Richard Laymon – Licht aus! posted by on 30. Oktober 2012

Gehen wir nicht alle gern ins Kino? Manche Szenen sehen wirklich echt aus, sogar gespenstisch echt. Würde das wirklich auffallen, wenn hier nichts Fiktives sondern etwas Echtes abgedreht würde? Genau so etwas passiert in Laymons Werk „Licht aus“….

Brit schaut sich in einem neuen Kino einen Film an, „Schreck, Der Vampir“ nennt er sich. Sie findet es schon etwas komisch, dass die Schauspielerin genau wie ihre beste Freundin aussieht, da diese doch überhaupt kein schauspielerisches Talent besitzt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass sie die nächste Hauptrolle in einem von Schrecks Filmen spielen wird. Gleichzeitig wird hier die Geschichte von Connie und Dal erzählt, wie sie sich lieben und entlieben und was für böse ungeahnte Folgen das alles hat…

Wow! Mehr kann man als eingefleischter Laymon-Fan eigentlich erst einmal nicht dazu sagen. Auf dem Klappentext steht „Laymon auf Speed“ – man könnte es fast meinen. Er spinnt die Fäden wieder so zusammen, dass der Leser überhaupt nicht ahnt, wie alles miteinander zu tun hat. Dass es ein Kino überhaupt schafft, mit sowas so lange durchzukommen, darauf kann auch nur Laymon kommen und das kann auch nur er in seinen Romanen so realistisch umsetzen. Es jagt einem richtig eine Gänsehaut über wenn man den Zuschauern im Kino über die Schulter schaut. Man überlegt hier schon zweimal, noch einmal in einen Horror zu gehen ins Kino.

Den Personen nah ist man hier eigentlich fast nie, denn diese wechseln ja ständig. Außer den Bösewichten, die ständig immer wieder auftauchen, bleiben hier nicht viel übrig und mit diesen will man ja eigentlich nicht warm werden. Da sind dann aber doch noch Connie und Dal. Die zwei haben eine Beziehung geführt, als Dal die reizende Elizabeth kennenlernt und Connie fremdgeht. Natürlich lernt er diese kennen, als er Connie auftischt, er geht in den Spukpalast, in das unheimliche Kino. Auf dem gleichen Weg dort dran vorbei, lernt Connie Pete kennen, in den sie sich natürlich verliebt. Beide verlieben sich anderweitig, aber trennen sich nicht wirklich im Guten. Auch hier wartet noch viel Spannung auf. Doch was hat das mit dem Kino zu tun und den Tätern? Wie wird das alles aufgedeckt und zusammengesponnen?

Diese Fragen stellt sich der Leser immer wieder zwischendurch und kommt doch auf keinen grünen Nenner, denn scheinbar haben diese Persönchen und die Täter miteinander rein gar nichts zu tun. Wenn auch alle hier Dreck am Stecken haben. Ein typischer Laymon, den man in einem Rutsch durchlesen kann – genau für eine kalte, wache Nacht!

Das Buch sollten nur hartgesottene Horrofans lesen – andere würde dies nur abschrecke und ängstigen!

5 von 5 Punkten

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