Klaus Schuker – Engelsspiel posted by on 14. April 2016

Wie man vom Polizeibeamten zum Schriftsteller wird, zeigt uns der Autor Klaus Schuker. Er hat einen perfiden Krimi mit „Engelsspiel“ geschaffen und man sieht den Polizisten durchscheinen.

Autor: Klaus Schuker
Titel: Engelsspiel
Genre: Krimi
Verlag: Fabulus Verlag
Erscheinungsdatum: 09.03.2016
Taschenbuch: 420 Seiten
Preis: 14,95 €

Daniel Schönwind führt eigentlich ein schönes Leben. Nur daheim mit Karin, seiner Lebenspartnerin und Mutter ihres gemeinsamen Kindes Ramona, läuft es schon lange nicht mehr rund. Aber es funktioniert, warum dann in den Wind hauen? Daher verabredet er sich auch ab und zu mit anderen Frauen. So sagt er auch nicht nein, als die schöne Anhalterin Janina ihn in ein Techtelmechtel hineinzieht. Was er aber nicht ahnen kann – mit dieser Handlung gerät sein ganzes Leben aus den Fugen, denn Janina hat es sich zur Aufgabe gemacht, Daniel als Alibi herzuhalten und ihn der sexuellen Nötigung zu bezichtigen. Dann passiert alles Schlag auf Schlag: Seine Partnerin Karin zieht mit der Tochter aus, er verliert seinen Job und hat eine Anklage am Hals, obwohl er diese nicht begangen hat. Geächtet von allen Leuten, plant Daniel seine Rache gegen Janina. Er stellt ihr eine Falle und sie liefert ihm nichtsahnend den Beweis, auf den er gewartet hat…

Also eins vornweg – die Personen sind durch die Reihe eher unsympathisch als anziehend. Ob das vom Autor so gewollt ist? Ich kann es nicht sagen, konnte mich aber mit rein niemanden anfreunden. Dennoch taten mir einige Mitspieler hier leid, unter anderem auch Daniel. Dieser ist ein egoistischer, von sich selbst überzeugter Kerl, der sich nimmt, was er will und auf andere keine Rücksicht nimmt. Janina ist ihm eigentlich nicht mal so unähnlich – sie nimmt sich auch, das was sie will und nimmt keinerlei Rücksicht auf Verluste, ein durchtriebenes Ding. Die ganzen Nebencharaktere sind zwar gut ausgefeilt, aber irgendwie wird man auch mit ihnen nicht so warm.
Man kann zwar sehr gut hineinfühlen, wie es Daniel mit der falschen Anklage gehen muss, nachdem alles in sich zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Trotzdem führt er sich in meinen Augen immer unsympathischer auf, als er es hätte tun müssen. Ist es nicht schon schlimm genug, macht er es immer noch um eine Sache schlimmer.
Man merkt hier dem Autor an, dass er sich mit der Marterie sehr gut auskennt. Er hat hier ein ganz perfides System ausgeklügelt, er zieht die Fäden des Spinnennetzes immer weiter zu und hält den Leser so mit dieser Spannung auf der Lauer. Man kann gar nicht anders, als gespannt weiterzulesen, was wohl als nächstes passieren mag. Den Protagonisten lässt er von einem Fettnäpfchen ins andere trampeln, aber auch Janina scheint Fehler zu machen, auch wenn sie erst den Anschein macht, als sei sie mit allen Wassern gewaschen und so durchtrieben, dass sie mit allem durchkommt.
Die Handlungen und Situationen in diesem Buch sind keineswegs langweilig, die Sprache und der Schreibstil lassen einen tief in den Krimi blicken und sich ganz der Geschichte hingeben. Dass hier alle Personen durch die Bank etwas unsympathisch erscheinen, trübt das ganze Geschehen vielleicht ein kleines bisschen und nimmt das ganz große Mitfiebern aus den Segeln. Auch von Daniels Bezeichnung „Engelchen“ für seine Tochter ist man gleich mal genervt, da er das in jedem Satz, in welchem sie vorkommt, benutzt.
Das Ende ist nicht ganz überraschend, aber auch nicht so sehr vorhersehbar. Es ist gut gewählt und schließt den Krimi als solchen gut ab.
Ich kann das Buch ohne schlechten Gewissens den Krimifans weiterempfehlen, die mal eine andere Art Sicht auf das Geschehen lesen möchten aus der Feder eines Polizisten!
3 von 5 Punkten
Jennifer L. Armentrout – Dark Elements 1 – Steinernen Schwingen posted by on 6. April 2016

Es gibt soooo viele Vampirromane. Nichts gegen diese, sie sind gut – aber Mainstream! Warum nicht mal einen über Gargoyles und Dämonen schreiben? Jennifer L. Armentrout hat sich rangewagt und darüber eine Serie geschrieben.

Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Dark Elements 1 – Steinerne Schwingen
Genre: Fantasy
Verlag: ya! (Harper Collins)
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Gebunden: 448
Preis: 14,99 €

Layla wäre so gern ein normaler Teenie, dabei gehört sie zu den Wächtern. Diese sind ein Volk aus Gargoyles und jagen Dämonen. Layla ist aber nicht ganz Wächterin, sie ist zur Hälfte auch noch Dämonin. Mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben – was sie aber besser sein lässt, wenn sie doch Wächterin ist. Daher sind für sie Dates streng tabu, auch mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, der zudem der Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie ist. Auf ihren Streifzügen, auf welchen sie die Dämonen markiert, fällt ihr der in der Tat gutaussehende Hohedämon Roth auf. Sie kann nicht genug von ihm zu bekommen und er scheint ein ganz besonderes Interesse an ihr zu haben. Er rettet ihr das Leben und fortan weicht er nicht von ihrer Seite, nein sie machen noch gemeinsame Sache. Dabei verrät er ihr das größte Geheimnis, nämlich woher sie stammt…

Layla wird vor den Augen des Lesers direkt lebendig, die Autorin hat sie richtig gut detailgetreu gezeichnet. Auch ihre Gefühlsregungen werden deutlich und man fühlt sich, als würde man es fast selber spüren. Ihre tiefe Zuneigung gegenüber Zayne, aber auch gegenüber Roth – ich selbst wüsste nicht, was ich in dieser Situation getan hätte! Die beiden Männer sind ebenso detailgetreu dargestellt und unterschiedlicher könnten ihre Charaktere nicht sein. Man muss sie aber alle lieb haben, denn sie haben doch ihre guten Seiten – Dämonen oder Gargoyles hin oder her. Die Autorin hat alles so gut geschildert, dass man als Leser gleich erkennt, wer hier was im Schilde führt. Man versucht innerlich Layla darauf hinzuweisen, aber logischerweise ist das ja nicht möglich.

Der Schreibstil fesselt einen sofort, keine Frage. Er ist dem Jugendstil angepasst und leicht zu lesen, durch die vielen Dialoge zwischen den Charakteren lässt es sich noch leichter vorankommen. Die vielen Geheimnisse, die die Geschichte umgibt, macht es umso lesenswerter – und das war ja nicht der letzte Teil, sondern erst der erste! Dennoch gibt es einen kleinen Abzug, da es ab und an immer wieder das gleiche Hin und Her ist, die Spannung aber leidet nicht darunter. Vieles ist zwar vorhersehbar, sollte aber wohl so sein und ist auch nicht unbedingt schlecht!

Ich für meinen Teil werde die weiteren Teile mit Vergnügen verfolgen und ich bin gespannt, wie es sich mit Zayne entwickelt und was aus Layla wird und auch allen weiteren! Empfehlenswert ist das Buch allemal an diejenigen, die auch mal etwas anderes als die übliche Vampirkost lesen möchten und dennoch auf ihre Kosten bespaßt werden durch das Gerangel der jeweilgen Rasse!

4 von 5 Punkten

Gelesen im März 2016 posted by on 1. April 2016

Haha, wieder ein Monat vorbei und ich hab kein Buch gelesen – so langsam schäme ich mich ja 😀 Aber meine zwei Scheisserle nehmen mich voll in Beschlag =) Das wird sich aber in der nächsten Zeit bessern, versprochen! Ich finde so langsam aber sicher wieder in meinen Rhythmus =)