Jane Corry – Lass mich los posted by on 16. Februar 2018

Als Anwalt hat man viel mit sich zu tragen und müsste eigentlich emotionslos an jede Sache gehen – das merkt auch die frischgebackene Anwältin Lily. Sie bekommt gleich einen brisanten Fall, als sie ins Strafrecht eintaucht, der ihr ganzes Leben verändert…

Autor: Jane Corry
Titel: Lass mich los
Genre: Psychothriller
Verlag: Diana Verlag
Taschenbuch: 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.11.2017
Preis: 10,99

Die junge Anwältin Lily hat eine schwere Vergangenheit und hofft somit auf einen Neuanfang, als sie den Künstler Ed heiratet. So möchte sie die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Als sie aber ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich vom ersten Augenblick an zu ihrem Mandanten hingezogen, was normal nicht sein darf. Der Mann ist des Mordes angeklagt und sie riskiert nun alles für ihn, um ihn herauszupauken. Ist er wirklich unschuldig?

Irgendwie verwirrt der Klappentext, da es in diesem Buch so viele Handlungsstränge gibt und es nicht nur um diesen besagten Kandidaten geht, welchen Lily aus dem Gefängnis holen soll. Es geht um so viel mehr, sei es um Lily und Ed, ihre Vergangenheit oder auch das kleine Mädchen Carla, das anders ist als andere Mädchen und auf welches Lily und Ed sonntags aufpassen, wenn die Mutter „arbeitet“. So ganz warm bin ich mit den ganzen Personen nicht geworden, die Spannung hat das aber wieder wettgemacht, denn ich bin kaum vom Buch losgekommen.

Die Kapitel wechseln sich ab in der Sicher von Lily und von Carla. Anfangs weiß man noch nicht, inwiefern Carla zu der ganzen Geschichte steht, denn laut Klappentext geht es ja um Lily und einen Mörder, den sie als Anwältin vertritt. In diesem Buch geht es aber um so viel mehr – sei es um Recht und Unrecht oder wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Die ganze Handlung in diesem Buch reicht weit über 15 Jahre hinaus. Erst bekommt man einen Einblick ins Leben Lilys, wie sie als Anwältin anfängt. Hier ist sie eher eine graue Maus, hat ein paar Kilo zuviel und ist recht unsicher. Das kleine Mädchen Carla wird von allen Schülern gemobbt und hat ein tristes Leben mit ihrer Mutter Francesca. 15 Jahre später hat sich das alles geändert – Lily ist mittlerweile Teilhaberin der Kanzlei und hat sich auch im Aussehen gemacht plus Selbstbewusstsein. Carla ist nun eine junge Frau, bildhübsch und sehr von sich eingenommen, lebt in Italien, kehrt aber nach England zurück, um Jura zu studieren. Hier treffen die zwei Parteien wieder aufeinander und ab hier nimmt die Geschichte Fahrt auf, denn Carla ist keineswegs zurück zu den beiden, um erneut Freundschaft zu schließen und sie ist auch nicht mehr das kleine Mädchen von früher, das Zuneigung braucht.

Der Schreibstil macht es einem leicht, total in die Geschichte abzutauchen. Die Spannung hält einen auch gefangen und führt einen immer wieder ins Dickicht, denn es ist doch alles anders, wie es scheint. Wenn man denkt, es ist so, dann kommt doch auf einmal wieder alles anders. Geschickt hat die Autorin die ganzen Schicksale der Charaktere miteinander verwoben, so dass man immer wieder spannend Happen vorgesetzt bekommt. Ich persönlich habe mich nicht recht von der Geschichte losreissen können, da ich immer mehr erfahren musste.

Dieser Psychothriller nimmt einen mit, auf Gefühlsebene und auch auf der Spannungsebene. Es wäre wünschenswert, wenn die Autorin bald nachlegen würde, denn sie hat auf jeden Fall Potenzial!

5 von 5 Punkten

Peter Bognanni – Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente posted by on 12. Februar 2018

Wie geht man eigentlich mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Kann man das überhaupt? Jeder macht es anders, jeder trauert wie er es tut – oder eben auch nicht. Ein Buch über den Tod und wie junge Menschen sowie die Erwachsenen damit umgehen, was sie daraus machen, was daraus entsteht.

Autor: Peter Bognanni
Titel: Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
Genre: Drama, Unterhaltung, Jugend
Verlag: Hanser
Gebunden: 272 Seiten
Erscheinungsdatum: 29.01.2018
Preis: 18,00 €

Tess und Jonah haben sich ineinander verliebt – getroffen haben sie sich allerdings nur einmal, dabei waren sie 7 Monate zusammen. In dieser Zeit haben sie per Social Media kommuniziert, haben sich herzzerreissende Emails geschrieben, Pläne geschmiedet und sich ihr Innerstes anvertraut. Doch auf einmal begeht Jonah Selbstmord, Tess ist wie vor den Kopf gestoßen und versinkt in einer großen Trauer. Sie versendet weiterhin Nachrichten an ihren toten Freund Jonah, das ist ihre Art, mit der Trauer umzugehen. Eines Tages aber erhält sie Antwort und das verändert alles.

Tess ist vieles aber nicht unreif und auch nicht dumm. Als Leser kann man sich sofort in sie hineinversetzen und versteht sie sofort. Auch die Sprache, die sie anwendet, um ihre Gefühle zu beschreiben – es passt einfach alles. Auch Jonahs bester Freund Daniel wird einem schnell lieb. Die beiden gehen gemeinsam und doch jeder allein mit ihrer Trauer um ihren Freund um. Auch Tess Vater ist im Todesunternehmen tätig – er leitet ein Bestattungsunternehmen. Und auch Grace, auf die Tess trifft, macht dasselbe. Wie man sieht, ist es ein Roman voller Tod – dennoch auch ein Roman von Anfang von Liebe, Freundschaft und Hoffnung.

Der Autor schreibt den Roman sehr mitfühlend, mitreissend und auch die ganzen Dialoge und Gedanken der Charaktere sind so toll ausgearbeitet, dass man einfach nur noch lesen kann. Er beschreibt, wie die zwei Jugendlichen mit ihrer Trauer umgehen, was sie vom Tod denken und wo ein neuer Anfang entsteht. Wie lose Enden miteinander verbunden werden, wo Lücken geschlossen werden und wie auch die Erwachsenen noch im Kopf jugendlich sind.

Die Sprache und auch die Geschichte sind für Jugendliche ausgelegt, kann aber auch problemlos von Erwachsenen gelesen werden. Der Roman ist sehr tiefgründig und entführt einen auf eine Reise in die Gedankenwelt, wo sich alles um den Umgang mit Tod und Verlust bewegt. Dennoch ist es aber auch ein aufrüttelnder, erfrischender Roman und hat manchmal doch einige witzige Passagen an sich, vor allem wenn es um Tess schusseligen Vater geht, man muss ihn einfach als Dad gern haben! Es ist alles so real und wunderbar geschaffen,  dass man es gleich vor Augen hat und man total darin versinkt. Die ganzen Mails, die man von Jonah und Tess aufgetischt bekommt haben ihren Tiefgang und führt einen als Leser einige Gefühle vor Augen.

Für mich war das Buch ein richtiger Glücksgriff und ich kann es auch nur weiterempfehlen, gerne würde ich natürlich noch mehr von diesem vielversprechenden Autor lesen!

5 von 5 Punkten

Jodi Ellen Malpas – Mit allem was ich habe posted by on 6. Februar 2018

Als Bodyguard hat man es schon nicht leicht. Man muss die Person schützen, die einem zugteilt wurde und darf keine persönlichen Gefühle für diese zulassen. Jake hat da allemal die Probleme damit, als er Camille Logan beschützen muss vor einer unbekannten Gefahr – er fühlt sich mehr als er sollt zu ihr hingezogen und kann sich dem schlecht entrinnen.

Autor: Jodi Ellen Malpas
Titel: Mit allem, was ich habe
Genre: Liebesroman
Verlag: mtb (harpercollins)
Taschenbuch: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.11.2017
Preis: 9,99 €

Camille Logan wird von jedem als verwöhntes, reiches It-Girl gehalten, das von Daddys Vermögen lebt. Dabei ist Camille alles andere als das und verdient selbstständig ihr Geld. Sie ist entsetzt, als ihr Vater einen Bodyguard an ihre Seite stellt. Und als sie ihn sieht, wird ihr klar – sie muss sich selbst vor ihrer Begierde für diesen Mann schützen!

Cami ist alles andere als verwöhnt – sie verdient ihren Lebensunterhalt selbst mit Modeln und Kollektionen entwerfen und möchte auch nicht unter der Fuchtel ihres Vaters stehen, der sehr vermögend ist. Dieser aber sieht Camille als sein Eigentum und möchte sie unter allen Umständen beschützt sehen und engagiert daher Jake als ihren persönlichen Bodyguard, da er als bester in seinem Fach gilt. Er rechnet aber nicht damit, dass die beiden eine ungeheure Anziehungskraft gegenüber auswirken. Sie gehen beide dagegen an, kommen aber nicht weit und verfallen einander dann. Beide haben natürlich ihr Päckchen zu tragen und sind auf ihre Art und Weise verkorkst, sie teilen nach und nach ihre Geheimnisse miteinander.

Jake war mir nie so ganz nah als Protagonist, in meinem Kopf spukte er irgendwie als eine Art Highlander rum, was ja irgendwie so gar nicht passt. Dennoch kann man sich mit seinen starken Gefühlen identifizieren und auch Camille ist sehr sympathisch. Sie ist gar nicht verwöhnt und Daddys Liebling, im Gegenteil, sie versucht alles, um dem zu entrinnen. Die beiden passen eigentlich sehr gut zueinander, aber wie es in solch Romanen üblich ist, haben beide ihre Probleme und eine Hürde, um einander zu finden.

Der Schreibstil und auch die guten Dialoge lassen einen flüssig lesen, auch die Geschichte dahinter ist spannend. So erfährt man doch einiges über Camilles Dad, der alles andere als „nett“ ist. Eigentlich ist er sogar ein Riesenegoist, der sogar seine Tochter für seine Unversehrtheit opfert, wenn er es auch anders hinzustellen mag.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen, ein passender Abschluss für die ganze Geschichte. Die Autorin hat hier Fäden gewoben, die nach und nach immer mehr enthüllt haben. Es war nichts abwegig und auch nicht total verstrickt, es war logisch und nachvollziehbar. Eine Liebesgeschichte, die mit ihren Problemen einhergeht und in einem Gefühle hochkochen lässt!

4 von 5 Punkten

Gelesen im Januar 2018 posted by on 1. Februar 2018

So, es ist so weit – die erste Statistik für das neue Jahr 2018 =) Es ist nicht viel geworden, aber immerhin! Das waren meine gelesenen Bücher:

Chris Carter – Totenkünstler 5/5

Jodi Ellen Malpas – Mit allem was ich habe 4/5

Wulf Dorn – Die Kinder 3/5

Für Malpas kommt in den nächsten Tagen eine Rezension, das habe ich vorgestern noch beendet =) Ich habe noch sooo viel Bücher und so wenig Zeit. Kennt ihr das?