Tania Krätschmar – Eva und die Apfelfrauen posted by on 31. März 2014

Ein Haus ist teuer – vor allem, wenn man es nicht erbt oder geschenkt bekommt. Wie viele von uns hegen wohl den Wunsch ein eigenes Haus, Garten und nette Nachbarn zu besitzen? Und doch geht es dann aus Geldgründen nicht oder weil man alleine lebt und es sich dann nicht „lohnt“. Im Roman „Eva und die Apfelfrauen“ spielt das Schicksal Eva und ihren vier Freundinnen ein gutes Los zu!

Autor: Tania Krätschmar
Titel: Eva und die Apfelfrauen
Genre: Unterhaltung
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21.10.2013
Taschenbuch: 352 Seiten
Preis: 9,99 €

Eva und ihre Freundinnen sinnieren über ein eigenes Heim – zu fünft! Das an einem Abend, an welchem sie zu fünft zusammen sitzen und Sekt trinken, da eine in ihrer Runde Geburtstag hat. Schnell ist eine Anzeige im Internet und auch im Lokalblatt geschalten. Umso verwunderter sind sie, als sich tatsächlich jemand darauf meldet und ihnen ein Haus vermacht hat. Sogar ein Apfelgarten ist dabei und viel Landschaft um sie herum! Kurzerhand treten sie das Erbe an. Allerdings hat die Sache einen Haken: Sie müssen den Apfelgarten pflegen und Äpfel ernten – schaffen sie das in einer bestimmten Zeit nicht, verfällt das Erbe und sie bekommen das Haus nicht zugesprochen. Das ist aber nur eine Herausforderung im neuen trauten Heim…

In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass es sich hier um einen „Groschenroman“ handeln solle. Dem kann ich absolut nicht zusprechen. Meiner Meinung nach ist dies ein gelungener, gut unterhaltender Frauenroman. Die Autorin wirft den Leser sofort mitten ins Geschehen der fünf Freundinnen. Man fühlt sich sofort aufgenommen in ihrem kleinen Kreise.

Die quirligen Freundinnen Eva, Dorothee, Marion, Julika und Nele sind einem sofort sympathisch. Ihr Alter reicht von 42 bis 55 – und man merkt es ihnen gar nicht an! Liest man das Buch, könnte man meinen, man hat Frauen im Alter von ca. 30 Jahren vor sich. Diese fünf sind mit Sicherheit junggebliebene, aufmerksame Frauen. Da sie nichts mehr hält und sie nicht alleine alt werden wollen, entschließen sie sich, zusammen ein Haus zu suchen. Und warum auch nicht?

Der Schreibstil und auch die viele wörtliche Rede sowie der Witz, der in den Unterhaltungen spielt, ist ein großes Plus des Romans und zaubert dem Leser oftmals ein Lächeln in das Gesicht. Man ist in der Geschichte mit dabei, verfolgt alles aufmerksam und fragt sich, wann es einmal daneben läuft. Es läuft seit Anfang an alles wie geplant und am Schnürchen, das kann doch nicht gut gehen!

Treffen die Frauen dort evtl. ihren Traummann in älteren Jahren? Verlieben sie sich neu? Mit wem bekriegen sie sich und was passiert so spannendes dort in ihrer Zukunft? Genau das fragt sich der Leser durchweg und lässt ihn auch Zeile um Zeile weiterlesen.

Es ist eine wirklich unterhaltsame, auf Dauer liebgewonnene Frauengemeinschaft. Jede ist so herrlich auf ihre Art charakteristisch dargestellt. Sie ergänzen sich wohlwollend und man merkt das dicke Band der Freundschaft, das sie zusammenschweißt.

Doch was wäre ein Dorf nicht ohne Dorfgeschwätz? Oder ein durchgehendes, friedliches Miteinander? Das geht bei so vielen verschiedenen Persönchen nicht und so kommt einige Spannung auf, als verschiedene Personen auftauchen und auch die fünf Freundinnen in knauserige Situationen kommen. Wie sie es meistern und was sie daraus machen, ist auf jeden Fall sehr lesenswert. Eva bleibt und ist einfach die Protagonistin, ihr fühlt sich der Leser am nächsten und aus ihrer Sicht wird auch am meisten beschrieben.

Das Zwischenmenschliche in dieser gut situierten Geschichte, sowie die herzerfrischenden Kommentare und Gespräche der Charaktere frischen die Geschichte noch etwas auf. Man fühlt sich selbst nach Wannsee versetzt und bangt mit den Freundinnen, dass alles gut ausgeht!

Für mich war das eine Frühlingslektüre, wie sie nicht besser hätte sein können. Ich kann sie guten Gewissens an Leser weiterempfehlen, die mit Herz und einem Lächeln dabei sind und sich gerne in ein kleines Dorf entführen lassen! Greift zu und schmunzelt mit!

5 von 5 Punkten

Gavin Extence – Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat posted by on 28. März 2014

Ungewöhnliche Freundschaften – es gibt sie! Komische Zufälle und eigenartige Vorkommnisse – es gibt auch diese! In seinem Roman „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“ beschreibt der Autor das Leben des jungen Alex, in dem es zuerst nicht sehr gut zugeht. Wie das Schicksal spielt und was wir daraus machen – darüber handelt die Geschichte.

Autor: Gavin Extence
Titel: Das unerhörte Leben des Alex Wood oder warum das Universum keinen Plan hat
Genre: Belletristik, Drama, Unterhaltung
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 03.03.2014
Gebunden: 480 Seiten
Preis: 19,99 €

Alex ist ein Junge von 10 Jahren, der weiß, dass er nicht gerade den tollsten Start ins Leben hatte. Er hat auch eine etwas durchgeknallte Mutter, die hellseherisch begabt ist und ihm öfters das Leben schwer macht – daher auch die Unbeliebtheit bei seinen Mitschülern. Er weiß auch, dass viel unwahrscheinliches passieren kann, denn er trägt Narben davon. Als er von einem Meteoriten getroffen wird, ändert sich sein Leben schlagartig und das nicht zum Guten, wie es sich erstmals zeigt. Doch alles kommt anders, als er den eigenartigen Mr. Peterson kennenlernt. Er findet in ihm einen ungleichen Freund – vom Alter und auch von seinen Ansichten. Mr. Peterson macht ihm klar, dass man nur ein Leben hat und man die bestmöglichsten Entscheidungen treffen soll daher. Alex ist sich auch noch sicher daher 7 Jahre später, dass er das Richtige getan hat – auch als er mit 113 Gramm Mariuhana und einer Urne Asche an der Grenze zu Dover angehalten wird…

Das erste was man liest, ist wie Alex vom Zoll festgehalten wird. Er verhält sich eigenartig und schleppt eine Menge Drogen mit sich mit. Aus irgendeinem Grund ist Alex überall bekannt, weltweit und jeder weiß, wer er ist. Was es damit auf sich hat, erklärt der Autor in den kommenden Kapiteln – denn Alex ist eine Menge widerfahren, was für uns undenkbar ist.

So wie der Autor erzählt, fühlt sich der Leser sofort in der Geschichte eingestampft – man ist sofort gefangen von dem ganzen Geschehen. Dem Roman haftet durchweg etwas melancholisches an, jedoch ist auch eine gewisse Portion Humor versteckt. Auf die Seite Alex´schlägt man sich sofort, denn er ist ein sehr wissbegieriger und lernfähriger Junge, der nur gute Absichten hat. Man schließt ihn umgehend ins Herz und begleitet ihn gerne auf seinen Wegen. Man könnte meinen, er ist durch seine Denkweise einiges älter als in der Geschichte dargestellt. Anfangs ist er 17 Jahre alt, als man ihn kennenlernt, doch im Verlauf der Geschichte ist er ja um einiges jünger, als die Geschichte erzählt wird. Auch hier hat man einen reiferen Jungen vor Augen, als er es zu sein hat in seinem Alter. Der Junge hat einfach vieles durchgemacht und wurde hiervon geprägt.

Auch seine Mutter ist ein Unikat, durch sie hat er es noch schwerer. Sie erdrückt ihn etwas mit ihrer Sorge, macht ihn sogar durch ihren Beruf und ihren Ansichten unbeliebt in seiner Umgebung. Natürlich meint sie es nur gut, nur packt sie es nicht bestens an. Alex dagegen nimmt sie nicht immer ernst, verliert sich in seiner Sache und geht mit jeder Sache ins Detail. Es wird dadurch aber keineswegs langatmig oder langweilig, man lauscht gerne seinen ungewöhnlichen Erklärungen und höchst interessanten Gedankengängen, die doch sehr ungewöhnlich sind für einen Jungen in seinem Alter.

Der Junge hat wirklich viel erlebt für so ein junges Alter, er hat ein großes Gewicht auf seinen Schultern. Umso verwunderlicher und auch schön zu lesen ist es, wie er das Leben nimmt – so aufgeschlossen und für alles offen. Seine Krankheit, die Epilepsie, macht ihm das nicht leichter, aber es ist echt großartig, wie er alles nimmt wie es kommt und was er daraus macht. Man kommt in dieser Geschichte gar nicht mehr aus dem Staunen heraus, was den jungen Freund ausmacht, so einem möchte man gerne einmal begegnen.

Der Roman ist nicht nur so sensationell wie die anderen Rezensionen sagen, er ist noch viel viel besser und rührt einen direkt da am Herzen, wo man nicht hinkommt. Man kann sich hier in der Tat von den vielen guten Meinungen mitziehen lassen und sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Roman machen. Ich würde hier gerne viele Stellen zitieren, aber ich fürchte, ich müsste dann das ganze Buch zitieren und das darf man nicht =)

Dies ist eine wunderbare Geschichte über eine außergewöhnliche aber schöne Freundschaft zwischen Jung und Alt, es ist ein Abtauchen in eine andere Atmosphäre. Ein tiefgründiges Erlebnis, das einen zum Nachdenken anregt – ein Ende, das zwar das eine oder andere Tränchen hervorruft, dennoch den Leser auch mit einem Lächeln zurücklässt. Von mir eine klare Leseempfehlung, für mich wurde das Buch eines meiner höchsten Tops!

5 von 5 Punkten

Christoph Koch – Chromosom XY ungelöst – Von einem, der auszog, ein echter Kerl zu werden posted by on 24. März 2014

Sind die Männer heutzutage verweichlicht? Früher waren sie ja der Hauptversorger der Familie, er der Jäger und sie die Beute, die die Brut aufzieht und ernährt werden muss. Was hat sich heute also geändert? Heutzutage gehen die Frauen auch arbeiten und oft sind auch sie diejenigen, die die Familie ernähren. Der Autor Christoph Koch wollte selbst einmal etwas sehr männliches tun und hat sich einigen Dingen gestellt, die er uns Lesern natürlich nicht vorenthält.

Autor: Christoph Koch
Titel: Chromosom XY ungelöst – Von einem, der auszog, ein echter Kerl zu werden
Genre: Unterhaltung; Sachbuch
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 23.09.2013
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 14,99 €

Darf ein Mann Feuchtigkeitscreme benutzen oder Germanys Topmodels schauen? Was, wenn er nicht weiß, wie man ein Auto oder einen Roller repariert, wenn er genauso gerne wie die Frau Maniküre betreibt und seinen Körper sehr pflegt? Christoph Koch geht den Fragen der Männlichkeit auf die Spur und fragt sich, ob er als moderner Mann nicht als Memme gilt? Er stellt sich der Ausbildung zum Ranger bis hin zum Boxen, versucht sich für den Fußball zu begeistern und robbt im Schlamm. Seine Erlebnisse teilt er uns Lesern mit – es geht an die Männlichkeit!

Zuerst einmal gibt Koch eine Einführung in sein eigenes Leben – er selbst achtet sehr auf seine Körperpflege und steht auch gerne einmal an den Herd. Anfangs stellt er uns das Weltbild seines Vaters sowie Großvaters vor, schwelgt in Erinnerungen. Nach und nach und in überschaubaren Kapiteln erzählt er uns von seinen Abenteuern, wie er die Männlichkeit gesucht hat.

Das Buch ist wunderbar flüssig geschrieben, man könnte fast meinen, man spricht selbst mit Christoph Koch. Er könnte auch direkt vor einem stehen und die Geschichte wortwörtlich erzählen. Es ist einfach sehr unterhaltend, ihm „zuzuhören“, wie er versucht, männlicher zu werden.

Irgendwie ist man als Leser aber doch der Meinung, es würde ihm alles nicht so zusagen. Er als moderner Mann hat ja auch seine Tätigkeiten, denen er in der Routine nachgeht, sei es jetzt Topmodels schauen oder Maniküre etc. Nichts desto trotz ist es spannend, einen Mann zu begleiten, wie er ihm völlig fremde Wege beschreitet.

Früher waren die Männer eben anders als heute – heute haben wir aber auch keine Steinzeit mehr. Es hat sich alles entwickelt und wurde moderner, so auch der Mann. Das Essen zu erlegen ist heute nicht mehr drin – man geht es im Supermarkt um die Ecke einkaufen. Ist man denn wirklich erst ein Mann, wenn man sehr männliche Sachen tut wie z.B. Boxen oder mal die Fäuste schwingen in einer Kneipenschlägerei?

Die lustigen Anekdoten zwischendurch und wie Koch alles kommentiert, was er tut – herrlich! Man fragt sich, was als nächstes noch kommt, was er noch ausprobiert.

Der Autor hat eine gute Erzählweise, man merkt, dass er mit dem Wort und Schrift arbeitet. Es macht überhaupt keine Mühe, mehrere Seiten und gar das ganze Buch am Stück zu lesen. Es ist ein Abenteuertrip mit dem Autor selbst, zeitenweise wäre man gerne selbst vor Ort, um dies in Augenschein zu nehmen.

Ein gutes Buch um schmunzelnd den Tag zu beenden und in Träumereien zu schwelgen, wenn man wohl an der Stelle des Autors wäre (auch als Frau!) – eine Reise in die Welt der Männlichkeit, wie sie uns vor Augen geführt wird!

4 von 5 Punkten

New Stuff in my bookshelf posted by on 19. März 2014

Genau, es hat sich wieder genug angesammelt um euch darüber zu erzählen =) Dass ich damit auch immer so lange warte…aber seht selbst.

Tanja Heitmann – Wintermond:

„Flieh vor den Schatten der Nacht!

In den Schatten der Stadt verbergen sich Geschöpfe, die so dunkel und bedrohlich sind, dass die Menschen ihre Existenz leugnen. Für Meta aber werden sie erschreckende Wirklichkeit. Nach einer leidenschaftlichen Nacht mit dem geheimnisvollen David verbindet eine tiefe Sehnsucht sie mit dem seltsam wilden jungen Mann. Doch in David lauert ein Wolfsdämon – und sein Rudel verfolgt eigene finstere Pläne  …

Wer verbirgt mehr? Die scheinbar kühle Meta oder der undurchschaubare David? Nach einer leidenschaftlichen Nacht gehen beide wieder getrennte Wege. Zwar kehrt Meta in die schillernde Welt ihrer Kunstgalerie zurück, doch kann sie David nicht vergessen. Der junge Mann hat etwas tief Verborgenes in ihr geweckt. Auch David kann die Erinnerung an die verletzliche Frau nicht abstreifen. So sucht er ihre Nähe, obwohl er Meta dadurch in Gefahr bringt. Denn David hütet ein dunkles Geheimnis: Er wird von einem Wolfsdämon beherrscht. Weil David sich trotzdem für Meta entscheidet, macht er sich Hagen, den unberechenbaren Anführer des Rudels, zum Feind. In einer Stadt, in der man den Schatten nicht trauen kann, darf es keine Liebe zwischen zwei Welten geben …“

Katharina Groth – Centro: In der Tiefe:

„Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst …“

Deborah McKinley – Die unverhofften Zutaten des Glücks:

„Aus einer Laune heraus schreibt die Britin Eve dem amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper einen Leserbrief. Und er antwortet! So beginnt eine wunderbare Freundschaft. Beide teilen die große Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen – und beide stecken mitten in einer existenziellen Lebenskrise. Sie spenden sich gegenseitig vorsichtig Trost und Rat, wodurch ihre Beziehung immer inniger wird. Schließlich schlägt Jack ein Treffen in Paris vor. Doch das, fürchtet Eve, kann niemals stattfinden . . .

Eigentlich sollte die Verlobung ihrer einzigen Tochter ein wunderschönes Ereignis für die sechsundvierzigjährige Eve sein. Stattdessen brechen jedoch alte familiäre Konflikte auf und drohen alles zu zerstören. Hilfe kommt von gänzlich unvermuteter Seite: Ganz spontan hat Eve dem Bestsellerautor Jack Cooper einen lobenden Leserbrief geschrieben – und er hat geantwortet. Beide teilen die große Liebe zum Kochen, das für sie Lebensfreude, Trost und ein fester Anker in unruhigen Zeiten ist. Über ihre Briefe entwickelt sich langsam eine immer tiefere Beziehung. Eve offenbart Jack ihre familiären Probleme – und auch Jack spricht offen über seine Lebenskrise: drohender 50. Geburtstag, dazu Scheidung und Schreibblockade. Sie können sich gegenseitig helfen; aber sie können, fürchtet Eve, niemals zusammenkommen.“

Emma Conrad – Süß ist der Tod:

„Eigentlich sollte die Journalistin Constanze Freitag den Inhaber eines Steuerberatungsbüros nur interviewen, doch Dietmar Molitor stirbt gleich im Anschluss an ihr Gespräch an einer vergifteten Praline. Aus dem Unternehmerporträt wird ein Ermittlungsauftrag. Die Liste der Verdächtigen ist lang. Während Constanze und die Polizei noch im Dunkeln tappen, geschieht ein zweiter Mord. Und dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung …“

Thomas Finn – Schwarze Tränen:

„Im »Gasthaus zum Löwen« in Staufen findet Lukas Faust, Nachfahre des berühmten Doktor Faust, ein mittelalterliches Zauberbuch. Als er einen kostbaren Diamanten aus dem Einband herausbricht, geht auf einmal ein Froschregen über der Stadt nieder, und die Jagd auf ihn wird eröffnet. Erst der schwarze Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel persönlich entpuppt, rettet ihn. Mephisto erklärt ihm, dass in der Hölle ein Machtkampf tobt. Wer die drei Teufelstränen besitzt, von denen Lukas’ Diamant eine ist, vermag die Apokalypse heraufzubeschwören. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die zwei müssen die übrigen Tränen vor ihren Verfolgern finden.“

P.C. Cast – Gejagt:
„Zoey ist wieder mit ihren Freunden vereint und Stevie Rae und die roten Jungvampyre sind nicht länger Neferets Geheimnis. Aber eine dunkle Gefahr bedroht die neue Ruhe. Kalona, Neferets neuer Liebhaber, sieht umwerfend aus und hat das gesamte House of Night in seinen Bann gezogen. Und niemand scheint zu bemerken, welche Bedrohung von ihm ausgeht. Der Schlüssel, den es braucht, um seinen immer stärker werdenden Einfluss zu brechen, liegt in der Vergangenheit. Aber was, wenn diese Vergangenheit Geheimnisse offenbart, die Zoey nicht wissen will, und Wahrheiten, denen sie sich nicht zu stellen traut?“

P.C. Cast – Versucht:

Nachdem Zoey und ihre Freunde Kalona und Neferet aus Tulsa vertrieben haben, hätten sie eigentlich eine Pause verdient. Aber leider ist ihnen allen keine Ruhe vergönnt. Stevie Rae glaubt, dass sie mit ihren außergewöhnlichen Kräften alles allein regeln kann und verheimlicht ihren Freunden, was in den Tunneln unter Tulsa vor sich geht. Dort breitet sich eine mysteriöse und beängstigende Macht aus, die ihnen allen gefährlich werden könnte. Zoey stellt sich mittlerweile die Frage, ob sie ihr überhaupt noch vertrauen kann. Werden die beiden Freundinnen die richtigen Entscheidungen treffen

Michael Hübner – Todespakt:

„Dies sind die letzten Worte eines mittelalterlich gekleideten Mannes, der während einer historischen Stadtführung aus einer Kapelle stürmt und tot zusammenbricht. Herkunft und Identität des Toten bleiben schleierhaft. Als noch mysteriöser stellt sich die Todesursache heraus: Der Unbekannte starb an der Pest. Während Gesundheitsamt und Polizei über die seltsamen Umstände rätseln, werden weitere grausam hingerichtete Leichen an historischen Plätzen gefunden. Der einzige Hinweis ist die Beschreibung einiger Zeugen, die eine seltsame Gestalt gesehen haben wollen. Mit Hilfe eines pensionierten Geschichtsprofessors entschlüsselt Kommissar Chris Bertram die versteckten Botschaften hinter den Morden – und kommt einem beispiellosen Kreuzzug auf die Spur, der gerade erst begonnen hat …“

Udo Robin Gardner – Paradise to go:

„Für einen, der sich seine Zukunft immer in den glühendsten Farben ausgemalt hat, kann die Begegnung mit der Realität eine ernüchternde Erfahrung sein. Doch Rante gibt nicht auf, wobei es vor allem die Liebe ist, die ihn antreibt.
Nach seinen Anfängen beim Theater und beim Film versucht er sich auch noch in der Pornobranche – bevor er sich schließlich als Baulöwe völlig neu erfindet und in einer fulminanten Karriere durchstartet. Vier Frauen haben einen maßgeblichen Anteil an seinem Werdegang. Erst durch ihren Einfluss wird sein Leben in jene Bahnen gelenkt, die ihn steil nach oben führen. Rante, der Überflieger! Er erreicht mehr, als er sich jemals hätte vorstellen können – aber ist er glücklich? Während er noch versucht, sein chaotisches Privatleben in den Griff zu bekommen, wird er von den Geistern der Vergangenheit eingeholt. Und dann passiert ein mysteriöser Unfall …“

Jacqueline Flory – Die Jagd des Jägers:

„Es gibt ihn, diesen einen Tag, auf den alle anderen Tage nur Vorbereitung waren, den grenzenlosen Moment, in dem alles möglich ist, man alles kann, alle Kräfte dieses zerbrechlichen Lebens in sich vereint um das zu tun, was getan werden muss. An diesem Tag wird alles zu einem Atemzug, die Hand hebt sich zu dem einen Kraftakt, für den man auf der Welt ist. Die Reise ist zu Ende, man ist da, da, wo immer das auch ist, erkennt die Sekunde echten Lebens, erlebt sie – und dann ist es vorbei.
Alice und Georgia, zwei junge Frauen auf ihrem Weg nach Las Vegas. Ein Schuss beendet ihre Reise in der Wüste, kurz vor ihrem Ziel. Doch in der Stadt der Sünde ist selten etwas so, wie es scheint.
9 Personen. 9 Perspektiven.
Und jemand muss für diesen Mord bezahlen.“

Matthias Zipfel – Eine tödliche Story:

„Am Deininger Weiher, einem idyllischen See im Münchner Süden, wird eine weibliche Leiche gefunden. Alles deutet auf einen Sexualmord hin. Doch was zunächst wie ein Routinefall erscheint, entpuppt sich schon bald als teuflisches Verbrechen von internationalem Ausmaß.
Hauptkommissar Mark Trenkwalder und seine junge Kollegin Laura Sperling stoßen auf ein gut organisiertes Netz aus Frauenhandel, Zwangsprostitution und skrupellosen Killern. Es sind mächtige Kreise, die sie stören. Und Trenkwalder muss schon bald feststellen, dass seine Gegner nicht davor zurückschrecken, auch Hauptkommissare auf ihre Abschussliste zu setzen …“

Rowan Coleman – Frühstück für einsame Herzen:

„Ein Jahr lang hat sich Ellen in ihrem Haus in London zurückgezogen, nachdem ihr geliebter Mann bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Doch nun ist das spärliche Erbe fast aufgebraucht, und die junge Witwe muss befürchten, das Haus zu verlieren. Das Haus, in dem sie mit Nick so glücklich war. Und das Zuhause ihres elfjährigen Sohnes Charlie. Um das Schlimmste zu verhindern, nimmt sie drei Untermieter auf: Sabine, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat, die exzentrische Schriftstellerin Allegra und Matt, einen aufstrebenden jungen Journalisten. Plötzlich ist wieder Leben im Haus. Und Ellen spürt, dass draußen vor der Tür noch einige Überraschungen auf sie warten – und vielleicht eine neue Liebe …

Elmore Leonard – Callgirls:

„Die Callgirls Chloe und Kelly verbringen einen Abend bei dem 85-jährigen Anwalt Tony Paradiso – am Ende der Party liegen Paradiso und ein Mädchen tot im Wohnzimmer. Aber ist die Tote wirklich Kelly, wie Paradisos rechte Hand, der zwielichtige Montez Taylor, Detective Frank Delsea weismachen will? Frank Delsea braucht seine ganze Erfahrung, um die Hintergründe zu durchleuchten – und um der schönen Zeugin zu widerstehen.“

Charlaine Harris – Vampirmelodie:

„Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, hat das unangenehme Gefühl, dass sie es sich mit Eric, ihrem Vampirfreund, nachhaltig verscherzt hat; und womöglich bei der gesamten Vampirgemeinde in Ungnade gefallen ist. Dann wird die kleine Stadt Bon Temps von einem schockierenden Mord erschüttert – und Sookie wird unter Mordverdacht festgenommen. Nachdem sie gegen Kaution freigelassen wurde, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei muss sie schmerzhaft erfahren, wie undeutlich die Grenzen zwischen Wahrheit und Lügen, zwischen Gerechtigkeit und Blutvergießen in Bon Temps sind. Aber auch die Liebe hat noch ein Wörtchen mitzureden …“

Elna Utermöhle – Landlust für Anfänger:

„Vor drei Jahren zog ich als überzeugte Großstädterin in ein einsames Haus mitten im Wald auf einem toskanischen Hügel – und merkte bald: Ich habe mich ausgewildert.

In kurzen-“Blog“-Kapiteln erzähle ich von

einer deutschen Aussteiger-Welt in den Wäldern der Maremma, mit ergrauten
68ern aus der Toskana-Fraktion, Schamanen und Zauberern, Menschen, die sich noch immer selbst suchen

– meinen „Abenteuern“ mit Wild- und Stachelschweinen, Schlangen und einem Panther;

– den Niederlagen im ungewohnten Landleben.

Ich treffe Ferienhausbesitzer, die die besseren Toscani sein wollen, ratlose Besucher aus Deutschland, verwunderte Italiener.

Ich nehme den Leser mit auf meine Ausflüge, in meine Lieblings-Restaurants, zu toskanischen Festen und ich verrate zwischendurch viele neue Kochrezepte. „

Sodele, das wars erst mal wieder von mir mit meinen neuen Freunden =) Ich werde mich jetzt zurückziehen und was tun? Richtig, lesen! Was würdet ihr denn von den Büchern am ehesten lesen oder habt ihr gar welche davon gelesen?

Daphne Unruh – Schattenmelodie posted by on 17. März 2014

Die magische Geschichte rund um Kira geht weiter – die Autorin spinnt den Faden der magischen und der normalen Welt weiter. Wer den ersten Teil gelesen hat, konnte es wohl genauso wenig wie ich abwarten, den zweiten zu lesen.

Autor: Daphne Unruh
Titel: Schattenmelodie
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 16.10.2013
eBook: 364 Seiten
Preis: 3,99 €

Kira hat sich mittlerweile in der magischen Welt eingelebt und kommt mit ihren Kräften einigermaßen klar. Sie wohnt noch immer bei Neve, ihrem selbsternannten Schutzengel – sie hat magische Kräfte in dem Sinne von Äther, sie ist bereits ein halber Engel. Als Neve erneut auf die Erde zurückkehrt, um nach Schützlingen zu sehen und ihnen gute Gedanken einzureden, passiert etwas, mit dem sie so gar nicht gerechnet hatte…

Gleich zu Anfang befindet man sich wieder in der Geschichte. Es ist zwar noch gegen Ende des ersten Teils, jedoch wird dieser Teil aus Neves Sicht geschrieben. Man erlebt sie nun live und ist immer mit ihr dabei. Sie sieht vieles anders als Kira und erlebt es auch anders. Und da passiert es – sie verliebt sich wohl in einen Menschen, was macht sie nun?

Der gleiche Schreibstil wie gewohnt vom ersten Teil führt einen hier durch das Wirrwarr von Gefühlen, sei es von Neve oder Kira. Man fühlt sich zu beiden gleich hingezogen und fiebert mit ihnen mit. Auch, dass Kira nun Tim hat bzw. ihn endlich wieder sehen darf, ist eine große Sache.

Wieder ist der ganze Roman zauberhaft magisch angehaucht – die Autorin hat den Leser schnell in ihren Fängen. Man kann gar nicht anders, als sich unversehens mitten im Geschehen der magischen Welt und der Charaktere wiederzufinden. Das Buch verzaubert Mensch und Wesen derartig, dass man mühelos aus der Realität wegklinken kann.

Man merkt, dass Kira etwas gewachsen ist in ihrer Art, wenn man auch nicht mehr so viel von ihr mitbekommt, was eigentlich schade ist. Doch erfährt man so einmal mehr über Neve, welche man zuvor nur aus der „Ferne“ kennengelernt hat. Sie fühlt sich noch immer verantwortlich für Kira, mag sich nicht von ihr lösen. Aber auch andere Dinge machen ihr Sorgen – sie muss eine schlimme Kindheit gehabt haben, denn darüber mag sie kaum reden und sich auch nicht erinnern. Das wird natürlich nur so spannender für den Leser, da sich hier einige Fragezeichen auftun.

Das Buch hinkt seinem Vorgänger ein kleines, kleines bisschen hinterher – es gibt einfach ein paar Längen zu viel, die etwas schwer zu lesen sind bzw. den Lesefluss etwas unterbrechen. Manchmal wird einiges zu viel erklärt, zuviel ins Detail gegangen und man verliert sich hier.

Dennoch ist es wieder ein spannendes Abenteuer rund um die magische Welt und man vermag nicht zu sagen, wie die Magie einen wieder einfängt. Selbst fühlt man sich so, als wäre man selber eine Person, die mit Äther begabt ist und würde dort mitschweben und beobachten.

Neve wächst einem immer mehr ans Herz – erst recht als sie anfängt, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Und auch hier bleibt die Liebe nicht auf der Strecke. Für den Leser ist wieder eine große Portion Liebe, Mitgefühl, Action und auch neue Freundschaften dabei.

Die Autorin schafft es so gut, die Gefühle der Charaktere direkt durch die Zeilen zum Leser zu bringen. Man sieht es fast, so deutlich sind diese beschrieben und fast selbst spürbar. Es ist die Magie, die nicht nur im fantastischen Teil des Buches vorkommt, sondern auch von der Schreibart der Autorin ausgeht. Sie macht den großen Teil des super Buches aus!

Die, welche den ersten Teil verschlungen haben, müssen den weiteren Band unbedingt lesen – man MUSS einfach wissen, wie es in der magischen Welt vorangeht, da es dieses Mal auch dort kleine Probleme zu geben scheint. Ich für meinen Teil hibbel schon sehr gespannt auf den dritten Teil und würde ihn am liebsten schon lesen! Liebe Freunde der Fantasy und magischen Welten – holt euch den zweiten Band und auch den ersten und bleibt am Ball!

4 von 5 Punkten

Carla Norton – Und nachts die Angst posted by on 15. März 2014

Es verschwinden so viele Mädchen und tauchen nie wieder auf, entweder abgehauen, ermordet oder gefangengehalten bis zum Tode. Im Thriller von Carla Norton haben wir es mit einem Opfer zu tun, welches eine Entführung überlebt hat mit 12 Jahren. 10 Jahre später wird sie selbst zur Hilfe herbeigezogen zu einem gleichen Fall.

Autor: Carla Norton
Titel: Und nachts die Angst
Originaltitel (engl.): The Edge of Normal
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 03.06.2013
Taschenbuch: 400 Seiten
Preis: 8,99 €

 Reeve wurde mit 12 Jahren befreit aus einer Entführung. Sie war unter der Gewalt eines gewaltvollen Entführers, der sie jahrelang vergewaltigte und missbrauchte. Durch einen Zufall, einen Unfall, hat man sie gefunden und gerettet. Ihr Peiniger sitzt seitdem in einer geschlossenen Anstalt. Nun sind 10 Jahre vergangen und die Entführungen scheinen sich an anderen Mädchen zu wiederholen – aber ein anderer Täter. Reeves Psychologe Dr. Lerner bittet sie, ihm bei dem Fall eines geretteten Mädchens zu helfen, da ihre Eltern darum baten. Reeve, selbst noch nicht geheilt, willigt ein und begibt sich bald auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder und der restlichen entführten Mädchen.

Der Thriller packt einen gleich zu Anfang. Man hat Mitleid mit Reeve, die um jede Ecke linst, bevor sie irgendwo hingeht. Sie ist schwach und dennoch stark, hat sie doch einiges schon durchgemacht. Durch die Gespräche mit Dr. Lerner wächst sie und wird erwachsen, aber immer auf der Hut. Es ist überraschend, dass sie dem einwilligt, hier zu helfen. Sie wird in einen Strudel Erinnerungen gefangen und neuer Erkenntnisse, der Fall nimmt sie ganz ein.

Wer hier der Täter ist, bzw. wo er hingehört, hat man gleich einmal herausgefunden. Ich glaube, es ist hier auch nicht so wichtig, diesen zu verschleiern. In diesem Roman geht es um den Hintergrund der Tat und wie sich alles zusammenfügt. Leider sind hier jedoch manchmal unlogische Schlussfolgerungen, die den Lesegenuss stoppen.

So ist Reeve, die zuvor genau in die Opferrolle passt, auf einmal sehr mutig und wagt sich einiges, was man ihr gar nicht zugetraut hätte. Irgendwie scheint dies ungläubig rüberzukommen und verwirrt den Leser etwas. So etwas kann man doch nicht gleich abwerfen und sich dem Täter auf dem Silbertablett präsentieren. Hier scheint es jedoch zu gehen. Auch ihre abenteuerlichen Routen und die Situationen sind fast bei den Haaren herbeigezogen – dennoch ist es Fiktion, könnte aber durchaus auch etwas wahres sein.

Der Schreibstil ist gut gewählt, die Spannung ist ebenso enthalten. Die Autorin packt den Leser, indem sie immer wieder neue Fäden zieht, welche aber leider ungläubig erscheinen durch unbedachte und verwirrende Handlungen der Protagonistin. Man vermag sie oftmals nicht einordnen zu können, sie scheint viele charakterlichen Abwandlungen zu haben. Es kommt einem oft vor, als hätte man zweierlei Personen vor sich.

Die Ermittlungen sind dennoch sehr spannend und man verfolgt mit Erstaunen den Schritten der Justiz, der Familien und auch Reeves Schlüsse. Man versucht sich die Gedankengänge des Täters vorzustellen, wie krank muss man eigentlich sein? Was bewegt ihn dazu und hat er denn überhaupt kein Gewissen? Der Mann scheint alles auf die leichte Schulter zu nehmen, da muss doch irgendwas schiefgehen – denkt man….

Ist es nicht auch ungewöhnlich, dass ein Opfer einem anderen frisch geretteten Opfer helfen sollte? Das wühlt doch nur wieder alles auf, eigentlich müsste die Justiz so etwas verhindern. Es verwundert einen umso mehr, wie tief sich Reeve hier reinhängt, wo sie zuvor noch so verängstigt war und einen geregelten Ablauf ihrer Umwelt hatte. Sogar den Namen hatte sie geändert und nun stellt sie alles auf die Probe, könnte alles verlieren – auch ihr Leben.

Durch die vielen unlogischen Schlüsse und Verwirrungen der Handlungsweisen trübt es hier etwas das Leseverhalten, welches durchaus gegeben wäre. Trotzdem hält die Spannung einen auf Trab und man möchte unbedingt zum Schluss gelangen, um zu erfahren, wo das Motiv liegt und wie es endet.

 Wer etwas Spannung zwischendurch braucht und sich in einen brisanten Fall einklinken möchte, ist hier bestens bedient – man sollte jedoch nicht allzu tief graben in den Weiten der Logik. Zum Abschalten kann man die Lektüre nicht nehmen, denn es ist ein Spießrutenlauf gegen die Zeit und es jagt einem doch etwas Gänsehaut über den Rücken, wenn man sich bewusst macht, dass dies nicht nur Fiktion sein kann.

3 von 5 Punkten

Emma Conrad – Süß ist der Tod posted by on 8. März 2014

Wenn man als Kolumnistin einer Morgenzeitung bei einem Interview eines wichtigen Steuerberaters in einen Mordfall stolpert, was dann? Würde man hier weiter ermitteln oder die Geschichte ad acta legen? Die Protagonistin in Emma Conrads Roman „Süß ist der Tod“ ermittelt weiter, entwickelt sich zur Privatdetektivin für die Zeitung.

Autor: Emma Conrad
Titel: Süß ist der Tod
Genre: Krimi
Verlag: Gmeiner
Erscheinungsdatum: 05.02.2014
Taschenbuch: 317 Seiten
Preis: 9,99 €

Conny ist eigentlich zu Molitor gefahren, um das Interview mit ihm zu tätigen für die Morgenpost, was sie auch getan hat. Doch kaum ist sie aus der Tür raus, verstirbt ihr Interviewpartner – Giftmord! Unversehens sieht sie sich als private Ermittlerin in einem komplizierten Mordfall, in welchem selbst die Polizei im Dunkeln tappt. Die Verdächtigen kann man bald nicht mehr an einer Hand abzählen, als ein weiterer Mord geschieht. Und dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung…

Die Autorin wirft den Leser direkt in Constanzes hektisches Leben hinein. Sie arbeitet für die Morgenpost, schreibt Kolumnen. Sie wird zu einem Interview geschickt und als sie dachte, dass sie fertig sei, geschieht ein Mord an ihrem Interviewpartner. Ab hier wird ihr Leben noch etwas hektischer, denn sie wird vom Chef der Zeitung dazu angestellt, hier Ermittlungen anzustellen.

Connys beste Freundin Judith arbeitet zufällig dort und füttert sie mit internen Informationen, was die Verdächtigungen etc. angeht. Auch der Polizist Kaiser tappt im Dunkeln, so ganz helle ist er scheinbar nicht, wie man vermutet. Connys Ehemann ist weitab vom Schuss – er ist in Ägypten, von ihm lesen wir einige E-Mails. Er macht sich dort etwas Sorgen um seine Liebste, was man herauslesen kann aus den Mails.

Die ganzen Personen, die man hier kennenlernt, spielen eine Rolle in der Geschichte. Man mag sie entweder sofort, wie Connys Tante Doro, die mit ihren Kochkünsten prahlt, sonst aber auch ein sehr neugieriger Mensch ist. Oder aber man mag die Personen gar nicht, wie der Sohn des verstorbenen Molitors – Udo. Er muss noch nicht mal groß auf der Bildfläche erschienen sein, allein die Erzählungen lassen einen unsympathischen Typ daraus hervorwachsen.

Wenn man die anderen Roman der Autorin kennt, welche sehr lustig gestaltet sind und in welchen die Protagonistinnen tolpatschige, lustige Frauen sind, die von einem ins andere Fettnäpfchen treten, so hat man hier eine ganz andere Protagonistin. Sie ist eine bodenständige Frau, die weit voraus mitdenkt und logische Schlüsse zieht. Sie hat ein geordnetes Leben und ist ein helles Köpfchen. Dennoch bleibt der einzigartige Humor der Autorin hier auch in diesem Krimi nicht auf der Strecke, es gibt einige Stellen, an welchen man schmunzeln muss. Die Zusammenhänge des ganzen Falls sind auch so gestrickt, dass man zwischendurch immer etwas lächeln muss, trotz dass es sich hier um Mord handelt.

Gerne begleitet man hier die selbsternannte Miss Marple auf ihren Streifzügen durch die Liste der Verdächtigen. Man fiebert mit ihr und rätselt mit. Leider sind oftmals so viele Personen in schnellem Wechsel, dass man doch etwas durcheinander kommt. Aber trotzdem plätschert der humorvolle Krimi einfach nur dahin und man kann sich kaum entziehen – man muss aber bei der Sache sein und gut aufpassen, denn es scheint, als werden hier scheinbar so viele verschiedenen Fährten gelegt, dass der Leser gar nicht mehr weiß, wo er steht. Das hat die Autorin sicher mit einem Hintergedanken gemacht und der Leser spekuliert und spekuliert und kommt doch nicht darauf.

Die Szenarien stellt man sich im Kopf fast vor wie eine Schnitzeljagd, mal hier ein Schnippselchen, da eins, dann war das die falsche Richtung und wieder von vorne – aber genau so muss ein guter Krimi sein, so dass man nicht derartig schnell auf den richtigen Riecher kommt!

Ein richtig gutes Unterhaltungsschmankerl ist das – für jedermann, der gerne rätseln möchte und abtauchen möchte in eine Ermittlung, die sogar noch mit viel Humor gesprenkelt ist. Ein Buch zum Abschalten und dennoch zum nachdenken – besonders die Kolumnen der Protagonistin sind zum schmunzeln, aber auch mit Nachdenkfaktor! Klare Leseempfehlung von mir!

4 von 5 Punkten

Lyndsay Faye – Der Teufel von New York posted by on 5. März 2014

Lyndsay Faye beschreibt in ihrem Roman „Der Teufel von New York“ die Anfänge der ersten Polizei, denn diese wurde erst im Jahre 1845 zusammengestellt, aus Schlägertypen und anderen zwielichten Gestalten. Heutzutage kaum vorstellbar, wenn man sich überlegt, was für eine Ausbildung unser Freund und Helfer durchlaufen muss und dass dieser ein reibungsloses Führungszeugnis haben muss, oder? Früher war dies aber alles anders und wir dürfen den jungen Polizisten Timothy Wilde begleiten.

Autor: Lyndsay Faye
Titel: Der Teufel von New York
Originaltitel (engl.) : The Gods of Gotham
Genre: Historischer Krimi
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 01.03.2014
Taschenbuch: 480 Seiten
Preis: 15,90 €

Im Jahr 1845 wurde die erste Polizei gegründet in New York aus komischen Gestalten und Schlägertypen. Zu ihnen gehört auch Timothy Wilde, wenn auch widerwillig. Da ein Brand aber alle seine Pläne für die Zukunft zerstörte, bleibt ihm gar nichts anderes übrig. Ihm läuft eines Tages auf seinen Streifzügen ein kleines Mädchen in die Arme. Es ist völlig blutdurchtränkt und kann ihm einfach nicht sagen, wer sie ist. Sie selbst ist kein bisschen verletzt, das Blut muss also von einer anderen Person her stammen. In Kürze findet Tim an einem verlassenen Ort neunzehn Kinderleichen – hängt das zusammen? Es kursieren auch wilde Gerüchte, die politische Situation ist schon bis zum Zerreißen angespannt…

Das Buch ist ein historischer Krimi und beschreibt New York in den Anfängen der Gesetzen und der Polizei. Es ist nicht gerade leicht zu lesen, der Schreibstil passt sich sehr der Epoche an. Man findet aber dann doch hinein – nur, wenn man unterbricht, dauert es wieder etwas.

Timothy ist ein sympathischer Kerl, wenn er auch etwas entfernt vom Leser steht. Es sind noch einige Dinge offen über diesen Mann, was ihn aber umso interessanter macht. Was so gar nicht passt, dass er bei der Polizei arbeitet, bei der nur komische Gestalten arbeiten, wo er doch eigentlich normal ist und auch kein Schlägertyp. Anders sein Bruder Valentine, der ebenso bei der Polizei beschäftigt ist, aber ein ganz anderer Schlag als Tim ist.

Gleich am Anfang erfährt man schon von dem Mädchen und das macht die Spannung umso größer. Was hat sie mit den neunzen Leichen zu tun? Nun erfahren wir aber erst einmal etwas über Tim, wie er dazu kam, wie er jetzt lebt. Er hatte eine Bar, die aber leider einen Brand nicht überlebt hat. So ist er auf jeden Job angewiesen und kommt schließlich zur Polizei.

Spannend ist auch der geschichtliche Hintergrund des Romans, die ganzen irischen Einwanderer. Die Autorin versetzt den Leser in eine andere Zeit, man merkt das wirklich deutlich an den Ausdrücken und der Sprache des 19. Jahrhunderts. Es lässt einen zwar immer wieder stutzen, da man nicht ganz so schnell vorankommt, dennoch ist die Spannung vorhanden, in welche man automatisch hereingezogen wird. Schwieriger hier ist dann dabei, dass die Kapitel solange sind und alles an einem Stück zu lesen ist. Wäre vielleicht etwas leichter bei so einer Lektüre, wenn hier mehr Trennungen vorhanden wären.

Mit historischen Fakten, politischen Aussetzern und brenzligen Situationen führt die Autorin uns durch Mordfälle – eine richtige Krimiatmosphäre, nur ein einer anderen Zeit, welche für uns kaum vorstellbar ist! Leider überwiegen aber doch die Geschichten ums drum herum und das lange Geschehen, bis einmal etwas passiert und das hindert am flüssigen Lesen – schade!

Für mich selbst war es nicht so prickelnd und ich würde es auch nur bedingt weiterempfehlen – diejenigen, die gerne sehr viel von der Person dahinter lesen möchten, meist noch mehr als das, um was es eigentlich geht – die sind hier genau richtig. Wer lieber zu rasanten Krimis greift, welche mit Tempo vorangehen ohne zuviel Drumrumgerede, dem wird das Buch nicht unbedingt zusagen!

2 von 5 Punkten

Gelesen im Februar 2014 posted by on 1. März 2014

Ja, auch der Februar ist vorbei und wir haben schon den dritten Monat im Jahr. Das ist echt krass, wie schnell die Zeit vergeht =) Mein Leseverhalten ist irgendwie immer gleich, ich komme momentan nicht über sechs Bücher und 1 Hörbuch im Monat, wobei ich sagen muss, ist ja eigentlich auch genug wenn man noch andere Dinge im Leben tut, nicht wahr? =) Hier also meine gelesenen Bücher im Februar:

Teri Terry – Zersplittert 5/5

Kyra Groh – Pinguine lieben nur einmal 5/5

Suzanne Collins – Mockingjay 4/5

Katja Kleiber – Dicker als Blut 3/5

Andreas Winkelmann – Deathbook (Hörbuch) 5/5

Jan Anderson – Hilfe, mein Kaktus hat Herpes! 4/5

Elif Shafak – Ehre 5/5

Ich habe endlich den dritten Teil von den Tributen gelesen, leider ist somit die Geschichte rund um Katniss aber auch schon vorbei. Der dritt war auch der schwächste der Bände. Sehr angetan war ich von „Ehre“ von Elif Shafak, das hat mich einfach so mitgezogen, ich konnte mich gar nicht mehr aus dem Lesefluss herausreissen. Eigentlich war so gar nichts schlecht diesen Monat, Top war einfach die Pinguine, das Buch hat mir die eine oder andere Lachträne beschert, wunderbar! Und dass meine Statistik nicht abnimmt, werde ich doch jetzt gleich mal weiterlesen gehen =)