Caroline L. Jensen – Die Teufel, die ich rief posted by on 26. Oktober 2015

Es gibt die Hölle und deren Teufeln, es gibt den Himmel und deren Himmel und natürlich Gott und den Teufel selbst. Echt jetzt? So etwas wissen wir wohl erst mit Sicherheit, wenn wir selber Bekanntschaft mit den Örtlichkeiten oder deren Bewohner machen – so wie der Protagonist aus dem Roman „Die Teufel, die ich rief“ und dessen Freunde und Familie, sowie viele andere auch.

Autor: Caroline L. Jensen
Titel: Die Teufel, die ich rief
Genre: Unterhaltung, Roman
Verlag: Droemer
Erscheinungsdatum: 01.07.2015
eBook: 336 Seiten
Preis: 4,99 €

Das Unvorstellbare ist passiert – Gott hat einen Burnout und vegetiert so vor sich hin im Himmel. Mittlerweile plant Beelzebub in der Hölle den Aufstad gegen Satan. Hierzu braucht er aber menschliche Hilfe, die er von Isaks kleiner Schwester Thea bekommen soll. Ihr kann nur noch einer helfen und das ist Isak höchstpersönlich, er ist aber schon fast zu spät, als er sieht, wie die Hölle seine kleine Schwester verschluckt. Die bevorstehende Apokalypse kann nur durch ihn aufgehalten werden – das erfährt er von einer sprechenden Ratte, die ihn von nun an begleitet. Er und sein Freund Rufus machen sich auf den Weg in die Hölle, um das Böse aufzuhalten…

Isak kann man eigentlich fast nur liebhaben, er ist ein netter Junge, der aber so ziemlich jedes Mädchen an sich reisst, dass er bekommen kann. Also ein Bad Boy, der ein weiches Herz hat? Scheinbar! Denn ihm liegt alles daran, seine Schwester zu retten. Dabei erfährt er noch, wer deren Vater ist und wer auch sein Vater ist und das ist wirklich überraschend, beiderseits. Es ist erstaunlich, wie er der Herr im Haus ist und sich um seine Schwester und auch um seine Mutter kümmern muss, die eine Zigarette nach der anderen anzündet und irgendwie verbittert ist. Das ändert sich aber schlagartig, als Theas Vater auf einmal auftaucht und seinen Platz scheinbar einnimmt. Doch hier tritt das unabänderliche Böse in Gang und nur Isak kann es aufhalten.

Die Autorin erzählt die Story mit viel Witz und makabren Humor. Durch den leichten Schreibstil lässt sie den Leser samt Isak und Rufus erst durch die Hölle und dann durch den Himmel wandern – man macht mit allen möglichen Wesen und Kreaturen Bekanntschaft. Es bereitet einem höllischen Spaß, die zwei und die Ratte zu begleiten. Wer jedoch eine zu starke Vorstellungskraft hat und etwas schwache Nerven, sollte entweder die Augen bei bestimmten Szenen zumachen oder aber lieber nicht zur Lektüre greifen, denn die Autorin hat ein paar „schmackhafte“ Szenen in ihrem Buch bereit.

Das kurzweilige Kopfkino ist höchst amüsant und man hat so ziemlich jede Person und Kreatur vor Augen, als wäre man selbst dabei. Dass man die Hitze in der Hölle nicht auch noch spürt, ist wohl alles. Mir persönlich hat es Amüsement bereitet, mit den Dämonen, Engeln und den Freunden eine Reise zu unternehmen und auch die apokalyptischen Reiter dürfen hier nicht fehlen. Die Dialoge waren genau richtig gewählt und auch die Handlungen, die die Freunde tätigen – es hätte nicht anders sein dürfen. Nur manchmal ging es etwas turbulent und naiv zu – da hätte man etwas ausschweifender werden können, was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tut.

Wer gerne einmal wieder herzlich durch eine Lektüre lache möchte, ist hier herzlich willkommen, dieser kleinen Abwechslung beizuwohnen. Streng Gläubige, die hier Blasphemie vermuten, sollten jedoch lieber Abstand nehmen, das könnte zu ungeahnten Wutanfällen führen, da die Autorin alle aufs Korn nimmt =)

4 von 5 Punkten

Max Rhode – Die Blutschule posted by on 20. Oktober 2015

Steckt in allen von uns das Böse, von grundauf? Kann dieses nach außen gekehrt werden durch einen Spiegel, der das Selbst spiegelt? Was passiert dann mit uns? Die Brüder Simon und Mark dürfen das am eigenen Leib erfahren und lernen die Blutschule kennen…

Autor: Max Rhode (bzw. Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Genre: Thriller, Horror
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
eBook: 255 Seiten
Preis: 9,99 €

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin in eine Einöde Brandenburgs. Das Einzige, worauf sie sich momentan freuen können, sind die Sommerferien. Doch auch hier hat der Vater sich etwas anderes ausgedacht – er nimmt sie mit auf einen Ausflug auf eine Insel. Dort gibt es eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer, eine Schule der besonderen Art – Fallen stellen, Opfer jagen und Menschen töten. Simon und Mark fühlen sich wie im falschen Film und fragen sich, wie sie hier wieder heile rauskommen.

Ich muss gleich zu Anfang sagen – ich bin an das Buch gegangen, als wäre es ein typischer Fitzek, denn böse Zungen munkelten, es sei er unter dem Pseudonym Max Rhode – was mittlerweile bestätigt ist, siehe Aufdruck Buch =) Ganz anders als sein typischer Stil ist er hier mehr auf die Horrorschiene gerutscht und man hätte fast gedacht, er wäre es doch nicht – tóuche Herr Fitzek! Dennoch erkennt man als Fan seinen Schreibstil, der immer wieder durchrutscht.

Simon und Mark werden einem vorgestellt als sehr aufgeweckte und neugierige Teenager. So neugierig auf die Blutschule sind sie dann doch nicht, was ihren Vater aber nicht stört. Er will sie das Jagen und Töten lehren. Seit sie in die Einöde gezogen sind, scheint ihnen sowieso alles negativ entgegenzusehen. Keiner mag die Familie wirklich, ein vermeintlich Pädophiler lebt im Wald und Simon wird von einer Clique geärgert. Und dann wird auch noch ihr Vater auf einmal ganz komisch und macht mit ihnen den Ausflug zur Insel.

Es sei gleich gesagt, der Thriller weicht total von Fitzeks Norm ab. Er ist abscheulich und driftet eigentlich eher in das Genre Horror ab, was ja auch nicht ganz Fitzeks Sparte ist. Dennoch muss man hier beachten, dass Fitzek es so geschrieben hat, als wäre es ein Erstlingswerk aus einer anderen Autorenfeder und hierfür hat er volle Punktzahl verdient – denn man kann es eigentlich fast nicht besser machen! Trotzdem ist es erstaunlich, was für eine Fantasie dieser Mann hat und wie er sogar so seinen Schreibstil verändern kann, dass man ihn glatt für einen anderen Autor halten könnte, wenn man es nicht besser wüsste.

Wer also eine etwas zu lebhafte Fantasie hat und sich die Greueltaten in diesem Buch detailgetreu vor Augen zeigen lassen kann, dem sei gesagt, dass es eklig wird. So viel Fantasie der liebe Herr Fitzek hier einspinnt, so viel Kopfkino der ekligen Art ist dies auch. Es ist abartig und eklig in einem, eben gar nicht so richtig Fitzek-typisch.

Auch wer hier einen Topseller Fitzekart erwartet, sollte hier vielleicht eher mit weniger großen Erwartungen herangehen, denn die vielen Rezensionen zeigen, dass die Fans einen detailgetreuen Fitzek erwarten, nicht einen nachempfundenen Neuroman eines Erstlingsautors. Das aber liebe Leute will der Hr. Fitzek genau bezwecken, abweichend von seinen Werken, ausgegeben als Erstlingswerk eines anderen Autors – und genau das ist ihm super gelungen meiner Meinung nach!

Für Fans von Fitzek sicher ein Must-have, auch wenn viele wg. oben beschriebenen eher enttäuscht sein werden. Dennoch eine kurze, spannende Unterhaltung so kurz vor Erscheinen des neuen Fitzeks, in welchem der Autor Max Rhode vorkommt =)

4 von 5 Punkten

Clive/Dirk Cussler – Unterdruck posted by on 15. Oktober 2015

Für den Vater ist es immer schön, wenn der Sohn seine Serie fortsetzt – so setzt auch Dirk Cussler die erfolgreiche Serie rund um Dirk Pitt fort. Mittlerweile sind es 22 Bände rund um diesen Mann, um die Meereswelt und die U-Boote.

Autor: Clive/Dirk Cussler
Titel: Unterdruck
Genre: Abenteuerthriller
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.03.2015
Taschenbuch: 512 Seiten
Preis: 8,99 €

Das schnellste U-Boot, die „Sea Arrow“, wurde im Geheimen entwickelt. Nun ist das Schlüsselelement des Prototypen verschwunden und der Entwickler tot. Zur selben Zeit verschwinden mehrere Schiffe auf dem Meer, welche nicht mehr wieder gefunden werden. Wenn doch, dann befinden sich an Bord verbrannte Leichen. Was ist hier geschehen? Nur Dirk Pitt, der Direktor der NUMA ist in der Lage, die Zusammenhänge aufzudecken. Sollte er versagen, bedeutet das das Ende der Welt.

Gleich vorneweg muss ich sagen, dass ich keinerlei Buch des Autoren Clive Cussler kenne und mitten in einer Reihe angefangen habe zu lesen. Ich denke, das tut der Serie aber keinen Abbruch und behindert den Lesefluss auch nicht. Man lernt hier den Protagonisten auch direkt kennen und muss meiner Meinung nach keine Vorkenntnisse zum Roman haben.

Es ist ein Abenteuerthriller – und so wird auch der Protagonist und seine Freunde von einem Abenteuer ins nächste geworfen. Das erstaunliche daran ist, wie er jedes Mal die Situation aufs Neue meistert und immer als Held hervorgeht. Scheinbar geht Dirk Pitt nichts daneben, er schafft es immer, die Situation so zu meistern, als würde ihm kein Fehler unterkommen. Die Charaktere rund um ihn und auch er selbst sind sehr detailgetreu gezeichnet und es macht Spaß deren Konversationen zu verfolgen – dennoch ist es unwahrscheinlich, dass einem die Glückssträhne so derartig begleitet.

Die Spannung nimmt in diesem Roman keinesfalls ab und auch der Schreibstil ist so gehalten, dass man ohne zu Stoppen weiterlesen kann. Die Sprache und die Ideen des Autors lassen den Leser schnell vorankommen und einige spannende Stunden verbringen.

Ich persönlich muss leider sagen, dass ich mit der Materie an sich, den U-Booten etc., nicht viel anfangen kann und so herausgefunden habe, dass Bücher mit diesen Themen nicht gut in mein Lesegenre passen. So spannend das Buch auch ist, für mich war es manchmal etwas anstrengend weiterzulesen, da ich mich nicht gut hineinfinden konnte in die Materie.  Für Fans des Genres sowie der gesamten Reihe ist dieses Buch aber sicherlich ein Muss – so kann ich dieses gewissenlos weiterempfehlen, selbst wenn es mich persönlich nicht direkt vom Hocker gehauen hat! Mit dem Schreibstil und der aufgebauten Spannung konnte aber auch ich mich sehr gut anfreunden und lese gerne mehr von diesem Autor – wenn es um ein anderes Thema geht!

3 von 5 Punkten

Michael Tsokos – Zerschunden posted by on 13. Oktober 2015

Niemand kann besser etwas zu den Machenschaften eines Mörders erzählen als ein Gerichtsmediziner – so auch Tsokos. Sein erster Thriller ist ein True-Crime-Thriller und handelt von einer Bestie, einem Mörder, wie man ihn nicht kennenlernen möchte…

Autor: Michael Tsokos
Titel: Zerschunden
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Paperback: 432 Seiten
Preis: 14,99 €

Ein Serienkiller ist am Werk, immer in der Nähe von Flughäfen, europaweit. Er ist schnell und unberechenbar und er ist einfach nicht zu kriegen. Er sieht es auf alleinstehende ältere Frauen ab, nimmt ihr Geld mit und hinterlässt eine ganz persönliche Signatur auf deren Körper. Der Rechtsmediziner Fred Abel vom BKA ist plötzlich ganz tief in dem Fall involviert, da dieser ihm persönlich wird. Sein alter Freund aus Soldatenzeiten wird unschuldigerweise für die Taten des Killers eingesperrt. Und währenddessen stirbt ihm seine Tochter im Krankenhaus weg. So setzt Abel alles daran, um Moewigs Unschuld zu beweien und reist dem Mörder hinterher, immer auf der Spur….

Das ganze Buch besteht aus einem Rätsel und man merkt auch gleich, dass der Autor eine Menge Ahnung von der Materie hat. Er selbst ist Rechtsmediziner und lässt seine Fertigkeiten gekonnt in den Thriller einfließen. Man ist von der ersten Seite gebannt dabei, schaut Abel über die Schulter und lernt dabei alle umstehenden Charaktere in diesem Fall kennen. Abel ist einem gleich von Anfang an sympathisch, er ist ein Realist und ein sehr liebenswürdiger Mensch. Er hat aber auch seine harten Seiten und setzt das durch, was er sich in den Kopf gesetzt hat. Hat er einmal ein Ziel, wird dieses auch angepeilt und durchgesetzt. Für seinen Freund Moewig, der unschuldig in Haft sitzt, tut er alles, damit er hier wieder herauskommt und seiner dem Tod geweihten Tochter noch Lebewohl sagen kann, bevor es zu spät ist.

Durch die Zeilen durch stößt Abel immer wieder auf Hindernisse, nicht selten auch aus den eigenen Reihen der Justiz. Ich denke mir, dass dies oft auch in der Realität vorkommt, diese Machtkämpfe und Neidigkeiten. Wer am längeren Hebel sitzt, hat am Ende auch das Sagen. Tsokos bringt die Materie dem Leser auf alle Fälle ein Stück näher und so erfährt man auch von der Haplo-Typ-Methode, bei welcher zwar nicht der Täter direkt ausfindig gemacht werden kann, aber der Typ hiervon, über welche Wurzeln er auch immer verwandt ist. Mehr hierzu erklärt er auch im Nachwort. So finden Abel und seine Leute auch den ersten Verdächtigen: Lars Moewig. Trotz vieler komischer Zufälle und seines Verhaltens, ist dieser aber sicher nicht der Mörder und Abel versucht dies zu beweisen. Es ist aber auch ein Spiel des Zweifelns, denn auch Abel fragt sich des Öfteren, ob er es wirklich nicht war oder doch. Die Freundschaft und das Vertrauen wird so auf das Spiel gesetzt – doch Abel vertraut seinem gesunden Menschenverstand und sucht so weiter.

Durchweg wird die Spannung gehalten und sogar noch gehoben. Trifft man auf Passagen des Mörders, kann es ganz schön blutig werden. Wer also etwas schwächere Nerven hat, sollte hier lieber die Finger davon lassen. Bis Abel um die ganze Welt gereist ist und den Mörder ausfindig gemacht hat, vergeht in der Geschichte zwar einige Zeit, für den Leser ist die Hürde aber in Null komma nichts überwunden und man fragt sich, wo die ganzen Zeilen hin sind.

Wenn man sich hier vor Augen führt, dass das Ganze auf einer wahren Geschichte basiert, ist es noch umso erschreckender, aber nicht weniger spannend. Auch wenn man gleich am Ende angelangt ist, muss man nicht traurig um den Abschluss der Geschichte sein, denn das ist ein Auftakt zu einer Reihe rund um Abel.

Als eingefleischte Thrillerleserin kann ich den True-Crime-Thriller nur allen Thrillerfans ans Herz legen, vor allen denjenigen, die es rasant und spannend mögen, aber auch nichts gegen etwas brutalere Szenen darin haben. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände der Serie rund um Abel!

5 von 5 Punkten

Cynthia Hand – Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks posted by on 7. Oktober 2015

Es ist immer hart mitzuerleben, wie jemand aus dem näheren Kreis der Familie stirbt – und erst recht, wenn dieser von eigener Hand starb. Was für Gründe muss jemand haben, um zu so einem Schritt zu kommen? Dieser endgültigen Frage geht auch die Protagonistin Alexis in Cynthia Hands neuem Roman nach.

Autor: Cynthia Hand
Titel: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Genre: Jugendbuch, Drama
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Preis: 16,90 €
bereitgestellt durch BdB

Am 20. Dezember bringt sich Alexis´Bruder Tyler selbst um. Ab diesem Zeitraum geht für Lexie alles bergab – sie hat ihren Bruder verloren, weiß nicht was ihn geplagt hat und gibt sich die Schuld daran. Denn Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt und sie hat sie nicht beachtet. Hätte sie daran noch etwas ändern können? Vor diesem Schicksalsschlag hat Lexie ein wundervolles Leben geführt – einen tollen Freund, ihren Traum Mathematik  zu studieren – und mit Tylers Tod ändert sich die Gleichung, unwiderruflich. Lexie wird von dem Gedanken verfolgt, dass sie noch etwas hätte ändern können, hätte sie nur auf die SMS geachtet – daher versucht sie mehr, über Tylers Beweggründe herauszufinden.

Dem Buch haftet die ganze Zeit eine melancholische Schwere über – es frisst einen innerlich auf, wie sehr die Charaktere durch den Tod leiden, allen voran Lexie, da sie sich die Schuld daran gibt. Sie hatte eigenlich alles, einen super Freund, ihr Traum kann verwirklicht werden, Mathe zu studieren – und dann das. Es reisst sie aus dem Leben, den Boden unter den Füßen weg. Auch ihre Mutter ist nur noch eine Marionette ihrer selbst. Lexie geht zu einem Therapeuten, der ihr nahegelegt hat, Medikamente zu nehmen, was sie aber vehement abgelehnt hat. Daraufhin schlägt er ihr vor, ein Tagebuch zu schreiben, was sie auch tut. Hier erfährt sie mehr und mehr über die Hintergründe und scheint doch einiges mehr zu wissen, als sie ahnt. Auch als Leser kann man hier tiefer Einblick nehmen, oft zieht es einem echt das Herz zusammen.

Als Leser ist man natürlich genauso wie Lexie erpicht darauf, aus welchem Grund das Unglück geschah und man forscht mit ihr zusammen danach. Das bringt einen immer näher mit ihr und man kann sie sehr gut verstehen, ihre Handlungen, ihre Gedanken und einfach alles. Manchmal ist es so, als wäre man direkt bei ihr dabei.

Das Thema beschäftigt einen auch noch hintenach, eine leichte Lektüre für Zwischendurch ist dies keinesfalls – es regt zum Nachdenken an, wie man solche Signale erkennen kann und was einen Menschen so bewegt, dass er zu so einem fatalen Schritt fähig ist. Bestimmt hat jeder schon einmal gedacht, am liebsten würde er dem ein Ende setzen, es aber dann auch ernsthaft so zu meinen und auch tun? Das ist schon ein großer, großer Schritt und hinterlässt viele trauernde Menschen und Erinnerungen.

Ein gut gelungener Roman allemals, den man ohne schlechten Gewissen weiterempfehlen kann an die jüngeren und auch etwas älteren Leser unter uns, die nicht nur eine seichte Unterhaltung mit Lovestory bevorzugen, sondern gern auch einmal etwas Tiefgründiges lesen!

5 von 5 Punkten

 

Gelesen im September 2015 posted by on 1. Oktober 2015

Wow, schon wieder ist der September rum, das geht ja flott. Ehe man es sich versieht ist Weihnachten und neues Jahr usw. =) Naja, viel gelesen habe ich auch im September nicht – ich muss zugeben, ich hab momentan andere Dinge, die mir grad vieeel wichtiger sind, auch wenn sie erst in einigen Monaten da sind *g*

Daher habe ich wohl auch nur zwei Bücher diesen Monat geschafft und zwar diese hier:

E.L. James – Befreite Lust 5/5

James Oswald – Asche zu Asche, Blut zu Blut 4/5

Ja, ich weiß – zwei sind echt bitter! Und mit 50 Shades of Grey bin ich sogar noch ein Nachzügler, aber ich dachte, den dritten musste ich jetzt auch mal gelesen haben =) Vielleicht lese ich auch mal den Band aus Sicht Christians, mal sehen. Hat den denn schon jemand gelesen und kann mir dazu eine Empfehlung oder sogar Abratung geben?