Bevor es wieder Überhand nimmt…. posted by on 24. März 2015

…kommt hier jetzt der Neuzugängepost! Es hat sich doch wieder etwas angesammelt seit ich das letzte Mal alles aufgeholt habe. Hier meine neuen Babys:

Petra Bock – Mindfuck:

„Wir werden täglich zum Opfer von Mindfuck: wenn wir versuchen, es anderen recht zu machen, und darüber unsere eigenen Bedürfnisse vergessen. Wenn wir uns selbst kritisieren und abwerten. Wenn wir uns an starre Regeln halten, anstatt selbstbewusst unseren Weg zu gehen. Wenn wir dauerhaft unter unseren Möglichkeiten bleiben.
Petra Bock ist eine der erfolgreichsten Coachs in Deutschland und hat das Phänomen der mentalen Selbstsabotage analysiert. Sie erklärt, welche Denkmuster Mindfuck erzeugen, woher sie kommen und wie wir sie überwinden – um endlich unser wahres Potenzial auszuschöpfen und unser Leben zu verbessern.“

Petra Bock – Mindfuck Love:

„Sabotieren wir uns selbst in der schönsten Sache der Welt?
Petra Bock wendet die MINDFUCK-Methode erstmals im Bereich der Liebe und Partnerschaft an und zeigt uns, wie wir uns bei Gefühlen und Beziehungen selbst blockieren.
„Ich gerate immer an den Falschen…“, „Meine Traumfrau gibt es sowieso nicht…“, „Wenn du mich lieben würdest, dann…“
Es gibt wohl keinen Bereich im Leben, in dem wir mehr Potenzial verschenken als in der Liebe. Kein Wunder. MINDFUCK ist im Spiel, wenn wir uns selbst und andere mit sabotierenden Gedanken und Gefühlen blockieren.“

Courtney Cole – Before we fall – Vollkommen verzaubert:

„Nach außen hin führt Dominic ein beneidenswertes Leben: Dem gefeierten Jungschauspieler liegt die Frauenwelt zu Füßen. Doch innerlich ist er gelähmt, tiefe Gefühle lässt er nicht zu. Das ändert sich, als er Jacey kennenlernt, deren Kraft ihn schwer beeindruckt. Aber auch sie hat Narben auf der Seele. Werden die beiden einander heilen können?“
James Oswald – Das Mädchenopfer:
„In Edinburgh werden im Kellerraum eines alten Hauses die entsetzlich zugerichteten Gebeine eines jungen Mädchens entdeckt. Ringsum befinden sich sechs Wandnischen – darin sechs Schmuckstücke und die konservierten Organe des Opfers. Die Polizei misst dem Fall keine besondere Bedeutung bei, geschah der Mord doch vor mehr als 60 Jahren. Nur Detective Inspector Anthony McLean lässt das schreckliche Schicksal des Mädchens keine Ruhe. Bald stößt er auf eine Verbindung zu einer blutigen Mordserie, die seit Kurzem die Stadt erschüttert, und kommt auf die Spur einer unvorstellbar bösen Wahrheit …“
Josh Malerman – Bird Box – Schließe deine Augen:
„Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …“
Rezension dazu hier.
Stephen King – Doctor Sleep:
„Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.“

Stephen King – Joyland:
„Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student, der alles zu verlieren droht und doch so viel gewinnt.“
Stephen King – Mr. Mercedes:
„Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.“

Carmen Rodrigues – Du bist das Gegenteil von allem:
„Und ich lag da, erdrückt vom Gewicht meiner Angst

Die 16-jährige Ellie hatte etwas Besonderes an sich. Etwas Dunkles, Charismatisches, Gebrochenes … Jetzt ist sie tot. Gestorben an einer Überdosis Tabletten. Zurück bleiben ihr Bruder Jake, ihre beste Freundin Sarah und deren jüngere Schwester Jess – und vierunddreißig Zettel von Ellie in einem Schuhkarton. Vierunddreißig Hinweise, die Ellie hinterlassen hat. Vierunddreißig Geheimnisse eines viel zu kurzen Lebens voller Schmerz. Auf der Suche nach dem Warum müssen sich Jake, Sarah und Jess nicht nur ihren eigenen Abgründen stellen, sondern auch dem, was Ellie so lange vor ihnen verborgen hat …“

Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße:
„Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen – Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.“
So, das wars erst mal wieder – wieviel da wieder zusammenkommt nach einem Monat! Da fällt mir nur noch ein: „Let´s go and read!“ =)
Josh Malerman – Bird Box- Schließe deine Augen posted by on 18. März 2015

Manchmal gehen wir ja schon alle blind durchs Leben. Was aber, wenn wir MÜSSEN? So richtig, mit Augenbinden? Wenn etwas Schreckliches da draußen lauert, was wir nicht sehen dürfen, ohne verrückt zu werden? Genau dieser Situation sind die Charaktere und allen voran Malorie in Josh Malermans Buch „Bird Box – Schließe deine Augen“ ausgesetzt. Was steckt hinter diesem Grauen?

Autor: Josh Malerman
Titel: Bird Box – Schließe deine Augen
Genre: Horror, Endzeit
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsdatum: 16.03.2015
eBook: 231 Seiten
Preis: 15,99 €

Gerade als die Welt „verrückt“ zu werden scheint, erfährt Malorie, dass sie schwanger ist. Gemeinsam mit ihrer Schwester Shannon verfolgt sie die aktuellen Nachrichten. Die Menschen scheinen nach Sichtung etwas Unbenennbaren verrückt zu werden und bringen sich und andere um. Malorie, hochschwanger und allein mit ihrem Kind im Bauch, schließt sich einer Gruppe an. Diese haben sich in einem Haus verbarrikadiert und die Fenster abgehängt, die Türen verschlossen und versuchen so zu überleben. Malorie setzt alles daran, diese Menschen, die ihr lieb geworden sind, zu schützen. Das heißt, Fenster abgedunkelt lassen und „nichts sehen“, was einen zur Raserei bringen könnte…

Erst einmal erlebt man Malorie in der heutigen Zeit, hier hat sie bereits zwei Kinder – befremdlich ist, dass sie diese nicht beim Namen nennt, sondern nur „Junge“ und „Mädchen“. Hat sie ihren Kindern denn keinen Namen gegeben, ist die Welt so schrecklich geworden? Scheinbar sind diese bereit im Aufbruch nach woandershin, von ihren Hausgenossen nichts zu lesen…

Dann wechselt das Kapitel in die Vergangenheit, erst als sie erfahren hat, dass sie schwanger war und auch wie sie zu dem Haus mit den verschiedenen Personen gelangt ist. Dort erfährt sie, wie schlimm die Situation wirklich ist und wie man in dieser neuen Welt überleben kann. Wenn man sich zu Anfang gefragt hat, wieso alle die Augen verbinden müssen, um nichts zu sehen, so wird dies nach und nach im Teil der Geschichte beantwortet. Der Einstieg in die Geschichte ist hier ein etwas längerer Weg, wird einem aber durch den fließenden Schreibstil des Autors leicht gemacht und man kann nur so über die Zeilen fliegen.

Ab Kapitel zwei eröffnen einem die Handlungen und die ganzen Situationen mehr Informationen, was eigentlich geschehen ist oder was im Begriff ist noch zu geschehen. Die Kapitel wechseln jetzt ab hier zwischen Gegenwart und dem Vergangenen. In dem Haus trifft Malorie ebenfalls eine schwangere Frau, die genauso weit wie sie sein dürfte. Gemeinsam versuchen die „Bewohner“ sich durch das Leben zu schlagen und wagen sich immer weiter hervor. Als Leser spürt man aber auch vehement die ständige Angst vor den „Wesen“, welche die Raserei auslösen. Was sind sie und was tun sie hier? Nach und nach erfährt man mehr, aber die Frage, was sie hier tun und was mit ihnen passiert ist, bleibt hier der ständige Begleiter.

Der gegenwärtige Teil der Geschichte, in welchem nur Malorie und die Kinder die Handlung sind, wirkt hier fast langweilig gegenüber dem vergangenen Teil, da dort mehr erklärt wird und die Spannung einfach greifbarer ist. Hier schwebt die Angst der Charaktere ständig über dem Leser und zieht diesen somit nur noch mehr in den Lesefluss, da man auf Antworten hofft, weil man einfach genauso wie die Charaktere, nicht weiß, mit was man es zu tun hat.

In anderen Rezensionen bemängeln viele Leser, dass hier kein Thriller vorliegt und die Spannung zu flach ist, dass nichts passiert im eigentlichen Sinne. Dem kann ich so nicht ganz zustimmen – dass es kein Thriller ist, das stimmt wohl, denn meines Erachtens ist es der pure Horror. Man stelle sich nur mal vor,  man wäre in der Haut der Charaktere. Hier gibt es keinen Killer, der alles um sich wegschlachtet, hier ist irgendeine höhere Macht am Werk, welche man nicht erkennen kann. Ist es die Regierung? Ist es Leben aus einer anderen Dimension? Werden die Menschen einfach nur wahnsinnig und der Wahnsinn ist plötzlich ansteckend? Diese Fragen stellen sich einem durchweg und zu meiner Enttäuschung werden diese nicht befriedigend beantwortet. Aber vielleicht ist das der Sinn der Sache, möchte der Autor, dass wir uns im Nachhinein Gedanken über all das Geschehene machen und etwas zwischen den Zeilen erkennen? Man könnte nun lange darüber fachsimpeln – auslegen wird es ein jeder anders.

Die Spannung empfand ich keineswegs als flach, eher noch ansteigend von Kapitel zu Kapitel. Es knistert förmlich zwischen den Zeilen, besonders in den vergangenen Zeiten, aber auch in den gegenwärtigen, da hier ja auch noch etwas passieren muss. Flach war meiner Meinung nach eher etwas das Ende, hier hätte der Autor tiefer in die Materie greifen können. Es sieht fast so aus, als wollte er schnell zu einem Abschluss kommen und hatte ein bisschen Erklärungsnot – könnte aber auch anders gewesen sein, denn was, wenn die Geschichte weitergeht? Vielleicht wollte er dem Leser auch nur genügend Spielraum für die eigene Fantasie lassen!

Außer, dass hier viele, viele Fragen auftauchen, die nicht zufriedenstellend beantwortet werden, kann ich das Buch gewissenlos weiterempfehlen! Aber Vorsicht, für schwache Nerven ist es allemal nicht, es tauchen genug erschreckende Bilder auf und brennen sich ein.

4 von 5 Punkten

Emma Wagner – Liebe und andere Fettnäpfchen posted by on 16. März 2015

Wer kennt sie nicht – die hundsgemeinen Fettnäpfchen, in die wir immer wieder trampeln. Der eine mehr, der andere weniger und die Protagonistin in Emma Wagners Buch ständig! Kaum zu glauben, wie man kein Fettnäpfchen auslassen kann, aber Lena schafft dies andauernd.

Autor: Emma Wagner
Titel: Liebe und ander Fettnäpfchen
Genre: Unterhaltung
Erscheinungsdatum: 19.07.2014
eBook: 304 Seiten
Preis: 3,99 €

Lena studiert in Heidelberg. Hier findet sie jedoch leider nicht den Mann fürs Leben, sondern viele, viele Fettnäpfchen. Ständig läuft ihr der unsympathische Polizist Adrian über den Weg – erst bekommt sie ein Knöllchen für über die Ampel fahren, wo doch keiner auf der Kreuzung war nachts, dann wird ihr Fahrrad geklaut und überhaupt hat er einen überaus gutaussehenden Freund, für welchen Lena sich sehr interessiert. Der charmante Franzose Pierre scheint Lenas Traummann zu sein und sie setzt alles daran, um sich diesen zu angeln. Ihre Freundinnen entwickeln ihr einen Schlachtplan – wenn doch alles nur nach Plan laufen würde. Dass sie nebenher aber auch noch zu Amor mutiert und sich mit komischen Mitbewohnern und Co. herumschlagen muss, macht es auch nicht leichter. Als sie aber eine Liebeserklärung von falscher Seite erhält und eine Freundin sie um Hilfe bittet, ist das Chaos rund um sie perfekt…

Lena ist so ein quirliger, herzerfrischender Chaot und Tolpatsch, man kann sie nur lieb haben. Wenn es um Fettnäpfchen geht, ist sie hier die Expertin und kann ein Lied davon singen, wie man in ein solches trampelt. Aber nicht nur sie, auch ihre Freunde wachsen einem schnell ans Herz und sei es der nervige Polizist Adrian, welcher eigentlich gar nicht so nervt. Oder aber auch ihre verrückte Freundin mit den Birkenstocklatschen oder aber Leticia, die selbsternannte Friseuse. Auch ihr bester Freund Marius oder Britta, welche bei der Autorin kurzerhand mal zu Bettina wechselt und dann wieder zu Britta – einfach alle, man möchte sie in der Geschichte nicht missen und schon gar nicht den blöden Polizisten Adrian, er zaubert doch immer wieder etwas Action hinein bei den Begegnungen.

Es gibt keinen einzigen Satz, bei dem man nicht lauthals losprusten möchte – es ist einfach überaus witzig und humorvoll geschrieben, so herrlich erfrischend für Zwischendurch. Die unterhaltsamen Situationen und auch die lustigen Dialoge, die ganzen Fettnäpfchen – es ist zum schreien komisch. Die Autorin hat hier einen eigenen Sinn für Humor, welchen sie gekonnt in die Geschichte einbringt und welchen dem Leser Lachtränen und Bauchmuskelkater bescheren.

Der Schreibstil ist angenehm und locker gehalten, ein nicht endender Lesefluss ist hier garantiert. Ein Kopfkino, welches sich direkt vor innerem Auge abspielt, ist zudem garantiert. Die Überschriften der einzelnen Kapitel bestehen aus Glückskeksweisheiten, die jedoch immer wieder zu passen scheinen. Vor allem diese mit den Kamelen – treffender kann es ja nicht sein! Oftmals erkennt man sich selbst in den peinlichen Situationen, die man selbst schon hatte oder bei anderen beobachtet hat. Man möchte hier öfters Lena zurufen, wie sie zu handeln haben sollte, muss aber mit Schmunzeln zusehen, wie sie in das nächste Fettnäpfchen trampelt und kann sich im Nachhinein nur lachend die Hände über den Kopf schlagen.

Liebe Emma, meines Erachtens hast du hier ein Wunderwerk an erstem Roman geschrieben – bitte mehr davon und schnell! =) Als selbsterkannter Tolpatsch und Chaot habe ich mich so oft wiedergesehen in diesem Roman und habe mich köstlich darüber amüsiert, wie es Lena ergeht und mit ihr gelacht, gefühlt und einfach alles. Für Zwischendurch ist das genau die richtige Lektüre, umso besser wenn man selbst nicht so perfekt ist und auch über Fettnäpfchen lachen kann!

5 von 5 Punkten

Gerd J. Merz – Papa hat dich lieb posted by on 11. März 2015

Ein Thema, was immer wieder erschreckend ist und auch nicht weniger aktuell wird – Kindesmissbrauch. Der Autor des Buches „Papa hat dich lieb“ hat sich hier an eine sehr komplexe Sache herangemacht und daraus einen Krimi geschaffen, der es in sich hat.

Autor: Gerd J. Merz
Titel: Papa hat dich lieb
Genre: Krimi
Verlag: Leinpfad Verlag
Erscheinungsdatum: 04.12.2013
Taschenbuch: 340 Seiten
Preis: 11,90 €

Angelikas Freundin Eva verschwindet von einem Tag auf den anderen. Sie macht sich sehr große Sorgen und stachelt ihre Mutter Maike an, ihr zu helfen, mehr herauszufinden. Maike ist zwar erst skeptisch, macht sich dann aber doch auf die Suche nach Antworten. Der Mofahelm von Eva wurde vor dem Haus ihrer Klavierlehrerin gefunden, was doch ein Ansatzpunkt wäre, doch die Polizei tut nichts. Eva ist volljährig und somit nicht zu suchen, es könnte ja auch sein, dass sie freiwillig abgehauen ist. Mithilfe von Evas Klavierlehrerin und eines guten Freundes, der EDV-Freak ist, findet Maike einiges heraus, unter anderem auch, dass Eva Kindesmissbrauch erfahren musste…

Der Autor wagt sich hier an ein hochaktuelles und nicht oft in den Mund genommenes Thema. Es treibt einem jedes Mal einen Schrecken ein, wie oft so etwas passiert, wenn man sich dies mal vor Augen führt. Die Personen in diesem Krimi sind so klar gezeichnet, dass man sie direkt vor sich hat. Man wünscht sich, dass es ein gutes Ende nimmt und fragt sich, ob Eva wohl selbst abgehauen ist oder ob sie beseitigt wurde, böse gesagt. Und wer macht die Tonbandaufnahmen, welche einem gleich zu Anfang geliefert werden? Mit jeder Zeile wird es einem klarer und man kann es sich denken, vor allem sind hier noch einige erschreckende Handlungen am Zuge, umso mehr man liest. Es gibt Leute, die möchte man gar nicht treffen und es gibt so vieles, was man nicht versteht und dann doch auf irgendeine Weise.

Auch in einem Krimi wie diesem, mit einem verstörenden Thema, fehlt der Humor der agierenden Charaktere nicht. Ob der Autor hiermit das Thema etwas abschwächeln möchte, kann man nicht sagen, es wirkt aber auf keinem Fall fehl am Platze.

Der Schreibstil macht es leicht, von Zeile zu Zeile zu springen. Das Thema, so erschreckend es auch ist, ist hochinteressant und sollte uns alle interessieren, da es jede paar Minuten unter uns passiert. Das Buch regt zum Nachdenken an und lässt uns einiges überdenken. In diesem Krimi wird einfach alles behandelt – über Liebe, Pubertät und auch das eigentliche Thema: der Kindesmissbrauch. Es ist rücksichtsvoll und doch schonungslos geschrieben, manches lässt einen die Augenbrauen hochziehen und anderes weckt einen auf. Der Autor hat hier in jeder Hinsicht gut gearbeitet und sich sehr gut informiert.

Für mich war es, trotz des Themas, bei welchem viele die Augen und Ohren verschließen, ein sehr spannender Krimi. Ein ernstzunehmendes Thema zwar, welches der Autor aber mit viel Spannung und auch zwischenmenschlichen Problemen gemeistert hat. Für mich steht hier außer Frage, dass das Buch ohne wenn und aber weiterempfohlen werden kann. Daumen hoch für das Werk des Autors!

5 von 5 Punkten

Marc Levy – Bis ich dich wiedersehe posted by on 9. März 2015

Die Liebe kennt keine Grenzen…scheinbar nicht mal über die Jahrhunderte hinweg. Gibt es das wirklich? Dass wir immer wieder die gleichen Seelen suchen in anderen Leben? Marc Levy hat mit seinem Roman die Liebe zwischen den Jahrhunderten geschaffen und lässt die beiden sich immer wieder finden…

Autor: Marc Levy
Titel: Bis ich dich wiedersehe
Genre: Roman
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21.07.2014
Taschenbuch: 288 Seiten
Preis: 8,99€

Als Jonathan, Kunstexperte, nach einem verschollenen Bild sucht, trifft er die charmante Galeristin Clara. Sie soll die Gemälde versteigern, er soll es bewerten etc. Unter diesen Bildern befindet sich auch das letzte und verschollene Gemälde des Malers Radskin. Jedoch bleibt Jonathan nur wenig Zeit für die Versteigerung, da er bald seine Hochzeit mit Anna feiert. Auf den ersten Blick allerdings wird Clara und Jonathan klar, dass sie sich nicht das erste Mal sehen, sondern sich schon einmal begegnet sein müssen. Aber wo war das und vor allem in welchem Leben?

Zuerst wird der Leser in Jonathans Leben eingeführt, mit dem chaotischen Freund Peter und seiner Verlobten Anna. Auch diese umhüllt irgendein Geheimnis, welchem man lange nicht auf die Spur kommt. Jonathan lebt ein Leben, das nicht geordneter sein kann – sieht man von seinen spontanen Reisen ab, die ihn in das Kunstleben entführen. Anna nimmt das scheinbar kommentarlos hin, ist jedoch immer wieder mal etwas sauer, dass er sie so hängen lässt.

Als Jonathan und Clara aufeinander treffen, merkt man gleich, dass hier eine gewisse Spannung entsteht. Die Funken sind durch die Zeilen hinweg bis zum Leser zu spüren und man fragt sich, wann es endlich so weit ist. Sie kommen sich zwar immer näher, nehmen aber doch gezwungenermaßen wieder Abstand. Sobald sie sich berühren, passiert etwas – sie sehen Dinge, die in der Vergangenheit passiert sein müssen. Haben sie schon einmal gelebt und miteinander gelebt?

Der Autor lässt sich mit der Geschichte im wahrsten Sinne Zeit, bis einmal etwas passiert. Der Lesefluss bricht zwar nicht ab, da die Dialoge und auch das Geschehen sehr interessant sind, es dauert aber einfach sehr lange, bis etwas Spannung in die Geschichte kommt. Etwas abstrakt und realitätsfern wird es ab der zweiten Hälfte, gibt dem Ganzen aber hier die Würze.

So ganz verbunden kam ich mir jedoch nicht vor bei dem Gelesenen. Es war, als würde man aus der Ferne eine Geschichte sehen, nicht als wäre man direkt dabei. Das Knistern zwischen den beiden war hier dann doch wieder näher und man fühlte sich direkt vor Ort. Als es aber immer abstrakter wurde, verfälscht es hier etwas das Bild und die ganzen Intrigen der Charaktere machen es auch nicht unbedingt besser.

Dennoch ist das Buch ein Lesevergnügen, das man sich zwischendurch genehmigen kann und einmal in die Welt der Kunst abtauchen lässt. Nebenbei erhält man noch etwas zum Nachdenken, ob es die Liebe tatsächlich über die Jahrhunderte hinweg schafft.

 3 von 5 Punkten

Gelesen im Februar 2015 posted by on 3. März 2015

Wieder hat ein neuer Monat begonnen, es ist echt Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Soviel habe ich letzten Monat leider nicht geschafft zu lesen, trotzdem ist jedes gelesene Buch eine Wohltat für die Seele. Das waren meine gelesenen für den letzten Monat:

Kristina Ohlsson – Sterntaler 5/5

Marc Levy – Bis ich dich wiedersehe 3/5

Tim O`Rourke – Ich sehe was, was niemand sieht 5/5

Olga A. Krouk – Ewiglich…Dornröschen? Kiss my Ass! 5/5

Für „Bis ich dich wiedersehe“ schreibe ich in den nächsten Tagen eine Rezension, dazu bin ich noch gar nicht gekommen. Und nun gebe ich weiterhin Gas, um ja viel Lesefutter zu verschlingen =) Und wie siehts bei euch so aus?