Geneva Lee – Secret Sins – Stärker als das Schicksal posted by on 18. Mai 2017

Jeder Mensch hat seine Geheimnisse, ob kleine oder große. Jeder Mensch hat aber auch das Bedürfnis nach Liebe, so gern man das auch unterdrücken mag. Auch Faith und Jude haben davon jede Menge und nähern sich nur langsam an…

Autor: Geneva Lee
Titel: Secret Sins – Stärker als das Schicksal
Genre: New Adult
Verlag: blanvalet
Erscheinungsdatum: 01.03.2017
eBook: 352 Seiten
Preis: 9,99 €

Faith Kane hat einen kleinen Sohn, der taub ist. Sich und ihn hält sie mit einem Job als Kellnerin über Wasser. Den Männern hat sie seit Jahren schon abgeschworen – bis sie Jude Mercer begegnet, magisch angezogen beim Treffen für Suchtkranke. Bereits hier ist Faith klar, mit so einem Mann kann es nicht gut gehen, auch wenn er noch so attraktiv und scheinbar nett ist – es bedeutet nichts als Ärger. Aber auch er hat Geheimnisse, genau wie sie…

Leute, ich kann nur sagen – mir gefällt diese Art von Buch. Ich habe die Passion Reihe von Geneva Lee angefangen und bin auch von dieser begeistert. Dennoch erkennt man am Schreibstil und überhaupt hier nicht, dass es sich um die gleiche Autorin handelt.

Es ist ein sehr ernstes New Adult Buch – es kommen alle möglichen tiefgründigen Themen vor, sei es Alkohol, Drogen oder Vergewaltigung, alles wird hier rangezogen. Man möchte meinen, in so einem Buch springt einem der Sex nur entgegen, es ist aber hier so, dass die tiefgründigeren Themen mehr hervorgehoben werden als das Prickelnde. Und dennoch ist man mittendrin, in der Geschichte, in welcher Faith und Jude sich zueinander hin entwickeln.

Die Charaktere hat sie schön herausgearbeitet und man kann sich auch direkt in sie hineindenken. Auf Faiths Geheimnis kommt man mit der Zeit, mir war irgendwann klar, was genau es ist, bevor sie es ausgesprochen hat. Seines allerdings hat mich dann doch etwas überrascht, denn so ganz habe ich damit nicht gerechnet. Die Kapitel sind gegliedert in Vergangenheit und Jetzt, aus allen möglichen Sichten. Man wird erst mit der Zeit schlauer, warum das so ist und was es alles damit auf sich hat.

Die Autorin schreibt, dass dies für sie ein persönlicher Roman ist, was es noch ansehnlicher macht, wie stark solch Probleme mit Alkohol und Drogen sein können und was sie verursachen können. Es veranschaulicht einem, was man dadurch alles verlieren kann und da ist Vertrauen nicht das Größte.

Ich war auf jeden Fall total gefesselt von der ganzen Story und konnte das Buch auch nicht weglegen, was heißt, dass ich es innerhalb zweier Tage durch hatte. Es musste eine Menge Schlaf dran glauben, weil ich unbedingt wissen wollte, was hier Sache ist. Der Schreibstil und die vielen Dialoge haben dazu beigetragen, dass der Lesefluss nicht abreisst. Es lässt den Anschein, als handele es sich hier um eine weitere Lovestory mit viel prickelndem Sex – doch hinter diesen Zeilen steckt so viel mehr, so viel mehr tiefgründigeres als nur Geplänkel. Durchaus ein gelungener Griff ins Regal!

5 von 5 Punkten

Amy Gentry – Good as Gone posted by on 10. Mai 2017

Das allerschlimmste ist wohl für Eltern wenn das eigene Kind verschwindet. Sei es abgehauen, entführt worden oder ermordet. Wie kommt man über so einen Verlust weg? Und wie vor allem geht man damit um, wenn das Kind doch wieder auftaucht nach über 8 Jahren? Die Autorin beschreibt dies in ihrem Roman „Good as Gone“, greift Zweifel und Freude auf.

Autor: Amy Gentry
Titel: Good as Gone
Genre: Drama, Roman
Verlag: C. Bertelsmann
Taschenbuch: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 27.02.2017
Preis: 12,99 €

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Natürlich habe ich die vielen schlechten Rezensionen über das Buch gelesen und hatte so meine Zweifel, ob das Buch wirklich was für mich ist. Dennoch kann ich das so nicht unterschreiben, mich hat das Buch mitgerissen, ich war gefangen in der Geschichte um Julie. Anfangs zweifelt man mit Anna, ob die junge Frau wirklich Julie ist. Auch die vielen Stränge um die Identität Julies sind etwas verwirrend, klären aber einiges auf. Gegen Ende klärt sich die Geschichte immer mehr auf. Die Charaktere sind in diesem Buch gut gezeichnet, man hat sie vor Augen und der Film läuft ab. Es ist eigentlich das normale Leben einer städtischen Kleinfamilie, welches aus dem Wanken gebracht wird, als die Tochter verschwindet. Somit nimmt der Alptraum seinen Lauf.

Der Schreibstil und auch die vielen Wechsel der Sichten erleichtern einem das schnelle Vorankommen. Wenn man sich erst einmal der Geschichte hingibt, kommt man kaum davon los. Die Spannung wird gut gehalten, obwohl man schon einige Vorahnungen hat. Dennoch zweifelt man doch immer wieder selber, ob man richtig denkt. Meines Erachtens hat die Autorin hier geschickt Fäden gesponnen, welche zum Miträtseln anregen.

Die Geschichte um Julie öffnet einem die Augen, wie leicht ein Mensch doch durch Gehirnwäsche zu manipulieren ist und wie man Dinge glauben kann, wenn man sich nur oft genug hineinsteigert. Wenn einem etwas im Leben fehlt, wird es meist in etwas hineinkompensiert und man verliert sich darin. Gefährlicher als gedacht, es kann ganze Bäume umreissen.
Für mich war das Buch ein guter Griff, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und finde es gut zu lesen, stimme also nicht überein mit den vielen negativen Bewertungen. Aber so ist nun mal der Geschmack, zum Glück verschieden. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

4 von 5 Punkten

 

Gelesen im April 2017 posted by on 2. Mai 2017

So, auch der April ist jetzt rum und das Wetter macht trotzdem noch, was es will =) Gelesen habe ich erst nicht viel, wird sich aber in den nächsten zwei Monaten auch nicht viel ändern, da wir hier viel vor haben und auch viel zu tun. Dennoch, das waren die zwei Schätzchen:

Jennifer Milewski – Angstmädchen 2/5

Jodi Picoult – Bis ans Ende der Geschichte 3/5

Herausragend waren jetzt beide nicht, aber wie heißt es so schön, Geschmäcker sind verschieden =) Jetzt gerade lese ich „Good as Gone“ und komm kaum davon los, sehr spannend geschrieben. Bin mal gespannt, wie es sich auflöst, die Rezension dürft ihr bald lesen =)