Audrey Carlan – Trinity – Verzehrende Leidenschaft posted by on 27. Januar 2017

Kann man so lieben, dass es weh tut und man sich erst gar nicht darauf einlassen möchte aus lauter Angst? Wenn einem schon so viel zuvor passiert ist, genießt man so etwas natürlich mit Vorsicht, so auch Gillian. Wie wird sie das meistern, Gefühle und eigene Sicherheit unter einen Hut zu bringen?

Autor: Audrey Carlan
Titel: Trinity – Verzehrende Leidenschaft
Genre: Erotik, Liebe
Verlag: Ullstein Buchverlage
eBook: 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 02.01.2017
Preis: 9,99 €

Gillian Callahan arbeitet für die Hilfsorganisation Safe Haven. Auf einer Tagung lernt sie den Vorstandsvorsitzenden Chase Davis kennen. Eigentlich hat sie das Thema Männer abgehakt, wurde sie doch schwer misshandelt von ihrem Ex Justin. Der Milliadär Chase hat es ihr aber so angetan, dass sie alle guten Vorsätze über den Haufen wirft, auch wenn sie immer wieder dagegen ankämpft. Wird sie ihm tatsächlich vertrauen können, ihn lieben und an seiner Seite sein können?

Mit Gillian wird man gleich warm, sie ist eine starke Persönlichkeit, die viel hinter sich hat. Sie hat einiges in ihrem Leben durchgemacht, das wird einem von Zeile zu Zeile immer klarer. Als sie sich in Chase verliebt, merkt man richtig, wie es sie aus der Bahn wirft. Bei ihm merkt man aber ebenso, dass er total verschossen in sie ist – nur sie selbst kann nicht so recht dran glauben, ist er doch ein Weiberheld! Auch hat sie Angst, dass ihre Vergangenheit alles kaputt macht, was sie nun miteinander haben.

Ich muss zugeben, das Buch erinnert sehr, sehr stark an Fifty Shades of Grey. Und doch ist es anders – und genau das macht den Unterschied. Man liest es gern, man ist gern mit den Charakteren auf der Achterbahn der Gefühle und auch sprachlich bringt die Autorin genau das herüber, was man sich im Kopf dann ausmalt.

Die Geschichte an sich ist überaus spannend, natürlich aber auch die heißen Szenen – für prüde Leser ist das hier mit Sicherheit nichts, derbe Ausdrücke gibt es hier jede Menge! Ganz so hart wie SoG ist es dann doch nicht, da liegt der kleine Unterschied – es wird mehr auf die Handlungsebene zwischen den beiden eingegangen, als auf das sexuelle (wenn das hier auch sehr heiß hergeht).

Es ist auf jeden Fall eine kleine Entführung in die Welt der beiden wert – man wird es nicht bereuen, als Fan solcher Bücher schon zehnmal nicht! Ich selbst bin schon gespannt auf die weiteren Bände, die lasse ich mir nicht entgehen!

5 von 5 Punkten

 

Jeffery Deaver – Wahllos posted by on 13. Januar 2017

Ein Killer, der es auf die Wahrnehmung der Menschen abgesehen hat – er treibt sie in den Tod, nicht von eigener Hand. Gibt es etwas Schlimmeres? Der Autor Deaver lässt seine Kinesik-Expertin Dance mal wieder eine Nadel im Heuhaufen suchen, ob sie dabei Glück hat, könnt ihr im 4. Band lesen.

Autor: Jeffery Deaver
Titel: Wahllos
Genre: Thriller
Verlag: blanvalet
Gebunden: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.10.2016
Preis: 19,99 €

In einem beliebten Nachtclub in Monterey gibt es ein Konzert, bei welchem viele Besucher sind. Jedoch endet das Konzert gleich nach Beginn in einem Albtraum für die Besucher, da der Feueralarm ausgelöst wird und die Notausgänge blockiert sind – es kommt zu einer Massenpanik, wobei viele Menschen sterben. Kathryn Dance ermittelt in diesem Fall und stößt auf einiges, was infrage stellen lässt, dass es sich hierbei um ein Zufall handelt. Ein Täter, der die Angst der Menschen ausnutzt, war hier am Werk. Dance muss alles daran setzen, ihn zu bekommen, denn er wird es mit Sicherheit wieder tun…

Das ist der 4. Band der Dance-Reihe – ich muss gestehen, ich habe den ersten gelesen und dann erst wieder jetzt den 4. Die ganze Entwicklung der kinesischen Ermittlerin ging an mir vorbei, ich denke aber, dass das nicht allzu schlimm ist. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die es mit allem und jedem aufnimmt und dabei ist sie ganz schön gerissen – fast oder genauso wie ein psychopathischer, intelligenter Killer, mit welchem sie es hier zweifelsohne zu tun hat! Man begleitet sie Schritt auf Schritt und auch in ihrem persönlichen Umfeld geht es etwas chaotisch zu. Man bekommt also einige Stränge vorgesetzt aus dem Leben der Ermittler.

Der Killer selbst ist ein intellegenter Mann – leider! Er führt die Ermittler ganz schön an der Nase herum und zieht sein Ding so durch, wie er das vor hat. Man selbst bekommt eine Gänsehaut, wenn man überlegt, wie er mit der Angst der Menschen spielt und damit Erfolg hat. Die Szenen laufen vor dem Auge ab wie ein Film im Kino und lassen einen richtig gruseln vor so viel Grausamkeit. Wie wird man so oder ist das schon immer in einem drin? Der Autor hat den Täter auf jeden Fall sehr detailgetreu gezeichnet und man kann sich fast hineinfühlen, wie sich so ein krankes Denken anfühlt.

Der Schreibstil sowie die Spannung halten einen auf dem laufenden Band im Lesefluss fest. Auch wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, so ist man doch sofort gefangen und möchte wissen, wie es um die Ermittler weiter geht und was für neue Fälle sie lösen müssen.

Das Ende haut dann doch noch alles raus – etwas unrealistisch und vieles zu schnell, aber es passt zur Handlung und man kann sich schnell damit anfreunden. Ich z.B. bin schon sehr gespannt, wie es hier weiter geht, vor allem auch das Zwischenmenschliche!

Unbedingt empfehlenswert, die Deaver sowieso schon gern lesen – und für die, die ihn noch nicht kennen, ein guter Anfang, ihn kennenzulernen. Man wird es auf keinen Fall bereuen, perfide Ideen und hochgradige Spannung – ein weiterer Lieblingsautor in meinem Regal.

5 von 5 Punkten

M.G. Reyes – Little Secrets – Lügen unter Freunden posted by on 10. Januar 2017

Haben wir nicht alle schon einmal als Teenager von einem freien Leben geträumt? Von einer eigenen Wohnung und dass wir tun und lassen können, was wir wollen? Im Roman „Little Secrets“ können sechs Teenies genau das tun – sie wurden für mündig erklärt und leben nun am Strand in einer WG zusammen. Was bei ihnen alles passiert, erzählt uns die Verfasserin der Geschichte, M.G. Reyes.

Autor: M.G. Reyes
Titel: Little Secrets – Lügen unter Freunden
Genre: Jugendbuch
Verlag: HarperCollins
Taschenbuch: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.10.2016
Preis: 16,00 €

Es klingt wie ein großer Traum, der in Erfüllung geht. Sechs Teenies, darunter vier Mädchen und zwei Jungs, ziehen als WG in ein Haus am Venice Beach. Sie wurden für mündig erklärt und sind somit für sich selbst zuständig. Aber alle sechs haben ein dunkes Geheimnis, sogar Mord. Als eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel.

Jeder der Charaktere hat ein dunkles Kapitel in seinem Leben und alle haben auch einen Grund, wieso sie alleine leben möchten, ohne ihre Eltern. Die Autorin hat die Charaktere jeder für sich detailgetreu gezeichnet, man kann sich also ziemlich schnell ein Bild von ihnen machen. Wobei bei jedem ein Geheimnis dahinter steckt, man fragt sich also doch, ob die Person so ist, wie sie sich gibt.
Gefallen könnte man daran finden, wie die Autorin den Ball hin und her wirft, wie jeder mal erzählt und wie die spannenden Gespräche zwischendurch für Furore sorgen. Man liest auch von geheimnisvollen Telefonaten von jemandem Aussenstehenden sowie jemandem aus der WG. Man fragt sich ständig, wer das wohl ist, kommt aber auch gleich darauf. Nur was hat diese Person zu verbergen, und vor allem alle anderen auch?
Die Sprache und auch der Stil sind einfach gehalten, so dass der Lesefluss eigentlich nie abbricht. Es ist ein Jugendbuch und so ist es auch gehalten. Aber auch etwas junggebliebene Erwachsene finden sich darin wieder und können sich im Gelesenen verlieren. Man kann so richtig abschalten und auch eine Zeit lang am Venice Beach verweilen, zusammen mit den verschiedenen Charakteren.
Von der Spannung, welche aufgebaut wird und den recht interessanten Dialogen zwischendurch von den Charakteren, erwartet man natürlich ein bombiges Ende. Ich persönlich war etwas enttäuscht vom Ende, das hätte man noch mehr ausbauen können und anders aussehen lassen können. Das kann aber auch nur eine persönliche Ansichtssache sein.
Empfehlenswert ist dieser Roman allemal an die jungen Leser, die gerne einmal in andere Lebensgeschichten und dunkle Geheimnisse abtauchen möchten, sowie an die junggebliebenen Leser, die nochmals in Teenieträume abtauchen möchten!
4 von 5 Punkten
Gelesen im Dezember 2016 und Jahresstatistik posted by on 2. Januar 2017

So schnell ging der Monat wieder rum und ich habe nur zwei Bücher geschafft – das wird wohl jetzt erst mal auf Dauer so bleiben, wie es scheint =) Gelesen habe ich:

Richard Laymon – Das Ufer 2/5

M.G. Reyes – Lügen unter Freunden 4/5

Für das zweite folgt in den nächsten Tagen noch eine Rezension.

In diesem Jahr habe ich also so viele Bücher gelesen: 24

Viele würden jetzt sagen NUR, aber ich muss sagen, es sind doch mehr geworden, als ich dachte. Ich komme sehr wenig zum Lesen, seit ich meine Zwillingsmädchen habe – die sind jetzt mittlerweile auch schon bald ein Jahr alt und halten  mich wirklich sehr auf Trab. Es ist eine schöne, anstrengende und erlebnisreiche Zeit bisher gewesen – die schönen Momente überwiegen aber alles, ohne Wenn und Aber! Für solch Umstände gibt man die Zeit doch lieber her und verzichtet dann aufs Buch – was aber nicht heißt, dass ich aufhöre zu lesen, das könnte ich gar nicht, denn Bücher sind neben meiner Familie das Herzallerliebste, was es für mich gibt =) Und wie lief es bei euch so? Ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht!