Mina Teichert – Mieze Undercover: Der 1. Fall für Mieze Moll posted by on 12. Dezember 2017

Als Mutter hat man so seinen Alltag mit Kind daheim. Was, wenn einem da aber langsam die Decke auf den Kopf fällt? Richtig, man sucht sich Arbeit für halbtags. So auch Mieze Moll, die auf dem Polizeirevier landet und gleich in einen spannenden Fall mit reingezogen wird…

Autor: Mina Teichert
Titel: Mieze Undercover: Der 1. Fall für Mieze Moll
Genre: Unterhaltung, Krimi
Verlag: Eden Books
Taschenbuch: 320 seiten
Erscheinungsdatum: 03.11.2017
Preis: 12,95 €

Michaela Moll – von allen Mieze genannt – hat eigentlich ein Bilderbuchleben. Sie hat einen liebevollen Ehemann und eine süße Tochter daheim, hauptberuflich ist sie Hausfrau. Aber irgendwie fällt ihr die Decke daheim auf den Kopf, von den Mutti-Stammtischen nicht zu sprechen. Kurzerhand bewirbt sie sich um einen Bürojob im Polizeirevier und wird prompt eingestellt. Ab hier nimmt ihr Leben eine spannende Wendung, denn die schlagfertige Blondine wird gleich Undercover in einer Table-Dance-Bar eingesetzt.  Nun hat Mieze einen Balanceakt zwischen Alltag und Undercover-Agentin zu meistern und vermittelt dem Leser mit viel Witz und Charme, dass so etwas funktioniert.

Die Autorin hat ihre Figur der realen Person Daniela Katzenberger angelehnt. Diese fand da so toll, dass sie sich für die Krimi hergibt. Mieze ist eine tolle, starke Persönlichkeit und im Ernst, selbt als Mutter versteht man sie in vielen Dingen so herausragend. Vor allem die Muttis mit „du musst, du darfst (nicht), blaa…“, das kann einem schon mal gegen den Strich gehen. Alle meinen über die Erziehung besser Bescheid zu wissen als man selbst. Da verspricht einem doch ein Bürojob in deinem Polizeirevier schon etwas Abwechslung – vor allem wenn man dann gleich drauf als Undercover-Agentin in einer Table-Dance-Bar an der Stange eingesetzt wird. Hier ist es aber nicht nur interessant, sondern auch gefährlich. Mieze meistert das aber auf ihre Art und kommt doch immer wieder aus den Fettnäpfchen heraus.

Das ganze Buch ist so herrlich erfrischend geschrieben, die witzigen Dialoge und der leichte Schreibstil runden das ganze Lesevergnügen total ab. Man taucht total ab in die witzige Kursion der Mama und Undercover-Agentin Mieze. Eine gelungene Abwechslung vom Alltag ist diese erfrischende Lektüre allemal und nicht nur das – es gibt Folgebände! Ich werde sie mir auf jeden Fall besorgen und weiter in Miezes Abenteuer schwelgen.

Ein Buch, das ich nur empfehlen kann – es weckt auf jeden Fall Freude und entführt einen eine kurze Zeit lang aus dem eigenen Alltag!

5 von 5 Punkten

Gelesen im November 2017 posted by on 6. Dezember 2017

Ups, ganz vergessen habe ich die Monatsstatistik. Wie alle sind wir auch in den vorweihnachtlichen Vorbereitungen und da wird schon das eine oder andere vergessen =) Besser spät als gar nicht! Hier die gelesenen Schätze im November:

Geneva Lee – Royal Love 4/5

Michael Tsokos – Zerbrochen 4/5

Karin Slaughter – Die gute Tochter 5/5

Irgendwie scheint die drei meine Zahl zu sein =) In diesem Monat jetzt kommt ja dann auch die Jahresstatistik, bin gespannt, wie viel ich dieses Jahr geschafft habe. Gezählt habe ich noch nicht =) Und was war bei euch so los?

Karin Slaughter – Die gute Tochter posted by on 4. Dezember 2017

Was würdest du tun, wenn du Opfer eines Gewaltverbrechens wurdest? Wenn du mitansehen müsstest, wie einer deiner liebsten Menschen vor deinen Augen ermordet wird? Wenn du selbst ermordet werden solltest, es aber überlebst? Die Schwestern Charlotte und Samantha erfahren genau das in Karin Slaughters neuem Thriller „Die gute Tochter“. Unvorstellbar, wie das sein muss.

Autor: Karin Slaughter
Titel: Die gute Tochter
Genre: Thriller/Drama
Verlag: Harper Collins
Taschenbuch: 608 Seiten
Erscheinungsdatum:  03.08.2017
Preis: 10,99 €

Als die zwei Schwestern zu ihrem eigenen Grab getrieben werden von zwei bewaffneten maskierten Männern, fleht die große Schwester Samantha die jüngere Charlotte an, wegzulaufen. Charlie läuft und läuft, sie läuft davon, nicht nur jetzt sondern auch in ihrem weiteren Leben. Sie ist getrieben vond en grauenhaften ERinnerungen, die Bilder ihrer erschossenen Mutter, die Todesangst ihrer Schwester und ihre eigene, sowie das Keuchen des Verfolgers.
28 Jahre später ist Charlotte eine erfolgreiche Anwältin, genau wie ihr Vater. Als sie Zeugin einer grauenhaften Bluttat wird, holt die Vergangenheit sie wieder ein.

Was wir hier für zwei starke und doch gebrochene Persönlichkeiten vor uns haben. Man erfährt als erstes was damals passiert ist, mit Charlotte im Besonderen. Was aus ihr geworden ist und wie sie ihr Leben lebt. Natürlich wird auch gleich von der erneuten Bluttat geschrieben, ein Amoklauf in der Middle School. In dieser hat auch Charlotte ihren Unterricht in Teenagerzeiten genossen. Sie gerät mitten hinein und mischt sich auch noch ein, so ist sie Zeugin und gleichermaßen Opfer – denn die Tat erinnert sie durchgehend an das grauenvoller Ereignis vor 28 Jahren. Damals sind zwei maskierte bewaffnete Männer in ihre Küche gestolpert und haben ihre Mutter erschossen, ihre Schwester Samantha in den Kopf und lebendig begraben. Charlotte ist davongekommen, aber nicht ohne tiefe seelische Wunden. Man liest die Stränge abwechseln in Charlottes und Samanthas Sicht und kann sich so ein Bild von den Charakteren machen.

Wer Karin Slaughter kennt, weiß, dass diese blutrünstige Thriller schreibt. Auch hier ist es blutig, die Tat an sich. Dennoch empfinde ich das hier eher als Drama statt Thriller. Hier werden die Erlebnisse der Schwestern verarbeitet und überhaupt die Familie ins Licht gestellt, wie es danach weitergeht. Sie erzählt hier einmal eine ganz andere Geschichte als ihre gewöhnlichen Thriller, was manche Fans wohl abschreckt, wenn man die negativen Rezensionen liest. Meines Erachtens hat sie hier ein großes Werk geschaffen, das zeigt, dass sie auch in anderen Genres wunderbar Geschichten spinnen kann und einen so gefesselt mit dem dicken Buch zurücklässt. Ich selbst konnte es kaum aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es den Schwestern ergeht und was sie noch erwartet.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Dialoge leiten dazu, dass man schnell vorankommt. Wie von Slaughter gewohnt, wird man hier im Lesefluss kaum unterbrochen. Auch die Spannung ist genügend vorhanden, auch wenn es kein richtiger Thriller ist, sondern eher Familiendrama rund um die Tragödie, die sich vor 28 Jahren ereignet hat. Es hat eher einen psychologischen Hintergrund und durchleitet die Traumatas der Schwestern.

Es ist ein Buch, das tiefer geht, das einen tief bei den eigenen Wurzeln packt und den Atem gefrieren lässt, den man ausstößt vor Schock. Denn was hier im Buch geschrieben ist, ist nichts für schwache Nerven. Slaughter erzählt wie gewohnt alles bis ins Detail und lässt auch nicht das Grausame aus. Wenn man sich als Fan auf eine andere Art von Thriller bzw. Drama von der heiß begehrten Autorin einlassen kann, ist man hier genau richtig!

5 von 5 Punkten