kanzlei aufgefunden. Tochter Verena beauftragt die Privatdetektivin Sandy, welche früher Punkerin war. Das aus dem Grund, da sie in der Hausbesetzerszene ermitteln soll und sich hier prima auskennt. Aus irgendeinem Grund ist Verena überzeugt, dass der Mörder aus diesen Kreisen kommt. Sandy versucht dies mit allen Mitteln zu widerlegen, da sie davon gar nicht überzeugt ist. Als ein zweiter Mann stirbt, kommt Sandy der Sache langsam auf den Grund. Verwickelt war der Anwalt mit einem Gynäkologen und Afrika – hier führt es sie zu illegalen Adoptionen.

Sandy ist einem von Beginn an sympathisch – auch wenn sie eine manchmal etwas komische Ausdrucksweise hat. Sie ist eigentlich eine normale Person, die es nicht so mit der Ordnung hat und sich gern ihren Gefühlen hingibt. Dass sie Männer mag, findet man gleich heraus, als sie den schwarzen Jerry rauswirft, da er sich weigert, ein Kondom zu benutzen. Kaum ist er weg, taucht ihr Freund aus Hamburg auf, Wombel. Auch mit diesem vergnügt sie sich hin und wieder und hat es früher auch schon getan. Er taucht mit seinen eigenen Problemen auf, er flüchtet vom Jugendamt, da ihn eine Lesbe als Samenspender benutzt hat.

Wenn man sich Sandy vorstellt, so hat man gleich Lisbeth aus der Millenium-Reihe vor Augen. Sie ähnelt dieser doch sehr von ihrer Art und Vergangenheit und auch diese ermittelt privat.

Im Laufe des Buches lernen wir noch Mattu kennen, ein Polizist, zu welchem Sandy sich auch hingezogen fühlt – was da landet, was man vermutet hat. Er ist ein sympathischer Kerl und scheint Sandy echt zu mögen, sie sperrt sich nur etwas dagegen und geht die ganze Zeit davon aus, dass er verheiratet ist.

Sandys beste Freundin Freya war früher auch in der Punkerszene aktiv, ist aber mittlerweile eine Anwältin und beschafft Sandy da Zugang, wo diese ihn normal nicht hat.

So fügen sich Puzzleteile um Puzzleteile und man kommt der Sache langsam auf die Spur. Die Spannung ist stetig, aber auch nicht zu hoch – keinesfalls aber zu niedrig. Sie ist genau richtig gewählt, man kommt sich fast vor, als wäre man mit Sandy unterwegs.

Manchmal sind es zu viele Spuren auf einmal, die sich immer wieder verlaufen und als Leser vergisst man diese zwischendurch genauso wie Sandy. Dann kommt der Moment „Ach da war doch etwas“ – und es wird weiterhin in diese Richtung ermittelt.

Durch den leichten Schreibstil und die passenden Situationen sowie Gespräche, macht es die Autorin dem Leser leicht, Zeile um Zeile zum Ziel zu gelangen. Mit Spannung verfolgt man das weitere Geschehen und nimmt alles in sich auf. Auf was das alles hinausläuft, hätte man anfangs nie gedacht, eine wirklich gut gespinnte Geschichte!

Was ich aber anmerken muss, ist, dass der Klappentext auf Amazon meines Erachtens irgendwie schon zuviel verrät. Wenn man das weiß, sollte man diesen erst gar nicht lesen, sonst überrascht einen die Geschichte nicht mehr so wie wenn man einfach eintaucht. Auch ist es eher weniger Krimi und mehr Geschehen in der Frankfurter Untergrundswelt. Was das Buch aber umso lesenswerter macht!

Etwas fehlte es mir hier an der Tiefgründigkeit der Charaktere und eine Sache, die so gar nicht verfolgt wurde, bei welcher man unbedingt wissen wollen würde, wie sie ausgegangen wäre. Schade, aber kein Weltungergang!

Wer also gerne einmal einen etwas weniger blutrünstigen Krimi in die Hand nimmt und sich weder von Punker, Hausbesetzern und vor allem nicht Regionalkrimis abschrecken lässt, ist hier gut unterhalten und wird die Schreibweise sowie die Charaktere des Buches lieben! Ich für meinen Teil werde sehr gerne erneut ein Buch der Autorin in die Hand nehmen!

3 von 5 Punkten

Teri Terry – Zersplittert posted by on 4. Februar 2014

Endlich geht sie weiter – die Geschichte um Kyla! Im ersten Band wurde ja erklärt, wie sie das Gedächtnis verloren hat und wieso sie so ist, wie sie ist. Bald wurde klar, dass sie anders als die anderen ohne Gedächtnis an die Vergangenheit ist und das Ende war ein ganz fieser Cliffhanger. Nun geht es weiter und wir erfahren mehr…

Autor: Teri Terry
Titel: Zersplittert
Genre: Dystopie, Fantasy
Verlag: Coppenrath
Gebunden: 432 Seiten
Erscheinungstermin: Januar 2014
Preis: 17,95 €

Kylas Gedächtnis wurde von Lordern gelöscht – scheinbar hatte sie in der Vergangenheit ein schlimmes Verbrechen ausgeübt, weswegen dies der Fall war. Nach dem Kampf mit Wayne fallen die Erinnerungen über sie herein, doch nicht alle. Sie hat bruchstückhafte Träume über ein Mädchen, das sie gewesen zu sein scheint – aber auch andere Erinnerungen von der Zeit bei Free UK, eine Gruppe gegen die Lorder. Als Rain wird sie eher als Spielball von „Nico“ verwendet, der seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Was oder wer war sie jetzt genau? Und möchte sie so sein, wie sie war – und wenn ja, eher Lucy oder Rain?

Der zweite Band knüpft nahtlos an an den ersten. Es ist auch gar nicht schwer, hineinzufinden. Der Leser hat hier ewig lange gewartet, bis es endlich so weit ist und so ist die Geschichte auch noch im Kopf. Kyla versucht ihr Leben erst einmal normal weiterzuleben, sich nichts anmerken zu lassen. Doch in ihr brodelt es, sie erinnert sich an zu viele Dinge auf einmal, immer wieder.

Die Kyla in diesem Band ist um einiges gewachsen, reifer geworden, das merkt man sogleich. Sie denkt und handelt anders und ist vorsichtiger. Die Neugier kann sie jedoch nicht ganz ablegen, welche ihr zur Gefahr werden kann. Eine leise, knisternde Spannung verfolgt den Leser durchweg durch die Zeilen, denn Kyla könnte sich jederzeit verraten durch ihr Handeln.

Auch hier weiß sie und auch der Leser wieder nicht, wem man hier vertrauen kann. Sie trifft einige Leute, darunter auch einen neuen Nachbarn, die sie sehr nett behandeln. Doch könnte da nicht ein anderes Motiv dahinterstecken? Es passieren so viele komische Dinge, die einem die Zornesfalte auf die Stirn treibt.

Als sie Nico findet, sollte es eigentlich gut sein. Doch irgendetwas an dieser ganzen Sache ist nicht ganz sauber, das merkt man auch als Leser. Sie scheint es auch unterschwellig zu merken, jedoch noch nicht ganz. Sie muss sich aber auch erst zurechtfinden in ihren ganzen Erinnerungen, so auch der Leser.

Der Schreibstil hat sich nicht geändert seit dem ersten Band und so kommt man in einem Sprung durch die Zeilen, man kann eigentlich fast gar nicht aufhören zu lesen, es zieht einen einfach mit. Da man weiß, dass es noch einen weiteren Band gibt, hat man hier wieder einen Cliffhanger zu erwarten.

Die Erkenntnis, dass Kyla anders ist – positiv anders – sowie viele andere Details machen das Buch lesenswert. Sie lernt neue Menschen kennen, können wir ihnen trauen? Die Frage ist die ganze Zeit im Hinterkopf und man weiß bald nicht mehr, wer hier die Wahrheit spricht. Man spürt aber die unterschwellige Gefahr und langsam bekommt man den Riecher, wer hier etwas ganz Böses im Schilde führt. Nur Kyla selbst mag es ewig lang nicht wahrhaben, man mag sie die ganze Zeit darauf hinweisen, was ja nicht geht. Ist sie auch erwachsener als im vorherigen Teil und bekommt alle Puzzleteile sehr schnell zusammen, etwas Kind bleibt doch in ihr zurück – sie ist erst 17. Die Erinnerungen kehren nach und nach zurück und lassen auch den Leser an manchen Stellen verwundert zurück. Wie es nicht anders sein kann, bleiben auch am Ende noch viele Fragen offen, die bestimmt im dritten Teil geklärt werden!

Eine Fortsetzung, wie sie besser nicht hätte sein können. Man erlebt die ganze Geschichte, wie sie weitergeht. Auch der Titel passt wie angegossen zur Geschichte – wie wohl der weitere Teil heißt? Es bleibt auf jeden Fall spannend, ein richtiger Pageturner – für diejenigen, die die Reihe angefangen haben, auf jeden Fall ein Muss! Wer sie noch nicht gelesen hat, sollte mit „Gelöscht“ beginnen, da es sonst etwas verwirrend und unpassend ist. Klare Leseempfehlung von mir!

5 von 5 Punkten

Kyra Groh – Pinguine lieben nur einmal posted by on 3. Februar 2014

Heutzutage kennt keiner mehr so richtig das Wort Liebe. Es wird viel zu oft für weniger bedeutendes verwendet und verliert somit an der richtigen Bedeutung. Im Fernsehen wird uns vorgelebt, was die große Liebe ist und verleitet uns somit zum Träumen und schraubt auch unsere Ansprüche höher, weshalb das meistens nie klappt – findet Felicitas, die Protagonistin im Roman „Pinguine leben nur einmal“. Sie ist überzeugt, dass so etwas nie genau so funktionieren kann – genau dann trifft sie auf Janosch und das verändert alles…

Autor: Kyra Groh
Titel: Pinguine leben nur einmal
Genre: Roman, Unterhaltung
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.09.2013
Taschenbuch: 384 Seiten
Preis: 9,99 €

Felicitas, wie sie nur von ihrer Mutter genannt wird, hat keine Ordnung in ihrem Leben, so auch kein Bücherregal. Dienstags sitzt sie vor dem Fernsehen und schaut sich den Family-Movie auf Sat 1. an, in welchem es sich meist um Liebe dreht, hier kann es nur ein Happyend geben. In ihrem Leben gibt es das nicht, hier steht alles Kopf und mag nichts klappen, daher ist die Illusion des Films genau die richtige Entspannung für sie zum Abschalten. Sie dachte, solche Beziehungen wie Friede, Freude, Eierkuchen gibt es nur im Fernsehen, dann fliegt sie Janosch vor die Füße und das verändert alles…

Feli, wie sie lieber genannt wird, klärt den Leser gleich mal über den Sinn der Fernsehfilme auf. Sie sind dazu da, um abzuschalten, zu träumen und zufrieden ins Bett zu gehen, denn so etwas gibt es eh nicht im wahren Leben. Sie wäre lieber ein Pinguin, die verlieben sich nur einmal in ihrem Leben und wechseln auch nicht den Partner. Das wäre Feli um einiges lieber, denn wenn sie die Gesellschaft anschaut, graut es ihr. Diese wechseln ständig den Partner, sprechen aber immer von Liebe und das immer wieder aufs Neue.

 Feli ist eine witzige liebenswerte Person, die dem Leser gleich nah ans Herz gebracht wird. Man geht ohne Erwartungen an das Buch heran und sympathisiert sofort mit der Protagonistin und liest die Zeilen nur so weg. Aber auch mit Janosch sympathisiert man sofort, auch wenn er ein sarkastischer Blinder mit schwarzem Humor ist und immerzu grantig. Aber auch er hat seine guten Seiten und die lernt man wie Feli zu schätzen.

Die ganzen Charaktere in diesem Buch sind so schön bildhaft und lebendig gezeichnet, man bekommt glatt ein klares Bild vor Augen – es könnte fast selbst ein Sat 1 Film sein, den man sich dienstags anschaut. Man fiebert mit, jammert mit Feli, will sie anstupsen und auch Janosch möchte man einige Dinge zurufen.

Der Schreibstil der Autorin lässt den Leser locker durchlesen, die wörtliche Rede macht es umso leichter. Der Witz darin lässt einen des Öfteren schmunzeln und auch laut loslachen, das könnte einige lustige Blicke einbringen in der Öffentlichkeit. Der Humor der Autorin ist einzigartig und bringt dem Buch erst die besondere Würze!

Allein schon das ansprechende Cover, dem Pinguin, der den blinden Maulwurf hinter sich herzieht – ein Augenfang: und so auch die Geschichte! Ich könnte noch stundenlang darüber schwärmen, das Buch hat es definitiv in meine Tops geschafft!

Liebe Kyra Groh, schreib bitte, bitte, bitte noch mehr solche lusitge, herzzerreissende und unterhaltsame Romane, ich kaufe sie alle und lese sie. Ich kann davon einfach nicht genug bekommen.

Wie ihr seht, kann ich das Buch also jedem, und damit meine ich absolut jeden, weiterempfehlen. Es beschert einem einige schöne Stunden, mit Herzschmerz, sehr lustigen Passagen und neuen Freunden! Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt tun, denn sonst verpasst man etwas!

5 von 5 Punkten