Gavin Extence – Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat posted by on 28. März 2014

Ungewöhnliche Freundschaften – es gibt sie! Komische Zufälle und eigenartige Vorkommnisse – es gibt auch diese! In seinem Roman „Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat“ beschreibt der Autor das Leben des jungen Alex, in dem es zuerst nicht sehr gut zugeht. Wie das Schicksal spielt und was wir daraus machen – darüber handelt die Geschichte.

Autor: Gavin Extence
Titel: Das unerhörte Leben des Alex Wood oder warum das Universum keinen Plan hat
Genre: Belletristik, Drama, Unterhaltung
Verlag: Limes
Erscheinungsdatum: 03.03.2014
Gebunden: 480 Seiten
Preis: 19,99 €

Alex ist ein Junge von 10 Jahren, der weiß, dass er nicht gerade den tollsten Start ins Leben hatte. Er hat auch eine etwas durchgeknallte Mutter, die hellseherisch begabt ist und ihm öfters das Leben schwer macht – daher auch die Unbeliebtheit bei seinen Mitschülern. Er weiß auch, dass viel unwahrscheinliches passieren kann, denn er trägt Narben davon. Als er von einem Meteoriten getroffen wird, ändert sich sein Leben schlagartig und das nicht zum Guten, wie es sich erstmals zeigt. Doch alles kommt anders, als er den eigenartigen Mr. Peterson kennenlernt. Er findet in ihm einen ungleichen Freund – vom Alter und auch von seinen Ansichten. Mr. Peterson macht ihm klar, dass man nur ein Leben hat und man die bestmöglichsten Entscheidungen treffen soll daher. Alex ist sich auch noch sicher daher 7 Jahre später, dass er das Richtige getan hat – auch als er mit 113 Gramm Mariuhana und einer Urne Asche an der Grenze zu Dover angehalten wird…

Das erste was man liest, ist wie Alex vom Zoll festgehalten wird. Er verhält sich eigenartig und schleppt eine Menge Drogen mit sich mit. Aus irgendeinem Grund ist Alex überall bekannt, weltweit und jeder weiß, wer er ist. Was es damit auf sich hat, erklärt der Autor in den kommenden Kapiteln – denn Alex ist eine Menge widerfahren, was für uns undenkbar ist.

So wie der Autor erzählt, fühlt sich der Leser sofort in der Geschichte eingestampft – man ist sofort gefangen von dem ganzen Geschehen. Dem Roman haftet durchweg etwas melancholisches an, jedoch ist auch eine gewisse Portion Humor versteckt. Auf die Seite Alex´schlägt man sich sofort, denn er ist ein sehr wissbegieriger und lernfähriger Junge, der nur gute Absichten hat. Man schließt ihn umgehend ins Herz und begleitet ihn gerne auf seinen Wegen. Man könnte meinen, er ist durch seine Denkweise einiges älter als in der Geschichte dargestellt. Anfangs ist er 17 Jahre alt, als man ihn kennenlernt, doch im Verlauf der Geschichte ist er ja um einiges jünger, als die Geschichte erzählt wird. Auch hier hat man einen reiferen Jungen vor Augen, als er es zu sein hat in seinem Alter. Der Junge hat einfach vieles durchgemacht und wurde hiervon geprägt.

Auch seine Mutter ist ein Unikat, durch sie hat er es noch schwerer. Sie erdrückt ihn etwas mit ihrer Sorge, macht ihn sogar durch ihren Beruf und ihren Ansichten unbeliebt in seiner Umgebung. Natürlich meint sie es nur gut, nur packt sie es nicht bestens an. Alex dagegen nimmt sie nicht immer ernst, verliert sich in seiner Sache und geht mit jeder Sache ins Detail. Es wird dadurch aber keineswegs langatmig oder langweilig, man lauscht gerne seinen ungewöhnlichen Erklärungen und höchst interessanten Gedankengängen, die doch sehr ungewöhnlich sind für einen Jungen in seinem Alter.

Der Junge hat wirklich viel erlebt für so ein junges Alter, er hat ein großes Gewicht auf seinen Schultern. Umso verwunderlicher und auch schön zu lesen ist es, wie er das Leben nimmt – so aufgeschlossen und für alles offen. Seine Krankheit, die Epilepsie, macht ihm das nicht leichter, aber es ist echt großartig, wie er alles nimmt wie es kommt und was er daraus macht. Man kommt in dieser Geschichte gar nicht mehr aus dem Staunen heraus, was den jungen Freund ausmacht, so einem möchte man gerne einmal begegnen.

Der Roman ist nicht nur so sensationell wie die anderen Rezensionen sagen, er ist noch viel viel besser und rührt einen direkt da am Herzen, wo man nicht hinkommt. Man kann sich hier in der Tat von den vielen guten Meinungen mitziehen lassen und sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Roman machen. Ich würde hier gerne viele Stellen zitieren, aber ich fürchte, ich müsste dann das ganze Buch zitieren und das darf man nicht =)

Dies ist eine wunderbare Geschichte über eine außergewöhnliche aber schöne Freundschaft zwischen Jung und Alt, es ist ein Abtauchen in eine andere Atmosphäre. Ein tiefgründiges Erlebnis, das einen zum Nachdenken anregt – ein Ende, das zwar das eine oder andere Tränchen hervorruft, dennoch den Leser auch mit einem Lächeln zurücklässt. Von mir eine klare Leseempfehlung, für mich wurde das Buch eines meiner höchsten Tops!

5 von 5 Punkten

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