Marc Levy – Bis ich dich wiedersehe posted by on 9. März 2015

Die Liebe kennt keine Grenzen…scheinbar nicht mal über die Jahrhunderte hinweg. Gibt es das wirklich? Dass wir immer wieder die gleichen Seelen suchen in anderen Leben? Marc Levy hat mit seinem Roman die Liebe zwischen den Jahrhunderten geschaffen und lässt die beiden sich immer wieder finden…

Autor: Marc Levy
Titel: Bis ich dich wiedersehe
Genre: Roman
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 21.07.2014
Taschenbuch: 288 Seiten
Preis: 8,99€

Als Jonathan, Kunstexperte, nach einem verschollenen Bild sucht, trifft er die charmante Galeristin Clara. Sie soll die Gemälde versteigern, er soll es bewerten etc. Unter diesen Bildern befindet sich auch das letzte und verschollene Gemälde des Malers Radskin. Jedoch bleibt Jonathan nur wenig Zeit für die Versteigerung, da er bald seine Hochzeit mit Anna feiert. Auf den ersten Blick allerdings wird Clara und Jonathan klar, dass sie sich nicht das erste Mal sehen, sondern sich schon einmal begegnet sein müssen. Aber wo war das und vor allem in welchem Leben?

Zuerst wird der Leser in Jonathans Leben eingeführt, mit dem chaotischen Freund Peter und seiner Verlobten Anna. Auch diese umhüllt irgendein Geheimnis, welchem man lange nicht auf die Spur kommt. Jonathan lebt ein Leben, das nicht geordneter sein kann – sieht man von seinen spontanen Reisen ab, die ihn in das Kunstleben entführen. Anna nimmt das scheinbar kommentarlos hin, ist jedoch immer wieder mal etwas sauer, dass er sie so hängen lässt.

Als Jonathan und Clara aufeinander treffen, merkt man gleich, dass hier eine gewisse Spannung entsteht. Die Funken sind durch die Zeilen hinweg bis zum Leser zu spüren und man fragt sich, wann es endlich so weit ist. Sie kommen sich zwar immer näher, nehmen aber doch gezwungenermaßen wieder Abstand. Sobald sie sich berühren, passiert etwas – sie sehen Dinge, die in der Vergangenheit passiert sein müssen. Haben sie schon einmal gelebt und miteinander gelebt?

Der Autor lässt sich mit der Geschichte im wahrsten Sinne Zeit, bis einmal etwas passiert. Der Lesefluss bricht zwar nicht ab, da die Dialoge und auch das Geschehen sehr interessant sind, es dauert aber einfach sehr lange, bis etwas Spannung in die Geschichte kommt. Etwas abstrakt und realitätsfern wird es ab der zweiten Hälfte, gibt dem Ganzen aber hier die Würze.

So ganz verbunden kam ich mir jedoch nicht vor bei dem Gelesenen. Es war, als würde man aus der Ferne eine Geschichte sehen, nicht als wäre man direkt dabei. Das Knistern zwischen den beiden war hier dann doch wieder näher und man fühlte sich direkt vor Ort. Als es aber immer abstrakter wurde, verfälscht es hier etwas das Bild und die ganzen Intrigen der Charaktere machen es auch nicht unbedingt besser.

Dennoch ist das Buch ein Lesevergnügen, das man sich zwischendurch genehmigen kann und einmal in die Welt der Kunst abtauchen lässt. Nebenbei erhält man noch etwas zum Nachdenken, ob es die Liebe tatsächlich über die Jahrhunderte hinweg schafft.

 3 von 5 Punkten

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