Deborah McKinlay – Die unverhofften Zutaten des Glücks posted by on 23. April 2014

Wer von euch hat dem Lieblingsautor noch keinen Leserbrief geschrieben? Habt ihr eine Antwort erhalten? Die Protagonistin Eve im Roman von Deborah McKinlay schreibt Jack Cooper eine Nachricht – und erhält eine Antwort. Was sich hieraus entwickelt, beschreibt die Autorin sehr genau in ihrem Roman.

Autor: Deborah McKinlay
Titel: Die unverhofften Zutaten des Glücks
Originaltitel: That part was true
Genre: Unterhaltung, Roman
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 03.03.2014
Gebunden:  288 Seiten
Preis: 17,99 €

Die Britin Eve schreibt aus einer Laune heraus einen Brief an den amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper. Er antwortet! Sie entdecken, dass sie viele Gemeinsamkeiten, wie z.B. das Kochen und Essen, teilen. Aus dem Kontakt wird eine richtige Freundschaft. Gegenseitig geben sie sich Rat und Trost und das bringt sie so näher zusammen. Jack schlägt ein Treffen in Paris vor, doch Eve befürchtet, dass dies niemals zustande kommen kann. Vor was hat Eve Angst?

Als erstes lernt man hier den Autor Jack kennen. Er ist eine arme Seele, dem Leser aber gleich sympathisch, auf irgendeine Weise. Im Wechsel kommt auch Eve zu Wort und erzählt dem Leser aus ihrem Leben. Die Autorin hat hier zwei gänzlich verschiedene Leben aufeinanderprallen lassen, stückchenweise erfährt man mehr und mehr aus deren Sichtweise. Es ist so einiges passiert, in beiderlei Leben – und der Leser fährt die Zeilen weiter, um mehr über die beiden zu erfahren.

Eve ist eine bodenständige Frau, die aber auch gepackt wurde von familiären Zerrüttungen und Erinnerungen. Durch die Verlobung ihrer Tochter mit ihrem Freund rüttet es das erst nochmal richtig auf. Da ist sie froh, ihren Verbündeten in Schriftform zu haben – den Autor Jack Cooper.

Der Schreibstil ist wirklich angenehmen zu lesen und auch die Geschichte an sich macht Lust auf mehr. Man gleitet förmlich durch die Zeilen und hat eigentlich zwei Geschichten vor sich – die von Eve und auch die von Jack. Beide sind nicht mehr in den Teeniejahren und haben schon einiges durchgemacht, wovon sie dem Leser berichten.

Es sind so zwei verschiedene Geschichten, aus zwei total unterschiedlichen Leben – und doch gleichen sie sich wie die Faust aufs Auge, wenn auch aus anderer Sicht. Die zwei haben sich gefunden und möchten sich nicht missen, sie erzählen sich ihre Sorgen zwischen den Zeilen – niemals direkt.

Aus Sorge wird gutes Essen, so könnte man sagen. Das gute Essen vertreibt für einen kleinen Moment die großen Sorgen und bereitet einem Gaumenschmaus. So geht es Jack wie auch Eve. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und beide ringen sich damit, ob sie sich endlich einmal sehen werden. Der Leser natürlich auch, er fiebert mit, wie und wo das Treffen schlussendlich geschieht und ob es überhaupt geschieht. Es ist ein Buch voller Rätsel und doch so vielem Alltäglichen, dass es einem gleich nahe kommt.

Das Buch hat ohne große Worte viel Gefühl, zwischen den Zeilen, über ihnen und überhaupt. Man kann die Charaktere einfach nur mögen, sich mit ihnen in vielen Dingen identifizieren und sich einfach nur dem Gefühl eines guten Romanes hingeben.

Der Roman hat mir persönlich viele schöne Stunden beschert mit Eve und Jack, ich werde sie schon vermissen. Die Autorin hat mit diesem Werk eine wirklich gute Unterhaltung geschaffen, die einen für einige Stunden die Liebe zum Detail sehen lassen und kulinarische Ausflüge bescheren in Gefühlswelten des Essens, der Liebe und der Familie.

Diejenigen, die gerne eine leichte Unterhaltung mit Sinn und Tiefgründigkeit lesen möchten, sind mit diesem Buch sehr gut bedient und werden es nicht bereuen, es zu lesen – nein, es zu verschlingen und noch länger in Gedanken daran schwelgen!

Dr. Oetker – Fitmacher Salate posted by on 19. April 2014

Kochbücher gibt es en masse – doch sind sie wirklich so gut, wie das Cover versprechen? Wer gerne kocht, so wie ich, der wird das Buch von vorne bis hinten auseinandernehmen und vieles nachkochen bzw. ausprobieren – so auch bei dem Buch „Fitmacher Salate“ aus dem Dr. Oetker Verlag.

Titel: Fitmacher Salate
Verlag: Dr. Oetker
Genre: Kochbuch
Erscheinungsdatum:  08.03.2014
Gebunden: 128 Seiten
Preis: 14,99 €

So leicht kann man satt werden – denn diese Salate eignen sich als Snack zwischendurch im Büro in der Pause, für ein Picknick oder auch zum Mitbringen bei Freunden und gemeinsamen Genießen. Auf den 96 Seiten sind viele verschiedene Salate, sie sind gelingsicher, es gibt Tipps und auch eine Zusammenstellung. Leichte Zubereitung und leichter Genuss, maximal 600 kcal und höchstens 20 Gr. Fett.

Als ich das Buch in den Händen hatte, fand ich schon gleich das Cover gelungen. Abgebildet ist hier ein leckerer Salat – und genau um Salat dreht sich dieses Kochbuch aus dem Dr. Oetker Verlag. „Man ist, was man isst!“ – wird einem im Vorwort gesagt, und es stimmt auch. Das Buch ist darauf ausgelegt, viele verschiedene Salat zubereiten mit wenig kcal und wenig Fett. Das ist Dr. Oetker durchaus gelungen – für Sportler wären das die perfekten Salate. Mir persönlich ging es nicht um den kleinen Kalorienhaushalt oder das Fett – ich ernähre mich eigentlich so, dass es sehr wenig Kohlenhydrate auf dem Tisch gibt.

Dennoch spricht mich das Buch richtig an, denn ich liebe Salate! In jeder Form und gerne in allen möglichen Varianten ausprobiert. Auch wenn man Kohlenhydraten aus dem Wege geht, hier wird man auf jeden Fall fündig! Es ist alles sehr gut erklärt, es gibt brauchbare Tipps – zu jedem Rezept – und das Nachmachen kann nur gelingen. Die Bilder sind gut geschossen und machen Lust auf mehr.

Aus vielen einfachen Zutaten kann man einen wirklich tollen Salat herzaubern – so wie der Gemischte Salat mit dem Fischfilet. Man braucht hier nicht viel und hat am Ende ein wirklich leckeres Ergebnis.

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Das Buch hat mir zusätzlich noch gezeigt, dass das Gewürz Koriander nicht so mein Freund ist. Ich habe den fruchtig-scharfen Reissalat mit Hähnchenschenkel gemacht, welcher wirklich außergewöhnlich geschmeckt hat. Er war lecker, jedoch habe ich dadurch gemerkt, dass Koriander nicht so meins ist. Diesen werde ich auf jeden Fall nochmals machen ohne den Koriander. Es kann nicht jedem alles gleich gut schmecken, das ist ja normal.20140406_201736

Der warme Kartoffelsalat mit Schweinerückensteaks hat es mir persönlich am meisten angetan! Auch wenn hier mein Bild auf dem Teller total nicht dem im Buch nahekam – es war ein Genuss und man kann gar nichts falsch machen bei der Nachmachung des Rezeptes! Ich denke, im Buch wurde das Dressing für das Bild nicht mit den Kartoffeln und Fleisch durcheinandergemischt, sondern daruntergesetzt.

20140405_203543Die Dressings ganz vorne im Buch sind auf jeden Fall zu beachten – denn sie sind das Herz des Salates. Ein Salat ohne Dressing ist nicht das, was man gerne hat. Die vorgestellten Dressings im Buch sind leicht zu machen, verfeinern aber den Geschmack um einiges.

Alles in allem kann ich sagen, das Buch hat einen Ehrenplatz unter den Kochbüchern in meinem Regal – es ist hier alles dabei, von exotisch bis normal, was grad noch mehr Laune macht beim Ausprobieren. Ich habe mich zwar immer wieder erwischt, wie ich die Rezepte verändern möchte und selbst noch etwas hinzuzufügen, habe mich aber doch an den Plan gehalten, da ich erst einmal wissen wollte, wie es ohne eigenes Zutun mundet. Es ist hier wirklich nicht nötig, dem Rezept noch mehr Pfiff geben zu wollen, bei mir ist das aber normal, dass ich anfange, selbst noch zu würzen und Zutaten hinzuzugeben, wie ich das denke und wie es mir gerade durch den Kopf schwirrt.

Wer genauso gerne wie ich Salat isst, ist hier bestens bedient und kann sich nach Belieben hier an Rezepten ausprobieren. Da bald die Grillsaison beginnt, wird das Buch bei mir auf jeden Fall noch sehr oft in der Küche demnächst in Gebrauch gesetzt! Ich kann es wärmstens den Hobbyköchen unter uns empfehlen!

5 von 5 Punkten

Maria Rossbauer – Drei Bier auf die Vier posted by on 16. April 2014

Eine Kneipe eröffnen….irgendwie hat doch jeder schon einmal daran gedacht, oder? Zumindest diejenigen, die gerne kochen und essen. Doch, was steckt alles dahinter, was kommt hier alles auf einen zu? Die Autorin Maria Rossbauer erzählt genau das in ihrem Buch „Drei Bier auf die vier“, denn ihre Freundin hat genau das vor und verwirklicht es.

Autor: Maria Rossbauer
Titel: Drei Bier auf die Vier
Genre: Sachbuch, Unterhaltung
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 18.11.2013
Taschenbuch: 256 Seiten
Preis: 9,99 €

Marias beste Freundin Sonja möchte eine eigene Kneipe eröffnen. Da sie schon immer alles gemeinsam getan haben, steht Maria ihr auch in dieser Misere zur Seite. Es wird ein harter und langer Spießrutenlauf, bis alles steht, wie es soll – aber was dabei rauskommt, das zählt! Sie steigen in den Kampf mit den Bänkern, Vermietern und komischen Besitzern. Kaum haben sie die Location gefunden, geht die nächste Sache los – für die Eröffnung muss alles stehen, bereit sein und auch alles renoviert sein. Schaffen sie das?

Das Buch ist eigentlich ein Sachbuch, liest sich aber wie ein Roman. Es ist in wunderbar herrlicher Sprache verfasst und man begleitet die zwei Frauen auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit. Man hat es eigentlich bildlich vor Augen, ist fast selbst dabei. Hin und wieder kommen einem hier selbst die Ideen in den Kopf, was man tun würde und wie die eigene Kneipe aussehen würde.

Es gibt so wahnsinnig viel zu beachten, das würde man gar nicht denken als Aussenstehender. Wie die zwei Frauen das meistern, ist schon bemerkenswert! Man hört bzw. liest es heraus, dass es im Bayrischen ist. Ab und zu sickert der fröhliche bayrische Dialekt hindurch, was einem das Lesen noch zusätzlich versüßt.

Der Schreibstil ist so gehalten, als würde man einen Roman im Fluss lesen. So ist es auch leicht, dem Lesefluss zu folgen ohne Unterbrechnung. Man erfährt nicht nur mehr, es ist eine Geschichte aus dem Leben der Autorin, an welcher der Leser teilhaben darf. Die Begegnungen mit den einzelnen Menschen in der Umgebung machen es noch unterhaltsamer. Auch die scharfzüngigen Leute – man hat sie förmlich vor Augen! Es entsteht ein Bild der Gastronomie, wie es hier zugeht und was getan werden muss – und man merkt, es ist wahrlich kein leichter Job! Der ein oder andere wird sich denken, das bisschen kochen und trinken ausschenken, dabei ist es um einiges mehr, was hier beachtet werden muss.

Ist dann erst einmal eröffnet, kommen die nächsten Probleme. Auf die ersten Hochs folgen die Tiefs – das Essen geht aus, Dinge gehen kaputt, es kann also immer etwas passieren. Wie Sonja und ihre Gefolgschaft das alles meistert, ist der Wahnsinn. Und man muss sich überlegen, so muss es jedem Wirt gehen, wenn einmal etwas nicht so funktioniert wie es sollte. Was tun, wenn die Kühlung abends kaputt geht, so dass die Getränke nicht mehr kalt geliefert werden können? Was, wenn das Essen ausgeht – man kann ja schlecht eine Pizza in den Ofen schieben. Man sieht also, eine Wirtschaft zu führen, ist gar nicht so einfach, wie man denkt.

Es ist ein Spießrutenlauf und eine wahnsinnig große Arbeit, das alles erst einmal aufzubauen und auch am Laufen zu halten. Der Ruf tut hier einiges zur Sache und auch wie man sich anstellt, wie man sich von anderen abhebt und natürlich wie man zu seinen Gästen ist. Ist man freundlich, zuvorkommend und nett, spricht sich das schnell rum – andersherum aber genauso!

Lustig ist der Vergleich der Autorin – ein Wirtshaus ist wie das Baby, das eigene Kind. Erst erschafft man es, dann wird es geboren und wenn es da ist, hat es immer etwas, worum man sich sorgen muss. Recht hat sie! Im Laufe des Buches wird die Webseite von Sonja genannt – und ratet mal, was ich direkt getan habe: Natürlich war ich nachschauen! So kann man sich gleich noch mehr ein Bild von Sonja und ihrem Wirtshaus machen, einfach herrlich. Das Beste an der „Geschichte“ ist ja eben, dass es wirklich existiert und nicht nur im Kopf Form annimt – was einem die Webseite sogleich zeigt.

Herzerfrischend und bayrisch angehaucht erzählt die Autorin uns die Geschichte der Entstehung des Klinglwirts. Herrlich erzählt, immer bei der Stange haltend – es liest sich wie ein Roman und ist doch ganz real. Man möchte doch fast einmal dort hin speisen gehen, wenn man einmal in München ist. Ich werde ganz bestimmt daran denken – und empfehle euch derweil das gute Schmankerl ans Herz legend weiter!

5 von 5 Punkten

Luisa Buresch – Wenn die Liebe hinfällt posted by on 14. April 2014

Wo die Liebe hinfällt…heißt es ja normal. So sollte es auch sein, denn wie würden sich sonst die Leute verlieben? Auf Knopfdruck bestimmt nicht. Aber was, wenn die Liebe hinfällt, nachdem sie aufgebaut wurde und eigentlich perfekt ist? In ihrem Roman schildert Lisa Buresch die Begebenheit zwischen dem Traumpar Alia und Leander – scheinbar konnte ihre Liebe nichts erschüttern…

 
Autor: Luisa Buresch
Titel: Wenn die Liebe hinfällt
Genre: Roman
Verlag: KiWi
Erscheinungsdatum: 10.04.2014
Taschenbuch: 432 Seiten
Preis: 9,99 €

Alia und Leander gelten allgemein bekannt als das Traumpaar schlechthin. Mit ihrer Tochter Katie könnte es nicht eine schönere Liebe und Familie sein. Auch Alia glaubt wie alle ihre Freunde, dass es etwas Besonderes sei zwischen ihr und Leander. Als aber Leander den Satz bringt, den wir so oft hören oder mitbekommen was andere gesagt bekommen, nämlich „Ich hab da eine andere…“, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie merkt nun, wie verdammt weh Liebe tun kann, was sie so gar nicht für möglich gehalten hat. Als sie sich durch ihre Freundinnen und den neuen Nachbarn wieder halbwegs aufgerappelt hat nach diesem Absturz, steht Leander auf einmal wieder vor der Tür….

Man kann nicht anders und gleich Partei für Alia ergreifen. Sie ist so eine liebenswerte Person, die einen gleich einnimmt. Eigentlich glaubt sie nicht an die Liebe – sie sieht, wie ihre Freundin Majken sich ständig „verliebt“. Bei ihr waren es nur Beziehungen, in welchen keine Liebe vorhanden waren. Gefühle ja, aber diese entpuppten sich schlussendlich doch nicht als das, was eine gute Beziehung ausmacht. Da trifft es sie plötzlich bei Leander und alles wird anders.

Als Leserin muss ich sagen, dass ich mich in sehr vielen Punkten in Alia wiedererkannt habe. Ich denke, es geht hier vielen Mädels so. Das Abstand nehmen von der Liebe und dann der Schlag, wenn sie eintrifft. Die Kapitel sind so gewählt, dass man ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her pendelt. Es ist genau passend für diese Art Roman, man erfährt mehr über die Anfänge und auch gleichzeitig wie es weitergeht. Dennoch ist es ein Wechselbad der Gefühle – ein Augenblick alles wunderbar und toll und im anderen merkt man, wie es bergab geht.

Eigentlich ist Alia ja auch selbst dran schuld, dass ihr Leander entgleitet – hat sie sich doch zu einer Furie entwickelt, was man aber auch auf den Stress zurückschieben kann. Trotzdem müsste sie hier etwas Rücksicht auf Leander nehmen. Der jedoch nimmt das auch alles auf die leichte Schulter und spätestens da, als er gammlig zu einem Dinner mit ihr erschien, ist auch der Leser etwas wütend und auf Alias Seite. Was dann folgt, lässt die Tränchen kullern – Alias und auch des Lesers!

Der Schreibstil der Autorin ist so passend für den Roman, er dürfte gar nicht anders sein. Mitfühlend und fließend beschreibt sie den Werdegang dieser Liebe, den Untergang und den Anfang.

Ich weiß nicht, wie die Autorin es macht, aber sie schafft es, dass es den Leser direkt ins Herz trifft. Genau da, wo es auch Alia trifft, als es zu Ende ist. Spätestens an dieser Stelle ist der Damm gebrochen und man heult herzzerreissend mit ihr mit. Es ist nicht nur Leanders Schuld, dass es so kam, aber zu Alia hat man mehr Bezug. Was sie im Nachhinein noch alles über Leander erfährt und wie die Geschichte fortgeführt wird – es wühlt den Leser einfach nur auf.

Es ist so abstrus und doch so realitätsnah, es könnte direkt aus dem eigenen Leben sein. Die Autorin schafft es einzigartig, den Leser durch die Gefühle mitfühlen zu lassen – es ist fast so, als wäre man selbst beteiligt, ja sogar als wäre man die Hauptperson. Der eine oder andere wird mit dem Ende nicht zufrieden sein, ich persönlich fand es perfekt – der Leser wird noch zum Träumen angeregt!

Wer schon mal Liebeskummer hatte, wird hier nicht die Tränen zurückhalten können. Mädels (und Jungs), haltet schon einmal eure Taschentücher bereit und viel Zeit! Einer der Romane, die einen mitreissen und gefangen halten, die einen bis ins Herz treffen – volle Leseempfehlung von mir!

5 von 5 Punkten

Neue Dinge, allerhand posted by on 12. April 2014

Ich habe wieder angesammalt – macht euch also auf einen langen, langen Thread gefasst! Ich habe mir wieder so viele neue Bücher zugelegt, einige bereits gelesen – und den Neuzugängepost verschwitzt =) Das habe ich nun davon! Aber jedes Buch mag vorgestellt werden! Das sind sie, die Neuen:

Samantha Young – London Road:

„Johanna Walker ist jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron McCabe – gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Wird es ihm gelingen, ihre Mauer aus Zweifeln zu überwinden?“

Elizabeth Heiter – Kalte Gräber:

„Elizabeth Heiter nimmt den Leser mit auf eine nervenaufreibende Reise in die Welt der Serienmörder. Jeder Fundort erzählt eine Geschichte. Und diese lässt FBI-Profilerin Evelyn Baine das Blut in den Adern gefrieren. Die Leichen zweier entsetzlich misshandelter junger Frauen, senkrecht bis zum Hals im feuchten Waldboden eingegraben. Die Gesichter zerstört durch Witterung und wilde Tiere. Das Werk des „Totengräbers von Bakersville“. Scheinbar willkürlich macht er Jagd auf junge Frauen und hortet ihre Leichen. Evelyn weiß, um den Totengräber zu erwischen, muss sie ihm geben, was er will – und das ist sie selbst.“

Meine Rezension hierzu findet ihr hier.

Annika Bühnemann – Auf die Freundschaft:

„Alles auf Anfang! Das wünscht sich Claudia, als sie ihre Ehe mit Ken für gescheitert erklärt und aus den USA zurück in ihre alte Heimat nach Deutschland zieht. Zum Glück warten dort ihre alten Schulfreundinnen, und die vier Frauen meistern Schulter an Schulter die Herausforderungen des Lebens: Familie, Kinder, Job und Liebe. Claudia gibt die Hoffnung nicht auf, den “Mann fürs Leben” noch zu finden. Vielleicht ist es Lutz, ihr charmanter Chef? Dann taucht Ken auf und bittet sie um eine zweite Chance. Doch kann ihr Ex-Mann sich wirklich ändern?“

Jenni Fagan – Das Mädchen mit dem Haifischherz:

„Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen …“

Meine Rezension hierzu findet ihr hier.

Susanne Kliem – Die Beschützerin:

„Janne Amelung, erfolgreiche Event-Managerin bei einem Berliner Fernsehsender, muss ihre Abteilung vor Unternehmensberatern präsentieren. Die Atmosphäre ist angespannt – es steht viel auf dem Spiel. Umso erleichterter ist Janne, dass Vanessa Ott aus dem Beraterteam aufgeschlossen und sympathisch wirkt und sogar den privaten Kontakt zu ihr sucht. Janne lässt sich dankbar darauf ein – auch wenn sie das starke Interesse der Beraterin insgeheim irritiert. Aber Nein sagen ist nicht gerade ihre Stärke.
Kurze Zeit später hat sich Jannes Situation komplett gewendet: Sie wird zum Opfer von Mobbing und Intrigen, selbst ihre engsten Kollegen misstrauen ihr nun. Dann dringt jemand heimlich in ihre Wohnung ein, benutzt ihre persönlichsten Dinge. Als ihr eine Affäre angehängt wird und ihre große Liebe Gregor sich von ihr abwendet, erkennt Janne, dass sie Opfer eines teuflischen Plans ist. Aber wer steckt dahinter?
Es ist jemand, der sie ganz genau durchschaut und ihr immer einen Schritt voraus ist …“

Lauren Kate – Engelsmorgen:

„Egal, wie viele Leben du hast: Der großen Liebe begegnest du nur einmal

Kaum hat Luce in dem gefallenen Engel Daniel ihre große Liebe gefunden, werden die beiden auch schon wieder getrennt: In Shoreline, einem Internat an der kalifornischen Küste, muss Luce sich verstecken, denn sie schwebt in höchster Gefahr. Während Daniel versucht, die Unsterblichen, die es auf sie abgesehen haben, zu besiegen, lernt Luce, in die Vergangenheit zu blicken. Doch je mehr sie über ihre und Daniels frühere Leben erfährt, desto mehr ahnt sie, dass er ein dunkles Geheimnis hütet – eines, das sie beide zu vernichten droht …“

Karin Baron – Tote essen kein Fast Food:

„Sylt. Ausgerechnet! Gegen eine Insel weiter südlich hätte die 16-jährige Fanny nichts einzuwenden gehabt. Aber Sylt, dieser sandige Haken in der Nordsee – garantiert ständig unter einer fetten Regenwolke und garantiert völlig öde. Doch dann werden Ferien auf der Insel alles andere als langweilig: Fanny macht unfreiwillig Bekanntschaft mit der Sylter Bunkerwelt und mit Jan, dem Jungen vom Strand. Gemeinsam machen sie sich auf die Spur nach einem verschwundenen Mädchen. Faszinierender Schauplatz: die Bunkeranlagen der Insel. Authentische und sympathische Heldin.“

Lisa Buresch – Wenn die Liebe hinfällt:

„Wann hatten Sie das letzte Mal Liebeskummer … aber so richtig? Alia und Leander gelten als Traumpaar. Sogar als Traumfamilie, denn da gibt es noch Töchterchen Katie. Wie alle Freunde um sie herum glaubt die liebenswert-chaotische Alia, das mit ihr und Leander sei etwas Besonderes. Umso schlimmer ist der Absturz, als Leander auf einmal den Satz raushaut, den Alia nur aus den Groschenromanen kennt, über die sie an der Uni forscht: »Alia, ich muss dir was sagen, es gibt da eine andere …« Für Alia bricht eine Welt zusammen. Dass Liebe so verdammt wehtun kann, hatte sie nicht für möglich gehalten. Mühsam rappelt sie sich mithilfe ihrer Freundinnen und des neuen grummeligen Nachbarn halbwegs auf, da steht Leander plötzlich wieder vor der Tür. »Wenn die Liebe hinfällt« ist ein Roman, der uns voller Witz und Wärme an die Stellen führt, wo wir am empfindlichsten, am lebendigsten sind. Wer jemals Liebeskummer hatte, weiß, dass kaum ein Gefühl so intensiv ist wie dieses. Wer nicht mit Alia mitfiebert und dabei selbst wohlig schaudernd alle Höhen und Tiefen miterlebt, ist scheintot. So viel ist sicher.“

Laura Ley – Das Geheimnis der Flamingofrau:

„Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren Richtung sie Folge für Folge bestimmt …“

Meine Rezension hierzu findet ihr hier.

Dr. Oetker – Fitmachersalate:

„So leicht kann man satt werden. Dieses Work-Out macht richtig Spaß. Als Snack zwischendurch, in der Mittagspause oder nach dem Sport alle Rezepte eignen sich perfekt zum Mitnehmen ins Büro, in die Schule, ins Sportstudio oder zum Picknick. Auf 96 Seiten finden sich neben garantiert gelingsicheren Feel-Good-Rezepten wie Tandoori-Chicken-Salat oder Süßkartoffel-Couscous-Salat auch viele Tipps zu Zutaten, Zubereitung und Zusammenstellung der für 2 oder 4 Portionen berechneten Fitmacher-Mahlzeiten. Leichte Zubereitung und leichter Genuss sind garantiert mit maximal 600 Kilokalorien und höchsten 20 Gramm Fett.“

Dr. Oetker – Hefegebäck von A – Z:

„Locker, lecker und was für ein wunderbarer Duft … Ob süß oder herzhaft frisch aus dem Ofen ist Hefegebäck einfach unwiderstehlich. Und so schwer ist es gar nicht, wie viele glauben. Mit guten Zutaten und etwas Geduld bei der Zubereitung gibt es ein Fest für alle Sinne: Brioche, Eierschecke, Flammkuchen, Hefezopf, Mohnstriezel, Pizza oder Zwiebelkuchen sind nur einige der köstlichen Variationen aus diesem Buch. Alle Rezepte sind getestet und gelingen garantiert. Garantiert ist auch: Auf diesen 288 Seiten läuft einem ganz schnell das Wasser im Mund zusammen.“

Judith Winter – Siebenschön:

„Locker, lecker und was für ein wunderbarer Duft … Ob süß oder herzhaft frisch aus dem Ofen ist Hefegebäck einfach unwiderstehlich. Und so schwer ist es gar nicht, wie viele glauben. Mit guten Zutaten und etwas Geduld bei der Zubereitung gibt es ein Fest für alle Sinne: Brioche, Eierschecke, Flammkuchen, Hefezopf, Mohnstriezel, Pizza oder Zwiebelkuchen sind nur einige der köstlichen Variationen aus diesem Buch. Alle Rezepte sind getestet und gelingen garantiert. Garantiert ist auch: Auf diesen 288 Seiten läuft einem ganz schnell das Wasser im Mund zusammen.“

Veit Etzold – Seelenangst:

„Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, hat gerade die Folgen ihrer Hetzjagd auf den Serienkiller „Der Namenlose“ verkraftet, als die Hauptstadt von einer neuen, noch perfideren Mordserie erschüttert wird. Ein Mann, der sich „Der Drache“ nennt, ist von einer grausamen Mission erfüllt: Er tötet Menschen, die nur nach außen hin eine vorbildliche gesellschaftliche Funktion ausüben. Und mit seinem satanistischen Hintergrund, seiner absoluten Besessenheit weist er Clara den Weg nach Rom: zum Chef-Exorzisten des Vatikans -„

Mary Simses  – Der Sommer der Blaubeeren:

„Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …“

Courtney Cole – If you stay:

„Seit dem Unfalltod ihrer Eltern hält die 22-jährige Mia zusammen mit ihrer Schwester das Familienrestaurant am Laufen. Nebenbei hat sie ein kleines Atelier als Künstlerin und ist überzeugte Single-Frau. Das ändert sich, als den 24-jährigen Pax Tate kennenlernt. Pax ist auf den ersten Blick alles andere als ein Traummann: Tätowiert, knallhart und mit schlechtem Benehmen. Doch ausgerechnet Pax bringt in Mia eine Seite zum Schwingen, die sie vorher noch nicht kannte – und sie in ihm auch.“

Puh, da ist ja jetzt echt einiges zusammen gekommen. Kennt ihr da einiges, was würde euch zusagen oder habt ihr auch bereits schon gelesen?

Elizabeth Heiter – Kalte Gräber posted by on 9. April 2014

Ein Krimi bzw. Thriller zwischendurch – wer liest sie nicht gerne? Auch Elizabeth Heiter, die früher schon ihre Mitmenschen mit Geschichten unterhielt, hat ein Werk über Serientäter geschaffen. In diesem Buch ist die Heldin eine Profilerin, sie muss sich mit den Polizisten aus Bakerville auf die Suche nach einem schlimmen Mörder begeben…

Autor: Elizabeth Heiter
Titel: Kalte Gräber
Genre: Thriller
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 10.03.2014
Taschenbuch: 320 Seiten
Preis: 9,99 €
bereitgestellt durch BdB

Den Leichen zweier Frauen wurden viele Misshandlungen angetan – und sie stecken bis zum Rumpf im Boden. Der Täter wollte scheinbar nicht entdeckt werden, die Leichen wurden aber genau das. Und hier kommt die Profilerin Evelyn ins Spiel. Sie ist eine Expertin auf dem Gebiet und steht der Polizei von Bakersville zur Seite. Der Mörder hat schon seinen Namen weg: „Der Totengräber von Bakersville“. Er macht scheinbar willkürlich Jagd auf junge Frauen, bis er es auf Evelyn abgesehen hat, nur so kann sie ihm geben was er will und aufhört….

Der Leser wird sofort in das Geschehen hinein katapultiert. Es wird nicht lange drum rum geredet, der Fall geht sofort los. Wie in allen Stationen ist auch Evelyn als Frau nicht gern gesehen und man traut ihr nicht alles zu. Dennoch erhält sie den Fall zugeteilt, in Bakersville als Profilerin zur Seite zu stehen.

Evelyn behauptet sich gut gegen die Männer – und wenn sie auch nur Profilanalystin ist, sie trägt ganz schön bei zum Fall. Der Leser hält kurz die Luft an, als auch sie ein Opfer zu werden droht.

Der Schreibstil und auch die Geschichte an sich, machen es dem Leser leicht, durch die Seiten zu tingeln. Man wird förmlich mitgerissen – auch wenn der Thriller seine Längen hat. So passiert ewig nichts und es wird im Kreis ermittelt, dann geht es aber wieder rasant zur Sache. Man möchte ab dieser Stelle am liebsten Turbolesen. Mit der Protagonistin sympathisiert man wirklich gut – sie passt aber so gut wie in jedes Klischee eines Thrillers, in welchem eine Frau die Hauptperson ist. Sie ist vordergründig stark, hat aber eine große Schwäche hinter der Fassade, die sie aber niemanden sehen lassen will. Natürlich kommt hier auch noch ein Mann ins Spiel, mit dem sie aber nichts anfangen möchte auf Grund beruflicher Ebene.

Es ist ein gelungenes Debüt der Autorin, keine Frage. Der Leser stellt sich sehr oft die Frage, wer denn nun der Mörder ist, auch als ein Name festzustehen scheint. Eigentlich dürfte es ja in einem Thriller nicht gleich zur Aufklärung kommen, das müsste doch beim Showdown passieren. Ist es so? Hier möchte ich euch nichts verraten – am besten ist, ihr macht euch selbst ein Bild davon!

Die Spannung ist jetzt nicht so hoch, dass man schlaflose Nächte bekommt, aber sie ist durchgängig vorhanden und reisst einen mit in den Strudel der Buchstaben. Es baut sich mit Zeile um Zeile auf, lässt sich Zeit dazu, aber wird stärker. Irgendwann kann man nicht mehr die Augen vom Geschriebenen lassen.

Die Ermittlung sowie auch die Logik hat die Autorin sehr gut beschrieben und es bleiben keine Fragen offen. Für einen guten Thriller ist das das A und O meines Erachtens. Mörder ist vorhanden, Tat ist vorhanden – und auch das Motiv bzw. der Hintergrund. Dies alles verpackt in einer Geschichte rund um eine ehrgeizige Profilerin, die sich in den Fall hängt. Auch die Nebengeschichten, die zwischenmenschlichen Beziehungen, sind gut geschildert und halten den Leser auf Trab. Es ist der Auftakt einer Serie rund um die Profilerin, es lohnt sich allemal hier zuzugreifen!

Man darf auf jeden Fall noch gespannt auf weitere solch gute Werke der Autorin sein. Aber erst einmal solltet ihr euch diesen Fall zu Leibe führen – er ist alles andere als schwach und gibt dem Leser einige spannende Momente!

4 von 5 Punkten

Jenni Fagan – Das Mädchen mit dem Haifischherz posted by on 7. April 2014

Ein Leben im Heim oder von Heim zu heim – die guterzogenen Kids machen sich kaum Gedanken darüber bzw. sie können es sich nicht vorstellen. Doch, wie ist es für jemanden, der von einem Heim zum nächsten tingelt? Jenni Fagan hat in ihrem Roman eine Atmosphäre geschaffen, in der sie die Protagonistin beschreibt, welche fast ausschließlich in Heimen und Pflegefamilien gelebt hat.

Autor: Jenni Fagan
Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
Genre: Jugendbuch, Drama
Verlag: Verlag Antje Kunstmann
Erscheinungsdatum: 12.03.2014
Gebunden: 332 Seiten
Preis: 19,99 €

Anais Hendricks ist 15 und sitzt auf einem Rücksitz in einem Polizeiauto. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, eine Polizistin liegt im Koma. Hat sie etwas damit zu tun? Alle gehen davon aus, es liegen aber keine Beweise vor und Anais kann sich nicht erinnern. Anais kommt in eine Besserungsanstalt für schwererzwiehbare Jugendliche, ins Panoptikum. Anfangs steht sie dem noch mit Skepsis gegenüber, die anderen Jugendlichen werden aber fast zu etwas wie ihre Familie. Das Panoptikum sieht sie als eine Art Gefängnis, eine Art Unterkunft für so kaputte Menschen wie sie, erschaffen vom Experiment. Sie kämpft mit der Gegenwart, der Vergangenheit und ihrem Mut – sowie ihren Gedanken und Stimmen. Die anderen Jugendlichen sind eine Art Familie, deren Bande stärker sind als alles, auch stärker als das System. Ein Mädchen mit dem Haifischherz, das dagegen anzukämpfen versucht…

Der Anfang beginnt so, wie der Klappentext es beschreibt. Anais sitzt blutverschmiert auf dem Rücksitz eines Polizeiwagens. Die Polizisten bugsieren sie in das besagte Panoptikum. Dort angetroffen macht sie sich erst einmal mit allem vertraut, wenn man es denn so nennen kann.

Der Leser merkt gleich, dass er mit Anais keine normale Protagonistin hat, sondern eine, welche viel erlebt hat und viel einstecken musste. Sie misstraut allem und jedem und hat es immer wieder vom Experiment. Man ist sich anfangs nicht klar, ob das nur in ihrem Kopf existiert oder ob es wirklich existent ist. Durch den Drogenkonsum und ihre schwere Kindheit ist sie auch etwas zurückgezogen und um es schlicht zu sagen, durcheinander. Sie schweift oft ab von ihren Gedanken und sieht Dinge, die es nicht gibt. Sie stellt sich allerlei vor, z.B. wie und wo sie geboren ist und wie sie entstand. Oder wie das Experiment sie erschaffen hat. Ihre Aussprache ist gossenslangartig und man braucht einige Zeilen, um sich an das zu gewöhnen.

Der Schreibstil der Autorin leitet dazu, Zeile um Zeile zu lesen, auch wenn die Schrift recht klein ist in diesem Buch. Man fragt sich, was alles auf Anais zukommt und was am Experiment wahr ist oder nicht. Irgendetwas mystisches und geheimes umgibt die ganze Aura des Buches – auf dem Panoptikum geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Oder strahlt es von Anais aus? Man ist auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weiter läuft.

Anais ist dem Leser (so ging es mir auf jeden Fall) eher fern, man bekommt keinen rechten Anschluss zu ihr. Manchmal neigt sie dazu, nett zu sein und sich aufzuraffen. Andererseits bleibt sie auf ihrer „assozialen“ Linie stecken und hat diese Gleichgültigkeit. Man könnte fast sagen, in diesem Mädchen stecken zwei Personen. Es ist aber kaum verwunderlich, dass sie so verwirrt und durchgeknallt ist, nach ihrer Vergangenheit zu urteilen. Ihr Betreuer Angus, welcher anfangs recht sympathisch wirkt, ist ihr dabei auch keine große Hilfe, auch wenn er ihr helfen will. Selber hat er auch ein Päckchen zu tragen, welches ihn nicht unbedingt zum besten Betreuer macht.

Es gibt viele Szenen, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zum Beispiel auch, wie das Gericht mit Anais umgeht. Anstatt einer verlorenen Jugendlichen zu helfen, triezen sie sie noch mehr. Ich denke, die Autorin will uns mit ihrem Werk die Augen öffnen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Man wiegt sich in Sicherheit durch die Autorität der Öffentlichkeit, des Staates und dergleichen. Doch hinter unserem Rücken passiert hier so einiges, was nicht rechtens ist. Auch, dass wir es so gut haben im Gegensatz zu anderen – man siehe Anais, ist wohl auch ein großer Stützpunkt in diesem Roman. Man merkt, dass die Autorin sich damit und mit anderen komplexen Themen auseinander gesetzt hat und hier einen Roman mit Tiefgründigkeit geschaffen hat.

Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch aber nicht großartig überzeugen, da hier die schlechte Redensart der Protagonistin vieles kaputt macht – vielleicht bin ich auch zu alt, aber der „Gossenslang“ macht hier viele Situationen kaputt. Auch dass hier viele Situationen, welche wichtig gewesen wären für den Verlauf, so kompliziert beschrieben werden, macht einem das Lesen nicht leicht. Meines Erachtens wurden hier auch viele Fragen ungeklärt gelassen, gerade am Ende. Das kam dann so unerwartet und unglaubwürdig hervor, das ist echt schade!

Es ist eine erschütternde Geschichte, die einem im Gedächtnis haften sollte, über die man ernsthaft nachdenken sollte. Jedoch sind die abschweifenden Gedanken sowie unrealistische und schnell wechselnde Szenen nicht gerade fördernd, die ganze Geschichte wirkt sogar etwas überzogen.

Ein Pluspunkt ist aber das Cover – es ist so schön ausgearbeitet, bunt und doch uni – es erinnert etwas an Ed Hardy. Einzig die Pillen vorne drauf stören etwas, da dies etwas verharmlost wird – sollte man wohl nicht so eng sehen, da es im Gesamten ja auch um Drogen geht.

Diejenigen, die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen durch den wirklich derbe Sprache der Charaktere, werden sich an dieser Lektüre nicht satt lesen können und werden in einen tiefgründigen (aber verwirrenden) Sog gezogen. Für mich war es leider etwas too much und zuviel des Guten von allem!

2 von 5 Punkten

Laura Lay – Das Geheimnis der Flamingofrau posted by on 5. April 2014

Lesen wir nicht gern von Liebe und den Dingen, die dazugehören? Mittlerweile gibt es viele erotische Romane auf dem Markt und sie werden gerne gelesen. Laura Ley hat mit ihrem Werk „Das Geheimnis der Flamingofrau“ auch eine erotische Geschichte geschaffen, die den Leser anspricht.

Cover FlamingoAutor: Laura Lay
Titel: Das Geheimnis der Flamingofrau
Genre: Erotikerzählung
eBook: 53 Seiten
Preis: 2,79 €

Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren Richtung sie Folge für Folge bestimmt …

Laura Lay nimmt ihre Leser in eine Doppelwelt mit, wo Versuchung und Intrige Hand in Hand gehen, wo Erpressung zur Verführung wird, wo die erotische Erfindung langsam ins Reale greift.

Das erste Kapitel handelt sogleich von Gerüchten um die schöne Tania von Rosenfels. Sie zieht in ein Dorf, in das Gutshaus. Da keiner was genaues über sie weiß, werden schnell Gerüchte in die Welt gesetzt. Man weiß nur, dass sie nicht von schlechten Eltern lebt, da sie schon ein großes Buffet aufgetischt hat und auch für das Kirchendach gespendet hat.

Faszinierend ist es, dass die Autorin die erotische Erzählung aus Sicht eines Mannes erzählt. Weiß man als Frau vielleicht besser als die Männer selbst, worauf diese abfahren? Auf der anderen Seite gibt es noch den Schriftsteller Leon, auch diesem fällt die gutaussehende Frau auf. Eigentlich sollte er aber eher an sein nächstes Buch denken, da der letzte Preis schon über zwei Jahre her ist.

Bis einmal etwas richtiges passiert, dauert es an. Man merkt zwar die erotischen Strahlen zwischen den Zeilen durchgehend, aber bis es dazu kommt, dauert es – das musste einfach so sein, damit die Geschichte zur Geschichte wird. Die Geschichte an sich – eine Geschichte in einer Geschichte, genial gemacht. Der Durchblick kommt nach und nach, aber wenn, dann wird es richtig aufheizend.

Welche Rolle der Schriftsteller hat, merkt man sobald er anfängt seine Geschichte zu schreiben. Nun ja, eigentlich davor schon. Dies ist wirklich eine ausgeklügelte Idee der Autorin und vermag den Leser nur mehr in den Lesestrudel zu ziehen.

Die Autorin versteht es, den Leser zu fesseln und mit sich zu ziehen. Ihr Schreibstil hat etwas besonderes und man mag kaum den Blick abwenden vom Geschriebenen. Das und das erotische Knistern machen das Büchlein zu einem Erlebnis der besonderen Art. Man kann abtauchen, hat einen Film vor Augen und ist gut unterhalten.

Die Geschichte rund um Tanja, ob in der Geschichte oder real im Büchlein, ist sehr geheimnisvoll gehalten. Das stachelt den Leser natürlich nur noch mehr an, mehr zu lesen und schneller, um mehr herauszufinden.

Liebe Autorin, das Ende ist fies – man möchte sofort weiterlesen und nicht in der Luft gehalten werden! =)

Für ein paar prickelnde Momente sowie ein Abtauchen in Sinnlichkeit, Zärtlichkeit und Abdriften der Gedanken, genau die richtige Lektüre. Wer der Erotik in Büchern nicht abgeneigt ist, wird hier bestens bedient sein und sich ein schönes Stündchen damit machen können! Wer aber auf viel derbe, erotische Szenen wartet, ist hier falsch – denn Frau Lay hat hier ein anderes Tempo vorgelegt, das zeigt, dass es nicht immer solche Szenen geben muss, um genau das hervorzurufen!

5 von 5 Punkten

Gelesen im März 2014 posted by on 1. April 2014

Ich kann es nur wieder jeden Monat betonen – die Zeit vergeht schnell, ZU schnell. Man kann es gar nicht glauben und schon ist wieder ein Monat rum. So wird man doch nur älter – kann der Tag nicht mehr Stunden haben – auch für das Lesen? =) Naja, da ist wohl nichts zu drehen! Hier meine gelesenen Bücher im März:

Emma Conrad – Süß ist der Tod 4/5

Lyndsay Faye – Der Teufel von New York 2/5

Carla Norton – Und nachts die Angst 3/5

Gavin Extence – Das unerhörte Leben des Alex Wood oder warum das Universum keinen Plan hat 5/5

Daphne Unruh – Schattenmelodie 4/5

Christoph Koch – Chromosom XY ungelöst: Von einem, der auszog, ein echter Kerl zu werden 4/5

Tanja Krätschmar – Eva und die Apfelfrauen 5/5

Von 7 Büchern gab es diesmal nur zwei, die die volle Punktzahl bekommen haben – was ja nicht heißt, dass der Rest grundweg schlecht war. Dem Roman von Gavin Extence hätte ich sogar noch mehr als 5 Punkte gegeben, das war so ein super Buch! Dieses kann ich euch wirklich nur ans Herz legen, es ist so tiefgründig, sarkastisch und doch realistisch…ich könnte jetzt weiter schwärmen, aber dazu gibt es ja schon eine Rezension, die ihr euch gerne durchlesen dürft =) So gar nicht meins war der Teufel von New York, ich habe einfach nicht herein gefunden und es wurde zuviel drum herum geredet – schade! Sonst waren die Lesemomente diesen Monat eigentlich sehr angenehm – ein Hörbuch habe ich dieses Mal leider nicht geschafft, aber muss ja auch nicht.